: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 23. Juli 2009

Vorsatz und Ergebnis

Ich dachte, es könnte mal ganz spannend sein, einfach mal einen Tag mitzuschreiben, an dem ich ziemlich genau das tue, was mir Reiche aus der Nachbarschaft so raten, weil das Wetter nicht so gut ist, wie etwa heute.



Heute war es ganz famos, im Gegensatz zu dem, was ich tat.



Denn inzwischen habe ich es niedergeschrieben und denke, dass es keine so arg tolle Idee war. Es klingt alles so hohl, in der FAZ.

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Empfehlung heute - Nachdem hier alles so schön ist,

und folglich auch nicht bemerkenswert - ich warte, gehe an den Strand und auf Berge, blogge ein wenig und liege viel auf meinem Liegestuhl, was dem Geschichtenerzählen nicht zuträglich ist - möchte ich auf drei eklige Dinge verweisen:

1. Modeste und die eklige Friteuse eines Mitbewohners

2. 50hz und eklige Kinderspielereien eines Bratzen namens Vodafail

3. FT Alphaville über den ekligen Umstand, dass das schöne Italien wegen der Staatsschulden bald aus der Eurozone ausscheiden dürfte, was gut für den Immobilienerwerb wäre, würde man unter einem Schleimbatzen wie Berlusconi und seinem braunen Regime leben wollen.

Und nun zur Frage des Tages: Käsesahne oder Preiselbeerkuchen?

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Italienische Grüsse

Das Warten geht weiter, die Gutachten dauern, die Anwälte sind verstimmt und daheim wartet eigentlich nichts auf mich. Na dann.



Ich kann auch hier arbeiten. Solange noch was im Kühlschrank ist.

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In die Idylle meines Lebens hinein

habe ich auch etwas über die Hässlichkeit von Vodafone und deren Helferlein geschrieben.

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Dienstag, 21. Juli 2009

Das gute Leben.

Ich trage eine weisse Hose, zweifarbige Schuhe aus Leinen und Leder aus Italien, passend zweifargige Burberry-Socken, und ein blauweiss gestreiftes Hemd mit Button-Down-Kragen. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, aber nicht wirklich heiss. Ich lese ein gutes Buch mit dem Titel "Aus grossem Hause". Ich sitze auf einem weissgrün gestreiften Liegestuhl und blicke in die Berge.



Mir fällt wieder ein, wie es früher war, als ich sehr jung, etwas dumm und auch schon bar aller finanzieller Sorgen war. Ich habe damals weniger nachgedacht. Das war keine schlechte Zeit, alles in allem. Nachbars Katze läuft vorbei, und ich schenke einen Tee nach. Vielleicht fahre ich morgen nach Innsbruck.

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Bergseedrama

oder warum ich heute morgen am See lag. Es fing ganz harmlos an: Eine Kanne Tee, eine Torte, ein wenig Ärger und Verwunderung über die Schamlosigkeit, mit der ein Adnation-Blogger versucht, den Druck von der ihm Geld bringenden Vodafone-Kampagne zu nehmen - so tief ist der Niggemeier gefallen - ansonsten war es diemal nicht meine Sache, ich kann nichts dafür, ich habe niemanden gezwungen, etwas zu schreiben, zu twittern oder sich sonstwie zu beteiligen. Ich hatte gestern einen schönen, sauberen Urlaubstag, bis in die Nacht.



Bis heute morgen. Ich wachte spät auf - man schläft in der Bergluft ganz famos - setzte den Tee auf, beschloss, auf das Frühstück angesichts der Hitze zu verzichten, höchstens ein paar Johannisbeeren, und ein wenig Ricotta, nahm mein Buch, ging auf die Terrasse - und wurde mit Jesolo zu Ferragosto konfrontiert: Mein Liegestuhl wurde mir dreist von einem Frühaufsteher entwendet!



Dergestalt übertölpelt und ausgeliegestuhlt, verzichtete ich auf einen Konflikt, nahm meinen Picnickorb, wandte ich meine Schritte zum See, quälte mich durch wandertagende Schulklassen und fand es auch nicht so schlecht, zumal ich gute Lektüre dabei hatte.



