: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 24. Mai 2012

+12

Wie konnte ich je mit 420 Pixel Bildbreite existieren?



Ich habe bei der FAZ brav 5 sehr gute Bilder abgeliefert, der Rest wird jetzt peu a peu hier verbraten - selbst wenn, das ist zu bedenken, ich nun schon wieder zwei Tage keinen Meter mit dem Auto gefahren bin, und mein Lebenswandel auch ein Lebensradel geworden ist.



Im Herbst wird sich das sicher zum Gran Premio Nuvolari nochmal ändern, ich habe da reingeschaut und es sieht so aus, als wäre das, was am 2 Tag in Umbrien machen, eine sehr attraktive Sache für den Lichtbildfreund, mit mindestens 3 Möglichkeiten, den ganzen Tross abzupassen. Und einmal auf dem Hin- und Rückweg.



Gegen einen Tag am meer ist auch nichts einzuwenden. Bis dahin wird es immer mal wieder was aus dem Fundus geben, dessen Umfang schon ein paar verregnete Sommertage aufhellen kann.



















Und weil es gar so schön ist, das letzte Bild auch nochmal in gross. So möchte ich mir das in Erinnerung halten.

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Ich verstehe das nicht.

Dieser Facebook-Flop.

Also was ich natürlich verstehe ist, warum man das nicht kauft: Es gab schon zu viele Firmen, die zu sehr abhängig von Werbeerlösen waren, die Zahl der Nutzer und der Traffic passen überhaupt nicht zu den Einnahmen, und Facebook hat bislang auch keine neuen, grandiosen Wege beschritten, sein Geschäftsmodell auf eine sichere Basis zu stellen. Was da angeboten wurde, ist ein alter Communityerfolg, aber keine zwingende kommende Zukunft -erinnert sich jemand an StudiVZ? Und es sieht auch nicht so aus, als wollte die Firma jetzt, mit der Börse im Rücken, Bereiche wie den Mobilsektor offensiv angehen; wie schwer man da ackern muss, sieht man bei Google, und dazu braucht man Neigung, die man bei Zuckerberg nicht verspürt. Insofern finde ich den Absturz fast noch erstaunlich klein. An der Börse zählen nun mal allein die Profite, und die hochgeladenen Bilder sind erst mal nur ein Kostenfaktor.

Nein, was ich nicht verstehe, ist der Absturz aufgrund einer anderen Begebenheit: All die Leute, die Facebook so viel Potenzial zugeschrieben haben. Wieso kaufen die jetzt nicht? Das wäre jetzt doch der ideale Zeitpunkt! So billig wird das vielleicht nie mehr! All die Spezialisten, Analysten, Kenner und Experten: Wieso verpfänden die jetzt nicht ihr Haus, ihr Auto, ihre Kinder und nutzen die Chance, reich zu werden? Wieso lassen die die Aktie weiter stürzen?

Das verstehe ich nicht. Wo Facebook doch so toll ist.

Allerdings habe ich das auch in der New Economy nicht verstanden.

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Mittwoch, 23. Mai 2012

17 mm in der Nacht

Zuerst mal: Für street photography ist das 17mm Objektiv der Olympus Pen vollkommen ungeiegnet: Fast immer viel zu weitwinklig, und die Verzerrung macht selbst gelungene Motive ein klein wenig fragwürdig. Bei meiner Arbeitsweise würde ich sogar eher ein 50 mm hinschrauben, das wäre auf der Strasse sicher besser.

Das 17 mm spielt seine Stärken in Innenräumen aus, weshalb ich es nicht als Fehlkauf bezeichnen würde. Da passt die Lichtstärke und das Auslöseverhalten gut hin, besonders, wenn man nicht auffallen will.







Und dann kam die Nacht der Nächte. Letztes Jahr habe ich da erleben müssen, dass die PEN nicht gerade ideal beim Fokussieren in der Dunkelheit ist; das 17 mm ist sicher ein Fortschritt. Ausserdem ist das hochziehen des Isowertes jenseits der 800 auch kein grosser Spass, und zusammen mit dem Zoomen ist die Arbeit doch recht ermüdemd. Und nicht so wirklich erfolgreich. Mit dem 17 mm geht sowas dagegen an der Ampel aus der Hand:



Das war bei der Einfahrt nach Verona und schon nicht ganz übel, so für den Anfang. Dann bin ich hinein in die Stadt, habe einen Parkplatz gefunden und direkt mit dem Feuern begonnen, noch während ich das Verdeck hochklappte.



























