Donnerstag, 27. Januar 2005
Diesmal ist es nicht so einfach
Das letzte Mal war die Abfolge klar. Ein Idealprojekt, Schritt für Schritt, immer abgesichert. Ausser den üblichen Katastrophen konnte nichts schief gehen. Diesmal muss alles parallel laufen. Es gibt noch keine festen Zusagen, keine Sicherheit, nichts ausser dem Projekt, das aber im Hintergrund schon läuft. Sprich, wir haben mal wieder eine Maschine für eine neue Jagd in der ewigen Nacht über dem Netz gebaut. Diesmal ist sie kleiner, kompakter, schneller und ganz anders.
Wir warten auf das Nitroglycerin für den Tank und auf die Startfreigabe aus dem Tower. Solange bauen wir schon mal die MGs ein und malen das Pinup Girl auf die Nase. Es wird Zeit. Und die Startbahn ist diesmal so verdammt kurz.
Wir warten auf das Nitroglycerin für den Tank und auf die Startfreigabe aus dem Tower. Solange bauen wir schon mal die MGs ein und malen das Pinup Girl auf die Nase. Es wird Zeit. Und die Startbahn ist diesmal so verdammt kurz.
donalphons, 04:16h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 24. Januar 2005
Gmail Im Quartett
Ich habe 4 Invitations - entweder hier im Kommentar die Email posten, oder eine Mail an donalphonso | at | gmail dot com.
donalphons, 12:09h
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Freitag, 21. Januar 2005
Und jetzt die Werbung
Satte grüne englische Wiesen. Durch die Allee gleitet das Oldsecomobile Delta 88 Convertible im British Racing Green, das Don Alphonso von seinem Vater ausgeliehen hat. Neben ihm sitzt die Prinzessin und lässt sich den Fahrtwind durch die Haare pusten. Sie kommen an einem Anwesen vorbei, das einem gewissen Hermann User IV gehört, der sein Vermögen durch den Verkauf von angeblich industrieller Zauberei gemacht hat.
Prinzessin: Oh, Don, sieh mal, mit was öffnet der dort seinen Mac mini?
Don: (bemerkt Hermann User IV, der mit einem plumpen Holzteil auf einen Mac mini einsticht) Ich weiss es nicht, Prinzessin, solche Dinge verwendet bei uns in Swinelady Mansion nur der Küchenjunge...
Prinzessin: (schaut ihn entsetzt an)
Don: Aber es ist sicher kein Biedermeier-Käsemesser zum Aufhebeln und kein Buttermesser in Augsburger Faden zum Aufhalten und auch kein Empire-Tablett zum Sichern der Innereien, und schon gar nicht aus 13-löthigem Silber, so wie das bei uns zu Hause üblich ist.
Prinzessin: Gib gas, Don.
Einblendung:

Don Alphonsos Familiensilber - the fine Art of slicing the Mac mini and driving your Mom crazy.
Prinzessin: Oh, Don, sieh mal, mit was öffnet der dort seinen Mac mini?
Don: (bemerkt Hermann User IV, der mit einem plumpen Holzteil auf einen Mac mini einsticht) Ich weiss es nicht, Prinzessin, solche Dinge verwendet bei uns in Swinelady Mansion nur der Küchenjunge...
Prinzessin: (schaut ihn entsetzt an)
Don: Aber es ist sicher kein Biedermeier-Käsemesser zum Aufhebeln und kein Buttermesser in Augsburger Faden zum Aufhalten und auch kein Empire-Tablett zum Sichern der Innereien, und schon gar nicht aus 13-löthigem Silber, so wie das bei uns zu Hause üblich ist.
Prinzessin: Gib gas, Don.
