: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 19. Juni 2008

Hauptsache Knast

Nachrichten, die 9 Monate zu spät kommen:

Verhaftungswelle an der Wall Street

(http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Verdacht%20Anla
gebetrug%20Verhaftungswelle%20Wall%20Street/375335.html)



Ein schöner Abend.

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Lesestoff

Angst. Aber habe ich persönlich Angst? Ist sie, weil ich sie anspreche und umschreibe, auch in mir?

Ich lag in der Einschätzung meiner Schulnoten konsequent über den tatsächlich gelieferten Ergebnissen. Ich bin Optimist. Ich habe heute bei einer Auktion ein schriftliches Limit für ein Bild eines schlangendurchzogenen Totenkopfs abgegeben, das mich mit 17% Aufgeld für den Rest des Monats zum Leeressen meiner - nicht schlechten, zugegeben - Vorräte und zum Umstellen der Ernährung auf Kartoffeln und viel Ei zwingen würde, oder zum energischen Stellen einer Rechnung gegenüber dem RBB, oder auch gegenüber ein paar Haifischen. Na gut, es stimmt nicht, es würde auch anders gehen, aber einen Moment musste ich schon nachdenken, wie ich das jetzt noch finanzieren soll - wenn der schlimmste Fall eintritt. Ein Betrüger, der versuchte, mir eine Fälschung unterzujubeln, erzählte mir seine Lebensdevise: Ich lebe über meine Verhältnisse, aber unter meinem Niveau. Da will ich nicht unbedingt hin. Ich hätte Verhältnisse und Niveau gern deckungsgleich.

Einmal war es zu viel, während meines Studiums. Da hatte ich die Wahl, entweder vergnügt einen halben Sommermonat mit üppigen Geldern bei Annast das eine oder andere zum Anziehen zu kaufen, oder einen Teil einer bedeutenden Bibliothek, die ein früh vollendeter, wie man so sagt, Kunstgeschichtler in Regensburg zusammengetragen hat. Eine Bibliothek, deren Abteilung zum Manierismus meine Desideratenliste mit einem Schlag anihilieren würde. Ich kam mit einem randvollen Auto auf dem letzten Benzintropfen in München an und hungerte zwei Wochen, um mich zu kasteien. Am Wochenende fuhr ich mit dem Rennrad heim zu Muttern und mit einem Rucksack voller Lebensmittel zurück, und ich kam durch. Ich hätte auch fragen können, ob sich meine Eltern beteiligen wollten, und ich denke, dass ihnen 12 Bände des Corpus Vitrearium Medii Aevi immer noch lieber gewesen wären als das, was andere Eltern in den Zeiten vor den kostenlosen Pornovideos im Internet ihren Söhnen so zahlen mussten: Wettschulden, Alkohol, Rauchmittel und anderes, was bei mir nie angefallen ist. Aber ich wollte spüren, welche Folgen es hat, wenn man über die Stränge schlägt.

Aber da ist etwas, das mich beruhigt:



Es kann böse ausgehen, natürlich. Aber es gibt einen Optimismus der Tat, und seit diesen beiden Erfahrungen in Mantua bin ich, was meinen eigenen Baukomplex des Jahres 1600 angeht, ein klein wenig strenger geworden. Die Fenster in den Gängen und über den Stufen etwa wurden vor 60 Jahren zum letzten Mal gestrichen, ordentlich und mit guter Farbe, ich habe sogar noch die Rechnung, aber seit Italien geht mit das schmutzige Elfenbein ein klein wenig auf die Nerven. Also werden die Fenster jetzt zerlegt, geputzt, gespachtelt, geschliffen und neu lackiert, für die kommenden Dekaden. Von mir. In meiner Freizeit. Weil ich damit ein paar hundert Euro spare, die man ansonsten den Handwerkern bezahlen müsste. Ich weiss nicht, ob man das als prekär bezeichnen kann, vermutlich nicht, es ist die Art der Familie, zu etwas zu kommen. Rendite ist immer auch die Folge von geringen Ausgaben. Ausgaben, die in einem Gemälde eines Totenkopfs besser angelegt sind. Was ist so eine Bibliothek ohne Memento Mori?

