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Sonntag, 27. September 2009
Verschwende in der Zeit
dann hast Du gute Sachen in der Not. Immerhin: Flohmärkte bleiben wohl erst mal mehrwertsteuererhöhungsfrei, und dorthin kann ich auch auf Landstrassen fahren. Ausserdem muss ich mir nur begrenzt sorgen machen: Die pissegelbe Einfärbung der deutschen Politik trifft vermutlich viele, aber mich eher nicht, dazu bin ich nicht im betroffen werdenden Teil der Bevölkerung. Insofern:

Eine Alabasterschale mit Weinlaub und Delphinfüssen, so um 1830 herum entstanden? Prima, nehme ich gerade jetzt zur Weinernste am Haus gerne, kann ich bestens brauchen. Wollte ich schon immer, war gar nicht so teuer. Ich habe einen feinen Katalog über die Tischkultur römischer Kardinäle, da ist etwas ganz ähnliches abgebildet.
Oder eine Totenmesse von 1774, wunderbar in Augsburg gedruckt, mit Noten und Kupfern: Warum nicht, das Leben der anderen kann ja auch reichlich kurz sein, wenn man zwar nicht an den Kosten der Ärzte, sehr wohl aber an den tatsächlichen Ausgaben für die Gesundheit der Patienten spart. Oder Rente ab 70 einführt. Oder gleich fastgesamtgesellschaftliche Sklaverei für die Raubbanken und Finanziers der Liberalalas.
Und dann war da noch ein grausiger Fund; ein mittig durchnittenes Christuskind mit Lamm - aber eine sehr feine Arbeit. Wie es immer so ist: Das steht stundenlang unbeachtet am Boden, aber sobald es jemand über den Markt trägt, kommen die Kundigen aus den Löchern und fragen, wieviel und woher und aber hallo und geben einem die Adressen von Restauratoren - könnte man machen, aber eigentlich habe ich es gekauft, weil es zerschnitten wurde. Erst das macht für mich den Reiz aus: Die Kunst und der Hass, der jemanden dazu bringt, so etwas zu zerstören. Glaubenseifer? Dazu ist es eigentlich zu jung, in der 2. Hälfte des 17. jahrhunderts hat man das nicht mehr getan. Okkultisten, Satanisten? Wenn ja: Ein Dreck gegen die Verhehrungen der Sekte der Hirnfreien, die in dieer Lage auch noch FDP und CDU wählen. Spielende Kinder? Die Anmutung jedenfalls ist schaudrig-schön, und es findet sich sicher ein Platzerl. Vielleicht bringen die nächsten Jahre auch Anlässe, eine satanistische Kapelle einzurichten. Wenn schon die Aufklärung versagt.
Ansonsten habe ich mir wiedergeholt, was mir diese elende Ärztepartei vielleicht doch wegnehmen wird: In einer Kiste waren vier Ukiyo-e. Pfaffenhofen ist angesichts des Unwissens der Händler immer ein guter Platz für Asiatika, aber hier waren die Holzschnitte nicht nur bestens gerahmt, sondern auch mit Aufschriften versehen: Kaufdatum von 1976, Herkunft eine bekannte Galerie in Wiesbaden, der damals schon hohe Preis und, für Nichtswisser die Information, dass es Exemplare von Hokusais 36 Ansichten des Fuji sind (was man eigentlich auch so wissen müsste, als halbwegs gebildeter Kunsthistoriker). Stammen aus einem aufgelösten Ärztehaushalt, meinte der Verkäufer. Kosten 5 Euro das Stück. Was mich heute schlagartig zum Besserverdiener machte.
Das kann mir keiner mehr nehmen. Angesichts eines Raubstaatsregimes im Besitz von Raubbanken keine schlechte Sache, würde ich meinen.

