: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Freitag, 13. Dezember 2013

Dirt Picture Contest - Kartoffelchips

"Tacoed the wheel" ist im Englischen eine Umschreibung für einen Achter im Laufrad, der so deutlich ausfällt, dass das Laufrad nicht mehr durch den Rahmen passt. Es hat dann eine Verformung, die an einen Kartoffelchip erinnert, Taco auf Englisch. Tacoing passiert, wenn zum Beispiel ein Auto einen Radler an der Kreuzung missachtet und beim Abbiegen ins Vorderrad kracht.

Oder jemand mit voller Wucht seitlich auf ein Laufrad tritt.



Ich bin in Mitte untergebracht, direkt an der Freidrichstrasse und nach Vorstellungen des Reichshauptslums damit nicht in einer schlechten Gegend. Aber hier stehen viele Velos herum, gar nicht schlechte Exemplare übrigens mitunter, sicher früher in einer Provinz gut gepflegt und dem Kinde im guten Glauben mitgegeben, die eingetretene Vorderräder haben. Vielleicht scheiterte ein Dieb am Schloss und hat sich abreagiert, vielleicht war es einfach auch nur ein Randalierer - dann ist es eben kaputt. Zugegeben, nicht leicht reparierbar. Dann bleibt es eben vor Ort und wird aufgegeben. Aber wie gesagt, es ist direkt an einer viel befahrenen Hauptverkehrsader der Stadt mit gehobenen Geschäften und Kultureinrichtungen. Rechts die Museumsinsel, links das Berliner Ensemble und dazwischen immer wieder, in hoher Zahl, solche Ensembles.



Ich greife in den Niedergang nicht ein, das Rad sollte aber auch 48 Stunden später noch immer so da liegen. Wegfahren kann man damit nicht, es stört auch neben dem Verteilerkasten nicht, und wenn am kommenden Wochenende weitere Feiernde darauf herumtrampeln, können sie sagen, das sei schon so gewesen. Und es stört sich ja auch keiner dran. Wie gesagt, das ist kein Hinterhof, das ist vorne in der guten Stube der Stadt. Eine, die bei den einen als gentrifiziert und bei den anderen als beruhigt gilt.

Und es zeigt ein wenig, wie man hier schon mit dem Eigentum anderer Leute, ihren Bedürfnissen und generell dem Erscheinungsbild umgeht.

Manche Räder sind auch zum Tacoen abgestellt, etwa als Werbeträger angekettet. Um sie herum entstehen dann Müllhalden, denn sie machen einen Teil der Strasse schlecht zugänglich, wo sich dann der Dreck sammelt. Ist irgenwo ein Rad mit Korb, so wirft der Berliner dort seinen Junkfoofdreck hinein. Es ist übrigens fast immer Junkfooddreck. Ausrottbar dürfte das vermutlich nicht sein, denn man ist in Berlin der Meinung, dass hier viel billiges Essen sein muss, und dann folgt eben auch der entsprechende Dreck. Man tut sich etwas Billiges an und der Stadt auch. Alkohol ist auch billig. Das hier beworbene Restaurant ist zwar etwas teurer, aber ob so eine Müllkippe als Werbemassnahme taugt, weiss ich auch nicht.



In Italien gibt es für Körbe Blumengirlanden und bei uns sind Weidenkörbe in alter Manier im Kommen; ich kann mich nicht erinnern, je ein Rad gesehen zu haben, das zum Abfalleimer gemacht wurde, wenn obendrein der nächste echte Abfalleimer, wie an der Friedrichstrasse, nur 10 Meter entfernt ist. So etwas gibt es nur hier. Das ist spezifisch. Zumindest in meiner erlebten Welt. Und nein, auch die schlechten Viettel meiner Heimat haben so etwas nicht-

Ich will nicht in der Umgebung von Menschen leben, die sich das recht herausnehmen, einfach so Räder zusammenzutreten. Ich will auch nicht in der Umgebung vin Vermüllern leben, und ich finde es auch nicht ironisch, einen Gegenstand dann einer neuen Bestimmung zuzuführen. Es sind nur ein paar Räder an der guten Strasse mit den guten Geschäften, aber diese Stadt ist nicht so gut wie die Ketten, die hier investieren, sondern so schlecht wie das Pack, das so etwas tut und dem man offensichtlich nichts, noch nicht mal eine Strassenreinigung entgegen setzen kann.

Die Stadt hat sich nicht geändert und ich habe mich nicht geändert. Sie sind, wie sie waren und ich finde, man sollte den Bundesfinanzausgleich aussetzen. Damit diese Berlinnormalität nicht als Normalität des Landes gehandhabt wird.