Unter dem Lacktopf ist ein Blatt des lokalen Anzeigenmülls, der hier endlich zu etwas nutze ist. Immobilienanzeigen, was mir vollkommen egal ist. Danke, ich habe schon. Aber die Zahlen lassen dann doch stutzig werden -wieviel? Was kostet so eine Kaluppe in Knoglersfreude, die allein in das Hinterhaus zweimal reinpassen würde? 420.000?

Ich habe keine Angst, es gibt keinen Grund, Angst zu haben. Unter und neben mir ist gebaute Sicherheit, inverrückbar und zerstörungsresistent.

Und bei der Auktion werde ich mit meinem lumpigen Gebot so oder so absaufen. Vielleicht bekomme ich ja wenigstens den Degen, dann kann ich mich abreagieren, nachts, wenn man frustrierten Fussballhools im Dunkeln begegnet, die glauben, sie könnten ihre Notdurft an dem Mauern des Stammhauses verrichten.

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Donnerstag, 19. Juni 2008

Verschiedene Schicksale vereint

Ein toller Abend für mich, mit nicht bezahlter Streicharbeit am eigenen Haus, aber ehrlich und mit diesem Sonnenuntergang. Als ob der Himmel eine Rocaille zeichnen wollte.



Ein ausgesprochen unerfreulicher Abend dagegen für die von LG beauftragten Schleichwerber und Spammer von unruly media, die vielleicht vorher hätten überlegen sollen, wem sie ihr lausiges 50-Dollar-Angebot unterbreiten. Die haben die falsche Adresse aus dem Impressum der Blogbar gekratzt.

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Verrecken in der Heimat

Und als die Kundin vor mir kundgetan hatte, dass ihr diese Stadt hier gefällt und sie das gerade erst entdeckt hat, weil sie ja aus Dachau kommt, mithin eine Fremde ist, da erhob meine Rosinenfladenverkäuferin die Stimme und sagte anerkennd:
Jo varegg. Aus Dachau! (Zu hochdeutsch: Ja verrecke! Aus Dachau!

Ich sagte nichts dazu, denn sie meinte es durchaus anerkennden. So wie der Hund, der Bazi, der Hodalump auch im Kontext mit "vareggd" eine positive Bestätigung sein kann. Und dene vereggdn Rosinaflodn, will sagen, den vorzüglichen Rosinenfladen tut das natürlich keinen Abbruch.



Dann entschwinden die Regenwolken, das Wetter wird schön, so schön, wie es nur eben sein kann, wenn sich die Sonne nach langen, trüben Tagen wieder Bahn bricht. Es gilt, die Dachterrasse zu besteigen, den Damast aus dem Schubladen zu holen und etwas Alfred Kerr zu lesen, bevor die Arbeit an den Fenstern ruft. Und was lese ich da, von einem, der es wissen muss?

"die Kaltblüter-Brutalität mancher Berliner Dirne" - über die besseren Töchter der Stadt
"deutsche Zeitungsesel" - was würde Kerr erst zu Spiegel Online sagen?
"die Spreestadt - auch sie ein deutscher Irrtum" - dem habe ich aus Voritalien nur nickend beizupflichten.

Seltsam. Ich habe Kerr gelesen, als ich zum Aufbau ging, um mich in das Blatt einzufühlen, und habe mich an ihm schnell wundgelesen. Ich mochte seinen Stil nicht besonders, zu expressionistisch, zu sehr dem Jugendstil und dem Schwämen verhaftet, und all die Ausrufezeichen. Jetzt, 10 Jahre später, gefällt er mir besser, so gut sogar, dass ich ihn als leichte Lektüre auf der D achterasse haben kann. Aber

"Ins Gesicht spucken. Öffentlich. Jeder der will. Ins Gesicht spucken. Öffentlich. Jeder der will."

Das ist wirklich gross. Kerr schreibt sehr knapp, könnte sogar twittern, und es hätte die Qualität, die dem dortselbst dokumentierten Clusterfucking der Hasimausibärlies abgeht.

