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Samstag, 23. Dezember 2006
Und 46 in Burma...
Ich gehöre ja familienbedingt zu den Leuten, die sich gern Dokus anschauen, in denen ältere britische Männer in Clubsesseln von den Flugeigenschaften von Lancastern erzählen, oder von der Landung auf Sizilien. Und wenn ich später mal erzähle, wie die Jagd auf Firmen mit DCT war, dann wollte ich auch so Sessel haben, die links Platz für den Whiskey und rechts für den Aschenbecher haben, in denen eine Zigarre raucht - bei mir wäre das dann eher eine Tasse Tee und ein nicht rauchender Thinkpad. Well, to cut a long story:

"Well, Booldog, ol pal, you might remember Sgt. Hockeystick, who shot down that nasty CEO back in 03, and when the pathologe buried him, we had that party over at Che´s camp..."

"Well, Booldog, ol pal, you might remember Sgt. Hockeystick, who shot down that nasty CEO back in 03, and when the pathologe buried him, we had that party over at Che´s camp..."
donalphons, 00:49h
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Awareness former known as bullshit
Anfangs des Jahres war ich mal auf einem Podium, und ein Businessgimpel neben mit krähte in Mikrophon: Awareness ist die neue Währung des Internets. Um gleich nachzuschieben, dass seine alterschwache Medienfirma, die ihn als Ersatz für eine feige PR-Sau geschickt hatte, die nach einem erregten Vorgespräch Angst vor mir hatte, da ganz gross mitspielen würde. Ende des Jahres wollte er massenhaft awarenessziehende Projekte aufgebaut haben. Ich stand daneben und fragte mich, was das Publikum sagen würde, wenn ich da rüberginge und meine innere Befindlichkeit in eine bayerische Tätlichkeit umsetzen würde. Manche sagen ja, dass ich reiche, um so ein Podium zum Kippen zu bringen - die wissen nicht, wie es eigentlich wirklich in mir aussieht.
Awareness also. Schmarrn. Awareness ist was für Sickos. Wie diesen Typen auf dem Podium, der letztes Jahr nichts gerissen hat. Die nach Awarenss geifernden Schleimbatzen mit Blogsoftware, deren Namen man hier nicht erwähnen muss, laufen auf dem Stoff, wenn die Pillen und das Koks alle ist. Ansonsten ist Awareness eher ein Klotz am Bein. Sie ist das imaginäre Augenpaar, das einem virtuell über die Augen schaut, die Hemmung, die manche haben, heute noch den Abschaum als Abschaum zu bezeichnen, der Hintergrund der dicken Zigarre, die sich manche Veteranen angezündet haben, wenn sie heute das mal berüchtigte Blog füllen. Awareness ist für die einen Crack und für die anderen das Fettpolster, und für manche beides, aber es ist kein Wert. Schon gar nicht im Internet mit den vielen strukturellen Analphabeten, dem superkurzen Hirn und der Unfähigkeit, Geschichten extensiv zu fahren.
Bestenfalls ist Awareness also wertlos und glücklicherweise sehr flüchtig. Wäre es eine Währung, müsste man von Hyperinflation sprechen, was den Einzelnen betrifft. Awareness ist nicht nachhaltig, es ist der komplett hochgeladene Ordner einer Speicherkarte, das dumme, miserable Photo, die Funpicseite mit Blondinen, die Denke der SPONacken, der hirnlose Kommentar, die Wichse der Werber, der Prostitutionslohn der PR, der hingeschmierte Kommentar, das Fehlen des Denkens, der Herdentrieb, das Fastfood, den alle fressen und am Ende jede Form von Scheisse, für die auf Dauer keiner irgendwas zahlt.
Das, was wirklich wertvolle Menschen als Lesezeit einem Blog schenken, ist keine Awareness, es ist Zuneigung - zumindest empfinde ich das so bei meinen Lieblingsblogs. Denen bleibe ich konstant erhalten, als Freund, als Bewunderer und mit verträumten, staunenden Augen. Sie sind mit Hauptmedium, Vergnügen, Freunde und noch vieles, was nie offen im Blog stehen würde. Das hält, da warte ich auf Neues und freue mich, von ihnen zu lesen.
Und dafür, für all das Schöne, egal ob von mir empfunden oder über mich gedacht, möchte ich mich hier bedanken. Feiert schön.
Awareness also. Schmarrn. Awareness ist was für Sickos. Wie diesen Typen auf dem Podium, der letztes Jahr nichts gerissen hat. Die nach Awarenss geifernden Schleimbatzen mit Blogsoftware, deren Namen man hier nicht erwähnen muss, laufen auf dem Stoff, wenn die Pillen und das Koks alle ist. Ansonsten ist Awareness eher ein Klotz am Bein. Sie ist das imaginäre Augenpaar, das einem virtuell über die Augen schaut, die Hemmung, die manche haben, heute noch den Abschaum als Abschaum zu bezeichnen, der Hintergrund der dicken Zigarre, die sich manche Veteranen angezündet haben, wenn sie heute das mal berüchtigte Blog füllen. Awareness ist für die einen Crack und für die anderen das Fettpolster, und für manche beides, aber es ist kein Wert. Schon gar nicht im Internet mit den vielen strukturellen Analphabeten, dem superkurzen Hirn und der Unfähigkeit, Geschichten extensiv zu fahren.
Bestenfalls ist Awareness also wertlos und glücklicherweise sehr flüchtig. Wäre es eine Währung, müsste man von Hyperinflation sprechen, was den Einzelnen betrifft. Awareness ist nicht nachhaltig, es ist der komplett hochgeladene Ordner einer Speicherkarte, das dumme, miserable Photo, die Funpicseite mit Blondinen, die Denke der SPONacken, der hirnlose Kommentar, die Wichse der Werber, der Prostitutionslohn der PR, der hingeschmierte Kommentar, das Fehlen des Denkens, der Herdentrieb, das Fastfood, den alle fressen und am Ende jede Form von Scheisse, für die auf Dauer keiner irgendwas zahlt.
Das, was wirklich wertvolle Menschen als Lesezeit einem Blog schenken, ist keine Awareness, es ist Zuneigung - zumindest empfinde ich das so bei meinen Lieblingsblogs. Denen bleibe ich konstant erhalten, als Freund, als Bewunderer und mit verträumten, staunenden Augen. Sie sind mit Hauptmedium, Vergnügen, Freunde und noch vieles, was nie offen im Blog stehen würde. Das hält, da warte ich auf Neues und freue mich, von ihnen zu lesen.
Und dafür, für all das Schöne, egal ob von mir empfunden oder über mich gedacht, möchte ich mich hier bedanken. Feiert schön.
donalphons, 21:15h
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Und Ede wusste natürlich nichts
Äh, äh, liebe Restdeutsche, wir hier in Bayern sind natürlich im Grunde genommen also schockiert - schockiert, dass die Frau aus Franken da, also, das ist schon gewaltig äh jedenfalls ich kann da nur sagen äh dass mein Büroleiter in der Tat natürlich nichts gemacht hat was man äh also und ich muss natürlich auch sehen dass er das zum Wohle unserer bayerischen Heimat und ausserdem sehr viel auch für die CSU geleistet hat das war ja wie in der Champions League aber auch ein Stümer muss mal vom Feld äh aber ich als Trainer wusste das nicht und im Grunde genommen äh war das ja auch nichts nur eben ein übliches äh Telefonat der bayerischen Staatskanzklei das machen wir täglich aber es äh wurde da eigentlich im Grunde genommen gar nie nichts über diese Frau Problembär äh ich meine Pauli böses gesagt nicht wahr und jetzt kann ich nur betonen dass ich das nicht wusste warum auch es war ja alles in Ordung und ich danke meine guten Freund Hohenberger alles Gute und nicht wahr so schlimm ist es nicht und ich denke äh er wird sicher einen guten neuen Start bei der Bayerischen xxx-Treuhand oder äh bekommen das ist doch selbstverständlich äh wenn Bayern nicht auf solche äh äh profilierten äh Spitzenleute verzichten kann das weitere sagt jetzt der Söder äh der wird mit Sicherheit äh das Innerparteiliche Klima wieder hinbewerkstelligen werden äh weil es ja über alle etwas gibt äh was man äh vortragen äh also ich meine damit äh das ist wie eine Familie, wir kennen uns ja alle äh und ich werde mich weiterhin mit aller Kraft der Zukunft unseres äh im Grunde genommen schönen Bayernlandes äh kümmern.
donalphons, 15:10h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 22. Dezember 2006
Die längste Nacht
Spät kam sie, in rot und dunkelblau, wie auf einem japanischen Farbholzschnitt.