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Samstag, 10. Oktober 2009

Noch einen Koffer in Bayern haben.

Ich bin da ganz offen: Bayern ist in meinen Augen nicht die beste aller möglichen welten. Für mich ist es vielleicht die beste aller existierenden Welten, deshalb bin ich auch hier, aber es geht in allen Bereichen durchaus nochmal besser. weshalb ich auch mittelfristig dazu tendiere, meinen Wohnsitz noch etwas weiter in den Süden zu verlegen, sobald ich mir die nötigen Mittel erschrieben habe; also nicht mehr die kleine, dumme Stadt an der Donau und der Tegernsee, sondern vielleicht noch haus Henrietta in Obermais oder die Villa Minerva in Riva. Dann kann ich mit den Jahreszeiten von Nord nach Süd und wieder zurück, je nach Belieben, und das alles mit nie mehr als drei Stunden Autofahrt - im Sinne eines Ausflugs, nicht einer elenden Raserei - dazwischen.



Ich könnte also überall sein, im satten Tal, auf dem Berg, am See, unter Palmen, immer und zu jeder Tageszeit, und es wäre schon.

Weniger schön dagegen finde ich offen gesagt die Fahnenflucht, mit der der Blumenbarverlag aus München nach Berlin umzieht, als wäre es das elende Haus Suhrkamp. Gerade Blumenbar, die letztes Jahr mit Mjunik Sisco gezeigt hat, dass München, von ein paar Jahren zwischen 1995 und 2005 mal abgesehen, nicht nur die einzige gute Grossstadt Deutschlands war, sondern auch allgemein so gesehen wurde - und nachdem 2005 auch der Letzte kapiert hatte, dass Berlin nur schlechten Service und schlechte Irre in schlechter Umgebung produziert, ist man inzwischen ja wieder in München angekommen.

Man hat ja in München so einiges getan, um Blumenbar zu päppeln. Mehr vermutlich, als man in Berlin tun wird, wo es zig andere erfolglose Kleinverlage gibt, die niemanden besonders interessieren. Kommt halt noch einer. Mal schaun, wie lange es dauert, bis sie merken, wie Leckmich und Waswillste dieser Dreckhaufen ist, gerade, wenn man die Projekte macht, die alle machen, und die Lesungen, die auch alle versuchen. Vielleicht twittern sie dann auch.



In München - wird eben etwas anderes entstehen. So ist das immer. Wenigstens findet man es in Bayern noch unerfreulich, wenn jemand geht, der etwas geleistet hat. Wenn sie in Berlin draufgehen, juckt das dort niemand. Es ist ja nicht so, dass ich Fernweh nicht verstehe, aber während die Franzosen Paris haben, oder die Cote, und die Spanier Madrid oder Barcelona, kann man hierzulande schon froh sein, dass es München und den Süden davon gibt. Davonlaufen giltet nicht. Aber vielleicht brauchen sie einfach ein paar Jahre, um das zu verstehen. Das Feine an Bayern ist ja, dass man verlorene Söhne gern wieder aufnimmt.

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Dienstag, 14. Oktober 2008

Für wen man kaufen soll

Nicht nur der Weltmarkt, auch mein kleiner Immobilienmarkt rund um den Tegernsee verzeichnet einen Einbruch. Keinen Preiseinbruch, ganz im Gegenteil, sondern einen Angebotseinbruch. Anfangs des Jahres gab es noch 37 Angebote für private Wohnungsverkäufe am See, jetzt sind es noch vier. Und die sind alle schon etwas älter und entweder zu teuer oder zu schlecht gelegen. Man hört aus Berlin, dass es dort weniger bis gar nicht mehr toll ist. Folglich schauen sich auch meine Auftraggeber dort eher nach Insolvenzprojekten um, denn nach Luxusobjekten, die auf Münchner Niveau liegen. Wenn ich ihnen nicht abraten kann. Denn es ist ja so:

Man sollte sich nie eine Wohnung kaufen und dabei sich selbst sehen, wie man gerade ist. Genauso, wie man sich vermutlich nicht mehr wie zu Studienzeiten einrichten würde, ändern sich auch mit den Jahren die Ansprüche an Infrastruktur und Eigenschaften. Der klassische Berlinkäufer sieht das Tempo (das nirgendwo hinführt) und die Jugend (die verdammt kurz ist), denkt aber nicht an die mittelfristigen Folgen. In der Altersklasse 40+ ist es irrelevant, ob ein Technoschuppen bis um 8 Uhr morgens offen hat, und wer in diesem Alter immer noch billige Drogen an S-Bahn-Haltestellen kauft, gehört ohnehin nicht zur Klientel, die hier angesprochen ist. 35 bis 45, das ist die Zeit des Wandels, da geht vieles nicht mehr so leicht. Man wandelt sich zu einem Menschen, der täglich eine Tablette oder zumindest eine Faltenbehandlung braucht. Und eines schönen Morgens setzt man sich in seinen Roadster, fährt zur Kontoeröffmung in die Schweiz und fühlt sich lächerlich, weil das nur alte Säcke machen.

