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Dienstag, 1. Januar 2019

Mehr Torte für 2019!

Gut, Torten sind wegen Zucker inzwischen ja auch irgendwie existenzbedroht, weil in der Debatte gefährlicher als Drogen in Berlin, aber im schlimmsten Fall macht man sie eben selbst.


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Mittwoch, 27. September 2017

Meine Heimat ist braun!

Sie schiessen hier wie Pilze aus dem Boden! Es ist furchtbar! Man muss sofort etwas unternehmen!



Tagliatelle mit Steinpilzrahm zum Beispiel.

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Sonntag, 4. Dezember 2016

Braun KM-3

Dem Internet entnehme ich, dass ich mir für eine lachhafte Summe die allererste Version der Braun Küchenmaschine gekauft habe, die es so wohl nur bis Anfang der 60er Jahre gab. Dafür ist sie aber famos und in Schuss und raspelt, was das Zeug hält.



Es ist so eine Sache mit dem Winter: Da hat man am Morgen gern etwas Warmes, und mein Käsehändler hat manchmal, alle drei Wochen, Gemüsekäsepflanzerl, die man schnell mit einer gehackten Tomate in die Pfanne tun kann. Nachdem sie aber oft auch aus sind, habe ich einmal nach dem Rezept gefragt, und mache sie jetzt testweise selbst: Aus Kartoffeln -rrrrhhhhhht - Zucchini RRT! - Emmentaler FFRT! - Kürbis riririririd - und Dinkelmehl, Pfeffer, Salz und Zwiebeln.



Da hat man einmal gut eine Stunde Arbeit und dann praktisch die ganze Woche lang, bis es einem zum Halse heraus hängt, etwas zu essen. Und kann die andere Hälfte auch noch abgeben. Es rentiert sich erst bei einer grösseren Menge, und als Familie der 2-Kinder-Norm spart man sich dann auch, langfristig betrachtet, viel 'Arbeit mit der Massenproduktion. Denn das wahrhäft hässliche Tun ist am Ende das Maschineputzen, und das dauert immer gleich lang.



So friere ich den Rest halt erst mal ein. Aber sie sind erstaunlich gut geworden und recht nah am Original. Natürlich korrumpiert so eine Maschine: Meine Tartes sind jetzt doppelt so dick, nnd es geht ganz schnell. Deshalb räume ich sie danach auch immer weg. Würde ich sie mehr benutzen, wäre das schlecht für meine Figur, und das kann niemand ernsthaft wollen.

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Donnerstag, 10. März 2016

Was man nicht tun kann

Rodeln. Zu wenig Schnee.

Radfahren. Zu nass und zu kalt.

Bergsteigen. Zu viel Schnee.

Am See sitzen. Zu hässliches Wetter.



Trotzdem ist in meiner Lieblingsbucht in St. Quirin der Bärlauch aus dem Boden geschossen. Hier ist das klima vergleichsweise mild, weil die Restwärme des Sees den Schnee schnell schnell schmelzen lässt. Ein wenig herumnfahren, Bärluch pflücken und kochen.



Das geht.

Und damit habe ich dann auch schon wieder einen Tag überstanden, ohne verbal zu platzen. Das ist momentan gar nicht so leicht, manche wollen ja auch mal kleingerieben werden und so viele Wünsche sind schlecht für mein inneres Gleichgewicht. Bärlauch ist da fast so gur wie Rodeln, Bergsteigen oder radeln.

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Dienstag, 12. August 2014

Habe Sonne im Glas.

Im Hof steht einer der Bäume, der älter als das aktuelle Anwesen ist. Man hat hier beim Bau nicht alles umgelegt, sondern einiges stehen lassen, und die Esche vor meiner Terrasse und die Marille über meinem Parkplatz habe ich durchaus ins Herz geschlossen. Wobei der kühlende Schatten der Esche, das muss ich zugeben, in einem Sommer wie diesem



