Ich darf keine Bilder mehr kaufen

Ausser natürlich, sie sind klein genug, um sie in Bücherregale zu stellen. Dann geht es. Tatsache ist leider aber auch, dass ich inzwischen fast schon ein Depot habe, und vor einem Jahr kam sogar ein Gemälde herein, das wirklich nicht in die Räume passt. Also so wirklich gar nicht. Weil: Selbst für diese Räume ist es einfach zu gross. Ich hätte den Namen des Verkäufers ernst nehmen sollen, nur aaus einer Grille heraus habe ich nachgegoogelt und dachte mir dann, nein, der mit dem Schloss wird das schon nicht sein - er war es doch. Und der Rahmen macht es halt noch grösser.

Ja. Also. Wie auch immer, momentan wird eine etwas grössere Samlung aufgelöst, die selbst aber wiederum nur ein kleiner Teil einer früheren Sammlung war. Die Aufschrift mit der Kreide hinten nennt die Zahl 264. Und ein früherer Besitzer hatte auch ein etwas grösseres Anwesen in Holland. In einem Moment der anhebenden Demenz habe ich jedenfalls mitgespielt und, was soll icch sagen: Soldat und Prostituierte sind eindeutig zu gross für den Bücherschrank.



Aber die Seuche hat mein Lauern nach einer tauglichen Ansammlung von Wänden in Italien ohnehin nur zeitweise unterbrochen, und vielleicht klappt es ja doch noch vor den nächsten Bundestagswahlen und den Gefahren, die eine grünbeteiligte Bundesregierung für ihre idealen Opfer - die wie ich aussehen - mit sich bringen wird. Anderthalb Jahre bleiben noch, um ein Standbein woanders zu finden und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Bis dahin sollte ich aber wirklich enthaltsam bleiben, was Zukäufe angeht. Ernsthaft. Man erinnere mich daran beizeiten. Dann denke ich daran.

Meistens.

Donnerstag, 3. Dezember 2020, 12:34, von donalphons | |comment

 
Hinter wieviel Motorbooten gleichzeitig
kann man denn Wasserskilaufen?
Wenn man eines Tages mit der Haushaltsauflösung seines Elternhauses konfrontiert wird, wird einem sein eigenes Sammlerunwesen so richtig bewusst.

"Das kann man doch nicht wegschmeissen. Das kann man doch nicht für so gut wie nichts verramschen."

Leider leben wir alle nicht lange genug, um unsere ganzen Wertsachen richtig auszukonsumieren.

Die Verwertung der ganzen Wohlstandsüberbleibsel wird in der Zukunft eine ganz eigene Wirtschaftssparte werden.

Eine thermische Verwertung wie 1939-45 wünscht sich ja keiner, und man denke nur an all das CO2 ...

Aber eine gruselige Vorstellung, einen 1938er Lagonda LG6 oder einen 2016er Porsche 911 in den Shredder zu schieben.

Und kein "Unterprivilegierter" wird davon irgendwie profitieren können.

Wird der grosse Wandel uns eines Tages doch überrollen wie Corona?

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Ich weiss, was auf mich zukommt. Aber ich habe auch einen guten Plan.

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da wird man ja richtig neugierig, wenn ja keine fahrrad- und gemäldebegeisterte nächste Generation auf der Matte steht.

Irgendwie tut es mir sehr leid, mir vorzustellen, wie "gute" und "schöne" Gegenstände aus "Platzgründen" vernichtet werden sollen, aber man selbst lebt ja auch nicht ewig.

Wenn man die Preise von Briefmarken und Modellautos (Wiking-Plastikmodelle für ehemals hunderte DM) anschaut, kriegt man einen Vorgeschmack, was die kommenden Generationen wohl schätzen werden..

Ein Bugatti, den man flaschenweise wie zu Karl Benz Zeiten betanken muss, weil es nur noch Steckdosen gibt, macht irgendwie wenig Spass.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber so was schwebt gar nicht so wenigen wohl vor.

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Naja. Ich habe schon Ü-Eier-Sammler und Telefonkartensammler kommen und gehen sehen.

Gemälde sind stabil gesucht, nur die Preise schwanken. Alte Rennräder werden, siehe die Änderungen im Verkehr, kaum mehr billiger.

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Jaja, Haushaltsauflösung ist ein längeres Projekt, wir sind da auch dabei... Briefmarken haben wir gleich dem Nachlaßverwerter aufgehängt, ob der da was findet oder es wegschmeißt, es war uns zuviel. 100 Jahre alte Zigarettenbildchenalben haben wir neugierhalber aufgehoben...

