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Freitag, 16. Februar 2007
Sie wollen einfach nicht sterben
und manchmal frage ich mich, ob das Monster Intershop jemals wirklich tot sein wird. Oder hat das ZK der SED den Staatsschatz in Jena verbuddelt, und die hauen ihn jetzt raus?
donalphons, 12:00h
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Das Tagungsfazit
donalphons, 11:57h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 15. Februar 2007
Nett.
Das Cafe Rechvia hat ein offenes WLAN - nachdem sie im Hotel allen Ernstes bei allem Luxus unbedingt die Kreditkarte zum abbuchen wollen.

Es regnet beim aktuellen Wolkenbruch zwar rein, aber hey... und morgen geht es sowieso zurück nach Tel Aviv.

Es regnet beim aktuellen Wolkenbruch zwar rein, aber hey... und morgen geht es sowieso zurück nach Tel Aviv.
donalphons, 23:08h
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Welcome to J´lem
Ich bin kein Freund von Vandalismus. Vor allem nicht, wenn Extremisten dahinter stecken:

Dieser Herr ist Menachem Mendel Schneerson, der ehemalige Kopf des Chabad Lubawitsch, und wenn es quasi das Erste ist, was man von Jeruslame sieht, kann es einem schon mal die Stadt vergällen.
Schöneres Jerusalem gibt es hier und hier.

Dieser Herr ist Menachem Mendel Schneerson, der ehemalige Kopf des Chabad Lubawitsch, und wenn es quasi das Erste ist, was man von Jeruslame sieht, kann es einem schon mal die Stadt vergällen.
Schöneres Jerusalem gibt es hier und hier.
donalphons, 15:10h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 14. Februar 2007
Nahostkonflikt für Anfänger
Eigentlich ist es ganz einfach. Die einen sagen, dass alles bis zur Linie ihnen gehört und die anderen es gestohlen haben. Ausserdem gehört ihnen eigentlich alles bis zum Meer.

Die andere Seite, da wo ich stehe, sagt, dass ihnen beide Seiten schon immer gehört haben, die anderen hier nichts verloren haben und bitte hinter den Jordan gehen möchten.
Wie auch immer, das was über der Linie kommt, ist für beide Seiten das absolute Minimum ihrer Forderungen. Es ist ein mit Aufreissern, Schleppern, Kitschhändlern und schlechten Fastfoodrestaurants verseuchter Berggipfel mit dem Namen Altstadt von Jerusalem
Und alles, woran ich beim Überschreiten gedacht habe, war nach dem Blick auf meine Schuhe, dass ich dieselben auch mal wieder hätte putzen können.

Die andere Seite, da wo ich stehe, sagt, dass ihnen beide Seiten schon immer gehört haben, die anderen hier nichts verloren haben und bitte hinter den Jordan gehen möchten.
Wie auch immer, das was über der Linie kommt, ist für beide Seiten das absolute Minimum ihrer Forderungen. Es ist ein mit Aufreissern, Schleppern, Kitschhändlern und schlechten Fastfoodrestaurants verseuchter Berggipfel mit dem Namen Altstadt von Jerusalem
Und alles, woran ich beim Überschreiten gedacht habe, war nach dem Blick auf meine Schuhe, dass ich dieselben auch mal wieder hätte putzen können.
donalphons, 18:28h
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Bloggertreffen
in Israel. Wir sind unter all den Journalisten eher die Paradiesvögel.
donalphons, 15:52h
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Ich bin
letztlich doch in Jerusalem angekommen. Habe ich schon mal gesagt, dass ich Jerusalem nicht besonders schätze? Atheisten stellen sich es einfach vor wie einen Aufenthalt im Kloster. Zu viele Gläubige hier, und bei Plakaten mit dem Rabbi Schneerson bekomme ich Zustände. Theodor Herzl hat mal sehr böse Sachen über Jerusalem gesagt, sinngemäss: Hässliches Kaff auf Berg.

Aber es gibt hier ein sehr nettes Institut, das mich eingeladen hat, etwas über "The Big Schlamassel" zu erzählen, die Probleme eines deutschen Juden, in Deutschland über den Konflikt hier unten als Journalist und Blogger zu schreiben - und das ist schön. Für mich. Weniger schön für Neoconnards und AAA (anderen arischen Abschaum). So kommen Deutschlands bloggende Judenanschleimer doch mal nach Jerusalem.
Womit schon klar sein dürfte, wo ich bei mir die "Boundaries of free speech", so der Titel der Konferenz, sehe. Ich bin in Nagellaune: Gibt es Wünsche, irgendwelche speziellen Freunde hier einem grösseren Publikum bekannt zu machen?

