Dienstag, 6. September 2005
Johnny goes B.I.G.
Yo, Babies, yo, get ya ass up, get da moda burning and mooooove in to the big baaad bold blogging berlin, cause my bad Brotha Johnny da Rivawotcha does da big balozaa on da bloody dogy bloggy futura style thingy in Decemba. And me I is in too. You bet, Brotha. Ya do wanna know what the fuck that re:publica bling bling is so get it on yeah and do da nasty click on da Link. Great Stuff.
donalphons, 18:56h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 4. September 2005
Statt dem geschröderten Merkel
empfiehlt Blogküchenchef Don Alphonso Porcamadonna heute Abend um 20:00 Uhr im Theaterkeller Neuss:
Bloggerlesung mit Chamapgnercremetorte a la Modeste und Quadroni della Bandini.
Bloggerlesung mit Chamapgnercremetorte a la Modeste und Quadroni della Bandini.
donalphons, 13:43h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 2. September 2005
Gegenüberstellung
Die beim Aufhetzen von Lesern ertappte Johurnaille wehrt sich - Trittin könne sich nicht auf den Erscheinungszeitpunkt seines beitrags zur amerikanischen Umweltpolitik herusreden. Was Trittin laut Spiegel am Montag, den 29.08.2005 hätte angeblich wissen müssen:
Dass mit vielen Toten zu rechnen sein würde, war auch schon am Montag klar, wenn auch nicht in dem heute bekannten Ausmaß.
Was der Spiegel selbst am Dienstag, den 30.08.2005 geschrieben hat:
Die Angst vor Zerstörung war groß, doch trotz fliegender Trümmer und überfluteter Straßen blieb New Orleans das Schlimmste erspart. Die Menschen feiern ihr Überleben nach Südstaaten-Art: mit einem Drink in ihrer Lieblingsbar. [...] Tamara Stevens und ihr Freund Rick Leiby sind schon in Johnny White's Sports Bar anzutreffen, bevor sich der Sturm legt. Nach einem Horrorabend in ihrer schwankenden Wohnung brauchen sie Gesellschaft. "Dieser Ort wird alles überstehen", sagt Leiby, und nimmt einen Schluck von seinem Wodka-Cocktail im Plastikbecher.
Ein Betrug am Leser wird nicht kleiner, wenn man noch einen weiteren Betrug oben drauf packt. Und dass Trittin keine Lust an einem Interview mit dem Spiegel-Lynchmob hat, ist kein Eingeständnis von Schuld, sondern ein Zeichen von gutem Geschmack.
Dass mit vielen Toten zu rechnen sein würde, war auch schon am Montag klar, wenn auch nicht in dem heute bekannten Ausmaß.
Was der Spiegel selbst am Dienstag, den 30.08.2005 geschrieben hat:
Die Angst vor Zerstörung war groß, doch trotz fliegender Trümmer und überfluteter Straßen blieb New Orleans das Schlimmste erspart. Die Menschen feiern ihr Überleben nach Südstaaten-Art: mit einem Drink in ihrer Lieblingsbar. [...] Tamara Stevens und ihr Freund Rick Leiby sind schon in Johnny White's Sports Bar anzutreffen, bevor sich der Sturm legt. Nach einem Horrorabend in ihrer schwankenden Wohnung brauchen sie Gesellschaft. "Dieser Ort wird alles überstehen", sagt Leiby, und nimmt einen Schluck von seinem Wodka-Cocktail im Plastikbecher.
Ein Betrug am Leser wird nicht kleiner, wenn man noch einen weiteren Betrug oben drauf packt. Und dass Trittin keine Lust an einem Interview mit dem Spiegel-Lynchmob hat, ist kein Eingeständnis von Schuld, sondern ein Zeichen von gutem Geschmack.
donalphons, 22:21h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 29. August 2005
Agenda Setting
Mir scheint, dass es nach den grossen, erfolgreich durchgeführten AStA-, News Frankfurt- und Girliezine-Debatten an der Zeit ist, sich mal mit den am äussersten rechten Rand der Blogosphäre auftretenden Entwicklungen zu beschäftigen - kurz, es ist Zeit, dass Don Fozzy BearAlphonso die Bazooka in die Hand nimmt und links oberhalb der Bühne gutgelaunt das tut, was man schon vor der Premiere hätte tun sollen - die beiden alten Säcke zu den Schweinen im Weltall zu ballern. Seid ihr dabei?
es war in letzter zeit sowieso irgendwie alles zu harmonisch, ganz ohne den geruch von napalm, wenn man am morgen die email öffnet
es war in letzter zeit sowieso irgendwie alles zu harmonisch, ganz ohne den geruch von napalm, wenn man am morgen die email öffnet
donalphons, 13:25h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 23. August 2005
He Blogcounter!
