Freitag, 23. September 2005
Strange, das mit Flickr
Während wir gefragt wurden,wie wir das mit Flickr sehen - Johnny und ich haben damit ja durchaus unsere Probleme, Stichwort Privatsphäre und die Gedankenlosigkeit,wie mit Handykameras umgegangen wird, schlimmer und "cooler" als die gute, alte Überwachungskamera - während wir also solche Dinge kritisieren, richtet jemand prompt ein Tag bei Flickr für die Tagung ein. Vielleicht bin ich langsam zu alt für diese Art der Bildpublizität. Vielleicht bin ich nur ein alter Sack, der aus Versehen in den Blogs gelandet ist.
Vielleicht erledigt sich das auch von selbst, wie bei der New Econmy. Ich denke aber, man wird damit leben müssen.
Vielleicht erledigt sich das auch von selbst, wie bei der New Econmy. Ich denke aber, man wird damit leben müssen.
donalphons, 18:54h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 22. September 2005
Zynismus des Monats
Manchmal bin ich doch etwas fassungslos, wenn ich mir die Dreistigkeit mancher Überschriften anschaue. Gestern zum Beispiel war in der Südeutschen ein Interview zur Frage, ob Schröder von den Medien ungerecht behandelt wurde. Die Antwort war "Nein" - und das kam ausgerechnet von "Media Tenor", der Nachfolgeorganisation der hier gefinalten und für seine Falschaussagen berüchtigten "Medien Tenor".
Und was wagt die Netzeitung heute zu titeln?
"Experte: Wähler belügen Meinungsforscher"
Ich hatte ja eher den Eindruck, dass es andersrum läuft - man denke nur an die Wehklgen der CSU am Wahlabend, dass man vergebens so viel Geld für Meinungsumfragen rausgeschmissen habe. Und wer wird da interviewed? Man mag es nicht fassen, ausgerechnet Klaus Kocks von "Vox Populi", der seit 30 Jahren bei der SPD ist, und diesmal in der Bild öffentlich als CDU-Wähler aufgeführt wurde. Der bis 2001 Kommunikationsboss bei VW war, sich selbst bei Schröder für Posten in der Regierung ins Spiel gebracht hat, und über den die FAZ ausführt:
Kocks hat in fünf Wahlkämpfen fünf Kandidaten beraten, einen aus der FDP, einen von den Grünen und drei aus der SPD - darunter Sigmar Gabriel, was angesichts von dessen aktuellem Karriereverlauf wohl auch die Grenzen der Kommunikationsberatung demonstriert.
So, die Wähler belügen also die Meinungsforscher. Ah ja. Mal ne andere Frage. Hat sich inzwischen schon ein Meinungsforscher aufgehängt?
Und was wagt die Netzeitung heute zu titeln?
"Experte: Wähler belügen Meinungsforscher"
Ich hatte ja eher den Eindruck, dass es andersrum läuft - man denke nur an die Wehklgen der CSU am Wahlabend, dass man vergebens so viel Geld für Meinungsumfragen rausgeschmissen habe. Und wer wird da interviewed? Man mag es nicht fassen, ausgerechnet Klaus Kocks von "Vox Populi", der seit 30 Jahren bei der SPD ist, und diesmal in der Bild öffentlich als CDU-Wähler aufgeführt wurde. Der bis 2001 Kommunikationsboss bei VW war, sich selbst bei Schröder für Posten in der Regierung ins Spiel gebracht hat, und über den die FAZ ausführt:
Kocks hat in fünf Wahlkämpfen fünf Kandidaten beraten, einen aus der FDP, einen von den Grünen und drei aus der SPD - darunter Sigmar Gabriel, was angesichts von dessen aktuellem Karriereverlauf wohl auch die Grenzen der Kommunikationsberatung demonstriert.
So, die Wähler belügen also die Meinungsforscher. Ah ja. Mal ne andere Frage. Hat sich inzwischen schon ein Meinungsforscher aufgehängt?
donalphons, 12:51h
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Mittwoch, 21. September 2005
Bevor hier jemand zum Lügen-SPON klickt
Erst mal die Süddeutsche und Heribert Prantl lesen. Danach kann man sich das hysterische Geschnatter von das Äntschies gerupfter Büchsenspannertruppe sparen. Ausserdem kann Prantl auch schreiben, was heutzutage bei dem Kinderdrogenstrich der Online-Johurnaille nicht mehr oft zu erleben ist.
donalphons, 11:55h
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Dienstag, 20. September 2005
Leutheusser-Schnarrenberger im Umfallen
Auf diese Frau muss man ein Auge haben, das ist die, die Guido merkelmeucheln kann. Am Sonntag hat sie die Ampel noch völlig ausgeschlossen; heute heisst es schon in Richtung Schwarz-Gelb-Grün: "Ich denke, dass das ein Versuch ist, der eher tragen könnte, als dass die FDP mit der SPD könnte". Heisst: Alles ist denkbar, ich schliesse nichts mehr aus. Und die Chemie zwischen SPD und FDP stimme nicht. Na wenn das alles ist...
donalphons, 21:25h
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Montag, 19. September 2005
Klogriff des Tages
Die Mediaplaner und die Werbeagentur der Telefonauskunft 11880 hatten offensichtlich selbst eine suboptimale Auskunft, was den Wahlausgang anging - sonst hätten sie nicht sowas geschaltet:

Ein Haareschneider für Angie? Das einzige, was bei Angie jetzt noch geschnitten wird, ist die Gurgel - und die Leute dafür findet man heute problemlos an der gesamten Parteibasis. Und Biergärten für Gerd? Der hat doch den Garten des Kanzleramts.

Ein Haareschneider für Angie? Das einzige, was bei Angie jetzt noch geschnitten wird, ist die Gurgel - und die Leute dafür findet man heute problemlos an der gesamten Parteibasis. Und Biergärten für Gerd? Der hat doch den Garten des Kanzleramts.
donalphons, 17:28h
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Freitag, 16. September 2005
Weniger Licht
Noch ein Bild von der alten CF-Karte: Eines der Geschäfte, die es so wohl nur in Berlin gibt, möchte man glauben. Zumindest in Deutschland, Paris und Lissabon haben ähnliche Geschäfte. Eine Arche Noah für die Reste bürgerlicher Existenz, ein Anknüpfungspunkt. Nicht teuerer als besseres Ikea, sind hier die Lampen vergangener, mehr oder weniger grosser Eochen. Vom Bad über das Wohnzimmer bis zur Halle, für jede Raumgrösse und Geschmack ist etwas zu sehen. Die Auswahl ist phantastisch, und in den Regalen rechts gibt es alle nur erdenklichen Formen von Kristallen für Kronleuchter.

Der Niedergang der Stadt sorgt dafür, dass das Lager immer voll ist. Aus den Auflösungen besserer Haushalte, aus dem Absturz der gehobenen Lebensart speist sich ein Strom ständig neuer Waren, es gibt jede Woche etwas Neues zu entdecken, wer weiss, wo das früher gewesen sein mag; das Licht für eine Bankiersfamilie, die darunter alte Mann-Ausgaben gehortet hat, vielleicht aber auch ein Wehrmachtsgeneral, oder die Stehlampe eine als Kokotte verrufenen Gräfin, die das Licht nach ihrem Tod weitergeben musste an ihrer schmalzige Cousine, und als die dann viel zu alt und bösartig starb, brachten die Neffen alles zum Verwerter, bis sie dann wieder hier auf eine neue Geschichte, auf ein neues Treiben im von ihr erleuchteten Fluss der Zeit
So hätte es sein können. Aber die Geschichte hat kein gutes Ende, denn der Laden wurde mangels Kundschaft geschlossen, vor etwa einem halben Jahr. Obwohl er zwischen Schöneberg und Kreuzberg lag, dort, wo die hohen, stuckverzierten Decken nach diesen grossen Lüstern schreien. Der Niedergang der alten Eliten zieht keinen neuen Aufstieg anderer Schichten nach sich, zumindest keiner, die so etwas wollen, und so wird das Licht der alten Welt nicht mehr in diesem Raum gesammelt, sondern zerstreut, zu oft weggeworfen, oder jemand findet es zufällig und rettet es in die Regionen des Landes, die sich vielleicht, mit ein wenig Glück, dieser schleichenden Vernichtung entziehen können.

