Dirt Picture Contest - Asoziale Synergien

Wir nehmen Abschied von der Müllkippe Berlin a. d. Spree, einer Siedlung, die man nicht kennen und gesehen haben muss, Bochum ist vielleicht ähnlich reizlos, und auch in Bremen trifft man ritalingefüllte Werber. Das Rauchverbot in Gaststätten ist auch anderswo eine gute Sache, und von mir ausgeplündert zu werden, kann man nicht als Verdienst einer Ansammlung von Häusern betrachten, deren Bewohner keinen Sinn für Schönes haben und dasselbe für wenig Geld den Bewohnern zivilisierterer Gegenden überlassen.

Das da ist pleite und uncharmant, die netteren Bewohner kann man nach Hause einladen und auf die gute Beschäftigungssituation an der Donau hinweisen, auf das bessere Klima und anderes, was die Heimfahrt freudig werden lässt. Aber zum Ende ist doch noch eine Frage zu stellen: Wer ist in diesem Asozialenhausen eigentlich der Asozialste?



Das unerfreuliche Wesen, das seinen Köter ungeniert auf den Gehweg scheissen lässt? Die grosstuerische Person, die ihre Japanschleuder so auf dem Gehweg abstellt, dass man nicht vorbeikommt? Oder die geschmacklose Figur, die erstere Hinterlassenschaft aufhebt und auf zweitere schmiert?

Ich will mir da kein Urteil anmassen. Vielleicht ist das da oben doch nicht so schlecht. Dann bleiben sie wenigstens alle zusammen oben, mit den Apparatschiks, den falschen Blogerlösern, den Pleitiers, den Werbedeppen, den Diskursignoranten und was da sonst noch ist. Lebt wohl, oder krepiert, wie ihr meint, adieu. Ich schreibe das hier schon wieder in Bayern.

Sonntag, 13. Januar 2008, 23:46, von donalphons |