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Sonntag, 30. Dezember 2007
Die Vorsätze und der Vierpfünder oder auch
die Donalphonsinische Pizzadiät (TM)
Inzwischen kann ich ganz gut haushalten. Ich weiss ziemlich genau, was ich brauche, und kaufe entsprechend ein. Das klingt zwar dann immer schön üppig, wenn ich sage "a hoibs Pfund, und wanns awengal meah is, is aa guad", aber es bedeutet lediglich, dass ich 300 Gramm brauche. Und das geht auch ohne Einkaufszettel. Überhänge gleiche ich dann durch die Kocherei aus, ohne dass ich in die unerfreuliche Restekocherei abgleiten würde. Anders gesagt: Was ich kaufe, esse ich auch. Hinter all dem Überfluss steht Sparsamkeit, und die Verschwendung für die Augen wird im Zaume gehalten durch Mässigung
Ausser, und hier kommen wir zur Besonderheit des Wochenmarktes, wenn ich noch etwas mitbekomme. In Glühwein angelegte Mirabellen zum Beispiel sind bei mir nicht richtig, die enden dann in den Gästen. Alles ist nett gemeint, und führt dazu, dass ich auch ab und zu Rezepte ausprobiere, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Nur gestern war es etwas viel, und das lag am Mangold. Als ich mal wieder viel zu spät auflief, war er restlos ausverkauft. Statt dessen hatten sie nur noch eine asiatische Variante, die weniger intensiv schmeckt, und für das Kochen nicht geeignet ist. Um den Mangel aufzuheben, gaben sie mir einfach so einen grossen Bund Petersilie mit. Der dringend weg muss. Und deshalb ist es nur die Sparsamkeit und die Mässigung, die mich dazu bringt zu berichten, wie aus einem kleinen Präsent ein üppiger Vierpfünder in Form einer Quiche wurde, aus der man wiederum meine berühmte Pizzadiät ableiten kann. Und das geht so:
Man nehme 1 grosses, doppelpfündiges Silbertablett mit 13 Loth und stelle es beiseite
125 Gramm Mehl
75 Gramm Butter
1 grosses Ei
2 prisen Salz
1 gute Ahnung feingehackter Knoblauch
und mische daraus einen Teig. Idealerweise erwärmt man die Butter im Wasserbad, vermengt sie mit dem Mehl, Salz und Knoblauch, bevor man ein Ei schnell einknetet. Den Teig stellt man in den Kühlschrank, und dreht den Herd mit Ober- und Unterhitze auf 200 Grad.
Die Füllung, und jetzt wird es brutal, besteht aus
3 grossen oder 6 kleinen Blättern Mangold, fein in Streifen geschnitten
1 gehackte Lauchzwiebel
1/2 kleine, rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
1 100 Gramm schwerer Seitling, in dünne Filets geschnitten
120 Gramm geriebener Edamer oder Emmentaler
40 Gramm geriebener Gorgonzola (würzig, es soll ja nach was schmecken)
60 Gramm geräucherter Scamorza. In Quiche muss Geräuchertes, damit es nach Geräuchertem schmeckt, aber geräuchert schmeckt es durch den Räucherungsvorgang und nicht durch davon betroffenes Gammelfleisch. Das geht auch mit Scamorza. Je dunkler, desto besser.
1 schwerer silberner Vorlegelöffel, kleiner Tipp am Rande: Die aus dem Jugendstil sind besonders gross, voll Schmand
Den Käse mischt man zusammen und gibt zwei grosse Eier und den Schmand dazu, und dann rührt man um.
Nun holt man den Teig aus dem Kühlschrank, woigelt ihn auf Übergrösse für die Springform aus, tut ihn auf einem Backpapier in selbige und knetet einen etwa 1 cm hoch stehenden Rand, und sticht ihn mit der Silbergabel, wer ko der ko und es nicht zu nutzen wäre gegen die Sparsamkeit, mehrfach ein. Ab in den Ofen und ca. 15 Minuten goldbraun werden lassen. Dann nimmt man ihn raus, bestreut ihn zuerst mit der Zwiebel, dem Lauch und dem Mangold, ersäuft das alles mit der Käse-Ei-Mischung, legt die Seitlingfilets darüber und schiebt das wieder in den Ofen, ab jetzt nur noch mit Oberhitze, 160 - 180 Grad. Jetzt wird es spannend, denn die Seitlinge müssen Flüssigkeit ziehen, und das sieht man daran, dass ihr weisses Fleisch beginnend an den Rändern gelblich wird. Sollte sie nicht durchgezogen sein, bevor die Ei-Käsemischung dickflüssig wird, gerne noch etwas Sahne drüberschütten. Und nach einer viertel Stunde ist es dann soweit:

XXL Super Food Porno geiles Picture hierXXX L Hardcore Action Sexy Foodporn Mega Bild hier.
Man kann die Petersilie drüberstreuen. Nochmal fünf Minuten im Ofen, raus, auf das doppelpfündige Silbertablett, und schon ist die Petersilie vor dem Vertrocknen im Kühlschrank gerettet, und man ist wieder der Meister der Sparsamkeit und der Mässigung. Einziger kleiner Luxus in diesem schlichten Ensemble: Nur die Verpackung des Mangolds wurde mit einem Blatt aus einem Missale um 1580 - 1630 erneuert, denn ich wollte hier keinen mit dem Anblick der Literaturseite der Süddeutschen beleidigen, die man mir beim Gemüsehändler zugemutet hat.
Ach so, die Pizzadiät. Die ist ganz einfach. Nicht zu mir kommen, keine Quiche essen, statt dessen woanders bleiben und viel von der kalorienarmen, fettlosen, schlicht bekästen Pizza des Pizzamannes des Vertrauens essen. Oder sonst so ein neumodisches Diätzeug.
Inzwischen kann ich ganz gut haushalten. Ich weiss ziemlich genau, was ich brauche, und kaufe entsprechend ein. Das klingt zwar dann immer schön üppig, wenn ich sage "a hoibs Pfund, und wanns awengal meah is, is aa guad", aber es bedeutet lediglich, dass ich 300 Gramm brauche. Und das geht auch ohne Einkaufszettel. Überhänge gleiche ich dann durch die Kocherei aus, ohne dass ich in die unerfreuliche Restekocherei abgleiten würde. Anders gesagt: Was ich kaufe, esse ich auch. Hinter all dem Überfluss steht Sparsamkeit, und die Verschwendung für die Augen wird im Zaume gehalten durch Mässigung
Ausser, und hier kommen wir zur Besonderheit des Wochenmarktes, wenn ich noch etwas mitbekomme. In Glühwein angelegte Mirabellen zum Beispiel sind bei mir nicht richtig, die enden dann in den Gästen. Alles ist nett gemeint, und führt dazu, dass ich auch ab und zu Rezepte ausprobiere, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Nur gestern war es etwas viel, und das lag am Mangold. Als ich mal wieder viel zu spät auflief, war er restlos ausverkauft. Statt dessen hatten sie nur noch eine asiatische Variante, die weniger intensiv schmeckt, und für das Kochen nicht geeignet ist. Um den Mangel aufzuheben, gaben sie mir einfach so einen grossen Bund Petersilie mit. Der dringend weg muss. Und deshalb ist es nur die Sparsamkeit und die Mässigung, die mich dazu bringt zu berichten, wie aus einem kleinen Präsent ein üppiger Vierpfünder in Form einer Quiche wurde, aus der man wiederum meine berühmte Pizzadiät ableiten kann. Und das geht so:
Man nehme 1 grosses, doppelpfündiges Silbertablett mit 13 Loth und stelle es beiseite
125 Gramm Mehl
75 Gramm Butter
1 grosses Ei
2 prisen Salz
1 gute Ahnung feingehackter Knoblauch
und mische daraus einen Teig. Idealerweise erwärmt man die Butter im Wasserbad, vermengt sie mit dem Mehl, Salz und Knoblauch, bevor man ein Ei schnell einknetet. Den Teig stellt man in den Kühlschrank, und dreht den Herd mit Ober- und Unterhitze auf 200 Grad.
Die Füllung, und jetzt wird es brutal, besteht aus
3 grossen oder 6 kleinen Blättern Mangold, fein in Streifen geschnitten
1 gehackte Lauchzwiebel
1/2 kleine, rote Zwiebel, in Streifen geschnitten
1 100 Gramm schwerer Seitling, in dünne Filets geschnitten
120 Gramm geriebener Edamer oder Emmentaler
40 Gramm geriebener Gorgonzola (würzig, es soll ja nach was schmecken)
60 Gramm geräucherter Scamorza. In Quiche muss Geräuchertes, damit es nach Geräuchertem schmeckt, aber geräuchert schmeckt es durch den Räucherungsvorgang und nicht durch davon betroffenes Gammelfleisch. Das geht auch mit Scamorza. Je dunkler, desto besser.
1 schwerer silberner Vorlegelöffel, kleiner Tipp am Rande: Die aus dem Jugendstil sind besonders gross, voll Schmand
Den Käse mischt man zusammen und gibt zwei grosse Eier und den Schmand dazu, und dann rührt man um.
Nun holt man den Teig aus dem Kühlschrank, woigelt ihn auf Übergrösse für die Springform aus, tut ihn auf einem Backpapier in selbige und knetet einen etwa 1 cm hoch stehenden Rand, und sticht ihn mit der Silbergabel, wer ko der ko und es nicht zu nutzen wäre gegen die Sparsamkeit, mehrfach ein. Ab in den Ofen und ca. 15 Minuten goldbraun werden lassen. Dann nimmt man ihn raus, bestreut ihn zuerst mit der Zwiebel, dem Lauch und dem Mangold, ersäuft das alles mit der Käse-Ei-Mischung, legt die Seitlingfilets darüber und schiebt das wieder in den Ofen, ab jetzt nur noch mit Oberhitze, 160 - 180 Grad. Jetzt wird es spannend, denn die Seitlinge müssen Flüssigkeit ziehen, und das sieht man daran, dass ihr weisses Fleisch beginnend an den Rändern gelblich wird. Sollte sie nicht durchgezogen sein, bevor die Ei-Käsemischung dickflüssig wird, gerne noch etwas Sahne drüberschütten. Und nach einer viertel Stunde ist es dann soweit:

XXL Super Food Porno geiles Picture hierXXX L Hardcore Action Sexy Foodporn Mega Bild hier.
Man kann die Petersilie drüberstreuen. Nochmal fünf Minuten im Ofen, raus, auf das doppelpfündige Silbertablett, und schon ist die Petersilie vor dem Vertrocknen im Kühlschrank gerettet, und man ist wieder der Meister der Sparsamkeit und der Mässigung. Einziger kleiner Luxus in diesem schlichten Ensemble: Nur die Verpackung des Mangolds wurde mit einem Blatt aus einem Missale um 1580 - 1630 erneuert, denn ich wollte hier keinen mit dem Anblick der Literaturseite der Süddeutschen beleidigen, die man mir beim Gemüsehändler zugemutet hat.
Ach so, die Pizzadiät. Die ist ganz einfach. Nicht zu mir kommen, keine Quiche essen, statt dessen woanders bleiben und viel von der kalorienarmen, fettlosen, schlicht bekästen Pizza des Pizzamannes des Vertrauens essen. Oder sonst so ein neumodisches Diätzeug.
donalphons, 22:48h
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Empfehlung heute - Grandiose Bilder
vom Winter in den Alpen, von der Morgendämmerung bis zum funkelnden Schnee auf den Pisten, gibt es im Dezemberarchiv beim Salzblog.
donalphons, 13:27h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 30. Dezember 2007
Zwischen vier und fünf
Jeden Sommer - ausser den Berliner Sommervortäuschungen zu Beginn - gibt es hier Bilder von den Sonnenuntergängen von meiner Dachterasse. So, oder so, und nach ein paar Monaten denke ich, dass es vielleicht langweilig wird. Dann, im Oktober, verschwindet die Sonne hinter dem Giebel, und die Entscheidung über weitere Photos wird mir von der Natur abgenommen. Für über 5 Monate, im Idealfall, bis Mitte März. Und in der Zeit würde ich was für solche Bilder geben. Heute nun war es ausnahmsweise wieder schön, und deshalb der sehr frühe Sonnenuntergang am See. Mit ein paar Menschen, und wer ein kinderfeindliches Bild findet, gewinnt ein schiefes Lächeln.









Nicht schlecht. Wenn man nicht gerade die Bilder von der letzten Österreich-Tour sortiert. Das hier ist auch um die gleiche Tageszeit - vor zweieinhalb Monaten.

Wird Zeit, dass ich wieder nach Italien komme. Recht schnell sogar. Ich mag keine Geburtstage, und ich hasse Fasching. Dieses Jahr kommt es auch noch halbwegs zusammen. Kennt jemand eine gute, unspektakuläre Pension in Rom oder Neapel?









Nicht schlecht. Wenn man nicht gerade die Bilder von der letzten Österreich-Tour sortiert. Das hier ist auch um die gleiche Tageszeit - vor zweieinhalb Monaten.

Wird Zeit, dass ich wieder nach Italien komme. Recht schnell sogar. Ich mag keine Geburtstage, und ich hasse Fasching. Dieses Jahr kommt es auch noch halbwegs zusammen. Kennt jemand eine gute, unspektakuläre Pension in Rom oder Neapel?
donalphons, 00:34h
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Empfehlung heute - Das Undenkbare
Neben meinem Bett, im Bücherschrank, befindet sich der Roman "Hic & Hec" von Mirabeau. Ein eher banales Werk der Aufklärung, schnell hingeschrieben und galant. Allerdings: Würde man das heute schreiben, wäre es Kinderpornographie. Es ist legal erhältlich, kein Gesetz verbietet seine Verbreitung, es ist wohl historisch genug. Aber nach diesen abstrusen Geschichten zu den "Himmel"-Ermittlungen im Lawblog frage ich mich schon, wo eigentlich die Grenze ist, und wo ich stehe, wenn ich sage, dass Hic & Hec trotz der kirchenfeindlichen Beschreibung von Priestersex mit Minderjährigen und der späteren Neigung des Erzählers zu "der Jugend erster Blüte" in meinen Augen einer der Höhepunkte der Aufklärung ist.
Dass ich für eine Analyse der Problematik, eine wirklich tiefgreifende Analyse nach England gehen muss, wo es ähnliche Erscheinungen gibt, zeigt den Unterschied zwischen einer Zeitschrift wie Intelligent Life und dem Depperlgeschreibe der deutschen Medien.
Dass ich für eine Analyse der Problematik, eine wirklich tiefgreifende Analyse nach England gehen muss, wo es ähnliche Erscheinungen gibt, zeigt den Unterschied zwischen einer Zeitschrift wie Intelligent Life und dem Depperlgeschreibe der deutschen Medien.
donalphons, 15:22h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 28. Dezember 2007
Real Life 27.12.2007 - Violinsolo
Weisst du, warum ich geheiratet habe?
Weil du nicht auf mich gehört hast, als ich dir gradraus sagte, dass du eine grossartige Frau bist, die statt so einem Waschlappen viele Liebhaber braucht, um glücklich zu werden.
Nein. Du hast etwas anderes gesagt, weshalb er mit dir auf die Strasse wollte, aber das war es nicht. Eigentlich habe ich geheiratet, damit ich meine Ruhe von all den Tanten und Verwandten an Weihnachten hatte, vor denen ich auch noch nach dem 30 Geburtstag die Violinvirtuosin markieren musste, die ich nie war. Und weisst du, warum ich mich habe scheiden lassen?
Weil du eingesehen hast, dass er ein Würstchen ist, und es bei mir bessere Gespräche, besseren Kuchen und auch keinen Sex gibt.
Nein. Weil ich Weihnachten sein repräsentables Püppchen war, das er mit Geschenken überhäufte, damit es jeder sieht, und dann die Bilder von mir und dem Christbaum ins Internet stellte und erzählte, was für eine wunderbare Beziehung wir haben. Weihnachten hat dem Projekt Ehe den Rest gegeben. Und was mache ich heute?
Noch ein Stück Tarte nehmen?
Es ist kurz nach Weihnachten, ich renne nach all den Jahren mit meinem alten Geigenkasten durch die Gegend bekomme noch ein Stück Silber, du machst Bilder von mir, und zwar so, damit ich wie eine Violinvirtuosin aussehe, und dann muss ich Deine Fidel einspielen. Fällt dir was auf?