Ich habe das jetzt mal netterweise ausprobiert, auch wenn ich dank Johnny schon etwas kritisch war.. Aber ganz sicher nicht, damit Du mir alle popligen 100 Zugriffe eine bescheuerte, automatische Mail schickst. Es ist ja nicht so, dass ich zu wenig Mails von idiotischen Programmen bekommen. Aber selbst Vroni, die nackte Miet-Praktikantin aus Deiner SM-Besenkammer braucht mir keine Mails zu schicken. Und es interessiert mich eine Dreck, ob und wie ich das selbst bei Dir abstellen kann. Das ist Deine Spammerei, also solltest Du es einfach nicht tun, wenn ich es nicht verlange.
Ich ändere das jetzt, wie es in der Mail verlangt wird. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass ich Dir hier lange ein warmes Plätzchen geben werde. Nedstats erscheint mir im Moment doch sehr viel kleiner, unaufgeregter, und schnüffelt auch nicht so tief in die IPs.
Ich ändere das jetzt, wie es in der Mail verlangt wird. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass ich Dir hier lange ein warmes Plätzchen geben werde. Nedstats erscheint mir im Moment doch sehr viel kleiner, unaufgeregter, und schnüffelt auch nicht so tief in die IPs.
donalphons, 12:48h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 22. August 2005
Bloglesung
Ich weiss noch nicht wann, wie und mit wem, aber es muss bald wieder mal sein. Ich habe schon ein paar Ideen.
donalphons, 18:36h
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"Umfangreiche Nutzerprofile"
Ein Fall für den Big Brother Award: Die Firma 21publish (verbandelt mit dem Bloghoster 20six) vertreibt eine Software für Bloghoster, zu deren "Vorteilen" für Kunden aus dem Bereich E-Commerce nach Eigenaussage "umfangreiche Nutzerprofile" gehören. Wenn es irgendwas gibt, was ich durch das Bloggen nicht schaffen will, dann sind das solche Nutzerprofile. Das geht den Hoster einen
Dreck an.
Die gesamte Werbemail, die ein Bekannter als Spam aufgefasst und mir weitergeleitet hat, ist hier.
Dreck an.
Die gesamte Werbemail, die ein Bekannter als Spam aufgefasst und mir weitergeleitet hat, ist hier.
donalphons, 12:45h
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Dienstag, 16. August 2005
All da Fäuletonies in da House
Yo, Bruder, du willst wissen wie es war?
In Berlin, bei den Niggaz von der Stiftung?
Oh Boy, dreimal haben sie mich auf dem Weg gedisst,
einen Radler habe ich nicht umgenietet und den Rentner nicht plattgemacht, aber fuck ich hätte es tun sollen mit meinem neuen Schlitten, Boy, solche Sucker you know in Berlin. Yeah, danach war ich in genau der richtigen Stimmung.
Check it, da waren lauter junge Fäuletonies, viel öffentlich-rechtliche Auftragsklaven, ein paar Betriebshomies und ein Haufen Opas von der Rentnerpostille TAZ. Und ich, der einzige Blogger. Mann, die wussten noch nicht mal, was wir da tun. Und ich hatte das Gefühl, das ein Nigger hat, wenn er auf der Bühne steht, das Mic in der Hand, 1 2 3 check check baby 1 2 3 check, und dann geht der Vorhang hoch und da vorne sind keine Chicks, sondern ein verficktes Opernpublikum in Frack und Luxusfetzen.
Hab ich gesagt: hey, Ihr Freaks und Suckers, Ihr seid totes Fleisch, keiner will Eure Rhymes, ihr habt keinen Beat, ihr seid Hirnficker groso mode, no insult oder doch, wenn ich mich so umschaue, kein Respekt, Babies, Ihr macht Zeug, das keiner braucht, Eure Formate sind zu lang und lachen könnt ihr auch nicht. So, what the fuck, in 20 Jahren seid iht alle plattgemacht, und schuld seid ihr, ihr ganz allein, denn ihr habt keinen Respekt für euren Lesern, ihr verarscht die Leute, deren Schuhsohlen ihr lecken müsst, weil sie Euch bezahlen.
