Sonntag, 13. Februar 2005
Jamba Klingelton kostenlos Handy download
, ja hier drücken Leutz! , einfach dem Link zum megacoolen anderen Don folgen, ey ist echt klasse ;-)))))) Und Klingeltöne und Stuff und Logos selber machen (oder mal bei Kazaa schauen, da soll´s sowas angeblich superlegal geben). Habs probiert rockt voll in der Schule, da hat die Jenny geguckt als ich ihr das erklärt habe und erst Chris der Depp, der sie jetzt garantiert nicht bekommt mit seinem blöden Jamba-Abo
*LOL*. Also unbedingt: "Stopalle" an 33333 von Jamba schicken, dann ist das Abo weg! Ausserdem könnt ihr das Geld von Jamba zurückkriegen, wenn eure Eltern da anrufen und sagen, dass ihr noch minderjährig seit. Die Kohle könnt ihr dann ja mit den Tussis verbraten, oder Michaela dem geilen Luder
was bauchfreies schenken.Und voll geil, wenn das auch noch andere Leutz linken und auf die Dons verweisen, sind wir bei Google bald ganz oben! Ich grüsse Oliver Samwer den
und Verisign, und ihr könnz ja was in den Comment schreiben, wenn ihr was loswerden wollt. *g* So und ich mach jetzt ein Blog bei myblog 20sux auf rockt fast so wie jamba bei der goiiilen Community.... link (7 Kommentare) ... comment
Grosses Danke
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Der deutsche Ausgangspunkt der Musikumfrage
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 13. Februar 2005
Der Tod ist ein Hamburger
Es gab mal bei DCT einen netten Disput zwischen dem Helden der Arbeit und einem Logistik-Plattform-Knilch, der seine Geschäftsidee für was ganz Tolles hielt. HdA wies darauf hin, dass Spediteure keine Plattform brauchen, weil sie ihr Geschäft mit dem Telefon und ein paar Kumpels erledigen können. Offenbar haben weder die 3Ways Service GmbH noch die sie fördernde Innovationsstiftung Hamburg (Sachen gibt´s) den thread je gelesen. Hätten sie mal besser: In der Innenalster schwimmt ein Containerplattform-Kadaver mit der Nummer 67g IN 34/05.
Kalt wie das von ihr im Netz umgesetzte Langnese-Eis ist auch eine der früher mal grösseren Webagenturen des Landes - und scheinbar niemand hat´s bemerkt: die CONCEPT System & Software Development GmbH, deren Leute von sich sagten: "Dafür diskutieren wir länger, arbeiten härter, reagieren schnell und schlafen wenig." Jetzt können sie sich mit der Nummer 67a IN 70/05 schön lang ausruhen. Und ich will meine 360 Punkte.
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Dirt Picture Contest - Schöne Aussicht

Ein schöner Beweis, dass diese Stadt auch ohne Müll und Dreck hässlich und abstossend sein kann äh definitiv ist.
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Musikfragen
1. Wieviel GB Musik sind auf Deinem Rechner gespeichert?
Ein paar Hundert MB. Ich bevorzuge immer noch Schallplatten, und die Auswahl an Monteverdi oder Purcell ist bei Kazaa eher bescheiden.
2. Die letzte CD, die Du gekauft hast?
Lange her. Ich werde beruflich damit bemustert. Hierbei die letzte, die ich angefordert habe: Protestsongs.de von Lieblingslied Records. Sehr fein.
3. Welches Lied lief gerade bei Dir, als Dich dieser Ruf ereilte?
Ich habe was gesummt. Was, hab ich aber schon wieder vergessen
4. Fünf Lieder, die Dir viel bedeuten
Mir - o je. Machen wir es anders. Es gibt in Liquide vier Hauptpersonen, 2 angedachte Pärchen, und jeder hat eine bestimmte Erkennungsmusik. Das ist nicht zufällig, denn in der Hochzeit der New Economy war das das Zeug, das ich täglich gehört habe. Bei mir, oder auch von und mit den Freunden, von denen das Buch handelt. In der Reihenfolge des Auftretens:
Claudia, Groovejet von Sophie Ellis Baxter: In der schlimmsten Zeit trat diese gewissenlose Bestie in mein Leben. Das heisst, es war umgekehrt, sie hatte ein Problem, ich die Lösung, und das war dann letztlich der Sprengsatz, von dem wir nicht ahnten, welche Folgen das haben würde. Diese amoralische, glatte, wunderbar seichte und dennoch zutiefst unsichere Frau hörte bei unserer ersten Autofahrt dieses Lied, und es passte einfach.
