Sonntag, 25. Februar 2007
Jetzt ist es doch passiert.
Schwierig.
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Ich mag Pessimisten
Derer gibt es in Bayern nicht wenige; Jodmangel, Alkohol- und Katholizismus sowie dörflicher Inzest haben hier ihre Spuren in Genpool und Charakter hinterlassen, und nur der Vorsehung sowie der traumhaft schönen Landschaft ist es zu verdanken, dass aus den Bayern mit diesen schlechten Startbedingungen wenigstens keine echten oder österreichbalkanesischen Preussen wurden. Zu den Volksfesten säuft man sich hier die betrübliche Existenz schön, ansonsten hadert man mit dem Schicksal und baut die besten BMW der Welt, um damit gegen Bäume zu fahren. Nein, frohgemut ist der Bayer als ein solcher nicht, und auch seine Frau gehört nicht zu den lebensbejahenden Wonneproppen. Ich liebe sie.
Etwa, wenn wie heute drei solche Fässer nebeneinander vor mir über den Pfaffenhofener Flohmarkt rollen, im Regen die Mundwinkel von der Schwerkraft a la das merkel nach unten getackert und missmutig um sich schauend. Jeder Händler könnte ein Betrüger sein, der sie um das ehrlich erworbene Gehalt des Apothekersgatten bescheisst, überall Diebe und wirklich trauen tun sie auch nur dem Pfarrer und der CSU. Diese Leerguttransporte mit Überbreite also walzen vor mir durch die Wege, ein Vorbeikommen ist nicht möglich, wenngleich ich möchte: Denn da vorn ist der Silbermann mit Kisten voller amerikanischer Silverware. Die Damen sind vor mir dort, und eine ergreift das Tablett, das ich auch sofort genommen hätte, und schaut es sich an. Es ist das Tablett, das ich in meinen jetzt doch etwas grösseren Räumen und den 4 Zimmern zwischen Küche und Computer noch brauche, mit Griffen und gross genug für eine Kanne, einen Kuchenteller und eine Tasse - aber auch nicht grösser, damit nichts verrutschen kann. Briten und Amerikaner haben das einfach drauf. Und die fette, alte Schachtel hat es in den fleischigen Fingern.
Wos kosdn dös, fragt sie den mir wohlbekannten Händler, der nennt einen Preis, der unter dem liegt, was man in den 50ern dafür in Dollar bezahlt hat, woraufhin sie sich eingehend mit dem Tablett beschäftigt und eine der anderen schnell wie eine Packratte nach der Servierplatte greift, von denen ich insgesamt 10 Stück hatte und nun, von Bekannten und Frenden ausgeplündert, dringend Ersatz brauche. Sie schauen die aufgrund des Alters schwarz angelaufenen Objekte meiner Begierde an, und reden darüber, dass man sie kaum mehr sauber bekommt. Der Händler bestreitet das, geht mit dem Preis runter, aber sie jammern weiter, da ginge niemals und dann hätten sie so einen schwoazn Gseilln in der Küche, und man erkennt: Das sind die, die immer einen Makel finden und denen es nur dann gut geht, wenn es ihnen und allen um ihnen herum schlecht geht. Aber heute haben sie versagt, denn sie legen die Silberplatten wieder hin und zockeln ungerührt vom nochmal niedrigeren Angebot meines Händlers weiter.

Und deshalb liebe ich solche Pessimisten, die immer nur das Problem sehen, und nie die Chancen und Möglichkeiten. Jedesmal, wenn ich von nun an mit diesem Tablett meinen Tee an den Rechner oder auf die Dachterasse trage, werde ich an sie denken und lächeln. Und das, obwohl ich beim genaueren Suchen noch einen Haufen andere Sachen gefunden habe, die nicht schlechter sind. Wie übrigens andere auch.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 24. Februar 2007
Medienentzweit Punkt Null
Statt dessen kam diese Meldung zu Medien2 rein: Manthey macht den Mediendienst mit alten Kumpels. Von Turi ist nicht mehr die Rede.
Denn Turi ist nicht mehr Geschäftsführer von Medien2. The Message is the Medium, wie manche so schön sagen. 20 DCT-Punkte bitte.
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Am Rande des Tages
...