Und sie ist auch schon wieder vorbei. Was meine Person angeht, könnte jetzt langsam mal der Frühling kommen, so in ein, zwei Tagen.

Und sie ist auch schon wieder vorbei. Was meine Person angeht, könnte jetzt langsam mal der Frühling kommen, so in ein, zwei Tagen.
donalphons, 00:59h
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Grundkurs Logik bei SPON
Aus der "Panorama" Spiegel-Online-Redaktion, die demnächst von einer BILD-Schreiberin geleitet werden soll:
Als sie nach Hause kam, fand sie nur noch eine rauchende Ruine vor: Das Haus der "Lost"-Darstellerin Evangeline Lilly auf Hawaii ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Schauspielerin wurde nicht verletzt.
Ne, echt jetzt?
Als sie nach Hause kam, fand sie nur noch eine rauchende Ruine vor: Das Haus der "Lost"-Darstellerin Evangeline Lilly auf Hawaii ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die Schauspielerin wurde nicht verletzt.
Ne, echt jetzt?
donalphons, 13:48h
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Sie tanzten nur einen Herbst
Schon wieder macht einer die Tür auf. Von draussen dringt der Lärm der Brunnenstrasse rein, auf der sich Proll-BMWs, verbeulte Kastenwägen und von Mama an die studierende Tochter verliehene Kleinwägen um die Pole Position an der viel zu kurz geschalteten Ampel drängen. Es nieselt, und deshalb stinkt es weniger nach Benzin und Abgasen, als vielmehr nach feuchter Hundescheisse. Aber weil er zu viel raucht, bekommt er das ohnehin kaum mit.
Wie das mit dem Nichtraucherschutz werden soll, wundert ihn schon etwas. Er kann ja nicht jede viertel Stunde rausgehen und den Nachbarn bitten, auf den durch das Rumschleifen schon ziemlich ramponierten Apple aufzupassen. Gut, wenn sich das mit der Auftragslage nicht bessert, wird er das Ding sowieso nicht halten können. Diese Ärsche von der Filmfirma, ihn monatelang Entwürfe einreichen lassen, und dann behaupten sie, es hätte keine Absprachen gegeben. Die ganze Sicherheit ist futsch, und Vanessas Laden, für den die Seite gerade ist, hat auch ziemlich wenig Umsatz gemacht während der letzten Wochen. War keine so gute Idee, einen T-Shirt-Shop im Winter aufzumachen.
Schon wieder geht die Tür auf. Er erkennt am Luftzug, dass der Depp die Tür nicht schliesst, und sie ganz langsam, der Kälte eine Bresche bietend, zurückfällt. Er hebt den Kopf, um den Neuankömmling anzuraunzen, aber es ist Marc von der PR-Agentur, von der keiner weiss, welche Kunden sie eigentlich hat, und Marc ist sowas wie ein potenzieller Kunde. Nicht wirklich Kunde, aber jemand, der vielleicht einen kennt, der was braucht. Also grüsst er Marc, aber der übersieht ihn, ist ja nur ein weiterer Notebookpenner auf dem Stangerl, auf dem keine goldenen Eier gelegt werden.
Dier Bedienung, so eine verhungerte Blondine kommt vorbei und fragt ihn, ob er jetzt noch was zu trinken will oder ob er zahlen möchte. Blöde Kuh, denkt er, und sucht sein Kleingeld zusammen, um es ihr auf den Cent genau zu geben. Ja ne is klar, die brauchen den Platz für zahlende Gäste, die sich nicht 3 Stunden an einer Tasse Kaffee festhalten. Er klappt den Apple zusammen, grüsst die anderen, die aber alle im Stress sind und nicht aufschauen, und geht hinaus auf die Brunnenstrasse. Der leichte Wind ist bitterkalt, der Winter hält Einzug, und von nun an wird es übel, für 4, 5, 6 Monate ist Schluss mit dem Rumlaufen und draussen was tun. Wird teuer, das alles. Na, wenn Mami ihm zu Weihnachten sagen wir mal 1000 Euro alles in allem zusteckt und er einen Rucksack voller Fressalien mitnimmt, dann reicht das bis März, wenn sie wegen der Nebenkosten von 2004 nicht vollstrecken. Isa kann ihm vielleicht helfen, die hat auch keine Kunden für ihre Kanzlei, stimmt, die macht das vielleicht für einen Zehner, irgendwas wird sich in der Rechnung schon finden, man kennt ja die Berliner Schludrigkeit. Oder er haut ab und zieht um, das wäre ja nicht das erste Mal. Die Stadt ist gross genug.
Jetzt erst mal packen, dann die Mitfahrzentrale checken, und daheim die alten Kumpels treffen, im lahmen Kaff. Na, denen wird er was erzählen, wie saucool das so als Kreativer in Berlin ist. Und nächstes Jahr macht er ihn dann, den ultimativen Berlinroman für die Post9/11Welt, cooler Webdesigner trifft auf islamistischen Dönermann, dessen Schwester ausbrechen und Photographin werden will.
Wird sicher ein Renner. Oder so.
Wie das mit dem Nichtraucherschutz werden soll, wundert ihn schon etwas. Er kann ja nicht jede viertel Stunde rausgehen und den Nachbarn bitten, auf den durch das Rumschleifen schon ziemlich ramponierten Apple aufzupassen. Gut, wenn sich das mit der Auftragslage nicht bessert, wird er das Ding sowieso nicht halten können. Diese Ärsche von der Filmfirma, ihn monatelang Entwürfe einreichen lassen, und dann behaupten sie, es hätte keine Absprachen gegeben. Die ganze Sicherheit ist futsch, und Vanessas Laden, für den die Seite gerade ist, hat auch ziemlich wenig Umsatz gemacht während der letzten Wochen. War keine so gute Idee, einen T-Shirt-Shop im Winter aufzumachen.
Schon wieder geht die Tür auf. Er erkennt am Luftzug, dass der Depp die Tür nicht schliesst, und sie ganz langsam, der Kälte eine Bresche bietend, zurückfällt. Er hebt den Kopf, um den Neuankömmling anzuraunzen, aber es ist Marc von der PR-Agentur, von der keiner weiss, welche Kunden sie eigentlich hat, und Marc ist sowas wie ein potenzieller Kunde. Nicht wirklich Kunde, aber jemand, der vielleicht einen kennt, der was braucht. Also grüsst er Marc, aber der übersieht ihn, ist ja nur ein weiterer Notebookpenner auf dem Stangerl, auf dem keine goldenen Eier gelegt werden.
Dier Bedienung, so eine verhungerte Blondine kommt vorbei und fragt ihn, ob er jetzt noch was zu trinken will oder ob er zahlen möchte. Blöde Kuh, denkt er, und sucht sein Kleingeld zusammen, um es ihr auf den Cent genau zu geben. Ja ne is klar, die brauchen den Platz für zahlende Gäste, die sich nicht 3 Stunden an einer Tasse Kaffee festhalten. Er klappt den Apple zusammen, grüsst die anderen, die aber alle im Stress sind und nicht aufschauen, und geht hinaus auf die Brunnenstrasse. Der leichte Wind ist bitterkalt, der Winter hält Einzug, und von nun an wird es übel, für 4, 5, 6 Monate ist Schluss mit dem Rumlaufen und draussen was tun. Wird teuer, das alles. Na, wenn Mami ihm zu Weihnachten sagen wir mal 1000 Euro alles in allem zusteckt und er einen Rucksack voller Fressalien mitnimmt, dann reicht das bis März, wenn sie wegen der Nebenkosten von 2004 nicht vollstrecken. Isa kann ihm vielleicht helfen, die hat auch keine Kunden für ihre Kanzlei, stimmt, die macht das vielleicht für einen Zehner, irgendwas wird sich in der Rechnung schon finden, man kennt ja die Berliner Schludrigkeit. Oder er haut ab und zieht um, das wäre ja nicht das erste Mal. Die Stadt ist gross genug.
Jetzt erst mal packen, dann die Mitfahrzentrale checken, und daheim die alten Kumpels treffen, im lahmen Kaff. Na, denen wird er was erzählen, wie saucool das so als Kreativer in Berlin ist. Und nächstes Jahr macht er ihn dann, den ultimativen Berlinroman für die Post9/11Welt, cooler Webdesigner trifft auf islamistischen Dönermann, dessen Schwester ausbrechen und Photographin werden will.
Wird sicher ein Renner. Oder so.
donalphons, 12:43h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 21. Dezember 2006
Der Gast kann kommen
Es ist zwar noch nichts wirklich fertig, aber doch schon halbwegs vorzeigbar.

