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Samstag, 21. Januar 2006
This is one for the Ladies in the House
Es ist hier zu selten von Männern die Rede, und wenn, dann zumeist negativ. Frauen kommen fast immer gut weg, und wenn nicht, dann sind es ohnehin keine Frauen, sondern schlecht angezogene Neutren mit Schweissflecken und fragwürdigen Handlungsweisen, die nur Idioten voreilig bejubeln. Männer dagegen, die sind ein Desiderat. ich werde natürlich den Teufel tun und den Leserinnen von anderen Kerlen vorschwarmen. Aber trotzdem, gestern habe ich ein wirklich hübsches Exemplar gefunden.

Dieser junge Herr, der da so lässig am Baum steht und seinen wirklich klasse geformten Körper lustvoll windet, steht in einer der dunkelsten, traurigsten Kirche meiner Heimat, an deren Tür, in Plastikfolie eingeschlagen, auf grünem Papier eine Briefaktion gegen die Abtreibungspille an die Adresse der Bundesregierung gefordert wird. Das Spiel seiner Muskeln überragt jeden Sonntag die verbrauchten Leiber der hiesigen Kirchgänger, denn obwohl der Ort bis in die morschen Knochen katholisch ist, laufen auch hier die jüngeren Besucher weg, und für den Rest reicht auch weiterhin dieses kleine, dunkle Loch. Da steht er, die Windung seiner Leisten drückt mehr Lust denn Schmerz durch die Pfeile aus, die sein zartes, junges Fleisch und die makellose Haut durchbohren. Wenn er ehrlich ist, gefällt es ihm, und wenn die hier lesenden Damen ehrlich sind, hat es auch für sie seinen Reiz, so festgefickt, so bis zum Platzen angespannt, wie er dasteht. Was jetzt vielleicht noch fehlt, wäre ein beherzter Griff zu seinem Lendenschurz, ein schamloses Zerren, damit sich das Stöhnen von steinernen Lippen löst und extatisch in den Gewölben widerhallt, so knapp ist dieser Knabe vor der Erlösung von seiner nie endenden Lust.
Zu seinen Füssen verrichten tumbe Bauern seit über 400 Jahren den immer gleichen, hirnlosen Dienst, sie erkennen nicht die Wahrheit, sie sind blind für seinen Sex und das Ficken, die Pornographie, keiner sieht es, denn der Ort ist dem Verzicht und der lustlosen Hingabe an das Leid geweiht, und dshalb ist er nun hier zu sehen, verbunden mit der Bitte an die Damen, diesen Luxuskörper ein wenig anzusabbern, diese arme Sau aus dem Kuhkaff, die doch so lässig sein könnte, weil sie den Schmerz, die Gewalt, die Lust und die Begierde nach dem eigenen zerfetzten Leid so liebt, dieser geile Kerl, mit dem sie alles machen könnten, der es will, wäre er doch nicht aus polierten Juramarmor in der Farbe hellen Fleisches, leidend, verkannt und falsch verstanden eingesperrt mit alten, tumben Leuten in diesem Haus der banalsten, langweiligsten Moral.
Lechzt, Ihr Metzen aus Babylon.

Dieser junge Herr, der da so lässig am Baum steht und seinen wirklich klasse geformten Körper lustvoll windet, steht in einer der dunkelsten, traurigsten Kirche meiner Heimat, an deren Tür, in Plastikfolie eingeschlagen, auf grünem Papier eine Briefaktion gegen die Abtreibungspille an die Adresse der Bundesregierung gefordert wird. Das Spiel seiner Muskeln überragt jeden Sonntag die verbrauchten Leiber der hiesigen Kirchgänger, denn obwohl der Ort bis in die morschen Knochen katholisch ist, laufen auch hier die jüngeren Besucher weg, und für den Rest reicht auch weiterhin dieses kleine, dunkle Loch. Da steht er, die Windung seiner Leisten drückt mehr Lust denn Schmerz durch die Pfeile aus, die sein zartes, junges Fleisch und die makellose Haut durchbohren. Wenn er ehrlich ist, gefällt es ihm, und wenn die hier lesenden Damen ehrlich sind, hat es auch für sie seinen Reiz, so festgefickt, so bis zum Platzen angespannt, wie er dasteht. Was jetzt vielleicht noch fehlt, wäre ein beherzter Griff zu seinem Lendenschurz, ein schamloses Zerren, damit sich das Stöhnen von steinernen Lippen löst und extatisch in den Gewölben widerhallt, so knapp ist dieser Knabe vor der Erlösung von seiner nie endenden Lust.
Zu seinen Füssen verrichten tumbe Bauern seit über 400 Jahren den immer gleichen, hirnlosen Dienst, sie erkennen nicht die Wahrheit, sie sind blind für seinen Sex und das Ficken, die Pornographie, keiner sieht es, denn der Ort ist dem Verzicht und der lustlosen Hingabe an das Leid geweiht, und dshalb ist er nun hier zu sehen, verbunden mit der Bitte an die Damen, diesen Luxuskörper ein wenig anzusabbern, diese arme Sau aus dem Kuhkaff, die doch so lässig sein könnte, weil sie den Schmerz, die Gewalt, die Lust und die Begierde nach dem eigenen zerfetzten Leid so liebt, dieser geile Kerl, mit dem sie alles machen könnten, der es will, wäre er doch nicht aus polierten Juramarmor in der Farbe hellen Fleisches, leidend, verkannt und falsch verstanden eingesperrt mit alten, tumben Leuten in diesem Haus der banalsten, langweiligsten Moral.
Lechzt, Ihr Metzen aus Babylon.
donalphons, 12:47h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 20. Januar 2006
Unwort des Jahres 1669
Und selbst heute noch eine massive Beleidigung:

und das von einer Tussi, deren Clan über Jahrhunderte ein Kaff ausgesaugt hat, die nie etwas tun musste und Arbeit bur vom Blick aus dem Fenster kannte, die sich noch nicht mal Sorgen machen brauchte, dass sie sich vielleicht irrt, weil alle Andersgläubigen längst deportiert oder umgebracht waren, und die sich schon qua Geburt sicher war, einen Spezialdeal mit Gott zu haben. Und deshalb den tollsten Stein des gesamten Kirchhofs bekam. Das rockt auch noch, wenn alle anderen armen Schweine längst zu Staub zerfallen sind.

