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Dienstag, 12. Juni 2007
Der diskrete Charme der Fundioisie
Grundsätzliches und Überzeugungen gewinnen bei der Betrachtung der Alternativen.

Und nirgendwo steht, dass man verkaufen muss, oder alles käuflich ist.
Und dann war ich noch froh, dass ich in diesem Beitrag das Bild des Sonnenuntergangs unterbringen konnte.

Und nirgendwo steht, dass man verkaufen muss, oder alles käuflich ist.
Und dann war ich noch froh, dass ich in diesem Beitrag das Bild des Sonnenuntergangs unterbringen konnte.
donalphons, 01:36h
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Neues von Madzia -
allerdings etwas, nach dem es eine Weile dauern könnte, bis es wieder Neues von ihm zu vermelden gibt: Das Gratisblatt BusinessNews ist nach der News Frankfurt nun auch Geschichte. Keine gute Geschichte, aber hey, wer wird denn kleinlich sein!
donalphons, 15:57h
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Es ist mir jetzt zu blöd,
die Nasen rauszusuchen, die früher zurecht etwas über Yahoos mehr als fragwürdige Unterstützung des chinesischen Mörderregimes bei der Verfolgung von Dissidenten geschrieben haben, und jetzt vom Blogvermarkter Adical ausgerechnet Yahoo-Werbung bekommen. Aber nach dem zentralen Technologiehelfer des Regimes Cisco ist das nun der zweite Fall. Lieber Herr Lobo, wenn Sie oder sonst ein Adical-Exec das lesen: Ich kenne wen, die den chinesischen Aussenminister kennt. Interesse? Warum nur Werbung für die Handlanger, wenn man das Regime auch direkt bekommt? Die können etwas Reputation von solch unbestechlichen, mutigen Bloggern sicher brauchen.
donalphons, 13:04h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 11. Juni 2007
GFolklore
Mal angenommen, es ginge nicht um die Photos, die den Deppen an den Geräten zeigen würden, dass man prima miteinander reden kann und sich supi versteht - würden dann diese Hansel wirklich in der Ruinenzone zusammenkommen? Gibt es irgendwas, das sich nicht auch anders über Internet bereden könnte? Und glaubt hier einer tatsächlich, dass ein Haufen korrupter Verbrecher und Menschenrechtsverächter sich vom "Charme" einer alten Tante in Sackkleidern bezaubern lassen, wenn der Geheimdienst auf Anfrage auch halbe Bordelle vorbeischicken könnte? Sind die Berater und Lobbyisten plötzlich echt nicht mehr dabei, um Stichworte zu geben?
Und mal angenommen, es ginge nicht um die Photos, um den Deppen an den Geräten zu zeigen, dass man ein Haufen Anliegen von der 3. Welt bis Schlammcatchen mit der Ordnungsmacht hat - was ist denn so anders, wenn Menschenrechtsverächter und Antidemokraten mal auf einem Haufen mit Lobbyhörigen zusammentreffen? Wieso hat so eine Sommerfrische dieser Nasen eine Relevanz, die man nicht auch daheim in Washington, Moskau oder Berlin als Anlass für eine Demo nehmen könnte? Was ist hier entscheidend, obwohl hier faktisch nichts entschieden wird, was nicht schon längst vorbereitet ist?
Ich war gestern an der Mosel, und als ich auf die Karte schaue muste, war gegenüber ein Weinlokal. Auf der Terasse war ein Gesangsverein, leicht besoffen, und sang den braunen Fluss an, dem das scheissegal war. Folklore. Musikantenstadl. Macht man halt so. Und danach fahren sie wieder heim in ihre hässlichen Häuser und sitzen vor der Glotze, während die Mosl weiter die Scheisse in den Rhein spült. Nur ist hier keine Kamera dabei.
