Medien Tenor abgeknödelt

Der Spiegel Online zitierte mitunter gerne Medien Tenor - und umgekehrt kommt der Spiegel in den Untersuchungen der Bonner Medienforscher ganz gut weg. Allerdings gab es in letzter Zeit einiges an Kritik und Prozessen wegen den Methoden des Instituts. Trotzdem wollte man eigentlich gestern noch ein neues Büro im schweizerischen Lugano eröffnen, mit 20 Mitarbeitern - aber:

Nun hat die gerechte soziale Marktwirtschaft ein Urteil gefällt: Medien Tenor hat beim Amtsgericht die Nummer 98 IN 78/05, und nicht wenige Feinde bei den Öffentlich-Rechtlichen werden das gerne hören. Privatsender verlieren dagegen einen Freund. Und ich gewinne 120 DCT-Punkte und einen Packen Critters-Felle. Und Ihr habt es zuerst bei Rebellen ohne Markt gelesen - da, wo die anderen Medien es morgen her haben werden.

Mittwoch, 9. März 2005, 14:04, von donalphons | |comment

 
Das war ja nur eine Frage der Zeit, so wie die aufgetreten sind und wie die sich verhalten haben. Kunden kamen immer gut weg und deren Konkurrenten wurden regelmässig schlecht gemacht.

lustig ist ja, dass die verlinkte Jubelmeldung im Spiegel über die Auszeichnung des Spiegel Online im Volltext auch noch 50 cent kosten soll.

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Ja, das fand ich auch sehr hübsch. Premium Content - real value for your bucks.

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oder übermorgen. Vielleicht auch erst nach Ostern. Wenn überhaupt.

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Das Handelsblatt hat schon zugeschlagen. Angeblich waren die Kunden schuld, VW und Fiat werden genannt. Das werden sicher prächtige Kundenbeziehungen bleiben ;-)

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Häh?
Shit, da folge ich dem link des Don zum Handelsblatt - und was muss ich auf der seite noch lesen: Werner Butter ist neues Mitglied der HALL OF FAME DER DEUTSCHEN WERBUNG.
Was ist die HALL OF FAME DER DEUTSCHEN WERBUNG? Und who the fuck is Werner BUTTer?

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Ein Freund des Herausgebers und Cousin des Hall-Machers, vermutlich.

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Immer wieder die gleiche Naivität
kaum zu glauben, wie weit verbreitet derIrrglaube unter kleinen Dienstleistern ist, dass das honorareintreiben bei großen bekannten Kunden einfacher sei.

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Extreme Selbstgrabschaufeling
Und dann noch der Irrglaube, es kommt im Insolvenzfall gut bei den Kundenbeziehungen, wenn man die Kunden disst :-)

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hoffen auf den Osterhasen
vor allem wenn man sich dermaßen optimistisch gibt:

Laut Schatz wird der Betrieb des Instituts trotz des Insolvenzantrags weitergehen. "Bis Ostern werden wir eine Lösung gefunden haben", sagte Schatz.

die armen Mitarbeiter. Ob die wissen, worauf sie sich da einlassen? Aber ostern ist es ja nicht mehr so kalt draussen.

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Was will der überhaupt noch? Das ist jetzt alles Sache des Insolvi, der Schatz kann ohne den gar nichts mehr entscheiden.

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Fragen über Fragen. das wüsste ich auch gerne. Andrerseits ist das auch nur ein weiterer Akt der Marktbereinigung.

Ich hatte sein Produkt mal ganz interessant gefunden, er hatte ja viele namhafte Referenzkunden.

Aber die haben sich die Daten auch nur geleistet, um sich selbst zu beweihräuchern. Und wie wir jetzt wissen, floss der Söldnerlohn ja auch nicht so richtig.

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Das überrascht nicht weiter. Allerdings würde ich eher vermuten, dass die 175 Mitarbeiter auf Dauer einfach zu teuer waren. Und wenn man als Unternehmen spart, dann doch vor allem an solchen Leistungen. VW und Fiat sind da durchaus grosse Meister drin.

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Ich glaube nicht, dass die Mitarbeiter teuer waren. Da waren 174 billige sächsische Studentische Stundenkräfte drunter.

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Das macht gar nichts, wenn der Rest zu teuer war und mit dem geld nicht umgehen konnte.

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knapp 26 k Euro Umsatz pro MA im Jahr ist ja auch nicht so üppig. Da müssen die schon sehr anpruchslos sein und die Internationalisierung durfte auch nichts kosten.

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Wissenschaftler - laut Eigenaussage - sind nun mal nicht anspruchsvoll, zwischen Hartz IV und Medien Tenor.

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Das ist ein schönes Schlusswort :-)

Gute Nacht!

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