Montag, 28. März 2005
Visit Berlin
Still the world´s Number 1 city of walls and fences.

(Und bevor gewisse Kommentare kommen: Nein. Nicht Berlin ist gut, sondern nur das Motiv. Es soll Leute geben, die können sogar Kakerlaken schön und faszinierend photographieren. Die Frau links sah auch blendend aus. Kein Wunder, sie war definitiv nicht indigen, und ist vermutlich auch bald wieder weg, wenn sie klug ist.)

(Und bevor gewisse Kommentare kommen: Nein. Nicht Berlin ist gut, sondern nur das Motiv. Es soll Leute geben, die können sogar Kakerlaken schön und faszinierend photographieren. Die Frau links sah auch blendend aus. Kein Wunder, sie war definitiv nicht indigen, und ist vermutlich auch bald wieder weg, wenn sie klug ist.)
donalphons, 21:23h
... link (2 Kommentare) ... comment
Falls jemand ein paar Clows vermisst -
wenn die in Berlin waren, Pech, die haben einige Menschen hier in Scharen gefrühstückt, ansonsten kann ich mir das explodierende Preisgefüge an allen Ecken und Enden der Stadt nicht erklären. Das soll wohl witzig gemeint sein, was man so zu hören bekommt. Mit fettem Grinsen werden plötzlich Summen genannt, als ob´s München wäre, verbunden mit der üblichen Unverschämtheit des eingeborenen Packs, das mal wieder eine ordentliche Knute bräuchte, damit sie Stil und Anstand erlernen.
Offensichtlich geht es darum, das hier eingefallene Provinzpublikum auf Kurzurlaub auszuplündern, nebst den Menschen aus aller Herren Länder. Die fragen sich nach den Fiesheiten der letzten paar Tage sicher, warum man nach 45 nicht einfach Kontributionen auferlegt hat, die den typischen Berliner noch heute nach Zigarettenstummeln greifen lassen würden. Über der Stadt liegt der Gestank billiger Currywürste, vermischt mit den giftigen sprachlichen Ausdünstungen der Bewohner. Vielleicht schauen die Touristen so oft den blauen Himmel an, um das jaulende, geldgeile Lumpenpack nicht betrachten zu müssen.
Wenn man eine Nacht nicht geschlafen hat, ist berlin besonders unerträglich. Egal. Ich muss es nicht mehr sehen. Ich bin weg für eine Woche.
Offensichtlich geht es darum, das hier eingefallene Provinzpublikum auf Kurzurlaub auszuplündern, nebst den Menschen aus aller Herren Länder. Die fragen sich nach den Fiesheiten der letzten paar Tage sicher, warum man nach 45 nicht einfach Kontributionen auferlegt hat, die den typischen Berliner noch heute nach Zigarettenstummeln greifen lassen würden. Über der Stadt liegt der Gestank billiger Currywürste, vermischt mit den giftigen sprachlichen Ausdünstungen der Bewohner. Vielleicht schauen die Touristen so oft den blauen Himmel an, um das jaulende, geldgeile Lumpenpack nicht betrachten zu müssen.
Wenn man eine Nacht nicht geschlafen hat, ist berlin besonders unerträglich. Egal. Ich muss es nicht mehr sehen. Ich bin weg für eine Woche.
donalphons, 19:08h
... link (9 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 26. März 2005
Akute Seminaritis
Wenn die ehemalige PR der ehemaligen Firma Brokat Seminare für betreutes Business Bloggen anbietet und der Überwachungsseminarist Keuchel aus dem letzten Loch heuchelt - dann liebe Leser, ist auch der Tag gekommen, wo es solche Seminare geben muss.
Und bald erleben wir auch das Profiseminar "Kopieren und Pasten für Fortgeschrittene: Spiegel, Focus und de.Internet.com präsentieren erfolgreiche Strategien für formschönen und kostengünstigen Content. " Mit Praxisteil wattierte Briefumschläge annehmen.
Und bald erleben wir auch das Profiseminar "Kopieren und Pasten für Fortgeschrittene: Spiegel, Focus und de.Internet.com präsentieren erfolgreiche Strategien für formschönen und kostengünstigen Content. " Mit Praxisteil wattierte Briefumschläge annehmen.
donalphons, 22:27h
... link (5 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 25. März 2005
Soldatenfriedhof
das war der erste Gedanke, als ich die sauber aufgereihten Plastiktafeln auf den schlichten Holzpfählen gesehen habe. Anonym, ein toter Mediaworx neben dem anderen im Hof einer New Media Kaserne, manche Tafeln sind auch schon wieder zerbrochen.