Mann, ich sag Dir, das Haus, das Haus hat gebrannt, sie haben es gehasst, sie konnten die Worte nicht ab, niemand sagt ihnen ungestraft, dass sie einen Arsch haben, dass sie zu feige sind für Freiheit,
für Wahrheit,
für sich selbst,
für den Spass und das lachen
dass sie Egozentrik und Intimität hassen, cause they ain´t got no balls, weil sie sonst mit ihrem Krüppeklego draussen im Regendes Netzes stehen würden, dass es bei mir anders ist, weil ich hier draussen eine Sau bin, eine Rampensau, ein Psycho, ich trete nach und schlage zu, ich bin infam, mies und gemein, ich scheisse auf ihre Altäre, ihre Objektivität und ihren Spiessergeschmack, denn keine Borderline-Story ist so dröge, so eine Beleidigung für den Spass wie das, was sie unter Kultur verstehen.
Sie können nicht lachen, sie können nicht erzählen, sie können nicht aus ihrer faltigen Uropa-Haut, aber sie sind natürlich entsetzt, und sie dagegen: das ist doch kein Journalismus. Heeyyy, sag ich, fuckya, eure Definition ist mir egal, ich schreibe, ich rede, ich bringe die Punkte und ihr hechelt entsetzt nach, ich beherrsche die Debatte und sage Euch: Runter auf die Knie und fresst den Staub von den Schuhen der Blogger aus Dankbarkeit, denn die machen noch Texte, die lesen Euch vielleicht später mal und zahlen sogar dafür, dass Ihr weiterhin Euch so elitäres Geseiere über die Kultur, die ihr und sonst niemand meint, leisten könnt.
Aber hey, danke, selten habe ich gemerkt, wie wenig ich einer von Euch bin, das hier draussen sind drei Akkorde, mehr muss nicht sein, viel Spass auch auf der Suche nach der Zwölftonharmonie, dem Kernseifenlook, der Keuschheit des Journalismus, oder was immer ihr sonst für relevant haltet, ihr Türhüter in einer Mauer, die längst zusammenbricht, bleibt da stehen, schönes Leben auch, ich bin weg.
Kurz, ich war heute als big bad bold Blogger auf einer nichtöffentlichen Tagung der Böll-Stiftung zum Thema Kulturjournalismus. Ich hatte ne Menge Spass. Die anderen ... hey, who cares! Die lesen das, aber sie trauen sich noch nicht malzu kommentieren. Sie haben Scheissangst vor Fullcontactcommunication.
In Berlin, bei den Niggaz von der Stiftung?
Oh Boy, dreimal haben sie mich auf dem Weg gedisst,
einen Radler habe ich nicht umgenietet und den Rentner nicht plattgemacht, aber fuck ich hätte es tun sollen mit meinem neuen Schlitten, Boy, solche Sucker you know in Berlin. Yeah, danach war ich in genau der richtigen Stimmung.
Check it, da waren lauter junge Fäuletonies, viel öffentlich-rechtliche Auftragsklaven, ein paar Betriebshomies und ein Haufen Opas von der Rentnerpostille TAZ. Und ich, der einzige Blogger. Mann, die wussten noch nicht mal, was wir da tun. Und ich hatte das Gefühl, das ein Nigger hat, wenn er auf der Bühne steht, das Mic in der Hand, 1 2 3 check check baby 1 2 3 check, und dann geht der Vorhang hoch und da vorne sind keine Chicks, sondern ein verficktes Opernpublikum in Frack und Luxusfetzen.
Hab ich gesagt: hey, Ihr Freaks und Suckers, Ihr seid totes Fleisch, keiner will Eure Rhymes, ihr habt keinen Beat, ihr seid Hirnficker groso mode, no insult oder doch, wenn ich mich so umschaue, kein Respekt, Babies, Ihr macht Zeug, das keiner braucht, Eure Formate sind zu lang und lachen könnt ihr auch nicht. So, what the fuck, in 20 Jahren seid iht alle plattgemacht, und schuld seid ihr, ihr ganz allein, denn ihr habt keinen Respekt für euren Lesern, ihr verarscht die Leute, deren Schuhsohlen ihr lecken müsst, weil sie Euch bezahlen.