Und mal angenommen, es ginge nicht um die Photos, um den Deppen an den Geräten zu zeigen, dass man ein Haufen Anliegen von der 3. Welt bis Schlammcatchen mit der Ordnungsmacht hat - was ist denn so anders, wenn Menschenrechtsverächter und Antidemokraten mal auf einem Haufen mit Lobbyhörigen zusammentreffen? Wieso hat so eine Sommerfrische dieser Nasen eine Relevanz, die man nicht auch daheim in Washington, Moskau oder Berlin als Anlass für eine Demo nehmen könnte? Was ist hier entscheidend, obwohl hier faktisch nichts entschieden wird, was nicht schon längst vorbereitet ist?
Ich war gestern an der Mosel, und als ich auf die Karte schaue muste, war gegenüber ein Weinlokal. Auf der Terasse war ein Gesangsverein, leicht besoffen, und sang den braunen Fluss an, dem das scheissegal war. Folklore. Musikantenstadl. Macht man halt so. Und danach fahren sie wieder heim in ihre hässlichen Häuser und sitzen vor der Glotze, während die Mosl weiter die Scheisse in den Rhein spült. Nur ist hier keine Kamera dabei.
donalphons, 01:39h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 9. Juni 2007
Nochmaliger Hinweis
für morgen und Leute, die in Berlin sein müssen: Unter Führung von Modeste wird der Exot morgen Abend im "Lass uns Freunde bleiben" Freude spenden und Qualen lindern.
donalphons, 23:12h
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Ach Du heiliges Kanonenrohr
Sollte es einen Himmel für atheistische Hebräer geben, dann müsste er eine Buchhandlung haben. Eine gigantische Buchhandlung mit Säulen und mehr als 10 Meter hohen Regalen und Leitern und es müsste voll sein mit drallen Himmelsbewohnerinnen und einer schier unendlichen Auswahl.

An deutschsprachigen Büchern. Die hier in Maastricht sind glücklicherweise auf Niederländisch. Sonst wäre ich beim Eintritt in diese in einer Dominikanerkirche eingebaute Buchhandlung tot umgefallen, und ein paar Kommerzratten hätten was zu lachen gehabt.
Aber hey, Maastricht, das hat jede meiner Erwartungen weit, weit übertroffen. Aber hallo.

An deutschsprachigen Büchern. Die hier in Maastricht sind glücklicherweise auf Niederländisch. Sonst wäre ich beim Eintritt in diese in einer Dominikanerkirche eingebaute Buchhandlung tot umgefallen, und ein paar Kommerzratten hätten was zu lachen gehabt.
Aber hey, Maastricht, das hat jede meiner Erwartungen weit, weit übertroffen. Aber hallo.
donalphons, 22:20h
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Ueber die Grenze
Ich werde immer erstaunt sein, wie klein dieses Holland und alles darin ist. Wie eine Puppenstube, oder eine Modelleisenbahn.
Edit: Ich mag dieses Land. Zumindest die limburgische Ecke, in der ich bin. Klein und fein.
Edit: Ich mag dieses Land. Zumindest die limburgische Ecke, in der ich bin. Klein und fein.
donalphons, 12:20h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 8. Juni 2007
Keine Dignidad für Colonia
Wirtschaftstheoretische Überlegungen über die Ursache des Kölners als Solchem unter besonderer Berücksichtigung der Eberbacher Zisterze im GTBlog.
donalphons, 17:03h
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Noch ein Reiseblog
unter anderem von Thomas Knüwer findet sich hier. Na dann, alles Gute für unterwegs.
donalphons, 05:11h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 7. Juni 2007
HASS
Ich bin gerade auf dem Kirchentag. Es gibt keinen Referentenparkplatz, sie haben mir keine Eintrittskarte geschickt, die Rechner haben nur IE, der das GTBlog falsch darstellt, und zu allem Überfluss kam jetzt auch noch ein Gong, der mich zum Verlassen des Rechners auffordert - "damit andere auch chatten können". Freie Bahn für Hirnlose oder was? Dabei ist der Rechner hier die Rettung aus der mich umgebenden ...