Eine Alabasterschale mit Weinlaub und Delphinfüssen, so um 1830 herum entstanden? Prima, nehme ich gerade jetzt zur Weinernste am Haus gerne, kann ich bestens brauchen. Wollte ich schon immer, war gar nicht so teuer. Ich habe einen feinen Katalog über die Tischkultur römischer Kardinäle, da ist etwas ganz ähnliches abgebildet.
Oder eine Totenmesse von 1774, wunderbar in Augsburg gedruckt, mit Noten und Kupfern: Warum nicht, das Leben der anderen kann ja auch reichlich kurz sein, wenn man zwar nicht an den Kosten der Ärzte, sehr wohl aber an den tatsächlichen Ausgaben für die Gesundheit der Patienten spart. Oder Rente ab 70 einführt. Oder gleich fastgesamtgesellschaftliche Sklaverei für die Raubbanken und Finanziers der Liberalalas.
Und dann war da noch ein grausiger Fund; ein mittig durchnittenes Christuskind mit Lamm - aber eine sehr feine Arbeit. Wie es immer so ist: Das steht stundenlang unbeachtet am Boden, aber sobald es jemand über den Markt trägt, kommen die Kundigen aus den Löchern und fragen, wieviel und woher und aber hallo und geben einem die Adressen von Restauratoren - könnte man machen, aber eigentlich habe ich es gekauft, weil es zerschnitten wurde. Erst das macht für mich den Reiz aus: Die Kunst und der Hass, der jemanden dazu bringt, so etwas zu zerstören. Glaubenseifer? Dazu ist es eigentlich zu jung, in der 2. Hälfte des 17. jahrhunderts hat man das nicht mehr getan. Okkultisten, Satanisten? Wenn ja: Ein Dreck gegen die Verhehrungen der Sekte der Hirnfreien, die in dieer Lage auch noch FDP und CDU wählen. Spielende Kinder? Die Anmutung jedenfalls ist schaudrig-schön, und es findet sich sicher ein Platzerl. Vielleicht bringen die nächsten Jahre auch Anlässe, eine satanistische Kapelle einzurichten. Wenn schon die Aufklärung versagt.
Ansonsten habe ich mir wiedergeholt, was mir diese elende Ärztepartei vielleicht doch wegnehmen wird: In einer Kiste waren vier Ukiyo-e. Pfaffenhofen ist angesichts des Unwissens der Händler immer ein guter Platz für Asiatika, aber hier waren die Holzschnitte nicht nur bestens gerahmt, sondern auch mit Aufschriften versehen: Kaufdatum von 1976, Herkunft eine bekannte Galerie in Wiesbaden, der damals schon hohe Preis und, für Nichtswisser die Information, dass es Exemplare von Hokusais 36 Ansichten des Fuji sind (was man eigentlich auch so wissen müsste, als halbwegs gebildeter Kunsthistoriker). Stammen aus einem aufgelösten Ärztehaushalt, meinte der Verkäufer. Kosten 5 Euro das Stück. Was mich heute schlagartig zum Besserverdiener machte.
Das kann mir keiner mehr nehmen. Angesichts eines Raubstaatsregimes im Besitz von Raubbanken keine schlechte Sache, würde ich meinen.
donalphons, 23:43h
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Empfehlung heute - Ackermanns Leibeigene
Als ob es schin nicht lausig genug wäre, eventuell ab heute Abend von einem durchgehend homogenen Haufen Nieten, Arschkriechern und Dauergrinsern regiert zu werden - nein, der Typ, dessen Firme ihre Wahlkampfrechnung bezahlt, hat auch gleich noch was für deren Koalitionsverhakndlung beizutragen, wenn man die grosse Volksverdummungsnummer nicht mehr braucht.
donalphons, 17:43h
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Zurück am See.
Sehr nett hiet, heute. Zwetschgendatschiorgie. Morgen dann die Wahl. Rückreise ungewiss.

Wenn es heute schlecht ausgeht, kommt sicher wieder der Moment, an dem ich mir denke: Nach Südtirol wäre jetzt auch nicht schlcht.

