Semiitalien

Es gibt genug Gründe, Bayern zu verabscheuen. Ja, es stimmt, es gibt hier eine Partei, die nicht gerade zum grösseren Ruhme Deutschlands beiträgt. Ja, Korruption ist etwas, das hier unter Brauchtumspflege gefördert wird. Ja, unsere Politiker brauchen dringend Deutschunterricht. Und selbst die Roten schaitern nicht an der CSU, sondern erst mal an sich selbst. Aber:



Dieses Bayern ist manchmal das Nächstbeste, was an Italien rankommt. Denn heute haben wir ihn, den originalen italienischen Himmel in seinem prächtigen, fast schon surrealen Blau, als wäre da einem der Farbtopf runtergefallen, das verwaschene Rot der Dächer, wir haben die italienische Architektur, hier lebten früher die Italiener, und hier oben kommen mir die besten Ideen für italienische Stukkaturen in den dunklen Räumen, wo ich nachher Siesta halten werde. Denn die Temperaturen, die sind auch italienisch. Aber jetzt erst mal zum Mercato.

Donnerstag, 6. Juli 2006, 10:56, von donalphons | |comment

 
Dächer
Das ist schon generell sehr richtig, nur sind die Dächer zu ordentlich für Italien. Auf echten italienischen Dächern liegen die Dachziegel krumm und beliebig herum, man hat den Eindruck, die ganz Konstruktion muß jeden Moment abschmieren und unten auf der Straße ein paar Touristen erschlagen, aber irgendwie hält es dann doch wieder, mit Behelfskonstruktionen, und einem wilden Dickicht von Antennen und Satellitenschüsseln, so wie hier.

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Der Preuße im Bayern
Das ist das dem Bayern einwohnende Restpreußentum, das sich in Form deutscher Ordentlichkeit auswirkt, während der Welsche in dieser Hinsicht ein echter Lodderbast ist ;-)

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Deutsche Dächer sind auf jeden Fall langweilig, außer, man ist ganz im Norden und bekommt Reetdächer mit Löchern drin, oder unerwartet leuchtend blau glasierte Ziegeldächer. Italienische Dächer sind im Vergleich spannend, ereignisreich und kurzweilig.

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Klar gibt's im Bezug auf Mönch und Nonne auch in den gefühlten Landesgrenzen von Bella Italia ein klares Nord-Süd-Gefälle. Ändert jedoch nichts an dem bei uns spürbaren dolce far niente...

Der signifikante Unterschied, der sich in den z.T. etwas unorthodoxen Dächern wiederspiegelt, entsteht im übrigen dadurch, dass ein Bauantrag in Italien ungleich mehr formellen Aufwand benötigt als beispielsweise in Bayern (ja, man mag es kaum glauben) und somit Schwarzbauten entstehen, die kurz vor Parlamentsneuwahlen dann als letzten Schub auf der Jagd nach Stimmen nachträglich legalisiert werden...

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Ehrliche Nordsee
In NRW macht man sich nicht mal die Mühe Korruption als Brauchtumspflege zu kaschieren. Leben lässt es sich hier aber auch. Und es ist nicht so weit zur Nordsee.

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Der ausgesprochene Norden Deutschlands hat mit England mehr gemeinsam als mit Bayern, und teilweise auch mit Dänemark, was ja bekanntlich das Italien des Nordens ist :-)

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Kleinitalien
scheinen sich mehrere Fürsten eingerichtet zu haben, sogar an der Elbe.

Kann man ja verstehen, irgendwie…

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Es soll welche gegeben haben, die von der Grand Tour nach Italien gar nicht mehr heim wollten und irgendwo zwischen Neapel und Venedig versackt sind.

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Das waren also die eigentlichen Gründer der Toskana-Fraktion ;->

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Ihre Vorfahren - entlaufene Bürger- und Adelssöhne.

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