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Freitag, 1. April 2016

Brixen

So also ergab es sich, dass der junge Herr wie immer sehr spät aufzubechen sich bemüssigt fühlte, und froh sein konnte, nur bis Brixen durch Eis und Schnee zu fahtren. Brixen ist recht nah, aber schon in gewisser Weise Italien. Und dann, wenn man das richtige Hotel hat, auch wieder sehr deutsch.



Der ganze spröde Charme der k.u.k.-Monarchie ist erst dann wirklich schön, wenn auf dem Domvorplatz unerwarteterweise das Rahmenprogramm des grössten Kinderskirennens stattfindet. Ein Vorgeschmack auf Apresski in Kitzbühl. Dazu Kinder. Rahmenprogramm. Das Hotel ist glücklicherweise so weit entfernt, dass nur wenig Lärm durch die alten Flügelfenster dringt.



Die Natur ist übrigens kaum weiter als in Deutschland, und meine Lunge quittiert das mit leichtem Japsen. Die Cafes sind voll, Südtirol geht es weiterhin bestens, und oben an der Grenze war auch noch nichts von neuen Befestigungen zu sehen. Überhaupz. Brixen sieht immer noch aus wie in jenen Tagen, da ich oberhalb meinen Heuschnupfen kurierte. Ein pittoreskes Museum der 60er Jahre - kein Wunder, dass die heile Welt wieder Konkunktur hat. Wobei, was heisst schon heil?



Aber am Ende gibt es einfach welche, die solche Szenen im Hotelflur schätzen, und es kann auch nicht jeder Club Med und Aida machen. Es passt schon so, wie es ist. Und es kam auch keiner und hat mich abgerübt - jene, die es gern täten, sind zurückgeblieben, jenseits der Berge. Da sind sie gut aufgehoben.

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Donnerstag, 31. März 2016

Alle Wege führen nur in Richtung Rom

Also.

Es ist einiges passiert.

Mein Computer hat nun wirklich so viele Tastaturfunktionen verloren, dass er definitiv nicht mehr geht. Das ist schade, denn ich hatte mich gut eingewöhnt. Dann habe ich ein paar Panasonic G1 verschenkt, und bin auf G3 und G5 teilweise umgestiegen. Mehr Megapixel, andere Funktionen, ein paar Vorteile und Nachteile. Eine G3 kam dann prompt in eine elektrische Sitzverstellung und geht noch, ist aber verbogen und geplatzt. Ärgerlich, aber zum Glück nicht allzu teuer - und sie geht trotz Parallelverschiebung des Gehäuses noch.

Alles in allem starte ich also reichlich uneingespielt nach Italien.



Es ist ein erstaunlicher Tag, denn oben auf den Bergen liegt noch viel Schnee, und unten sitzt man schon wieder im Biergarten. Erstaunlich, nachdem auch vor einer Woche hier alles weiss und glitschig war. Noch etwas, das sich irgendwie nicht ganz richtig anfühlt. Mir geht das alles zu schnell. Ich bin es nicht gewohnt, im März schnell sein zu müssen, um noch einen Tisch draussen zu bekommen. Und in Italien stehen diesmal auch Dinge auf dem Programm, die ich noch nicht kenne. Gebucht habe ich auf den letzten Drücker. Da ist es doch schön, wenn zumindest hier in Reutberg alles so ist, wie es schon immer war.



Der letzte Zipfel Heimat und der erste Schritt nach Italien für dieses Jahr und die kommenden Monate. Ich werde dort mit Unterbrechungen recht lang sein, und viel tun. Und wenig arbeiten, so habe ich es zumindest versprochen. Zu viel will ich auch gar nicht berichten. Es ist einfach keine besonders gute Zeit, um zu viele Leuten mitzuteilen, was ich wann mit wem tue. Nicht, dass ich mich fürchte, exponiert zu sein. Ich bin nur sehr vielen auf die Füsse getreten und das Gesetz der Medien verlangt, dass die Anwort irgendwann übler als ein paar mies gelaunte Nonmentions wird. Wer in Italien ist, bekommt Ablass, so stelle ich mir das vor.

