Hurra, ein neuer Präsident

Und der ist gleichzeitig der Alte.

Je länger ich in Sizilien bin, und die Misere sehe, desto mehr glaube ich, dass dieses Land wirklich einen Grilli braucht - und man im Übrigen froh sein kann, dass es nicht wie in Griechenland läuft, wo die Nazis profitieren. Oder in Deutschland mit den neuen Rechtspopulisten neben der Merkel-Junta. Ich sehe im Übrigen auch keine überbordende Begeisterung für Grilli. Nur das Gefühl, dass es so, mit dieser politischen Klasse des Gebens und des Nehmens, mit diesem Diebesgesindel nicht weitergehen kann. Und ich glaube auch, dass sich in dieser Frage die Grillini und die internationalen Bankster einig sein werden: Dieses Land ist so, wie es ist, ein unberechenbarer Risikofaktor. Solange s in Italien so weiter geht, wird auch die Eurokrise weitergehen. Italienische Politik ist so wie die Strasse, auf der ich heute eine Stunde verbrachte: Sie ist weitgehend weggespült. Macht man halt ein Schild hin, Strada Interrotta, das dann auch schon seit Jahren rostet.



Als Europäer sehe ich überhaupt keinen Grund, jetzt aufzuatmen: Solange Berlusconi da ist, solange die Linke so unfähig ist, wird sich nichts tun. Es ist absehbar, dass die Linke die nächsten Wahlen krachend verliert. Und dann wird sie sich gegenüber den Grillini so verhalten, wie die in BaWü auf Grund gesetzte SPD gegenüber den Grünen, die nicht kapiert, dass sie damals nicht nur mal was in die Fresse gekriegt hat, sondern das bekam, was sie verdiente. Es geht doch nicht um Politik für die Menschen, sondern um die Fleischtöpfe.











Detschland dagegen ist so reich und klug geworden, dass die organisierten Absahner das Land nur so weit ausbeuten, dass die meisten den Eindruck haben, es ginge ihnen gut. Und wenn sich dann einmal herausstellt, wie ungleich der Reichtum verteilt ist, muss auch beim letzten neokonservativbraunen Schmierfinken der Sozialstaat, den man ansonsten dauernd abschaffen will, als Volksvermögen herhalten. Die Deutschen sind nict so dumm wie die Mafia oder die Politiker in Rom, sie sind geschickter. Und an diesem System würde sich noch nicht mal was ändern, wenn die organisierten Möwenpicker und die Neuhaiderianer jeweils nur 4,9% erhalten und damit ausgerechnet den Steinbrück an die Macht schwemmen.











(Bilder folgen)

Samstag, 20. April 2013, 21:32, von donalphons | |comment

 
Die Linke ist doch genauso Teil des Systems wie Berlusca und dienanderen. Natürlich gehört Napolitano auch dazu, sonst wäre er nicht so schnell gewählt worden.
Im Moment gibt es wirklich nur noch 5 Stelle als Alternative.
Grillo hat Recht, es war gestern ein Staatsstreich !

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Das sehe ich auch so. Aber man wird sehen, wie hoch der Preis für die Linke sein wird.

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meet the new boss ...

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"..Sozialstaat, den man ansonsten dauernd abschaffen will, als Volksvermögen herhalten"

So siehts aus..

Außerdem verwechselt man Haushalt mit Person ("der gewöhnliche Deutsche") und lässt den Median wie einen Durchschnitt aussehen. Als Alternative zum mickrigen Medianvermögen per Haushalt wird dann das BIP/Kopf empfohlen, weil da die Quandts und Albrechts den Durchschnitt aufhübschen, also die Ungleichheit verdecken.

Ganz großer Qualitätsjournalismus:

http://tinyurl.com/cu2oq4d

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Die Krux mit der AfD
Dass die Professorenbande, als die sie hingestellt wird, zumindest konservativ ist - natürlich. Dass die durchschnittlichen Anhänger wahrscheinlich noch ein erz- davor setzen - keine Überraschung. Dass einige zumindest arg rechte Ansichten haben in Bezug auf Homoehe, Integrationspolitik usw - bekannt. Unter normalen Umständen ist der Haufen nicht wählbar.

Nur haben wir keine normalen Umstände. Wir haben Merkel und Rösler und Steinbrück. Wir haben 600 Mrd Target2 in tiefroter Tinte in den Büchern. Wir haben kein Vermögen (Anwesende ausgenommen). Und wir haben keinen den man ernst nehmen kann und der dies alles anspricht. Niemanden der wirklich erklärt, warum gerade wir den Euro retten sollen.

