: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 22. September 2004

Gentlemen are requested to wear neckties

beim Cocktail mit diesem Herrn, und etlichen anderen Herren. Und Damen natürlich auch, nachher. Zeit für ein ausgiebiges Bad und eine Rasur. Man muss mir den Revoluzzer nicht gleich ansehen.

Deshalb entfällt hier das Abendposting. Bericht über das Ereignis in der üblichen Art nicht ausgeschlossen.

Ich gehe. Er bleibt sitzen.

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back to the future

So knallt man sich schnell und billig weg von Hartz IV zurück zum IV. Parteitag der SED, das waren noch Zeiten...



Der Laden sieht innen drin in etwa so aus, wie ich mir die idealtypische 2. Heimat typischer PDS-Wähler im Osten vorstelle. Ausserdem kompatibel zu fauligen Weinfässern und solchen, die es werden wollen.

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Mit Gmail hotmail ficken

5 Invitations zu vergeben: Mail hier posten oder mich anmailen.

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Noch mehr nein danke

Ein altes arabisches Sprichwort besagt: Wer sich in die Schlangengrube legt, darf sich nicht wundern, wenn er gebissen wird. Ich sage: Wer sich in der Schlangengrube dann auch noch rumwälzt, darf sich nicht wundern, wenn man sich in ihn verbeisst. Klaus Madzia und sein "Zulieferer" wälzen sich gar trefflich, und das wird mit der TAZ-Druckwalze genüsslich breitgewalzt:

"ist gerade mal kein kostengünstig zweitverwertbarer Text aus dem Häusern Holtzbrinck respektive Milchstraße zur Hand, wird eben gleich aus dem Internet abgeschrieben, und zwar aus Online-Tagebüchern, so genannten Weblogs."

Wobei das noch harmlos ist, die Schlussfolgerung ist nun wirklich nicht nett.Aber wer will schon nett sein, zu Leuten mit so netten, korrupten Promo-Angeboten?

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Dienstag, 21. September 2004

Mehr nein danke

von der professionellen Seite. Und epd hat die unangenehme Eigenschaft, oft von Medien übernommen und abgedruckt zu werden.

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Sie ist da.

Wir haben sie vermisst. Wir haben auf sie gewartet. Jetzt ist es so weit.



Die Göttin der ewigen Nacht über der New Economy ist zurückgekehrt

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Real Life 21.09.04 - Aus der Praktikantenhölle

Gerade zu lesen bekommen, die Stellenausschreibung auf ein Praktikum bei einem kleinen Münchner Medienunternehmen:

Aufgabenbereich: Wöchentliches Internet-Update (Umfragen, Meldungen, Programm), Pressefaxversand, Bildaufbereitung und Einstellung.
Verfassen von Pressemitteilungen und Vorschauen.
Entwicklung von Kundenaktionen (Gewinnspiele o. Ä.)
Kontaktpflege zu anderen Teilen des Unternehmens hinsichtlich auf Crossmarketing.
Image-CD-Roms erstellen, Messestände organisieren.
Flyer entwerfen und Druck organisieren.
Medien recherchieren, in denen Anzeigen kostenlos oder Artikel übe die Firma abgedruckt werden können.

Vorraussetzung: Journalistische Schreibe, Erfahrungen in einer Zeitungsredaktion.
Word, Office, Photoshop (!)

Wir bieten: Ein junges, engagiertes Team, Eigenverantwortung, leider keine Bezahlung

Auf Deutsch: Die brauchen eine Pressetante, einen Content Manager, einen Journalisten und einen Event-Managerin für lau und in einer Person.

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Punk ist tot

Dieses Stadium des Verfalls hat Herr Praschl noch vergessen:

Gefördert von der Bundeskulturstiftung findet in Kassel vom 22. bis 26. September 2004 ein Punk-Kongress statt: ht tp:// www. punk2004.de/

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5 Gmail-Einladungen zum web.de ficken

zu vergeben. Übliches Spiel: Entweder hier die Email hinterlassen, oder Mail an donalphonso@gmail.com.

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Montag, 20. September 2004

Nein danke

Lieber Don Alphonso,

wie Sie wissen, zitieren wir jeden Tag zu einem bestimmten Thema
verschiedene Weblogs. Wir machen das, um die Meinung von Usern im einzelnen
und Weblogs generell einer Nicht-Blog-Leserschaft vorzustellen. Klaus Madzia
sagte das ja bereits vor einigen Tagen in Ihrem Blog.

