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Donnerstag, 19. Juni 2014

Gut + Böse + ganz Böse

Tolle Idee. Das ist mal was anderes als nur rumsitzen und warten, dass einem in Berlin die gebratenen Hühner in den Mund geschoben werden. Losziehen und Lernen statt überzogene Absprüche und Lügen zu den Geschäftspartnern.

Und dann ist hier noch ein empfehlenswerter Beitrag, der zeigt, wie man mit schlecht geschriebener Schleichwerbung und Indolenz für Interessenskonflikte umgeht.

Momentan wird ja wieder gern vor den schrecklichen Gefahren der Immobilienblase in Deutschland gewarnt - die es so nicht gibt, sondern allenfalls ein paar Übertreibungen in einigen Regionen. Wer es nicht glaubt, soll mal die Hauspreise in Unterfranken oder Thüringen anschauen. Aktienindices auf Allzeithoch gelten dagegen als natürlich - auch wenn offensichtlich die Notenbanken, die an den Börsen nichts verloren haben, ein grosses Rad drehen. So ist sie, die Wirtschaftspresse. Hauspreise sind böse und kommunistische Kursfestlegung ist prima.

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Sonntag, 4. Mai 2014

Kleiner Hinweis.

Ich mag Frau Modeste und finde, sie hat im Gegensatz zu manchen Heissluftgebläsen einen Preis verdient.

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Donnerstag, 17. Oktober 2013

Ich bin ja so nett

und gebe nicht 1 zu 1 wieder, was das Berliner Senatsmitglied Christopher Lauer versucht hat, um meine Berichterstattung über ihn zu behindern, aber es wundert mich gar nicht, dass der Gründer von Popcornpiraten solche Erfahrungen gemacht hat:

Die Piraten in Berlin hatten fast gleichzeitig mit der CSU in München einen eigenen Fall von Vetternwirtschaft: Es stellte sich heraus, dass die Lebensgefährtin eines Abgeordneten Mitarbeiterin einer Praktionskollegin und Tochter der Pressesprecherin war. Nachdem ich begonnen hatte, diesen Fall zu recherchieren, versuchten mich mehrere bekannte Piraten zu erreichen. Der Tonfall war harsch.

Das konnte ich ignorieren. Ich hatte das Gefühl, einige überschätzten ihren Einflussbereich maßlos. Dieser mag innerhalb der Partei groß sein, endet dort aber auch. Ein Abgeordneter ließ mir jedoch ausrichten, ich solle aufhören mit der Recherche, sonst würden dunkle Geheimnisse aus meiner Vergangenheit an die Öffentlichkeit gelangen. Tage später kam auf meine Nachfrage in einem öffentlichen Chat dann nicht viel, außer einer wiederholten Drohung und der Feststellung, dass mein Leben „im Arsch“ sei.


Ja, so ist das. Da wird gleich mal versuchtm, eine Drohkulisse aufzubauen und wenn man dann anbietet, das Material, das man hat 1 zu 1 ins Internet zu stellen, dass sich jeder ein Bild davon machen kann, wie Volksvertreter arbeiten, dann wollen sie plözulich nicht mehr.

Immerhin, was man so aus Journalistenkreisen hört, brauchen manche Berliner Piraten gar nicht mehr zu kommen; diese Mischung aus CSU-artigen Anweisungsversuchen, CDU-BaWü-Klüngeleien und SED-Politbüto-Mentalität haben dafür gesorgr. dass Clows jetzt auch als Clowns behandelt werden. Dass mancher Buffetluderer dort mit einer gewissen Einladung in Frankfurt wedelt und so tut, als hätte er noch Einfluss bei den Medien, ist lächerlich. Wir wissen, wo Dein Auto steht, Freunderl.

Jedenfalls, danke, Popcornpiraten.

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Freitag, 10. Mai 2013

Distanzierung

Ich möchte mich hiermit schon wieder aus dem gleichen Anlass öffentlich von dieser Figur da distanzieren.

Dass eine andere Altenbockum ihren Landsitz in Hoyerswerda hatte, ist da nur ein fieser Treppenwitz der Geschichte.

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Dienstag, 8. Januar 2013

Schön

Er ist Südtiroler, deshalb.

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Samstag, 5. Januar 2013

Landpartie

Isabella schreibt über die brettharten Gegensätze zwischen wohlhabendem Land und den Debatten, die Städter und Filterbubbles führen, und das alles ohne Berlinbashing, trotz all der schönen Gelegenheiten. So schlimm ist das hier aber auch nicht, sogar ich kann hier problemlos überleben, obwpohl mir sogar die Dorfbiographie fehlt. Und wenn es dann hier bei den Nachrichten nur zur Fischbachauerin reicht, die falsch, nämlich in die Mangfall abgebogen ist, dann hat das auch etwas Tröstliches: Mehr als den schon getrunkenen Alkohol musste sie nicht mehr schlucken, es ging glimpflich aus, und das ist ja die Hauptsache.