Egal, ich muss ohnehin gleich auf das Podiunm und hoffem dass nachher keiner "der Blog" sagt. Sonst wird das heute ein Spektakel, das seinen 25 Euro teuren Eintritt auch für schwarze Priester, Splatterfreunde und Katastrophenfilmfans lohnt.
Grrrr. Holland war wunderschön - im Vergleich. Habe ich schon nmal gesagt, dass ich Köln hasse?
Egal, ich muss ohnehin gleich auf das Podiunm und hoffem dass nachher keiner "der Blog" sagt. Sonst wird das heute ein Spektakel, das seinen 25 Euro teuren Eintritt auch für schwarze Priester, Splatterfreunde und Katastrophenfilmfans lohnt.
Grrrr. Holland war wunderschön - im Vergleich. Habe ich schon nmal gesagt, dass ich Köln hasse?
donalphons, 16:00h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 6. Juni 2007
Die Webite als Hirnfick
tagesspiegel.de ist jetzt neu. Da haben ein Haufen KWler zusammengesessen, in der Mehrheit Arzttöchter, sich das optisch Beste von sueddeutsche.de geholt und dann so aufgepustet, dass es aussieht, als hätte der Tagesspiegel sowas wie "Inahlte", oder es gäbe spannende Beiträge. Blöderweise eine Optik, die ihrer Zeit, höflich gesagt, voraus ist. Eine Optik, die jenseits der grossen Themen Mitdenken verlangt, ohne dann etwas zum Nachdenken zu bieten. Hirnfick eben. Hätte sie mal besser in Qualität investiert, statt in diesen allein auf Quote ausgerichteten Klickviehstall. Aufgeräujmte Optik ist da nichts anderes als ein Schrank, in den der ganze Müll schnell verräumt wurde.
Andere sehen das anders.
Andere sehen das anders.
donalphons, 14:55h
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Ich bin schon mal da
Ich schon. Aber noch nicht die Post meiner Anwälte. Die landet nämlich bald in dieser miesen Ecke Frankfurts bei ein paar besonders miesen Spammern.

Man könnte fast Mitleid haben mit Klitschen, die in dieser Ecke rumwurschteln. Das ist die Ecke, in der Duftwasserhersteller ihre Spammer und Schleichwerber finden. Sieht anders aus als die hübschen Plakate für Parfum, da passen nicht mal die dürren In2Arschfiguren rein. Irgendwelche Anmerkungen zu Nebenverdienstmöglickeiten oder Erklärungen, warum ich den Job der Frauen da vorne für sehr anständig hakte, im Gegensatz zu Leuten, die glauben, ein blöder Schrieb würde sie vor den Folgen retten - weitere Analysen erspare ich mir. Die Betreffenden können das selbst anstellen, wenn sie die Rechnung zahlen.

Man könnte fast Mitleid haben mit Klitschen, die in dieser Ecke rumwurschteln. Das ist die Ecke, in der Duftwasserhersteller ihre Spammer und Schleichwerber finden. Sieht anders aus als die hübschen Plakate für Parfum, da passen nicht mal die dürren In2Arschfiguren rein. Irgendwelche Anmerkungen zu Nebenverdienstmöglickeiten oder Erklärungen, warum ich den Job der Frauen da vorne für sehr anständig hakte, im Gegensatz zu Leuten, die glauben, ein blöder Schrieb würde sie vor den Folgen retten - weitere Analysen erspare ich mir. Die Betreffenden können das selbst anstellen, wenn sie die Rechnung zahlen.
donalphons, 14:08h
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Altes vom unaufgeklärten Despotismus
Er hatte zweifellos früher die schöneren Gitter, Zäune und Sicherungsmassnahmen.

Und er hatte da, wo das Merkel heute die Grüssaugustine darstellen will, auch Figuren, die man ohne grössere Debatten als Frauen am Portal erkennen kann.

