: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Dienstag, 7. April 2009

Zuneigung in Rom

feat. cat content!











Doch. Rom gefällt mir schon, aber es ist einfach zu gross und zu viel und überhaupt bin ich nicht traurig, wieder in ein Kaff wie Florenz, Mantua oder Verona zu kommen.

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Hört auf zu heulen!

Wirklich dicke Finanzkrisen und Katastrophen gibt es nicht in Frankfurt oder an der Wallstreet, sondern in Siena.

Edit: Und wegen der diversen Nachfragen -



in Rom hat man vom Erdbeben nichts gemerkt. Don't believe the hype. Aber danke der Nachfrage.

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Sonntag, 5. April 2009

Ausfliegende





(Ich weiss nicht, wieso ich diesen Beitrag antiklerikal empfinde, ich kann es nicht erklären, aber er scheint es zu sein)

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Arbeit in der Partyzone

Als sich ein Caravaggio hier den Freuden der Prostitution hingab und Dirnen auf der Strasse einsammelte, um aus ihnen Heilige und Madonnen zu machen, gab es hier auch Klöster, deren Insassen die Augen vom bunten Treiben abwandten und lieber der Pflicht folgten.



Und als ich heute Nacht nach 2 Stunden Parkplatzsuche in Trastevere meinen persönlichen Kreuzweg absolviert hatte, setzte ich mich ebenfalls an den Rechner und schrieb ein schweres Stück über den Weg von Brixen nach Rom über Mantua mit Hilfe von Leon Battista Alberti, der Gonzaga und überhaupt dem Problem der Profanisierung von Monumentalarchitektur durch Leute, die wenig zu sagen haben.



Was man halt so in Rom macht, wenn sich das Alter und die Bildung negativ auf die Partyfähigkeit auswirken.

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Sonntag, 5. April 2009

Effetti del buon governo

Von 1337 bis 1340 malt Ambrogio Lorenzetti den Sale dei Nove im Palazzo Publico in Siena mit den Folgen von guter und schlechter Regierung aus. Man findet die Abbildungen der diversen Berufe und Tätigkeiten in vielen Büchern über das Leben im Mittelalter - umgekehrt findet man in Siena aber auch heute noch genug Bilder, die nicht recht viel anders aussehen als im Trecento









Ich mag das. Ich kann mich darüber freuen.

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Männer auf Marmor

Es ist ein wenig seltsam, schon am zweiten Tag zu wissen "das" Bild der gesamten Fahrt schon gemacht zu haben, und es für den eigentlichen Auftrag nicht verwenden zu können.



Ich weiss noch nicht mal, warum ich es für "das" Bild halte, vielleicht ist es die Anspielung auf die Perspektivenmalerei der Renaissance, vielleicht auch der Surrealismus, aber in meinen Augen ist es das.

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Freitag, 3. April 2009

Ab 15 Uhr 11

(sorry wegen der Zeitabfolge) wird hier der neue Beitrag über den Keuzgang von Brixen online sein. Dieser Text zerstört sich heute Abend beim Erreichen von Rom selbst und wird durch etwas anderes ersetzt (Sex! Gewalt! oder so). Kommentare bleiben erhalten.

[Edit:



Ich mag Siena sehr. Siena ist klein, kompakt, voller Geschichten, urban und trotzdem keine laute, dreckige Stadt. Ich mag Siena um so mehr, je näher ich Rom komme, denn mit Rom wurde ich nie wirklich warm. Es wäre zuviel, Rom als das Berlin Italiens zu bezeichnen, aber es ist zu laut, zu aggressiv und nicht wirklich charmant. Trotzdem: Das hier schreibe ich aus Rom. In Siena wäre ich aber bedeutend lieber]

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Letztlich, Mantua

Es fühlt sich seltsam an, in einen Süden zu fahren, der sich mit jedem Kilometer nördlicher und nördlicher anfühlt.



