RSS-Leser haben kurze Schwän…

Na was wohl? Richtig, genau das. Oder eigentlich auch nicht, denn eigentlich ging es mir mit der Überschrift darum, eben jene RSS-Leser zum Anclicken des Beitrags in ihrem Reader zu bekommen. Um ihnen zu zeigen, was für Idioten sie sind. Auf was für dämliche Reize sie abfahren. Welche Wahrnehmung von Texten haben. Die ich nicht leiden kann. RSS mag einem ja einen schnellen Überblick verschaffen, ist aber ansonsten die Fernbedienung für die Blogs und eine echte Pest.

Warum? Nun, weil verdammt viele der RSS-Leser hier sind. Die sehen, dass sie kürze Schwän…. haben sollen, denken - WAS IST DAS?, das Ding übt einen knalligen, starken Reiz aus und sie kommen. So kriege ich sie. Ich muss ihnen in den ersten paar Worten etwas Hartes, Anziehendes, Unwiderstehliches liefern, wenn sie kommen sollen. Kurzb und prägnant, Deppensprache. Hätte die Überschrift durchaus zutreffend “Die möglicherweise negativen Folgen des RSS-Readers auf die Gestaltung von Internetinhalten” geheissen, wären sie wohl kaum gekommen. So, wenn ich ihnen was LAUT und DRASTISCH um die Ohren prügle, kommen sie. Hey, wenn ihr so tickt, holt Euch ein Bild-Abo, Ihr seid volle Kanne Zielgruppe.

Und hier geht es noch knalliger weiter, Freunde.

Freitag, 20. Mai 2005, 02:06, von donalphons | |comment

 
Ist halt so bequem. Wenn man nach Gründen fragt, hört man dann: "Es gibt ja sooo viele gute blogs". ... und sooo viele gute Musik (die einen 40GB ipod benötigt) und sooo viele gute Kinofilme (die es per DVD jedes Wochende abzuarbeiten gilt), sooo viele gute Bücher (die auch noch irgendwie geschaft werden müssen). Fernseher, Live-Konzerte, Computer-Spiele und Zeitschriften gibt es auch noch.

Wenn ich den allein den Medienkonsum, der in vielen Blogs genannt wird, mir so ansehe, dann frage ich mich, wann die mal an die Sonne kommen. Der Vergleich mit den Buffet und dem Fleisch war sehr gut. Blogger geben sich ja Mühe, ein nettes Buffet aufzubauen, im Gegensatz zu anderen Medien. Ärgerlich, wenn die Gäste per Handy sich nur über die Quantität des Fleisches informieren lassen und dann entscheiden, welches Buffet den Medien-Hunger stillt.

Aber wahrscheinlich kann ich mangels Fernseher, MP3-Player und Stereoanlage eh nicht mitreden und es bleibt die Kulturkritik eines alten Grantlers, der noch dazu am A... der Welt wohnt.

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Könnte mir mal jemand erklären, was rss-Dingens eigentlich genau ist?

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Eine ausführliche Erklärung findest Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/RSS
Schau Dir zum Beispiel http://www.blogbar.de/feed/rss2/ an. Ein RSS-Reader kann dieses Material verarbeiten und für den Nutzer zusammenfassen. Ich verwalte solche Feeds zum Beispiel in meinem Mailprogramm (Thunderbird), es gibt aber auch "richtige" RSS-Reader. Weil man meist nur die Betreffzeile des Artikels und manchmal eine kurze Zusammenfassung erhält, klickt man bei Interesse das Link zum vollständigen Artikel an.

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RSS
Ich halte das für eine hilfreiche Technik. Ich kann mich informieren lassen, dass der Blogger XYZ etwas zum Thema ABC geschrieben hat. Weil ich den Blogger gut finde, habe ich ihn in meiner RSS-Liste. Wenn ich das Thema gut finde, öffne ich ein Tab und schaue mir den Artikel an. Traue doch Deinen Lesern mal etwas Kompetenz zu!

Nebenbei: Wenn Du das nächste Mal einen Aufreger suchst, dann nimm doch: "RSS-LeserInnen leiden unter Mundgeruch!!!" :-)

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Geht so. Zur schnellen Übersicht ist das gar nicht schlecht, und ich überlege, mir auch so ein ding auf meinem Blog einzubauen. Aber Don hat schon recht: Es gibt ein Publikum von RSS-Feed-Hardcore-Usern, die so sind, wie er sie beschreibt. Das ist ähnlich wie OpenBC: Das Territorium ist nicht die Landkarte, die Atomkraft selber ist ebensowenig böse wie das Triebwerk der B52.

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Wer auch nur ein paar Fachartikel im Web veröffentlicht hat, kennt das Problem: Aller Nasen lang kommen E-Mails von Leuten, die den Artikel nicht richtig gelesen haben und irgendwelche Nachfragen haben. Ich vermute, die finden einen Link per google, lesen die ersten paar Zeilen und schreiben dann gleich eine E-Mail.
Was ich damit sagen will: Man kann sich seine Leserschaft leider nicht aussuchen. Und auch wenn Don Alphonso sehr pointiert gegen diese RSS-Feed-Hardcore-User schreibt, wird das wahrscheinlich niemanden vom oberflächlichen Lesen abhalten. Denn das oberflächliche Lesen ist IMHO das eigentliche Problem. RSS ist bloß eine Technik ...

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---die das ganze aber noch erheblich fördert. Und auf Tickerqualität runterzieht. Da drüben an der Blogbar sind massenhaft solche tickergeilen Deppen aufgelaufen.