und das von einer Tussi, deren Clan über Jahrhunderte ein Kaff ausgesaugt hat, die nie etwas tun musste und Arbeit bur vom Blick aus dem Fenster kannte, die sich noch nicht mal Sorgen machen brauchte, dass sie sich vielleicht irrt, weil alle Andersgläubigen längst deportiert oder umgebracht waren, und die sich schon qua Geburt sicher war, einen Spezialdeal mit Gott zu haben. Und deshalb den tollsten Stein des gesamten Kirchhofs bekam. Das rockt auch noch, wenn alle anderen armen Schweine längst zu Staub zerfallen sind.
donalphons, 21:47h
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Business Roundup
Die Telekom schliesst 49 ihrer 100 Call Center. Das galt lange Zeit als Zukunftsbranche, als New Economy Job für schlecht Ausgebildete. Der Laden muss halt irgendwie mithalten mit den anderen Milliardengewinnern im DAX. Komme da keiner mit dem Gejammer von wegen strukturschwache Gebiete. Man geht heute wieder in die Stadt.
Da ist nämlich viel Platz. So viel, dass die nach Deutschland geströmten Immobilienfonds jetzt einer nach dem anderen ins Wanken geraten. Diesmal werden die Fonds der KanAm dichtgemacht - wer Kanam nicht kennt: Frankfurter Messeturm. Während bei der Deutschen Bank das Entsetzen ungerechtfertigt gross war, ist das jetzt erst mal nicht so schlimm: KanAm war eher was für die Profis, die damit, höhöhö, ihre riskanteren Investments wie etwa an der japanischen Börse defensiv absichern wollten. Jetzt reden diese Profis allgemein davon, dass es alles nur vorrübergehend ist - keiner von denen würde es jetzt gern sehen, wenn all die kleinen Idioten aus den Starnberger Zahnarztpraxen ihre 100.000er-Krümel abziehen. Schliesslich wollen die Profis selbst raus. Und das geht nur, wenn jemand drin bleibt. Die Uhr tickt, 3, 2, 1,
- nicht meins, wenn man beim Ebay-Vorzeigehändler Qentis gekauft hat. Jaja, die bösen Finanzierungsprobleme, das ist dann doch was anderes, als bei Oma den Keller auszuräumen. Selbst billiger Ramsch von den Spotmärkten kann seine Tücken haben. Und Expansion um jeden Preis wie damals in der New Economy ist auch heute nicht immer die passende Antwort auf das Grundproblem unserer Überflusswirtschaft: Wer soll den Shenzen-Schund denn hier noch kaufen? Und dann noch diese bösen Gerüchte in der Ebay-Economy: Steuervermeidung, Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft, Hehlerei, Betrug, und die Überwachung im Konzern. Wo ist eigentlich der grosse Unterschied zu meiner heimischen n´Dranghetta-Economy? Und alles nur, weil der Fachhandel drei Euro mehr für ein Stativ nimmt. Geiz ist, na, wir kennen es.

Weshalb es auch die Guten in der digitalen Wirtschaft erwischt. Konica-Minolta gibt mitten im Boom der Digitalkameras das Photogeschäft auf. Es versaut die Konzernbilanz. Man kennt es leider schon von IBM. Als ich nach Berlin gegangen bin, war eine meiner ersten Anschaffungen eine Minolta S414. Die meisten grösseren Bilder und fast alle Serien hier, die ganze Pressearbeit ist mit der Minolta gemacht worden. Gutes Teil, schwer, solide, zuverlässig. Ganz anders als die winizige Kodak und die Pentax, die den Dauerbetrieb nicht ausgehalten haben. Hervorragender Bildwandler - das ist das Teil, das die ganzen Megapixelwichser nicht kennen. Minolta, eine x500 mit 300er Tele, das war im Gymnasium der Traum unserer Spiegelreflexträume.
Such is life. Such is Death. Such is 180 Points.
Da ist nämlich viel Platz. So viel, dass die nach Deutschland geströmten Immobilienfonds jetzt einer nach dem anderen ins Wanken geraten. Diesmal werden die Fonds der KanAm dichtgemacht - wer Kanam nicht kennt: Frankfurter Messeturm. Während bei der Deutschen Bank das Entsetzen ungerechtfertigt gross war, ist das jetzt erst mal nicht so schlimm: KanAm war eher was für die Profis, die damit, höhöhö, ihre riskanteren Investments wie etwa an der japanischen Börse defensiv absichern wollten. Jetzt reden diese Profis allgemein davon, dass es alles nur vorrübergehend ist - keiner von denen würde es jetzt gern sehen, wenn all die kleinen Idioten aus den Starnberger Zahnarztpraxen ihre 100.000er-Krümel abziehen. Schliesslich wollen die Profis selbst raus. Und das geht nur, wenn jemand drin bleibt. Die Uhr tickt, 3, 2, 1,
- nicht meins, wenn man beim Ebay-Vorzeigehändler Qentis gekauft hat. Jaja, die bösen Finanzierungsprobleme, das ist dann doch was anderes, als bei Oma den Keller auszuräumen. Selbst billiger Ramsch von den Spotmärkten kann seine Tücken haben. Und Expansion um jeden Preis wie damals in der New Economy ist auch heute nicht immer die passende Antwort auf das Grundproblem unserer Überflusswirtschaft: Wer soll den Shenzen-Schund denn hier noch kaufen? Und dann noch diese bösen Gerüchte in der Ebay-Economy: Steuervermeidung, Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft, Hehlerei, Betrug, und die Überwachung im Konzern. Wo ist eigentlich der grosse Unterschied zu meiner heimischen n´Dranghetta-Economy? Und alles nur, weil der Fachhandel drei Euro mehr für ein Stativ nimmt. Geiz ist, na, wir kennen es.

Weshalb es auch die Guten in der digitalen Wirtschaft erwischt. Konica-Minolta gibt mitten im Boom der Digitalkameras das Photogeschäft auf. Es versaut die Konzernbilanz. Man kennt es leider schon von IBM. Als ich nach Berlin gegangen bin, war eine meiner ersten Anschaffungen eine Minolta S414. Die meisten grösseren Bilder und fast alle Serien hier, die ganze Pressearbeit ist mit der Minolta gemacht worden. Gutes Teil, schwer, solide, zuverlässig. Ganz anders als die winizige Kodak und die Pentax, die den Dauerbetrieb nicht ausgehalten haben. Hervorragender Bildwandler - das ist das Teil, das die ganzen Megapixelwichser nicht kennen. Minolta, eine x500 mit 300er Tele, das war im Gymnasium der Traum unserer Spiegelreflexträume.
Such is life. Such is Death. Such is 180 Points.
donalphons, 12:16h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 20. Januar 2006
Residenz
Das Parvenütum, der Niedergang, die Verkommenheit und der Abstieg als solcher kommt in der Bürgerlichkeit nicht in zerschlissener Kleidung daher, sondern in Worten. In Worten, die gross klingen und doch nur klein sind. In Beschreibungen, die Exzeptionelles ausdrücken sollen und bald von noch exquisiteren Formulierungen für das nächste Bauprojekt übertroffen werden. In Auslassungen zum Material, denn Stahlbeton klingt so gar nicht warm und schön, wie es ansonsten angepriesen wird.