Peter, Rebell von den Ärzten: Er hat das, was damals mit ihm geschah, einerseits gehasst und andererseits gemocht. Das Lied hat ihm sehr viel bedeutet, glaube ich, er konnte es auswendig, aber wer kann eigentlich keine Ärzte-Songs auswendig?
David, Sunset Mission von Bohren und the Club of Gore: Die Musik war absolut sensationell, 30 beats pro Minute, unfassbar konsequent, "Bullit Time" wie in Matrix. Entweder man hasste es, oder man verlor sich darin. Grandiose Umsetzung der psychischen Krise, in der sich David befand.
Uta, Wir trafen uns in einem Garten von 2raumwohnung: Die Gestalt der Journalistin Uta, die aus Angst um ihren Job nach der grossen Story jagt, ist als einzige teilweise erfunden und aus Brocken anderer Menschen konstruiert. Der grösste Teil von ihr, das Äussere, das Verhalten und der Glaube an das Gute stammt aber von einer jungen Journalistin, die es tatsächlich gibt, und wegen deren Einsprüche ich einiges umschreiben musste. In der schlimmsten Zeit hatte ich mal ein paar tage frei und bin mit ihr nach Salzburg. Sie hat das Fenster runtergekurbelt, der Fahrtwind blies ihr durch die Haare, und dann kam dieses Lied, und sie sang es wunderbar falsch mit. Sie war sehr unschuldig in diesem Moment, und diese Unschuld, die sich die Romanfigur dauernd einbildet, als sie die finale Katastrophe verursacht, weil sie innendrin eben doch die Übelste von allen ist, sollte das Lied rüberbringen.
5. Wem wirfst Du dieses Stöckchen zu und warum?
Niemandem. Jeder muss selbst wissen, was er blogt.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 11. Februar 2005
Zweiter Akt, Erste Szene.
Wenn der Intershoptower zu Jena stürzt,
wenn der CEO die Belegschaft kürzt,
wenn die Aktie ins Bodenlose fällt
und den VC der Selbstmordgedanke quält
Dann passt auf, dann passt auf an Luv und Lee,
hier kommen Torpedos von DCT...
Wir sind die Geissel der New Economy
DCT, DCT, DCT.
Wir treibens wilder als de Sade und Sodomie
DCT, DCT, DCT!
Wir lauern in der Tiefe eures Betriebs
Wir würgen euch bis zum letzten Pieps
Wir jagen eure PR-Tanjas vor uns her,
sie gehn als Fischfutter ins Meer.
Drum passt auf, drum passt auf an Luv und Lee,
hier kommen Granaten von DCT...
Wir haben den Kabel und den Neeff versenkt,
DCT, DCT, DCT.
An unseren Masten werden alle aufgehängt,
DCT, DCT, DCT!
Ihr werdet nie wissen wer wir sind
Bevor nicht alle Fakten geinsidert sind.
Wir sitzen sogar dabei am Vorstandstisch
das posten eure Dummheit ganz frisch
Drum passt auf, drum passt auf an Luv und Lee,
hier kommen Raketen von DCT...
Auf euren Exit wollen wir die beste Sicht,
DCT, DCT, DCT.
Und die letzten paar Stinker entgehen uns nicht,
DCT, DCT, DCT!
Rezitativ des grobschlächtigen Kaptäns:
Wir sind Gevatter Tod, der euch alle überlebt.
Wir sind das böse Postit, das immer an euch klebt.
Wir sind der Pfahl im Fleisch und Dolch im Rücken.
Da hilft kein Auf die Knie und kein nach vorne bücken.
Darum schreit ihr jetzt besser Uff und Weh,
euer Alptraum, der heisst
Alle zusammen
DCT!!!
Wir ballern euch auf Grund und tun es wirklich gerne,
DCT, DCT, DCT.
Es macht uns froh, wenn ihr spuckt die Gedärme,
DCT, DCT, DCT!