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Schoen, dass der Rebellmarkt wieder fuer Publikumsverkehr geoeffnet ist! Hatte neulich bei einem Freund mit einer Briefmarkensammlung zu tun, in die ueber Jahrzehnte (und Generationen) insgesamt etwa 100k britische Pfund geflossen sein soll. Es fand sich dann dennoch niemand, die Marken einzeln oder in Sammlungen auf den Markt zu bringen, i.d.R unterhalb des Nennwertes. Optimistischer bin ich fuer das Silber. Das Elfenbein haette ich gerne selbst gekauft, aber wie bringt man das ueber die Grenzen ohne irgendwelche Echtheitsnachweise oder Zertifikate?

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wie bringt man das ueber die Grenzen ohne irgendwelche Echtheitsnachweise oder Zertifikate?
Rechnung und notariell beglaubigte eidesstattliche Versicherung, daß es von Opa selbst geschossen wurde, oder so ähnlich, vielleicht?
Ansonsten könnte die Zuhilfenahme einer Spedition zum Ausstellen von Zollpapieren vielleicht sinnvoll sein, denn die haben da mehr Erfahrung mit Papierkram.

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@the great artiste
*"Ein Bugatti, den man flaschenweise wie zu Karl Benz Zeiten betanken muss, weil es nur noch Steckdosen gibt, macht irgendwie wenig Spass."*

Schreckliche Vorstellung, wenn ich dabei an meine vor vielen Jahren nachgerüsteten Unterflurtanks denke. In die laufen jetzt, wenn sie leer sind, 365 (!) Liter Diesel rein. Und wir reden hier von einem PKW. Wieviel Strom ist das eigentlich?

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vielen Dank @colorcraze!

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@wolfram_m: dafür bräuchte man sein eigenes Kraftwerk, und für das Gewicht des Batterie-Anhängers einen LKW-Führerschein.

Aber was für ein PKW verträgt denn zusätzlich 350kg? Stammt der Umbau aus den Zeiten der Ölkrise?

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@flederhund: im Ernst, ich weiß es nicht aus Erfahrung, ich habe selber noch nie größere Posten Zeug über den Zoll gebracht. Ich weiß es nur vom Versand größerer Posten (>1000 EUR) auf Arbeit, daß man da für den Formalkram die Hilfe einer größeren Spedition braucht, wenn man will, daß die Päckchen überhaupt ihren Weg nehmen. Wenn Sie mehr von meinem Halbwissen haben wollen, schreiben Sie mir eine Mail an input@colorcraze.de; ich bin im Gegenzug nämlich neugierig, wie sich so eine Verlagerung von geerbten Sammlungen über Grenzen hinweg ganz praktisch anläßt, weil ich das noch nie gemacht habe.

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@the great artitste, betr.: Umbau

Entschuldigung für die Verspätung, der Wagen ist nicht so schnell. Den Umbau habe ich vor 20 Jahren vornehmen lassen.
Flächenverbrauch: im Stand 8,45 m², während der Fahrt 11 l politisch unkorrekter Diesel, Minimum. Der Wagen wird in des Volkes Mund gern auch Taliban-Express genannt und ist ab und zu in den Abendnachrichten zu sehen (meistens in der Pick Up-Version), wenn mal wieder aus Krisengebieten berichtet wird und leicht zu erkennen: weil mit drei bis vier wild vermummte Gestalten mit auf der Ladefläche montiertem MG.

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Schön, dass Sie wieder hier schreiben und von Bildern erzählen. Ihren Arbeitgeber mag ich leider so wenig, dass ich mein Abo wieder gekündigt habe. Ihre Texte habe ich vermisst, aber die "Welt" lesen? Nein, wirklich nicht, ich habe Grenzen.

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Aber, aber: Sie haben doch gerade erst weniger als die Hälfte Ihres vorhandenen Speicherplatzes belegt, tadelt Frauke Amgelin streng
und schaut sich die Bilderrückseiten an - da ist doch noch jede Menge Platz vorhanden. Und wenn Sie gar so einen oder mehrere Monsterschinken haben, dann können Sie auf dessen/deren Rückseite/n soger einige bis viele kleine Ölverschmutztezellulosegewebe nebeneinander unterbringen...

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Oh ja, Doppelbilder als Raumtrenner.
Schön daß Sie sich mal wieder blicken lassen, Frauke!

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"...Schön daß Sie sich mal wieder blicken lassen, Frauke!"
- Ja! :-)
Und auch, daß man überhaupt wieder kommentieren kann.