Aber es gibt hier ein sehr nettes Institut, das mich eingeladen hat, etwas über "The Big Schlamassel" zu erzählen, die Probleme eines deutschen Juden, in Deutschland über den Konflikt hier unten als Journalist und Blogger zu schreiben - und das ist schön. Für mich. Weniger schön für Neoconnards und AAA (anderen arischen Abschaum). So kommen Deutschlands bloggende Judenanschleimer doch mal nach Jerusalem.
Womit schon klar sein dürfte, wo ich bei mir die "Boundaries of free speech", so der Titel der Konferenz, sehe. Ich bin in Nagellaune: Gibt es Wünsche, irgendwelche speziellen Freunde hier einem grösseren Publikum bekannt zu machen?
donalphons, 15:38h
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Ich war
donalphons, 01:17h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 13. Februar 2007
Etwas besseres als den Tod finden wir überall
Ich werde es nie verstehen, warum meine Kollegen bei der Flucht aus diesen Zuständen immer zuerst an PRostitution an die Lügenindustrie der Öffentlichsarbeit denken, und dann - als Frauen - oft an Ehe und Kinder, statt sich hinzustellen und selbst im Internet was aufzuziehen. Gerade Lokalzeitungen sind im Netz schlachtreife, fette Gänse, denen man nur das Blogmesser durch die Kehlen jagen muss. Und ja, ich sage "muss", denn diese Ausbeuter haben es verdient.
donalphons, 15:10h
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Rote Laber Fraktion
Der härteste Schlag, den man dem Linksextremismus versetzen könnte, wären ein paar öffentliche Auftritte von Frau Mohnhaupt. Stundenlanges Gesabber im Stil der 70er Jahre wäre der völlig überzogene Baudrillardsche Moment, der das Weltbild der von der RAF begeisterten Klientel ganz schnell in sich zusammenstürzen lassen würde. Gerade weil die gute Frau noch nicht kapiert hat, was für einen Bullshit sie von sich gibt. Die anderen, die inzwischen so eine Art journalistisch geftagte Toskanafraktion sind, stellen dagegen so eine Art Ausweg nach der grossen Sause vor - Mohnhaupt dagegen ist der Absturz nach einem schlechten Trip. Und deshalb sollte man sie ruhig auftreten lassen.
Ohnehin ist es für Märtyrer doof, wenn sie überleben und den Mund weiterhin aufmachen können. Man stelle sich bitte mal andere jugendliche Störer in vierter Ehe mit Junggemüse als Fellow amerikanischer Unis vor...
Äh.
Ohnehin ist es für Märtyrer doof, wenn sie überleben und den Mund weiterhin aufmachen können. Man stelle sich bitte mal andere jugendliche Störer in vierter Ehe mit Junggemüse als Fellow amerikanischer Unis vor...
Äh.
donalphons, 12:04h
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Oooops.
Ich hätte mehr kurzärmlige Hemden mitnehmen müssen. Wenn das so weiter geht, stöhne ich am Freitag unter der Hitze.
donalphons, 11:45h
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Pflichtbeiträge
über Terror, Trouvaillen und Falafel. Alles sehr landesspezifisch. Und ohne Unterstützung des israelischen Tourismusministeriums.
donalphons, 10:41h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 12. Februar 2007
Warum ich gefahren bin
Ich bin ja allgemein bekannt als der höflichste Mensch von der Welt: Freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit, ein Streichler der Katzen, ein Freund der Frauen und einer, der noch keine Elitesse draussen im Regen hat stehen lassen. Ich ignoriere die, die mir Übles nachreden, antworte auf Kommentare und stehe immer bereit, wenn ein PRostituierter oder sonst eine Kanaille darum bittet, ausgepeitscht zu werden.
Aber auch der höflichste Mensch von der Welt braucht mal eine Auszeit von all der Nettigkeit, und die ist jetzt gekommen: Ihr erinnert Euch doch sicher noch an die Dachterassenbilder, mit denen ich jeden Sommer zeige, wie gut es mir doch geht. Nun, in Deutschland ist gerade Winter, Ihr rennt mit Mantel und Schal durch die Gegend, und ich bin hier auf der Dachterasse 2.0: Heute 23 Grad im Schatten, wolkenloser Himmel, es ist Sommer, liebe Freunde daheim, und ich bin hier:

Hier oben drauf. Jetzt, in diesem Moment. Ich sitze auf einem Sofa, tippe, und wenn ich den Blick hebe, sieht das so aus:

Am äussersten linken Bildrand und noch etwas darüber hinaus, jenseits des Meeres und dann ein paar tausend Kilometer weiter nordwestlich - da seid Ihr, meine lieben Leser. Und als ich vorher auf dem Kastell von Jaffa stand, dachte ich mir nicht nue "Ich fühl mich jaffajaffajaffantastisch" -

ich dachte mir auch, wie es jetzt gerade bei Euch sein muss.
Ihr Armen.
Aber auch der höflichste Mensch von der Welt braucht mal eine Auszeit von all der Nettigkeit, und die ist jetzt gekommen: Ihr erinnert Euch doch sicher noch an die Dachterassenbilder, mit denen ich jeden Sommer zeige, wie gut es mir doch geht. Nun, in Deutschland ist gerade Winter, Ihr rennt mit Mantel und Schal durch die Gegend, und ich bin hier auf der Dachterasse 2.0: Heute 23 Grad im Schatten, wolkenloser Himmel, es ist Sommer, liebe Freunde daheim, und ich bin hier:

Hier oben drauf. Jetzt, in diesem Moment. Ich sitze auf einem Sofa, tippe, und wenn ich den Blick hebe, sieht das so aus:

Am äussersten linken Bildrand und noch etwas darüber hinaus, jenseits des Meeres und dann ein paar tausend Kilometer weiter nordwestlich - da seid Ihr, meine lieben Leser. Und als ich vorher auf dem Kastell von Jaffa stand, dachte ich mir nicht nue "Ich fühl mich jaffajaffajaffantastisch" -

ich dachte mir auch, wie es jetzt gerade bei Euch sein muss.
Ihr Armen.
donalphons, 14:11h
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Nachtspaziergang gefällig?
Wie wäre es mit ein wenig "urban exploration" in einem weniger guten Viertel zwischen Jaffa und Tel Aviv?

Noch schnell eine kleine Stärkung für den Weg, und dann geht es los in das Gebiet, das in keinem Reiseführer steht: Blade Runner in der Near East Edition.

Noch schnell eine kleine Stärkung für den Weg, und dann geht es los in das Gebiet, das in keinem Reiseführer steht: Blade Runner in der Near East Edition.
donalphons, 11:32h
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Dirt Picture Contest: Opa war Berliner
Nehme ich bei dem Verursacher dieses Trümmerhaufens an, der mich beim Verlassen des Taxis an der Olev Zion Street anlächelte.

Ja. Ich sage anlächelte. Das hier ist Jaffa, das ist der Nahe Osten, da mache ich zivilisatorische Abstriche. Ich kann hier drüber lächeln - oder vielleicht ist es auch nur der Umstand, dass der Mull im Februar bei 20 Grad plus (!) unter Palmen rumsteht. Um das Sideboard ist es etwas schade, nachdem "Inneneinrichtung" in Israel ohnehin nicht wirklich viel zu bieten hat. Der Umstand, dass jetzt, 20 Jahre nach dem Ende der Starck-Mode in Europa, Philippe Starck hier noch Hochhäuser baut und man das als Triumpf feiert, zeigt, wo wir sind. Mehr Jaffa gibt es hier

Ja. Ich sage anlächelte. Das hier ist Jaffa, das ist der Nahe Osten, da mache ich zivilisatorische Abstriche. Ich kann hier drüber lächeln - oder vielleicht ist es auch nur der Umstand, dass der Mull im Februar bei 20 Grad plus (!) unter Palmen rumsteht. Um das Sideboard ist es etwas schade, nachdem "Inneneinrichtung" in Israel ohnehin nicht wirklich viel zu bieten hat. Der Umstand, dass jetzt, 20 Jahre nach dem Ende der Starck-Mode in Europa, Philippe Starck hier noch Hochhäuser baut und man das als Triumpf feiert, zeigt, wo wir sind. Mehr Jaffa gibt es hier
donalphons, 10:23h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 11. Februar 2007
Vergleichsbilder
20 Kilometer vor München, 7.10 Uhr, und der Föhn reisst die Wolkendecke übder den dunklen Tannenwäldern auf. Ein perfekter Spätwintertag in Bayern, strahlend blau, knapp über 0 Grad und Fernsicht bis zu den schneebedeckten Alpen. Das hat schon was.