Trotzdem, das Benehmen der Leute am Tegernsee, das lässt schon zu wünschen übrig. Klauen die einfach meinen Liegestuhl. Ts. Dreist wie ein Bloggerkoofmich.

Ansonsten: Bei Andrea Diener finden sich scharfsichtige beobachtungen auf die Gardinen der Deutschen.

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Montag, 20. Juli 2009

Es ist ja nicht so,

dass ich gegenüber meiner Klasse unkritisch wäre - aber es gibt Tage, da bin ich froh, dass es so ist, wie es ist. Gestern etwa kam ein Kommentar zum Thema digitale Elite vs sterbende Analogelite, bei dem ich nicht umhin konnte, eine umfassende Antwort zu geben.



In der FAZ. Jetzt geht es mir besser.

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Licht und Schatten

Es kommt nicht oft vor, dass man explizit aufgefordert wird, in einer Urlaubsregion zu bleiben, und jemand anderes übernimmt die Kosten. Diesmal aber ist es so. Der Anlass ist nur mässig erbaulich, ich sitze hier rum, kaufe Brötchen, gehe zum See und warte, dass sich etwas tut.



Und es tut sich natürlich nichts. Vorgänge müssen bewertet werden, Entscheidungen fallen erst, wenn jemand wieder im Haus ist, jemand will in einem hoffnungslosen Aspekt nochmal mit einem Anwalt reden, und all das wegen ein paar tausend Euro. Ein Klacks in diesem Geschäft. Aber ao warte ich eben, stehe auf der Brücke und sehe die Mädchen in der Sonne und die Rentner im Schatten. ab und zu hebt sich ein nacktes Bein, und eine faule Katze geht ein paar Schritte.



Man sagt mir allerorten, ich solle auch bleiben, weil es im Flachland schon wieder stickigt schwül ist; hier hingegen ist es gerade so warm, dass man angenehm in der Sonne braten kann. Es geht ein leichter Wind, niemand ruft an. in München sollte in einem Hochhaus etwas geschehen, mir kann es egal sein, wenn nicht - ich habe Zeit. Man leistet sich das einfach. Am Nettesten fand ich den Mann, der mir die nötigen Mittel direkt an den See, vor meine Haustür brachte: Sollte es länger dauern, soll ich einfach anrufen, ich könnte es auch noch eine Woche behalten, kein Problem.



Ich liege also in der Sonne, kämpfe mit der Versuchung, etwas indiskreter zu sein, und auf dem Klimaweg kommen noch mehr nackte Beine vorbei, junge und alte, und ich esse Johannesbeerquark, und trinke verdünnten Apfelsaft. Zwei ungelesene Bücher habe ich noch. Firma zahlt. Man dankt.

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Empfehlung heute - Der Vorstand von Vodafail spricht!

Und zwar in einem Blog! Jetzt gehören sie wirklich dazu.

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Montag, 20. Juli 2009

Tegernseer neueste Nachrichten

Es war schön am See. Kein Grund zum klagen. Nach einer Woche stellt sich dieses diskrete "Ferien für immer"-Gefühl ein.



Manchmal, um mich aufzuziehen, sagt meine Mutter, wir könnten ausser der Wohnung am Tegernsee alles in Deutschland verkaufen und dann eine grosse Villa am Gardasee und eine zweite auf Teneriffa kaufen. Es gibt hier Bekannte, die das so machen, Sommer am Mittelmeer, Winter in den Bergen, und wenn sie genug Schnee gesehen haben, fliegen sie zurück und setzten sich auf ihr Boot. Und obwohl es etwas für sich hätte: Ich hänge an dem, was hier ist. Heute war ich auf der wolkenumtosten Neureuth, und als ich oben auf der Alm ankam, fegte ein Finger aus Licht über den See und lief direkt in mich hinein, begleitete mich auf den Gipfel und - manchmal muss ich hysterisch lachen, wenn dort unten der See liegt, ganz hinten die wieder schneebedeckten Gipfel emporragen und die Sonne diese Spielchen treibt. Es ist nicht nur schön oder romantisch; manchmal ist es schwer zu ertragen, so atemberaubend kann die Landschaft hier sein, wenn man spät geht und oben ganz allein ist. Es ist zu viel, es ist zu dick aufgetragen, die seidige Luft und der Blick, die Einsamkeit und die Erfüllung.