Der Sommer wird eh scheusslich genug.

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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Vom Nutzen der Vergesslichkeit

Ohvergessen - so nennt man das in Bayern. Leute, die sich nicht konzetrieren und dann alles mögliche vergessen. Das liegt bei uns im väterlichen Stamm der Familie und trifft dort auch alle Männer. Mir ist deshalb auf dem Weg zum Brenner hoch siedend heiss eingefallen, dass ich meinen Helm vergessen habe. Also habe ich einen gekauft.

Auf der anderen Seite kommt der väterliche Stamm mit einem nahezu unfehlbaren Orientierungssinn daher. Ich weiss immer, wo ich mich aufhalte, ich finde mich in der Fremde schnell zurecht und wenn ich vor Jahren irgendwo war, finde ich meistens wieder hin. In der Toskana ist das prima, weil man immer heim kommt, auch wenn man unbekanntes Territorium erkundet. Irgendwelche markanten Stellen findet man schnell wieder.



Ich habe mich auch nicht wirklich verfahren - es ist nur so, dass der Weg nach Staggia manchmal schlecht ausgeschildert wird, und sich der Weg dann teilt. Ich fahre automatisch in die richtige Richtung, aber diese Strasse läuft dann erst in die Pampa und dreht nach einer sehr langen und steilen Rampe in die falsche Richtung, während die Sonne untergeht. Und auf dem Weg zurück ist da noch die andere Rampe, die man gerade herunter gefahren ist - Orte liegen hier nun mal auf dem Berg. So werden dann aus 70km schnell mal 90 und 270 Höhenmeter mehr. Und dabei geht die Sonne unter. Und es wird finster. Natürlich ist kein Licht am Rad.

Zum Glück bin ich vergesslich. Denn der neue Helm, den ich kaufte, hat hinten ein eingebautes Licht. Das ist super, wenn man noch 7 Kilometer über stark befahrene Strassen der Toskana in totaler Finsternis radelt. Wirklich. Meine Vergesslichkeit hat mich gerettet.



Das ist Evolution. So kamen wir gut durch die Jahrhunderte und haben nun mal ein paar Helme mehr als nötig, aber wir haben ja auch ein paar mehr Wohnorte, um sie zu lagern.

Gefährlich war es, anstrengend war es, aber ich habe überlebt und darauf kommt es am Ende an.

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Dienstag, 13. Oktober 2015

Mit Marx gegen Grenzen

Es gibt, historisch betrachtet, übrigens nur eine einzige Massenmigration, die eine Hochkultur weiter gefördert hat. Das ist die Einwanderung in die USA im vorletzten Jahrhundert. Die wird im Moment aber nicht gross ausgewalzt, weil sie zuerst einmal vom Sklavenimport profitierte - so eine Migration wünscht man niemandem. Dann profitierte sie von Migration ohne soziale Sicherheit. Wer kam, musste vom ersten Tag an für sich selbst sorgen oder krepieren. Das ist mit dem Sozialstaat heute nicht mehr vereinbar, sorgte aber für billige Arbeitskräfte und hohe Profite. Und dann war da noch jede Menge besiedeltes Land, dessen Bewohner ausgerottet wurden. Der ökonomische Erfolg der USA steht auf einem Leichenberg von schwarzen Sklaven, ausgebeuteten Europäern und dem Völkermord an den indigenen Ureinwohnern.



Ich bin aud dem Weg nach Isola, einem kleinen langobardischen Kloster zwischen Staggia und Siena aus dem elften Jahrhundert - reine langobardische Romanik. Ohne jeden Zweifel ein Beispiel dafür, wie nachantike Traditionen überlebt und den Migranten geholfen haben - man muss bedenken, die Langobarden haben sich zwar nach ihrer Invasion an die Spitze ihres Staates gestellt, aber die Strukturen darunter nicht angetastet. Daher existiert noch das Wissen über Säulen, Bögen und Kapitelle. Wegen der Antike. Nicht wegen der Langobarden.