Sie nennen es Residenz. Residenz klingt nach viel und kann viel bedeuten. Selbst Altersheime, in denen sie mit verseuchten Lungen und matschigen Hirnen vor sich hinsiechen, sind Residenzen, aber das hier ist natürlich nochmal besser. Hier gibt es noch Tiefgaragen, und überhaupt soll man hier aktiv sein, das Leben nochmal geniessen, was man auch tun kann, wenn man Preise von über 3500 pro Quadratmeter akzeptiert. Residenz eben. Palast trauen sie sich nicht sagen, für die Maximalgrösse von 110 Quadratmeter wäre es wirklich nicht angemessen. Aber täglich bleiben die, die schon ihren Residenzanteil gekauft haben, stehen und bewundern das Werden der Residenz an der Stelle, wo sich ein angemessenes Haus vor zwei Jahren noch gut in den architektonischen Bestand eingefügt hat. Wenn hier erst mal die Glasfassade steht, wird das anders sein.
Residenz. Noch nicht mal 30 Zimmer haben, aber das Maul aufreissen. Plebs, widerliches.

Sie nennen es Residenz. Residenz klingt nach viel und kann viel bedeuten. Selbst Altersheime, in denen sie mit verseuchten Lungen und matschigen Hirnen vor sich hinsiechen, sind Residenzen, aber das hier ist natürlich nochmal besser. Hier gibt es noch Tiefgaragen, und überhaupt soll man hier aktiv sein, das Leben nochmal geniessen, was man auch tun kann, wenn man Preise von über 3500 pro Quadratmeter akzeptiert. Residenz eben. Palast trauen sie sich nicht sagen, für die Maximalgrösse von 110 Quadratmeter wäre es wirklich nicht angemessen. Aber täglich bleiben die, die schon ihren Residenzanteil gekauft haben, stehen und bewundern das Werden der Residenz an der Stelle, wo sich ein angemessenes Haus vor zwei Jahren noch gut in den architektonischen Bestand eingefügt hat. Wenn hier erst mal die Glasfassade steht, wird das anders sein.
Residenz. Noch nicht mal 30 Zimmer haben, aber das Maul aufreissen. Plebs, widerliches.
donalphons, 00:22h
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Durchmachen vom 27. auf den 28. Januar?
Ich checke gerade die Flüge für nächste Woche von München nach Düsseldorf und zurück. Da ginge einer am 28. um 7.45, der gut zu meinem Termin in München passen würde, andererseits hasse ich frühes Aufstehen - kann man in Düsseldorf jenseits der Rotlichtmeile eigentlich irgendwo durchmachen?
donalphons, 14:02h
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Jean-Remy und die Scheisshäuser
- das sind die Dinger, wo im Werbeumfeld das weisse Pulver konsumiert wird - Jean-Remy von Matt also, Kopf der Agentur Jung v. Matt, die hinter der unsäglichen "Du bist Deutschland"-Kampagne steckt, hat noch nicht ganz begriffen, dass es gefährlich ist, gewisse problematische Dinge per Mail zu verschicken. Wie schnell wird so eine Anklage gegen Blogger geforwarded und landet dann, so sie kein Fake ist, bei einem Blogger wie Jens Scholz:
Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann. Wie Recht sie hatte, ist mir gerade wieder klar geworden. Vor zwei Wochen startete "Du bist Deutschland", die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.
Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt. [...]
2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)
Zeit und Herzblut von unterbezahlten Praktikanten, die sonst nur rumgestanden wären. Und das kommt von einem Berufsstand, gegen den Politiker, Journalisten und ukrainische Autoschieber ein Muster an Rechtschaffenheit sind, ein alles mitnehmender Berufsstand, der allenfalls noch von Blogüberwachern und Serienabmahnern an Verkommenheit überboten wird - oder auch nicht, sondern selbst mitmacht. Es muss Jean-Remy sehr weh getan haben, dass wir aus dankbarkeit für sein "Geschenk" nicht die Unterseiten seiner rahmengenähten Eduard-Meyer-Schuhe abgeleckt haben, nehme ich an.
+++UPDATE+++: Oh wie ist das schön! Jung von Matt macht den Jamba und trollt bei Jens Scholz in den Kommentaren rum!
+++UPDATE 2+++: Thomas Knüwer meldet:Nachtrag: Beim Versuch herauszufinden, ob der Text authentisch ist, verweist JvM erstmal an Fischer-Appelt, die PR-Agentur von "Du bist Deutschland". Auf meine Zweifel, ob ein Dienstleister die Echtheit eines internen Newsletters bestätigen kann, heißt es: "Die wissen sicher schon, dass da was im Internet steht." Der zuständige Ansprechpartner meldet sich um kurz nach 14 Uhr und bestätigt, dass der Text authentisch ist.
Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann. Wie Recht sie hatte, ist mir gerade wieder klar geworden. Vor zwei Wochen startete "Du bist Deutschland", die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.
Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt. [...]
2. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets. (Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab. Dieser neue Tiefststand der Meinungsbildung wird deutlich, wenn man unter www.technorati.com eingibt: Du bist Deutschland.)
Zeit und Herzblut von unterbezahlten Praktikanten, die sonst nur rumgestanden wären. Und das kommt von einem Berufsstand, gegen den Politiker, Journalisten und ukrainische Autoschieber ein Muster an Rechtschaffenheit sind, ein alles mitnehmender Berufsstand, der allenfalls noch von Blogüberwachern und Serienabmahnern an Verkommenheit überboten wird - oder auch nicht, sondern selbst mitmacht. Es muss Jean-Remy sehr weh getan haben, dass wir aus dankbarkeit für sein "Geschenk" nicht die Unterseiten seiner rahmengenähten Eduard-Meyer-Schuhe abgeleckt haben, nehme ich an.
+++UPDATE+++: Oh wie ist das schön! Jung von Matt macht den Jamba und trollt bei Jens Scholz in den Kommentaren rum!
+++UPDATE 2+++: Thomas Knüwer meldet:Nachtrag: Beim Versuch herauszufinden, ob der Text authentisch ist, verweist JvM erstmal an Fischer-Appelt, die PR-Agentur von "Du bist Deutschland". Auf meine Zweifel, ob ein Dienstleister die Echtheit eines internen Newsletters bestätigen kann, heißt es: "Die wissen sicher schon, dass da was im Internet steht." Der zuständige Ansprechpartner meldet sich um kurz nach 14 Uhr und bestätigt, dass der Text authentisch ist.
donalphons, 11:46h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 18. Januar 2006
Kleiner globalisierter Web2.0-Boo für OpenBC
Ach ja, wie schön ist es, sich von den kleinen Chinesinnen die Füsse massieren zu lassen und das auch noch zu flickrn - so macht der Businessmann von heute seine globalisierten Geschäfte. Zumal, wenn es um eine Netzwerkfirma wie OpenBC gibt, die damit einen Schlusspunkt hinter die Eröffnung ihres chinesischen Engagements setzt. Gut, es gab zwar ein wenig Ärger mit der Freischaltung des Blogs durch die chinesischen Behörden, aber so ist das nun mal, wenn man in einer dreckigen, blutbesudelten, menschenverachtenden Diktatur zwischen Kommunismus und gnadenlosen Markt Geschäfte macht.
Es ist aber auch noch anders. Es ist nämlich so, dass die Chinesen keine Lust haben, Langnasen weiter die Füsse zu massieren. Deshalb gibt es die Firma Wealink.com, die sich mehr als nur die notorischen Lächler bei OpenBC und LinkedIn abgeschaut hat. Mit der typischen chinesischen Lockerheit in der Frage des Intellectual Property - softwaremässig ist das sowieso easy - will die Firma jetzt der ganz grosse Player werden, mit Segen der staatsnahen VCs. Das Web2.0-Geschwalle haben sie schon knallig drauf, dass hiesige Web2.0-Promoter aussehen wieLolleck und Bolleck Lolek und Bolek beim Nasebohren:
With net users’ increasing demands for more relevant information services, coupled by his/her desire to impose his/her unique personal preferences on service offerings and the desire to find and interact with others sharing common interest, I expect two-way or multi-way information sharing and retrieval will soon be the next hot spot of the internet.
10 Millionen Dollar, sagt dieser Bericht (sagt bloss ihr könnt kein Mandarin, so wird das nie was mit der global challenge), haben sie bei Wealink für die Expansion - da kann OpenBC gleich mal überlegen, ob sie das Rad ich China wirklich drehen wollen, gegen so einen Giganten. Oder nicht doch besser die Operation an die Chinesen verkaufen. Wealink - den Namen sollte man sich merken.
20 Punkte bitte.
Es ist aber auch noch anders. Es ist nämlich so, dass die Chinesen keine Lust haben, Langnasen weiter die Füsse zu massieren. Deshalb gibt es die Firma Wealink.com, die sich mehr als nur die notorischen Lächler bei OpenBC und LinkedIn abgeschaut hat. Mit der typischen chinesischen Lockerheit in der Frage des Intellectual Property - softwaremässig ist das sowieso easy - will die Firma jetzt der ganz grosse Player werden, mit Segen der staatsnahen VCs. Das Web2.0-Geschwalle haben sie schon knallig drauf, dass hiesige Web2.0-Promoter aussehen wie
With net users’ increasing demands for more relevant information services, coupled by his/her desire to impose his/her unique personal preferences on service offerings and the desire to find and interact with others sharing common interest, I expect two-way or multi-way information sharing and retrieval will soon be the next hot spot of the internet.
10 Millionen Dollar, sagt dieser Bericht (sagt bloss ihr könnt kein Mandarin, so wird das nie was mit der global challenge), haben sie bei Wealink für die Expansion - da kann OpenBC gleich mal überlegen, ob sie das Rad ich China wirklich drehen wollen, gegen so einen Giganten. Oder nicht doch besser die Operation an die Chinesen verkaufen. Wealink - den Namen sollte man sich merken.
20 Punkte bitte.
donalphons, 19:53h
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Die Höllentore gehen auf.
Die Toten kommen wieder. Wir sind aber auch noch da. Im Leichenacker rattern die morschen Knochen. Kameraden, ladet die Finalizer, küsst die Prinzessinnen zum Abschied, und holt die Würgeengel aus dem Backofen. Wir haben was zu tun, es gibt was zu erledigen. Wenn in Japan schon alles hochgeht, dann wird es auch Korea, China und ander erwischen. Auch hier bei uns.
donalphons, 14:40h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 17. Januar 2006
Formidable
Es ist nicht mehr so kalt wie gestern Nacht, der Schnee ist dem Regen gewichen, und alle ahnen es, es wird glatt. Mörderisch glatt. Schon beginnen die ersten Spiesser mit dem wilden, ursprünglichen Eistanz, Beine und Arme fliegen im dadaistischen Ballett durch die feuchte Luft der frühen Nacht, was für ein Spass, sie exaltiert, schreiend, jauchzend zu sehen, wenn sie sich lang und schamlos im Matsch niederlegen, als hätte die grosse Nutte ihrer schmutzigen Phantasie es sie geheissen.