Wenn es heute schlecht ausgeht, kommt sicher wieder der Moment, an dem ich mir denke: Nach Südtirol wäre jetzt auch nicht schlcht.
donalphons, 04:41h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 26. September 2009
Empfehlung heute - Das ist kein Wahlaufruf
Aber ich denke, dass jeder, der noch ein wenig Hirn hat, nach diesem Anschlagsversuch auf die Verfassung aus dem Hause Schäuble verdammt nochmal seiner staatsbürgerlichen Pflicht nachkommen sollte und dafür sorgen, dass dieses Gesocks des Überwachungsstaates genauso wie ihre wachsweichen Steigbügelhalter in Deutschland keine Chance hat. Nicht wählen ist da wie nicht die Polizei rufen, wenn jemand von Hools zusammengeschlagen wird, es ist wie Wegschauen beim Naziaufmarsch.
donalphons, 11:55h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 25. September 2009
Produkttest nach 75 Jahren
Es ist ja nicht so, dass ich hier gerne Kaufempfehlungen abgebe - zu hoch ist die Gefahr, dass meine Vorstellungen nicht denen anderen Menschen entsprechen. Ausserdem sollten Tests kein Wischiwaschi sein, sondern die Dinge an den Rand der Zerstörung bringen. Erst dann weiss man, ob sie gut sind und den Test der Zeit bestehen.

Auf meiner Reise durch Italien hatte ich das Vergnügen, auf dem Gepäckträger einen historischen Koffer der besten Kategorie durch viele Wetterzonen und 1300 Kilometer zu fahren. Volles Risiko für Material und Mensch. Die schlechte Nachricht: Man kann meinen Koffer nicht kaufen. Die gute Nachricht: Ich habe darüber einen netten Beitrag in der FAZ geschrieben.

Auf meiner Reise durch Italien hatte ich das Vergnügen, auf dem Gepäckträger einen historischen Koffer der besten Kategorie durch viele Wetterzonen und 1300 Kilometer zu fahren. Volles Risiko für Material und Mensch. Die schlechte Nachricht: Man kann meinen Koffer nicht kaufen. Die gute Nachricht: Ich habe darüber einen netten Beitrag in der FAZ geschrieben.
donalphons, 14:39h
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Schlechte Laune
Sie putzt sich, fühlt das Sommerfell verschwinden und wird erkennbar unwillig.

Ja, immer, wenn sie so in den Garten schaut, weiss man: es dauert nicht mehr lang.

Ja, immer, wenn sie so in den Garten schaut, weiss man: es dauert nicht mehr lang.
donalphons, 14:30h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 25. September 2009
Vielleicht ist es nicht dumm, nicht zu können
Prinzipiell halte ich Politiker nicht für dumm. Gerade, wenn es um den Machterhalt geht. Und daher halte ich es nicht für ausgemacht, dass es keine Obamastrategie im Internet für die Bundestagswahl gibt, weil sie es nicht könnten. Ich halte es für überlegenswert, dass sie es aus durchaus nachvollziehbaren Gründen einfach nicht wollen, von Westerwelle, der dafür aber zu schleimig ist, und dem Springerkonzern, dem es dafür an Hirn ebenso mangelt, wie er Poschardt und Dieckmann hat, mal abgesehen.

Denn Obama ist erkennbar auf dem absteigenden Ast. Der angebliche Held lässt gerade in Pittsburg Demonstranten mit Tränengas auseinandertreiben, um ungestört nach eigenen Angaben vorstellen zu können, wie weit man sich inzwischen aus der Krise herausgearbeitet habe (meines Erachtens hat man das Problem von den Bank- zu den Staatsbilanzen verschoben und aufgrund der bankkosten nochmal vergrössert, während alle Probleme von der Verbriefung über die Reglementierung bis zu den Konsumenten und Hauskrediten zumindest weiter bestehen). Obama hat die Gesundheitsreform in den USA wieder weitgehend von der Agenda und aus der öffentlichen Debatte genommen - das war ein zentrales Wahlversprechen. Statt sich von der vollversagenden Republikanerkreatur Bernanke zu trennen, erlaubt ihm Obama, weiter die Staatsfinanzen mit einem enormen Geldmengenwachstum zu ruinieren. Und der neueste Beweis dafür, dass "Change" und "Hope" auch nur Phrasen waren, wird bei der Frage sichtbar, ob Banken in Zukunft weiterhin ihre Kreditnehmer austricksen dürfen - sie dürfen natürlich.
Die ganze Messiasshow des Wahlkampfes hat nicht mehr als ein paar nette Reden und extrem fragwürdige Resultate hervorgebracht. Man muss kein Hellseher sein um zu erkennen, dass der Schwung, der Obama ins Amt brachte, inzwischen abgeebbt ist und ausgerechnet den Republikanern wieder auf die Beine hilft. Obama ist ein höchst abschreckendes Beispiel für das, was geschieht, wenn man vollkommen überzogene Hoffnungen auf einen Erlöser weckt, eine ganze Generation für sich entdeckt und anschliessend diese Leute vor den Kopf stösst. Obama ist sowas wie der verbriefte und mit AAA-Rating versehene Subprimekredit der amerikanischen Politik. Entsprechend begrenzt ist inzwischen die Bildchenschunkelei mit dem Präsidenten zu beobachten.