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Zeitenwandel

Ich war Profi. Die üblichen Beschränkungen von 30 km/h im Werksgelände galten für mich explizit nicht, und draussen ging es nur darum, rechtzeitig anzukommen. Ich war nicht Profi genug, es normal zu finden, einen Sport Quattro mit 160 durch die Feldwege auf dem hinteren Parkplatz zu prügeln, dafür waren die 0 - 3- 7 - 17- 39 - 57 - 78 - 99 - 124 -Sprünge der lahmen Digitalanzeige viel zu aufregend. Ein Auto, das zu schnell war für den noch lahmen Bordcomputer. Damals einer der letzten seiner Art, eine verfluchte Drecksau von Auto, ein fauchendes Monster mit einem elenden Turboloch, das man vor dem Scheitelpunkt der Kurve trat, damit es aus ihr rausexplodierte. Einmal platzte bei sowas mit dem Nachfolger der Reifen. Einbaufehler, kann passieren. Da lagen Motorteile auf dem Beifahrersitz, ich nahm den nächsten und fuhr weiter. Mit 270 Richtung Nizza, mit 60 über die Eisenbahnwagons, und manchmal einfach nur zum Tank leer fahren. Ich habe damals jede Raserei gemacht, die man erlebt haben kann, wochenlang, jeden Tag, ohne Nachdenken. Und erst, als einer vor mir mit 250 von der Autobahn abflog, begann ich zu begreifen, dass es jetzt reicht. Ich kann immer noch rasen, aber ich tue es nur noch seltenst, um mich meiner Fähigkeiten zu versichern. Das ist wie mit dem Consulting: Man verlernt es nicht. Man kann sich davon lossagen, aber es bleibt immer ein Rest übrig.

Und dieser Rest ist erstaunt über zwei Dinge der letzten Tage. Die Firma, in deren Auftrag ich das Rasen gelernt habe, bei der es selbst in den Pausen kein anderes Thema als die Geschwindigkeit gab, unter den Bildern an der Wand, die nichts ausser Raser, aufgeblasene Motoren und breite Reifen zeigten, diese Firma, die es mit dem Rasen vom Opaautohersteller zur Premiummarke geschafft hat und die damit angab, für Raser die sichersten Autos zu bauen - diese Firma hat gerade eines der bekanntesten Rennen der Welt gewonnen. Mit einem Fahrzeug, das langsamer war als die Konkurrenz, aber auch sparsamer im Verbrauch, und durch weniger Tankstopps gewann. Früher wäre das ganz verschämt irgendwo unten erwähnt worden. Aber die Siegeszeitung, die dem lokalen Schmarrnblatt beigelegt war, stellte genau diese Sache ganz gross raus. Sparsamkeit schlägt Endgeschwindigkeit.



Heute war meine absolute Lieblingszeitschrift im Briefkasten. Die bekannteste deutsche Marke für Raser wirbt darin seit jeher für ihre spritschluckenden Monster mit Hochgeschwindigkeitsbildern und dynamischen Aufnahmen, den Lesern PS-Monster aufschwatzend, die sie in aller Regel nur noch mit elektronischen Hilfen kontrollieren können - oder auch nicht. Diese Firma wirbt jetzt nicht mehr als Überflieger, sondern als Familienkonzern, mit einem Bild des allerersten Wagens, der 35 PS hatte und kaum Benzin brauchte.

Und draussen im Seeviertel ward der Z. gesehen, der seinen massigen Körper sonst nur mit dem schwersten deutschen Kabrio zu den Immobiliengeschäften bewegt, auf dem Fahrrad in Richtung Stadtmitte, nachdem er schon desöfteren über den Benzinpreis geschimpft hat. Schimpfen tun sie alle, aber jetzt lassen sie Taten folgen.

Es scheint, als würde die Zeit der Geschwindigkeit zu Ende gehen, alles wird langsamer, eine Epoche kommt zu einem jähen, aber nicht ganz überraschenden Ende. Ich habe eine neue Mieterin, die an Konzeptautos mitentwickelt - und sie ist ausgewiesene Elektroingenieurin. Der Profi in mir hat das eigentümliche Verlangen, jetzt noch einmal beim nächsten Spiel der Nazierfreuendenmannschaft in den Wagen zu klettern und es nochmal richtig krachen zu lassen wie früher, solange es geht, ein paar Kilometer, einfach, weil es jetzt noch möglich und bezahlbar ist, burnig rubber, so unverantwortlich und dumm es auch sein mag.