Und am nächsten Morgen stehe ich dann zur normalen Provinzzeit auf, aber nicht annähernd mit der normalen Schlafzeit hinter den verquollenen Augen. Manche sagen, dass ein regulärer 9-5-Beruf oder Kinder oder Heirat oder alles zusammen sowas von selbst beendet. Aber das werde ich wohl nie erleben.
Andere auch nicht. Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass Holgi ein schickes neues Zuhause in der Bankenkleinstadt Frankfurt
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 23. Februar 2007
Die Kunst des Abgangs
Natürlich kommt nach solchen dramatischen Szenen immer ein gewisses Raunen, dass man das nicht so machen könne, so schlimm ist der Kerl doch gar nicht, er habe manch anderer durchaus schon mal einen Drink spendiert, und nur, weil er aus einem Clan voller verhunzter, schmerbäuchiger, widerlicher Sabberfritzen kommt, dürfe man ihn nicht nach der Familie beurteilen - besonders, wenn er in der Lage ist, andere Konflikte seines Clans für eine Weile, für einen Smalltalk zu vergessen. Und weil man gerade dabei ist, finden sich dann auch ein paar befreundete Linknutten ein, die der Diva gleich eine Menge unschöner Dinge nachsagen, sie sei eigentlich genauso schlimm wie der Typ, sie differenziere nicht, man dürfe das nicht ernst nehmen, immer das gleiche mit der. Das kann man momentan ganz schön in den Kommentaren des Berliner Blogfilzes bei Stefan Niggemeier sehen, einem der Macher von Bildblog und mancher Experimente, die ich nicht gut finde, womit die Springertochter "Die Welt" aber so wenig Probleme hat, dass sie sein Blog empfohlen hat. Was für ihn ok ist.
Aber dann klingelt bei dem Typen mit der Ohrfeige das Handy, Mama hat davon gehört und sagt ihm, dass er gefälligst in Zukunft irgendwelchen komischen Frauen keine Drinks mehr ausgeben soll, weder den Diven noch den Trotzköpfen, allenfalls noch den ganz devoten Linknutten, die anderen sollen bitte ihre Rechnung selber zahlen. Man muss Mama zugestehen, dass sie das nach den niggemeierschen Einlassungen prima getimed hat. Das darauf folgende Gegrummel beim Rauskramen der Geldbörse kann man dann hier nachlesen.
Diven, die rechtzeitig für klare Verhältnisse sorgten, haben sowas zum Glück nicht nötig.
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Ich verlinke keine Videos
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Pretty in Pink
Non so più quel ch'io mi faccia,
E un orribile tempesta
Minacciando, o Dio, mi va
Ma non manca in me coraggio,
Non mi perdo o mi confondo,
Se cadesse ancora il mondo.
Nulla mai temer mi fa.
Don Giovanni, Atto I, Scena XXII
Nur einen Moment war ich schwach. Aber es ist diese Art Schwäche, die einem den Atem raubt. Es ist dann plötzlich eine Erinnerung eines Parfums in der Luft, aus den 80ern von Kenzo. Nicht wegen dem Objekt, sondern all den Ideen, die mir bei der Ansicht durch den Kopf gingen, von den losen Fäden, die sich in der Geschichte verlieren. Denn in einer Wohnung, in der sich dergleichen und zwei halbwegs ansehnliche Menschen befinden, gibt es nur eine einzige Sache zu tun, und es kann keinen Moment einen Zweifel geben. Ja, es ist schrecklich, nein, zu anderen Zwecken wäre es vollkommen unbrauchbar, aber zugespitzt auf diese eine Funktion gehört es zu den Dingen, die man vielleicht ein einziges Mal in seinem Leben getan haben muss. Wenn man sie nicht schon mal getan hat, und dann kam es alles wieder, denn