Und er hatte da, wo das Merkel heute die Grüssaugustine darstellen will, auch Figuren, die man ohne grössere Debatten als Frauen am Portal erkennen kann.
donalphons, 14:01h
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G8
ist der neue Knut.
donalphons, 11:18h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 5. Juni 2007
Real Life 03.06.07 - Rote Schuhe
Kennst Du den, fragt Iris. Susi schüttelt den Kopf. Ne. Nie gesehen. Obwohl, da war doch mal... Stimmt, sagt Iris. Da war was. Es gab mal so einen Typen, der sich zu benehmen wusste. Sagte er zumindest. Susi pflichtet bei: Aber das war, bevor er nach Italien durchgebrannt ist und nichts mehr von sich hat hören lassen.
Lest mein verficktes Blog, ihr blöden Weiber, würdest du gerne antworten, aber du erklärst, warum du keine Zeit für Postkarten hattest: Der Auftrag. Die Eile. Die Begleiterin. Die sie auch hätten sein können, wenn sie sich nicht entschieden hätten, hier zu verrotten. Und ausserdem haben sie dich das letzte Mal versetzt.
Susi jedoch argumentiert, dass auch du sie versetzt hast, denn letzte Woche wäre Gartenparty gewesen, und dafür hattest du auch eine Einladung, die tatsächlich in der ungeöffneten Post unbeachtet blieb. Jede weitere Debatte jedoch wird erstickt von einer Horde um die Ecke biegender alter Schachteln, die ihr nur zu gut kennt, und so schlüpft ihr schnell in die Kirche und okkupiert einen der vordersten Plätze. Du erzählst von Italien und hörst dir den neuesten Tratsch aus der Gesellschaft an, die Mutter der H. hat ihrer Tochter etwa verboten, mit dem jungen M. zusammen zu sein, weil er nicht standesgemäss ist, aber wenn sie wüsste, was früher schon war, wäre es auch egal. Eine Elitesse soll beim Praktikum unter einen stadtbekannten Schwerenöter der Weltfirma geraten sein, da haben wir es wieder, immer die Studenten. Und ausserdem
zieht von rechts die Schwadron der Frauenunion an Euch vorüber, macht eine Kurve und schafft es mangels PAKs im Kirchenraum, in die Bank vor euch einzubrechen. Ihr haltet die Luft an, und du weisst, was die beiden denken: Dss vor ihnen das Schicksal ist, das ihnen Scheidung und promiskuitiver Lebenswandel glücklicherweise verbaut hat. Zumal auch keine von ihnen je die Frisur im Stil halbgerupfter Truthähne ("das trägt man auch in Berlin so!") und billige rote Zweireiher tragen wird. Und dazu lackrote Sandalen und dunkelrote Fussnägel. Die dir sogleich in die Optik geschoben wird, denn das rote Grauen kniet sich hin, als die Musik von KPE Bach anhebt. Und bei all den wirklich feinen Orgelspielereien vermagst du deinen Blick nicht abzuwenden und im Geiste zu vergleichen. Alles hier ist falsch.
Habt ihr DIE Schuhe gesehen, prustet Susi los, als das Geschwader weg ist. Und dann noch das Im-Takt-Gewackel, kreischt Iris, und die Leute fangen an herzuschauen. Ungefickt, nuschelst du, denn du hast noch einen Ruf zu verlieren. Obwohl, da hinten ist Frau T., deren Tochter du... Kein Wunder bei den Schuhen, sagst du laut hinterher.

Früher mal war das Christentum trotz der ihm innewohnenden Dummheit und der totalitären Weltauffassung zumindest nicht so entsetzlich stillos. Sie waren genauso verdorben, hinterhältig und vertrocknet wie heute, die Doppelmoral war immer die gleiche, nichts hat sich geändert, nur der Stil, der ging im vergangenen Jahrhundert auch noch zur Hölle. Früher putzte man sich zur Kirche auf, denn da gab es potenzielle Gelegenheiten für Ehen, Geschäfte und Flirts. Die Heiligenfiguren des Barock haben noch die Haltung, die dem heutigen Klientel fehlt, das da in roten Sandalen und viel Farbe über den Altersriefen in den Zehen weiter zum Konditor watschelt, um sich dort mit zu viel Zucker den letzten verbleibenden Kick zu holen.