Mann, ich sag Dir, das Haus, das Haus hat gebrannt, sie haben es gehasst, sie konnten die Worte nicht ab, niemand sagt ihnen ungestraft, dass sie einen Arsch haben, dass sie zu feige sind für Freiheit,
für Wahrheit,
für sich selbst,
für den Spass und das lachen
dass sie Egozentrik und Intimität hassen, cause they ain´t got no balls, weil sie sonst mit ihrem Krüppeklego draussen im Regendes Netzes stehen würden, dass es bei mir anders ist, weil ich hier draussen eine Sau bin, eine Rampensau, ein Psycho, ich trete nach und schlage zu, ich bin infam, mies und gemein, ich scheisse auf ihre Altäre, ihre Objektivität und ihren Spiessergeschmack, denn keine Borderline-Story ist so dröge, so eine Beleidigung für den Spass wie das, was sie unter Kultur verstehen.
Sie können nicht lachen, sie können nicht erzählen, sie können nicht aus ihrer faltigen Uropa-Haut, aber sie sind natürlich entsetzt, und sie dagegen: das ist doch kein Journalismus. Heeyyy, sag ich, fuckya, eure Definition ist mir egal, ich schreibe, ich rede, ich bringe die Punkte und ihr hechelt entsetzt nach, ich beherrsche die Debatte und sage Euch: Runter auf die Knie und fresst den Staub von den Schuhen der Blogger aus Dankbarkeit, denn die machen noch Texte, die lesen Euch vielleicht später mal und zahlen sogar dafür, dass Ihr weiterhin Euch so elitäres Geseiere über die Kultur, die ihr und sonst niemand meint, leisten könnt.
Aber hey, danke, selten habe ich gemerkt, wie wenig ich einer von Euch bin, das hier draussen sind drei Akkorde, mehr muss nicht sein, viel Spass auch auf der Suche nach der Zwölftonharmonie, dem Kernseifenlook, der Keuschheit des Journalismus, oder was immer ihr sonst für relevant haltet, ihr Türhüter in einer Mauer, die längst zusammenbricht, bleibt da stehen, schönes Leben auch, ich bin weg.
Kurz, ich war heute als big bad bold Blogger auf einer nichtöffentlichen Tagung der Böll-Stiftung zum Thema Kulturjournalismus. Ich hatte ne Menge Spass. Die anderen ... hey, who cares! Die lesen das, aber sie trauen sich noch nicht malzu kommentieren. Sie haben Scheissangst vor Fullcontactcommunication.
donalphons, 23:37h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 7. August 2005
KWler - ich hasse sie.
Ich habe beruflich auch so genug zu tun mit Studenten der Kommunikationswissenschaften. Ich glaube, in kaum einem Fach gibt es mehr vorlaute Arschlöcher, die sich schon auf dem CR-Posten sehen, mehr schrill klingende Professorentöchter und überhaupt MEHR UNFÄHIGE SUBJOURNALISTEN. Es ist kein Wunder, dass viel von dem Pack nach dem Studium nochmals absteigt, von der Schreiberei zur PR, also quasi vom Hirnschnupfen zur Ganzkörperpest mit stinkendem Aussatz und scheissekotzenlassenden Darmverschluss.
Einmal haben sie mich zu einer bundesweiten Tagung eigeladen. Bei derhat ein Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Publizistik bei seinem Vortrag dazu aufgerufen, doch eine Erklärung zu beschliessen, dass sie mehr Kohle, mehr Ausbilder und mehr Mittelbau wollen, weil eine sinnvolle Betreuung kaum mehr möglich ist - die Mädis und Bubis im Raum haben gequatscht, SMS geschrieben und mit sauteuren Sony-Digicams genkipst. Keine Erklärung, nicht mal den Versuch haben sie gemacht. Studiengebühren würden bei ihren Eltern auch nicht helfen, um die zu bewegen, allenfalls ein zweimonatiges Pflichtpraktikum Kloakenreinigung jedes Semester - dann würden die verzogenen Bratzen etwas tun.
Einige Leute machen Seminare als Hobby an den Unis, weil sie bei all dem grauenvollen Versagen nicht zuschauen können. Ich fange vielleicht auch bald wieder damit an, und wenn wieder so ein Knallkopf von der Deutschen Journalistenschule dabei ist, dann kriegt der ein Spezialprogramm - wenn man die nicht von der ersten Minute an knallhart rannimmt und vor allen anderen zurechtstutz, machen die einem das Seminar kaputt. Das ist das schöne am Radio: Man kann sie vor versammelter Mannschaft Texte einsprechen lassen, bis sie radiotauglich sind - und das kann bis zum nächsten Morgen dauern, denn radiotauglich sprechen ist eine Kunst.