Man ist am nächsten in Meran, findet es schön, wirklich, erfreut sich an den Palmen im Hof und am reichhaltigen Angebot in der Tortentheke. Am Abend davor - man ist ja trotz allem an der Partymeile einquartiert - schleppte man sich eher angenervt durch die jugendlichen Trauben vor lauten Lokalen. Es würde schon noch gehen, aber es muss auch nicht sein. Mit etwas Abstand könnte man den Eindruck bekommen, dass man nicht mehr ganz jung ist, und wenn man die dieser Erkenntnis folgenden, halsbrecherischen Überholmanöver im Passeiertal überlebt hat - rasen wie ein Fahranfänger - , kann man sich überlegen, was das letztlich doch unaufhaltsame Alter bedeutet.



Dass man beispielsweise überlegt, wie man in 30 Jahren ist. Als ich 20 war, wollte ich mit 30 tot sein, insofern war das irrelevant, aber heute bin ich, nun, sagen wir mal, um mich vor zwei Jahrzehnten nicht zu beleidigen, anderer Menung. Ich denke, man sollte sich einen Balkon verschaffen, auf dem man sitzen kann. In einer eher warmen Gegend. Wo die Bettler am Boden sitzen. Es mag grausam klingen, aber ich würde Orte meiden, in denen die Bettler aufstehen. Das bedeutet, dass es nicht reicht, einfach nur dazusitzen und auf Gaben zu warten. Bettel-Unternehmer sind ein Zeichen dafür, dass es nicht mehr ausreicht. Sie sind ein Indikator für eine Gesellschaft ohne Milde, für ein fehlendes soziales Gleichgewicht im Ungleichen.

Ich würde an Orte denken, die saubere Wege haben, die im Winter auch gestreut werden. Mit 30 kann man aufpassen, aber mit 75 im Rollstuhl zu landen, weil sich niemand an den Eisplatten gestört hat, auf denen man sich den Oberschenkel bricht, ist dem Topos des älteren Herren mit älterem Roadster nicht zuträglich. Ich wünschte mir auch eine Region, in der man die Nachbarn kennt, wo man den Schlüssel einlagern kann, und die aufpassen, wenn man in Urlaub ist. Reisen ist sowas wie das Komasaufen der alten Herrschaften, man hat ja sonst nichts zu tun. Prinzipiell wird auch eine gute Versorgung mit Gaststätten wichtiger, als die Auswahl zwischen 10 Dönerbuden, deren 99cent-Kampfpreise dann auch nichts mehr bedeuten. Ein paar gute Ärzte in der Nähe sind übrigens auch nicht schlecht.



Es gibt ein paar Dinge, die mir früher zu viel waren. Zum Beispiel Parks mit überbordender Blumenschmuck an allen Ecken und Enden. Die sind aber das notwendige Gegenstück zu den zufriedenen Bettlern: Wer solche Blumenvasen voller Vertrauen das ganze Jahr aufstellen kann, hat keine grossen Probleme mit Vandalismus und anderen Formen alltäglicher Gewalt. Kein Mensch käme in Berlin auf die Idee, so etwas an die Oderberger Brücke zu stellen.

Man kann Mitte 40 und danach noch serhr viel Unsinn machen; davon leben Motorradhändler, Bordelle, Scheidungsanwälte, Whiskeyhersteller und Anlageberater. Man kann, wenn man sich unbedingt zum berufsjugenslichen Idioten machen will, auch in Städte fahren, die anders sind. Dort gibt es zum Glück genug andere berufsjugendliche Idioten, in denen man nicht mehr auffällt, wenn man schon nicht die Einsicht hat, der Jugend ihre Spielplätze und billigen Drogen und verranzten Clubs zu überlassen. Aber wenn es um den Kauf einer Immobilie zu Eigennutzung geht: Immer dort das Objekt kaufen, mit dem man in 40 Jahren auch noch was anfangen kann.