Sagen wir es vielleicht so: Die Einsatzmöglichkeiten sind begrenzt, aber ich hatte ein sehr leichtes Spiel an diesem Abend. Kein Zoomen, schnelles Fokussieren, und mitunter gar nicht mal so schlechte Bilder aus dieser besonderen Nacht. Die Verzerrung ist bei Autos auch nicht so schlimm wie beim Menschen.

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Mao

Das ist irgendwie schon lustig: Vor einer Woche habe ich in der FAZ darüber geschrieben, dass die Piraten bei näherer Betrachtung und wenn es den Richtigen trifft, durchaus Ähnlichkeiten mit den Ereignissen der chinesischen Kulturrevolution haben. Das öffentliche Debattieren, die verlangten Selbstanklagen, das gemeinschaftlich erlebte Mobbing, die Denkverbote und überhaupt.

Und jetzt nennt einer die wirklich fragwürige Idee von unter der Flagge des Feminismus segelncen KarrieregeilInnen, jeden zweiten Platz für die Bundestagswahl automatisch einer Frau freizuhalten, eine "Tittenquote". Was in Berlin recht gut ankommen mag und an anderen Orten nutzen sie diese Plattform halt nicht. Man ahnt, wie das dann interessierte Vorstände hinbiegen worden. Sicher nicht zur Tittenquote, sondern zum Equalismus.

Das eine ist nicht fein, aber der Vorschlag ist es, offen gesagt, auch nicht. Als ob die Piraten nicht schon gebnug Probleme mit U-Booten hätten, die auf Basis von Liquid Feedback Beschlüsse zugunsten ihres eigenen Femaoitischen Gendertrötenumfelds herbeiführen wollen. Sowas wird in Berlin aber hingenommen, weil es ja nicht die Mobfrauenkreise negativ berührt. Aber wehe, einer sagt mal, dass eine Idee vielleicht eher nur so mitteltoll ist:

Schrecklich! Rücktritt! Schmeisst ihr raus!

Und ich wähle nur ungern Leute, die sich von einem Haufen Berufsbetroffenen und KarrieregeilInnen an der Nase durch die politische Arena führen lässt. Denn ich wähle gerne Standpunkte, Meinungen und Haltungen.

Und nicht Geschlechter, eine orange Karriere-FDP auf dem Überholstreifen oder Berliner Dreckschleudern, und anderes Personal, das nur einen Vorwand braucht, um schnell die Seite zu wechseln dorthin, wo es Pöstchen gibt (http://milenskaya.de/2012/05/22/flagge-zeigen/).

Mohrenlampe!

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Sei nicht traurig

Gertrud? Wo sei Ihr? Noch an der Kreuzstrasse? Wir sind schon da.

Na unten am See, auf der Brücke! Und es es wirklich wun-der-schön heute. Wir haben das Auto oben stehen lassen kein Problem, heute ist wenig los und so schön ist es.



Nein, wir bekommen schon draussen einen Sitzplatz. Ach gar kein Problem. Unter der Woche...

Ja un er See funkelt, nur oben auf en Bergen liegt noch Schnee, also, es ist heute wirklich sagenhaftes Wetter. Die Schifferf fahren, wir können nachher auch nach Bad Wiessee.



Was? Nein, es muss natürlich nicht sein, der See ist auch schön, wenn man ihn nur anschaut, gell Hans, also er Hans ist auch ganz hingerissen.

Nein, ann holen wir uns nachher einfach Kuchen, gleich hier, und das reicht dann auch bis zum Abend. Das Wetter wird sicher halten, gar keine Frage.



Und wie war die Fahrt? Viel Verkehr in den Süden? Ja, das ist immer so, gell, die Rentner... ja. Ja. Hihi, ja. Aber sicher. Klar. Das wurd ein wunderbarer Frühling.

An der Sparkasse? Ja, da sind wir vorbei, aber die haben auch nichts. Schade. Ja. Nein, das ist auch schon weg, und das andere, da waren wir, aber das ist nur Dürnbach.



Aber so schön ist es hier, Gertrud, so schön. Wirklich.

...

Und ich stehe danaben und denke an Italien und muss sagen: So ganz fair ist das nicht. Denn schön ist es hier auch.

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Montag, 21. Mai 2012

Das liest sich so nebenbei

Kirchen und das Schloss in Ferrara seien beschädigt. Steht in der Zeitung, übernommen von DPA.