Nächsten Sonntag wieder, fragt Susi vor dem bonbonrosanen Portal des zum Konzertsaal umgewidmeten Sakralgebäudes. Leider kann ich nicht, gestehst du. Entgiftungsurlaub nach dem Kirchentag. Durchatmen, wo vor 90 Jahren das Giftgas waberte. Für Gott und Vaterland.
Lest mein verficktes Blog, ihr blöden Weiber, würdest du gerne antworten, aber du erklärst, warum du keine Zeit für Postkarten hattest: Der Auftrag. Die Eile. Die Begleiterin. Die sie auch hätten sein können, wenn sie sich nicht entschieden hätten, hier zu verrotten. Und ausserdem haben sie dich das letzte Mal versetzt.
Susi jedoch argumentiert, dass auch du sie versetzt hast, denn letzte Woche wäre Gartenparty gewesen, und dafür hattest du auch eine Einladung, die tatsächlich in der ungeöffneten Post unbeachtet blieb. Jede weitere Debatte jedoch wird erstickt von einer Horde um die Ecke biegender alter Schachteln, die ihr nur zu gut kennt, und so schlüpft ihr schnell in die Kirche und okkupiert einen der vordersten Plätze. Du erzählst von Italien und hörst dir den neuesten Tratsch aus der Gesellschaft an, die Mutter der H. hat ihrer Tochter etwa verboten, mit dem jungen M. zusammen zu sein, weil er nicht standesgemäss ist, aber wenn sie wüsste, was früher schon war, wäre es auch egal. Eine Elitesse soll beim Praktikum unter einen stadtbekannten Schwerenöter der Weltfirma geraten sein, da haben wir es wieder, immer die Studenten. Und ausserdem
zieht von rechts die Schwadron der Frauenunion an Euch vorüber, macht eine Kurve und schafft es mangels PAKs im Kirchenraum, in die Bank vor euch einzubrechen. Ihr haltet die Luft an, und du weisst, was die beiden denken: Dss vor ihnen das Schicksal ist, das ihnen Scheidung und promiskuitiver Lebenswandel glücklicherweise verbaut hat. Zumal auch keine von ihnen je die Frisur im Stil halbgerupfter Truthähne ("das trägt man auch in Berlin so!") und billige rote Zweireiher tragen wird. Und dazu lackrote Sandalen und dunkelrote Fussnägel. Die dir sogleich in die Optik geschoben wird, denn das rote Grauen kniet sich hin, als die Musik von KPE Bach anhebt. Und bei all den wirklich feinen Orgelspielereien vermagst du deinen Blick nicht abzuwenden und im Geiste zu vergleichen. Alles hier ist falsch.
Habt ihr DIE Schuhe gesehen, prustet Susi los, als das Geschwader weg ist. Und dann noch das Im-Takt-Gewackel, kreischt Iris, und die Leute fangen an herzuschauen. Ungefickt, nuschelst du, denn du hast noch einen Ruf zu verlieren. Obwohl, da hinten ist Frau T., deren Tochter du... Kein Wunder bei den Schuhen, sagst du laut hinterher.

Früher mal war das Christentum trotz der ihm innewohnenden Dummheit und der totalitären Weltauffassung zumindest nicht so entsetzlich stillos. Sie waren genauso verdorben, hinterhältig und vertrocknet wie heute, die Doppelmoral war immer die gleiche, nichts hat sich geändert, nur der Stil, der ging im vergangenen Jahrhundert auch noch zur Hölle. Früher putzte man sich zur Kirche auf, denn da gab es potenzielle Gelegenheiten für Ehen, Geschäfte und Flirts. Die Heiligenfiguren des Barock haben noch die Haltung, die dem heutigen Klientel fehlt, das da in roten Sandalen und viel Farbe über den Altersriefen in den Zehen weiter zum Konditor watschelt, um sich dort mit zu viel Zucker den letzten verbleibenden Kick zu holen.