Ich stelle wenigstens keine Bilder von Dir ins Netz, und wenn ich mit jemandem über dich rede, erzähle ich, dass ich an deinem demolierten Kotflügel schuld bin. Und ich rede dir auch nicht wie Tante Antonia ein, dass du endlich schwanger werden sollst. Die Bilder waren deine Idee und sind für deine Tante Ida, und nicht für seltsame koreanische Geschäftspartner eines Mittelstands-Würtchens. Es gibt Unterschiede. Noch ein Stück Tarte?
Ich kann nicht mehr. Nein, wirklich. Don, nein, Dohhon, schau mich an...
mit grösstem Vergnügen.
im Ernst, ich bin zu... ach ne... pfff. gut, danke, aber dann ist wirklich schluss, ich will ja nicht aussehen wie...
Bist du gehässig. Ausserdem mag dein Spiel begrenzt virtuos klingen, aber auf den Bildern sieht es ganz anders aus. Tante Ida wird es lieben, und allen unverheirateten Männern im mittleren Alter zeigen, wenn sie wieder am Tegernsee in Kur ist.
Kannst du mir mal erklären, was Männer an so blassblau getünchten Pseudomädchen finden? Ich mein, schau dir doch mal D. an, mit ihrem halbkriminellen Typen. Was findet so einer an so einer lädscherten Kuh?
Keine Ahnung. Ich bin dafür nur begrenzt empfänglich, seit der unvermeidlichen Apothekerstochter, die bei uns dazu gehört wie die noch schlimmere Medizinstudentin/Krankenschwester, bevor mit der Schauspielerin alles grossartig wird. Ist es nicht immer so? Man fällt bei den Blassblauen auf die Schnauze, will sich bei den Medizinerinnen kurieren, bekommt da einen Einlauf, bis man weise genug ist, nur noch nach Fassade und guten Vorstellungen zu gehen. Manche haben einfach einen Sprung und kehren immer wieder zu den geigenden Jungfrauen zurück, und auf die setzt Tante Ida, es sind die Verdammten, oder auch nur die verdammten Idioten, die brauchen und wollen den Schmerz, und du willst vielleicht noch ein Stück Tarte?
Nein, Don, wirklich, ich hab schon so viel, echt, danke, nein.
Gut. Dann kommen wir zu den Pralinen.
Weil du nicht auf mich gehört hast, als ich dir gradraus sagte, dass du eine grossartige Frau bist, die statt so einem Waschlappen viele Liebhaber braucht, um glücklich zu werden.
Nein. Du hast etwas anderes gesagt, weshalb er mit dir auf die Strasse wollte, aber das war es nicht. Eigentlich habe ich geheiratet, damit ich meine Ruhe von all den Tanten und Verwandten an Weihnachten hatte, vor denen ich auch noch nach dem 30 Geburtstag die Violinvirtuosin markieren musste, die ich nie war. Und weisst du, warum ich mich habe scheiden lassen?
Weil du eingesehen hast, dass er ein Würstchen ist, und es bei mir bessere Gespräche, besseren Kuchen und auch keinen Sex gibt.
Nein. Weil ich Weihnachten sein repräsentables Püppchen war, das er mit Geschenken überhäufte, damit es jeder sieht, und dann die Bilder von mir und dem Christbaum ins Internet stellte und erzählte, was für eine wunderbare Beziehung wir haben. Weihnachten hat dem Projekt Ehe den Rest gegeben. Und was mache ich heute?
Noch ein Stück Tarte nehmen?
Es ist kurz nach Weihnachten, ich renne nach all den Jahren mit meinem alten Geigenkasten durch die Gegend bekomme noch ein Stück Silber, du machst Bilder von mir, und zwar so, damit ich wie eine Violinvirtuosin aussehe, und dann muss ich Deine Fidel einspielen. Fällt dir was auf?