Denn damals, in meiner Heimat gab es eine Juwelierstochter, die hatte in ihrem rosa Mädchenzimmer genau so ein Ding, in genau dieser Farbe. Es war wirklich nur ein kurzer Moment, aber all die nicht blogbaren Erinnerungen wegschieben, das wird jetzt noch ein wenig dauern.
falls sonst noch jemand schwach wird: münchen freimann, auf dem flohmarkt. und da war schon ein mädchen, die das ding geknipst hat. wohl auch nicht ohne hintergedanken: va bene in verità!
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 23. Februar 2007
Spätherbst der Staatspartei
Nun war ich gestern aber Essen und Geschenke mitbringen, und statt dem letzten grossen Gekeife des Austragbauern Edmund hörte ich sehr viel angenehmere Dinge in einem vorzüglichen persischen Restaurant, und dann auf dem Weg nach Hause Musik von Ensemble Calamus. Es ist nicht mehr nötig, ihn anzuhören. Es ist vorbei. Oder doch nicht? Inzwischen habe ich da meine Zweifel.

Denn genau genommen hat Stoiber alle Gossenexistenzen gerade der bayerischen Kriechermedien eingeladen, ihm fürderhin in seinem Wolfratshausener Exil die Mikrofone devot unter das schmallippige Keiforgan zu halten. Und ganz ausrotten wird man seine Büchsenspanner nicht können, den Söder erwischt es, aber überall stecken die drin, die übergangen werden, und sie werden zu ihm helfen.
Wenn mich nicht alles täuscht, geht es nicht Seehofer gegen Beckstein und Huber, sondern Stoiber gegen die Nachfolger. Und deshalb sind sie jetzt auch alle wieder nett zu ih. Weil man ja nie weiss, was kommt. Und die letzten Dekaden im Arsch des Stoiberismus waren auch nicht gerade schlechte Jahre für sie. Egal wie es ausgeht, für die Mehrheit wird es reichen, und dann ist es gut, mit allen zu können, die etwas mitzureden haben äh, im Grunde genommen also könnten. Zum Besten ihrer Position zwischen der Macht und dem Volk der Staatspartei.
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Global Warming Express