Und trotzdem, als ich dann unten am See war und die Sonne mit einem weiteren grandiosen Spektakel verschwand - wollte ich heim. Zurück in die kleine, dumme Stadt an der Donau, zurück in mein Haus, denn man verblödet hier etwas, man verliert den Kontakt zur Realität und zur Aussenwelt, man verliert das Interesse an der Politik und der Wirtschaft, man kommt nur auf dumme Gedanken. Man kann nicht einfach abhauen. Und vermutlich würde ich das auch gar nicht wollen, selbst wenn ich könnte. Und so



werde ich morgen also nicht nach Meran fahren und auch nicht nach Sterzing, nicht in die Schweiz und auch nicht nach Innsbruck. Sondern heim. Jetzt, da es wieder schön wird und die Touristen sich am See zusammenrotten. Vielleicht komme ich Mitte der Woche wieder. Aber erst mal - reicht es mit dieser süssen, klebrigen Falle.

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Ich mochte Amazon noch nie.

Ich mag auch keine eBooks.

Und insofern überrascht es mich absolut nicht, wenn Amazon inzwischen wieder mit digitalen Bücherverbrennungen auf eBooks vorstellig wird. Dagegen muss man natürlich was sagen. In der FAZ.

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Sonntag, 19. Juli 2009

Zu viel der Ehre

Ach, was heisst schon Stalingrad... bitte um Mässigung... passt auch historisch nicht... Vodafone, Lobo, Adnation und Scholz & Friends kamen ja noch nicht mal aus der Latrine, als sie eingedeckt wurden... es waren doch nur ein paar Staubsaugervertreter im Vorgarten, die mit Benno Bekanntschaft gemacht haben und dann bei der Flucht in die Rechen und Minenfelder gelaufen sind... da musste man eigentlich gar nichts tun... ich sage das ja immer, wenn es um die Figuren aus der New Economy geht: Traue nie einem Typen, der eine Firma vor die Wand gesetzt hat

Nie. Egal ob er seine Webagentur, sein Co-Shoppingangebot oder seine E-Learning-Klitsche ist.

Jedenfalls: Ein guter Beitrag mit viel Hintergrundinformationen. Zur ersten Runde. Wäre ich Vodafone, würde ich die Kampagne noch heute abblasen.

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Photographiere beizeiten,

dann hast Du in der Not, wenn sich bei satten 7 Grad Aussentemperatur eine Welle aus Blech und Norddeutschen in Richtung Schneematsch auf denösterreichischen Strassen wälzt.



Denn vor zwei Tagen, als sie packten, war hier noch schönstes Badewetter. Heute ist es sogar mit Decke draussen zu kalt.

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Freitag, 17. Juli 2009

Es gibt ein neues Blog bei der FAZ

Und zwar ist es so: Letztes Jahr auf der Buchmesse schrieb Andrea Diener schon das Buchmessenblog der FAZ. Nachdem sie bekanntlich meine Reisepartnerin mit quasi unbegrenzter Kulturerduldungsbereitschaft ist (und ich zum Erklären und Dozieren neige), begleitete sie mich auch auf meiner Romreise, wo sie mein Blog bei der FAZ gleichberechtigt befüllte.

Und nun ist die FAZ so freundlich, beim Ausbau des Blogangebotes weiterhin auf Qualität zu setzen, und hat Andrea engagiert, über "Ding und Dinglichkeit" zu schreiben; ein scheinbar harmloses Projekt, wie alle Dinge harmlos sind, solange sie nicht in Menschenhand geraten. Aber wehe, wenn der Koch zum Spaten und Andrea in die Tasten greift. Lesen Sie! Amüsieren Sie sich! Kommentieren Sie! Es wird Ihr Schaden nicht sein.

