Für eine Handvoll Euro

bekam man das 1993 nicht, da musste man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen, und grosse Rabatte am Jahresende waren damals auch unüblich. 1295DM wollte der Fachhändler damals für dieses Scott Cheyenne. Gefahren wurde des danach kaum, es stand nur herum und wurde jetzt, wie so vieles in der kleinen, dummen, reichen Stadt an der Donau - weggeworfen.





Meine Erklärung für dieses Rad und andere exzellent erhaltene MTBs der frühen 90er Jahre ist, dass damals a) die Technik ausgereift war, b) hohe Stückzahlen produziert wurden und c) jeder so etwas haben musste. Vermutlich wanderten damals unbemerkt die alten Oparäder auf den Schrott, die 10-Gang-Peugeots und die Rixe-Räder. Heute fällt es auf, weil das nicht direkt ins Altmetall geht, sondern vorsortiert werden muss, und dabei fallen dann solche Stücke aus dem Verwertungskreislauf.





Was damit tun? Keine Ahnung. Ich gehe aber stark davon aus, dass sich in diesem Frühjahr sehr viel ändern wird. Vielleicht werde ich viel Zeit in der Roten Zone zum Schrauben und Radeln haben, vielleicht ist es auf Feldwegen besser als auf Strassen, wo die Sperren sein könnten. Man weiss es nicht. Heute morgen ist hier auf der Strasse der Verkehr zusammengebrochen, weil viele Eltern ihre Kinder mit dem auto brachten, und trotzdem ist das Klassenzimmer unter mir nur schlecht gefüllt. Da ist etwas im Anmarsch. Es ist nie verkehrt, etwas Bastelarbeit und Mobilität jenseits des Üblichen zu haben. Oh, natürlich ist das nur der Worst Case, natürlich sind wir "bestens vorbereitet" und müssen keine Angst haben.



Wenn alles gut gegangen ist, verschenke ich es vielleicht. Wenn alles schlecht geht, werden bald viele Keller und Garagen vom Opa ausgeräumt.

Mittwoch, 11. März 2020, 09:32, von donalphons |