Und sei es nur, im warmen Meraner Winterlicht mit Blick auf die Palmen einen Anruf entgegenzunehmen, in dem berichtet wird vom Oberschenkelhalsbruch von Depp S. aus B. auf einer Eisplatte nach einem missglückten Partybesuch, den danach noch die Nachbarsgang gestiefelt und beraubt hat. Und dann über dem Park zu lächeln im Wissen, dass man den Torheiten der Jugend wenigstens nicht die Idiotie des Alters hat nachfolgen lassen.

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Sonntag, 13. Januar 2008

Dirt Picture Contest - Asoziale Synergien

Wir nehmen Abschied von der Müllkippe Berlin a. d. Spree, einer Siedlung, die man nicht kennen und gesehen haben muss, Bochum ist vielleicht ähnlich reizlos, und auch in Bremen trifft man ritalingefüllte Werber. Das Rauchverbot in Gaststätten ist auch anderswo eine gute Sache, und von mir ausgeplündert zu werden, kann man nicht als Verdienst einer Ansammlung von Häusern betrachten, deren Bewohner keinen Sinn für Schönes haben und dasselbe für wenig Geld den Bewohnern zivilisierterer Gegenden überlassen.

Das da ist pleite und uncharmant, die netteren Bewohner kann man nach Hause einladen und auf die gute Beschäftigungssituation an der Donau hinweisen, auf das bessere Klima und anderes, was die Heimfahrt freudig werden lässt. Aber zum Ende ist doch noch eine Frage zu stellen: Wer ist in diesem Asozialenhausen eigentlich der Asozialste?



Das unerfreuliche Wesen, das seinen Köter ungeniert auf den Gehweg scheissen lässt? Die grosstuerische Person, die ihre Japanschleuder so auf dem Gehweg abstellt, dass man nicht vorbeikommt? Oder die geschmacklose Figur, die erstere Hinterlassenschaft aufhebt und auf zweitere schmiert?

Ich will mir da kein Urteil anmassen. Vielleicht ist das da oben doch nicht so schlecht. Dann bleiben sie wenigstens alle zusammen oben, mit den Apparatschiks, den falschen Blogerlösern, den Pleitiers, den Werbedeppen, den Diskursignoranten und was da sonst noch ist. Lebt wohl, oder krepiert, wie ihr meint, adieu. Ich schreibe das hier schon wieder in Bayern.

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Dirt Picture Contest - Verspiesserung

Du dachtest, dein Viertel wäre cool, denn dort wohnen die Ausgeher, die jungen Kreativen, die Werber mit Koks oder Ritalin, die Romaninderschubladehaber, die dünnen Mädchen und Medienmacher, die davon schreiben, dass hier alle wohnen. Du hast lange gedacht, dass es sich hier prima leben lässt, Gewinne mitnehmen und die Kosten und den Müll sozialisieren, Party machen und am nächsten Tag in die Galerie, dort vielleicht einen Berater kennen lernen und ein Projekt machen - und nach drei Jahren wunderst du dich, warum eigentlich so wenig vorangeht. Warum das alles hier so komisch geworden ist. So normal, rechts und links der Danziger Strasse.



Dir fällt auf, dass es hier eine Handelsstelle für die Sammler internationalen Speichels (so nannte es Pittigrilli) gibt. Ganz erstaunlich. Solche Geschäfte gab es allenfalls daheim in Esslingen oder Wanne-Eickel, aber hier wirkt es komisch. Scheint Kunden zu haben. Und es ist kein versteckter Swingerclub. Die machen das hier wirklich.



Und dann ist hier die Linke, die dich seit Jahren mit lustigen Strichen an der Wand verwöhnt und dergestalt die Weltrevolution vorantreibt. Zumindest war es früher so. Heute scheinen sie sich auch mit dem früher so verhassten Mediensystem auszukennen, und darauf anspielen zu wollen. Fundamentalopposition, kommt dir, ist vielleicht was anderes als der sensationsgeile Apell an gemeinschaftliche TV-Erfahrungen. The Revolution will not be televised, sagte mal Gil Scott-Heron. Vor langer Zeit.



Wer damals geboren wurde, hat auch schon die blaue Kühlschrankphase hinter sich. Die zwangsweise immer jemand in der WG hat. Aber auch das ist vorbei, man will etwas langfristiges, solides kaufen, nicht bei Mutti abstauben, das auch die Umwelt schont, vielleicht von Miele oder Bauknecht, am besten gleich eine Einbauküche, also muss das Relikt der Studentenzeit weichen, und wohin damit? Nun, erst mal raus aus der Wohnung, alles weitere wird sich finden, erst mal mit Christbäumen tarnen. Die hat man jetzt übrigens auch.