Ich stelle wenigstens keine Bilder von Dir ins Netz, und wenn ich mit jemandem über dich rede, erzähle ich, dass ich an deinem demolierten Kotflügel schuld bin. Und ich rede dir auch nicht wie Tante Antonia ein, dass du endlich schwanger werden sollst. Die Bilder waren deine Idee und sind für deine Tante Ida, und nicht für seltsame koreanische Geschäftspartner eines Mittelstands-Würtchens. Es gibt Unterschiede. Noch ein Stück Tarte?
Ich kann nicht mehr. Nein, wirklich. Don, nein, Dohhon, schau mich an...
mit grösstem Vergnügen.
im Ernst, ich bin zu... ach ne... pfff. gut, danke, aber dann ist wirklich schluss, ich will ja nicht aussehen wie...
Bist du gehässig. Ausserdem mag dein Spiel begrenzt virtuos klingen, aber auf den Bildern sieht es ganz anders aus. Tante Ida wird es lieben, und allen unverheirateten Männern im mittleren Alter zeigen, wenn sie wieder am Tegernsee in Kur ist.
Kannst du mir mal erklären, was Männer an so blassblau getünchten Pseudomädchen finden? Ich mein, schau dir doch mal D. an, mit ihrem halbkriminellen Typen. Was findet so einer an so einer lädscherten Kuh?
Keine Ahnung. Ich bin dafür nur begrenzt empfänglich, seit der unvermeidlichen Apothekerstochter, die bei uns dazu gehört wie die noch schlimmere Medizinstudentin/Krankenschwester, bevor mit der Schauspielerin alles grossartig wird. Ist es nicht immer so? Man fällt bei den Blassblauen auf die Schnauze, will sich bei den Medizinerinnen kurieren, bekommt da einen Einlauf, bis man weise genug ist, nur noch nach Fassade und guten Vorstellungen zu gehen. Manche haben einfach einen Sprung und kehren immer wieder zu den geigenden Jungfrauen zurück, und auf die setzt Tante Ida, es sind die Verdammten, oder auch nur die verdammten Idioten, die brauchen und wollen den Schmerz, und du willst vielleicht noch ein Stück Tarte?
Nein, Don, wirklich, ich hab schon so viel, echt, danke, nein.
Gut. Dann kommen wir zu den Pralinen.
donalphons, 21:52h
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Die reichen Tische des Don Alphonso 2008
Nun sind sie fertig, die Bilder für den selbst zu fertigenden Jahreskalender: Feinster Food Porn aus dem Herzen Bayerns, Gemüse, Torten, Brot, Käse, Silber, Porzellan, Früchte, Exotica, Reichtümer, Kerzenglanz auf Messing und Gläsern - 18 Bilder mit einem Vorschlag zur Verteilung über die Monate, darunter auch vier Alternativen, falls manche Bilder nicht so gefallen, sowie ein Deckblatt und eines für ganz hinten, zum Jahresende. Herunterzuladen als fast 28 MB grosse zip-Datei ist es hier während der nächsten drei Wochen:
http://www.ravella.de/food/foodporn.htm
Und noch was zum Urheberrecht: Nichtkommerzielle Nutzung ist als Kalender selbstverständlich erlaubt, falls weitergehendes Interesse besteht, fragt einfach, und wenn ich einen erwische, der es kommerziell verwendet, sorge ich dafür, dass ich mir von seiner Knechtung durch Gerichte einen Nautiluspokal leisten kann.
http://www.ravella.de/food/foodporn.htm
Und noch was zum Urheberrecht: Nichtkommerzielle Nutzung ist als Kalender selbstverständlich erlaubt, falls weitergehendes Interesse besteht, fragt einfach, und wenn ich einen erwische, der es kommerziell verwendet, sorge ich dafür, dass ich mir von seiner Knechtung durch Gerichte einen Nautiluspokal leisten kann.
donalphons, 14:07h
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Fuego
Ich war vorgestern in Niederbayern, genauer, in Landshut. Wer Bayern kennt, kennt auch die Rivalitäten zwischen den vier altbayerischen Residenzstädten, als da neben meiner Heimat noch sind Regensburg, Landhut und München - in dieser chronologischen Reihenfolge. Es gibt die bekannten Vorurteile: Regensburg ist Oberpfalz und damit die Urhaferschleimsuppe der Lowbrows, München ist arrogant und oberflächlich, und Landshut ist noch langweiliger als ein Montag Abend im Hauslwirt in Abensberg. Über meine Heimat findet es sicher auch etwas Negatives, doch was Landshut angeht, gibt es dort inzwischen etwas, das man unbedingt gesehen haben sollte: Die Wunderkammer auf der Burg Trausnitz. Hier wurde wieder zusammengetragen, was in der Renaissance der Ursprung unserer Museen und Ausstellungen war. Für einen Amateur der Foodpornographie ist die Konfrontation mit Nautiluspokalen, Korallenschalen, Bergkristallkelchen und feinstem Augsburger Silber, und das alles üppigen Mengen, eine eher ernüchternde Angelegenheit. Auf ein "sowas habe ich auch" kommen zehn "das hätte ich gerne, und zudem hundert resignierende "das werde ich nie besitzen". Allein schon wegen des surrealistischen Effekts würde ich mir ein ausgestopftes Krokodil unter die Küchendecke hängen, und gewöhnlichere Dinge um so mehr ein neues Zuhause bieten.
Zuhause jedenfalls bastelte ich die letzten Tage am letzten Bild für den Foodpornkalender herum, und alle Versuche waren nicht spektakulär genug. Ein würdiger Abschluss der Arbeit, eine zündende Idee, ein feuriger Abschluss, das war das Ziel, und nach der Zurechtstutzung meiner Utensilien durch die Wunderkammer war es allein dem Wettrennen mit einem ICE zu verdanken, dass ich auf der Heimfahrt etwas anderes zu tun hatte, als mir Gedanken über die ungerechte Verteilung der Güter des 17. Jahrhunderts auf dieser Welt zu machen. Bis dann daheim langsam die Ideen kamen: Diese Muscheln etwa, die habe ich auch. Und zumindest eine kleine Kristallschale. Eine kleine Silbertazza findet sich neben etlichen formatfüllenden Schwestern seit letztem Wochenende im Inventar, die ererbten Korallen müssten nur mal auf Sockel gestellt werden, Elfenbeinportraits hängen über dem Bett und Imari in der Küche, und ein Tischerl mit Intarsien steht oben in der Gästewöhnung - und schon brennt die Luft:

grosser Food Porno Hardcore hier, gigantischer Food Porn Sex hier.
Jetzt könnte ich nach dem Feuer auch noch die anderen Elemente Luft, Erde und Wasser nachschieben, aber ich bin froh, einen guten Abschluss gefunden zu haben. Und nächstes Jahr ist immer noch Zeit für anderes. Jetzt muss ich nur noch die anderen Bilder zusammenstellen und verpacken.
Und so einenNautilusportal Nautiluspokal und ein Kardinalsportrait bekomme ich irgendwann auch noch.
Zuhause jedenfalls bastelte ich die letzten Tage am letzten Bild für den Foodpornkalender herum, und alle Versuche waren nicht spektakulär genug. Ein würdiger Abschluss der Arbeit, eine zündende Idee, ein feuriger Abschluss, das war das Ziel, und nach der Zurechtstutzung meiner Utensilien durch die Wunderkammer war es allein dem Wettrennen mit einem ICE zu verdanken, dass ich auf der Heimfahrt etwas anderes zu tun hatte, als mir Gedanken über die ungerechte Verteilung der Güter des 17. Jahrhunderts auf dieser Welt zu machen. Bis dann daheim langsam die Ideen kamen: Diese Muscheln etwa, die habe ich auch. Und zumindest eine kleine Kristallschale. Eine kleine Silbertazza findet sich neben etlichen formatfüllenden Schwestern seit letztem Wochenende im Inventar, die ererbten Korallen müssten nur mal auf Sockel gestellt werden, Elfenbeinportraits hängen über dem Bett und Imari in der Küche, und ein Tischerl mit Intarsien steht oben in der Gästewöhnung - und schon brennt die Luft:

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Jetzt könnte ich nach dem Feuer auch noch die anderen Elemente Luft, Erde und Wasser nachschieben, aber ich bin froh, einen guten Abschluss gefunden zu haben. Und nächstes Jahr ist immer noch Zeit für anderes. Jetzt muss ich nur noch die anderen Bilder zusammenstellen und verpacken.
Und so einen
donalphons, 02:42h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Empfehlung heute - Familiengeschichten
Ich habe hier drei extrem saftige, schlechte Geschichten aus dem, was man früher bessere Gesellschaft nannte, deren Bewältigung und Begleiterscheinungen mich auf Trab halten, mit allem, was zu Krisen ebenjener Gesellschaft gehört: Enterbung, eine (mutmassliche) Ausreisserin, inadäquate Verhältnisse, schockierte geistliche Beistände, durchdrehende Tanten, Besuchsverbote und freibleibende Sessel beim Fest. Ein Flut schlimmer und schlimmster Geschichten wurde zum Jahresende angeschwemmt, als sei dies hier Sodom a.d. Donau, und das wirklich Schlimmste:
Ich habe geschworen, nicht darüber zu bloggen. Und ich werde mich daran halten.Für ein paar Monate oder gar Woche
Wie gut also, dass sich Modeste und Julie bei ihren Familiengeschichten nicht solchenbleihaltigen Argumenten bekannt schiesswütiger Clans Zwängen unterordnen. Und ich muss jetzt dann Iris treffen, und später eine 88er Flak kaufen. Die Sache mit den Störchen geht mir zu weit.
Ich habe geschworen, nicht darüber zu bloggen. Und ich werde mich daran halten.
Wie gut also, dass sich Modeste und Julie bei ihren Familiengeschichten nicht solchen
donalphons, 16:01h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Nobody expects the Spanish Inquisition!
Amongst our weaponry

are such diverse elements as fear,

surprise,

ruthless efficiency,

an almost fanatical devotion to the Pope,

and nice red uniforms!


are such diverse elements as fear,

surprise,

ruthless efficiency,

an almost fanatical devotion to the Pope,

and nice red uniforms!

donalphons, 23:31h
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Asozialneid
Im bunkerartigen Konsumschlauch vor der Stadt mit den chinesischen Klamotten und den billigen Technikgeräten, den Ballerspielen und dem Tiefkühlfrass war so viel von einem "gewissen Publikum", wie meine Frau Mama das nennt, los, dass manche keinen Parkplatz fanden und gezwungenermassen in die Altstadt ausweichen mussten.
Wenn ich so etwas höre, und daraus schliesse, dass mehr Geld lediglich mehr Konsumdreck bedeutet, tendiere ich dazu, die momentane Sozialdebatte mit einem flauen Gefühl im Magen zu verfolgen. Was bringt es volkswirtschaftlich, wenn man denen oben nimmt, auf dass sie nicht mehr den globalen Finanzverkehr mit all seinen unschönen Folgen anheizen - wenn dann unten so konsumiert wird, dass Zwangsarbeit in Fernasien noch mehr Profit abwirft, und bei uns Müllprobleme und Krankheiten durch falsche Ernährung das einzige messbare Wachstum aufweisen können.
Wenn ich so etwas höre, und daraus schliesse, dass mehr Geld lediglich mehr Konsumdreck bedeutet, tendiere ich dazu, die momentane Sozialdebatte mit einem flauen Gefühl im Magen zu verfolgen. Was bringt es volkswirtschaftlich, wenn man denen oben nimmt, auf dass sie nicht mehr den globalen Finanzverkehr mit all seinen unschönen Folgen anheizen - wenn dann unten so konsumiert wird, dass Zwangsarbeit in Fernasien noch mehr Profit abwirft, und bei uns Müllprobleme und Krankheiten durch falsche Ernährung das einzige messbare Wachstum aufweisen können.
donalphons, 12:00h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 25. Dezember 2007
Übergewicht
Klassisch: Zu viel ausgeben - zu viel einkaufen - zu wenig Platz im Kühlschrank - zu viel in zu kurzer Zeit essen - Ergebnis ist ein teuer erkauftes Übergewicht.
Bavarese: 500 Gramm sardische Tomaten kaufen gehen. Dort erfährt man, dass sie zwar noch welche haben, aber die schon sehr reif sind. Eigentlich ist das eine gute Sache, denn sardische Tomaten sind ganz kurz vor dem Umkippen am besten, der säuerlich-fruchtige Geschmack ist perfekt entwickelt. Und dann sagt der Herr an der Waage, dass er nochmal 500 Gramm drauftut, weil ja Weihnachten ist. Die Folge: Ein Pfund mehr Tomaten, und alle müssen sie schnell weg. Die Lösung besteht aus mit Knoblauch geriebenem Baguette, Butter, Pesto und einer Schicht dicker, feuchter Tomatenscheiben, und das für 20 Minuten bei 130 Grad in den Ofen, damit es schön langsam durchzieht und nicht verbrennt.

Das Ergebnis ist das gleiche, nur ist der bayerische Weg erheblich günstiger.
Bavarese: 500 Gramm sardische Tomaten kaufen gehen. Dort erfährt man, dass sie zwar noch welche haben, aber die schon sehr reif sind. Eigentlich ist das eine gute Sache, denn sardische Tomaten sind ganz kurz vor dem Umkippen am besten, der säuerlich-fruchtige Geschmack ist perfekt entwickelt. Und dann sagt der Herr an der Waage, dass er nochmal 500 Gramm drauftut, weil ja Weihnachten ist. Die Folge: Ein Pfund mehr Tomaten, und alle müssen sie schnell weg. Die Lösung besteht aus mit Knoblauch geriebenem Baguette, Butter, Pesto und einer Schicht dicker, feuchter Tomatenscheiben, und das für 20 Minuten bei 130 Grad in den Ofen, damit es schön langsam durchzieht und nicht verbrennt.

