: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Ein frohes 2022

nachdem 2021 jetzt auch schon gelaufen ist, bevor es begonnen hat. Menschen neigen dazu in Jahren zu rechnen, der Natur und ihren Kleinstlebewesen ist das aber egal, und es dauert halt. einsam macht eine Mutter mit ihren Kindern trotz allem am See Picnic, weil, was soll man sonst tun. Irgendwann wird jede Wohnung eng, und nicht jeder hat dann eine zweite.



Ich habe Anfang dieser woche viele böse Widerworte gehört, als ich berichtete, dass viele Bekannte bei der Impfung eher vorsichtig sind. Niemand ist deshalb Impfverweigerer, aber man traut der Sache nicht voll. Heute jedenfalls wurde dann bekannt, dass die Briten chronischen Allergikern abraten, sich mit dem Pfizerstoff impfen zu lassen, was mich dann vermutlich auch einschliesst. Ich mein, ich habe mal in München nur einen Bissen einer Torte mit Paranüssen gegessen, die nicht ausreichend erhitzt war: Dass ich das Notfallmedikament brauchen würde, habe ich damals im September nicht erwartet. Das war noch übler als rohe Kirschen. Die Fahrt an den Tegernsee zum Spray war damals jedenfalls weniger schön als heute. Obwohl damals das Wetter schöner war.



Es ist trotzdem nett, den See heute zu betrachten. Natürlich wäre auch so jetzt die stille Zeit, bevor im Winter der Tourismus hereinbricht, aber jetzt ist es noch stiller. So still wie in einem verlassenen Grand Hotel in den Bergen. Und dennoch ist es voll, die Häuser hier sind alle belegt, und viele Kinder sind wohl auch da: Kennzeichen aus Wien, Frankfurt und anderen Orten zeigen überdeutlich, wie viele momentan die Gelegenheit zur Flucht nutzen. Wer sich sozial distanzieren will, kann das sehr viel leichter als in den Städten machen. Hier weiss auch jeder, dass ganz bestimmte Einrichtungen die grössten Probleme haben - dort gab es heute auch den ersten Toten des ganzen Landkreises seit Ende Mai. Niemand nimmt das auf die leichte Schulter, aber wenn man nur schnell zum italienischen Feinkostgeschäft geht, und nebenan ein paar Christbaumkugeln kauft, kann eigentlich nichts passieren.



Die Hotels sind geschlossen, aber es gibt Gerüchte dass, wer kann und nicht da ist, die privaten Liegenschaften über Weihnachten auch vergibt, sei es an Bekannte, was legal ist, sei es als Vermietung, was eigentlich nicht sein sollte. Es wird vor dem Hintergrund der langen Einsperrung gemacht - einfach, weil die Kunden da sind, und auch angeblich hohe Preise zahlen. Dass das hier jemand ernsthaft kontrolliert - so gut wie ausgeschlossen. Aber das ist auch nicht gerade Ballermann, und natürlich kann der Söder sagen, dass man keine Schlupflöcher suchen soll. Das ist aber auch nur wie ein Gefängnisdirektor, der sagt, dass Ausbruch verboten ist. Und Leute hier am See sind privilegiert - die lassen sich in aller Regel nicht gern herumkommendieren. Verhungern muss keiner - der Max, die alte Schmiede und Francesco haben Abholservice. Damit überlebt man schon 2 Wochen. Von den 4, während denen hier dicht gemacht wird,

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