Und wohnen wird der Gast ohnehin oben, in der Gästewohnung, während ich hier unten weiter entmülle.

Und wohnen wird der Gast ohnehin oben, in der Gästewohnung, während ich hier unten weiter entmülle.
donalphons, 00:05h
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Absage
Das hier kann gerne als meine offizielle Haltung zum thema Blogs und PR verstanden werden. Für die inoffizielle Haltung muss ich erst mal mit dem Anwalt reden.
donalphons, 17:47h
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Real Life 19.12.06 - Kunst besiegt Grenzen
Ein in sich gelungener und dennoch verkorkster Tag neigt sich dem vorläufigen Ende zu; eine schwarz gekleidete Gestalt hastet durch den kalten Wind in der Türkenstrasse, ein paar Pappkartons unter dem Arm, sichtlich zu spät und in Eile. Er steuert auf ein kleines koreanisches Restaurant zu, das sich bei den asiatischstämmigen Schülerinnen der Sprachenschule gegenüber höchster Wertschätzung erfreut, öffnet die Tür, und mit Blick zu ohm sitzt eine Prinzessin 2. Grades, die offensichtlich gewartet hat und ungeduldig ist.
Meine kleine Schwester hatte Stress .... da war noch diese Besprechung .... ich konnte nicht gleich weg .... und Parkplatz ... und überhaupt .... quillt es entschuldigend und hastig aus dem Munde des Mannes hervor, der dir nicht unähnlich ist, und langsam kommt dir der unschöne Verdacht, dass du es tatsächlich bist, der hier gerade versucht, auf dem weiblich dominierten Feld der Ausreden die 2. Niederlage des Tages zu kassieren, nachdem deine kleine Schwester eine superlockere Ausrede hatte, dich eine Stunde in einem anderen Raum mit ein paar PR-Tanten schmoren zu lassen.
Und, würgt dich die Prinzessin 2. Grades unwirsch ab, wie war es? Hat sie alles kassiert? Du blamierst dich auf Lebenszeit damit, etwas bei der Chefin auf asiatisch radebrechend zu bestellen und wünscht dir, dass deinetranssylvanische Verwandte koreanische Bekannte zeit gehabt hätte, die bestellte ansonsten mit. Also, das einzige mal, als ihr koreanisch essen wart. Was eine ziemliche Katastrophe war, und zu spät bist du damals auch gekommmen, und seitdem wart ihr fast nur noch thailändisch, italienisch und stockschwul im Morizz essen. jetzt also wieder koreanisch und dieses vegatarische Dings da.
Also, sagst du, die Lage ist so: Es gab nur, leider nur 12 Bildseiten von Yoshitoshi, und 16 Textseiten. Genommen habe ich alle. Genommen hat sie dann auch alle, aber erst mal nur zur Ansicht. Also, die Bilder. Aber sie will nur die Kriegsszenen, das heisst, der Lautenspieler und die Maler und die zarten Damen bleiben alle mir, hoffe ich. 6 mal Splatter für sie, 6 mal angenehmes Leben für mich. Wenn die Habgier bei ihr nicht einsetzt. Also, sagen wir mal, 50/50, dass ich auch was abbekomme.
Und das da, fragt die Prinzessin 2. Grades und deutet auf die Kartons? Ein Stich nach Szothard, sagst du und reichst ihr die weithin bekannte "Vintage", zwei dralle französische Rötelzeichnungen und das da, du ziehst die grösseren Kartons hervor, sind zwei Holzschnitte von Hokusai aus den 100 Ansichten des Fuji.