Aber statt dessen nehme ich ihn auf dem Rad mit zum Erdbeerfeld, und nachher streichen wir die Fenster, denn das ist der Raum, der auch bei totaler Entschleunigung erhalten bleibt. Und es muss noch nicht mal schlecht sein. Im Gegenteil, es steht zu befürchten, dass man dergleichen Rasergeschichten in 40 Jahren nicht mehr wird hören wollen, wenn man täglich mit deren Folgen konfrontiert sein wird.

Nachtrag: Auch an Hamburg geht diese Seinsfrage nicht folgenlos vorbei.

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Dienstag, 17. Juni 2008

United States of Dystopia

Nehmen wir mal an, jemand hätte uns im Jahr 2000 erzählt, dass in acht Jahren die Vereinigten Staaten schon seit einem Jahr in einer global wirkenden, jedoch selbst verschuldeten Finanzkrise stecken. Dass die Unsummen, mit denen man das korrigieren könnte, in zwei vollkommen sinnlosen und nicht gewinnbaren Kriegen und einer Reihe von lokalen Konflikten verbraten wurden. Dass dieses Land immer mehr verbraucht hat, an Benzin, Rohstoffen und Nahrung, dass ein grosser Teil der Bevölkerung krank vom Wohlstand ist, und gleichzeitig jede Form von Infrastruktur vor die Hunde geht. Dass dieses Land unter seinen Bürgern extreme Armut kennt, und noch schlimmere Armut unter denen, die dort leben, aber keine Bürger sind. Dass dieses Land von einer Clique durchgeknallter Idioten regiert wird, Scharfmachern, präfaschistoider Überwachungsspinnern und Think Tanks, die von Leuten aus dem nach europäischen Massstäben rechtsextremen Spektrum bezahlt werden. Dass die Staatsverschuldung jederzeit eine globale Wirtschaftskrise auslösen kann, während das Land und seine Produkte kaum mehr zur ersten Welt gezählt werden können. Dass die Schlüsselindustrie der Autoproduktion am Ende ist. Dass nach einer gigantischen Katastrophe in einer Millionenstadt auch nach Jahren grosse Teile dieses Ortes aussehen, als wäre die Flut erst vor drei Wochen gewesen.

Und nehmen wir weiter an, man hätte uns gesagt, dass dieses Regime auf allen Feldern der Aussenpolitik in der Defensive ist - teilweise gegenüber antidemokatischen und im Kern radikalmuslimischen oder postkommunistischen Diktaturen wie Saudi-Arabien und China, die auf der anderen Seite mit ihren Investitionen den sozioökonomischen Moloch von Amerika am Laufen halten. Dass dieses Land bewiesen hat, wie unfähig es ist, auch nur kleine Territorien wie den Kern von Bagdad zu besetzen, wie egal ihm das Thema "Nationbuilding" ist. Dass inzwischen auch die Israelis selbst mit der Hamas reden, weil klar ist, dass von den Versagern in Washington keine Initiativen mehr kommen. Dass Russland und China ungestört auf dem globalen Vormarsch sind, weil die USA für einen freien Rücken in Sachen Afghanistan und Irak jede andere Schweinerei tolerieren. Dass sie einen Staat wie Pakistan unterstützen, der zumindest indirekt an der Konzeption des internationalen Terrorismus beteiligt ist.

Und hätten wir und damals erzählen lassen, dass die Notenbank zugunsten einiger Hasardeure auf den Finanzmärkten das Land zusätzlich in eine Inflation treibt, die ganze Schichten real verarmen lässt. Dass das Land seine Soldaten ermächtigt, die Menschenrechte global mit Füssen zu treten. Dass diese Supermacht auf allen Ebenen so unglaublich ignorant ist, so unfähig, die notwendigen Veränderungen überhaupt erst zu begreifen. Dass das Land nach menschlichem Ermessen auf allen Ebenen bankrott ist, egal ob wirtschaftlich, in seiner Militärdoktrin, sozial oder politisch.

Dass dieser Leader zu einem Moloch geworden ist, bei dem man sich fragt, ob er der Lösung der Probleme dieses Planeten nur im Weg steht, oder nicht auch zentraler Teil des Problems ist.

Hätte das jemand 2000 geglaubt, und hätte jemand daran geglaubt, dass 8 Jahre, immerhin eine lange Zeit, ausreichen, dass man sich an diesen Zustand irgendwie gewöhnt hat?

