Es geht voran

Drei Bohrer, eine Säge, zwei Gipsformen, zwei Dutzend Schrauben und Nägel haben den heutigen Tag nicht überstanden. Spätere Generationen werden sich über die abgebrochenen Bohrer in der Wand hinter dem Stuck wundern, vielleicht auch über die Verzweifllung, die aus dem Mix von Schrauben und Konstrukionskleber spricht. Eine pfundschwere Lisene hat sich von der Decke gelöst, als ich gerade darunter vorbeigegangen war. Auf einem mysteriösen Kabel war doch Strom, obwohl alle Sicherungen draussen waren. Was ich buchstäblich begriffen habe, als ich die Kabel durch eine Rosette ziehen wollte. Lustig, wenn man bei solchen Entdeckungen drei Meter oben auf der Staflei balanciert und die andere Hand, mit der man sich gern die zittrigen Finger halten würde, das schwere Gipsstück heben muss. So eine Rosette ist zu teuer, als dass man sie einfach für ein bischen Tätscheln fallen lassen würde. Wie man halt seinen Sommer so zubringt.



Aber die Aussenwerkstatt mit den makellosen Farben, die ist unvergleichlich. Morgen leiden wenigstens meine Handwerker wieder mit mir.

Dienstag, 11. Juli 2006, 01:10, von donalphons | |comment

 
Wie bricht man denn einen Bohrer ab?

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Man bohrt gegen irgendwas hartes, wackelt rum, drückt drauf, und PENG! Gar nicht so schwer bei den hiesigen Steinen.

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Der Stein war stärker? Da war was im Mauerwerk, das nicht erwartet wurde? Möglichkeiten gibt es viele.

Es ist nicht schwer, Werkzeug zu schrotten, wenn das Material zäher ist als des Werkzeug. Zahllose Kreuzschlitzschraubenzieher und Akkuschrauber-Bits sind bei mir schon den zu hartnäckigen Schrauben zum Opfer gefallen. Also kann ich mir vorstellen, daß Don's Uralt-Haus auch schon mal einen ganzen Bohrer auf dem Gewissen hat.

Alte Häuser sind extrazäh. Das, in dem ich wohne, hat nur etwa ein viertel der Jahre auf dem Buckel wie Dons, aber es ist auch schon schlimm genug. Da gibt es diese Ex-Schraube im Dielenbrett meiner Nachbarin, gegen die alle vereinten Anstrengungen nichts ausrichten können...

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der laufende einsatz eines spannungsprüfers ist bei der elektrik von altbauten nie verkehrt. man kann da zu ganz erstaunlichen erkenntnissen über die arbeitsweise von elektrikern und elektrobastlern kommen...

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Der Ziegel geht, aber wenn man Mörtel erwischt, ist es tödlich. Und natürlich ist auf der Höhe, wo der Kehlstuck hinmuss, ein horizontales Mörtelband. Da hilft nur Probieren. Loch an Loch, und es hält doch, hiess es früher im Rennradleichtbau. So sieht auch der Stuck aus: 12 Borhlöcher und 4 Brüche auf einen Meter, wobei 2 Schrauben so lala gehalten haben. Zumindest genug, um den Rest mit Konstruktionskleber zu machen,

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@auch-einer: Elektriker bezeichnen den Spannungsprüfer nicht ohne Grund als Lügenstift. Wenn er leuchtet, kann man zwar davon ausgehen, dass eine Spannung da ist. Der Umkehrschluss kann dagegen ziemlich tödlich sein.

Wenn er nicht leuchtet, kommt bei mir als nächstes die Kurzschlussprüfung: Alle blanken Kabelenden mit einem Schraubenzieher (bevorzugt mit isoliertem Griff) verbinden. Wenn es dann nicht knallt und raucht, kann die Arbeit beginnen.

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