Normalerweise macht man das Verdeck in Italien auf und nicht wegen Rege zu, aber die normative Kraft des Faktischen hat uns eines besseren belehrt.



Immerhin sieht Mantua auch im Regen schön aus, und auch um 10 bekommt man noch zu Essen, und dazu gratis die Automobilsorgen südtiroler Jungbauern, die sich langsam mit Wein betrinken.



Ansonsten ist es leidlich warm hier, es gab keine Probleme, uneventfull, würden die Briten sagen. Ganz erstaunlich, wenn man bedenkt, dass bei beruflichen Fahrten eigentlich immer irgendetwas passiert.



Ds war zumindest der Stand beim Essen. Daheim zeigte sich dann leider, dass mein Rechner mit dem WLAN im Hause nicht kann. Deshalb bin ich gezwungen, das hier nicht auf einem Computer zu schreiben, sondern auf einem Kinderspielzeug.



Berliner Friedrichpalastdrinsitzer werden das Ding mit dem Apfel darauf vermutlich kennen, aber natürlich nicht den Spass, den, ahem, Profibloggen machen kann. Sagen wir mal so: Ich bin da durchaus lernfähig. Heute dann: Mantua, Siena, Rom.

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Donnerstag, 2. April 2009

Alles wird gut!

Die G20 werden die Wirtschaft retten!
Wir werden alle Opel Insignias geschenkt bekommen!
Die Zukunft ist golden!
Und wir blicken auf dem Weg nach Italien hinab in Abgründe des Unwissens und der Aberglaubens.

Grüsst mir Tante Erna und sagt ihr, dass es mir wegen dem Smaragdarmband Leid tut, aber ich bringe ihr auch ein paar Reliquien aus Rom mit!

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Mittwoch, 1. April 2009

HH

Flugzeug hat eine Stunde Verspätung. Wegen Bodennebel in Hamburg. Ich hätte mich also gar nicht so abhetzen müssen. Gut, dass ich ein dickes Buch dabei habe. Auch in München ist es grau. Mann neben mir isst drei Brezen aus Tüte und erklärt, dass es solche in Hamburg nicht gibt. Hat Brezenliebhaberbauch.

Hamburg ist so hässlich und verschmiert, wie ich es in Erinnerung habe. Und voller grosser, blonder Frauen, die es so in Bayern nicht gibt. Ausserdem muss ich mir Mühe geben, manche Eingeborenen zu verstehen. So fühlt sich wohl auch der Preusse in der Oberpfalz. Wenigstens ist die Anreise vom Flughafen kurz und schmerzlos.

Sehr feiner Vortrag über die Photos. Weniger fein und wirklich erstaunlich für das Jahr 2009, da Internet ja angeblich so gross und toll ist: Ein signifikanter Teil der Zuhörer verlässt vor dem Internetteil den Saal. Gelebte Medienkonvergenz, oder so. Irgendjemand ist hier auf dem Holzweg.

Erst Robin Meyer-Lucht, der moderne Ideen hat, dann mein reaktionärer Dinosaurier-Vortrag aus dem Oberland. Harmlose Plauderei. In meinem Garten ist Schnee, hier lingt der Früh. Ansatzweise. Leute wollen den Titel des Buches wissen. Sehr anders als gestern abend, heute Einwegkommunikation. Käufling (weibl.) von Burda (Kategorie Modeblogversuch) twittert unerfreut und beschwert sich später über Probloggerwehen (kein Geld). Hat sich also gelohnt. Allein dafür. Hat sich aber nicht vorgestellt. "Kenn ich nicht persönlich, aber twittere ich" ist das neue Nichtkennenlernen.

Interview mit Meedia. Pfirsichsaft. Internetcafe, wegen scheinbar wichtiger beruflicher Nachricht, díe sich als belanglos herausstellt. Sonne. Hamburg ist noch immer nicht schöner. Wir passen einfach nicht zusammen.