Das ist nicht brutal oder fies, das ist einfach ein Stück notwendiger Erziehung für zukünftige "Meinungsmacher". Wenn man das nicht tut, werden sie übermütig und gehen mit all ihrem grosskotzigem Getue auch noch an die Öffentlichkeit. Das ist der Geist der Dieckmanns, der Wagners, der Steingarts und der Blumencrons, und den muss man in ihnen abtöten, so lange sie noch klein sind. Bei einem gewissen Matthias Ambhorst hat man darauf wohl verzichtet, weswegen er die - mutmasslich - Top100-Blogger von Blogstats, darunter dreimal mich, angeschrieben hat, an einer Umfrage teilzunehmen.
Worauf ich absolut keine Lust habe.
Weshalb er jetzt allen Ernstes eine "Erinnerung an die Bloggerbefragung" geschickt hat:
"Hallo Don Alphonso,
Immer einen auf kumpelhaft machen, obwohl er mich wahrscheinlich nur von einer Liste her kennt - erinnert an Spammer...
mit dieser Mail
gibt´s noch eine andere Mail?
möchte ich Sie an die Bloggerbefragung erinnern, zu der ich Sie vor einigen Tagen eingeladen habe.
eingeladen - aber klar doch. Einladen steht in meinem Wortschatz sicher nicht in Bezug zu einem Survey, aber ich komme nun mal nicht aus dem Spucknapf, in dem die Ursuppe der Marktforscher vor sich hinbrodelt.
Der Rücklauf
Für die 100 Spammails passt dann eher der Begriff "Auslauf"
war bisher sehr erfreulich: Fast die Hälfte der gut 100
Gib doch einfach zu, dass Du bei Blogstats geklaut hast - was übrigens ziemlich bescheuert ist, bei den Blogleichen und Linkfakes, Reichweitenermittlung geht darüber definitiv nicht.
eingeladenen
schon wieder einladen
Blogger hat bereits an der Befragung teilgenommen.
Schön blöd, aber Blogger sind wohl auch nicht klüger als normale Telefonmarketingkunden - wobei dann wieder die Hälfte irgendwas erzählt hat, was ich auch tue, wenn ich dem Pack nicht entgehe
Zum Hintergrund: Weblogs wurden im deutschsprachigen Raum bisher kaum wissenschaftlich untersucht.
Natürlich scheint das so - solange man nicht in der Lage ist, mal bei anderen Instituten nachzufragen
Mit Ihrer Teilnahme
sehr selbstsicher, was?
an der Bloggerbefragung unterstützen Sie mein kommunikationswissenschaftliches Forschungsprojekt an der Universität Dortmund.
Wie das schon klingt, Gott wie grosskotzig für ein Stück Schmalspurauswertung einer Umfrage. Aber es ist ja nichts Neues, dass Kommunikationswissenschaftler ähnlich gut reden, schreiben und formulieren können, wie BWL-Professoren an der Börse Milliarden scheffeln und Unternehmen lenken.
Ziel ist es, Daten zu Arbeitsweisen, Motivation und Einstellungen von Webloggern zu gewinnen.
Das wird ein KWler nie kapieren - nicht umsonst bloggen von denen so wenig. Mit Daten ist das jedenfalls nicht fassbar ("Der sog. "Spass" hat bei 97% der Blogger eine hohe Relevanz, während nur 15% PR als wichtige Motivation ihres Handelns angaben")
Diese Daten sollen nach Abschluss des Forschungsprojekts online gestellt werden. (Namen von Blogs und Bloggern haben keine Bedeutung für die Arbeit und werden nicht veröffentlicht. Die Studie ist nicht-kommerziell.)
Von mir ist kein Strich mehr online, als online sein soll.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich 10 Minuten Zeit nehmen und den Fragebogen ausfüllen!
Da fehlt bei dieser Ansprache ein weiterer Konjunktiv - "Könnten". Mein Gott, und sowas dann in KW...
Wenn Sie an Details interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.
Danke, genug gelesen.
Um teilzunehmen, klicken Sie bitte auf den unten stehenden Link, der Ihr Passwort enthält.