Darüber hinaus könnten wir uns aber vorstellen, sich dem Thema in einem
separaten Artikel zu nähern. Vielleicht in einem Interview mit Ihnen? Wären
Sie zu einem Gespräch über die Geschichte, Technik, Inhalte etc. von Weblogs
bereit? Wir könnten dabei Ihr Buch vorstellen und Sie würden den
Interview-Text autorisieren. Unsere einzige Bedingung: Sie treten in dem
Interview nicht mit ihren Pseudoym auf, sondern mit Ihrem richtigen Namen.

Mit besten Grüßen aus Frankfurt,
Xxxx Xxxxxxxx

---
News Verlagsgesellschaft mbH
Eschersheimer Landstraße 60-62
60322 Frankfurt

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Nicht schön

Es gibt Menschen, die Ruhe und Kontemplation hassen. Die Stillstand nicht ertragen können, Leere und Stille. Die Welt, aus der ich komme, war voll von diesen hyperaktiven Stillstandshassern, denn Stillstand bedeutete in ihren Augen Niedergang, Verlust, Faulheit und Versagen. Never stop, always go, move, starting, way to, speed, das waren die Bestandteile der Claims dieser Welt. Dynamik war per se gut.

Seit dem Ende der New Economy gibt es eine Gegenbewegung des Schlichten, Reduzierten, Leeren. Es ist wieder möglich, wenig in viel Raum zu präsentieren, denn die Räume stehen oft leer. Schlicht ist ein Qualitätsbegriff geworden. Es empfiehlt sich, mit dem Horror Vacui der eigenen Highspeed-Soul umzugehen zu lernen, wenn man Geschäfte wie das "schön" sieht, wo wenige Möbel mit viel Abwesenheit darum drapiert sind.



Nicht alle werden damit fertig, was sie wohl zwingt, einen der vielen losen Pflastersteine von Berlin Mitte zu nehmen und damit dynamisch die Fensterscheibe zu zertrümmern. Geschwindigkeit gegen das Nichts, als Manifestation der Existenz, die etwas braucht, Krach, Splitter, Risse.

Man könnte nun sagen, sie ertragen die Leere nicht, weil sie darin die Leere in ihren Seelen erkennen, aber ich wage das allein wegen der Wortwahl zu bezweifeln. Seele ist ein sehr leerer, blütenrosaner Begriff, und wurde so oft mit dummer, belangloser Bedeutung gefüllt, dass er ausgeleiert ist wie ein mehrfach benutztes Kondom.

Sie werfen nicht gegen die Stille, sie werfen für das Laut, das Schnell und das Klirren. Diese Steineschmeisser sind es dann auch, die, wenn die Geldnot sie gewandelt hat, sich meist als die willigsten Apologeten der herrschenden dynamischen Klasse erweisen. Aber ich schweife ab.

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Gathof Schuster, Greding

Als du um die Ecke kommst, siehst du schon den knackigen Hintern ihres Spiders. Deine kleine Schwester ist also auch bei deinen Eltern. Und sie hat ein Problem: Sie braucht Möbel für ihre neue Wohnung, hoch über der Isar. So hat sie begehrliche Blicke auf deine Empire-Nussbaumkommode geworfen, die seit 2 Jahren unrestauriert bei deinen Eltern auf eine neue Schellackpolitur wartet. Das gefällt dir nicht. Du sagst ihr, dass Nussbaum zu dunkel für ihre Wohnung ist, und denkst laut darüber nach, wieviele ihrer gierigen Grossbürgertochtergräten knickbar sind, sollte sie das Teil in einem unbemerkten Moment klauen.

Ausserdem erzählst du ihr, dass im Schloss Greding, einer der grössten Antiquitätenhandlungen Süddeutschlands, eine neue Lieferung angekommen ist, und sie sagt spontan, dass sie da hin will, jetzt und sofort und auf der Stelle. Du musst natürlich mit, weil der Orientierungssinn deiner kleinen Schwester ebenso lausig ist wie die Bedienbarkeit des Bordcomputers. Und so pilotiert sie dich über die Autobahn nach Greding, einem wunderschönen Ort im Altmühltal, den durchreisenden Ignoranten vor allem bekannt durch seinen Mc Donalds, der hier die Landschaft verschandelt.

Kaum seid ihr von der Autobahn runter, verändert sich das Bild: Durch ein gotisches Tor geht es hinein in diese grandiose Barockstadt. Greding ist im Altmühltal das, was Graz für Österreich ist: An einem warmen Südhang angelegt, fast keine Neubauten, und der Bürgerstolz hat dafür gesorgt, dass alles, vom kleinen Fachwerkhaus bis zum Stadtpalast, liebevoll gepflegt ist.