Morgen um diese Zeit: Arco. Italien. Offen. Ach ja. Hamburg kargt am Worte.

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Schnell schnell nach Hamburg!

Und danach nach Rom, von hier aus in der FAZ.

Später an der Blogbar: Ein Gruswort nach Berlin. Ich eile! Ich fliege!

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Dienstag, 31. März 2009

Wahrheit und deren Nichtsichtung

Warum?

Bei uns kommen die Akteure, die das mit dem Geld schon mal versucht haben und nicht wirklich erfolgreich waren, zusammen und diskutieren über die Herausforderungen, die der Medienwandel mit sich bringt, und wie sie doch noch ein Stück davon abbekommen. Weil, wenn wir selbst bei der Blogvermarktung schon sauber ins Klo gegriffen haben, finden wir es geil, wenn es andere auch derbröselt. Oder wir überlegen, wie man sich in diesem Wandel als Berater durchschnorrt. Oder versuchen zumindest, cool und nicht wie Versager auszuschauen, die Dollarzeichen in ihren Augen zu verbergen und statt dessen Interviews wie ich zu geben, in denen ich so tue, als sei ich der Messias und nicht Co-Veranstalter des Besitzers einer PR-Klitsche namens Spreeblick mit angeschlossenem Blog und Werbeabteilung, die nicht richtig läuft. Auf anderen Konferenzen kommen häufig Menschen für teures Geld zusammen und machen sich darüber Gedanken, wie man mit diesen Webseiten oder den Akteuren entsprechend Geld verdienen kann. Was dann auch manchmal sogar klappt, ganz im Gegensatz zu dem Projekt Adnation, bei dem wir auch sind. Aber wir sind natürlich toller und besser und mangels Möglichkeiten auch nichtkommerzieller. Man kann Leute wie uns aber für teures Geld bei diesen anderen Konferenzen buchen, wie es Sascha Lobo oder auch Mercedes Bunz schon seit einer Weile machen. Die sind ja nicht so.

http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100019107.html

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Nicht ganz harmlose Plaudereien

Ich bin ein notorischer Zuspätkommen, oder genauer: Ein notorischer Gefühltzuspätkommer. Tatsächlich komme ich ab und an zu spät, wenn die Strecke weit und das Ziel in der unglücklichen Beitrittsruinenzone liegt; und das, obwohl ich hinter der bayerischen Grenze gern zum Raser werde, um das Elend nicht betrachten zu müssen. Fahren Sie mal nach Chemnitz.

München ist näher, und da sollte es klappen. Entsprechend pünktlich stand ich dann auch gestern, geschniegelt und gestriegelt, vor den Toren des Veranstaltungsortes. Die Tür war zu, niemand war zu sehen, also klopfte ich nach vergeblicher Klingelei am letzten beleuchteten Fenster und verlangte Eintritt. Dort wurde mir dann freundlicherweise gesagt, dass ich nicht pünktlich, sondern einen Tag zu früh dran bin. Dergestalt nutzlos begab ich mich nach Schwabing zum beliebten Sport des Frustkaufens, namentlich Lederwaren, oder besser Halblederwaren: Bücher aus vergangenen Zeiten aus den Wühltischen der Antiquariate.



Da war also, passend zur kommenden Reise, ein Vergil von 1821, die sich sehr schick im Handschuhfach machen dürfte, und eine französische Homerübersetzung von 1815 mit sehr blutigem Frontispiz - Odysseus metzelt daheim die Freier seiner Frau Penelope nieder, zu seinen Füssen ein abgeschlagener Kopf, aber damals hatte man ja noch geeignetes Personal. Kurz vor dieser alles entscheidenden Szene muss eine französische Frau nach 1908 das Lesen dieses Buches beendet haben, denn im 16. Gesang findet sich ein Einmerker in Form einer Schnupperkarte des Parfums "Séduction" der Gellé Freres, das 1908 in Paris aufgelegt wurde. Das darf drinnen bleiben; meines Erachtens ist Produktinformation, mit der man es hier zu tun hat, etwas ganz anderes als Werbung oder PR, die man allzu oft in Form von Gebetszetteln in alten Büchern weniger erfeulicher Vorbesitzerschaft findet.