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Don Alphonsos Familiensilber - the fine Art of slicing the Mac mini and driving your Mom crazy.
donalphons, 20:15h
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Dienstag, 18. Januar 2005
3+7+4+0+3 Stunden Schlaf
in den vorhergehenden Nächten und dann um 7 Uhr raus und nach Hamburg. Wie in den schlechten alten "Wir haben ein Problem bei unserem Investment in Frankfurt und Sie hätten sich das Wochenende verdient aber das sollten Sie noch schnell"-Zeiten. Und weil meine Gesprächspartner alle mehr oder weniger Berater waren, geht der Kopf auf den Reservetank und verhindert alle Konzentratiosschwächen. Manche nennen sowas naturprall, und das ist es wohl auch. Berufskrankheit, jederzeit wieder abrufbar, aber eigentlich nichts, worauf man stolz sein sollte.
Dann stehe ich in der U-Bahn, und die nächste kommt erst in 19 Minuten, 18, 17, die Gehirntätigkeit fällt auf das Niveau einer Amöbe (Amöbenhirn, das Lieblingsschimpfwort meiner kleinen Schwester), und der letzte Gedanke ist, was passiert, wenn ich in der U-Bahn einschlafe, die Station verpasse und dann im Hamburger Norden vielleicht noch ausgeplündert werde...

Der Gedanke dauert so lang, bis die U-Bahn kommt.
Und dann, im letzten Moment, kam sie die Treppe runter. Keine Ahnung, warum sie um 0.22 Uhr noch ein Kleinkind durch die Gegend zerrte - jedenfalls wuchtete sie sich noch in den Zug, setzte sich direkt mitsamt dem erkennbar unzufriedenen Kind hinter mich, und ich stellte die nächsten 15 Minuten fest, dass jegliche Form von Einschlafen nahe der auf 5000 Hertz kreischenden, alle 10 Sekunden neu startenden Babyturbine auf 102 dbA nicht möglich ist. So komme ich hellwach und mit einem Pfeifen in den Ohren bei der richtigen Station an. Wenn ich das nächste Mal U-Bahn fahre, werde ich einen Lutscher minehmen und den dann in das Auge des akustischen Orkans stecken. Falls ich je nochmal U-Bahn fahre natürlich.
Dann stehe ich in der U-Bahn, und die nächste kommt erst in 19 Minuten, 18, 17, die Gehirntätigkeit fällt auf das Niveau einer Amöbe (Amöbenhirn, das Lieblingsschimpfwort meiner kleinen Schwester), und der letzte Gedanke ist, was passiert, wenn ich in der U-Bahn einschlafe, die Station verpasse und dann im Hamburger Norden vielleicht noch ausgeplündert werde...

Der Gedanke dauert so lang, bis die U-Bahn kommt.
Und dann, im letzten Moment, kam sie die Treppe runter. Keine Ahnung, warum sie um 0.22 Uhr noch ein Kleinkind durch die Gegend zerrte - jedenfalls wuchtete sie sich noch in den Zug, setzte sich direkt mitsamt dem erkennbar unzufriedenen Kind hinter mich, und ich stellte die nächsten 15 Minuten fest, dass jegliche Form von Einschlafen nahe der auf 5000 Hertz kreischenden, alle 10 Sekunden neu startenden Babyturbine auf 102 dbA nicht möglich ist. So komme ich hellwach und mit einem Pfeifen in den Ohren bei der richtigen Station an. Wenn ich das nächste Mal U-Bahn fahre, werde ich einen Lutscher minehmen und den dann in das Auge des akustischen Orkans stecken. Falls ich je nochmal U-Bahn fahre natürlich.
donalphons, 21:15h
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Montag, 17. Januar 2005
Geht es schlimmer als Berlin?
Nein. Aber nördlicher. Nach Hamburg, zum Beispiel. Ziel: Beratung im weitesten Sinne, Beginn Hyatt, Ende Döner. Sozial fast forward. Meinen Eltern brauche ich nicht erzählen, dass ich zu denen da oben fahre.
donalphons, 01:39h
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Freitag, 14. Januar 2005
Blowjobs
Den Mac Mini hätte ich vielleicht gekauft - wenn er nicht von einer Firma kommen würde, die investigativ arbeitende Journalisten wie Nick dePlume verklagen würde.
