Ach Du heiliges Kanonenrohr

Sollte es einen Himmel für atheistische Hebräer geben, dann müsste er eine Buchhandlung haben. Eine gigantische Buchhandlung mit Säulen und mehr als 10 Meter hohen Regalen und Leitern und es müsste voll sein mit drallen Himmelsbewohnerinnen und einer schier unendlichen Auswahl.



An deutschsprachigen Büchern. Die hier in Maastricht sind glücklicherweise auf Niederländisch. Sonst wäre ich beim Eintritt in diese in einer Dominikanerkirche eingebaute Buchhandlung tot umgefallen, und ein paar Kommerzratten hätten was zu lachen gehabt.

Aber hey, Maastricht, das hat jede meiner Erwartungen weit, weit übertroffen. Aber hallo.

Samstag, 9. Juni 2007, 20:20, von donalphons | |comment

 
DAS ist halt Zivilisation - so einfach ist das ... (hier am Westpol)

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Nun, in Italien bauen sie in sowas ein Restaurant - nur in Deutschland haben sie in den Kirchen Gottesdienste. Ich muss nicht sagen, was ich davon halte?

Abgesehen: Die noch in Betreieb befindliche Servatiuskirche ist ein ganz bitteres Beispiel für schlechte Gotik in romanischem Kern. Aber keine Zivilisation.

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... Kleinkram - ich meine Maastricht insgesamt, Limbourg im Allgemeinen und Benelux ueberhaupt.

Morgen in Belgien huebsch Fritten essen, auf den Rest der Dreifaltigkeit (Leffe und Merguez) verzichtest Du ja aus nicht nachvollziehbaren Gruenden ja ...

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Leffe und Merguez

Ich weiss nicht mal, was das ist. Fleisch und Alk, nehme ich an. Aber nach dem Flohmarkt Tongelen werde ich eh kein Geld mehr haben.

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ok, Leffe koennte schwierig werden mit ohne Geld, aber Merguez sind ob der Tatsache das sie aus Schafsabfaellen, Saegespaenen und geheimnisvollen Gewuerzen hergestellt werden bei jedweden Belgo-Araber auch nach Brocantekrempelbesuchen noch finanziell drin ...

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@ Don: Och, das gibt's in Deutschland aber auch. Darf ich vorstellen? das Heiliggeist,, Spitalkirche erbaut im 13. Jahrhundert, später Mädchen-Korrekturanstalt, noch später verrufenes Tanzlokal, inzwischen eines der atmosphärisch wunderbarsten Restaurants in Mainz und überhaupt. Leider ohne guten Service, dafür mit Bibliothek. Und sehr leckerer hausgemachter Waldmeister-Limonade.

Zum Glück wohne ich direkt gegenüber.

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Das Problem am Heiliggeist
ist allerdings, daß es OHNE den Raum, den es glücklicherhand mieten konnte, nichts weiter wäre als das Café Pomp desselben Besitzers und all die anderen Cafés und Bars in all den anderen Städten, die so austauschbar sind wie Douglas- und Runner's Point und Wasweißich-Filialen.

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Das macht mir in diesem speziellen Fall ausnahmsweise mal gar nichts, denn dank dem Pomp lebt diese Kirche wieder, und die Atmosphäre im Restaurant, im wunderschönen Hof und natürlich auf den Toiletten (diese großartigen Toiletten!) ist einfach wunderbar. Dafür sehe ich auch über den schlechten Service (aber das ist er in Mainz ja ohnehin fast überall) und die Pomp-Inhaberschaft hinweg - genauso wie ich mich in der wunderschönen Heidelberger Filiale auch gerne mal in einen Starbucks setze.

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Na, für Maastricht nichts besonderes. Deutsche Architekturstudenten pilgern nach Maastricht um dort etwas über die Umwandlung von Kirchen zu lernen. Neben besagter Buchandlung gibt es in Maastricht noch ein Luxushotel namens Kruisherenhotel (ehemaliges Kloster und Kirche des Orden vom Heiligen Kreuz). Das Stadtarchiv Maastricht ist ebenfalls eine umgebaute Kirche.

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Hab ich's nicht gesagt?

Grüße aus der geplünderten Kaiserstadt von jemandem, der im Dom den Blick doch schon das eine oder andere Mal nach oben gerichtet hat :-)

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Gutes Auge
Die Flucht sehr schön getroffen. Echt gutes Auge. Kompliment

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