Der Niedergang der Stadt sorgt dafür, dass das Lager immer voll ist. Aus den Auflösungen besserer Haushalte, aus dem Absturz der gehobenen Lebensart speist sich ein Strom ständig neuer Waren, es gibt jede Woche etwas Neues zu entdecken, wer weiss, wo das früher gewesen sein mag; das Licht für eine Bankiersfamilie, die darunter alte Mann-Ausgaben gehortet hat, vielleicht aber auch ein Wehrmachtsgeneral, oder die Stehlampe eine als Kokotte verrufenen Gräfin, die das Licht nach ihrem Tod weitergeben musste an ihrer schmalzige Cousine, und als die dann viel zu alt und bösartig starb, brachten die Neffen alles zum Verwerter, bis sie dann wieder hier auf eine neue Geschichte, auf ein neues Treiben im von ihr erleuchteten Fluss der Zeit
So hätte es sein können. Aber die Geschichte hat kein gutes Ende, denn der Laden wurde mangels Kundschaft geschlossen, vor etwa einem halben Jahr. Obwohl er zwischen Schöneberg und Kreuzberg lag, dort, wo die hohen, stuckverzierten Decken nach diesen grossen Lüstern schreien. Der Niedergang der alten Eliten zieht keinen neuen Aufstieg anderer Schichten nach sich, zumindest keiner, die so etwas wollen, und so wird das Licht der alten Welt nicht mehr in diesem Raum gesammelt, sondern zerstreut, zu oft weggeworfen, oder jemand findet es zufällig und rettet es in die Regionen des Landes, die sich vielleicht, mit ein wenig Glück, dieser schleichenden Vernichtung entziehen können.
donalphons, 20:51h
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Dienstag, 13. September 2005
Eine reingesödert
Na sowas - da hat die CSU doch mal sowas wie Nerven gezeigt. Und ihr Blog vom zwischenzeitlich vom Netz genommen (Hintergrund hier). Die Medienkompetenz von Leuten, die den Laptop nur in der Lederhose haben.
donalphons, 20:18h
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Siehe die Zeichen an der Wand.
Ein rotes V. Und eine Wahrheit, die manche vorschnell verdrängt haben. Manchmal würde ich mir bei Politikern ein wenig mehr Decorum wünschen, zumal, wenn sie aus Bayern kommen.

Denn hinter all der Gier und dem Rausch kommt der Tod. Eigentlich sollten sie das seit der letzten Wahl wissen. Aber sie können nicht lesen, was an der Wand geschrieben steht.

Denn hinter all der Gier und dem Rausch kommt der Tod. Eigentlich sollten sie das seit der letzten Wahl wissen. Aber sie können nicht lesen, was an der Wand geschrieben steht.
donalphons, 15:13h
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Montag, 12. September 2005
Das Äntschie ist auf Abschiedstournee
Sie weiss es nur noch nicht.
donalphons, 02:31h
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Sonntag, 11. September 2005
Zensur? Gibt es nicht.
Nur eine "zero access policy". Von wegen First Amandment, uns so. Es hat schon was, wenn ein Nachrichtensender erst mal klagen muss, um frei über eine Katastrophe im eigenen Land berichten zu dürfen. He, Ihr NECONABLOs, sagt doch mal was zu diesem Musterbeispiel freiheitlicher US-Politik.
donalphons, 12:17h
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