Die übertriebene Selbststilisierung kann in Amerika noch gehen, wo man nur die Wahl zwischen zwei Übeln hat und die Kandidaten auf Teufel komm raus gezwungen ist, Wahlkampfspenden zu sammeln. In Deutschland, wo es zu jeder politischen Richtung mindestens zwei Alternativen gibt und im Kern das Kreuzerl an der richtigen Stelle reicht, würde man eher Gefahr laufen, vergrätzte Wähler zu hoch motivierten Anhängern anderer Kräfte zu machen. Zumal es bei dieser Runde ohnehin nicht ohne sofortigen Wahlbetrug von welcher Partei auch immer gehen wird. Das Wecken vollkommen überzogener Hoffnungen würde da nur schaden; entsprechend wachsweich und nichtssagend sind auch die Parolen.
Und so wichtig ist das Internet nun auch nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu 2005 war diesmal erheblich weniger im Netz los, und die diversen Ideen, die im Angebot waren, wollte niemand haben. Die grosse "Blogger bringen Jungwählern die Politik nahe"-Plattform hat es ebensowenig gegeben wie die brillianten "Lass Dir von Twitter sagen wie Du Deine Politik machen musst"-Geschäftsmodelle. Man hätte massenhaft Leute kaufen können - es geschah nicht. Wahlen werden nichtg mit 10000 Freunden beim sozialen Netzwerk entschieden, sondern mit Millionen Wählern. Dieses Argument wird niemanden abhalten, am Sonntag nach der Wahl den Verlierern einzureden, es hätte mit einer Obamakampagne besser laufen können. Aber ich denke, die Parteien wussten schon, warum sie den Schwerpunkt nicht bei den überhypten Grossmäulern gesetzt und sich vielleicht noch von denen abgeängig gemacht haben.

Denn Obama ist erkennbar auf dem absteigenden Ast. Der angebliche Held lässt gerade in Pittsburg Demonstranten mit Tränengas auseinandertreiben, um ungestört nach eigenen Angaben vorstellen zu können, wie weit man sich inzwischen aus der Krise herausgearbeitet habe (meines Erachtens hat man das Problem von den Bank- zu den Staatsbilanzen verschoben und aufgrund der bankkosten nochmal vergrössert, während alle Probleme von der Verbriefung über die Reglementierung bis zu den Konsumenten und Hauskrediten zumindest weiter bestehen). Obama hat die Gesundheitsreform in den USA wieder weitgehend von der Agenda und aus der öffentlichen Debatte genommen - das war ein zentrales Wahlversprechen. Statt sich von der vollversagenden Republikanerkreatur Bernanke zu trennen, erlaubt ihm Obama, weiter die Staatsfinanzen mit einem enormen Geldmengenwachstum zu ruinieren. Und der neueste Beweis dafür, dass "Change" und "Hope" auch nur Phrasen waren, wird bei der Frage sichtbar, ob Banken in Zukunft weiterhin ihre Kreditnehmer austricksen dürfen - sie dürfen natürlich.
Die ganze Messiasshow des Wahlkampfes hat nicht mehr als ein paar nette Reden und extrem fragwürdige Resultate hervorgebracht. Man muss kein Hellseher sein um zu erkennen, dass der Schwung, der Obama ins Amt brachte, inzwischen abgeebbt ist und ausgerechnet den Republikanern wieder auf die Beine hilft. Obama ist ein höchst abschreckendes Beispiel für das, was geschieht, wenn man vollkommen überzogene Hoffnungen auf einen Erlöser weckt, eine ganze Generation für sich entdeckt und anschliessend diese Leute vor den Kopf stösst. Obama ist sowas wie der verbriefte und mit AAA-Rating versehene Subprimekredit der amerikanischen Politik. Entsprechend begrenzt ist inzwischen die Bildchenschunkelei mit dem Präsidenten zu beobachten.