Die beiden Koreanerinnen neben euch, die bislang über irgendwas auf koreanisch vor sich hingekichert haben, verstummen schlagartig. Das sind dann so die Momente, in denen man erwartet, dass jetzt irgendeines dieser Mädchen irgendwas mit einem langen, scharfen Schwert macht, das nicht wirklich angenehm ist und für europäische Konfliktvorstellungen unangemessen erscheint. Koreaner reden über Japaner gemeinhin wie Griechen über Türken und Bayern über Österreicher, was in allen Fällen darin begründet liegt, dass man von denen mal besetzt war - und nebenbei wohl auch darin, dass man sich in den ersten beiden Fällen dank Feindschaft keinen Gedanken darüber machen muss, dass man genetisch jeweils die ziemlich gleiche Pampe sein sollte, was bei Bayern und Österreichern natürlich ganz anders ist, der Bayer unterscheidet sich grundlegend von den in Braunau beginnenden Degenarationen auf der falschen Seite von Inn und Salzach. Was ein würdiger letzter Gedanke gewesen wäre, wenn jetzt jemand irgendwelche Szenen aus der Werbung nachgestellt hätte. Von wegen, dass die Suppe zu salzig und die Holzschnitte zu japanisch sein sollten.
Hokusai, fragt eines der Mädchen. Echt? Darf ich mal? und zieht das Bild, ohne auf eine Antwort zu warten, zu sich rüber, und in ihren Augen erstrahlt ein warmer Glanz, der im völligen Widerspruch zur dargestellten, kalten Winterszene ist.
Was hättest du gemacht, wenn sie dich gefragt hätte, ob du es ihr schenkst, will die Prinzessin 2. Grades später, auf dem Weg zum Auto wissen. Du ahnst die tückische Falle in ihren Worten, du willst es behalten und deshalb lügst du sie an und behauptest, du hättest natürlich widerstanden. Was noch zu prüfen sein wird, denn die Koreanerin hat deine Nummer, damit sie dich anrufen kann und erfahren, ob deine Quelle noch weitere Holzschnitte von Hokusai hat. Und wenn nicht, nun...
Hinweis: Kleine raffgierige Schwestern hat es auch hier.
Meine kleine Schwester hatte Stress .... da war noch diese Besprechung .... ich konnte nicht gleich weg .... und Parkplatz ... und überhaupt .... quillt es entschuldigend und hastig aus dem Munde des Mannes hervor, der dir nicht unähnlich ist, und langsam kommt dir der unschöne Verdacht, dass du es tatsächlich bist, der hier gerade versucht, auf dem weiblich dominierten Feld der Ausreden die 2. Niederlage des Tages zu kassieren, nachdem deine kleine Schwester eine superlockere Ausrede hatte, dich eine Stunde in einem anderen Raum mit ein paar PR-Tanten schmoren zu lassen.
Und, würgt dich die Prinzessin 2. Grades unwirsch ab, wie war es? Hat sie alles kassiert? Du blamierst dich auf Lebenszeit damit, etwas bei der Chefin auf asiatisch radebrechend zu bestellen und wünscht dir, dass deine
Also, sagst du, die Lage ist so: Es gab nur, leider nur 12 Bildseiten von Yoshitoshi, und 16 Textseiten. Genommen habe ich alle. Genommen hat sie dann auch alle, aber erst mal nur zur Ansicht. Also, die Bilder. Aber sie will nur die Kriegsszenen, das heisst, der Lautenspieler und die Maler und die zarten Damen bleiben alle mir, hoffe ich. 6 mal Splatter für sie, 6 mal angenehmes Leben für mich. Wenn die Habgier bei ihr nicht einsetzt. Also, sagen wir mal, 50/50, dass ich auch was abbekomme.
Und das da, fragt die Prinzessin 2. Grades und deutet auf die Kartons? Ein Stich nach Szothard, sagst du und reichst ihr die weithin bekannte "Vintage", zwei dralle französische Rötelzeichnungen und das da, du ziehst die grösseren Kartons hervor, sind zwei Holzschnitte von Hokusai aus den 100 Ansichten des Fuji.