Und der Saal der Monate im Palazzo Schifanoia? fragt sich der Eingeweihte. Die Kronleuchter im Dom und im Cafe Europa? Die Steinlöwen? Das Portalrelief in der Oststadt? Die kleinen Läden, die sich an der Südfront des Doms entlang ziehen? Im Garten des Palazzo Schifanoia wollten sie gestern ein Konzert veranstalten.

In Mantua bebt die Erde immer noch, sagen sie.





















Entschuldigung. Wenn man drei Monate im Jahr in dieser Region wohnt, lässt einen das nicht ganz kalt.

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Schon wieder unzufrieden

Ich glaube, kaum einer geht heute noch mit Modem ins Netz. Und wenn ich mich so umschaue, sind meine Bildformate hier wirklich klein. Selbst nach der Verbreiterung von 450 auf 480 Pixel vor einem halben Jahr. Ich merke das immer beim Bearbeiten: Es gehen so viele Details verloren. Umgekehrt ist es schlecht, wenn ich jetzt auf 2 Spalten umsteige und dann alle alten Beiträge nicht so hübsch aussehen. Begonnen habe ich nämlich mit 420 Pixeln. Jetzt fände ich 520 erheblich besser, aber das würde mir doch 8 Jahre Layout zerschiessen. Oder zumindest holpriger machen. Und eine "ab dann ein neues Layout"-Funktion gibt es nicht. Und das Blog wechseln will ich auch nicht. Das Interrnet hat sich einfäch verändert; in einer Zeit, da Bilder direkt von der Karte fast schon üblich sind, sind diese Kleinbilder hier ein Anachronismus. Ich weiss schon, warum ich das nicht radikal ändern will, vielleicht liegt es auch an meinem winzigen Bildschirm. Aber in diesen Jahren hat sich die Kameraauflösung bei mir von 2 MP auf 12 MP vergrössert, und während es bei 2 MP ein guter Kompromiss war, ist es jetzt ein wenig schade, was alles verloren geht.

Was meint denn die Leserschaft? Ich müsste dazu die rechte Spalte etwas verkleinern. Ich habe das jetzt mal testweise so gemacht, auch, weil das alte Autorenbild rechts schon 5 Jahre Vergangenheit ist, und das neue 40 Pixel schmaler baut. Ich bin seitdem älter geworden, und an der Riviera mindestens so deplaziert wie in Lüttich.

Edit: Jetzt mit Bildvergleich 480 vs 530 Pixel.

















Die Datenmenge vergrössert sich jeweis um gut 15%.

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Sonntag, 20. Mai 2012

Aus Gründen

heute keine internationalen Autofahrer, sondern die Menschen, die das Land so schön machen. Heilige hin, Päpste her - selten ist der Italiener als solcher eine grössere Bereicherung, als auf dem Rad, als Künstler oder in der Küche.





















Gut, ein Alibibild in gross (wahrscheinlich das für den FAZ-Beitrag, irgendwie gefällt es mir sehr und passt auch zum Schwerpunkt), aber auch das sind Italiener.


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Alles in Ordnung

Am Tegernsee ist wichtige, sehr wichtige Post angekommen, von der ich dachte, sie würde per Mail kommen.



Manches ist wichtig für die Abrechnung, anderes sogar noch wichtiger. Also bin ich schnell zurück. Ist ja nicht weit. Und es ist auch nicht die hässlichste aller Gegenden. Mantua-Tegernsee sind 384 durchwegs schöne Kilometer, die fahre ich ganz anders als die 444 Kilometer nach Frankfurt am Main. Ausserdem ist es bequemer, das Gepäck auf zwei Touren mitzunehmen.



Und so habe in dieser Nacht das Erdbeben nicht miterlebt. Aber soweit ich höre, sind in Mantua alle wohlauf.

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Samstag, 19. Mai 2012

Luxusproblem

Darf man das in diesen Tagen überhaupt schreiben?

Wer in Italien halbwegs Köpfchen hat, wird morgen mal seine Bank besuchen, so wie die Griechen es letzte Woche getan haben und die Spanier es ebenfalls tun werden. Noch nicht mit Schlangen, das gleube ich nicht, aber schon der ein oder andere. Und wenigstens, um das Bargeld zu horten. In Italien ist Zahlen mit der Karte sehr weit verbreitet, aber im Moment mag man Scheine auch sehr gerne. Wenn man jemanden findet, der sie hergibt. Das aber ist im Moment nicht so einfach.