Etwas weniger als 10 Stunden später: 5 Kilometer vor Jaffa strahlend blauer Himmel und goldglänzendes Mittelmeer. Wolken gab es ungefähr seit Zypern nicht mehr, und draussen hat es lauschige 19 Grad, gerade nicht zu warm, wenn der Wind sacht die Palmen bewegt.

Das hat auch was. Es ist Februar, und die Managerin des Hotels erklärte mir gerade, wie man hier den Ventilator bedient, wenn es zu heiss wird, und wo es zur Dachterasse zum Frühstücken geht. WLAN ohne Ende gibt es hier auch. Und vor der Haustür ist der alte Flohmarkt von Jaffa.
Lässt sich nicht schlecht an, das alles. Nachher mehr im GTblog.

Etwas weniger als 10 Stunden später: 5 Kilometer vor Jaffa strahlend blauer Himmel und goldglänzendes Mittelmeer. Wolken gab es ungefähr seit Zypern nicht mehr, und draussen hat es lauschige 19 Grad, gerade nicht zu warm, wenn der Wind sacht die Palmen bewegt.

Das hat auch was. Es ist Februar, und die Managerin des Hotels erklärte mir gerade, wie man hier den Ventilator bedient, wenn es zu heiss wird, und wo es zur Dachterasse zum Frühstücken geht. WLAN ohne Ende gibt es hier auch. Und vor der Haustür ist der alte Flohmarkt von Jaffa.
Lässt sich nicht schlecht an, das alles. Nachher mehr im GTblog.
donalphons, 18:02h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 10. Februar 2007
Das schlimmste an Israel
ist dieses Gefühl, dass auch Ari Nichtjud sonst jeder kennen dürfte, von Beerdigungen nämlich: Diesen seltsamen Drang und die Angst, etwas Unpassendes zu tun. Irgendwie ist da etwas, das raus muss. Es ist nicht schön, aber es ist da. Und bei mir ist es immer da, wenn ich nach Israel fahre.
Da ist zum Beispiel die Idee, morgen im El-Al-Flieger die Stewardesse nach treifem Essen zu fragen. Ich bin Arier nur als VegetArier und ernähre mich damit de facto koscher, aber dennoch, in der Situation eine Schweinshaxe zu verlangen...
Überhaupt. Dass Israel als "gelobtes Land" durchging, ist nur urch 40 Jahre im Sinai zu erklären. Ich schätze, die Jungs, die meine Vorfahren waren, hatten gegenüber dem drittklassigen, zurückgebliebenen Bergland an der Trasse zwischen zwei Hochkulturen das gleiche pragmatische Gefühl, das man kennt, wenn man nach 3 Wochen in einer verwanzten Bruchbude in eine 1-Stern-Pension umzieht. De facto lief das eher so, dass sie am Rand der Wüste sassen, die Kanaaniterregion nicht prickelnd fanden, und erst weiterzogen, als ihnen klar war, dass die Alternative in alle anderen Richtungen weiterhin Wüste bedeutet.
Von all dem anderen will ich hier gar nicht reden. Ich hoffe, ich entgehe den Arschkrampen der Hamas ebenso wie den Cousins dritten Grades und ihren bescheuerten Vorstellungen von meiner Verheiratung. Ich bin übrigens in Jerusalem, dort, wo die Idioten gerade die 4. Intifada vorbereiten. Und ich möchte hier ganz ehrlich sein: Gebt ihnen die bescheuerten Gebiete und den Tempelberg und ein paar Ecken von Jerusalem und den Golan, solange ich die nächste Woche nicht alle drei Stunden von irgendwelchen Verwandten angerufen werde um zu sehen, ob ich noch in einem Stück rumlaufe. Ich meine das Ernst, Freunde: Zionismus ist gerade unter uns chronisch überbewertet, genauso wie der Alaksaismus der anderen.
Naja. Vielleicht liest das ja einer der Gewissensprüfer, bevor ich morgen versuche, an Bord einer El-Al-Maschine zu gelangen, und lässt micht nicht rein. Nach dem Motto, bescheuerte Juden gibt´s eh schon zu viele da unten, noch einen brauchen wir nicht.
Da ist zum Beispiel die Idee, morgen im El-Al-Flieger die Stewardesse nach treifem Essen zu fragen. Ich bin Arier nur als VegetArier und ernähre mich damit de facto koscher, aber dennoch, in der Situation eine Schweinshaxe zu verlangen...