Schlechtes Gewissen kann man auch bekommen, weil man - notgedrungen - auch viel (mehr) online bestellt. Vor allem, wenn man, wie ich - notgedrungen, innerhalb von 48 Stunden in´s Rheinland und zurück - mal wieder stark befahrene Autobahnen benutzt (A1, dann A46 und A43) und dabei feststellt, WIE extrem der LKW-Verkehr nochmal zugenommen hat:

Überall neue LKW-Parkplätze (erhöht aufgeschüttet und mit Flutlicht versehen), die abends komplett voll sind.
Auf den Parkplätzen und Raststätten stehen sie zusätzlich bis in die Auffahrten und die rechte Spur ist immer noch voll.

Und ja: Dem Einzelhandel gibt "Corinna" auch in unserer Region den letzten Todesstoß - weiß ich vom Hörensagen, denn außer zum wöchentlichen Großeinkauf und zum Tanken gehe/fahre ich nirgends mehr hin, wo man eine Maske tragen muß. Ertrage es einfach nicht.

Mein Mann war seit März aus diesem Grund nirgends mehr. Außer (bis Juli) ab und zu im Park, zur letzten Mäh-Saison, und, solange es noch keine Maskenpflicht im ÖPNV gab, ab und zu in HH bei der Firma, für die er seitdem nur noch im Heimbüro arbeitet.

Meine (selbstgemalten) Bilder sind sowieso unverkäuflich. Immerhin taugen sie (da überwiegend Öl auf Spanplatte) zur effektiven Wärmegewinnung im Kamin in den harten Zeiten, die m. E. auf uns zukommen.

- Zumindest solange wir noch das "Privileg" haben, "eigene" Wohnungen/Häuser nutzen zu dürfen und sie noch nicht staatlicherseits zwecks "Gerechtigkeitsausgleich" an "Diskriminierte" verteilt sind.
Spätestens einen Tag vorher wird alles verheizt: Ein letztesmal durchdringende Wärme vor der Obdachlosigkeit.

Okay: Advent, Hoffnungs-Lichtlein und so...Um den Beitrag nicht ganz so düster abzuschließen, gestehe ich noch, daß ich aktuell wie wild (nicht nur gerettete) Rosen, Clematis (die aus dem Park wurden größtenteils geklaut) und (gerettete) Stauden pflanze. In Anlehnung an Luthers Apfelbäumchen.

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Der stationäre Einzelhandel, all die kleinen Selbstständigen, die schon vor Corona von der Hand in den Mund lebten, vielfach ohne Krankenversicherung und Altersvorsorge, die werden diesen de facto Lockdown wohl kaum ohne echte staatliche Unterstützung überleben. Was das für die Zukunft des Sozialstaates bedeutet, dürfte auf der Hand liegen. Und was dann von der Demokratie, von Europa usw. noch übrig bleiben wird - ich wage keine Prognose.

Der Wandel vom stationären Handel hin zum Internethandel vollzieht sich ja schon seit Jahren, der wird durch Corona nur deutlich beschleunigt. Auch der gläserne Bürger und das Ende des Bargeldes kommen nun wohl noch schneller als befürchtet. Manchmal hat das Alter auch Vorteile, der resultierende Kelch, den sich die jüngeren Generationen da gerade selbst zubereiten, wird hoffentlich an mir noch vorübergehen.

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Jäger und Sammler halt
An meine bevorstehenden drei Haushaltsauflösungen mag ich garnicht denken, aber 2021 wirft seine Schatten voraus. Auch ich dachte ja an eine geographische Veränderung, angesichts der zu erwartenden politischen Veränderungen, aber wenn ich mich so umschaue ...

Andererseits, in wertbeständige Sachwerte zu flüchten, scheint in diesen Zeiten jedenfalls keine schlechte Idee zu sein. Mit Immobilien sollte man aber wohl noch warten.

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Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich …
Der Hausherr fragt sich, wie es mit dem Impfen wohl so laufen wird.

Die neuen Impfstoffe sorgen jedenfalls für Unbehagen, da über mögliche Langzeitfolgen nichts bekannt ist, bekannt sein kann. Auch wenn die Technik (HIV) so neu nun auch wieder nicht ist. Vielleicht ist es für die Mehrheit aber ja beruhigend, daß, bis sie selbst an der Reihe sein werden, zumindest die Engländer und andere den Impfstoff schon augiebig getestet haben werden.

Zu gerne würde ich ja auch noch etwas zum ÖR schreiben, möchte aber die Geduld des Hausherren und der weiteren Anwesenden nicht schon zu Beginn sofort wieder strapazieren.