Wer die Geschichte der Langobarden einmal gelesen hat - man kann sie als Buch von Paulus Diaconus erwerben - der weiss natürlich, dass der Weg zu diesen Klostermauern ein eher finsterer war und die Langobarden selbst viel dazu taten, dass sie letztlich von den Franken überflügelt wurden. Da wurde eben ein Rechtsstaat durch Clans ersetzt. Das sind so die historischen Geschichten, die gerade niemand erzählen will, weil sie nicht so schön sind und dennoch ziemlich vertraut klingen. Migration funktioniert oft so, dass die Zuwanderer die Strukturen, die ihnen nutzen, bestehen lassen, sich aber ansonsten nicht eben erbaulich aufführen. Wer wollte, könnte ebenso finstere wie schlüssig klingende, aber schräge Parallelen ziehen.



Dieses Nichtdarüberreden ist insofern seltsam, als die Archäologie viele Beispiele für Migration kennt -man darf nicht übersehen, dass moderne Grenzen nach unseren Vorstellungen und die Staatsbürgerschaft in der Folge eine Erfindung des vorletzten Jahrhunderdts sind. Historiker wissen, wie das früher war, und vor allem, wie lange die Ethnogenese dauerte. Drei Generationen sind da - und bitte, meist unter einem enorm hohen Anpassungsdruck durch äussere Feinde und innere Regeln - vollkommen normal. Schneller geht es eigentlich nur bei Zwangsmassnahmen wie Ausrottung. Es tut mir Leid, das so schreiben zu müssen, aber das ist nun mal so nach unseren westlichen Wissenschaften gewesen. Es dauert sehr, sehr lang. Die Befunde sind oft nicht schön, und die Ergebnisse wirken selbst dann ärmlich, wenn die Geschichte davor gross war.



Nur Kommunisten sehen das anders. Die glauben nach Marx an den historischen Materialismus und daran, dass Völkerwanderungen eine Überwindung von Strukturen darstellen, die dem Weg zum Kommunismus im Weg stehen. Aus Sicht des linken Extremismus muss es wirklich "Refugees welcome" heissen, weil das den Weg zur Weltrevolution ebnet. "Wir können Grenzen nicht verteidigen" ist eine zutiefst marxistische Sicht der Dinge. Schön länger bin ich der Meinung, dass Angela Merkel des schärfste Schwert des Politbüros nach seiner Invasion des Westens ist.

Darüber müsste man mal schreiben. aber ich bin in Italien und kann, ich habe nachgerechnet, im schlimmsten Fall hierher ziehen.

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Montag, 12. Oktober 2015

Val di Elsa

Kennt keiner.

Da ist auch kaum jemand.

Vieles ist aufgegeben, und die Strassen sind sehr brüchig.



Das sollte am besten auch so bleiben, denn die Toskana ist ein paar Kilometer weiter überlaufen genug. Das hier ist eine alte Strasse zwischen San Gimignano und Siena.

Mehr als ein Auto habe ich in einer halben Stunde nicht gesehen.

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Sonntag, 11. Oktober 2015

Laudate Dominum

So ein Objekt, mit dem Rest einer kleinen Abtei, heute ein Bauernhof, steht hier einfach so rum, an einer vergessenen, kleinen Strasse hoch zu einer Burg, auf die ich dann verzichtet habe, weil einfach zu viel gekommen ist.



Und bröckelt vor sich hin. Hier ist das Land der frühen Renaissance und des Mittelalters, das Rokoko ist da eher sowas wie ein späterer Betriebsunfall und wird entsprechend behandelt, nämlich gar nicht, wenn es zerfällt.



In zwanzig Jahren wird der Engel vielleicht der Witterung zum Opfer gefallen sein. Es ist, wie gesagt, sehr abgeschieden hier, obwohl es gerade einmal 20 Kilometer von Siena entfernt ist. Heen Tag fahre ich diese kleien Strassen und bin hingerissen, begeistert, komme nie an und kann nicht genug Trauer über das empfinden, was hier langsam dem Untergang entgegen dämmert.