An der Tür des Stadtpalastes klammert sich eine grazile Gestalt aus dem fernen Orient fest, zuckt mit der Nase beim Anblick des Lichterflirrens auf den glatten Wegen und fragt auf Englisch, ob es sehr gefährlich da draussen ist, sie will nicht wirklich da hinaus zum Einkaufen, ist zu erahnen. Gestern, am Flughafen, war sie noch guter Dinge für die letzten Wochen in diesem seltsam fremden Land, aber das hier ist keine höfliche Begrüssung, auch wenn Langnasen auf den Strassen beim expressionistischen Ausdrucksgleiten in Scharen das Gesicht auf amüsanteste Weise verlieren. Oben über der Stadt sind alle Herrlichkeiten des Okzidents im Kühlschrank, so gegen halb 10, erklingt die Bitte, ware es ein grosses Vergnügen, sie erwarten zu dürfen, und nein, es macht wirklich wirklich keinerlei, absolut überhaupt keine Umstände, ganz im Gegenteil.
SCHEISSE! brüllt jemand die Strasse runter, unhöflich und indezent, und gleichzeitig ertönt ein SMackhh. Um halb 10, also.

An der Tür des Stadtpalastes klammert sich eine grazile Gestalt aus dem fernen Orient fest, zuckt mit der Nase beim Anblick des Lichterflirrens auf den glatten Wegen und fragt auf Englisch, ob es sehr gefährlich da draussen ist, sie will nicht wirklich da hinaus zum Einkaufen, ist zu erahnen. Gestern, am Flughafen, war sie noch guter Dinge für die letzten Wochen in diesem seltsam fremden Land, aber das hier ist keine höfliche Begrüssung, auch wenn Langnasen auf den Strassen beim expressionistischen Ausdrucksgleiten in Scharen das Gesicht auf amüsanteste Weise verlieren. Oben über der Stadt sind alle Herrlichkeiten des Okzidents im Kühlschrank, so gegen halb 10, erklingt die Bitte, ware es ein grosses Vergnügen, sie erwarten zu dürfen, und nein, es macht wirklich wirklich keinerlei, absolut überhaupt keine Umstände, ganz im Gegenteil.
SCHEISSE! brüllt jemand die Strasse runter, unhöflich und indezent, und gleichzeitig ertönt ein SMackhh. Um halb 10, also.
donalphons, 22:04h
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Der Don, die Süddeutsche, ihre Blogs und deren Leser
Ein kleiner Krimi rund um Bauernfängerei, Datenerhebung und neue Methoden, mit denen sich Medien in der Blogosphäre grossschleimen wollen. Erzählt an der Blogbar.
donalphons, 14:18h
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Erst rechts, dann links
Wenn ich mich nicht ganz täusche, dann verflachen im Moment alle Unterschiede in der grossen Koalition bei einer Charme-Offensive, nach dem anbgedeuteten Rechtsschwenk der Union wird jetzt auf SPD gemacht, und die SPD vertritt familiäre Werte, und zusammen sind sie die langweiligste, konsequente Fortsetzung von Rot-Grün mit erheblich hässlicherem Personaldurchschnitt und nochmal gesunkener Kompetenz. Allein Schäuble als Foltermonster im Rollstuhl verleiht dem Regime eine gewisse diabolische Note, der Rest zieht von einer Entscheidung weg auf die Mitte, die Mitte, die Mitte, brüllt es aus den Gazetten, dröhnt es aus dem Autoradio auf dem Weg zurück in die Provinz.