Die beiden Koreanerinnen neben euch, die bislang über irgendwas auf koreanisch vor sich hingekichert haben, verstummen schlagartig. Das sind dann so die Momente, in denen man erwartet, dass jetzt irgendeines dieser Mädchen irgendwas mit einem langen, scharfen Schwert macht, das nicht wirklich angenehm ist und für europäische Konfliktvorstellungen unangemessen erscheint. Koreaner reden über Japaner gemeinhin wie Griechen über Türken und Bayern über Österreicher, was in allen Fällen darin begründet liegt, dass man von denen mal besetzt war - und nebenbei wohl auch darin, dass man sich in den ersten beiden Fällen dank Feindschaft keinen Gedanken darüber machen muss, dass man genetisch jeweils die ziemlich gleiche Pampe sein sollte, was bei Bayern und Österreichern natürlich ganz anders ist, der Bayer unterscheidet sich grundlegend von den in Braunau beginnenden Degenarationen auf der falschen Seite von Inn und Salzach. Was ein würdiger letzter Gedanke gewesen wäre, wenn jetzt jemand irgendwelche Szenen aus der Werbung nachgestellt hätte. Von wegen, dass die Suppe zu salzig und die Holzschnitte zu japanisch sein sollten.
Hokusai, fragt eines der Mädchen. Echt? Darf ich mal? und zieht das Bild, ohne auf eine Antwort zu warten, zu sich rüber, und in ihren Augen erstrahlt ein warmer Glanz, der im völligen Widerspruch zur dargestellten, kalten Winterszene ist.
Was hättest du gemacht, wenn sie dich gefragt hätte, ob du es ihr schenkst, will die Prinzessin 2. Grades später, auf dem Weg zum Auto wissen. Du ahnst die tückische Falle in ihren Worten, du willst es behalten und deshalb lügst du sie an und behauptest, du hättest natürlich widerstanden. Was noch zu prüfen sein wird, denn die Koreanerin hat deine Nummer, damit sie dich anrufen kann und erfahren, ob deine Quelle noch weitere Holzschnitte von Hokusai hat. Und wenn nicht, nun...
Hinweis: Kleine raffgierige Schwestern hat es auch hier.
donalphons, 01:05h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 19. Dezember 2006
Scheintot, oh Baby, Baby, scheintot
Es gab mal eine Partei mit dem Namen FDP. Die wollte erst in die Regierung. Aber die Wähler wollten das Neocon-Geseire nicht. Dann wollten sie eine harte Opposition machen. Irgendwie habe ich jetzt aber schon seit Monaten praktisch nichts mehr von denen gehört.
Sind sie mangels Fleischtöpfen verhungert? Auf dem Weg vom Lobbyisten besoffen in den Hauseingang gekippt und dort erfroren? So kalt war es nicht... Oder einfach nur faul in Urlaub, Parteispenden verbraten? Gibt es sie noch? Wollte da nicht jemand was machen mit Alternativen zur grossen Koalition? HALLO?
Schweigen. Na ja. Der Aff ist tot, um es mit Shakespeare zu sagen - passt schon. Kein Verlust.
Sind sie mangels Fleischtöpfen verhungert? Auf dem Weg vom Lobbyisten besoffen in den Hauseingang gekippt und dort erfroren? So kalt war es nicht... Oder einfach nur faul in Urlaub, Parteispenden verbraten? Gibt es sie noch? Wollte da nicht jemand was machen mit Alternativen zur grossen Koalition? HALLO?
Schweigen. Na ja. Der Aff ist tot, um es mit Shakespeare zu sagen - passt schon. Kein Verlust.
donalphons, 12:57h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 19. Dezember 2006
Her mit den Asiatinnen!
Das letzte Mal, als ich einem Geschäftsabschluss auf einem Parkplatz beiwohnen sollte, war eine Geschichte zum den Enkeln erzählen: Gewisse Herren, die einer Vielzahl von Geschäften nachgingen, suchten nach einer Möglichkeit, ihr Tun im Radio unterzubringen. Nun wussten sie durch einge Veröffentlichungen in meinem - und damit auch ihrem - religiösen Umfeld, dass ich Radiomacher war, und fragten bei einer etwas unbedarften Person meines Vertrauens nach, ob man mit mir einen Kontakt machen könnte. Diese Person war in der Sache ein Entscheidungsträger, ich vertraute also auf die Rechtmässigkeit der Sache. Das erste Telefonat klang vielversprechend, das erste kurze Treffen war so wie viele andere Treffen mit Leuten, die ein Thema vorzuschlagen haben, das in die Sendung passt. Nennen wir es mal, Migranten und ihre Existenzgründung in Deutschland, an sich eine gute Sache. Wir verabredeten einen Zeitpunkt für ein Interview in einem ruhigen Cafe.
Dort erschien dann auch pünktlich mein Kontaktmann, und meinte, der eigentliche Gesprächspartner könne gerade nicht weg, er würde mich aber hinfahren. Ich setzte mich also in seinen Wagen, wir verliessen München Richtung Westen, dann telefonierte der Herr am Steuer in einer anderen Sprache und lenkte den Wagen auf einem Parkplatz an der Autobahn. Dort stand ein schwarzer Mercedes und ein ebenso schwarzer VW-Bus. Aus dem Bus quollen drei Kleiderschränke, ein vierter vom Fahrersitz des Mercedes, der öffnete die Tür, und ein Herr kam heraus, sowie zwei indezent geschminkte jüngere Frauen mit allem, was die westliche Luxusinsdustrie oder möglicherweise asiatische Fälscherwerkstätten so hergeben. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Der Herr der Kleiderschränke sagte dann, dass das Interview jetzt nicht so wichtig wäre, ihn würde es interessieren, was der Sendung eigentlich kosten würde, denn den bräuchte er, und zwar bald.
Ich versuchte ihm dann schonend zu erklären, dass ich lediglich Reporter sei und er sich in dieser Sache an den Chef der BLM wenden müsse, er solle sich aber keine allzu grossen Hoffnungen machen, in Bayern könne man nicht einfach so Sendungen kaufen. Und auf Nachfrage: Nein, es gibt da wohl auch keine Ausnahme, das läuft hier wirklich etwas anders als in Weissrussland, das er als Beispiel anführte. Nein, auch genze Sender könne man hier nicht einfach so erwerben. Gerne aber zeigte ich mich bereit, ihm einen Kontakt mit den Verantwortlichen zu machen, aber hier jetzt gleich was Endgültiges machen - das ginge nicht mit mir, sondern nur mit dem Chef der BLM. Wenn überhaupt.
Dann brachte mich mein Kontaktmann zurück nach München, ich wunderte mich über meine Verteidigung der verfilzten bayerischen Medienlandschaft und rief danach bei der Vertrauensperson an, um die Lage zu erklären. Was in der Folge dann zu ein paar Turbulenzen woanders führte, weil man die in dieser Szene ohnehin üblichen Vorwürfe der russischen Mafia als bestätigt ansah. Der Herr jedenfalls hat sich nicht mehr bei mir gemeldet, der Chef der BLM wurde nicht unter Vortäuschung falscher Tatsachen auf einen Parkplatz gebracht, und Sender hat er zumindest in Bayern auch keine gekauft. Auch wenn radio Horeb so klingen sollte: Das ist die religiöse Konkurrenz, mit der hatte der Herr nichts zu tun, und angesichts der Frauen in seinem Mercedes hätte es wohl auch anders geklungen.
Trotz dieser schlechten Erfahrungen werde ich morgen mit dem Auto auf einen Parkplatz in der Nähe von München fahren und dort einen Mann treffen, der in seinem - allerdings gelben - VW-Bus Frauen mit sich führt. Frauen fern der Heimat, grazile Geschöpfe aus Japan, Korea, China und Kambodscha. Ich gebe das zu, ich will sie haben, denn ich kann sie stundenlang anschauen. Für meine Küche, für mein Bad, mein Schlafzimmer und meine Vitrinen. Sind sie doch aufgemalt auf Seide, Porzellan, gegossen aus Bronze und gedruckt auf Papier. Einen Platz auf meinem Blog bekommt der Verkäufer hiermit auch, und dazu noch Geld. Nur seinen Namen verschweige ich natürlich, denn solche Quellen teilt man nicht mit anderen.
So also geht es zu auf den Parkplätzen der Republik. Vielleicht kommen auch noch ein paar kesse, gerundete Französinnnen des XVIII. Jahrhundert als Rötelzeichnung dazu. Meine kleine Schwester giert schon nach ihrem Anteil. Allein meine Frau Mama ist untröstlich, und auch das Argument, ansonsten könnte ich zugunsten meiner Gier nach Frauen meinen Besitz allenfalls in den gnadenlos überteuerten Freudenhäusern des Bayernlandes verschwenden, vermochte sie nicht gnädig zu stimmen. Egal. Her mit den kleinen Asiatinnen!
nachtrag: falls kenner unter den lesern sein sollten, ich sage nur yoshitoshi taiso.

