HH

Flugzeug hat eine Stunde Verspätung. Wegen Bodennebel in Hamburg. Ich hätte mich also gar nicht so abhetzen müssen. Gut, dass ich ein dickes Buch dabei habe. Auch in München ist es grau. Mann neben mir isst drei Brezen aus Tüte und erklärt, dass es solche in Hamburg nicht gibt. Hat Brezenliebhaberbauch.

Hamburg ist so hässlich und verschmiert, wie ich es in Erinnerung habe. Und voller grosser, blonder Frauen, die es so in Bayern nicht gibt. Ausserdem muss ich mir Mühe geben, manche Eingeborenen zu verstehen. So fühlt sich wohl auch der Preusse in der Oberpfalz. Wenigstens ist die Anreise vom Flughafen kurz und schmerzlos.

Sehr feiner Vortrag über die Photos. Weniger fein und wirklich erstaunlich für das Jahr 2009, da Internet ja angeblich so gross und toll ist: Ein signifikanter Teil der Zuhörer verlässt vor dem Internetteil den Saal. Gelebte Medienkonvergenz, oder so. Irgendjemand ist hier auf dem Holzweg.

Erst Robin Meyer-Lucht, der moderne Ideen hat, dann mein reaktionärer Dinosaurier-Vortrag aus dem Oberland. Harmlose Plauderei. In meinem Garten ist Schnee, hier lingt der Früh. Ansatzweise. Leute wollen den Titel des Buches wissen. Sehr anders als gestern abend, heute Einwegkommunikation. Käufling (weibl.) von Burda (Kategorie Modeblogversuch) twittert unerfreut und beschwert sich später über Probloggerwehen (kein Geld). Hat sich also gelohnt. Allein dafür. Hat sich aber nicht vorgestellt. "Kenn ich nicht persönlich, aber twittere ich" ist das neue Nichtkennenlernen.

Interview mit Meedia. Pfirsichsaft. Internetcafe, wegen scheinbar wichtiger beruflicher Nachricht, díe sich als belanglos herausstellt. Sonne. Hamburg ist noch immer nicht schöner. Wir passen einfach nicht zusammen.

Morgen um diese Zeit: Arco. Italien. Offen. Ach ja. Hamburg kargt am Worte.

Mittwoch, 1. April 2009, 18:07, von donalphons | |comment

 
In Hamburg war heute ja wohl ein wirklich schöner Tag, Sonne, blauer Himmel, kein Vergleich zum Grau von gestern. Ich wollte heute eigentlich hin, mußte dann aber bloggen arbeiten, dabei schienen mir einige interessante Programmpunkte dabei zu sein. Na ja, umgesetzt wird davon eh nix.

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Es war ein reichlich gemischtes Publikum, aber soweit ich dort war, einigermassen normal von den Themen her. Kluig, aber nicht allzu extrem fortschrittlich, was ja gar nicht so schlecht ist. Es ist ein wenig schade, dass ich gleich wieder zurück muss, den Peichl hätte ich wirklich zu gerne gesehen.

Und überhaupt frage ich mich, wann Medien mal ihre eigene Mottenkiste durchwühlen und Konzepte von früher in die Jetztzeit holen.

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Vielleicht solltest du bei deinem nächsten Hamburg-Besuch (vorzugsweise im Hochsommer) einen Abstecher nach Rothenburgsort (altes Arbeiterviertel) machen, vorzugsweise am Wasser - oder gar dir ein Fahrrad leihen und die durchaus sensationelle Strecke von Billstedt nach Bergedorf durchradeln. Mit anderen Worten: Hamburg hat auch schöne Ecken, und zwar auch genau dort, wo diese von den Hamburgern nicht erwartet werden.

Und überhaupt: Hast du schon mal einen morbid-schönen Spaziergang in den frühen Morgenstunden in St. Pauli gemacht? Oder auch nur, bei guten Wetter, einen Rundgang um die Alster, wo dir ganz beiläufig die typischen Hamburger begegnen? Oder wie wäre es mit einem Heimspiel von St. Pauli mit anschließenden Rundgang in den örtrlichen Lokalitäten? Oder einfach mal den Michel hoch, ein Orgelkonzert lauschen und anschließend ins portugisische Viertel lecker frühstücken? Wie wärs mit Fischmarkt sonntags in der Frühe?

Okay, alles das muss man nicht - Hamburg kann auch ziemlich hässlich sein, sogar mit Leichtigkeit. Allein schon die Figuren in der Hamburger Bürgerschaft... und dann der Rest! Aber, nun, jede Großstadt ist hässlich (jede!), wenn man ihre schönen Ecken nicht kennt bzw. sich dafür Zeit nimmt.