Nächsten Sonntag wieder, fragt Susi vor dem bonbonrosanen Portal des zum Konzertsaal umgewidmeten Sakralgebäudes. Leider kann ich nicht, gestehst du. Entgiftungsurlaub nach dem Kirchentag. Durchatmen, wo vor 90 Jahren das Giftgas waberte. Für Gott und Vaterland.
donalphons, 15:45h
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Wer eine Idee hat,
wie man den Linkspammern der Blogosphäre was vor den Latz knallt, möchte sich bitte hier mit Vorschlägen beteiligen.
donalphons, 14:59h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 4. Juni 2007
Danke, Maternus
Ich habe mal eine grössere Arbeit über die Fragestellung der unsicheren Existenz christlicher Inhalte in der staatlichen Propaganda Konstantins geschrieben. Deshalb war ich über einen Artikel in der FAZ doch etwas erstaunt, so mies und übel dort über die Konstantinausstellung in Trier berichtet wurde. Freundlicherweise hat Maternus die Aufgabe übernommen, das Machwerk gebührend zu würdigen. Nur eine kleine Anmerkung: Ambrosius von Mailand, der in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts wirkte, trat in seinen Briefen durchaus für die Verfolgung von Nichtchristen ein - damals hatte man eine Synagoge angezündet, und Ambrosius sah überhaupt nicht ein, dass die Christen jetzt zahlen sollten. Der mörderische Zweck der vom Judentum abgefallenen Sekte der sog. "Christen" trat also recht früh zu Tage, weitere Beispiele findet mal bei der Politik eines Augustinus von Hippo - und 415 wurden Treffen von Donatisten bei Todesstrafe verboten. Es ging sehr schnell, damals, aber nicht so flüchtig wie bei der FAZ.
donalphons, 15:16h
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Wie geht es weiter mit Creative Commons?
Das Blog hier steht unter Creative Commons, das heisst, ich stimme einer Aufweichung meines Urheberrechts für nichtkommerzielle Nutzer zu. Ich habe das hier zugelassen, weil meine Inhalte qua Beruf und Werk mutmasslich oft den Punkt erreichen, an dem man von einer schöpferischen Fallhöhe spricht. Und damit ist das Kopieren nach Gesetz eine Verletzung meines Urheberrechts; ein Schutz, auf den ich keinesfalls verzichten möchte angesichts der diversen kleinen Diebe da draussen, die über RSS und Adwords und andere Methoden einen Reibach machen wollen.
Als ich das Bapperl mit den begrenzungen da unten hingesetzt habe, war es eine leichte Entscheidung: Blogger und viele Foren könnten sich bedienen, und das, was ich verschenke, kann zur Kommunikation beitragen. Es war eine Zeit, in der ausser ein paar Spinnern keiner davon sprach, dass man die Blogosphäre kommerzialisieren könnte.
Heute ist das grundsätzlich anders, und so stellen sich für mich ein paar Fragen, die generell wichtig werden könnten.
Erstens: Wenn ist ein Blog ein kommerzielles Angebot? Bei Adsense? Wenn es bei Trigami bezahlte Inhalte abliefert? Wenn es bei einer Vermarktungsgesellschaft ist? Wenn es von einer Firma übernommen wird? Was ist, wenn der Beitrag, für den meine Inhalte verwendet werden, selbst dezidiert nichtkommerziell ist und das Blog nur ab und an kommerziell wird?
Und die Frage, um die es gerade als Anlass geht: Wie geht man, egal ob als Inhalteanbieter oder Nutzer mit einer Veränderung um? In einem Fall hat jemand von mir einen kompletten Text genommen. Die Quellenangabe war nicht perfekt, aber er hat das gleiche CC-Bapperl wie ich, und damit war es ok. In den letzten Monaten hat sich das Blog aber massiv verändert, und in meinem Text sind Textlinks eingebaut. Es ist keines der grossen, bekannten Blogs, und der Text gammelt bei dem auch nur im Archiv. Keine grosse Sache, eigentlich. Der Übernehmende weiss um die Sache und lässt hin und wieder durchblicken, dass er meine Haltung zu Werbung nicht mehr teilt.
