: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Freitag, 17. April 2009

Man muss es relativ sehen

Wer in den vergangenen Jahren hierzulande in Fonds einbezahlt hat, die amerikanische Gewerbeimmobilien finanziert haben, hat immerhin 4 fette Jahre mit Traumrenditen gehabt, und wer rechtzeitig raus ist, hat absolut keinen Grund zum jammern. Amerikanische Gewerbeimmobilien waren einer der Bereiche, die sich wirklich gelohnt haben, auch wenn sie auf dem grauen kapitalmarkt angeboten wurden. Eine Stütze der Szene. Mochte das deutsche Wohneigentum auch eine Schrottimmobilie sein und die deutschen Kaufhallen ein Betrug - wer reich war, und seine Amis gut eingemischt hatte, kam trotz allem noch mit einer guten Rendite raus. Es sind nicht alles Betrüger.

Aber, wie ich hier nun schon seit etwas mehr als einem halben Jahr sage:

Ich sage hier schon länger, dass Gewerbeimmobilien das neue Subprime sind.

Ja, die Pleite von General Growth Properties ist schlimm. Sie ist sowas wie das Bear Stearns dieses nach Wohnungen und Büros wichtigsten amerikanischen Bausektor. Die deutschen Banken werden Blut und Wasser schwitzen, denn sie sind nicht zufällig dabei. Sie sind dabei, weil es die Jahre davor ein grandioses Geschäft war, an dem sie auf vielerlei Arten verdient haben. Das Geld, das sie jetzt verlieren, haben sie immerhin auch schon mal verdient.

Und jetzt?

Nun, man wird versuchen, die Immobilien zu versteigern, keine guten Preise erzielen, die dafür aber grossflächig, was bedeutet, dass auch andere Gewerbeimmobilien schlechter bewertet werden, damit unter den Schulden liegen, die sie bedienen müssen, und dann kommt der Moment, da man die Kredite erneuern muss und - ach, das ist alles gar nicht lustig.

Aber wie gesagt: Wer 2007 ausgestiegen ist, als wirklich jeder lumpige Chefarzt mitspielen wollte, ist gut gefahren.

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Aufgrund der üblichen Beschwerden

nämlich jener, dass ich allen auf meinen Reisen nur etwas vorkauen würde und sie nichts abbekämen, haben wir heute einen sehr langen, kargen und freudlosen Beitrag unter anderem über die Ikonographie von Pisanellos St. Georg in Verona geschrieben.



Und ganz unten gibt es dann eine Verlosung eines Fresspakets.

(Die dreideutige Wortschöpfung "Popstmoderne" reklamiere ich hiermit für mich)

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