In meinem Spezialgebiet gab es bei der letzten Klimakatastrophe schon ziemlich gute Aufzeichnungen: Das war zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Das 12. und das 13. Jahrhundert waren die goldene Zeit des Mittelalters, trotz Investiturstreit und Interregnum ging es mit Wirtschaft, Handel und Kultur steil bergauf. Anfang des 14. Jahrhunderts kam es zu einer ganzen Serie von wenig amüsanten Veränderungen, die dann 1348/50 mit der Pest ihren Höhepunkt fanden.
Turbulente Zeiten stehen uns bevor. Und wenn es nur halbwegs stimmt, was ich gelernt habe, bin ich ganz froh, dass meine persönliche Mortalität noch vor dem Jahr 2100 erreicht sein wird. Erfahrungsgemäss wird die Menschheit sich so gegen 2300 wieder gefangen haben. Aber die beiden Jahrhunderte dazwischen werden kein Spass. Egal, ob man dann im Februar offen nach München fahren kann oder nicht. Mein Tipp: Besser nicht das Radio einschalten, Meldungen aus dem Bürgerkrieg im fernen Osten werden die Stimmung definitiv vermiesen.
Das Üble an der Zukunft ist, dass man sie erlebt - und falls man sie nicht erlebt, hat man auch nichts davon.
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Mittwoch, 21. Februar 2007
Real Life 21.2.07 - Auf dem Wochenmarkt
Und wia woas? Scheens Wedda? Homs da wos gscheids zum Essn gebm? Ah, a wengal hosd schon obgnumma. Wos mogsdn? Mogsd des amoi probian? Na, oiso fia mi woa des nixn, ned woa, a wenns a scheenas Wedda hom ois mia. Und wos woa des fia a Kongress? Wei dei Muadda hob i gfrogt, owa de hod des a ned so gnau gwussd, und dei Freindin, jo, i woass scho, des is ned dei Gschpusi, owa de Iris hod a ned eaklean kenna, wos des gwesn is in Jerusalem. Frii Spietsch? Jo geh weida, de sogn doch ah, wenn eana wos ned bassd, des sigt ma jo, wenn´s wiada demonschtrian in Ramalla.
Mogst no des Breckal vom Feidsalod? Schau, I gib da no an Ruggola mid, dea is no iwa. Etsad bleibst owa scho do, oda? Wos? NED??? Du foasd scho wiada af Minga. Jo Heaschaftszeidn, mein Liaba, du hosd owa a Lebm, mia woas nua grod gnua, owa du bisd a no jung, gei, oiso nochad, seavus.
4 Stände, viermal der in etwa gleiche Dialog. Actually, du bist wieder daheim.
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Kronleuchter Content
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Eine Frage des Charakters
Ich weiss nicht, ob ich in letzter Zeit zu zahm gewirkt habe, aber falls ja - habe ich gegenüber dieser journalistischen Schande klargestellt, dass ich persönlich auf keinen Fall dort verlinkt oder sonstwie angeschleimt werden will. Ich verachte den Konzern in jeder Hinsicht, ich wünsche ihn mir insolvent und habe mehrfach jeden Wunsch dieses Hauses nach Kooperation, Autorenschaft oder Informationsgesprächen überdeutlich abgelehnt. Nicht die dafür arbeitenden Menschen, aber:
Der Springer-Konzern widert mich an.
Entweder man ist links, oder man lässt sich von ihm verlinken. Entweder man steht zu seinen Überzeugungen, oder man fühlt sich von sowas geschmeichelt. Entweder man kämpft gegen ihn, oder man kolaboriert. Entweder man haut ihm in seine hässliche Fresse, oder man frisst ihm aus der Hand. Und ich bin durchaus überrascht, dass da noch immer Blogs wie Nerdcore, Spreeblick und das Bildblog und ein sich Grün gebender PRler wohlwollend verlinkt sind. Meines Erachtens ist jedes Springerkompliment eine Beleidigung.
Ich denke, jetzt dürfte auch dem Letzten meine ganz persönliche Grenze klar sein. Springer - namentlich dem Projektleiter Peter Schink - wurde das unmissverständlich klar gemacht, so dass die Empfehlung der Schande verschwunden ist.
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Dienstag, 20. Februar 2007
Dirt Picture Contest - Hartzwarze
oder auch Weicheikocher
oder auch Roadster für Hamburger
oder auch Das Schlechteste aus beiden Welten
oder auch Der feuchte Traum des Sachbearbeiters
oder auch Wenn die Schildkröte das Kamel schwängert
oder auch Das Auto zum Viraldrecksblog des Glotzenschleims

oder auch Rechts geht´s zum Sondermüll.
Wieso kommt sowas durch die TÜV?
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Sehr zu empfehlen - Die vorderasiatische Krankheit
Waren vier Steckdosen pron Raum früher nicht weniger als visionär, würde man manch anderes heute als exotische Marotte abtun. So trug er beim Rauchen neben dem Hausmantel daheim bei Rauchen einen Fez, dieses rote türkische Hütchen, das man heute allenfalls als Spleen begreifen würde - damals dagegen war es eine modische Erscheinung im Rahmen einer gewissen europäischen Vorliebe für den Nahen Osten und Nordafrika. Die Franzosen hatten Algerien, die Engländer Ägypten, die Deutschen hatten allerbeste Beziehungen zur hohen Pforte, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts in die erste Gründung eines muslimischen Friedhofs in Berlin mündeten, und exotische Reiselitaratur tat ein übriges, um den Okzident mal wieder für den Orient zu begeistern.
Nun kann man das damit begründen, dass es zu dieser Zeit weder Fernsehen noch Internet gab - das Grauen der Kolonialisierung und Annektion war den Menschen damals meist ebensowenig bewusst wie das reale Elend in diesen Ländern. Mein Urgrossvater erfuhr davon nur indirekt durch den Wunsch seiner jüngsten Tochter, sich dem Zionismus anzuschliessen, was er ihr mit Hinweis auf die tatsächlich weniger angenehmen Lebensumstände im britischen Mandatsgebiet erst mal untersagte. Er bezog gern Teppiche, Kolonial- und Rauchwaren von dort, beabsichtigte aber bis zum Erscheinen eines Herrn aus Österreichs nicht, seinen Nachwuchs dorthin zu exportieren. Es war also lediglich die Vision des Orients, der er anhing, und die tatsächlich einen Reiz hat, dem man sich schwer entziehen kann.