Bloss nichts sagen, bloss den Machterhalt nicht gefährden, im Prinzip ist es der Union ganz recht so, mit den Sozis kann man besser klüngeln als mit den liberalen Schreihälsen und ihrem Unsympathen an der Spitze, mit dem man sich nur die Umfragewerte versaut. Sie sind erst mal wieder an der Macht, wer hätte nach der Pleite das gedacht, jetzt geht´s erst mal an das Büffäh, mag noch jemand was von dem Kuväh? So feiert die Uckermark...
Man sagt, es soll Redakteure bei Stern, Spiegel und FTD geben, die jeden Morgen erst mal kotzen möchten. Und die noch mehr kotzen werden, wenn sie begreifen, dass ihre ganze Rektalakrobatik und Spindoktorei die fetten Hinterteile an und unter den Linden keinen Millimeter in Richtung ihres neoliberalen Wunschtraumes bringt. Den armen Glos, den hassen sie jetzt schon, und machen aus einem der fähigsten Köpfe der CSU eine Witzfigur. Was man halt als Hauptstadtjohurnaille so macht, wenn man den Wähler nicht komplett verarschen konnte. Irgendjemand muss dafür büssen, wenn die schon nicht so wählen, wie von den Werbekunden verlangt. Vielleicht sollte der Glos auch für 3 Millionen Werbung schalten, wie das Merkel - das könnte helfen.

Bloss nichts sagen, bloss den Machterhalt nicht gefährden, im Prinzip ist es der Union ganz recht so, mit den Sozis kann man besser klüngeln als mit den liberalen Schreihälsen und ihrem Unsympathen an der Spitze, mit dem man sich nur die Umfragewerte versaut. Sie sind erst mal wieder an der Macht, wer hätte nach der Pleite das gedacht, jetzt geht´s erst mal an das Büffäh, mag noch jemand was von dem Kuväh? So feiert die Uckermark...
Man sagt, es soll Redakteure bei Stern, Spiegel und FTD geben, die jeden Morgen erst mal kotzen möchten. Und die noch mehr kotzen werden, wenn sie begreifen, dass ihre ganze Rektalakrobatik und Spindoktorei die fetten Hinterteile an und unter den Linden keinen Millimeter in Richtung ihres neoliberalen Wunschtraumes bringt. Den armen Glos, den hassen sie jetzt schon, und machen aus einem der fähigsten Köpfe der CSU eine Witzfigur. Was man halt als Hauptstadtjohurnaille so macht, wenn man den Wähler nicht komplett verarschen konnte. Irgendjemand muss dafür büssen, wenn die schon nicht so wählen, wie von den Werbekunden verlangt. Vielleicht sollte der Glos auch für 3 Millionen Werbung schalten, wie das Merkel - das könnte helfen.
donalphons, 12:14h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 17. Januar 2006
Bloghypstechen
an der Blogbar. HLX und Pro7. Ihr wisst schon, der Mallebomber und der Unterschichtendienstleister, den Springer gern gehabt hätte. Und nun wohl doch nicht kriegt. Höhö.
Macht 60 Punkte.
Macht 60 Punkte.
donalphons, 00:25h
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Von links hinten, mit Kraft.
Er mag Bayern. Und besonders mag er die bayerische Hauptstadt München. Er kommt nicht von hier, er ist einer dieser vielen Landflüchtigen, die sich genau die Standortfaktoren anschauen, bevor sie sich eine neue Heimat suchen. Bei einem gewissen zielstrebigen Typus, mit dem Charme eines Staubsaugervertreters auf Kokain, ist München sehr beliebt, da gibt es sie in Rudeln, in männlich, vor allem, aber auch in weiblich. Man sollte sie kennen, um die New Economy zu verstehen, den Wahlerfolg der CSU bei Zugreisten und die Existenz von langweiliger Clubmusik.
Er ist es, der im Büro immer nur an sein Fortkmmen denkt. Er will mindestens doppelt so schnell sein, und wechselt oft die Firma, um unter anderen, ihm ähnlichen Führungspersonen und Entscheidern das gleiche Spiel nochmal zu machen. Alles an ihm ist auf Leistungsbereitschaft gepolt, auch wenn er nur ein hohler Phrasendrescher ist, vorgestern Portal, gestern user generated, heute Business Blogs und morgen Web2.o. Er liebt das Oktoberfest und den Trachtenplunder, in dem er sich politisch unkorrekt, und stolz auf die okkupierte Tradition, in der Stadt zeigt. Er versucht sich in bayerischer Herzlichkeit und Jovalität und wirkt dadurch so freundlich wie ein korrupter Kiesgrubenbesitzer in Vierharting, dem imaginären Kuhkaff, wo sie alle herkommen, die Bazis und Freinderln.
Zum Fitness-Studio fährt er natürlich mit dem neuesten bayerischen Cabrio. Vom Z1 hat er nur geträumt, den Z23 hatte er für ein paar Weekends mit der Vorzimmertante gemietet, den Z4 ht er jetzt endlich geleast. Seitdem ist der Z4 überall zu sehen: Auf den Strassenbahngleisen vor seiner Wäscherei, wenn er nur schnell seine Hemden holt und gar nicht begreift, wenn der Schaffner sich so aufregt, die können doch mal 5 Minuten warten, die Idioten da in der Strassenbahn, er kennt sie doch, die faulen Studenten. Der Z4 ist auf der Leopoldstrasse zu sehen, wo er andere wegschiebt und bei Fastrot über die Ampeln brettert, und so gut wie immer auf Radwegen und Bürgersteigen, wo soll er denn sonst parken, die sollen sich nicht so aufführen, wenn sie seinen Anwalt nicht kennenlernen wollen.
Er kann auch gar nicht anders, schliesslich wohnt er in Schwabing. Und da ist es immer voll. Da muss er halt Kompromisse eingehen. Und wenn auf dem Bürgersteig auch kein Platz mehr ist, dann parkt er halt, ist ja nur für eine Nacht, am Wochenende, da ist ja kaum Verkehr, im völlig überzogenen Halteverbot einer Strassenverengung einer Baustelle. Da ist noch massig Platz, eine Sauerei, dass da so viele Parkplätze verschwendet werden, sollen die in der Nacht halt a bisserl langsamer tun in der Schikane.
Andere, ihm ähnliche Leute denken vielleicht: Ui, die Strasse ist gerade, da kann man es richtig krachen lassen. Ist ja schon spät in der Nacht, das merkt keiner ausser denen, die durch das Auspuffdonnern wach werden. Die Verengung da vorne, ooopsss, war doch nicht so gut, nebenbei zu handynieren, aber das schaffen sie schon, die kleine Kurve mit Tempo 80, solang da nix geparkt...