Die übertriebene Selbststilisierung kann in Amerika noch gehen, wo man nur die Wahl zwischen zwei Übeln hat und die Kandidaten auf Teufel komm raus gezwungen ist, Wahlkampfspenden zu sammeln. In Deutschland, wo es zu jeder politischen Richtung mindestens zwei Alternativen gibt und im Kern das Kreuzerl an der richtigen Stelle reicht, würde man eher Gefahr laufen, vergrätzte Wähler zu hoch motivierten Anhängern anderer Kräfte zu machen. Zumal es bei dieser Runde ohnehin nicht ohne sofortigen Wahlbetrug von welcher Partei auch immer gehen wird. Das Wecken vollkommen überzogener Hoffnungen würde da nur schaden; entsprechend wachsweich und nichtssagend sind auch die Parolen.
Und so wichtig ist das Internet nun auch nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu 2005 war diesmal erheblich weniger im Netz los, und die diversen Ideen, die im Angebot waren, wollte niemand haben. Die grosse "Blogger bringen Jungwählern die Politik nahe"-Plattform hat es ebensowenig gegeben wie die brillianten "Lass Dir von Twitter sagen wie Du Deine Politik machen musst"-Geschäftsmodelle. Man hätte massenhaft Leute kaufen können - es geschah nicht. Wahlen werden nichtg mit 10000 Freunden beim sozialen Netzwerk entschieden, sondern mit Millionen Wählern. Dieses Argument wird niemanden abhalten, am Sonntag nach der Wahl den Verlierern einzureden, es hätte mit einer Obamakampagne besser laufen können. Aber ich denke, die Parteien wussten schon, warum sie den Schwerpunkt nicht bei den überhypten Grossmäulern gesetzt und sich vielleicht noch von denen abgeängig gemacht haben.
donalphons, 01:52h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 24. September 2009
Visuelles Vergnügen
Ich glaube fast, ich hätte am Sonntag Abend gern einen Fernseher, und ja, ich möchte dann ausnahmsweise auch die Gesichter von Merkel und Westerwelle sehen.
(Aus der Serie: Weites Hinauslehnen aus dem Fenster. Und das ist aus der Serie Vodafail, der Laden, der genauso hübsch wie seine Werbekotzfressen und Bannerlutscher ist.)
(Aus der Serie: Weites Hinauslehnen aus dem Fenster. Und das ist aus der Serie Vodafail, der Laden, der genauso hübsch wie seine Werbekotzfressen und Bannerlutscher ist.)
donalphons, 01:15h
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Sie können das Biest einfach nicht töten
In Bergamo gibt es - neben erstklassiger Küche - auch ein Grabmal von einem, der dumm genug war, die Bankiers seiner Zeit nicht zu schlachten, als er die Möglichkeit dazu hatte.

Folglich haben ihn dann, als er sich nicht mehr wehren konnte, die Banker ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Eine Geschichte, aus der man, wie ich meine, die ein oder andere Lehre ziehen kann. In der FAZ.