Überhaupt. Dass Israel als "gelobtes Land" durchging, ist nur urch 40 Jahre im Sinai zu erklären. Ich schätze, die Jungs, die meine Vorfahren waren, hatten gegenüber dem drittklassigen, zurückgebliebenen Bergland an der Trasse zwischen zwei Hochkulturen das gleiche pragmatische Gefühl, das man kennt, wenn man nach 3 Wochen in einer verwanzten Bruchbude in eine 1-Stern-Pension umzieht. De facto lief das eher so, dass sie am Rand der Wüste sassen, die Kanaaniterregion nicht prickelnd fanden, und erst weiterzogen, als ihnen klar war, dass die Alternative in alle anderen Richtungen weiterhin Wüste bedeutet.
Von all dem anderen will ich hier gar nicht reden. Ich hoffe, ich entgehe den Arschkrampen der Hamas ebenso wie den Cousins dritten Grades und ihren bescheuerten Vorstellungen von meiner Verheiratung. Ich bin übrigens in Jerusalem, dort, wo die Idioten gerade die 4. Intifada vorbereiten. Und ich möchte hier ganz ehrlich sein: Gebt ihnen die bescheuerten Gebiete und den Tempelberg und ein paar Ecken von Jerusalem und den Golan, solange ich die nächste Woche nicht alle drei Stunden von irgendwelchen Verwandten angerufen werde um zu sehen, ob ich noch in einem Stück rumlaufe. Ich meine das Ernst, Freunde: Zionismus ist gerade unter uns chronisch überbewertet, genauso wie der Alaksaismus der anderen.
Naja. Vielleicht liest das ja einer der Gewissensprüfer, bevor ich morgen versuche, an Bord einer El-Al-Maschine zu gelangen, und lässt micht nicht rein. Nach dem Motto, bescheuerte Juden gibt´s eh schon zu viele da unten, noch einen brauchen wir nicht.
donalphons, 18:29h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 9. Februar 2007
Kleinstanzeige
Vor vier Jahren stand ich kurz davor, in München einen neue Wohnung zu bekommen. Nicht, dass ich mit meiner alten Wohnlage unzufrieden war - die Maxvorstadt ist immer noch das schönste Viertel Münchens - aber es gab die Überlegung, dass meine Schwester ebenfalls eine neue Wohnung bekommen sollte. In der Rumfordstrasse, wo München auch nicht gerade hässlich und nur 5 Minuten vom Viktualienmarkt und 7 Minuten vom Marienplatz entfernt ist. Dort wurde ein Haus saniert, dessen Käufer sich angesichts der damals in München sinkenden Mieten übernommen hatte und dringend frisches Kapital brauchte. Die Wohnung, an die meine kleine Schwester dachte, lag zur Strasse raus im ersten Stock, war seit Jahrzehnten nicht mehr renoviert worden und verfügte über eine Badewanne im Wohnzimmer und ein Loch im Boden, durch das man sich in den Laden darunter stürzen konnte wie der lernresistente Seriengründer in die nächste Pleite.
Kurz: Die Wohnung war katastrophal und wäre ausserhalb des mittleren Rings unverkäuflich gewesen. Dennoch war es für meine Schwester die Wohnung, gross, Flügeltüren, Stuck, Parkett, wo kein Loch war, und das Bad bekäme man auch irgendwie hin - nur das dicke Hauptabflussrohr, das würde bleiben. Was will man meckern, bei einem Sonderangebot von 2400 Euro pro Quadratmeter. Noch billiger wäre es geworden, hätte man im Hinterhaus ein Loft dazu genommen, 58 m², zur freien Aufteilung einer ehemaligen Schreinerei. Man hätte einen Paketpreis für beide Wohnungen gemacht, und rückblickend war das Loft wirklich günstig, im Gegensatz zur Wohnung zur Strasse und zur Strassenbahn und dem Loch im Boden.
Es gab schon einen Notartermin, einen Vertrag, dann nochmal den Wunsch nach Korrekturen in letzter Minute auf seiten des Verkäufers, einen Streit - und dann kam alles ganz anders. Einerseits bekam ich das Loft nicht, andererseits konnte ich beruflich weiterhin was anderes machen, als die Wartung der runtergekommenen Schrottimmobilie meiner Schwester zu übernehmen. Nach Berlin gehen, zum Beispiel. Aber jetzt bin ich wieder dazu auserkoren, nach München zu gehen, und deshalb habe ich micht die letzten Tage etwas umgeschaut - und auch schon das Passende gefunden.