Das Ergebnis ist das gleiche, nur ist der bayerische Weg erheblich günstiger.
donalphons, 22:36h
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Andere wollen Lametta.
Oder Glaskugeln. Es geht mich ja nichts an, aber wenn es meine beste Party wäre, würde ich auf Ausrüstung bestehen, die nicht gerade aus Wegwerfartikeln besteht. Wenn Silberglanz und Lichtreflexion, dann richtig.

XX L Food Porno Hardcore Bild hier.
Das kann man sorglos reinigen und wiederverwenden. 365 Tage im Jahr, wenn man will. Und man muss auch keinen Baum als Unterlage umbringen lassen, den man zwei Wochen wegschmeisst.
Komisch, diese Leute.

XX L Food Porno Hardcore Bild hier.
Das kann man sorglos reinigen und wiederverwenden. 365 Tage im Jahr, wenn man will. Und man muss auch keinen Baum als Unterlage umbringen lassen, den man zwei Wochen wegschmeisst.
Komisch, diese Leute.
donalphons, 04:38h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 24. Dezember 2007
Inversionswetterlage
Es sind Tage des Schreckens für gewisse Clans der Provinzstadt. Von manch süsser Hoffnung wird Abschied genommen, die Stimmung ist do grau wie der Himmel, und obendrein treffen heute mancherorts auch Leute aufeinander, deren Verhältnis sich im letzten Jahr grundlegend geändert hat.

Ja, das Schicksal schlägt schwere Breschen in die Mauern und Zäune rund um das frühere Familienglück, die schwarzen Reiter der Realitäten plündern in den Rosengärten der Moral und des Anstands, und Spiesser fragt Spiesserin, was sie eigentlich verbrochen haben, dass es ausgerechnet sie trifft. Nun, die Antwort ist leicht: Nichts. Aber das Leben ist schöner, wenn man auf global als Unglückszeitpunkte bekannte Festttage wie die kommenden einfach verzichtet. Menschen, die sich nicht treffen, schlagen sich nicht. Menschen, die sich nicht treffen, bieten keinem anwesenden Dritten die Gelegenheit, darüber auch noch zu bloggen, und wir alle kennen die Süsse der Versuchung.

Darf ich bescheidene Reformvorschläge anbringen? Was ich als sehr entspannend kenne, ist ein System aus Festflüchtenden und deren Zufluchtbietern. Die eine Hälfte sollte vor dem normalen, schreckengebierenden Anlass flüchten und den anderen den Anlass bieten, sich ebenso den Verpflichtungen zu entziehen. Man trifft sich dann zu zweit, redet über andere Dinge, hört anständige Musik statt des üblichen Gedüdels, isst gut und hat einen netten Abend. Und alles ist gut.

Ja, das Schicksal schlägt schwere Breschen in die Mauern und Zäune rund um das frühere Familienglück, die schwarzen Reiter der Realitäten plündern in den Rosengärten der Moral und des Anstands, und Spiesser fragt Spiesserin, was sie eigentlich verbrochen haben, dass es ausgerechnet sie trifft. Nun, die Antwort ist leicht: Nichts. Aber das Leben ist schöner, wenn man auf global als Unglückszeitpunkte bekannte Festttage wie die kommenden einfach verzichtet. Menschen, die sich nicht treffen, schlagen sich nicht. Menschen, die sich nicht treffen, bieten keinem anwesenden Dritten die Gelegenheit, darüber auch noch zu bloggen, und wir alle kennen die Süsse der Versuchung.

Darf ich bescheidene Reformvorschläge anbringen? Was ich als sehr entspannend kenne, ist ein System aus Festflüchtenden und deren Zufluchtbietern. Die eine Hälfte sollte vor dem normalen, schreckengebierenden Anlass flüchten und den anderen den Anlass bieten, sich ebenso den Verpflichtungen zu entziehen. Man trifft sich dann zu zweit, redet über andere Dinge, hört anständige Musik statt des üblichen Gedüdels, isst gut und hat einen netten Abend. Und alles ist gut.
donalphons, 12:05h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 23. Dezember 2007
Gute Antworten auf dumme Fragen
Ws gibt schon manchmal komische Anfragen. Zum Beispiel, ob ich über irgendwelche neuen Produkte und Dienstleistungen schreiben will, am besten positiv. Die Antwort ist Nein, ich will nicht so bescheuert dastehen wie Flickr-Yahoo-Werber oder Apple-Fans. Das ist die Antwort an guten Tagen. An schlechten Tagen drohe ich mit einer Abmahnung wegen Spam, an noch schlechteren nagle ich das Pack mit vollem Namen an den Tresen der Blogbar.
Fragen kommen auch zu den alten Dingen, über die ich schreibe. Etwa, wozu ich mehrere Service für 12 Personen habe. Gegenfrage: Wozu sollte man sie nicht haben? Eben. Oder: Warum hast du Spielunkundiger eine Laute? Ist doch kar: Weil ich bislang nur eine gefunden habe.
Bis heute morgen. Heute morgen war es irrwitzig kalt, extfrem unangenehm und nicht wirklich weise, sich allzu lange im Freien aufzuhalten. es sei denn, man ist mein Silberhändler und kann am Ende des Vormittags angeben, dass man 2000 Euro verdient hat. Für andere ist es eine Härteprüfung, heute kamen nur die Extremisten, die echten Jäger, die Süchtigen. Und obwohl sie meinen Silberhändler reich gemacht haben, war er nicht glücklich. Denn als er mir das Geld für die Silberschale abnahm, wollte er auch wissen, was ich für die Laute bezahlt hatte. 30 Euro bei einem Schwaben (sic!), sagte ich.