der gottvater aller manga. Und zwar aus der meiji-periode.
Dort erschien dann auch pünktlich mein Kontaktmann, und meinte, der eigentliche Gesprächspartner könne gerade nicht weg, er würde mich aber hinfahren. Ich setzte mich also in seinen Wagen, wir verliessen München Richtung Westen, dann telefonierte der Herr am Steuer in einer anderen Sprache und lenkte den Wagen auf einem Parkplatz an der Autobahn. Dort stand ein schwarzer Mercedes und ein ebenso schwarzer VW-Bus. Aus dem Bus quollen drei Kleiderschränke, ein vierter vom Fahrersitz des Mercedes, der öffnete die Tür, und ein Herr kam heraus, sowie zwei indezent geschminkte jüngere Frauen mit allem, was die westliche Luxusinsdustrie oder möglicherweise asiatische Fälscherwerkstätten so hergeben. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Der Herr der Kleiderschränke sagte dann, dass das Interview jetzt nicht so wichtig wäre, ihn würde es interessieren, was der Sendung eigentlich kosten würde, denn den bräuchte er, und zwar bald.
Ich versuchte ihm dann schonend zu erklären, dass ich lediglich Reporter sei und er sich in dieser Sache an den Chef der BLM wenden müsse, er solle sich aber keine allzu grossen Hoffnungen machen, in Bayern könne man nicht einfach so Sendungen kaufen. Und auf Nachfrage: Nein, es gibt da wohl auch keine Ausnahme, das läuft hier wirklich etwas anders als in Weissrussland, das er als Beispiel anführte. Nein, auch genze Sender könne man hier nicht einfach so erwerben. Gerne aber zeigte ich mich bereit, ihm einen Kontakt mit den Verantwortlichen zu machen, aber hier jetzt gleich was Endgültiges machen - das ginge nicht mit mir, sondern nur mit dem Chef der BLM. Wenn überhaupt.
Dann brachte mich mein Kontaktmann zurück nach München, ich wunderte mich über meine Verteidigung der verfilzten bayerischen Medienlandschaft und rief danach bei der Vertrauensperson an, um die Lage zu erklären. Was in der Folge dann zu ein paar Turbulenzen woanders führte, weil man die in dieser Szene ohnehin üblichen Vorwürfe der russischen Mafia als bestätigt ansah. Der Herr jedenfalls hat sich nicht mehr bei mir gemeldet, der Chef der BLM wurde nicht unter Vortäuschung falscher Tatsachen auf einen Parkplatz gebracht, und Sender hat er zumindest in Bayern auch keine gekauft. Auch wenn radio Horeb so klingen sollte: Das ist die religiöse Konkurrenz, mit der hatte der Herr nichts zu tun, und angesichts der Frauen in seinem Mercedes hätte es wohl auch anders geklungen.
Trotz dieser schlechten Erfahrungen werde ich morgen mit dem Auto auf einen Parkplatz in der Nähe von München fahren und dort einen Mann treffen, der in seinem - allerdings gelben - VW-Bus Frauen mit sich führt. Frauen fern der Heimat, grazile Geschöpfe aus Japan, Korea, China und Kambodscha. Ich gebe das zu, ich will sie haben, denn ich kann sie stundenlang anschauen. Für meine Küche, für mein Bad, mein Schlafzimmer und meine Vitrinen. Sind sie doch aufgemalt auf Seide, Porzellan, gegossen aus Bronze und gedruckt auf Papier. Einen Platz auf meinem Blog bekommt der Verkäufer hiermit auch, und dazu noch Geld. Nur seinen Namen verschweige ich natürlich, denn solche Quellen teilt man nicht mit anderen.
So also geht es zu auf den Parkplätzen der Republik. Vielleicht kommen auch noch ein paar kesse, gerundete Französinnnen des XVIII. Jahrhundert als Rötelzeichnung dazu. Meine kleine Schwester giert schon nach ihrem Anteil. Allein meine Frau Mama ist untröstlich, und auch das Argument, ansonsten könnte ich zugunsten meiner Gier nach Frauen meinen Besitz allenfalls in den gnadenlos überteuerten Freudenhäusern des Bayernlandes verschwenden, vermochte sie nicht gnädig zu stimmen. Egal. Her mit den kleinen Asiatinnen!
nachtrag: falls kenner unter den lesern sein sollten, ich sage nur yoshitoshi taiso.

der gottvater aller manga. Und zwar aus der meiji-periode.
donalphons, 00:48h
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Ich finde es absolut unterstützenswert.
Das, was Oldman hier vorschlägt. Also, schlagt dem Abmahnunkraut die Wurzeln ab, brecht den Parasiten den Saugrüssel und macht Druck auf die Typen, die sich als Volksvertreter ausgeben. Verbreitet es, sagt es Euren Lesern, lasst sie spüren, dass es uns gibt.
donalphons, 16:44h
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Dirt Picture Contest - Expat
Liebesgrüsse von der Isar an die Spree.

Da weiss man, was man dort hat.

Da weiss man, was man dort hat.
donalphons, 15:37h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 18. Dezember 2006
Die beiden Russen
sitzen auf der Skaterrampe, diesem Dokument westlicher Dekadenz, und haben neben sich die Relikte vergangener Sowjetherrlichkeit gestapelt. Rund sind sie, zufrieden in der warmen Halle, sie lachen und freuen sich über Kundschaft.

Marienfiguren, Sowjetschick, alter Christbaumschmuck und Lametta für die Brüste der sozialistischen Arbeiterhelden, mitunter auch ein verrostetes Stück Abfall der Wehrmacht. Das alles ist ihnen eins, Hauptsache, es verkauft sich. Wobei aber zu bemerken ist, dass Totalitarismus gar nicht mal so gut läuft, ganz im Gegenteil: Profan sind die Objekte, mit denen sie ihr Hauptgeschäft machen.
Sie lachen herzlich, als ich ihnen vorschlage, die Kerzenhalter billig zu erwerben, ich lache über ihre Preisvorstellung und verlange ob des Wetters einen Regenpreis, sie lachen noch mehr, denn wir sind ja in der Halle, der Regen ist draussen, und ich schlage vor, nach draussen zu gehen, und weil wir so viel gelacht haben, einigen wir uns. Nur auf das Stamperl Vodka - oder Obstler? sie haben vieles! - darauf verzichte ich.
Nichts kapitalistisches auf der Welt, kein anderer Konsum macht je so viel Spass wie der Antikmarkt mit seiner gnadenlosen Nachfrage- und Angebotspolitik, es ist die Verkörperung des reinen handels, dirket, verschlagen, mit allen Tricks und Finten, ohne Staat, Steuern und Buchführung, und ohne Berater ... wobei ... beim Hinausgehen:
Da standen zwei ältere Männer hinter einem Stand, nicht wirklich schlank und auch nicht gerade fein angezogen. Der eine hielt eine dieser seltenen, rosanen, bemalten Glasvasen der Zeit um 1880 in der Hand, und fragte ein Ehepaar, genauer dessen weiblichen Teil Rosi vor dem Stand:
Du Rosi, schaug amoi, dea wui fia de schene Vosn 130 Öiro, owa i hob eam gsogt, i gib eam 100. Wos moanstn Du?
Darauf Rosi in dieser unnachahmlich direkten bayerischen Art:
I moan, de is a greislichs Glump.
Ich liebe es.
Edit: Auch in Hamburg ist Flohmarkt.