Folglich haben ihn dann, als er sich nicht mehr wehren konnte, die Banker ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Eine Geschichte, aus der man, wie ich meine, die ein oder andere Lehre ziehen kann. In der FAZ.
donalphons, 17:11h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 23. September 2009
Prävention
In Amerika fragt die Bankenaufsicht die Banken, ob sie ihr Geld leihen können, um Banken zu retten, die die Verluste nie mehr werden zurückzahlen können. Anders gesagt: Die Bankenaufsicht verkauft sich an die Banken. Und Präsident Obama steht daneben und findet das alles prima. Ich hatte bei dem Herrn und seiner Masche nie ein gutes Gefühl, aber wenn diese Krise vorbei ist, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein um zu sagen, dass Amerika nicht von der Politik gesteuert wird, sondern von den Banken zwangsverwaltet ist. Und es regt sich noch nicht mal jemand besonders darüber auf. Es sperrt auch niemand diese Verbrecher ein - die grösste Wirtschaftskrise seit 1929, und ausser zwei extremen Betrügern - Maddof und Stanford - ist noch immer keiner hinter Schloss und Riegel.
Es gibt einige gute Gründe, warum das nicht gut gehen kann, wenn die Staaten kein Geld mehr haben, die Banken und Börsen künstlich zu stützen, und keine Chance haben, das geld wieder einzunehmen. Amerikanische Verbraucher, Anstieg der Arbeitslosigkeit und platzende Hypotheken - das alles ist ja nicht vorbei, das läuft weiter, und es wird nicht besser, nur ein paar Indizes, die alle zitieren, sind am Boden angelangt. Andere, etwa aus dem bereich der Gewerbeimmobilien, finden in den Medien einfach nicht statt, und ich frage mich wirklich, ob die nur zu dumm sind, oder dazu angehalten werden, die Probleme zu ignorieren. Dass Wells Fargo - wir erinnern uns, vor 9 Monaten galt sie während der Wachovia-Rettung als stabilste Bank des Landes - gerade kippelt oder Tiscali vor die Hunde geht, wird einfach kaum mehr gemeldet. Ist doch egal. Schaut da bitte nicht hin und wählt am besten die Liberalen, die wissen wie der Ackermass, was gut für die Wirtschaft und damit auch Euch ist.
Ich sage das angesichts der real existierenden Partei nur sehr ungern, aber anhand meiner Überzeugungen und dessen, was unbedingt und schnellstens getan werden müsste, müsste ich diesmal die Linke wählen. Und ansonsten horten für die Tage, an denen man beschliesst, dass es eine grosse Lösung geben muss.
Ich wage eine Vorhersage; man wird in den kommenden Wochen und Monaten - besonders Mitte 2010, wenn global die Anschlussfinanzierung der Gewerbeimmobilien auf breiter Front ins Stocken gerät - Massnahmen ergreifen, gegen die das bisherige globale Gelddrucken eine lachhafte Stümperei ist. Und auch diesmal wird man die Banken nicht verstaatlichen, sondern erneut den Staat plündern. Danke, Herr Obame. Change. Hope. Palin hätte es nicht schlechter machen können.
Um das mal kurz zu erklären: Gewerbeimmobilien sind als Investitionen dauerhaft weitgehend fremdfinanziert. das gleiche Problem wie bei den normalen Häusern, geringes Eigenkapital, hohe Kredite, grosser Hebel, die Banken haben eine hohe Sicherheit, wenn die Wirtschaft brummt, und die Anleger eine hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital. Bei einem Wertverlust von knapp 40% gibt es de facto kein Eigenkapital mehr in diesem Sektor. Es ist weg. Aus. Vorbei. Nachdem Kapitalanleger schon bei der Einzahlung selbst oft bis zum Anschlag gehebelt sind, wird das eine super Party, wenn die typischen Kredite dieser Branche nächstes Jahr abgelöst werden müssen, das Eigenkapital weg ist, und die Gebäudepreise bei sinkenden Nettomieten weiter absacken.
Nun ja. Noch einmal gut einkaufen, noch einmal gut essen in den Genusstempeln von Verona, was man heute im Magen hat, kann einem morgen kein Bankster mit Hilfe seiner Politikbüttel mehr rauben. Trüffel? Aber immer. Einen habe ich heute noch gekauft, der wartet jetzt im Kühlschrank. Trüffel ist übrigens gerade schön günstig, letztes Jahr kostete ein Kilo noch um die 1500 Euro, jetzt sind es 1000 Euro. Und ansonsten habe ich vorgesorgt, sollte es wirklich eng werden:
Dieses Gemüse ist meistens aus Porzellan und schimmelt nicht. Man kann es nicht essen, aber im Gegensatz zu ebenfalls ungeniessbaren Krediten verschweindet es nicht einfach. Man kann es sich noch lange anschauen und geniessen. Es sind Vorräte für die Augen in schlechten Zeiten, damit man das Gute nicht vergisst.