Es ist Mittag, und so beschliesst ihr, erst mal Essen zu gehen.

mehr bei Restaur.antville.org

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Sonntag, 19. September 2004

Real Life 19.09.04 - Inhabergeführt

Eine "Inhaberin" hat die Agentur, deren Angebot mir gerade reingeflattert ist. Die Chefin persönlich meldet sich, ah ja. Sie hat sich nach unserem Treffen ausführlich über ein Thema, mit dem ich zu tun habe, informiert, und dabei natürlich auch unsere Website gefunden, und die findet sie inhaltlich wunderbar, nur das Design, also ne, da will sie mir ein paar Sachen dazu erzählen. Unverbindlich.

Unverbindlich? Und was für ein Treffen? Der Name sagt mir nichts. Die im Addy genannte Website verschafft Erklärung. Doch, kenne ich. Housecooling Party letzten Dezember in München. Ein Laden machte mehr oder weniger dicht, sprich, die drei Gesellschafter machten es vom Home Office aus, viel ist es sowieso nicht mehr. Die Party war eine Art Rettungsaktion für ein paar verblieben Kunden. Einige Mastdarmakrobaten, die noch auf weitere Abfallaufträge aus dem dadurch neugeschaffenen "Netzwerk kompetenter Partner für Marketing und E-Business" hofften, dachten nicht mehr an die 3 Monate Lohn, die nie gekommen waren, kreuzten auch auf der Party auf und texteten Zufallsgäste wie mich mit ihren grandiosen Erwartungen an so ein flexibles, leistungsstarkes Network zu. Ich war nur dort, um jemanden abzuhohlen, aber der redete noch, und so kam sie dann geradewegs auf mich zu, ganz auf Matchmaking eingestellt, und mit zu viel Escada-Parfumhautgut umweht, lächelte, bis die Krähenfüsse unter ihren Augen knackten, und bewunderte die erfolgreiche Tätigkeit meines Arbeitgebers, eine ihr völlig unbekannte Holding in der Schweiz. Sie konnte sie definitiv nicht kennen, denn ich hatte die Holding zu diesem Zweck erfunden.

Trotzdem bekam sie irgendwie Wind von einer meiner anderen Beschäftigungen, denn zu Beginn des neuen Jahres war ein Anruf von ihr auf meinem AB, wo sie fragte, ob wir uns vielleicht mal treffen können. Konnten wir nicht. Aber wenn manche Leute mal jemanden in ihrem Outlook haben, lassen sie einen nicht mehr los - schöne Grüsse an den Verteiler des FIWM in München, btw, sagt alles über die Internetkompetenz, wenn die nicht mal eine Kündigung vornehmen können. Jetzt also dieses Angebot von ihr.

Genauer, wie es in der Email heisst: Von einer inhabergeführten Agentur. In einem normalen Wohnhaus, ah ja. 7 Mailadressen, info, marketing, werbung, webdesign, und so weiter, bullshit everything, aber nur eine Telefonnummer. Und kein Office Management, und keine Abteilung mit freien Stellen. Trotzdem ist dauernd von "Wir" die Rede, wir helfen, wir können, wir haben, wir sind.

Kein Anzeichen davon, dass da noch jemand ist, ausser einem ominösen Netzwerk, das die Agentur ausmacht. Die dort aufgeführte Texterin, mir noch bekannt als dröge New-Eco-Hyperin eines windigen Lokalblatts, hat auch eine Website. Die ist übrigens im Portfolio der Agentur. Auch die Website der PR-Frau, die die Pressemitteilungen zu den gigantischen Erfolgen der Webagentur schreibt. Ganz ähnlich schaut es mit dem Sysadmin aus, der auch im Verbund und ähnlich attraktiv wie der 1&1-Powerseller Alex Müller aus Niederzissen aus der Werbung ist, nur ohne Geldscheine in der Hand.

Ein Rattenschwanz von Verbindlichkeiten, hinter diesem unverbindlichen Treffen. Einen Moment überlege ich mir, ob ich nicht das nächste Mal in München bei ihr plötzlich reinschneien soll, und mir in ihrer 27qm-Bruchbude im hintersten Sendling am Küchentisch erklären lasse, was sie glaubt, für uns tun zu können. Was sie denkt, dass wir falsch machen. In ihrer inhabergeführten Agentur.