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Freitag, 28. Dezember 2012

"Reiche Väter gehen natürlich, alternativ zum Job, auch."

Frau Modeste stützelt die nachwachsende Gesellschaft.

Das ist sehr viel unterhaltsamer als die inhaltegeraffte Geschichte des letzten Jahres der Frau Schramm, die lieber Tweets verarbeitet, statt mal mit den Wahrheiten rüberzukommen. Zum Beispiel, wie sie auf den allerletzten Drücker gewählt wurde, wie das mit dem Baum wirklich war und welche Vorgänge eigentlich das Buch wirklich haben zur Nebensache werden lassen, und was das letztlich mit der Finanzierung des Vorstandsamtes zu tun hat. Aber irgendwie ist es wohl ergiebiger, mich und andere nochmal zu bemäkeln, als mal die ganze Geschichte aufzuschreiben, vielleicht mit dem Titel "Krass überfordert". Oder so.

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Dienstag, 29. Mai 2012

Ich denke, das ist es wert.

Markus Kompa will natürlich keinem verkommenen Rechtspersonal das stinkende Drecksmaul stopfen, niemals, nein, es geht allein um die Frage, wie man sich ein klein wenig gegen unerfreuliche Urteile für uns alle zur Wehr setzt. Und das Schöne: Man kann mithelfen.

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Samstag, 26. November 2011

Das war fällig.

Das Elend der Werbung bringt es mit sich, dass man gewisse Phänomene miterlebt, ohne dass man sie schätzen würde. Die Versaublödung der Berge im Flachland ist so ein Thema: Die "Oktoberfeste" in allen Städten, der Glaube, der Bayer würde in Lederhosen auf Tischen tanzen, und Dirndl wären was mit raushängender Oberweite und Minirock in Polyester, und das alles müste man auch promoten. Das ist übrigens kein Grund, nur nach unten zu treten, in der Mittel- und Oberschicht gibt es das genauso, mit "aristokratischen Models" in den Prospekten und der Hüttenmieterei, am besten bei der Streif, und über all dem Gaudi, Gaudi, Gaudi, Vöff Klicko im Schnee, juchhee. Persönlich bin ich ja der Meinung, dass die Bergregion für ihren jahrelangen Ausverkauf und die Anbiederung eine Menge Strafe verdient hat - aber langsam reicht es auch wieder.

Besonders, wenn sich dann auch noch Pseudohoch und Extratief zusammenrotten. Ich habe ohnehin nie verstanden, wieso man niedriges Personal aus Küche und Friseurstudio ins Scheinwerferlicht zerrt, aber wenn sie dann auch noch mit der Nahrungsmittelgosse gemeinsame Sache machen - ist es schön, eine passende Abrechnung mit ihnen zu lesen.

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Donnerstag, 29. September 2011

Bücher wütender Frauen 2: Anke Gröner, Nudeldicke Deern

Was für ein hübsches Titelbild im Stil der späten 60er Jahre, als mit Twiggy aus Ernährung ein Dauerzustand der Gewichtskrise wurde. Wenn da der Untertitel nicht wäre, Tschakka!



Der Untertitel sagt in etwa, dass man den Kopf befreien soll, dann würde der Körper sich schon anschliessen. Das steht in einer Reihe mit Buchuntertiteln wie Warum Sie eine geile Sau sind, wenn Sie wie ein mieser Bilderklauer auf Malle golfen oder Warum Sie mit mir als Berater reich werden - an Ausgelächter. Und das Elend ist: Das Buch hätte das doch gar nicht nötig.

Nehmen wir mal einen bekannten, essgestörten Blogger: Don Alphonso. Während so ziemlich alle um mich herum die ganz normalen Ernährungskrisen haben, Kalorien zählen und gezielt Diäten einhalten, esse ich, wenn ich Lust habe, und höre auf, wenn der Schmerz an den Rippen zu gross wird. Dann gehe ich auf einen Berg oder fahre Rennrad oder gehe schwimmen oder spazieren. Solange ich 100 Kilometer in gekrümmter Haltung schaffe, bin ich gesund, und das ist es, was zählt. Ich lasse auch schon mal eine Mahlzeit ausfallen, wenn ich um 10 noch kochen wollte, dann aber wegdöse. Und wenn ich um 3 wieder erwache, habe ich überhaupt kein Problem, fett zu kochen. Überhaupt mag ich Fett. Ich kann mir das leisten, weil ich andere Bomben wie Schokolade, Alkohol, Eis und Zigaretten nicht nehme. Jedes schlechte Gewissen ist mir fremd. Ich esse gerne, und wenn jemand sagt, ich werde mich zu Tode essen, kann ich nur antworten: Aber sicher! Ich will im Bue d'Oro denken: Diese eine Zuchini-Polenta-Öl-Sauerei nehme ich noch mit - und dann vom Stangerl fallen. Dieser Blogger ist klar nicht die Norm. Die Norm ist die Dauerkrise.