Es gibt den befleckten Begriff des Protestwählers. Der irgendeine obskure Partei wählt, seit neuestem auch mal orange, sonst aber fast immer rechts. So richtig rechts außen. Braunhemd im Werbevideo, Teutschland den Teuschen jawoll! Ja, die AfD ist seltsam. Sie hat nur wenige Themen. Aber zumindest reibt sie sich nicht heftig mit der Verfassung, und so langsam bin ich sicher, dass die aktuellen Fleischtopfbesetzer erst dann aufwachen, wenn sie ihr sicher geglaubtes Mandat gegen jemanden mit anderen Vorstellungen verlieren.

Wenn die AfD 5% bekommt mach ich mir eine große Tüte Popcorn und schau mir die nächste Propagandasendung der Angie im Web glatt mal an.

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ja ja, wenn die zecken kommen, dann mach ich mir ne große tüte popcorn auf und schaue zu, wie sie sich, darin dem holzwurm gleich, ihre gänge durch meine merkbefreite haut knabbern.

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Aha...
Und wer oder was ist in der Parteienlandschaft aktuell Nicht-Zecke? Was macht die AfD besonders zeckig, z.B. vergleichen mit der CSU? Wobei die Wahl eben dieses Milbentiers als Vergleich schon tief blicken lässt, ein klein wenig Unterfütterung wäre vielleicht angebracht.

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oh, da kann ich dir nicht weiter helfen. du musst dich schon selbst in der von dir so genannten parteienlandschaft orientieren. mir ging es nur um dieses ' ich lehne mich zurück und schau mir das an wie ein formel-III-rennen'. gibt es eigentlich auch ne formel IV? ich kenne mich da nicht so aus.

da du aber schon den vergleich zur csu wählst, wird es besonders schwierig, da die ja keine eigenständige partei ist, sondern ein landesverband der cdu, der sich dadurch auszeichnet, dass er in der vergangenheit vor lauter kraft nicht laufen konnte und aus lauter finanzschweinereien viel kapital geschlagen hat. ach ja, und dass außer in bayern niemand versteht, worum es bei der csu tatsächlich geht. popcorn ist bei dieser merkwürdigen bundesbürger-in-wut-gründung erst mal nicht angesagt.

da ich mich hier ja in einem blog tummle, das von gerne besser verdient haben wollenden frequentiert wird, kann ich schon nachvollziehen, was eine solche parteigründung auslöst.

ps. mein vergleich oben war nicht so gut. ich meinte eigentlich die krätze. aber gut, dass du das verstanden hast.

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Dass die Krawallos der Kleinaktionärsversammlungen, der Schnappatmer im Gelben Forum jetzt eine Partei der Minicouponschneider gründen finde ich in Ordnung. Zur Demokratie zählt auch dass die ihre Interessen formulieren können.
Dass sie, wie die Rechten halt meistens so sind, konstitutiv unehrlich auftreten gefällt schon weniger:
http://www.wiesaussieht.de/2013/04/19/eine-antwort-an-den-wirtschaftsphilosophen
Das sind Taktiken die man früher von der DKP kannte. Nur hatte die als Ausrede ihren halblegalen Status, die Berufsverbote und und und. Wohingegen diese Leute nur Kriecher sind (Dilger, Adam, Smirnova als Beispiele).

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die krawallos, schnappatmer, coupon- und beutelschneider sind nur das laute echo. wenn man im bild bleiben will, könnte man auch sagen, da hallt etwas aus der tiefen schlucht.

die strategie, u-boote einzusetzen ist allerdings eine uralte, bei der wirtschafts- und großindustrielobby gängige paxis. hier mit dem finger auf eine längst obsolet gewordene dkp zu zeigen, erscheint mir doch 'etwas' ideologisch verquer. ich bin gespannt, wie die fdp mit der konkurrenz umzugehen gedenkt. und es macht mir sorgen, dass sich eine reine lobbyvereinigung eine eigene partei aufbaut, die auf sämtliche relevanten organisationen zugriff haben könnte. oder so rum: wehe, wenn sie auftauchen.

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Ich hoffe...
...dass es mit Italien doch nicht so bergab geht. Auch wenn es auf eine Talfahrt gehen sollte, wird die Linke auch nicht viel reißen können. Das gesamte System müsste umstrukturiert werden, mal abgesehen von politischer Meinung.

LG

Boris

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