Bei uns wurde schon Falk gefaltet und geknickt,
DCT, DCT, DCT.
Zum Final haben wir noch immer alle Mann gekriegt,
DCT, DCT, DCT!!!
(13 Salutschüsse, das Torpedoboot verschwindet wieder im Nebel, aber allen dürfte klar sein: Es könnte bald wieder auftauchen...)
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Winterreisepoem a la Heine
ins mythische, rheinische Tal
zu Deinem eigenen Besten
harrt dort Deiner der Gemahl.
Er wird Dich küssen und herzen
und umarmen auch lange Stund,
So wird er sicher verschmerzen
dass wir es trieben wild und bunt.
Du lässt ihn stumm gewähren
und denkst Dir Deinen Teil.
In Deinem Innersten mag gären
das Gift des ollen Amors Pfeil.
Doch Liebe nicht und Wollust
sind Urgrund Deiner Pein.
Du zweifelst ob Du sein musst
das immer brave Töchterlein.

Ich selbst fahre gen Nord-Osten,
in die tiefste Preussen-Wallachei
Wär ich ein Don, des Mordes Kosten
an dem Gemahl wären mir einerlei.
Doch ist in diesem finstren Saeculum
das Dasein per Gesetz komplett geregelt.
Den Nebenbuhler bringt man nicht um,
nur weil die Liebste sich im Bette räkelt.
Auch Liebestod mag ihn nicht raffen.
So bleibt er weiter Dein Gemahl.
Er wird ertragen Streit und Blaffen,
So ist das Leben - dumm, banal...
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 10. Februar 2005
Für DCT- BLOG- VC-Spezialisten: Sixapart und der Fluch
Heute Abend stehen die Macher von Sixapart in Berlin Rede und Antwort bei einem Blogger-Treffen - wie es aussieht, wird es ziemlich wirtschafts- und PR-lastig, und manche der Anwesenden - altgediente Neuökonomisten - würden mir sicher nicht gern im Dunkeln begegnen. Gut, kein Problem, ich bin ja in München, und ich weiss nicht, ob ich wirklich was versäume, wenn ich mir von einer mir altbekannten Studienfirma nicht die Weblogwelt erklären lasse.
Andererseits würde mich die Frage schon sehr interessieren, wie es mit Sixapart weitergehen soll. Schliesslich hat die Firma auf der einen Seite Venture Capital aufgenommen, das möglichst schnell möglichst hohe Rendite erwirtschaften soll, und hat auf der anderen Seite durch Merger und Zukäufe eine ziemlich komplexe Geschäfts-, Aktionärs- und Gesellschafterstruktur. mehr lustige IPO-Spekulationen hier. Hans Meise, kommentieren Sie.
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Stoffe Bonacker
Eh, sagt sie misstrauisch, als der Trüffelkäse an der Reihe ist, was sind denn das für schwarze Krümel da im Käse. Tote Fliegen? Du sagst, es hat schon seine Richtigkeit, sie soll einfach mal probieren, und sie findet diese Geschmacksnote ein wenig komisch, aber gut, was dir zur Erkenntnis verhilft, dass auch Elitessen nicht zwingend über einen elitären Geschmack verfügen. Dann prustet sie los und findet all das total komisch, in einem Bett unter Stuck gestopft zu werden, meterweise antiquarische Bücher neben sich, und dann noch dieser obszöne Vorhang, sie kommt sich vor wie in einem 60er-Jahre-Film über das Leben am Hofe von Ludwig dem na den den sie damals geköpft haben, den wie hiess der nochmal?
Der XVI, Louis Seize, sagst du, und gibst ihr recht, denn zufällig hat sie tatsächlich den Stoff des Vorhangs richtig eingeordnet, den man vor dem Bett fallen lassen könnte, um ein Maximum an Intimität zu schaffen. Für genau diese Momente, für dieses Frühstück danach hast du den Soff besorgt und nähen lassen, und bist damals keine Kompromisse eingegangen. Trüffel verlangt nach feinem Porzellan, Frauen nach edlen Stoffen, um darunter das Lied ihrer Schönheit zu singen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, diesen Stoff zu kaufen, aber wenn schon der Einkauf orgiastisch sein soll, im Stile der Zeit, dann gibt es nur eine Adresse: Bonacker in der Reichenbachstrasse in München.