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Freitag, 9. Oktober 2015

Calvino

Wer mich kennt, weiss natürlich, dass ich das Werk von Italo Calvino über alles schätze, und das hat sich über all die Jahre gehalten. Meine Begeisterung für Freud ist deutlich abgekühlt, und Erich Fromm kann ich nur noch aus der Epoche des Kalten Kriegs heraus verstehen - heute sagt er mir nur noch wenig. Aber Calvino ist universell, er altert nicht, und seine Indifferenz. die ihn von der Krankheit des Manichäismus frei hält, ist auf lange Sicht eine Tugend. Der Ritter, den es nicht gab - der hat mir, dem introvertierten Gymnasiasten, der nirgendwo hinein passte, sehr geholfen, meinen Weg zu finden. Raus aus den verkopften Vorstellungen über das Dasein, rein ins Leben.



Vor dreissig Jahren ist Calvino gestorben, also genau dann, als ich seine Bücher las, und weil er in Siena starb, gibt es dort in der historischen Gemeindebibliothek eine Ausstellung über seine Werke. Klein. fein, knipsen verboten, weshalb hier ein Bild des gut gefüllten Raumes reichen muss. Privat verbinde ich mit Calvino einen heute längst ausgerissenen Olivenhain hoch über der französischen Riviera im November, wo ich auf einem schrägen Baum sitzend den geteilten Visconte las. Heute stehen dort Projektimmobilien, aber in meiner Erinnerung ist das alles noch so klar wie der Blick auf das 20 Kilometer entfernte Meer im hellen Sonnenlicht, wenn ich denn mal die Augen hob. Ich war sehr verkopft. Die wunderlichen Geschichten passten zu mir.



Überhaupt, was ich an Italien mag, sind all die erhaltenen Buchläden, die sich hier Ketten und Amazon erfolgreich entgegen stemmen. Man kann viel schimpfen über Provinz und Lokalbezug, aber in der Folge sorgt das auch für das Überleben des Fachhandels. Und für weniger Bechweren über versagende Lieferdienste.

Erwähnte ich schon, dass ich so lange bleibe, bis ich die Buchmesse verpasse?

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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Grenzenlos

Man sollte s kaum glauben nach all dem Morast und dem Gejammer - aber die Lust auf das Rad melet sih langsam zurück, Langsam. Nicht schnell. Aber doch.



Es ist nämlich sehr hübsch hier, un immer wieder denke ich ir, dieses und jenes müsste ich einmal ausprobieren und genauer anschauen: Shlösser, Kirchen, Dörfer, oder einfach nur die kleine Strasse hinter der Rocca hoch, wo die Zypressen wuchern und alles nach Sommer in Italien riecht. Italien hatte keinen Jahrhundertsommer wie Deutschland, Italien erntet gerade immer noch Wein, es gibt also beim Gleiten über das Lan nicht das Gefühl, das Jahr sei nun schon vorbei.



Es ist hier fast och etwas besser als daheim am Tegernsee: Der Berg ist noch schneller erreicht, man sieht auch mehr als nur den Wald, man ist bald oben un wieder unten und ort steht auch schon der nächste Berg. Autos gibt es praktisch nicht, aber Katzen. Und Kurven. Alle paar Meter eine neue Aussicht. Inner schön, nie hässlich. Wieder oben, tun sich unendlich viele Möglichkeiten auf.



Ich fahre nicht irgendwo hin. Ich fahre, und entlang des Weges eröffnen sich Bilder. Ich verfahre und vefranse mich, erwische unübersichtlich falsche Strecken und muss auch ab und zu umkehren, aber das macht nichts aus. Man sollte sich also rund um das Rennen Zeit lassen und das alles hier mitnehmen. Es stimmt alles.

Ausser meinem Rücken. Das Alter, nehme ich an.