Marienfiguren, Sowjetschick, alter Christbaumschmuck und Lametta für die Brüste der sozialistischen Arbeiterhelden, mitunter auch ein verrostetes Stück Abfall der Wehrmacht. Das alles ist ihnen eins, Hauptsache, es verkauft sich. Wobei aber zu bemerken ist, dass Totalitarismus gar nicht mal so gut läuft, ganz im Gegenteil: Profan sind die Objekte, mit denen sie ihr Hauptgeschäft machen.
Sie lachen herzlich, als ich ihnen vorschlage, die Kerzenhalter billig zu erwerben, ich lache über ihre Preisvorstellung und verlange ob des Wetters einen Regenpreis, sie lachen noch mehr, denn wir sind ja in der Halle, der Regen ist draussen, und ich schlage vor, nach draussen zu gehen, und weil wir so viel gelacht haben, einigen wir uns. Nur auf das Stamperl Vodka - oder Obstler? sie haben vieles! - darauf verzichte ich.
Nichts kapitalistisches auf der Welt, kein anderer Konsum macht je so viel Spass wie der Antikmarkt mit seiner gnadenlosen Nachfrage- und Angebotspolitik, es ist die Verkörperung des reinen handels, dirket, verschlagen, mit allen Tricks und Finten, ohne Staat, Steuern und Buchführung, und ohne Berater ... wobei ... beim Hinausgehen:
Da standen zwei ältere Männer hinter einem Stand, nicht wirklich schlank und auch nicht gerade fein angezogen. Der eine hielt eine dieser seltenen, rosanen, bemalten Glasvasen der Zeit um 1880 in der Hand, und fragte ein Ehepaar, genauer dessen weiblichen Teil Rosi vor dem Stand:
Du Rosi, schaug amoi, dea wui fia de schene Vosn 130 Öiro, owa i hob eam gsogt, i gib eam 100. Wos moanstn Du?
Darauf Rosi in dieser unnachahmlich direkten bayerischen Art:
I moan, de is a greislichs Glump.
Ich liebe es.
Edit: Auch in Hamburg ist Flohmarkt.
donalphons, 00:47h
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Ich war heute etwas investigativ.
Weil mir die anderen einfach nicht genau genug hinschauen. Wie ich Abschreiber verabscheue. Das ist einer der Gründe, warum ich ungern auf Pressekonferenzen gehe, diese erbärmlichen Wichser der eigenen Zunft, die alles verraten und verkauft haben, wofür Journalismus früher einmal stand. Diese erbärmlichen Speichellecker. All die mittelgrossen und kleinen Bar*ns, T*ris, Bl*mencrons, diese Kohorten der Laller & Umfaller und Pappkameraden des angenehmen publizistischen Umfelds, die Jasager, die an ihr Essen Denker, die Jubelperser, ich krieg Zustände, wenn ich an die denke. Da hilft dann nur eines: Ab und zu mal wieder hart journalistisch hinlangen. Damit es irgendwo steht. Damit die Arschkrampen der Lügenindustrie ab und zu wenigstens ein bischen merken, was Schmerz heisst. Danach geht es wieder prima, bis sich der nächste Klotz aufstaut. Wie auch immer: An der Blogbar kriegt Facebook.com Rizinus zu saufen. Und in der Flasche ist noch massig saft für andere.
donalphons, 00:27h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 16. Dezember 2006
Pflichttermin
Morgen ist zum letzten Mal in diesem Jahr der grosse Antikmarkt in Pfaffenhofen. Die Preise werden hoch und die Feilschereien unchristlich sein, wie immer vor dem 24.12.. Aber es muss sein, denn danach gibt es 6 Wochen Entzug.
donalphons, 22:39h
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Mikroklimatische Schwankungen
Ohne in die altbekannte "Früher war alles besser"-Schwadroniererei zu verfallen: Früher hat man sich wenigstens lange Gedanken gemacht, wo man gebaut hat, die Orte genau studiert und dort, wo im Schnitt die besten Bedingungen waren, das Lager aufgeschlagen. Kann beim Überleben wirklich hilfreich sein. Denn es ist ein Unterschied, ob man bei -4 Grad im Nebel zittert oder 5 Grad in der Sonne den Mantel aufmacht - ungefähr so gross wie zwischen einsetzender Grippe und prima Laune.

Das hier ist die ehemals altwasserdurchzogene Gegend, in der die besseren Leute der Stadt heute wohnen. Blick vom Damm Richtung Fluss, mit dem Rücken zu den Villen. Und Folgendes ist 700 Meter entfernt, 5 Minuten später und 12 Höhenmeter weiter oben, auf dem ehemaligen Hochufer aufgenommen:

Das ist die Ecke der Altstadt, in der ich wohne und die Vorfahren der besseren Leute gelebt haben. Irgendwie war man so gegen 70o etwas klüger als 1300 Jahre später. Von Spritkosten, weiten Wegen und enorm teurer Heizung mal abgesehen. Übrigens, weiter unten, wo das privat finanzierte Studentenwohnheim auf dem hoffentlich entseuchten Gelände der früheren Wäschereien und Gerbereien steht, ist noch Dunst in den Strassen.