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Empfehlung heute - Ohne Liebesgrüsse aus Ostbayern

Ich möchte mich an dieser Stelle vollumfänglich hinter die Meinung des Rationalstürmers zu einer Führungsperson der SPD stellen.

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Dienstag, 17. Juni 2008

Die Rettung des Raben Teil 2

Eigentlich wollte ich nur restaurieren, was unbedingt restauriert werden musste. Am Ende habe ich das Rabeneick dann bis zur letzten Schraube im Dynamo zerlegt, gereinigt, repariert, gefettet und wieder zusammengeschraubt. Was jetzt noch fehlen würde, wäre eine neue Verchromung der Kurbelgarnitur, die damals, 1952, angesichts der Materialknappheit mit einem Überzug versehen wurde, der heute wie dünner Lack abblättert, und darunter rostet. Aber so ist das nun mal bei alten Dingen, die Zeit legt gnadenlos die Qualität offen, und sonst gibt es wenig zu klagen.



Neueren Datums sind jetzt lediglich der Sattel und der Zug und die Klötze der vorderen Bremsanlage. Die alten Reifen wurden gegen die eher originalen Weisswandreifen von Schwalbe ausgetauscht. Ansonsten habe ich sogar den alten Originalschlauch aus rotem Gunnmi wieder verbaut. Die Bremsanlage vorne ist jetzt nicht mehr ganz stilecht; schliesslich war Aussenhülle früher grau und die Bremsklotzhalterung aus Aluminium, aber da geht die Sicherheit vor. Zumal ich mit der Rücktrittbremse absolut nicht klarkomme.

Ein paar Probleme habe ich bei den bislang gefahrenen 70 Kilometern auch gemerkt:

Die Griffe sind gnadenlos hart, zu klein und ergonomisch äusserst ungünstig. Nach zwei Stunden zieht es in den Handgelenken. Handschuhe sind zu empfehlen.

Für die Ebene ist der einzige Gang sehr gut geeignet, das Anfahren ist schnell möglich, und mit den schmaleren Reifen ist das Treten nicht schwer. Steigungen von mehr als 5 Prozent machen aber auf längere Sicht keinen Spass. Brücken und Dämme gehen. Es ist ein Rad für das Donautal, aber nicht für die Steigungen am Tegernsee.

Auch mit allen Tricks bleibt die Bremsleistung inferior, so dass man auch Ausweichen als defensive Taktik im Blick behalten sollte. Würde nur die Lenkung schnell reagieren! Das Problem ist der flache Lenkwinkel; man kann ziemlich viel - für Rennradfahrer - ungewöhnliche Dinge tun, bis sich das Rabeneick dazu bequemt, eine schnelle Kurve zu fahren. Es ist weitaus sportlicher als das gängige Oparad, aber mit 1,2 Meter Radstand nicht wirklich das, was man spritzig nennt. Aber zum Ärgern normaler Mountainbikefahrer reicht es auf Feldwegen allemal aus.

Und: Man wird oft angesprochen. Das entschädigt dafür, dass es sich lenkt, bremst und anfühlt wie ein Rad, das über 55 Jahre auf dem Buckel hat. Zum Erdbeeren pflücken ist es jedenfalls ausreichend, und ich fand keinen Grund, warum das in weiteren 55 Jahren anders sein sollte. Denn nichts ist an diesem Rad aus Plastik, es ist Schwermetall, reparierbar, und wartet jetzt nur noch auf den Einsatz des Lackstiftes für die letzten Rostflecken.

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Empfehlung heute - Zum alten Heim

kehrt Käthe Feinstrick in einer feinen Erzählung zurück.

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Montag, 16. Juni 2008

Real Life 15.6.08 - Fallende Feste

Schon seit Jahren hatte der Efeu den Balkon der Familie H. zerstört. Vor wenigen Wochen wurden dann die betroffenen Holzplanken ausgetauscht, der Efeu abgerissen und bei der Lasur gepfuscht, denn die neuen Planken waren viel dunkler als ihre Vorgänger. Nachdem das fehlende Grün Frau H. aber ohnehin befremdete und man wegen sowas auch als Millionärin keinen Gärtner anrufen muss - kostst ja alles nur Geld -, stieg sie auf die Leuter, zog die Kletterrosen hoch zum Balkon, rutschte aus und landete mittelunsanft in einem Buschwindröschenbeet; meistenteils jedenfalls; ein Fuss schlug jedoch auf dem neu angelegten Holzboden der Terrasserweiterung auf, mit der Folge einer schweren Stauchung, Verdacht auf Bruch des Mittelfussknochens und Überweisung in eine Klinik an einen idyllischen, oberbayerischen See, wo ihr Mann solange die Geschäfte aus dem Hotel erledigt und ansonsten alles tut, um die Unpässlichkeit wie eine normale Kur wirken zu lassen.