Und wenn es ganz schlimm kommt, kann ich in drei Tagen immer noch an den Gardasee radeln, und dort essen. Essen in Italien ist inzwischen sogar angesichts bayerischer Provinzpreise äusserst günstig - solange man kein Italiener ist.
Es gibt einige gute Gründe, warum das nicht gut gehen kann, wenn die Staaten kein Geld mehr haben, die Banken und Börsen künstlich zu stützen, und keine Chance haben, das geld wieder einzunehmen. Amerikanische Verbraucher, Anstieg der Arbeitslosigkeit und platzende Hypotheken - das alles ist ja nicht vorbei, das läuft weiter, und es wird nicht besser, nur ein paar Indizes, die alle zitieren, sind am Boden angelangt. Andere, etwa aus dem bereich der Gewerbeimmobilien, finden in den Medien einfach nicht statt, und ich frage mich wirklich, ob die nur zu dumm sind, oder dazu angehalten werden, die Probleme zu ignorieren. Dass Wells Fargo - wir erinnern uns, vor 9 Monaten galt sie während der Wachovia-Rettung als stabilste Bank des Landes - gerade kippelt oder Tiscali vor die Hunde geht, wird einfach kaum mehr gemeldet. Ist doch egal. Schaut da bitte nicht hin und wählt am besten die Liberalen, die wissen wie der Ackermass, was gut für die Wirtschaft und damit auch Euch ist.
Ich sage das angesichts der real existierenden Partei nur sehr ungern, aber anhand meiner Überzeugungen und dessen, was unbedingt und schnellstens getan werden müsste, müsste ich diesmal die Linke wählen. Und ansonsten horten für die Tage, an denen man beschliesst, dass es eine grosse Lösung geben muss.
Ich wage eine Vorhersage; man wird in den kommenden Wochen und Monaten - besonders Mitte 2010, wenn global die Anschlussfinanzierung der Gewerbeimmobilien auf breiter Front ins Stocken gerät - Massnahmen ergreifen, gegen die das bisherige globale Gelddrucken eine lachhafte Stümperei ist. Und auch diesmal wird man die Banken nicht verstaatlichen, sondern erneut den Staat plündern. Danke, Herr Obame. Change. Hope. Palin hätte es nicht schlechter machen können.
Um das mal kurz zu erklären: Gewerbeimmobilien sind als Investitionen dauerhaft weitgehend fremdfinanziert. das gleiche Problem wie bei den normalen Häusern, geringes Eigenkapital, hohe Kredite, grosser Hebel, die Banken haben eine hohe Sicherheit, wenn die Wirtschaft brummt, und die Anleger eine hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital. Bei einem Wertverlust von knapp 40% gibt es de facto kein Eigenkapital mehr in diesem Sektor. Es ist weg. Aus. Vorbei. Nachdem Kapitalanleger schon bei der Einzahlung selbst oft bis zum Anschlag gehebelt sind, wird das eine super Party, wenn die typischen Kredite dieser Branche nächstes Jahr abgelöst werden müssen, das Eigenkapital weg ist, und die Gebäudepreise bei sinkenden Nettomieten weiter absacken.
Nun ja. Noch einmal gut einkaufen, noch einmal gut essen in den Genusstempeln von Verona, was man heute im Magen hat, kann einem morgen kein Bankster mit Hilfe seiner Politikbüttel mehr rauben. Trüffel? Aber immer. Einen habe ich heute noch gekauft, der wartet jetzt im Kühlschrank. Trüffel ist übrigens gerade schön günstig, letztes Jahr kostete ein Kilo noch um die 1500 Euro, jetzt sind es 1000 Euro. Und ansonsten habe ich vorgesorgt, sollte es wirklich eng werden:
Dieses Gemüse ist meistens aus Porzellan und schimmelt nicht. Man kann es nicht essen, aber im Gegensatz zu ebenfalls ungeniessbaren Krediten verschweindet es nicht einfach. Man kann es sich noch lange anschauen und geniessen. Es sind Vorräte für die Augen in schlechten Zeiten, damit man das Gute nicht vergisst.
Und wenn es ganz schlimm kommt, kann ich in drei Tagen immer noch an den Gardasee radeln, und dort essen. Essen in Italien ist inzwischen sogar angesichts bayerischer Provinzpreise äusserst günstig - solange man kein Italiener ist.
donalphons, 01:58h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 22. September 2009
Paradigmenwechsel
Früher (Dotcomtod ff.) schrieb ich im Netz, weil es die verfügbare Plattform war, etwas zu schreiben, was andere nicht bringen konnten oder wollten.
Heute schreibe ich im Netz, weil sich dieser publizistische Dreck blogvertrötet und massenkompatibel ausgewalzt auch hier massiv ausgebreitet hat, und ich irgendwie nicht einsehe, dass das Agendasetting der Systeme innerhalb und ausserhalb der Blogs hier so weiter macht, wie sie im Print gerade aufhören müssen.
Dabei gäbe es so viel anderes zu finden, zu erleben und zu zeigen.