mehr Frühstück im Restaur.antville
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Compaq
Ich habe auch ein HP-Notebook, ebenfalls der 4000 Euro Klasse, ebenfalls von einer Firma, die es heute nicht mehr gibt (Versicherungen im Internet). HP ist in etwa so zuverlässig wie Apple, und ich war oft genug froh, dass ich kleinere Dinge wie Bildschirm/Inverter/Stromversorgung selbst reparieren kann, sonst hätte ich desöfteren einen Notfall gehabt.
Unterwegs nehme ich also immer einen Compaq und einen IBM mit, das ist bombensicher. Es war sehr traurig, was HP in München mit den Compaq-Leuten gemacht hat; wenn, wie im roten Salon, ein Compaq Aero 8000 vor mir steht, ist das auch ein Zeichen, eine Ehrerbietung für eine Firma, die ich sehr geschätzt habe. Und es wird wohl kaum verwundern, wenn ich sage: Das Ende der Schuldigen, der Versagerin, der grossmäuligen Null an der HP-Spitze erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit.
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Mittwoch, 9. Februar 2005
Hausaufgabe für Leserinnen:
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Real Life 09.02.05 - Oh happy Day

Und ich frage mich, wo ich wohl wäre, wenn ich nicht diesen absurden Lebensweg eingeschlagen hätte, den ich mir noch nicht mal rausgesucht habe. Ich wurde eigentlich immer nur getrieben; von den Leidenschaften, wenn möglich, von leichtesten Entscheidungen, wenn nötig. Als eigentlich klar war, dass ich entweder Arzt oder Nachfolger meines Old-Eco-Dads werden würde, hatte ich schlichtweg zu schlechte Noten im Abitur, und in Folge dessen auch noch ein paar Orchideenfächer studiert, um dann zum Ende eines müssigen Studentendaseins in die höchsten Höhen der New Economy hochgeschleudert zu werden, die mir aber auch nicht gefallen haben, so dass ich mich freiwillig davon machte, während hinter mir alles zusammenbrach.
Weshalb ich jetzt hier bin, und diesen Tag geniesse. Irgendwo da unten hetzt gerade eine junge Frau in die Mensa; ich bin kein Unmensch, ich habe sie angerufen und gefragt, ob sie nicht kommen will, ich habe heute morgen auf dem Wochenmarkt frische Eier, Steinpilze und Feldsalat geholt, aber sie meinte nicht ganz unzutreffend, dass dann wohl der Nachmittag gelaufen wäre; heute nacht also, vielleicht, aber nun muss sie etwas tun für ihre Zukunft. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ihr die Wahrheit zu sagen, sie ist so positiv und rundum nett, und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie vielleicht selbst irgendwann begreift, dass das Leben aus vielen Optionen, aber nur aus wenigen Möglichkeiten besteht.
Meine Option hier oben verdanke ich dem Treiben auf den Wogen des Lebens, und der Tatsache, dass ich nicht hier geblieben bin, nicht den Weg meiner Freunde marschierte, und eigentlich nichts kann und bin. Ein lieber Mensch aus München hat mich zwischendrin angerufen, wir reden kurz über die Vergangenheit, aber im Moment ist das alles sehr weit weg. Ich muss nichts tun, ausser dem Lauf der Sonne auf dem Teppich folgen, lesen, wie der Torero dem Weib verfällt, und meiner Leserschaft kurz Bescheid geben, dass hier nichts ist. Nichts. Ich bin geistig fischen. Nachher werde ich vielleicht durch die Niederungen des Tales spazieren, und noch etwas schreiben, über eine Frau und Luxusstoffe in München, aber sonst... so wäre ich vielleicht immer, wenn ich nicht doch irgendwann meinen selbst auferlegten Officiis folgen würde, sehr langweilig, das Blog hier würde schnell seine Leserschaft verlieren, denn es passiert nicht viel, und das was passiert, verdeckt der gnädige Schleier der Diskretion und die Unfähigkeit des Verfassers, geschlechtliches adäquat zu beschreiben.
To the happy few.
