Hallo Südeutsche Zeitung!

Ja, das mit den Blogs war nicht so gut. Ich verstehe, dass Ihr frustriert seid. Aber deshalb die Onlineleute feuern die Redaktion optimieren und das Ganze in Tschechien hochziehen, na, ich weiss nicht. Schon hart, irgendwie, wenn ich an all die jungen Leute denke, die später mal Jobs wollen. Es stimmt natürlich, zum Pressemitteilungen Umschreiben kann man auch chinesische Akademiker einkaufen. Die sind noch billiger als Tschechen. Und garantiert linientreu.

Hm. Wenn schon die Süddeutsche sowas plant, wer zieht dann nach? Die Freuden der Globalisierung kommen auch zu uns Journalisten. (mehr bei Ben Schwan, und nachher schreibe ich auch mal was Nettes über Asien)

Dienstag, 31. Oktober 2006, 12:38, von donalphons | |comment

 
Es ist zum Heulen. Seit Jahren erkläre ich mir in jedem Job und für jeden Arbeitgeber den Arsch ab über sich auftuende und vertane Chancen im Online-Journalismus und es wird weiter fröhlich herum dillettantiert und abgeschrieben und gegoogelt statt recherchiert, aber dennoch wichtig getan. Dazu kommt: Jeder Depp denkt, er kann schreiben und tut es ganz offensichtlich auch. Ganz ehrlich: Mehr als tschechische Löhne hat auch kaum ein Online-Journalist verdient. Ach, was heisst Journalist, Redakteur muss das ja heissen.

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Wenn das im Onlinebereich geht, fängt das sicher auch bald im Print an. AP zum Beispiel lässt die Bilder zentral in Indien überprüfen, statt vor Ort. Im Prinzip heisst das Spiel: Durch schlechtere Qualität sparen wir mehr, als wird dadurch an Lesern verlieren, Dabei gibt es für Journalismus nur drei Zukunftschancen: Qualität, Qualität, Qualität.

Alles andere ist nur Communitygewixe.

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1 Woche?
Nach der ersten Bewerbungsrunde lud die «sueddeutsche.de» Ende August Kandidaten nach München ein und prüfte sie während einer Woche auf Herz und Nieren. 10 Redaktoren hätten angestellt werden sollen. Im September aber wurden die Auslagerungspläne abgeblasen.

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Sie haben so recht .....
..... ich habe mir in diversen Mandaten den Mund fusselig geredet. Das Beste war ein Start-up, moneycab.com genannt. Da tauchte so eine BWL Maus auf und wollte für den Verkaufsprospekt wissen, was ein Feature, was eine Reportage oder eine Meldung ist. «Was wollen Sie wissen,» habe ich gebrüllt? «Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?» Und dann kam noch einer und hat von Revenue Streams gefaselt. Dass war dann der Zeitpunkt zu dem ich mich mental von diesen Flachwichsern verabschiedet habe.

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Im Prinzip bietet ich bei sowas eine Take the money and run Strategie an. Habe ich damals in den dollen Zeiten auch gemacht, tagsüber beraten, abends geinsidert. Ist gut für das Gewissen, die geistige Gesundheit und für die Konten in der Schweiz.

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