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Donnerstag, 16. Juli 2009

Ein perfekter Sommertag in den Bergen

war es heute beileibe nicht. Ich könnte viel erzählen; zum Beispiel, dass ich nur ein paar Mal in meinem Leben wirklich in den ganz tiefen Dialekt gefallen bin, und heute war so ein Tag. Meine Eltern, die glauben, ich wäre viel zu sanft und konfliktscheu, waren entsetzt, was ich an grossmütterlichem Wortschatz bei einer Pseudobehörde vortragen kann. Und zwar so laut, dass man es durch die Gangtür und die Terrassentür in den Garten hört. Ich war auf 180. Ich war gaach. Ich war so, wie ich noch nicht mal im Blog bin, wenn ich sauer bin. "Plean wiara Jochgeia", schreien wie ein Jochgeier, nennen wir das im schönen Bayernland.

Es wird dereinst davon berichten sein, da der Anlass für mein hier geschildertes Dasein nicht ganz irrelevant ist, und weil es sich dann alles in das Wohlgefallen aufgelöst hat, ohne das ich zum Metzger mim Hackl geworden wäre. Morgen noch ein Gespräch mit jemandem in München, und dann ist alles erst mal gut. Hoffe ich. Für die. Wie auch immer: Ich kann zumindest sagen, dass jenseits dieses Ereignisses, einer durchwachten Nacht und ein paar verbliebenen Kopfschmerzen der Tag absolut schön und angenehm war. Und ich habe auch Bilder.

Der Weg zum Bäcker.



Die Silberdistel.



Die Zufriedenen.



Das Goldauge.



Sie bringen das Heu ein.



Johannisbeerquark am Abend eines heissen Tages



Und den Haken, den das alles hier heute hatte, ziehe ich heraus, und lächle lieber über die Haken in ander Leut schwärenden Wunden. Das Leben ist gross.

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Mittwoch, 15. Juli 2009

Das Familienfest ist vorbei!

Und ich arbeite wieder für die FAZ.

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Johnny Haeuchler durch die Geschichte

Zur Contergan-Werbung in seiner Anti-Wiederaufrüstungsbroschüre 1962:

"und letztendlich hat Contergan hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Dow Chemical-Werbung (Agent Orange) in seinem Vietnam-Demoaufruf 1970:

"und letztendlich hat Dow Chemical hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Höchst-Chemie-Werbung in seinem Frankfurter Ökoblatt 1977:

"und letztendlich hat Höchst hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Eurocopter-Werbung in seinem gegenüber Franz-Josef Strauss kritischen Stadtzeitung 1985:

"und letztendlich hat Eurocopter hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Siemens-Werbung in seiner Anti-Atom-Broschüre von 1994:

"und letztendlich hat Siemens hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Werbung der Bankgesellschaft Berlin 2001 in seinem sozialistischen Online-Mag 2001:

"und letztendlich hat die Bankgesellschaft hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur Jamba-Werbung auf seinem Blog Spreeblick 2004:

"und letztendlich hat Jamba hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Zur RIAA-Werbung in seinem Blognetzwerk 2006:

"und letztendlich hat die Plattenindustrie hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

Und schliesslich zu Vodafone-Werbung auf Spreeblick - jener Plattform, die über seine-Gründung Adnation (zusammen mit Vodafone Testimonial Sascha Lobo) in Sachen Werbung vermarktet wird, etwa an Scholz & Friends, wo Nico Lumma, seinerseits Geschäftspartner bei Adnation, als wichtiger Mitarbeiter die Vodafone-Kampagne betreut, im Jahre 2009:

"und letztendlich hat Vodafone hier Banner gebucht, mehr nicht. [...] Ich muss mit der politischen Haltung von hier werbenden Unternehmen nicht übereinstimmen"

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Beim Frühstück,

und jetzt geht es erst mal nach Benediktbeuren.



Mittagessen. Örps.

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Nur die Kühe, ich und ihr alle da draussen

könnt diese blaurosa Abendstimmung von einer Alm auf 1100 Meter mit Blick über den See nach Bad Wiessee und das Mangfallgebirge geniessen.



Stellt euch dazu leise Kuhglocken vor, die frische Bergluft und eine Viertel Stunde Zeit, bevor es an den Abstieg geht.

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