Aber mich treiben andere Gedanken um. Dass ich nicht in Rom war, ist nicht so schlimm. Die Bilder an der Engelsburg sind gar nicht so arg toll, und für das übliche Bild der Architektur kann man auch das vom Vorjahr nehmen. Rom sieht im Mai in der Nacht immer gleich aus. Nächtliche Hatz in der alten, grossen Stadt: Da ist Verona keineswegs schlechter, dafür muss man nicht extra nach Rom.



Vielleicht, denke ich mir manchmal, ist Verona sogar besser. Seien wir ehrlich, Rom ist bei Nacht ein finsteres Loch und schliesst ausserdem noch mitten im Trubel, ohne Chance, noch etwas zu Essen zu bekommen; in Verona kommen die Fahrzeuge genu zur richtigen Zeit an, um danach noch schnell zu San Matteo zu huschen.



(Grossbild wegen Nachfrage)

Und obendrein fahren sie so, dass man sie auf der Schnellstrasse überholen kann, und man nicht mit ihnen auf der Saleria steht. Gut 120 Startnummern kann man unterwegs fressen, und dann ganz ohne den römischen Stadtverkehr abdrücken.



(Grossbild gefällig?)

Ich vermisse Rom nicht. Ich kann auch mit Rom nicht so gut, ich fühle mich da wie Peppone als Senator: Am falschen Fleck. Und die Nacht der MM in Rom ist kurz und irgendwie stets unbefriedigend, schliesslich war man in Rom und das nur für Autos, die man schon zwei Tage lang sieht. Aber danach kommt Siena, und um Siena tut es mir natürlich leid. Denn es gibt jemand, der meint, ich gehörte nach Siena. So wie es jemanden gibt, die sagt, ich müsste nach Mantua. Und dann ist da noch einer, der zurecht sagt: Meran, das ist der Ort, an dem man sein muss. Meran in Mantua an Siena. Das wär's. Jedenfalls, Siena ist eine der drei Traumstädte Italiens für mich, und dort nicht zu sein, ist schade. Allerdings lohnt sich die lange Reise auch nicht für Bilder, von denen ich noch 900 ungezeigte auf der Festplatte habe. (Dieses Jahr 650. Wer soll das alles anschauen?)



Ich, an Winterabenden. Dann klicke ich mich durch. Und dann ist da noch die Tradition. Wenn immer ich in Siena bin, gehe ich dort ins Krawattengeschäft am Baptisterium und kaufe ein paar dieser sagenhaft weichen, dicken Seidenkrawatten. Das ist mein absoluter Lieblingsladen. Aber wenn ich nicht nach Siena fahre, finde ich auch keine Krawatten. Und das hätte vielleicht doch den Ausschlag gegeben. Aber dann habe ich in Brescia in einem Laden die hier gesehen:



Kaninchen, die auf plüschige Sessel und Sofas springen. Das muss ich haben. In den Farben der nächtlichen Jagd durch Verona. Jetzt werde ich also diesen Winter auf meinen Sesseln sitzen, diese Krawatten zu einem warmen kaschmirpulli und einer Tweedjacke tragen, und an den Sommer denken. Ich kam nicht nach Siena und nicht nach Rom. Aber es ging mir gut, besser als den meisten.

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Am Start

Kurz bevor ich nach Italien gegangen bin, gab es mal wieder ein Abwerbeangebot, und zwar, wie das in letzter Zeit durchaus zunimmt, aus dem Bereich Corporate Publishing. Ich glaube, das sind im Moment die einzigen, die wirklich massiv investieren. Und das Lustige daran ist, dass sie wollen. Und zwar so richtig. Also alles, un nicht nur so "Schmieren Sie uns mal ein Schleichwerbeblog voll". So viel, wie halt geht, und so gut wie möglich, medienübergreifend natürlich. Kein Print ohne Online und kein Online ohne Print. Deren Kunden wollen möchten Anspruch, und kein Palaver. Das sind Leute, die in Inhalten denken, und davon brauchen sie gerade im Netz viel und vor allem das, was andere nicht haben. Sie haben 100 Bilder, wir nehmen sie alle. Und wie es so ist: Ich habe natürlich Nein gesagt. CP ist einfach nicht mein Ding, da fehlt als Autor irgendwie die Herausforderung, und Kreativität ist da mitunter schwierig.