Update: Wegen der Backlinks einer gewissen Firma: Nein, Euch meine ich nicht. Wirklich nicht.

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5 mal GMX mit Gmail ficken

Gmail ist echt klasse, wenn man sich daran gewöhnt hat. Wer will, einfach die Email hier hinterlassen, oder eine Mail an donalphonso at gmail.com. Bearbeitung in Reihenfolge des Eintreffens. 5 Stück.

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Blogs sind nicht

Punk. Blogs sind E-Gitarre mit Verstärker. Man kann damit die Kastelruther Spatzen begleiten, oder die Queen ficken. Und ob Blogs in 50 Jahren noch Blogs heissen ist so entscheidend, wie Stratocaster oder Yamaha.

Will sagen, praktisch kostenloses CMS und Webspace wird immer gehen, wie die 3 Akkorde und laut. Standardspruch im Probenraum: Halt´s Maul und spiel!

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Samstag, 18. September 2004

Porta Triumphalis

First we take Berlin.



Im Hype war es angenehm, dass es sie gab, weil man das ja auch in die jungen Büros anziehen konnte und musste. Zumal es ja auch Stilmix gab, Fendi und H und M, anything goes eben.

Inzwischen ist es unverzichtbar, weil bezahlbar. Mit etwas Glück geht es sogar noch nächsten Sommer, das Kleid, das T-Shirt, die Hose. Erst die Krise bringt den Sieg. Der wird dann auch gefeiert, mit Blick auf den Potsdamer Platz. Und trotzdem kann man bildlich noch vom süssen Leben von dem Sex und der City erzählen. Was ich so höre, liegt der Tarif für Studentinnen im P-berg auf etwa 2-3 Cocktails.

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Alte Säcke

Eine Weile war es Mode, dass neben jedem Startup-Team noch ein alter Alibi-Sack stehen musste. Der war meist Professor und hatte gerade seinen 2. Frühling. meinte, es nochmal allen zeigen zu müssen. Und für die Kämpfe in den Instituten machte es sich 2001 gut, wenn der Prof. nicht nur C4 war, sondern auch einen CEO unter seinen Studis hatte.

Diese Typen standen dann meist ziemlich einsam auf den Parties rum, hielten sich an ihrem Weinglas fest und wussten nicht, wie man jetzt mit diesen jungen Leuten da kommunizieren sollte, weil etwas professoraler Würde sollte man sich ja behalten. Nach den Ansprachen waren sie dann auch diejenigen, die schnell verschwanden, oder, angesichts des Berufes nicht unüblich, jämmerlich betranken. In diesem Zustand konnte man wahrscheinlich ziemlich viel mit ihnen anfangen; jedenfalls ist einer dieser New-Eco-Old-Sacks vor ein paar Wochen wohl praktisch pleite gegangen, weil er nicht wollte, dass sein Laden, sein Statussymbol abraucht. Statt dessen hat er in die Firma reingebuttert, was ging, bis sie am Ende dann doch zerschlagen und verkauft wurde, für einen symbolischen Preis.

Man könnte das Ganze vielleicht mit König Lear vergleichen; nicht in der Sprache, aber doch in der Erbärmlichkeit mancher Charaktere. Andererseits, wenn man es genau nimmt, war Lear auch nur ein dummer, alter Sack. Einziger Unterschied: Er brauchte nicht von Reichtümern durch Knowledge Transfer träumen.

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Freitag, 17. September 2004

Real Life 17.09.04 - Fahlgelb

Kleine Nachmittags-Apokalypse nahe dem Potsdamer Platz.



Eigentlich nur zur Abrundung der Berlin-Impressionen gepostet.

Update: anderer Blickwinkel, gleiche Ecke

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Quote of the Day

Those are my principles. If you don't like them I have others.

Groucho Marx

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Manchmal frage ich mich

wann die anderen Gespenster und Verlierer wieder auftauchen, mit diesem gezwungenen Dauergrinsen und den grosskotzigen Bemerkungen, nur nicht mehr von wegen Welt erobern mit ihren Workern, wenn sie bald alle reich sind, sondern mit harter Arbeit für die wenigen Privilegierten, die noch arbeiten dürfen, und vielleicht, später mal, doch sowas wie den Tariflohn bekommen. Wenn sie 14 Stunden 6 Tage die Woche runterreissen, natürlich. Und wieviele es geben wird, die sich darauf einlassen.