Dazu noch ein Buch mit dem netten Namen "Harmlose Plaudereien eines alten Münchners" von Otto von Völderndorff, der 1898 seine Texte aus den letzten Jahren dieses Jahrhunderts zusammenfasst und eine ergiebige Quelle für Gesellschaftliches aus der Münchner Oberschicht seiner Zeit vorstellt. Reichlich freimütig und gar nicht so harmlos übrigens, denn manche der darin genannten 400 Personen kommen nicht allzu gut weg. Allerdings war das Buch damals reichlich teuer, und dürfte nur unter eben jener Gesellschaft kursiert sein, der das alles ohnehin schon hintertragen wurde. Schliesslich hatte man damals keine Glotze oder kein Internet, um gegen die eigene Nichtswürdigkeit und Charakterlosigkeit irgendwelchen Kommerzdreck zur Identitätsstiftung zusammenzuklauben, und musste seilbst unterhaltend sein, um akzeptiert zu werden.

Ich glaube, ich werde in den nächsten Tagen einiges lernen dürfen, und der alte Völderndorff, dessen Familie nach eigenem Bekunden mit ihm auszusterben geneigte, wird mir ein angenehmer Begleiter durch die Niederungen von PR, Werbung, Marketing und davon käuflicher Johurnaille sein, die ich in den kommenden Tagen mit feinen Ledersohlen rektal, oder, so sich die Möglichkeit bietet, auch fazial zu betreten gedenke. Vielleicht adoptiert er mich ja ideell.

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Missus hat zugeschlagen

Ich habe meine Zahnbürste bei den Stützen der Gesellschaft etwas zur Seite geräumt, und Platz gemacht für die Parfumflacons und anderen Sachen, die Andrea Diener auf die Reise nach Italien mitnehmen wird, wenn sie jetzt in Frankfurt schon mal Kirchen und Glauben zusammenpackt.

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Empfehlung heute zweimal ohne Pointe

Einmal erzählt Madame Modeste eine ergebnislose Fahrt durch Berlin.

Und Stralau zeigt ein Bild, das viel sagt.

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Dienstag, 31. März 2009

Das Glück der kleinen Idioten

Gebt ihnen einen mässig erfolgreichen Verein einer Sportart, die in Prügeleien ausartet. Und ein Stadion am Stadtrand. Gebt ihnen ein mässig wichtiges Jubiläm dazu, und eine Betonwand an der Anmarschroute. Die Spraydose kaufen sie dann selbst.



Zuerst in weiss, dann eine Woche später in blau. Wir sind hier in Bayern. Und mit etwas Übung können auch die selbstgezüchteten Affen vier Zahlen richtig schreiben. Es ist so leicht, sie zufrieden zu machen. Und wenn der Verein verliert, saufen sie sich die Birne zu und knallen gegen Bäume. So hat jeder was davom.

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In den Abgrund

Von der Kirche lernen heisst Parabeln erzählen lernen. Vom Judentum lernen heisst dagegen genau hinschauen und trennen lernen. Im Ergebnis versteht man am Ende vielleicht etwas besser, was diese Krise ist, und warum sie im Gegensatz zum Gerede der Neoliberalen kein normaler Marktzyklus ist.

Edit: Mehr Amüsämeng - in Spanien musste eine Bank vor dem Zusammenbruch geretttet werden, desgleichen in Schottland, und Ambrose "Eurosceptic" Evens-Pritchard ist inzwischen so am Ende der Weisheit des britischen Peso und möchte, dass Europa England retten kommt:

Only the printing presses can rescue us, and the ECB refuses to print.

Darauf einen historischen Sport Saloon von der Insel.

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