Mir jedenfalls ist das Bild mit dem Fez tragenden Urgrosvater in seinem Salon sofort wieder eingefallen, als ich durch Jaffa ging. Ich hätte durchaus alle Berechtigung, mir auch so einen orientalisch angehauchten Salon einzurichten, nur habe ich dummerweise kein leeres Zimmer mehr, dachte ich, als ich durch die Märkte zog und mir überlegte, wo eigentlich noch so eine Hamsa oder ein paar blauen Fliessen passen könnte. Es ist mir einfach nichts eingefallen. Also kaufte ich einen französischen Empireleuchter, der beim Zoll für einiges Aufsehen sorgte, eine englische Kanne und liess es dabei bewenden.
Um dann im Flugzeug auf die Lösung zu kommen: ich habe noch einen Raum, der nicht fertig ist, und wo das alles ganz wunderbar passen würde. Im Speicher nämlich. Auch dort sind die Decken niedrig, die Wände krumm und der Putz bröckelig, im Sommer ist es glühend heiss und überhaupt, das wäre eine gute Sache. Am Flughafen kaufte ich dann gleich die aktuelle Byzance, die wohl immer noch dem Spleen meines Urgrossvaters anhängt und unter anderem Weingut aus dem libanesischen Bekaa Tal vorstellt - eine Region, mit der unsereins eher Begriffe wie Hisbollah, Terror und Drogenhandel verbindet. Wobei man auch fragen könnte, ob ich in dieser Hinsicht nicht den Knick in der politischen Optik habe, denn Libanon war bislang für mich etwas, das gar nicht ging. Aber ansonsten hatten sie in Byzance wirklich hübsche Ideen, was man mit den Dingen tun kann, die man in Jaffa so findet.

Ich glaube, ich muss da bald wieder hin. 50 Dollar, meinte ein Händler, würde in Israel das Verschicken eines 50 Kilo schweren Teppichs nach Deutschland kosten, desto mehr, desto billiger. Und nur der Umstand, dass der Herr am Shabbat geschlossen hatte, war dafür verantwortlich, dass ich es nicht ausprobieren konnte. Aber das lässt sich nachholen.
Bleibt nur eine Frage: Wo kriege ich einen Fez her? Mit einem Fez in einem orientalischen Zimmer gegen die deutschen Neoconnards anschreiben, das wäre genau das Richtige.
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Ich mache mir Feinde
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Montag, 19. Februar 2007
Aufräumen mit den Vorurteilen