Au weia. Immerhin stand er im Parkverbot. Naja. Hat auch keiner gesehen, oder? Also... genaugenommen kann er sie gar nicht anzeigen, dann müsste er ja zugeben, dass er im Halteverbot gestanden ist. Da hat er auch ziemlich Mitschuld, da ist es eigentlich nur gerecht, wenn sie das so machen, dass sie jetzt weiterfahren und den eigenen Schaden selbst zahlen, soll er doch auch machen, wenn er hier schon parkt, im Halteverbot einer Baustelle für ein neues, schickes Appartementhaus in der traumhaft schönen Munich Area.
Er ist es, der im Büro immer nur an sein Fortkmmen denkt. Er will mindestens doppelt so schnell sein, und wechselt oft die Firma, um unter anderen, ihm ähnlichen Führungspersonen und Entscheidern das gleiche Spiel nochmal zu machen. Alles an ihm ist auf Leistungsbereitschaft gepolt, auch wenn er nur ein hohler Phrasendrescher ist, vorgestern Portal, gestern user generated, heute Business Blogs und morgen Web2.o. Er liebt das Oktoberfest und den Trachtenplunder, in dem er sich politisch unkorrekt, und stolz auf die okkupierte Tradition, in der Stadt zeigt. Er versucht sich in bayerischer Herzlichkeit und Jovalität und wirkt dadurch so freundlich wie ein korrupter Kiesgrubenbesitzer in Vierharting, dem imaginären Kuhkaff, wo sie alle herkommen, die Bazis und Freinderln.
Zum Fitness-Studio fährt er natürlich mit dem neuesten bayerischen Cabrio. Vom Z1 hat er nur geträumt, den Z
Er kann auch gar nicht anders, schliesslich wohnt er in Schwabing. Und da ist es immer voll. Da muss er halt Kompromisse eingehen. Und wenn auf dem Bürgersteig auch kein Platz mehr ist, dann parkt er halt, ist ja nur für eine Nacht, am Wochenende, da ist ja kaum Verkehr, im völlig überzogenen Halteverbot einer Strassenverengung einer Baustelle. Da ist noch massig Platz, eine Sauerei, dass da so viele Parkplätze verschwendet werden, sollen die in der Nacht halt a bisserl langsamer tun in der Schikane.
Andere, ihm ähnliche Leute denken vielleicht: Ui, die Strasse ist gerade, da kann man es richtig krachen lassen. Ist ja schon spät in der Nacht, das merkt keiner ausser denen, die durch das Auspuffdonnern wach werden. Die Verengung da vorne, ooopsss, war doch nicht so gut, nebenbei zu handynieren, aber das schaffen sie schon, die kleine Kurve mit Tempo 80, solang da nix geparkt...

Au weia. Immerhin stand er im Parkverbot. Naja. Hat auch keiner gesehen, oder? Also... genaugenommen kann er sie gar nicht anzeigen, dann müsste er ja zugeben, dass er im Halteverbot gestanden ist. Da hat er auch ziemlich Mitschuld, da ist es eigentlich nur gerecht, wenn sie das so machen, dass sie jetzt weiterfahren und den eigenen Schaden selbst zahlen, soll er doch auch machen, wenn er hier schon parkt, im Halteverbot einer Baustelle für ein neues, schickes Appartementhaus in der traumhaft schönen Munich Area.
donalphons, 12:15h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 15. Januar 2006
Luxusprobleme
Das Ekelhafte an Problemen ist nicht ihre Existenz an sich, sondern ihre zumeist banale Ausprägung. Probleme, seien wir ehrlich, kommen selten im Abendkleid daher. Unsere Liebste fickt auswärts, was wir mit einem höflichen Lächeln zur Kenntnis nehmen würden - wäre es wenigstens ein Herr von Rang. Meist aber geschieht es im Suff und mit gänzlich unakzeptablen Leuten, deren einziger Vorzug es war, neben der Badtür zu stehen und dortselbst greifbar zu sein. Fast nie ist es ein Künstler, sondern meist ein übriggebliebener Gesellschaftsrechtler, ein paktizierender Junior-Berater oder ein Assi, noch nach dem rektalen Tagewerk am Professor duftend. Das erst macht das Problem zum Problem; brächte unsere Herzensdame statt dessen, sagen wir mal, vom Treffen mit einem Herrn von Stand eine Sklavia zur Reinigung unserer Messingleuchter mit, es gäbe keinen Grund für Zwist und das Zerschellen von Baccaratgläsern an den stuckverzierten Wänden.
Es ist also das Normale, das aus einer vorübergehenden Störung unseres angenehmen Daseins ein Problem macht, das gelöst werden will, ohne dass es uns gefragt hat, ob wir möchten. Das ist zuerst in höchstem Masse degoutant, schliesslich wurde uns das Problem noch nicht einmal vorgstellt, und es sieht auch so aus, als dass wir ihm auch nur die Dienstbotenpforte öffnen würden. Da ist es immer wieder eine Abwechslung, wenn man sich selbst ein Luxusproblem gönnt, statt von anderen mit banalen Problemen beschenkt zu werden, die man im Zweifelsfalle nie umtauschen kann. Das hier nun ist das Luxusproblem, dessen Lösung mein Tagewerk beschliessen soll:

Wie wir sehen, handelt es sich dabei um zwei Paar Salz- und Pfefferstreuer aus englischem Hause und massivem Sterlingsilber, gänzlich unverbeult und von einer edlen Form, die uns im ersten Moment schlicht erscheint. Die richtige Assoziation, dass eine gewisse Ähnlichkeit mit priapischen Objekten besteht, kommt erst später, wenn wir sie uns in der grazilen Hand einer schönen Frau imaginieren. Das allein ist noch nicht das Problem, schöne Frauen möchten in unserer Vorstellungswelt noch ganz andere Dinge halten, schliesslich kennen wir unseren Aretino. Nein, das Luxusproblem ist ein anderes: Wenn vier gleichförmige Streuer auf dem Tisch stehen, kündet das fraglos von Luxus und Besitz, ja gar von Überfluss - aber es entbindet uns von der Pflicht, der Dame Salz und Pfeffer zu reichen und somit im schicklichen Dienst ihre Hände zu berühren. Die Occasion aus edlem Metall zeigt sich hier als tückisch, gefangen ist der Besitzende zwischen dem Verlangen nach Berührung und der Pflicht, es der Dame bei Tisch so angenehm wie möglich zu machen und ihr ein eigenes Paar zu geben.
Das nun, liebe Freunde, ist nun wirklich ein Luxuproblem, wie ich es schätze. Zumal mir heute in ganz anderem Kontext eine Lösung dafür eingefallen ist. Darin spielt eine Frau eine Rolle, die einen verhängnisvollen Fehler beging, ein sportbuggyverseuchter Platz, ein Sommertag und eine Örtlichkeit, wo angenehme, ausgezeichnete Leute über Daseinsformen reden, die vielleicht unsozial, aber ihnen angemesen ist. Noch wird es etwas dauern, es badarf genauer Planung, doch am Ende, da bin ich mir sicher, wird es neben mir noch einem anderen der happy few vergönnt sein, das Sterling mitsamt der sensiblen Fingerkuppen des Ziels aller Wünsche zu berühren.
Luxusprobleme, wie wir sie lieben.
Es ist also das Normale, das aus einer vorübergehenden Störung unseres angenehmen Daseins ein Problem macht, das gelöst werden will, ohne dass es uns gefragt hat, ob wir möchten. Das ist zuerst in höchstem Masse degoutant, schliesslich wurde uns das Problem noch nicht einmal vorgstellt, und es sieht auch so aus, als dass wir ihm auch nur die Dienstbotenpforte öffnen würden. Da ist es immer wieder eine Abwechslung, wenn man sich selbst ein Luxusproblem gönnt, statt von anderen mit banalen Problemen beschenkt zu werden, die man im Zweifelsfalle nie umtauschen kann. Das hier nun ist das Luxusproblem, dessen Lösung mein Tagewerk beschliessen soll:

Wie wir sehen, handelt es sich dabei um zwei Paar Salz- und Pfefferstreuer aus englischem Hause und massivem Sterlingsilber, gänzlich unverbeult und von einer edlen Form, die uns im ersten Moment schlicht erscheint. Die richtige Assoziation, dass eine gewisse Ähnlichkeit mit priapischen Objekten besteht, kommt erst später, wenn wir sie uns in der grazilen Hand einer schönen Frau imaginieren. Das allein ist noch nicht das Problem, schöne Frauen möchten in unserer Vorstellungswelt noch ganz andere Dinge halten, schliesslich kennen wir unseren Aretino. Nein, das Luxusproblem ist ein anderes: Wenn vier gleichförmige Streuer auf dem Tisch stehen, kündet das fraglos von Luxus und Besitz, ja gar von Überfluss - aber es entbindet uns von der Pflicht, der Dame Salz und Pfeffer zu reichen und somit im schicklichen Dienst ihre Hände zu berühren. Die Occasion aus edlem Metall zeigt sich hier als tückisch, gefangen ist der Besitzende zwischen dem Verlangen nach Berührung und der Pflicht, es der Dame bei Tisch so angenehm wie möglich zu machen und ihr ein eigenes Paar zu geben.
Das nun, liebe Freunde, ist nun wirklich ein Luxuproblem, wie ich es schätze. Zumal mir heute in ganz anderem Kontext eine Lösung dafür eingefallen ist. Darin spielt eine Frau eine Rolle, die einen verhängnisvollen Fehler beging, ein sportbuggyverseuchter Platz, ein Sommertag und eine Örtlichkeit, wo angenehme, ausgezeichnete Leute über Daseinsformen reden, die vielleicht unsozial, aber ihnen angemesen ist. Noch wird es etwas dauern, es badarf genauer Planung, doch am Ende, da bin ich mir sicher, wird es neben mir noch einem anderen der happy few vergönnt sein, das Sterling mitsamt der sensiblen Fingerkuppen des Ziels aller Wünsche zu berühren.
Luxusprobleme, wie wir sie lieben.
donalphons, 22:24h
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Real Life 15.01.06 - Sieben um Eins
Es muss an den Jahresgratifikationen liegen, die 05 wieder reichlicher geflossen sind. Parkplätze in der Nähe sind jedenfalls nicht mehr zu bekommen. Das Pacha hat sich radikal verkleinert, an das Kosmetikstartup gegenüber - Vitago, für die, die ein Leben vor Web2.0 hatten - erinnert nichts mehr, die Agentur die Strasse runter, wo einst 40 Leute auf 140 Quadratmetern arbeiteten, hat längst wieder einer Kunsthandlung Platz gemacht. Aber unverändert mit fast schon schützenswertem Prunk der späten 90er steht das Lenbach, das Sieben, oder, um den Anglizismus zu verwenden, das Seven Sins immer noch, unverändert, und hinter den beschlagenen, graugrünen Fensterscheiben biegen sich Shilouetten wie in einer Flashwerbung von 2001.

Wir hätten, sagt sie und fummelt am Verschluss ihrer Handtasche herum, oberhalb der Stelle, wo D und G baumeln wie abgeschnittene Gringohoden am Bastrock des Amazonasbewohners, doch ein Taxi nehmen sollen. Ausserdem schneit es. Tatsächlich wirbeln winzige Flocken wie überdimensionierter Puderzucker durch das Licht der Scheinwerfer, und auf dem Trottoir klammert sich ein dürres Ding rutschend an ihrem Begleiter fest, dessen unvorteilhafter, längsovaler Gesichtsschnitt durch aufrecht stehende Blondstoppel auf dem Schädel stark betont wird.
Wir hätten, erwiderst du, im Puck bleiben sollen. Die schlechten Erinnerungen sind überall die gleichen, aber es macht einen grossen Unterschied, ob einem die schwarzen Gedanken bei einer guten Tasse Tee hochkommen, oder im Stau vor einem Laden, dessen kaltschnäutzige Ausstrahlung so gar nicht zu den drin angeblich abgefeierten sieben heissen Todsünden passen will. Bei der Gelegenheit fällt dir auch gleich noch die Invention der hiesigen Cuisine ein, drei Gänge zusammengepfercht in der Bentobox am Stehtisch, kalorien- und geschmacksbefreit für die dynamische Magenverstimmung von heute, eine Esshölle, ohne dafür Sünden genossen zu haben, und du beginnst zu ahnen, dass da drin etwas überlebt hat, was du vielleicht kennst aus alten Tagen, irgendjemand, dem du erklären musst, was du heute tust und der nicht begreift, wieso du eigentlich nicht mehr dabei bist, und warum du auch gar nicht da drin sein willst.
Der Taxistau löst sich auf, du zockelst los und drehst die nächste Runde um den Block, aber es ist sinnlos um diese Zeit, nur am Landgericht wären sicher noch Plätze frei, aber das ist ihr defnitiv zu weit, mit diesen Schuhen auf diesem Strassenbelag. Du bietest ihr nochmal an, sie vor der Tür im Strom der Taxis abzusetzen, und diesmal willigt sie ein, alles ist besser, als sich weiter im Auto zu langweilen. Mit erstaunlicher Eleganz entwindet sie sich des Sitzes, gleitet hinaus in die kalte Luft und tänzelt, so schnell es der enge Mantel erlaubt, zum fackelgesäumten Eingang, ohne sich umzusehen. Du hast noch nicht überlegt, wie es wohl wäre, wenn du jetzt einfach heimfahren, sie hinter dir lassen würdest, ohne Begründung und Entschuldigung, um am nächsten Tag am Telefon ihren Hass spüren, verbittert und glühend, wie du ihr zuhören würdest, wenn sie dich anschreit und du weisst, dass etwas vorbei ist, ohne dass es je geschehen wäre, alle eigentlich unwichtigen und verzichtbaren Optionen und Möglichkeiten, dass es die letzten Worte sind, bevor sich die durch eine Laune des gelangweilten Schicksals überschneidenden Lebenslinien auf immer voneinander entfernen, das alles ahnst du mehr, denn dass du es planst, aber der Wunsch wühlt schon in den tieferen Eingeweiden, da fährt ein Porschloch weg, und automatisch stellst du den Wagen ab und folgst dem kalten Geruch halb erfrorener Businessfrauendarstellerinnen hinein in einen Laden, der so viele aufregende Sünden enthält wie die Beichte einer 98jährigen, die seit drei Jahren mit Gicht im Bett ihres katholischen Altersheimes vor sich hin fault.