donalphons, 16:23h
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Donnerstag, 13. Januar 2005
Gmail statt GMX-Bug
Ich habe 6 Einladungen für Gmail. Entweder hier die Email hinterlassen, oder eine Mail an donalphonso ät gmail dot com. Update: Leider alle weg.
donalphons, 13:47h
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Mittwoch, 12. Januar 2005
Ab in die Nacht
und ein paar spooky Bilder aus dem Slum holen! Richtung Osten - und dann immer gerade aus.
donalphons, 23:42h
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Dienstag, 11. Januar 2005
Präventivschlag
Majo verweist auf eine Aussage des notorischen Dr. Schwanitz von Izynews, der RSS als Freibrief zum Contentklau erachtet - und nebenbei auch noch behauptet, er hätte die betreffenden Leute angemailt - meines Erachtens eine glatte Lüger, denn bei mir und anderen Betroffenen kam nichts an.
Liebe Geschäftemacher, Contentklauer und Inhalteverwertwer: Dem Schwanitz habe ich mit einer Anwaltsdrohung den Schwanz einziehen lassen. Der nächste wird seinen Schwanz oben halten - weil ich ihn hinterrücks ohne Verzögerung von einem anwaltlichen Sniperkommando so tödlich abknallmahnen lassen werde, dass die Leichenstarre jedes weitere Einziehen besagten Körperteils unmöglich macht. Jeder geklaute Artikel hier 300 Euro + Anwaltskosten, also: Lasst die Gierpfoten an einer Stelle, wo man sie Euch nicht abhacken braucht.
Liebe Geschäftemacher, Contentklauer und Inhalteverwertwer: Dem Schwanitz habe ich mit einer Anwaltsdrohung den Schwanz einziehen lassen. Der nächste wird seinen Schwanz oben halten - weil ich ihn hinterrücks ohne Verzögerung von einem anwaltlichen Sniperkommando so tödlich ab
donalphons, 12:59h
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Sonntag, 9. Januar 2005
Eins dieser Telefonate
Wenn es eine bestimmte Nummer ist, weiss ich, was kommt. Juristin A., die mein Leben in Richtung New Economy gelenkt hat, braucht mal wieder was. Recherche, Fonds schönlügen, Firmenkommunikation umgehen, Löcher suchen, Schwachstellen ausnutzen; alles Jobs, die sie selbst nicht machen kann, Jobs, die im Erfolgsfall gut bezahlt werden, und bei einer Pleite verschwendete Zeit sind. Jobs, die nachher unter "Beratungsleistung" abgerechnet werden. Es gab eine Phase, da war das alles neu und spannend; inzwischen nervt es nur noch. Erheblich. Angefangen bei den Verpflichtungserklärungen, an dis sich keine alte Sau und die Sekretärin sowieso nicht hält, bishin zu den Überraschungen, wenn sich herausstellt, dass jemand ein doppeltes Spiel gespielt hat. Und es gibt immer einen Verräter. Und nie, nie, nie kann ich sagen, dass ich es nicht mache, denn Juristin A. fragt nicht, ob ich will; sie sagt nur, bis wann es fertig sein muss, um ihre Karriere zu retten oder einen Pleitier just in tuime vor der Verjährungsfrist noch die Klage reinzudrücken - man kann sich vielleicht jetzt vorstellen, was ich die Tage vom 23. bis zum 31.12.04 gemacht habe.
Das ist das Schöne an Juristin B.: Die kommt niemals mit so seltsamen Angeboten. Es geht immer um Zwischenmenschliches, die Hunde etwa, die, falls man sie auch nur auf die Wange küsst, verdammt zwischenmenschlich werden. Juristin B. ruft also an und fragt, was ich denn so tue. Nichts, den Sonntag geniessen. Gut. Weil... ich habe doch mal für ******fonds einen Prospekt übersetzt. Ja, und? Und sie hat jetzt einen Auftrag und braucht bis morgen früh um 5 Uhr 20 Seiten Vertragstext voller Fachtermini zu IPO und, und, weil ich doch sowas schon mal...