Zum Aufräumen geht es hier entlang.
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Ontröprönöre am Rande des Nervenzusammenbruchs
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Peter Turi
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Reorganisation
Die "Arbeit" ist weitgehend ausgelagert in die Blogbar, die durchaus kommerziell und von Anfang an als Buchwebsite geplant war. Sie ist hübsch gross, und da macht es mir auch nichts aus. Denn dort trampeln die Horden nicht wie hier durch mein Privatleben, sondern durch Themen, mit denen ich persönlich erst mal nichts oder weniger zu tun habe. Dadurch verliert Rebellen ohne Markt momentan ganz sicher an "Einfluss" und "Bedeutung". wie immer man das messen will, und das ist genau das, was ich mir für dieses Projekt eigentlich wünsche: Denn auch im Öffentlichen gibt es immer noch die Möglichkeit, Privatheit gezielt zu steuern. Das ist etwas, das mir momentan in den anderen A-List-Blogs und der generellen Debatte etwas zu kurz kommt. Es ist nicht entscheidend, möglichst viele Leute zu erreichen und Clicks zu erzielen, es geht um die richtigen Leute und den Spass mit ihnen.
Und dann gibt es noch die von grösseren Massen verschmähte Blüte des GTBlogs, das sich allein dem Urlaub widmet. Es enthält keine Themen, die man mit zig Kommentaren ausdebattieren müsste, es ist eine digitale Urlaubskarte, später mal eine nette Urlaubserinnerung, und vielleicht sowas wie ein Geheimtipp. Beim Blick auf die Zugriffszahlen zeigt sich, dass eine Woche Schreiben da drüber schon dafür sorgt, dass Dauerleser kommen, aber darum geht es nicht. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich es ebenfalls bekannt machen und mit allen Insignien des bekannten, viel zitierten Blogs ausstatten könnte, dafür hätte ich sogar ein paar Beiträge gehabt, aber wozu?
Es ist das Blog, das ich gern von anderen lesen möchte, und weil es nicht existierte, habe ich es mir selbst geschrieben. Und deshalb bin ich momenten mit der allgemeinen Situation meiner Blogs mehr als nur zufrieden. Ich denke, ich habe eine Balance gefunden, die mir gefällt. Und das ist die Hauptsache, die manche wahrscheinlich vergessen haben, die verzweifelt nach Leserzahlen und Links schielen.
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Zu früh
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Samstag, 17. Februar 2007
Sex und Sexismus
Nun sind Israelis mitunter nicht ganz ohne machohafte Allüren - allein der Umstand, dass nur Männer beim Tempeldienst als Mitglieder zählen, ist so eine Sache - und an die Neigung, Dinge durch Anfassen des Gesprächspartners auszudrücken, muss man sich auch erst mal gewöhnen. Prüderie ist auch nicht die starke Seite des Landes. Aber die Meinung zum Verhalten von Katzav war dann doch recht eindeutig: Daumen runter. Und zwar allgemein.
Und das ist was, das mir ein Lächeln auf dem Gesicht lässt, denn so eine gnadenlose Haltung hört man in Deutschland und Bayern beim Thema "sexuelle Übergriffe" selten. Vielleicht braucht man wirklich erst mal so einen Skandal, damit die Leute begreifen, dass es da ein Problem gibt. Blöderweise kann man davon ausgehen, dass gewisse Massenmedien mit den sexistischen Artikeln und Themen sowas nur aufgreifen, wenn´s dem Gegner schadet - und dann auch nur mit einer augenzwinkernden Heuchelei, die einem das Essen hochtreibt.
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Programmvorschau
Leider arbeitet El-Al heute nicht, sonst hätte ich angerufen und versucht, den Flug nochmal um 3 Tage zu verschieben. Denn ich hasse Fasching, und Purim, der jüdische Fasching, für den die Zilliarden jüdischer Mamas gerade ihre
Nachtrag:

Nur für Holgi in seinem kleinen, stickigen Büro irgendwo in der Tundra bei Berlin a. d. Spree. Es war noch was da und es wäre auch genug für ihn da. Und vom Minaret ruft der Muezzin etwas, das ich nicht verstehe, aber darauf kommt es nicht an. Was hoffentlich Blogkonferenzveranstalter in Israel verstehen: Die beste Zeit dafür ist Februar/März, und nach diesen Erfahrungen dürften deutsche Blogger an den Türen kratzen. Nur für den Fall, dass hier das Böll oder Ebert-institut hier mitlesen - nehmen Sie einen gemässigten Linken, keinen von den Neoconnards, wir kommen gerne.
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Was wäre ein Blog ohne

Nichts. Eben.
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