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Dienstag, 8. Februar 2005
Megageschäft DSL-Carrier
Jetzt sei nur vermerkt, dass der Carrier Htel aus Mellrichstadt in der Nähe von Schweinfurt die Nummer IN 29/05 beim Amtsgericht hat. Jaja, die Überkapazitäten, schlechte Zeiten, das. Man hört von zu vielen Schulden, immer das gleiche mit den Jungs. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, so viele Carrier, aber die 120 Punkte hätte ich doch gern, Lanu.
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Ein weiteres Businessblog, das nicht kommt,
Gestern kam ein Artikel in der Werben & Verkaufen über Blogs, der sich mit dem Verhältnis von Blogs und Unternehmen auseinandersetzte, Stichworte Jamba, Sun und die Clique der sattsam bekannten Berater, die das Thema für ihre eigenen Profit gern hypen würde. Ich habe damals im Interview mit w&v ziemlich auf die Bremse getreten, aber wenn so ein Zug mal im Rollen ist, kann man wenig gegen die Dominanz der Geldbrüllaffen und ihre brillianten Theorien tun. Berater vs. Blogs - weiter an der Blogbar
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Real Life 06.02.05 - Produktinformation für Leserinnen

Und sie halten ihre Form über Nacht. Spanner sind überflüssig.
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Montag, 7. Februar 2005
Real Life 07.02.05 - Please allow me to introduce myself
Sehr erfreut, dass Du da bist, meinen Namen wirst Du noch früh genug herausfinden...nimm Platz, ich habe nur das Beste besorgt, und ich kann Dir viel erzählen über das, was war. Roland Berger hat mir gesagt, was bald bei BMP passiert. Ich war mit Jambas einen heben, und weiss, welche Rabatte sie von MTV bekommen. Ich sass mit VCs in Bars und Kneipen, sie wussten wer ich bin, sie wollten von ihren Gegnern hören, und jeder sprach mit mir. Das nennt man dann einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf, eine Lose-Win-Lose-Situation. Ich kannte mich verdammt gut aus, und wenn ich wollte, würden sie mir alles sofort wieder erzählen. Hier, schau, die Notebooks da hinten, da ist die gesamte Korrespondenz einer Firma drauf, die es nicht mehr gibt. Ihr Ex-Chef würde keine Sekunde ruhig schlafen, wenn er wüsste, dass sie mit einem Knopfdruck online stehen könnten, für jeden Ex-Kunden lesbar, auch seine geschiedene Frau würde es hassen. Ich kenne auch die andere Seite, die jungen Dinger, die einen Laptop aus der Insolvenzmasse klauen und dann von zwei Mann Inkasso Besuch bekommen, kurz, wo ich war, ist die Welt aus den Fugen, und nichts wächst wieder zusammen - aber es ist sehr schön, dass so junge, hübsche Frauen wie du sich fein machen, duschen, zwischen den Perlenketten schwanken, und sich dann auf den Weg zu mir in den Stadtpalast machen, die hohe Stiege hinauf, und das alles nur, weil wir uns zufällig in einem Cafe kennengelernt haben, du vergeblich mit deiner Freundin telefoniert hast, die natürlich auch nicht wusste, dass VC Vermögensverwaltung ist, ein Wort, das dir sehr gefällt, und der schwarze Urgrund, aus dem ich stamme, und ich habe dir in diesem Moment natürlich geholfen.