Nennt man wohl Barrierefreiheit. Schon sehr kongruent, wenn man einerseits mit Passwort erkennbar ist, aber der Name keine Rolle spielt.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Zum Kotzen, diese erbärmliche Marktschreierei. Damit qualifiziert er sich für 9Live: Ruf an! Mach mit! So toll! So viele! Grossartig! Kostet nur! Ihr Interesse!
Es interessiert mich nicht, schon gar nicht, wenn ich mit solchen Versagern zu tun habe, die den 100 reichweitenstärksten Bloggerrn diese Einstiegsfrage präsentieren:
Haben Sie ein eigenes Blog (allein oder mit anderen)?
Da kann man einen Internetnutzer auch fragen, ob er schon mal im WWW war.
Krank ist auch die Liste der Informationsquellen, bei denen man alles in einer Reihenfolge angeben muss und nichts eigenes einfügen kann. Oder diese nette Überraschung. Und wenn dann ein KWler sowas schreibt "Jetzt ist Ihre Meinung zu Blogs und zu traditionellem Journalismus gefragt!" - mit Rufezeichen - kann ich nur sagen: Freundchen, ab ins Proseminar mit Dir. Oder vielleicht versuchst Du doch mal einen anderen Studiengang - KW ist momentan ohnehin nur die Garantie für 5 Jahre Berufseinsteigerpraktikum ohne Vergütung, es gibt auch ohne Dich immer noch zu viele davon.
Einmal haben sie mich zu einer bundesweiten Tagung eigeladen. Bei derhat ein Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Publizistik bei seinem Vortrag dazu aufgerufen, doch eine Erklärung zu beschliessen, dass sie mehr Kohle, mehr Ausbilder und mehr Mittelbau wollen, weil eine sinnvolle Betreuung kaum mehr möglich ist - die Mädis und Bubis im Raum haben gequatscht, SMS geschrieben und mit sauteuren Sony-Digicams genkipst. Keine Erklärung, nicht mal den Versuch haben sie gemacht. Studiengebühren würden bei ihren Eltern auch nicht helfen, um die zu bewegen, allenfalls ein zweimonatiges Pflichtpraktikum Kloakenreinigung jedes Semester - dann würden die verzogenen Bratzen etwas tun.
Einige Leute machen Seminare als Hobby an den Unis, weil sie bei all dem grauenvollen Versagen nicht zuschauen können. Ich fange vielleicht auch bald wieder damit an, und wenn wieder so ein Knallkopf von der Deutschen Journalistenschule dabei ist, dann kriegt der ein Spezialprogramm - wenn man die nicht von der ersten Minute an knallhart rannimmt und vor allen anderen zurechtstutz, machen die einem das Seminar kaputt. Das ist das schöne am Radio: Man kann sie vor versammelter Mannschaft Texte einsprechen lassen, bis sie radiotauglich sind - und das kann bis zum nächsten Morgen dauern, denn radiotauglich sprechen ist eine Kunst.
Das ist nicht brutal oder fies, das ist einfach ein Stück notwendiger Erziehung für zukünftige "Meinungsmacher". Wenn man das nicht tut, werden sie übermütig und gehen mit all ihrem grosskotzigem Getue auch noch an die Öffentlichkeit. Das ist der Geist der Dieckmanns, der Wagners, der Steingarts und der Blumencrons, und den muss man in ihnen abtöten, so lange sie noch klein sind. Bei einem gewissen Matthias Ambhorst hat man darauf wohl verzichtet, weswegen er die - mutmasslich - Top100-Blogger von Blogstats, darunter dreimal mich, angeschrieben hat, an einer Umfrage teilzunehmen.
Worauf ich absolut keine Lust habe.
Weshalb er jetzt allen Ernstes eine "Erinnerung an die Bloggerbefragung" geschickt hat:
"Hallo Don Alphonso,
Immer einen auf kumpelhaft machen, obwohl er mich wahrscheinlich nur von einer Liste her kennt - erinnert an Spammer...
mit dieser Mail
gibt´s noch eine andere Mail?
möchte ich Sie an die Bloggerbefragung erinnern, zu der ich Sie vor einigen Tagen eingeladen habe.
eingeladen - aber klar doch. Einladen steht in meinem Wortschatz sicher nicht in Bezug zu einem Survey, aber ich komme nun mal nicht aus dem Spucknapf, in dem die Ursuppe der Marktforscher vor sich hinbrodelt.