Da gibt es nur ein Problem: Das Gartenfest war lang geplant und entsprechend vorbereitet; die Zelte waren angemietet und die Torten fest bestellt, eine Absage wäre unerfreulich gewesen, und als dann die Schwiegertochter in der Hoffnung auf das Ausbleiben des Ernstfalles und eine empörte Zurückweisung durch Frau H. meinte, sie könnte das ja auch übernehmen, musste sie - den von Susi verbreiteten Gerüchten zufolge - wenig erbaut erfahren, dass Frau H. die Initiative uneingeschränkt begrüsste, schliesslich musste die Eingeheiratete auch mal endlich lernen, wie man sowas macht. Und nun stehen draussen die Zelte in einem infernalischen Hagelschauer, ein paar zurückgelassene Gläser glänzen im nassen Gras, und auf den 20 Matern von den Zelten zu den trockenen Innenräumen sind alle - um es vorsichtig zu sagen - feucht geworden. Und die Schwiegertochter, die nicht erwartete, plötzlich all diese Leute im Haus zu haben, ist vor lauter Unorganisiertheit am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Du stehst mit Susi ziemlich am Rand des Debakels, aus dem gerne jeder verschwinden würde, aber keiner natürlich nach einer Stunde einfach so gehen kann, also nässt und dampft man sich was vor und isst Kuchen im Stehen. Oder begeht einen Fauxpas.

Monika! Monika! zischt es neben dir, es ist der Herr, der an Sylvester die dumme Idee hatte, bei dir daheim Kerzen - und Krabbensalatplastikverpackung - am Gasherd anzuzünden, und die Gerufene versteht gar nicht, was sie getan hat und fragt etwas verwundert Ja? Und alle schauen sie an. Was nicht weiter verwundert, denn sie ist völlig frei und einsam in einer Isolation, die man nicht als splendid bezeichnen kann. Monolithisch steht sie auf dem grossen Seidenteppich, den sie zu überqueren gedachte; vermutlich weil er so schön frei war und alle anderen Gäste natürlich wissen, dass man sich mit schmutziggrasenen Schuhen keineswegs darüber bewegen sollte.

Monika ist neu hier, flüstert Susi. Denn der junge Herr, der gerade einen Anlass bekommt, sich in ein paar Wochen bei Frau H. zu entschuldigen, der junge Herr, dem nach Weihnachten die blonde Freundin mit Hilfe von Mama und Papa ausgezogen ist, hat jetzt wieder eine Partnerin - noch jünger, schon wieder aus der Firma, einen Import aus Norddeutschland, Assistentin in irgendeiner Abteilung der grossen Frabrik und jetzt auch Copilotin in einem weissen Werkswagen sowie Anlass zur allgemeinen Verwunderung, wie man, wenn man schon so angezogen ist, auch noch triefend über den Seidenteppich zum Klo laufen kann.

Monika ist von bewundernswerter Einfalt, sie versteht gar nicht, was los ist zuckt die Achseln und marschiert sicherheitshalber einfach mal weiter dunkle Flecken auf den hellen Feldern des Paradiesteppichs hinterlassend, einen rautenförmigen Abdruck vorne und ein kleines Löchlein dahinter bei jedem Schritt, womöglich denkt sie sogar, man bewundere ihre tief ausgeschnittene Toilette, die das Tattoo auf dem Schulterblatt ganz natürlich sehen lässt. Oder die Tasche "a la russe" mit dem auffälligen Namen in Goldbuchstaben. Für ihren Freund ist die versauende Überschreitung von Frau H.´s Heiligtum vielleicht noch etwas unangenehmer als der Moment, da die Eltern seiner Ex mit den Möbelpackern kamen - da haben es direkt nur wenige miterlebt, aber das hier sieht jeder. Da, wo Monika herkommt, haben sie Stroh auf dem Boden, gibt Susi den Tratsch der kommenden Wochen vor. Wie gefällt sie dir eigentlich so?