Also ist alles so, wie es ist. Und dann fallen bei meinen Reisen Inhalte an, jede Menge Inhalte. Und die sind bekannt und es weiss auch jeder, dass die kommen, und ich wäre da auch gar nicht so - aber inzwischen ist es so, dass ich gar nicht mehr nachfrage, ob die jemand haben will. Noch eine Absage muss nicht sein. Und deshalb sind sie hier. Und deshalb überlege ich mal wieder, das Layout vielleicht doch umzustellen und die Bilder nochmal grösser zu machen. Die 550 Pixel aus der FAZ sind nämlich recht gut. Zu dumm, dass diese 550 Pixel dort nicht zu füllen sind.

Und deshalb hier.































Nummer 12 ist eines meiner Lieblingsbilder der MM 2012. Und ich habe schon auch meinen Spass gehabt. Trotzdem bin ich dann nicht weiter mit runter. Zu viel Aufwand, der sich insgesamt nur gelohnt hätte, wenn man etwas Sinnvolles jenseits von Schulaufsätzen ausm Prollviertel hätte machen können. Kein Siena dieses Jahr, aber Bilder habe ich trotzdem genug.

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Freitag, 18. Mai 2012

Gaudi.

Wer schon immer mal eine Art frauenlastigen Plüschaugenbeitrag in den Stützen lesen wollte, wird jetzt hier bestens bedient.

Ich wollte eigentlich noch was zum Gesamtthema sagen, da geht mir gerade noch einiges im Kopf herum, aber im Moment überlege ich noch.

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Nah dran

Ihr wollte Bilder sehen? Fragt doch mal Medien, ob sie Euch nicht ein paar Winzbilder aus dem Archiv der sie bezahlenden Firmen raussuchen können.



Auf das Bild klicken vergrössert auf 1200 Pixel Breite. Und als der Wagen auf dem ersten Bild vorbei war, musste ich an Robert Capa denken: Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, warst Du nicht nah genug dran.



Das hat er übrigens an einem Ort gesagt, wo Journalisten nicht mehr von der Propaganda abgenickte Bilder aus dem Fundus der Diktatoren bringen mussten. Und zu einer Zeit, da man in einem BMW die Hand nicht geballt, sondern zum deutschen Gruss gehoben hätte. Ohnehin scheint es mir so, dass bei der Aufarbeitung der Gleichschaltung der Presse zu der grossen Zeit der Konzerne Mercedes, VW, BMW und Porsche zu wenig Wert auf den Umstand gelegt wird, dass sich damals Charakterlosigkeit einfach gelohnt hat. Aber das nur am Rande.



















Es war übrigens sehr, sehr wenig los, und das trotz wirklich idealer Bedingungen - wer etwas anderes behauptet, ist vermutlich als Markenbotschafter von Mercedes unterwegs. lügt bewusst und/oder weiss nicht, wie es früher war. Brescia war ganz und gar nicht voll, es war sehr leicht, einen Parkplatz zu finden. Die Absperrgitter gleich nach dem Start hätte man sich auch sparen können, nur in der Kurve hoch zum Kastell und am Corso war es vergleichsweise dick. Aber nur ganz selten standen mal zwei Zuschauer hintereinander. Die ganze Veranstaltung ist inzwischen zumindest in Brescia und Rom zu einem Werbeevent der Deutschen verkommen, und das ist sehr, sehr schade; ich denke mal, dafür fährt man nicht gezielt hin. Früher war noch mehr Abwechslung, aber dann kam Audi als Hauptsponsor, und seitdem wird das von Jahr zu Jahr übler, das italienische bzw. internationale Flair weicht dem Eindruck eines deutschen Betriebsausfluges mit mitgebrachten Retro-Zapfsäulen auf dem Platz vor dem Dom. Das ist so eine Sache, die sich die letzten Jahre schon angedeutet hat; ich war früher nach diesem Tag immer vollkommen am Ende meiner Kräfte, vor lauter Gedränge, Geschiebe und Geschubse beim Kampf um die Bilder. Das ist inzwischen so einfach geworden. Weil die Leute wegbleiben.