Für die erste Rolle fallen mir ein paar Kandidaten ein. Peter Turi, zum Beispiel. Oder Peter Kabel. Um nur mal die Prominenteren zu nennen.

Immerhin, 3 Jahre sind seitdem vergangen. Vieles wurde aus dem Netz gelöscht, ist vergessen, vorbei, lässt sich weglügen. Und die Heerscharen, die damals in die Kreativberufe gingen, sind auch noch irgendwo und lauern auf die nächste Chance. Es sind mehr geworden. Die Unis spucken neue Generationen von Wettbewerbsverlierern aus, die 1999 die falschen Fächer gewählt haben, die mit bombensicherer Zukunft. Und dann sich dann noch die Pseudos, die sich trotzdem an diese Welt mit dem schnellen Geldverbrennen ranwanzen. Und den Älteren Konkurrenz machen, die ich noch von früher kenne. Irgendwo da draussen; Google spuckt zu meinen alten Visitenkarten nichts mehr aus, die Namen sind erloschen, aber sie sind als Personen noch da. Vielleicht nennen sie es dann soger die Post-New-Economy.

Und das alles hätte wenig Chancen, ohne diese seltsamen Erlebnisse: Letzte Woche hatte ich ein längeres Treffen mit einem Mann, der noch ein paar Millionen zum Investieren übrig hat. Der sucht wieder.

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Tri Tra Trullalala

die News ist schlecht für Madzia.
Die FR bringt frische Kunde.
Rechtlich Nix Neues. Im Grunde.

Sorry could not resist.

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Freitag, 17. September 2004

Strandplazebo

ab 2 Promille hört man wahrscheinlich noch das Meer rauschen. Und die Grafitti sind Wolken.



Ich war hier mal nach einem dieser unsäglichen, angeblich besseren Presse-Events in Berlin Mitte. Ein typischer Adabei-Termin ohne Inhalt, aber mit free Suff und dazu wenig Essen, weil es wohl zu teuer gewesen wäre. Leerer Bauch verträgt weniger, lautet die Rechnung.

Wenn man selbst keinen Alkohol trinkt, wird es schnell unerträglich; viele Medienleute, gerade die alkoholabhängigen, sind im Suff noch unangenehmer als im trockenen Alltag. Da ist nichts Nettes oder Kindisches, sie werden einfach nur dummer, überheblicher Pöbel voller Grössenwahn, auch wenn sie nur noch fertige, ausgebrannte, unkündbare Psychosozialfälle sind.

Nach einer halben Stunde begann es damals zu regnen, wie in einem tropischen Sturm, und das Wasser trieb die torkelnde Bande in die U-Bahn-Schächte. Manchmal hat das Klima in Berlin auch seine Vorteile.

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Revolutionskinder

die die 68er gefressen haben: Der verehrte Herr Niermann schreibt 5 Worte, die, sofern wahr, zum Literaturskandal geeignet sind.

Man hätte es übrigens ahnen können: So wie Sophie Dannenberg wurde sonst nur Joachim Bessing verrissen.

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Auch nett

von Herrn SUB


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Rückzugsgefechte

gibt es hier zu bestaunen.

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Mittwoch, 15. September 2004

5765

Rrrrrooooooossssssscccccccchhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

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Back 2 daily DissBusiness

Das letzte hässliche Bild aus dieser Stadt, bevor ich ihr und all ihren Bewohnern heute Abend wünschen werde, dass sie zumindest noch ein Jahr durchhält - und das nicht nur, weil ich noch auf ein Jahr in Berlin sein werde:

Die Gelegenheit war günstig. Das Sofa war schon so alt, aus den 80ern, es war durchgesessen, und überhaupt, jetzt, wo der neue Ikea-Katalog da ist, da muss man es einfach aussetzen. Das Türkis erträgt keiner mehr, das heisst, fast keiner, weil gegenüber ist der Sexshop ausgebrannt, die armen Zuhälter, die können das sicher nochmal brauchen, weil auch Prostitution in Berlin nicht mehr so gut läuft, also rein damit in den Eingang.



Dann kann auch keiner sagen, die Berliner würden ihre Möbel auf der Strasse entsorgen. Ein Eingang ist nicht Strasse, und hochkant passt es wirklich gut.

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So weit ist es also schon gekommen

Eigentlich finde ich die vielen Buttons bei einigen Blogs ja nicht so prickelnd, aber manchmal muss man dann doch:

Denn man weiss nie, wer hier als nächstes reinschneit und einen über 20six an die NEWS verschachert.

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