Schon mal ... Das ist drei Jahre her. Das war einer der Jobs, der selbst für ein Übersetzungsbüro zu heikel war. Da stand drin, welche US-Celebrity wann mit wem und was es an Investition kosten würde, um ein paar Millionen Steuern zu sparen, und führte dann in ein Debakel, über das man eigentlich noch einen Roman schreiben müsste. Über Kickbacks, über zusammenbrechende Fonds, über Anwälte, die plötzlich verschwinden und Initiatoren, die innerhalb einer Nacht ein paar Millionen auftreiben müssen, und ich stand damals daneben und dachte mir, he, das waren doch nur Worte, ich hab es nur übersetzt und ein klein wenig sexy gemacht, das darf doch nicht solche Folgen, ich mein - und während ich das damals dachte, als ich mich verfluchte, dass ich diesen Job entgegen meiner Vorsätze nur noch ein einziges Mal angenommen hatte, sank vor meinen Augen alles in Schutt und Asche, alle, die meinen hübschen Formulierungen glaubten, haben geblutet, es war ein Massaker, aber ich musste nur den Staub von meinen Schuhen wischen, und konnte weiter meines Weges gehen. Das war "Schon mal".
Aber so weit komme ich in meiner Erwiederung gar nicht, denn auch für Juristin B. geht es um die Karriere und Geld, viel Geld. Also, Zeit läuft. Bis morgen um 5 Uhr. Ich mache es für eine Handvoll Euro mehr als damals bei "Schon mal".
Aber eines sage ich jetzt gleich hier: Falls nächstes Jahr ein multinational angeleierter IPO den Investoren in die Fresse explodiert, nicht wundern. Selbst Schuld, wenn die mich da ran lassen.
Das ist das Schöne an Juristin B.: Die kommt niemals mit so seltsamen Angeboten. Es geht immer um Zwischenmenschliches, die Hunde etwa, die, falls man sie auch nur auf die Wange küsst, verdammt zwischenmenschlich werden. Juristin B. ruft also an und fragt, was ich denn so tue. Nichts, den Sonntag geniessen. Gut. Weil... ich habe doch mal für ******fonds einen Prospekt übersetzt. Ja, und? Und sie hat jetzt einen Auftrag und braucht bis morgen früh um 5 Uhr 20 Seiten Vertragstext voller Fachtermini zu IPO und, und, weil ich doch sowas schon mal...
Schon mal ... Das ist drei Jahre her. Das war einer der Jobs, der selbst für ein Übersetzungsbüro zu heikel war. Da stand drin, welche US-Celebrity wann mit wem und was es an Investition kosten würde, um ein paar Millionen Steuern zu sparen, und führte dann in ein Debakel, über das man eigentlich noch einen Roman schreiben müsste. Über Kickbacks, über zusammenbrechende Fonds, über Anwälte, die plötzlich verschwinden und Initiatoren, die innerhalb einer Nacht ein paar Millionen auftreiben müssen, und ich stand damals daneben und dachte mir, he, das waren doch nur Worte, ich hab es nur übersetzt und ein klein wenig sexy gemacht, das darf doch nicht solche Folgen, ich mein - und während ich das damals dachte, als ich mich verfluchte, dass ich diesen Job entgegen meiner Vorsätze nur noch ein einziges Mal angenommen hatte, sank vor meinen Augen alles in Schutt und Asche, alle, die meinen hübschen Formulierungen glaubten, haben geblutet, es war ein Massaker, aber ich musste nur den Staub von meinen Schuhen wischen, und konnte weiter meines Weges gehen. Das war "Schon mal".
Aber so weit komme ich in meiner Erwiederung gar nicht, denn auch für Juristin B. geht es um die Karriere und Geld, viel Geld. Also, Zeit läuft. Bis morgen um 5 Uhr. Ich mache es für eine Handvoll Euro mehr als damals bei "Schon mal".
Aber eines sage ich jetzt gleich hier: Falls nächstes Jahr ein multinational angeleierter IPO den Investoren in die Fresse explodiert, nicht wundern. Selbst Schuld, wenn die mich da ran lassen.
donalphons, 19:34h
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