Meine Ablehnung gegenüber dem streng gefassten Urheberrecht, gegen dessen Novelle ich beim Radio mit allen Mitteln - auch juristischen Mitteln gegen den Sender - gekämpft habe, hat mich dazu gebracht, es hier - in meinen Augen sinnvoll - aufzuweichen. Und es ist eine besondere Ironie, dass ausgerechnet diejenigen, die davon gerne profitiert haben, heute als Kleinstmedienfirmen dafür sorgen, dass ich mir Gedanken darüber machen muss, das Bapperl wieder wegzunehmen und durch eine striktere Regelung zu ersetzen.
Klingt wie eine Kleinigkeit, aber angesichts des Kampfes von 2000/2001 ist das eine verdammt harte Entscheidung. Man verschone mich aber in Zukunft bitte mit Solidaritätsaufrufen, wenn man als Kleinstmedienunternehmer an Leute gerät, die die Sache von Beginn an ernst genommen haben und keine Rücksichten kennen.
Als ich das Bapperl mit den begrenzungen da unten hingesetzt habe, war es eine leichte Entscheidung: Blogger und viele Foren könnten sich bedienen, und das, was ich verschenke, kann zur Kommunikation beitragen. Es war eine Zeit, in der ausser ein paar Spinnern keiner davon sprach, dass man die Blogosphäre kommerzialisieren könnte.
Heute ist das grundsätzlich anders, und so stellen sich für mich ein paar Fragen, die generell wichtig werden könnten.
Erstens: Wenn ist ein Blog ein kommerzielles Angebot? Bei Adsense? Wenn es bei Trigami bezahlte Inhalte abliefert? Wenn es bei einer Vermarktungsgesellschaft ist? Wenn es von einer Firma übernommen wird? Was ist, wenn der Beitrag, für den meine Inhalte verwendet werden, selbst dezidiert nichtkommerziell ist und das Blog nur ab und an kommerziell wird?
Und die Frage, um die es gerade als Anlass geht: Wie geht man, egal ob als Inhalteanbieter oder Nutzer mit einer Veränderung um? In einem Fall hat jemand von mir einen kompletten Text genommen. Die Quellenangabe war nicht perfekt, aber er hat das gleiche CC-Bapperl wie ich, und damit war es ok. In den letzten Monaten hat sich das Blog aber massiv verändert, und in meinem Text sind Textlinks eingebaut. Es ist keines der grossen, bekannten Blogs, und der Text gammelt bei dem auch nur im Archiv. Keine grosse Sache, eigentlich. Der Übernehmende weiss um die Sache und lässt hin und wieder durchblicken, dass er meine Haltung zu Werbung nicht mehr teilt.
Meine Ablehnung gegenüber dem streng gefassten Urheberrecht, gegen dessen Novelle ich beim Radio mit allen Mitteln - auch juristischen Mitteln gegen den Sender - gekämpft habe, hat mich dazu gebracht, es hier - in meinen Augen sinnvoll - aufzuweichen. Und es ist eine besondere Ironie, dass ausgerechnet diejenigen, die davon gerne profitiert haben, heute als Kleinstmedienfirmen dafür sorgen, dass ich mir Gedanken darüber machen muss, das Bapperl wieder wegzunehmen und durch eine striktere Regelung zu ersetzen.
Klingt wie eine Kleinigkeit, aber angesichts des Kampfes von 2000/2001 ist das eine verdammt harte Entscheidung. Man verschone mich aber in Zukunft bitte mit Solidaritätsaufrufen, wenn man als Kleinstmedienunternehmer an Leute gerät, die die Sache von Beginn an ernst genommen haben und keine Rücksichten kennen.
donalphons, 14:42h
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