Ich sage nicht, dass jeder, der einen Reader hat, ein idiot ist, aber es gibt so eine gewisse Klientel, die nur noch im Reader lebt und so seine Webumwelt wahrnimmt.

Ich mochte am netzz immer den begriff "Surfen". Genau das ist es, das, was ich beim Surfen selbst empfunden habe, Welle runter, rauf, hoch in die Gischt, spingen, Turns auf der Informationswelle. Die RSSler erinnern mich an die Jungs, die immer nur am Strand sitzen und nur rauspaddeln, wenn eine Welle besonders gross erscheint. Aber dann eben damit nicht umgehen können.

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bischen einseitig der text
Ich lese immer alles, was "meine" Blogger schreiben. Und lasse mir die Seite auch immer komplett im Feedreader anzeigen.
Der Feedreader ist nur ein Tool damit ich sehe wann wieder was neues da ist, damit ich nicht dauernd umsonst auf die Website aufrufe.

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Ich beziehe mich vor allem auf Leute, die wohl wirklich nur noch mit dem feeds ihre Lesegewohnheiten sortieren. Und in letzter Zait habe ich so ein Bauchgefühhl, dass, desto superknalliger die Überschrift, desto mehr Einfall von Lesern. Und das gefällt mir nicht, ich schreibe hier nicht, um Leute anzuficken, sondern erst mal für mich selbst. Und dann auch für Leute, die eher lange texte wollen, weitaus länger als das, was z.B. beim Spiegel steht. Und das auf RSS-Niveau runterzubrechen, gefällt mir nicht. Auch nicht die Haltung dr Leser. Deshalb dieser Beitrag. Und natürlich fallen die üblichen Idioten drüben ein... der hier, ein Psychologe, ist besonders lustig:

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Feindbilder abhanden gekommen?

Technologie-Trend, der von vielen Web 2.0 genannt wird. Web 2.0. Mit wem hängt der denn rum?

Ach ja: Die unkomplizierte schnelle Technologie. Ich habe mir ein paar feed-reader angesehen. So richtig hilfreich fand ich die keinen.

Noch was soziologisches: Feeds entsprechen dem Lebensstil der Jugend. Bevor die in eine Bar/Disco gehen wird per Handy erstmal ausgiebig die posse zusammengerufen und bei Informanden abgecheckt, wo denn wirklich die Luzzi abgeht. Und das dauernd. So kann es passieren, dass sich ein Club/eine Party innerhalb kürzester Zeit leert, weil es Infomationen über einen besseren event gibt. Das Handy ist das wichtigste Utensil im Nachtleben, noch vor dem Schminkset. Die Angst was zu verpassen ist allgegenwärtig.

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Brand1. Sixtus ist halt jemand, der noch Visionen hat. Darf eer auch. Und mich nicht abkann. Darf er auch.

Übrigens ist Brand1 ein Feindbild, das mir noch etwas mehr abhanden kommen könnte, die 120 Punkte für den exit würde ich wirklich geniessen.

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"Ich muss ihnen in den ersten paar Worten etwas Hartes, Anziehendes, Unwiderstehliches liefern, wenn sie kommen sollen. Kurzb und prägnant, Deppensprache."

Auch als nicht RSS-Benutzer und frei nach Wolf Schneider: Wer gelesen werden will, sollte auch leserfreundlich schreiben. Das hat weniger mit Deppensprache zu tun, als vielmehr mit Lesekomfort. Und jeder Leser möchte gelockt werden - besonders bei dem vielfältigen Leseangebot des Internets ziehen da amüsante Überschriften und interessante Sätze eben mehr an, als eine trockene Intellektuellensprache, die mit 37 Wörtern ausdrückt, was der Bauarbeiter von Nebenan in 6 Worten zu sagen vermag. Obwohl ich Ihnen das nicht vorwerfen kann :).

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Es geht mit nicht ums Lesen, sondern um das "verstehen", um die Art, wie an Texte herangegangen wird. Mir sind 10 Leser, die meinen kryptischen Ergüssen durch die finsteren Sphären meines erfundenen Lebens folgen, wichtiger als die 1.000, die gucken und geil finden.

Diese Blog lockt eigentlich niemanden. Ich schreibe vor mich hin, heute Stuck, morgen Blogs, übermorgen Insolvenz. Ich denke, es ist ein Texthaufen, der es den Lesern nicht leicht macht und es ihnen auch gar nicht leicht machen soll - davon habe ich in meinem Beruf genug, das muss in meiner Freizeit nicht sein.

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Bullshit
RSS dienst dazu zu sehen ob es was Neues bei der (dem gibt ohne das hässliche Webdesign, die stupiden "Logo"bildchen und eure Scheiss-Werbung ständig zu laden. Thats all.

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Bullshitter
Und wohl auch dazu, ein paar grundlegende Regeln der Kommunikation zu verlernen, nehme ich an - Gelbe Karte, mein Bester.

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ach du jö!
viele männer haben viel zu kurze schwänze. bedauerlicherweise. reader hin oder her. das ist nun mal so.

es gibt für mädchen nichts komfortableres, schnelleres und sinnvolleres als über rss-reader blitzschnell die textmasturbationsorgien der A-blogger durchzusieben und gleich auf deren quickys zu verzichten.

typisch deutsch. tipp: einfach feedburner-button rausnehmen und kein reader missbraucht deine heiligen buchstaben.

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ach nö
Kerls, mit denen ich in die Kiste will, suche ich mir nicht im Netz und schon gar nicht in Blogs. Ich würde, das, was hier abläuft, auch nicht als Hirnwichse bezeichnen, dafür ist die kulturkritische Stoßrichtung *grins* zu deutlich erkennbar.

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