Das hier ist die ehemals altwasserdurchzogene Gegend, in der die besseren Leute der Stadt heute wohnen. Blick vom Damm Richtung Fluss, mit dem Rücken zu den Villen. Und Folgendes ist 700 Meter entfernt, 5 Minuten später und 12 Höhenmeter weiter oben, auf dem ehemaligen Hochufer aufgenommen:

Das ist die Ecke der Altstadt, in der ich wohne und die Vorfahren der besseren Leute gelebt haben. Irgendwie war man so gegen 70o etwas klüger als 1300 Jahre später. Von Spritkosten, weiten Wegen und enorm teurer Heizung mal abgesehen. Übrigens, weiter unten, wo das privat finanzierte Studentenwohnheim auf dem hoffentlich entseuchten Gelände der früheren Wäschereien und Gerbereien steht, ist noch Dunst in den Strassen.
donalphons, 16:44h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 16. Dezember 2006
Schampus4free
Vor nem Monat ca. war ich auf einer echt geilen Party in einer Villa mit Schampus4Free etc.
schreibt da ein Mitglied von StudiVZ. Ich war gestern Nacht... egal. Vielleicht irgendwann später, wenn die Erinnerung nicht mehr so frisch ist. Manchmal ist die historische Perspektive besser. Ganz sicher ist sie das.
Was ich sagen will. Irgendwann wird das einem egal, oder schlimmer, es wird zum nervigen Begleitumstand des Lebens. Entweder, man geht da hin, um sich zuzulöten - dann hat man natürlich seinen Spass. Antialkoholiker wie ich haben natürlich auch ihren Spass, denn es sind diese Abende, bei denen geistreichere, zynische Menschen ohne vollgekotztes Hemd naturgemäss das leichte Spiel beim weiblichen Geschlecht haben, das denen, die dem Schampus4Free zu sehr zusprechen, verwehrt bleibt. Und viele von denen saufen nur mit, weil sie sich dann toll fühlen. Kurzfristig.
Ich denke, man findet so etwas toll, wenn man es selten erlebt. Man schreibt so etwas, wenn man es ansonsten nicht kennt. Bei meinen Eltern war immer Alkohol der besseren Kategorie im Haus, trotzdem kam keiner auf die Idee, da irgendwelche Exzesse draus folgen zu lassen. Die Gelegenheiten, in denen es zu solchen Parties kam, hatten meist einen etwas fragwürdigen Hintergrund, sei es jemand, der partout etwas beweisen wollte, oder etwas Kommerzielles, oder beides. Es ist in meinen Augen in der gleichen Liga, in der man Einladungen bekommt, die einem mitteilen, dass man mit der Teilnahme 800 Euro geschenkt bekommt, oder die Information, dass das Catering pro Person 140 Euro kostet. Interessiert man sich dann für die Biographie des Einladenden, findet man seine Vergangenheit als Cartbahn-Geschäftsführer heraus. Oder anderes. Es ist jedenfalls nichts Gutes.
Man kann sich natürlich auch einen Spass draus machen, so etwas zu begleiten. Das ist enorm unhöflich und widerspricht fundamental dem, was man über die Pflichten des Gastes erlerbt hat. Seltsamerweise verlieren in meinem Bewusstsein diese Pflichten ihre Gültigkeit, wenn da jemand denkt, mir als Teil eines eingeladenen Kollektivs etwas beweisen zu müssen. Es gibt ganz wunderbare angeberische Schnösel, die einen umcircen, über die ich nie ein böses Wort verlieren würde. Aber in dem Moment, wo unterschiedslos abgefüllt wird, als sei der Gast ein Stück Mastvieh, stellt sich schnell eine Dreiteilung des Publikums ein: Diejenigen, die nach mehr schreien, die grosse Mehrheit, der es letztlich egal ist, und die, die schon zu viel oder noch zu wenig gesehen haben und deshalb znisch bis bösartig reagieren.
Sein Gutes also hat Schampus4free. Es ist ein Lackmustest, man lernt bei solchen Parties wirklich phantastisch bösartige Leute kennen, mit denen man lange Jahre Spass haben kann. Sogar auf solchen Parties. Vor allem aber - später daheim in der Villa oder dem Stadtpalast, dessen historische Saroughteppiche sich niemals mit Leuten belastet sehen müssen, die auf Schampus4free aus sind.
schreibt da ein Mitglied von StudiVZ. Ich war gestern Nacht... egal. Vielleicht irgendwann später, wenn die Erinnerung nicht mehr so frisch ist. Manchmal ist die historische Perspektive besser. Ganz sicher ist sie das.
Was ich sagen will. Irgendwann wird das einem egal, oder schlimmer, es wird zum nervigen Begleitumstand des Lebens. Entweder, man geht da hin, um sich zuzulöten - dann hat man natürlich seinen Spass. Antialkoholiker wie ich haben natürlich auch ihren Spass, denn es sind diese Abende, bei denen geistreichere, zynische Menschen ohne vollgekotztes Hemd naturgemäss das leichte Spiel beim weiblichen Geschlecht haben, das denen, die dem Schampus4Free zu sehr zusprechen, verwehrt bleibt. Und viele von denen saufen nur mit, weil sie sich dann toll fühlen. Kurzfristig.
Ich denke, man findet so etwas toll, wenn man es selten erlebt. Man schreibt so etwas, wenn man es ansonsten nicht kennt. Bei meinen Eltern war immer Alkohol der besseren Kategorie im Haus, trotzdem kam keiner auf die Idee, da irgendwelche Exzesse draus folgen zu lassen. Die Gelegenheiten, in denen es zu solchen Parties kam, hatten meist einen etwas fragwürdigen Hintergrund, sei es jemand, der partout etwas beweisen wollte, oder etwas Kommerzielles, oder beides. Es ist in meinen Augen in der gleichen Liga, in der man Einladungen bekommt, die einem mitteilen, dass man mit der Teilnahme 800 Euro geschenkt bekommt, oder die Information, dass das Catering pro Person 140 Euro kostet. Interessiert man sich dann für die Biographie des Einladenden, findet man seine Vergangenheit als Cartbahn-Geschäftsführer heraus. Oder anderes. Es ist jedenfalls nichts Gutes.
Man kann sich natürlich auch einen Spass draus machen, so etwas zu begleiten. Das ist enorm unhöflich und widerspricht fundamental dem, was man über die Pflichten des Gastes erlerbt hat. Seltsamerweise verlieren in meinem Bewusstsein diese Pflichten ihre Gültigkeit, wenn da jemand denkt, mir als Teil eines eingeladenen Kollektivs etwas beweisen zu müssen. Es gibt ganz wunderbare angeberische Schnösel, die einen umcircen, über die ich nie ein böses Wort verlieren würde. Aber in dem Moment, wo unterschiedslos abgefüllt wird, als sei der Gast ein Stück Mastvieh, stellt sich schnell eine Dreiteilung des Publikums ein: Diejenigen, die nach mehr schreien, die grosse Mehrheit, der es letztlich egal ist, und die, die schon zu viel oder noch zu wenig gesehen haben und deshalb znisch bis bösartig reagieren.
Sein Gutes also hat Schampus4free. Es ist ein Lackmustest, man lernt bei solchen Parties wirklich phantastisch bösartige Leute kennen, mit denen man lange Jahre Spass haben kann. Sogar auf solchen Parties. Vor allem aber - später daheim in der Villa oder dem Stadtpalast, dessen historische Saroughteppiche sich niemals mit Leuten belastet sehen müssen, die auf Schampus4free aus sind.
donalphons, 00:17h
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