Wir hätten, sagt sie und fummelt am Verschluss ihrer Handtasche herum, oberhalb der Stelle, wo D und G baumeln wie abgeschnittene Gringohoden am Bastrock des Amazonasbewohners, doch ein Taxi nehmen sollen. Ausserdem schneit es. Tatsächlich wirbeln winzige Flocken wie überdimensionierter Puderzucker durch das Licht der Scheinwerfer, und auf dem Trottoir klammert sich ein dürres Ding rutschend an ihrem Begleiter fest, dessen unvorteilhafter, längsovaler Gesichtsschnitt durch aufrecht stehende Blondstoppel auf dem Schädel stark betont wird.
Wir hätten, erwiderst du, im Puck bleiben sollen. Die schlechten Erinnerungen sind überall die gleichen, aber es macht einen grossen Unterschied, ob einem die schwarzen Gedanken bei einer guten Tasse Tee hochkommen, oder im Stau vor einem Laden, dessen kaltschnäutzige Ausstrahlung so gar nicht zu den drin angeblich abgefeierten sieben heissen Todsünden passen will. Bei der Gelegenheit fällt dir auch gleich noch die Invention der hiesigen Cuisine ein, drei Gänge zusammengepfercht in der Bentobox am Stehtisch, kalorien- und geschmacksbefreit für die dynamische Magenverstimmung von heute, eine Esshölle, ohne dafür Sünden genossen zu haben, und du beginnst zu ahnen, dass da drin etwas überlebt hat, was du vielleicht kennst aus alten Tagen, irgendjemand, dem du erklären musst, was du heute tust und der nicht begreift, wieso du eigentlich nicht mehr dabei bist, und warum du auch gar nicht da drin sein willst.
Der Taxistau löst sich auf, du zockelst los und drehst die nächste Runde um den Block, aber es ist sinnlos um diese Zeit, nur am Landgericht wären sicher noch Plätze frei, aber das ist ihr defnitiv zu weit, mit diesen Schuhen auf diesem Strassenbelag. Du bietest ihr nochmal an, sie vor der Tür im Strom der Taxis abzusetzen, und diesmal willigt sie ein, alles ist besser, als sich weiter im Auto zu langweilen. Mit erstaunlicher Eleganz entwindet sie sich des Sitzes, gleitet hinaus in die kalte Luft und tänzelt, so schnell es der enge Mantel erlaubt, zum fackelgesäumten Eingang, ohne sich umzusehen. Du hast noch nicht überlegt, wie es wohl wäre, wenn du jetzt einfach heimfahren, sie hinter dir lassen würdest, ohne Begründung und Entschuldigung, um am nächsten Tag am Telefon ihren Hass spüren, verbittert und glühend, wie du ihr zuhören würdest, wenn sie dich anschreit und du weisst, dass etwas vorbei ist, ohne dass es je geschehen wäre, alle eigentlich unwichtigen und verzichtbaren Optionen und Möglichkeiten, dass es die letzten Worte sind, bevor sich die durch eine Laune des gelangweilten Schicksals überschneidenden Lebenslinien auf immer voneinander entfernen, das alles ahnst du mehr, denn dass du es planst, aber der Wunsch wühlt schon in den tieferen Eingeweiden, da fährt ein Porschloch weg, und automatisch stellst du den Wagen ab und folgst dem kalten Geruch halb erfrorener Businessfrauendarstellerinnen hinein in einen Laden, der so viele aufregende Sünden enthält wie die Beichte einer 98jährigen, die seit drei Jahren mit Gicht im Bett ihres katholischen Altersheimes vor sich hin fault.
donalphons, 13:14h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 14. Januar 2006
Auf und über das Podium
Kleine Ermunterung für meist daheim bleibende & nörgelnde Business-Blogger aus der Munich Area, die auch nur zu gerne mal auf einem Podium wären. An der Blogbar.
donalphons, 17:44h
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Die Möwe, das Herz, die Zeichnerin und die Ruinen
oder Frankfurt am Main an einem weniger schönen Tag im Januar 2006.

Es ist nicht wirklich schwer, in dieser Jahreszeit,

und in einer Stadt, die man länger nicht gesehen hat,

symbolträchtige Bilder zu entdecken, die von Brüchen, Problemen und Ambivalenz erzählen,

ohne dass man dabei die Gesichter der staunenden asiatischen Touristen photographiert, die hier am Freitag auf ihren Weiterflug warten und durch die Strassen ziehen, auf der Suche nach einem guten Motiv, einer günstigen Shoppinggelegenheit, oder der Entspannung irgendwo in einem der rot beleuchteten Häuser beim Bahnhof.

Es ist nicht wirklich schwer, in dieser Jahreszeit,

und in einer Stadt, die man länger nicht gesehen hat,

symbolträchtige Bilder zu entdecken, die von Brüchen, Problemen und Ambivalenz erzählen,

ohne dass man dabei die Gesichter der staunenden asiatischen Touristen photographiert, die hier am Freitag auf ihren Weiterflug warten und durch die Strassen ziehen, auf der Suche nach einem guten Motiv, einer günstigen Shoppinggelegenheit, oder der Entspannung irgendwo in einem der rot beleuchteten Häuser beim Bahnhof.
donalphons, 06:28h
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