Die unfreiwillige Gastgeberin kommt vorbei, entschuldigt sich überflüssigerweise für das Wetter und entbindet dich von der Pflicht, etwas halbwegs Geistreiches über Nichtigkeiten so zu sagen, dass es bei Susi als Kompliment für sie selbst ankommt. Draussen ist es kalt, die Scheiben sind beschlagen, man reicht Tee für die Wärme und Sekt zum Betäuben, und als dir später Monika vorgestellt wird, lässt du vorsichtig durchblicken, was es mit dem Teppich so auf sich hat, was sie mit einem "Weia und ich bin drübergelatscht" erwidert, verlegen an ihrem Tattoo rumreibt und dir bald erählt, wo sie sonst noch die Natur ihrer Oberflächen mit welchen Mitteln modifiziert hat.

Ihr Freund bekommt das auf einem Ohr mit und weiss nicht, ob er froh sein soll, dass nur du, der bekanntermassen weltgewanderte, über die bayerischen Landesgrenzen hinausgekommene Exzentriker mit den komischen Marotten und diversen asiatisch wirkenden Bekannten das alles erfährt, oder befürchten muss, dass es von ihr demnächst auch Leuten unterbreitet wird, die seiner gesellschaftlichen Stellung schaden können. Du hättest ihn beuhigen können, Susi hat alles gehört und Stress mit ihrem Freund, womit alles, wirklich alles zu spät ist, in dieser entzückenden, gastfreundlichen Provinzstadt, wo man auch noch posthum Gartenfeste feiern würde.

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Sonntag, 15. Juni 2008

Empfehlung heute - Es muss keinen Schöpfer geben

Es muss keiner gemacht oder geplant haben, behaupten manche; ich aber sage: So ein Abendhimmel wäre auch nur ein unvollkommener Ausgleich für all das Elend, das sich darunter abspielt, von den Zwangshochzeiten über die Hexenverbrennungen bis zu den guten Katholiken, die wegen Ehrenfragen Frauen wegsperren.



Dafür gibt es mit Supernature.at ein feines Blog, und es ist zu hoffen, dass es im katholischen Irak Europas trotz aller Bedrängnisse - ich sag nur Taliban St. Pölten - noch lange atheistisch berichten kann.

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Nachrichten aus einer schönen Welt

Ich brauche immer ungefähr das Gleiche auf dem Wochenmarkt. Und ich könnte nicht sagen, dass seit den letzten Jahren etwas spürbar teurer geworden ist - mit einer kleinen Ausnahme, weil ein strategisches Angebot weggefallen ist. Mein Käsehändler hat mir das so erklärt: Der Käse kommt aus Betriebe und Genossenschaften, die ihre Milch selbst produzieren und schon immer einen ordentlichen Preis kalkuliert haben. Die Gemüsehändler in der Region bauen fast alles selbst an, und die Folge ist nicht uninteressant: Die Lücke zwischen den Preisen auf dem Wochenmarkt und den Preisen in den Supermärkten schliesst sich langsam. Und das bei gleichbleibendem Abstand der Qualität und den Produktionsbedingungen.


Mittelgrosses Bild hier, riesiges Bild hier.

Das Trompetenkonzert mit barockem Easy Listening vom Pfeifturm gibt es für Spätkommer wie mich dann auch kostenlos dazu. Und noch etwas ist anders: Wenn ich keinen Markt habe, ziehe ich immer das Gleiche aus der Gemüsetheke, einfach, weil ich gar keine Lust habe, mich mit dem dort angebotenen Zeug auseinanderzusetzen. Ich hasse es, Plastikverpackungen durschschauen zu müssen, um die typischen Schimmelpilze oder geplatzten Häute zu finden. Ich kaufe nie mehr als nötig, und schon gar nichts, von dem ich glaube, dass ich es nicht mag.