Was macht eigentlich die 17er-Bande vom Internet-Manifest?
Heute schreibe ich im Netz, weil sich dieser publizistische Dreck blogvertrötet und massenkompatibel ausgewalzt auch hier massiv ausgebreitet hat, und ich irgendwie nicht einsehe, dass das Agendasetting der Systeme innerhalb und ausserhalb der Blogs hier so weiter macht, wie sie im Print gerade aufhören müssen.
Dabei gäbe es so viel anderes zu finden, zu erleben und zu zeigen.








Was macht eigentlich die 17er-Bande vom Internet-Manifest?
donalphons, 01:50h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 21. September 2009
Meine grösste journalistische Schwäche
ist ausgerechnet das, mit dem viele Kollegen nebenbei so manches Brötchen verdienen, das ich mir zum Glück selbst leisten kann: Das Lob. Während gern darüber geschrieben wird, wie es geht - so wie der Werbepartner es wünscht nämlich - schreibe ich lieber darüber, wie es nicht geht, und wenn ich doch mal etwas empfehle, kann man davon ausgehen, dass es nicht mehr hergestellt wird, nur schwer zu beschaffen ist, kaum sinnvoll verwendet werden kann oder einen in den Augen anderer Menschen als etwas verschroben wirken lässt.

Und auch das Hotel du Parc, das ich jetzt lobe, fällt ein wenig in diese Kategorie, denn es schliesst sehr bald im Oktober und macht erst im Frühjahr wieder auf. Nachdem das Internet nach meinen Vorstellungen eine langfristige Angelegenheit ist, kann man schon jetzt bei der FAZ über das lesen, was man nächstes Jahr vielleicht bei der Urlaubsplanung berücksichtigen möchte. Mir wurde es wärmstens empfohlen, und ich möchte das gern weitergeben, denn es gibt zu viele neue Hotels und zu wenig alte Villen, als dass man solche Häuser ignorieren sollte.

Und auch das Hotel du Parc, das ich jetzt lobe, fällt ein wenig in diese Kategorie, denn es schliesst sehr bald im Oktober und macht erst im Frühjahr wieder auf. Nachdem das Internet nach meinen Vorstellungen eine langfristige Angelegenheit ist, kann man schon jetzt bei der FAZ über das lesen, was man nächstes Jahr vielleicht bei der Urlaubsplanung berücksichtigen möchte. Mir wurde es wärmstens empfohlen, und ich möchte das gern weitergeben, denn es gibt zu viele neue Hotels und zu wenig alte Villen, als dass man solche Häuser ignorieren sollte.
donalphons, 01:57h
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