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Dienstag, 6. Oktober 2015

Nicht nasse Selbstpelzwaschung

Man kann von Staggia Senese auch nach Siena raeln und kommt dabei an entzückenden Orten vorbei. Ich habe das letztes Jahr auch schon gemacht und weiss also, wovon ich spreche, wenn ich zum Auto rate.



Denn obwhl die ersten 20 Kilometer schön sind, sind die letzten 9 Kiloemeter durch die Randzonen der Stadt schrecklich. Es herrscht schlimmster Autoverkehr, und es geht dauernd bergauf und bergab. Bergauf wird man zum Stauanlass und bergab rechnet keiner damit, dass ein Radler so schnell ist. also genehmige ich mir den Luxus und fahre mit dem Auto. Generell ist Siena durch die Lage einfach nicht radtauglich, das muss man leider zugeben.



Es ist touristisch gar nicht so schlimm. Viele ältere Amerikaer und Asiaten sind da, wenig Deutsche, man findet überall einen Platz. Die Saison ist erkennbar vorbei, und ich mache meine üblichen Besorgungen ohne jede Störung. Krawatten für den Konzertverein, Mitbringsel, ein Buch, das ich vom Titel her zwar kannte, aber nie sonderlich attraktiv fand, bis ich es in einer Buchhandlung im Schaufenster sah. Ob ich einer der Eroici sei, werde ich gefragt und wie schlimm es denn gewesen sei. Sehr schlimm, sage ich und reibe meinen Rücken. Aber es war auch eine Gaudi in der schönsten Lanschaft der Welt.



Ich gehe zweimal essen. Der Körper will mehr und mehr und das kommt davon. wenn man an den Raststellen während der Fahrt zu schnell wieder aufbricht. Dahein esse ich ziemlich viel Salz pur und habe geriebenen Parmesan neben mir. Die Beine wollen noch, morgen wird wieder geradelt, aber manchmal muss man auch etwas für die Fettschicht tun. Es gibt da eine ganz unscheinbare Pizzeria am Markustor, die ünnen Brotteig mit Spinat uind Käse backen. Das nehme ich mit, setze mich auf einen Blumenkübel und schaue zu, wie es finster wird.



Es geht mir gar nicht so schlecht, alles in allem. Morgen dann wieder Rad, versprochen. Keine Zeit für Schwäche. Nein, nicht ans Meer. Das ist nur Wasser, ich will Hügel. Abhärtung. Landschaft. Kultur

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Montag, 5. Oktober 2015

Au

Kein Muskelkater.

Keine Erkältung.

Keine gebrochenen Knpchen.

Der grosse Regen des gestrigen Tages ist Geschichte, draussen scheint wieder die Sonna auf die Toskana herab.



Trotzdem bleibt eine Art Andenken: Der Sattel des Rennrads ist aus Leder und, wie das restliche Raf, gute 40 Jahre alt. Leder ist ein Naturmaterial und verändert sich unter Feuchtigkeit. Nach dem Regen gestern hat sich der Sattel einseitig verzogen, so dass ich rechts tiefer als links sass. Ziemlich lange, ziemlich weit, und in dieser Fehlhaltung habe ich auch ziemkich viel belastet, Mir schräger Wirbelsäule über den Schotter - das tut weh. Salbe habe ich dabei, die hilft etwas. Aber es fühlt sich oberhalb des Schinkens ziemlich geräuchert an.



Dann doch lieber ein Tag Putzen und Säubern und Fetten, Fetten und nochmal Fetten. Ich habe zum Glück alles dabei, aber dass es so schlimm werden könnte, hätte ich doch nicht gedacht. Das nächste Mal nehme ich also einen Sattel mit Plastikunterlage mit. Man sitzt eh drauf, keiner sieht das, und wenn es wieder nass werden sollte, bleibt er in Form. Wer kommt überhaupt aof die Idee, mit so einem Rad--- egal, wir hatten das Lamento schon.



Es ist übrigens wirklich, wirklich schön hier. Herbst für Italien, Spätsomer für Deutschland. Nach dem Fetten des Rades kleide ich die Speiseröhre mit Pizza aus.

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