Aber ganz so war es auch nicht. Es gab ein paar Tote nach dem Hype, wo man sich mehr oder weniger machen Gedanken musste. Weniger, wenn man als PRoletIn letztlich nur den Kranz kaufte, mehr, wenn es Freunde waren. Leute, die buchstäblich verheitzt wurden oder den Druck nicht aushielten. Manche sind mit dem Gefühl des Versagens nicht fertig geworden. Es waren fast immer die Netteren, durch die es die wirklich schwarzen Momente, Tage und besonders die Nächte beim Warten gab, ob es nicht doch vielleicht gut ausgeht, denn schliesslich hält so ein junger Körper viel aus, wenn er nicht gerade in einen entgegenkommenden LKW pilotiert wird von einem abgehetzten Fahrer, um einen belanglosen Scoop in time für eine Firma zu liefern, die so oder so drei Monate später von einem Controller rasiert wird.
Die meisten haben nur ein paar Knicke in der Karriere, wie alle anderen ihrer OpenBC-Peergroup auch, Einkommensverluste, aber schon die Privatinsolvenz war seltener, als es gerecht gewesen wäre. Manche schicken mir immer noch ihre Email-Änderungen, wenn es mal wieder einen neuen Job gibt, oder wenn sie zurück zum Freemailer wechseln. Nicht wirklich viel passiert, leider. Gelernt auch nicht. Warum auch. War eigentlich ganz lustig, mal jung, reich, unverantwortlich und baldiger Beherrscher des Weltmarkts zu sein. Und vielleicht beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.
Wenn es diesmal endlich die weniger Netten erwischt, denke ich nicht nur an Gräber. Sondern auch an applied Draufpinkeling.

Aber ganz so war es auch nicht. Es gab ein paar Tote nach dem Hype, wo man sich mehr oder weniger machen Gedanken musste. Weniger, wenn man als PRoletIn letztlich nur den Kranz kaufte, mehr, wenn es Freunde waren. Leute, die buchstäblich verheitzt wurden oder den Druck nicht aushielten. Manche sind mit dem Gefühl des Versagens nicht fertig geworden. Es waren fast immer die Netteren, durch die es die wirklich schwarzen Momente, Tage und besonders die Nächte beim Warten gab, ob es nicht doch vielleicht gut ausgeht, denn schliesslich hält so ein junger Körper viel aus, wenn er nicht gerade in einen entgegenkommenden LKW pilotiert wird von einem abgehetzten Fahrer, um einen belanglosen Scoop in time für eine Firma zu liefern, die so oder so drei Monate später von einem Controller rasiert wird.
Die meisten haben nur ein paar Knicke in der Karriere, wie alle anderen ihrer OpenBC-Peergroup auch, Einkommensverluste, aber schon die Privatinsolvenz war seltener, als es gerecht gewesen wäre. Manche schicken mir immer noch ihre Email-Änderungen, wenn es mal wieder einen neuen Job gibt, oder wenn sie zurück zum Freemailer wechseln. Nicht wirklich viel passiert, leider. Gelernt auch nicht. Warum auch. War eigentlich ganz lustig, mal jung, reich, unverantwortlich und baldiger Beherrscher des Weltmarkts zu sein. Und vielleicht beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.
Wenn es diesmal endlich die weniger Netten erwischt, denke ich nicht nur an Gräber. Sondern auch an applied Draufpinkeling.
donalphons, 19:33h
... link (47 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 23. März 2005
Asslige Assauer bei SPON
Da ist wohl einem der dortigen Joschka-Feinde vor triefender Gier das Copy and Paste misslungen:

Eine Meldung aus "assau/Berlin" zeigt, dass vor dem beliebten Kopieren auch das unerlässliche Markieren von Qualitätsjournalisten gelernt sein will - sogar bei der Topmeldung des Tages, unkritisch genommen übrigens von der Passauer Neuen Presse, die der in diesem Fall nicht ganz desinteressierten CSU mindestens so fern steht wie das Neue Deutschland der SED.

Eine Meldung aus "assau/Berlin" zeigt, dass vor dem beliebten Kopieren auch das unerlässliche Markieren von Qualitätsjournalisten gelernt sein will - sogar bei der Topmeldung des Tages, unkritisch genommen übrigens von der Passauer Neuen Presse, die der in diesem Fall nicht ganz desinteressierten CSU mindestens so fern steht wie das Neue Deutschland der SED.
donalphons, 08:41h
... link (10 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 22. März 2005
Kontextsensitive Werbung
Ein Photowettbewerb. Ein Plakat dafür. Im Slum Berlin a. d. Spree.

"Wer was hässliches einreicht, wird hübsch eingerichtet." Nicht wirklich schwer, was Hässliches zu finden.