Der Haken: Diese Wohnung, auf deren Blechdach man eine wunderbare Dachterasse anlegen könnte, ist nicht zu verkaufen. Aber genau sowas suche ich. Unrestauriert, alt, oben, zum Selbermachen. Normalerweise geht man mit solchen konkreten Vorstellungen hin und sucht sich die passende Immobilie raus. Nur ist München keine normale Stadt. München ist unfassbar. Es ist nicht so, dass ich das nicht wüsste, aber wenn es einen selber trifft - bleibt man sprachlos zurück. Und dabei habe ich durchaus die nötigen Mittel und die nötigen Beziehungen. Trotzdem geht da absolut gar nichts zusammen.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die EADS ihre Drohung wahr macht und 2500 Mitarbeiter aus München nach Manching verlegt. Individuell mag das furchtbar sein, aber für mich ist es in jedem Fall ein Gewinn: Angesichts der provinziellen Wohnungsknappheit erreichen wir dort endgültig Münchner Preise, und dort wird es dann billiger. Oder der Preisanstieg wird zumindest weniger drastisch ausfallen. Trotzdem wüsste ich langsam mal gerne, wer sich in München eigentlich noch Wohnungen kaufen kann, wenn es bei mir schon nicht leicht zu werden verspricht.
Kurz: Die Wohnung war katastrophal und wäre ausserhalb des mittleren Rings unverkäuflich gewesen. Dennoch war es für meine Schwester die Wohnung, gross, Flügeltüren, Stuck, Parkett, wo kein Loch war, und das Bad bekäme man auch irgendwie hin - nur das dicke Hauptabflussrohr, das würde bleiben. Was will man meckern, bei einem Sonderangebot von 2400 Euro pro Quadratmeter. Noch billiger wäre es geworden, hätte man im Hinterhaus ein Loft dazu genommen, 58 m², zur freien Aufteilung einer ehemaligen Schreinerei. Man hätte einen Paketpreis für beide Wohnungen gemacht, und rückblickend war das Loft wirklich günstig, im Gegensatz zur Wohnung zur Strasse und zur Strassenbahn und dem Loch im Boden.
Es gab schon einen Notartermin, einen Vertrag, dann nochmal den Wunsch nach Korrekturen in letzter Minute auf seiten des Verkäufers, einen Streit - und dann kam alles ganz anders. Einerseits bekam ich das Loft nicht, andererseits konnte ich beruflich weiterhin was anderes machen, als die Wartung der runtergekommenen Schrottimmobilie meiner Schwester zu übernehmen. Nach Berlin gehen, zum Beispiel. Aber jetzt bin ich wieder dazu auserkoren, nach München zu gehen, und deshalb habe ich micht die letzten Tage etwas umgeschaut - und auch schon das Passende gefunden.

Der Haken: Diese Wohnung, auf deren Blechdach man eine wunderbare Dachterasse anlegen könnte, ist nicht zu verkaufen. Aber genau sowas suche ich. Unrestauriert, alt, oben, zum Selbermachen. Normalerweise geht man mit solchen konkreten Vorstellungen hin und sucht sich die passende Immobilie raus. Nur ist München keine normale Stadt. München ist unfassbar. Es ist nicht so, dass ich das nicht wüsste, aber wenn es einen selber trifft - bleibt man sprachlos zurück. Und dabei habe ich durchaus die nötigen Mittel und die nötigen Beziehungen. Trotzdem geht da absolut gar nichts zusammen.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die EADS ihre Drohung wahr macht und 2500 Mitarbeiter aus München nach Manching verlegt. Individuell mag das furchtbar sein, aber für mich ist es in jedem Fall ein Gewinn: Angesichts der provinziellen Wohnungsknappheit erreichen wir dort endgültig Münchner Preise, und dort wird es dann billiger. Oder der Preisanstieg wird zumindest weniger drastisch ausfallen. Trotzdem wüsste ich langsam mal gerne, wer sich in München eigentlich noch Wohnungen kaufen kann, wenn es bei mir schon nicht leicht zu werden verspricht.
donalphons, 12:16h
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