Sieh meine Kristallkelche, das feine Porzellan, das alte Silber, das ich für dich aufgetragen habe. Nein, billig ist es nicht, aber es unterscheidet die Habenden von denen, die nicht haben, und haben, sagst du selbst, ist per se und absolut gut, denn das ist keine Gleichmacherei, die ich auch nicht mag, im Gegensatz zur sinnreichen, wichtigen und höchst amüsanten Totmacherei, und totmachen ist immer wieder eine Sensation, das wird nie langweilig, und alle klatschen, bis sie selbst dran sind. Der Luxus ist hier bei mir, in meinen anderen Wohnungen ist noch viel mehr davon, visit our headquarters in Berlin and Munich, und es ist bei mir und nicht bei denen, die an das glaubten, woran du glaubst. Die werden bald aus dem Blechnapf fressen, oder die Würmer, die die frühen Vögel ja ausdrücklich wollen, kein Grund zur Trauer, denn hier ist das Leben schön. Ich könnte dir sagen, dass du es nie schaffen wirst, weil du an das Funktionieren und die Logik der Märkte glaubst, an den gerechten Preis im Irrsinn der Netze. Aber das wäre unhöflich, und
Vielleicht sagst du mir aber heute Abend besser ab, vielleicht bin ich nicht gut für dich. Gut ist nicht so absolut, wie du in deiner beschränkten, wertlosen Logik denkst, sondern nur relativ, weisst du, und wenn ich ehrlich bin und du mir glaubst, wenn du den Weg nicht gehst, musst du einen anderen nehmen, und die sind auch nicht schön. Woher ich das weiss? Ich kenne auch die anderen Verlierer im Umfeld, es ist immer das gleiche. Entschuldige meine direkten Worte, vergiss sie, ich werde das sowieso heute Abend nicht sagen, ich bleibe der, den du kennengelernt hast, der nette Mann, der das so schön plastisch erklären kann, der, der einer von denen ist, die du magst, einer der Guten, denen der Erfolg recht gibt. Wie auch immer, es kostet dich nichts, ausser Zeit, aber nicht die Zukunft, die du nichts hast, und wir werden ganz sicher nicht am System rütteln, denn das System braucht viele von deiner Sorte, damit es die wenigen meines Sorte gut geht. Wir können zusammen essen, trinken, du wirst es mögen, wirklich; die meisten waren sehr angetan von mir, wenn ich sie angelogen habe, mich als angenehmen Partner weitervermittelt, und alle sind sie gescheitert, aber ich bin da, immer und immer noch, das sollte dir zu denken geben, armes Kind, warum der und nicht die anderen, denn wenn so viele sterben, ist an den Überlebenden was faul, oder sie leben gar nicht, weil sie was anderes sind - ein Avatar, eine Erfindung, eine Lüge, ein Betrug, ein Schizophrener, etwas, was zu gut in diese Welt passt.
Diese Welt und ihre Tochter - wie stelle ich mich ihr vor? Sehr e-rfreut...
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Kommentar-Probleme
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Neologismus
Stöckelschuhjournalismus, der (n): Der S. ist die werthaltige, teure und besonders von Frauen der Lifestyle-Szene betriebene Variante des billigen, beinahe gemeinnützigen Buffetjournalismus. Der S. beinhaltet neben dem Catering die Übergabe mehr oder weniger teurer, technisch schwierig zu bedienender Gerätschaften und der dazugehörigen Pressemitteilung, aus der die Stöckelschuhjournalistin dann mehr oder weniger wortgetreu zitiert - je nach der Fähigkeit, gelesenes richtig wiederzugeben. S. gibt es in allen Redaktionen - nur nicht in der eigenen.
Danke, D.
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50 (!) Gmails zu vergeben
Das veränderte Aussehen des Blogs liegt an der Serverumstellung und am Software-Update.
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Sonntag, 6. Februar 2005
Unfriendly Takeover
Leider hat sie gestern einen Impulskauf getätigt. Bei Kleidung halte ich aus guter Erfahrung den Mund, auch bei Taschen und Schuhen, solange es nicht Kroko oder ähnliches ist. Dann sage ich immer was. Aber diesmal war es eine angeblich historistische Uhr aus Frankreich und zwei Kerzenhalter. Weisser Marmor, glänzendes Messing, und wenn das Historismus ist, bin ich Paläolithikum. Kurz, in der Uhr schlägt ein brandneues Herz, aussenrum ist erstklassiges Messing, das nur wenig mit der feuervergoldeten Bronze zu tun hat, als die sie es gekauft hat. Sagte ich ihr.

Weswegen es jetzt in Bezug auf die Barchetta ein Unfriendly Takeover gibt. Egal. Die Elitessen in der Provinz werden es so oder so lieben. Und sie wird morgen den Neo-Antiquitätenhändlern an vornehmster Adresse die Hölle heiss machen. Oder vielleicht siegt doch der Glaube über das Wissen; wer mag das schon vorhersagen. Das ist übrigens das Schöne an Elitessen: Sie sind dagegen so komplex wie ein Ziegelstein. Sage ich jetzt mal, vor dem proof of concept.
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