Mitte August 2014 nicht wirklich benötigt wird. Nun könnte man natürlich jammern, aber ich bin rundum positiv eingestellt und wende meine Aufmerksamkeit der Marille im Garten zu. Deren Früchte sind zwar recht klein, und lösen sich eher unter widerstrebendem Gebaaze vom Kern, aber dafür sind es Früchte wie früher und jene, die den Baum anpflanzten, waren froh, dass es überhaupt etwas zu essen gab. Besonders vor dem Hintergrund, dass man die Marille auch für den Winter bewahren konnte. Damals gab es natürlich auch Marillenschnaps, der die Bauern torkeln liess, und ich denke, das war der eigentliche Anlass für die Anpflanzung. Aber ich nehme einfach Zucker, einen Topf und



habe die eher dürftigen Sonnenstrahlen dieses Jahres im Glas gefangen. Marillen haben besonders bei uns nördlich der Alpen ja diese spritzig-zitronige Süsse, ganz anders als in südtirol, wo sie eher lieblich schmecken: Das hat auch seinen Reiz. Zumal, wenn man sie mit den nordalpinen Zuckerbomben wie Kaiserschmarrn zusammenbringt. Wir haben Arbeitsteilug gemacht: Das Marillenkompott ist von mir und der Gast hat mich Eischnee schlagen lassen, als er vier Portionen Kaiserschmarrn für zwei und viel Marillenkompott zauberte.



Es ist aber noch was da. In ein paar Wochen ist es sicher Winter, so im September erwarte ich Neuschnee, und dann werde ich die Lebensgeister der alten Marille zu neuem Nutzen erwecken.

Ich will mich nicht beschweren. Der Haslinger Sepp hat das Wetter genau so vorhergesagt und so ist es auch gekommen, und ich habe eine Bleibe und einen Berg und einen See und eben einen Marillenbaum im Garten, dessen Früchte mir keiner streitig macht. Es könnte viel, viel schlimmer sein.

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Donnerstag, 24. Juli 2014

Bergsommertorte

mit Orange und Blaubeeren, denn die Pässe nach Italien sind offen und auf den Bergen bläut es im Gebüsch und die Kühe für die Sahne grasen auf den Wiesen.



Zu den Beeren kann ich jederzeit, sie wachsen auf dem nächsten Berg, aber zu den Orangen würde ich gerne - und ewig nagt der Wunsch nach einer Transalp.


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Samstag, 5. April 2014

Über diesen Tag nur Torte

Denn der Rest ist privat. Jedenfalls, der Tag begann also mit Rädern, faserte dann etwas ins Allgemeine aus und Torte war wirklich genug, ausreichend, in grossen Mengen da, wie sich das gehört.





Es ist übrigens gar nicht so leicht, hier an einem Samstag Mittag Torte zu bekommen. Es ist zwar von der Menge her genug da, ud hinter der Theke stehen sechs Damen, aber die armen Tegernseer sind so verhungert, dass die Schlange an die DDR an jenen Tag erinnert, da es einmal Feinstrumpfhosen, Westfernseher und Rückgeld in Devisen gab. So lang war die Schlange. So lang, dass ich wegen der anderen Verhungernden darauf verzichtete, Pralinen jetzt gleich zu kaufen.





So ist das hier bei uns. Aller Luxus dieser Erde, und am Ende stehen wir doch alle wieder in der Schlange, als wäre es Samstag, kurz von 20 Uhr im L**l in einer Innenstadt und die Schüler ihre Wokareserven auffüllen.

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Dienstag, 11. März 2014

Man nehme Zeit. Viel Zeit

Der nächste Supermarkt ist nah, aber den meide ich. Statt dessen gehe ich auf den Wochenmarkt für Käse. Mit Käse fängt es an. 200 Gramm Parmiggiano Reggiano sind ein guter Anfang für den restlichen Tag. Allerdings reichen 24 Monate Reifezeit, 36 Monate wäre zu viel.





Was sind schon ein paar Stunden gegen zwei Jahre? Vor zwei Jahren fast bebte in Italien die Erde, und so viel Käse ging verloren - deshalb steigen jetzt die Preise. Sollen sie! Italien braucht Geld und soll es haben. Viel ist seitdem passiert, aber die Traditionen bleiben. Man nehme also Traditionen und zumindest einen Nachmittag in der Heimat, und da geht es natürlich manchmal schneller und manchmal wird man aufgehalten.