"Wer was hässliches einreicht, wird hübsch eingerichtet." Nicht wirklich schwer, was Hässliches zu finden.
donalphons, 20:59h
... link (5 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 20. März 2005
Balla Balla
Ruinen, aufgelassene Fabriken, bröckelnder Asphalt. Eine grössere, leere Fläche zwischen kaputten Strassen, ungepflegt und voller Unkraut. Darauf die Werbung für die adäquate Freizeitgestaltung in Leipzig, der runtergekommenen Version eines schlechten Vorortslums von Bladerunner City.

Solang sie dazu in den Keller gehen, ist es ja gut. Aber wie lange die da noch bleiben, weiss niemand.

Solang sie dazu in den Keller gehen, ist es ja gut. Aber wie lange die da noch bleiben, weiss niemand.
donalphons, 05:25h
... link (12 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 18. März 2005
Das ziehen wir ganz gross auf.
Gigantisch. So ein XXXXXL-Banner, dass allen die Augen rausfallen. Dagegen sind die Kirchenverkleidungen ein Witz, so gross wird das. Big Spaces for Big Business.

Und wenn sich die kaputten, grauen Wände nicht noch ein paar Blocks weiter nach Norden erstrecken würden, wenn das Publikum hier Geld zum Ausgeben hätte, wenn hier nicht jeder schauen würde, aus dieser kaputten Ecke weg zu kommen, dann wäre das vielleicht sogar eine Idee, mit der man einen Kunden für das ganz gross aufziehen finden könnte.

Und wenn sich die kaputten, grauen Wände nicht noch ein paar Blocks weiter nach Norden erstrecken würden, wenn das Publikum hier Geld zum Ausgeben hätte, wenn hier nicht jeder schauen würde, aus dieser kaputten Ecke weg zu kommen, dann wäre das vielleicht sogar eine Idee, mit der man einen Kunden für das ganz gross aufziehen finden könnte.
donalphons, 01:24h
... link (1 Kommentar) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 9. März 2005
Power Event
für die Vorbereitung unserer youngest High Potentials mit dedicated English Skills im Pre-Schoool-Age auf den globalisierten Wettbewerb. Alles DEIN, nicht unser, eh klar.

Wenn da irgendwann mal steht: Develope, design und create DEINE Schultüte, könnten mir meine Leser vielleicht den Gefallen tun, sich eine Maschinenpistole kaufen und wahlweise entweder mich oder den nächstbesten Marketingmenschen erschiessen.
Tendenziell würde ich übrigens die zweite Option bevorzugen. Danke für die Aufmerksamkeit.

Wenn da irgendwann mal steht: Develope, design und create DEINE Schultüte, könnten mir meine Leser vielleicht den Gefallen tun, sich eine Maschinenpistole kaufen und wahlweise entweder mich oder den nächstbesten Marketingmenschen erschiessen.
Tendenziell würde ich übrigens die zweite Option bevorzugen. Danke für die Aufmerksamkeit.
donalphons, 22:39h
... link (5 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 2. März 2005
Strukturelle Armut
und die passenden Betäubungsmittel, ganz legal und ohne Rezept.

Viel Fleisch, denn Fleisch gilt auch in schlechtster Qualität ist es immer noch das Statussymbol bei der Nahrungsaufnahme. Grosses Essen, denn es sind viele, und sie haben alle Zeit der Welt. Zum Abschuss 12 Stunden Alk mit einem Schuss Alk, und das zu Preisen, die man sich auch mit Hartz IV noch leistebn kann. Da wird einem so warm ums Herz, da kann man zu Hause dann auch auf die Heizung verzichten. Voller Magen.volle Leber, Geld gespart, da kann man getrost sein Glück bei 9Live versuchen. Oder bei einem anderen Kanal. Gibt ja genug Chancen, heutzutage.

Viel Fleisch, denn Fleisch gilt auch in schlechtster Qualität ist es immer noch das Statussymbol bei der Nahrungsaufnahme. Grosses Essen, denn es sind viele, und sie haben alle Zeit der Welt. Zum Abschuss 12 Stunden Alk mit einem Schuss Alk, und das zu Preisen, die man sich auch mit Hartz IV noch leistebn kann. Da wird einem so warm ums Herz, da kann man zu Hause dann auch auf die Heizung verzichten. Voller Magen.volle Leber, Geld gespart, da kann man getrost sein Glück bei 9Live versuchen. Oder bei einem anderen Kanal. Gibt ja genug Chancen, heutzutage.
donalphons, 15:45h
... link (18 Kommentare) ... comment
... nächste Seite