Und dann sind da noch deine Freunde, die neuerdings so eine rechteckige, von Geraden und Bauhaus geprägte Couch besitzen. Weisses Leder. An der Stelle, wo früher die flippigen rosa Sessel waren. Darüber hängt jetzt was von Lumas. So ist das inzwischen, Im Prenzlauer Berg. Photokunst, auch als Geldanlage, in einem weissen Rahmen, an einer weissen, wirklich reinweissen Wand, an die nichts kommen darf, vor allem nicht der Buntstift von Lea-Thorben, der auch folgen wird.

Schneller, als dir vielleicht lieb sein kann. Du hast doch vorgestern Nacht das Präservativ...?

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Samstag, 12. Januar 2008

Dirt Picture Contest - man könnte natürlich

auch sagen, dass eine Matratze und ein Kühlschrank keine Automobile sind, und deshalb für sie ein Halteverbot vor einer Einfahrt nicht gilt. Und sie deshalb dort bleiben können, bis sie als Malgrund für Schmierfritzen entdeckt werden, was immer noch besser ist, als wenn sie Wände bekritzeln.



Es ist nicht wichtig, was man tut. Es ist nur wichtig, die passende Entschildigung zu haben, um genauso weiterzumachen. Berlin hat immer eine Entschuldigung: Arm, schlimme Jugend, schlechte Erziehung, die Kommunisten, Erdstrahlungen, ein goldenes Bleiherz, das geschützt werden muss durch Abzocke, Fiesheit und schlechtes Benehmen. Ein paar Tage in Berlin, und man versteht plötzlich wieder Bundespolitik, Werbung im Allgemeinen und Bestechlichkeit. Das passt hier her. Das ist hier so. Man ist nicht der Hüter seines Bruders. Man is Balina, wa, selbst wenn man Schwabe war.

Und ich? Bin weg.

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Freitag, 11. Januar 2008

Dirt Picture Contest - Inventur über die Feiertage

Und ein zartes, fast frisches Grün überdeckt das Leiden, Siechen, Verpuffen und das Sterben gegen Ende des Jahres.



Wobei, welches Jahr es war, da die Glotze auf der Strasse landete, ist freilich nicht bekannt. Ich würde nicht darauf wetten wollen, dass es schon 2007 war. Der Zerstörungszustand spricht eher dagegen.

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Donnerstag, 10. Januar 2008

Dirt Picture Content - was ist das?

[ ] Der zu Weihnachten von Oma geklauborgte Geldbeutel ist leer.
[ ] Crime Scene - do not cross
[ ] Der generelle Zustand Berliner Medienschaffender
[ ] Ooops - gestern wurde es mal wieder heftig
[ ] Der Restetat des Berliner Finanzsenators für 2008



[ ] balaner, ortstypischer Berlindreck

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Dirt Picture Contest - Vitamin C + Dreck

Man sagt, die Helmholtzplatzschickeria lebe gesundheitsbewusst, und produziere so etwas wie ein neues Biedermeier, eine Bürgerlichkeit nach neoconservativem Vorbild.



Angesichts des ortstypischen Angebindes, das sich hier in einer der heissesten Ecken der Stadt, direkt vor meiner Tür unterhalb der Kinderwagenräder der Prenzelmütter so findet, das so original und echt ist, wie es meine kunstsam gerichteten Stilleben nie sein werden, möchte ich hier doch meine Zweifel an derartigen Interpretationen anmelden. Sollte es doch so sein, nehme ich an, dass die Autoren solcher Biedermeiervergleiche nicht nur aus Berlins durchgängiger Gossenpresse, sondern auch aus den finsteren Ecken Marzahns stammen.

Zumindest geistig.

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Dirt Picture Contest - Ugly in Pink

Ich könnte problemlos eine ganze Serie nur mit Bürostühlen ohne Lehnen machen. Kann es sein, dass jemand durch Berlin zieht, alle Lehnen des Mülls mitnimmt und damit einen florierenden Handel aufzieht, vielleicht mit denen, die zu spät kommen, die Stühle mitnehmen und dann eine passende Lehne suchen?



Oder sind es diese unerschöpflichen Vorräte auf der Strasse, die das Gründen in Berliner Startup-Bunkern so lukrativ und billig machen? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich hier nicht gerne bin, und der Gedanke, dass der Gardasee 150 Kilometer näher an meiner Heimat ist als diese öffentliche Müllkippe - dieser Gedanke schmerzt.

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