Und noch was zur Raserei: Nicht weniger unwahr ist es, wenn jemand den Eindruck erweckt, man würde sich netterweise an die Regeln halten und andere (besonders die Italiener oder die einen bezahlenden Firmenchefs) würden es richtig krachen lassen. Die Gruppen der Teilnehmer werden absichtlich unterwegs getrennt, sie fahren in Kolonnen, und auf der ganzen Strecke von Brescia bis Verona bin ich vier mal überholt worden. Und zwar an einer unübersichtlichen Stelle hinter Castelnuovo del Garda. Einmal von einem Mercedes SLR aus dem Werk, dann von einem deutschen Begleitfahrzeug der gleichen Firma, dann von einem weiteren Deutschen aus der gleichen Region und danach die Polizei, die den Kerl rausgezogen hat. 10 Autos vor mir war die reguläre Streife, die hat dann keiner mehr überholt.

Man kann da natürlich trotzdem rasen und posen. Ich bin mal gespannt, ob die schreibende Zunft zugibt, dass sie auf dem Weg nach Rom hinter Perugia mit den Werkswägen immer abkürzen, damit sie auch ohne Probleme ankommen.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

Es gibt 2 Arten von Journalisten

Die einen machen Schleichwerbung und saufen jede Flasche leer, die man ihnen hinstellt.

Und die anderen zahlen selbst und schreiben daher auch zu ihren Lieblingsthemen durchaus kritische Beiträge. So wie mein Gastweinexperte in der FAZ über das, was ausser Wein so im Wein ist.



Gestern war ich übrigens im selbst besessenen Auto ohne Sponsor und auf eigene Kosten unter anderem auch am Gardasee, weil ich noch zu einem anderen Beitrag recherchiere, und unten am See, zu später Stunde, flog ein Posaunenengel vorbei.



Solvet Saeclum in Favilla. Wir brauchen uns gar nicht zu wundern, wenn wir jedes Jahr Leser und Auflage verlieren.

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Klarstellung

Ich habe mit diesem FAZ-Blog zur Mille Miglia, in dem sich ein gewisser Holger Appel (man merke ich den Namen, wenn er das nächste Mal über Autos mit dem Stern schreibt) aus der Wirtschaftsredaktion Mercedes auf eine Art und Weise andient, die man sonst eher von der Autobild kennt, von Panegyrikern der Antike oder von den Kofferträgern in der italiensichen Politik, nichts zu tun. Ich bin mindestens so überrascht wie alle anderen, und ich verstehe auch nicht, wie ma so etwas machen kann, mit Ausnahme vielleicht der geschlossenen Kommentare - wenn ich so über Firmen schreiben würde, hätte ich auch Angst, dass die Leser der FAZ mich unzart anfassen würden.





















Autos können nichts für die Menschen, die sie fahren.

Aber immer hin weiss ich jetzt schon, was ich dieses Jahr schreibe: Dass Autos eigentlich nur dann wirklich schön sind, und den ganzen Flair einer untergegangenen Epoche haben, wenn es die Firmen dahinter auch nicht mehr gibt. Oder allenfalls ein paar Witzfiguren aus dem Marketing, der Tradition vor allem Nazi ist und die dann Marken aufkaufen, um sich volksgenösslich zu entbräunen (Bei Mercedes und ihrer Diktatorenkundschaft lohnt sich das nicht).

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Mittwoch, 16. Mai 2012

Kochtipps

Langweiliger Geschmack von angebratenem Caccioricotta? Das Gas hat keine Note? Wäre es nicht schöner, ihn über einem Holzfeuer zu rösten?

Da gibt es eine Lösung! Die Flamme unter der Pfanne ausschalten und die Flamme unter dem daneben stehenden Schneidebrett einschalten, und für eine Minute schnell den Raum verlassen! Danach erfüllt so viel aromaticher Rauch die Küche, dass auch der Ricotta schmeckt, als bereitete man ihn zusammen mit Partisanen im Wald.

OK, die Wohnung riecht dann noch ein paar Tage danach, aber das reizt den Apetit.

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Dreck und Müll und Gestank und Lärm

Ach ja. Die Tage, sa leise Nonnenkleider in weissgeglühten Städten auf zwei Rädern raschelten, als nur das Sirren der Speichen die Luft erfüllte, und alles in Eintracht und Harmonie schien -



diese Tage sind vorbei. Es kommen die Brüller und Kreischer, die Aussetzen und Quietscher, es wird schwer, unförmig und laut, es sind zu viele Menschen und einem 300 SL wünsche ich glatt so ziemlich alles, was nicht nach heil ankommen aussieht. Der 300 SL soll ja ein ziemliches Biest sein und Cretins nicht mögen, die nicht fahren können. Kurz, es sind die Tage des Jahres, heiss, abgasgeschwängert und ganz anders als sonst.




















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