Dieser Blogger ist entspannt und braucht keine Wir-packen-das-Literatur, die ihm die Krise einredet, sondern ein angenehmes Buch, das leicht ironisch und vergnüglich über die Abgründe des Ernährungsblödsinnes hinwegführt. Dieser Blogger braucht keine Anfeuerung, sondern gute Unterhaltung. Alles, was auch nur im Mindesten in Richtung Missionierung geht, macht ihm keinen Spass, davon hat er schon genug, wenn die Augen von Hungerhaken sagen: Das kannst Du doch nicht essen. Dieser Blogger wünscht sich etwas, das dem ganzen Blödsinn so die Luft rauslässt, damit man nebenbei lächeln kann. Diese Anforderungen erfüllt das Buch durchaus. Es ist überhaupt kein Problem, dass das Buch aus mehreren Gängen und Zwischenspeisen komponiert ist, und zwischen Hortaufmichalsbetroffenzubezeichnen Bericht und Streitschrift munter wechselt - das Ziel wird nie aus den Augen verloren. Anke hat die nötigen Erfahrungen der Praxis und auch im theoretischen Teil den richtigen, lockeren Stil der Werbebranche, um jemanden wie mich gut aufzumunitionieren, wenn mal wieder blöde Sprüche kommen, die abzugeben sich jeder Schlankheitsfreund berechtigt wähnt. Warum eigentlich? Weil das in Medien so vorgeturnt wird, oder weil es einem nur gut geht, wenn man anderen am Zeug flickt? Dürre sind entsetzlich unentspannt. Die sollten mal in das Buch reinschauen, da liest man, wie man sich entspannen kann, selbst wenn die Ausgangslage nicht gerade ideal angesichts der herrschenden Zustände ist.

Ich habe einfach etwas Besseres zu tun, als mich mit der langen Front der Lebensoptimierer auseinanderzusetzen, die in Bereich des Körpers mit Botox beginnt, sich über Quality Time Work Life Balance Idioten fortsetzt und dann beim Karriere und Online Coaching durch abgefuckte Medienconsultats ihren Abschluss findet. Ich weiss nicht, ob das jemanden auffällt, wie sehr da mit einer dauerhaften Krise versucht wird, Geschäfte zu machen: Immer ist da was, wo man irgendwas tun muss, und jemanden braucht, der das erklärt und managed. Ich will jemand, der denen Paroli bietet. Ich mache das notfalls auch selbst, aber schöner ist es natürlich, wenn man das mit einem Hardcover mit scharfen Kanten machen kann. Solche Bücher können eigentlich gar nicht dick genug sein. Das Buch ist nur Premium Softcover, gleicht das aber durch den Inhalt aus.



Natürlich kann es nicht umhin, einem aus Prinzip unbedarften und unwissenden Leser wie mir die ganze Hölle der Ernährungsekligkeiten vorzuführen - seien es nun die tatsächlichen Sünden, die begangen werden, von Nestle bis Lidl, seien es nun die Methoden, mit denen Menschen eingeredet wird, sie müssten Normen entsprechen und gleich wieder bei den anderen Sparten solcher Firmen zugreifen. Natürlich ist es angenehm, solche Strategien aufgezeigt zu bekommen, wenn sie danach tranchiert werden. Stimmt das alles? Keine Ahnung. Aber es liest sich gut, und mitunter ist es wohl das sprichwörtliche Erschiessen von Fischen in Wassertonnen. Einfach, weil die sog. Ernährungswissenschaften halt auch über weite Strecken nicht frei von Einflüssen wirtschaftlicher Art, Korruption und Dummheit sind.

Ich habe bei den Paläoethnobotanikern - ein Fach ohne jedes wirtschaftliches Interesse - jedenfalls gelernt, dass der Mensch in einem gewissen Korridor der Nahrungsaufnahme recht gut existieren kann. Es ist kein Problem, schlank zu sein, es ist aber auch kein Problem, etwas rundlicher durchs Leben zu schaukeln. Die letzten Jahrtausende war Ernährung nie wirklich gesichert und ist es für viele Menschen bis heute nicht. Der Mensch ist es Sack, in den man viel füllen kann, ohne dass er gleich platzt, und der leer bleiben kann, ohne dass er gleich umfällt. Insofern wäre etwas Gelassenheit bei der Sache gar nicht schlecht. Gelassen kann das Buch „Nudeldicke Deern“ natürlich nicht sein, dazu ist das Thema allerorten viel zu emotional und alarmistisch. Aber hat man es erst einmal gelesen, kann man die nächste Welle der Gewichtspanik gemütlich mit einem Stück Käse abwarten. Und sich danach immer noch auf das Rad schwingen.

Das Buch „Nudeldicke Deern“ ist bei Wunderlich erschienen und kostet erheblich weniger als ein gebrauchtes Rad, kann aber durchaus auf einem Gepäckträger mitgenommen werden.

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