Der Rücklauf
Für die 100 Spammails passt dann eher der Begriff "Auslauf"
war bisher sehr erfreulich: Fast die Hälfte der gut 100
Gib doch einfach zu, dass Du bei Blogstats geklaut hast - was übrigens ziemlich bescheuert ist, bei den Blogleichen und Linkfakes, Reichweitenermittlung geht darüber definitiv nicht.
eingeladenen
schon wieder einladen
Blogger hat bereits an der Befragung teilgenommen.
Schön blöd, aber Blogger sind wohl auch nicht klüger als normale Telefonmarketingkunden - wobei dann wieder die Hälfte irgendwas erzählt hat, was ich auch tue, wenn ich dem Pack nicht entgehe
Zum Hintergrund: Weblogs wurden im deutschsprachigen Raum bisher kaum wissenschaftlich untersucht.
Natürlich scheint das so - solange man nicht in der Lage ist, mal bei anderen Instituten nachzufragen
Mit Ihrer Teilnahme
sehr selbstsicher, was?
an der Bloggerbefragung unterstützen Sie mein kommunikationswissenschaftliches Forschungsprojekt an der Universität Dortmund.
Wie das schon klingt, Gott wie grosskotzig für ein Stück Schmalspurauswertung einer Umfrage. Aber es ist ja nichts Neues, dass Kommunikationswissenschaftler ähnlich gut reden, schreiben und formulieren können, wie BWL-Professoren an der Börse Milliarden scheffeln und Unternehmen lenken.
Ziel ist es, Daten zu Arbeitsweisen, Motivation und Einstellungen von Webloggern zu gewinnen.
Das wird ein KWler nie kapieren - nicht umsonst bloggen von denen so wenig. Mit Daten ist das jedenfalls nicht fassbar ("Der sog. "Spass" hat bei 97% der Blogger eine hohe Relevanz, während nur 15% PR als wichtige Motivation ihres Handelns angaben")
Diese Daten sollen nach Abschluss des Forschungsprojekts online gestellt werden. (Namen von Blogs und Bloggern haben keine Bedeutung für die Arbeit und werden nicht veröffentlicht. Die Studie ist nicht-kommerziell.)
Von mir ist kein Strich mehr online, als online sein soll.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich 10 Minuten Zeit nehmen und den Fragebogen ausfüllen!
Da fehlt bei dieser Ansprache ein weiterer Konjunktiv - "Könnten". Mein Gott, und sowas dann in KW...
Wenn Sie an Details interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.
Danke, genug gelesen.
Um teilzunehmen, klicken Sie bitte auf den unten stehenden Link, der Ihr Passwort enthält.
Nennt man wohl Barrierefreiheit. Schon sehr kongruent, wenn man einerseits mit Passwort erkennbar ist, aber der Name keine Rolle spielt.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Zum Kotzen, diese erbärmliche Marktschreierei. Damit qualifiziert er sich für 9Live: Ruf an! Mach mit! So toll! So viele! Grossartig! Kostet nur! Ihr Interesse!
Es interessiert mich nicht, schon gar nicht, wenn ich mit solchen Versagern zu tun habe, die den 100 reichweitenstärksten Bloggerrn diese Einstiegsfrage präsentieren:
Haben Sie ein eigenes Blog (allein oder mit anderen)?
Da kann man einen Internetnutzer auch fragen, ob er schon mal im WWW war.
Krank ist auch die Liste der Informationsquellen, bei denen man alles in einer Reihenfolge angeben muss und nichts eigenes einfügen kann. Oder diese nette Überraschung. Und wenn dann ein KWler sowas schreibt "Jetzt ist Ihre Meinung zu Blogs und zu traditionellem Journalismus gefragt!" - mit Rufezeichen - kann ich nur sagen: Freundchen, ab ins Proseminar mit Dir. Oder vielleicht versuchst Du doch mal einen anderen Studiengang - KW ist momentan ohnehin nur die Garantie für 5 Jahre Berufseinsteigerpraktikum ohne Vergütung, es gibt auch ohne Dich immer noch zu viele davon.
donalphons, 00:20h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 5. August 2005
Im Herzen des Schmutzes
Hackesche Höfe. Da war ich schon mal. Jetzt wieder. Ich auf Podium wegen Blogs bei diesem Event. Und die Bürgersteige werden wieder voller Müll sein.
donalphons, 07:18h
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