In der Heimat, in die Heimat: Was man sucht, sollte gut geschützt sein vor räuberischen Anderen. In Österreich gibt es nach den Gerüchten über osteuropäische Pilzdiebe nun auch Artikel über osteuropäische Bärlauchräuber, die ganze Wälder abgrasen. Fakt ist ganz mitteleuropäisch-ökologisch allerdings, dass viele suchen und nehmen, und der klassisch Waldrand deshalb schon leicht überzupft ist, dort, wo die Massen wandern. Die weisse Rinde der Birken weist den Weg ins Unterholz: Wo es im lichten Wald grün wird, da wird es gut und leicht, die erste Ernte des Jahres einzufahren. Im Dezember habe ich die letzten Trauben geerntet und im März den ersten Bärlauch: So schlimm war das diesmal mit dem Winter nicht.





Bei Trüffelhunden ist es ja so, dass man ihnen ein Stück Butterbrot gibt, weil sie darauf wild sind und sofort vom Trüffel ablassen; hier - und bitte. der ganze lichte Wald riecht wie ein Gewürzmarkt - wäre es gut, eine Kleinigkeit dabei zu haben, denn sofort meldet sich der Hunger. Zum Beispiel ein Stück Caccioricotta, in Öl angebraten, im einem Blatt Bärlauch... Überhaupt, macht man längere Touren, sollte man erst radeln und dann pflücken, sonst kann das leicht zur Qual werden - und später riecht dann auch die Kleidung so, was auf Dauer schlecht für Linie und Umgang ist.





Parmesan lässt sich kalt am besten reiben, Bärlauch kann man durch die flotte Lotte drehen,dann wird es einheitlich hellgrün - aber mit dem Messer grob gehächselt sieht es echt aus. Und nicht wie aus dem Supermarkt, den wir ja nur alle Monate mal aufsuchen, am besten Freitag kurz vor 8, um uns über die Trinkgewohnheiten der Jugend zu informieren - die uns vermutlich bei dem Gesöff bald körperlich überaltert hat. Das Pesto ist also eigenes Werk und darüber kann insgesamt schon ein Nachmittag vergehen, aber für zwei Wochen spart man sich das Zubereiten von diversen anderen Sossen und Aufstrichen. Leicht giftig soll es sein, aber wer ist das in diesen Tagen nicht? Es ist ein Antigift, ein einziges, und andere werden später zubereitet - aber ob die so gut schmecken, das weiss ich nicht und andere werden es probieren.

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Freitag, 21. Februar 2014

Schneeregen

draussen bei 1 Grad und Sicht gleich Null, nachdem der Föhn weg ist. Aber das Neureuthaus hat offen und es ist allesw wie immer, denn auf den Spitzen der Knödel glänzt der italienische Parmesan:



Und die Rodelstrecke geht nicht, oder allenfalls 50 Meter ganz oben, aber es ist egal, weil andere, lange Strecken gehen:



Man muss eben das Beste aus den Bergen machen und herausholen.

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Montag, 26. August 2013

Es sind 25 Kilometer zum Zwetschgenbaum

Kinder, das ist Training, wie ich es liebe! Regen, bewölkter Himmel, einbrechende Dunkelheit und immer das ferne, lockende und reiche Ziel vor Augen:





Ich kann das gar nicht mit anschauen, wie der Mensch in diesem Land mit den Früchten umgeht. Die Äpfel fliegen wir ein und die Zwetschgen würden verfaulen, käme ich nicht des Wegs und hätte eine grosse Tasche dabei:





Die Kunst ist es, so schnell zu fahren, dass daheim der Teig bereits gegangen ist, wenn man voll beladen ankommt. Und ich darf sagen, mit so einem vom exzessiven Vorkosten hängenden Bauch zwischen den Beinen ist das eine echte Herausforderung.





Das grösste Problem ist das Überleben der 40 Minuten, bis das Blech den Ofen verlässt; an anderen tagen würde man vielleicht noch eine Runde drehen, aber ich streichle dann so lange die Katzen. Ich mag Katzen. Sehr.





Solange sie angewidert die Nase verziehen, wenn sie am Datschi gerochen haben. Meins, meins, alles meins, schliesslich habe ich mich 50 Kilometer lang gefoltert, um den Neuburgern etwas zu nehmen, was sie gar nicht haben wollen. Es ist Datschizeit. Es fährt sich im Regen viel besser, wenn man 4 Kilo Zwetschgen dabei hat.

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