Äh, grunzte mein Silberhändler, und sagte, dass er sie vorher schon gesehen hatte, aber er hatte befürchtet, sie sein wegen der Schnitzereien und Perlmutteinlagen recht teuer, also habe er nicht gefragt. Was für ihn schlecht ist, denn er verkauft derartige Dinge in den USA für ein Christengeld und besorgt damit das Silber, das er hier für ein Heidengeld an Leute wie mich verkauft.
Manchmal ist es wie verhext. Meine erste Laute fand ich zufällig auf der Suche nach einem Spiegel, und wollte sie sofort haben. Das ist schon ein paar Jahre her, und seitdem sah ich genug Geigen, um ein Schock Musiklehrer in den Selbstmord zu treiben, und ausreichend Gitarren, um alle Sinticombos Berlins beim Ausführen der einzigen ehrlichen Arbeit Berlins auszurüsten. Mit den Trompeten und Hörnern der letzten Jahre hätte man das Wild im Wald über Klippen jagen können. Alles ist da, man muss nicht gross suchen, es ist oft nicht in besonderer Qualität, aber in Mengen vorhanden. Die kleine Cousinen der Mandolinen sind häufig, aber Lauten? Seitdem kreuzte kein intaktes, bezahlbares Exemplar mehr meinen Weg. Bis zu jenem Schwaben, der sein Exemplar nicht mehr einpacken wollte, und es für 30 Euro an mich abtrat. Wegen eines kleinen Stückes, das am Schallloch fehlte - und sich später im Korpus wiederfand.

In Zukunft wird man mich also fragen müssen, warum ich zwei Lauten brauche, wenn ich nicht spielen kann. Und die Antwort wird sein:
Weil ich kann.
So einfach. Und so schön. Warum frägt eigentlich keiner all die A-Blogger, die jedes Jahr öffentlich ihr Mobiltelephonspielzeug austauschen und das Alte wegschmeissen, warum sie das mit ein paar hundert Euro teuren Plastikklumpen tun?
Fragen kommen auch zu den alten Dingen, über die ich schreibe. Etwa, wozu ich mehrere Service für 12 Personen habe. Gegenfrage: Wozu sollte man sie nicht haben? Eben. Oder: Warum hast du Spielunkundiger eine Laute? Ist doch kar: Weil ich bislang nur eine gefunden habe.
Bis heute morgen. Heute morgen war es irrwitzig kalt, extfrem unangenehm und nicht wirklich weise, sich allzu lange im Freien aufzuhalten. es sei denn, man ist mein Silberhändler und kann am Ende des Vormittags angeben, dass man 2000 Euro verdient hat. Für andere ist es eine Härteprüfung, heute kamen nur die Extremisten, die echten Jäger, die Süchtigen. Und obwohl sie meinen Silberhändler reich gemacht haben, war er nicht glücklich. Denn als er mir das Geld für die Silberschale abnahm, wollte er auch wissen, was ich für die Laute bezahlt hatte. 30 Euro bei einem Schwaben (sic!), sagte ich.

Äh, grunzte mein Silberhändler, und sagte, dass er sie vorher schon gesehen hatte, aber er hatte befürchtet, sie sein wegen der Schnitzereien und Perlmutteinlagen recht teuer, also habe er nicht gefragt. Was für ihn schlecht ist, denn er verkauft derartige Dinge in den USA für ein Christengeld und besorgt damit das Silber, das er hier für ein Heidengeld an Leute wie mich verkauft.
Manchmal ist es wie verhext. Meine erste Laute fand ich zufällig auf der Suche nach einem Spiegel, und wollte sie sofort haben. Das ist schon ein paar Jahre her, und seitdem sah ich genug Geigen, um ein Schock Musiklehrer in den Selbstmord zu treiben, und ausreichend Gitarren, um alle Sinticombos Berlins beim Ausführen der einzigen ehrlichen Arbeit Berlins auszurüsten. Mit den Trompeten und Hörnern der letzten Jahre hätte man das Wild im Wald über Klippen jagen können. Alles ist da, man muss nicht gross suchen, es ist oft nicht in besonderer Qualität, aber in Mengen vorhanden. Die kleine Cousinen der Mandolinen sind häufig, aber Lauten? Seitdem kreuzte kein intaktes, bezahlbares Exemplar mehr meinen Weg. Bis zu jenem Schwaben, der sein Exemplar nicht mehr einpacken wollte, und es für 30 Euro an mich abtrat. Wegen eines kleinen Stückes, das am Schallloch fehlte - und sich später im Korpus wiederfand.

In Zukunft wird man mich also fragen müssen, warum ich zwei Lauten brauche, wenn ich nicht spielen kann. Und die Antwort wird sein:
Weil ich kann.
So einfach. Und so schön. Warum frägt eigentlich keiner all die A-Blogger, die jedes Jahr öffentlich ihr Mobiltelephonspielzeug austauschen und das Alte wegschmeissen, warum sie das mit ein paar hundert Euro teuren Plastikklumpen tun?
donalphons, 23:07h
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Empfehlung heute - Das Traumpaar
der Wünsche für das kommende Jahr geben 2007 Modeste und Kid37. Und wir feiern keine solchen Feste, wir verlinken sie nur. Das Internet meint es gut mit uns Hebräern.
donalphons, 20:57h
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