(nun, und schlimmer und langweiliger als I-Stadt ist HH dann wohl doch nicht... ,-) )

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Don, das klingt so, als wärst du im Schanzen- oder Caroviertel gewesen oder irgendwo in Eimsbeutel versackt. Das war noch nie eine schöne Erfahrung, seit diese Werbefredln da verstärkt abhängen und sich cool finden.
Ansonsten kann ich mich dr.dean anschliessen - und vielleicht als Kontrast noch Blankenese empfehlen, das Treppenviertel. Aparte Vergleiche zum Tegernsee wären möglich, und vermutlich auch ganz witzig, wenn Du sie anstelltest.
Aber wird wohl eher ein anderes Mal, wenn überhaupt - wie war das, Rom wartet?

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Norden, keine Berge,Leute, die eine andere Sprache sprechen und obendrein auch noch leicht unterkuehlt sind - das wird nichts, bei allem Verstàendnis.

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Endlich...
...schreibt mal jemand, dass Hamburg einfach hässlich ist, während mir meist nach Hamburg Zugezogene stets erklären wollen, wie toll doch die Stadt sei. (Hässlich ist Frankfurt, worüber Frau Diener schrieb, allerdings auch. Aber das nur nebenbei. ) Nach Hamburg könnte ich noch zehn Mal fahren und mich nicht dafür erwärmen. Irgendwie bietet sich dort keine Wohlfühl-Atmosphäre, aber die verliert sich bei mir ohnehin, je weiter nördlich ich reise. Wahrscheinlich sind zu Ende gedacht an allem die Protestanten schuld ;-)

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tsetsetse...es ist der alte städte-hass: nord vs. süd, ost vs. west-die achsen des bösen in deutschland und keiner mag den anderen...gott-sei-dank lebe ich auf ner insel und bin ausser konkurrenz doof.

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nach bergedorf mit dem fahrrad ist tatsächlich gut. es gibt auch hier und da kurioses wie ein hotel an der binnenalster, in dem ich einmal im stammzimmer von der klimbimtante da übenachtet habe - ingrid steeger oder so ähnlich. das war sehr erbärmlich, und das frühstück war schlecht.

was mich in hamburg immer schon deprimiert hat, ist die ausdrucksvolle seelische kühle, die von den bewohnern ausgeht. man muss sich gegenseitig ungefähr dreißig mal zum essen einladen, bevor man sich das "du" anbietet. und angelächelt wird man beim einkaufen nur, wenn man zufällig ein kostüm anhat. und dann auch wieder bloß nur von den falschen.

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München blieb nicht grau. nur der Vollständigkeit halber.

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Am Abend flog ich durch eine Wolkenschicht nach unten. Ich habe einfach Pech. Am See ist es heute sehr grau.

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Sonnenschein.

aber ihr fahrt doch eh heute Richtung Italien.

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Da regnet es gerade.

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Mal wieder was aus der Rubrik "Alle in einen Sack"
Als Hintergrundmusik empfiehlt sich das diabolische Lachen von Dr. Evil:

http://market-ticker.denninger.net/archives/921-GM-Bankrupt,-UNLESS.....html

Auch das ein Thema (CDS-Counterparty/AIG-Play), das in den deutschen Medien nicht auftaucht.

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München die glücklichste Stadtschöpfung Deutschlands
In München ist endlich Frühling. Das erste Mal verlängerte Mittagspause bei 20 Grad im Schatten! Schmetterlinge, Vögelgezwitscher, Knospen. Und es soll so weitergehen.

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Hach, von wegen!
In Hamburg knospete es heute viel stärker, ja sogar der Flügelschlag der Schmetterlinge und Libellen war lauter als in München, was natürlich auch ein wenig mit der Hamburger Wortkarge zu tun hat, wodurch Naturgeräusche einfach besser zur Geltung kommen. Ja, es blühte, die Frauen waren hübscher anzusehen, sogar Norddeutschen hexte die helle Frühlingswärme freundliche Gesichtszüge herbei, und die Tulpenstiele wuchsen sichtbar und wurden somit länger.

So war das heute.

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@ Loreley: Das haben wir im Rhein-Main-Gebiet auch - aber nicht erst seit heute.

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Wie sagt Don immer: A Guater hält's aus und um en Schlechten is net schaad
Zugegeben, es war ein langer und harter Winter, aber man hat ihn überlebt. Für Skifahrer und Rodler sicher schön. Ein paar Föhntage dazwischen. Märzwinter. Ein neues Wort, das ich dieses Jahr gelernt habe.

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naja, dass ein morbider spaziergang in st. pauli am morgen nicht jedermanns sache ist kann ich nachvollziehn...

ist hamburg denn nun hässlich und verschmiert oder hässlich weil verschmiert? denn verschmiert ist es allerdings vielerorts, das lässt sich kaum leugnen... ansonsten fühl ich mich da aber recht wohl muss ich gestehn (und die letzten 3 tage waren wunderschön!)

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