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Sie möchten sicher schreiben, daß es ohne ÖR-Medien gar keine Demokratie und auch keine sachliche und ausgewogene Berichterstattung für die Bürger geben kann, Herr Querulant?
- Nur zu! Ich hatte heute sonst noch nicht soviel zu lachen.

Nachbarn sind ein seeehr interessantes Thema. Da ich hier unter Klarnamen schreibe, sag ich dazu lieber nix :-X

Dieses Jahr geht´s hier recht bürgerlich zu: Dank des Rückschnitts der vorgestern hergeschleppten Säulen-Eibe hängt jetzt ein Atzventzkrantz an der Tür und weil man bei Frost nicht buddeln kann, ist seit heute endlich der Lichtschlauch im Pavillon angetüddelt.

Meine Mutter wohnt jetzt bei uns (von wegen "Altvordere" und "Heim": Solange es irgendwie geht, auf keinen Fall). Darum gibt´s auch feste Essenszeiten und mindestens fünfzehn mal täglich abgewischte Tische und gefegte Böden. Putzen kann sie zu ihrem Leidwesen aktuell nicht mehr, da ich die dazu benötigten Gegenstände konfisziert und auf dem Dachboden versteckt habe.

- Wir suchen grade verzweifelt nach anderen Hobbies, die sie akzeptieren würde. Ist aber gar nicht so einfach: "Draußen helfen" z. B. kommt überhaupt nicht infrage: Der Park ist eine Bagger-Schlammbahn und im Hausgarten gibt´s auch mehr Baustellen als sichere Wege: Kam doch alles ziemlich plötzlich und zum Pflastern bin ich vorher nicht mehr gekommen.

Im Frühling muß ich dran denken, früh genug alle Rosenscheren zu verstecken: Die Monstera, die sie beim letzten Besuch im Juli 2019 zwischen hatte, ist immer noch nur ein Schatten ihres früheren Selbst :-/

Jedenfalls ist das flauschige Hippie-Leben erstmal vorbei, seufz...
Darauf einen Zimtstern und einen Früchtetee. Prost!

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Ich habe heute herzlich über den folgenden Satz im neuesten Beitrag gelacht, "Ich sage außerdem immer allen, dass sie zum Arzt gehen sollen, und wenn sie sagen, dass ich es tun soll, sage ich, das letzte Mal, als ich es zu ihnen sagte, wären sie selbst auch nicht gegangen." - haargenau so halten wir es hier auch.

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(Zitat:) "- haargenau so halten wir es hier auch."
- Besser iss!

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Daß ich ein immer noch standhafter Verweigerer der Demokratieabgabe bin, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein, Frau Langenberg.

Für die Eltern bleiben die Kinder in der Regel lebenslang die Kinder - mit allen Vor- und Nachteilen. Da sollten die Kinder nicht jammern, wenn es um die letzten paar Jahre der Eltern geht.

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Weiß ich doch, Herr Querulant. War ein kleiner Spaß.

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Lieber Querulant v.gd/OXuoGD , ÖR ist doch sowas von langweilig, gähnt Frauke Amgelin.
Die haben ja noch nicht mal richtiges Fernsehen - das ist doch alles bloß Kurzsichtigkeit, nö, nicht par excellence, sondern bar jeder Exzellenz. Richtiges Fernsehen geht so ( via v.gd/CNT2GQ ):

v.gd/70Yabi

Viel Vergnügen!

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@Don Alphonso Von meinen Bekannten haben sich auch schon mehrere ins Ausland abgesetzt, aber ich bin mir nicht sicher, ob es ihnen dort in Zukunft wirklich besser gehen wird. Trotz dem, gutes Gelingen und viel Glück für Ihr Vorhaben!

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Liebe Frauke Amgelin, schön, auch Sie hier wieder zu lesen.

Das Qualitätsmedium ÖR ist grundsätzlich ja nicht das Problem. Qualität ist - isoliert betrachtet - ja keine positive oder negative Wertung. Nein, die unheilige Allianz zwischen Politik und Justiz ist es, die eines Rechtsstaates und einer Demokratie unwürdig ist. Da fühlt man sich als "mündiger" Bürger doch nur noch verar....

Ob das wirklich unser DA ist? Die Touren - echt oder nicht - haben mir schmerzhaft mein welkendes Fleisch und mein diesjähriges Sportversagen in Erinnerung gerufen. Da muß und wird sich im nächsten Jahr was ändern. Corona sei Dank.

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