Aber auf dem Wochenmarkt sind Auberginen, Spargel, Mangold und Gurken dann doch so schön und ausgefallen in Farbe und Form, dass ich sie doch mal kaufe, obwohl ich sie nicht mag. Und dann natürlich überlege, was man damit machen kann; bald verträgliche Rezepte finde und am Ende Dinge in meiner Küche habe, die ich früher verabscheut habe. Das geht nicht bis zu Karotten, Blaukraut und Linsen, aber Auberginen habe ich früher wirklich gehasst. Heute gehen sie so schnell in die Pfanne, dass sie dem Bild verloren gingen.

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Samstag, 14. Juni 2008

Angst

Vor ein paar Wochen wurde ein Autor, der über lange Zeit keine ausreichenden Antworten auf seine Fragen - einen grösseren Wirtschaftsskandal betreffend - erhielt, dann doch eingeladen. Der Chef des Unternehmens wolle ihm Rede und Antwort stehen, alle Fragen könnten angesprochen werden, man habe nichts zu verbergen.

Als er dann eintraf, wurde es in das Besprechungszimmer geführt, und dort sass nicht der Chef und auch kein Vertreter, sondern nicht unbekannter Medienanwalt und legte ihm dar, was er für seinen Mandanten alles tun würde, wenn er auf der Beantwortung der Frage bestehen würde, weiter seine Zweifel äusserte, und welche Streitwerte man ansetzen wollte - Prozesskostenrisiken im Millionenbereich wären die Folgen gewesen, Ausgang ungewiss, über diverse Instanzen und dann natürlich auch noch ein ganz bestimmtes Gericht für die ersten Instanzen.

Der Journalist liess sich nicht einschüchtern, und der Anwalt tat dann doch nichts - ausser vermutlich seine Kosten für diese Form der in Deutschland legalen, umgangssprachlich würde man sagen - Erpressung beim Unternehmer einreichen. Eine schöne Geschichte, aber trotzdem würde ich gern ein anderes Ende lesen, in dem es um Verkehrsunfälle und ein sehr langsames, schmerzvolles Verenden ginge, was ja auch manchmal am Schluss von solchen Karrieren steht. Es gibt auch Tage, da verstehe ich den Terroristen antreibenden inneren Kohlhaas, und weitaus mehr Tage, da fühle ich in meinem Innersten, warum es ein Recht auf Widerstand gibt.



Es gibt ein Ungleichgewicht der Angst in diesem Land. Man muss überlegen, wie man die Angst dorthin zurückträgt, wo sie herkommt. Die Angst ist auf der Seite der Wehrlosen, sie ist nicht auf der Seite der Korrupten und derer, die Wanzen verstecken, Angst ist ein Instrument, gegen das es keine gesetzlichen Regelungen gibt, und die Frage, die sich mir stellt, ist eigentlich ganz einfach: Wie bleibt man legal, und produziert trotzdem Angst auf der anderen Seite, und zwar so, dass eine Abwehr mit Typen wie dem oben genannten schwer wird? Kann es sowas wie weissen Angstismus, Terror-ismus geben? Was kann das Individuum gegen das System und seine Organisationen tun, wenn der Staat sich nicht mehr dem Bürger, sondern dem halbverstaatlichten Beziehungskomplex mit seinen Lobbyisten, Vertretern und Verwaltern verpflichtet fühlt?

Natürlich ist Terrorismus in seiner klassischen Form keine Lösung. Die 68er Idee, den Staat zum Umkippen in seine faschistisch-totalitären Strukturen zu bringen, kann man sich in Zeiten des "Heimatschutzes" und der Überwachungsermächtigung und der davon profitierenden Konzerne weitgehend sparen. Die Hools, die vor meinem Fenster gerade pöbeln, sind sicher keine revolutionäre Basis, und das Prinzip der Gewalt zieht nur Leute an, mit denen nichts zu erreichen ist.

Vielleicht liegt die Lösung in der intensiven Aufklärung, in der Untersuchung nach stark wirkenden, tatsächlich aber schwachen und verletzlichen Punkten im System. Man mus lernen, was Angst ist, wie sie entsteht und wie sie wirkt. Jeder hat Angst. Dieser Staat braucht mehr davon, insofern bin ich auch den Iren für ihre Ablehnung der EU erst mal dankbar. Blöde Entscheidung, aber die Angst ist da, wo sie hingehört. Die Antwort kann nicht sein, die Iren rauszuschmeissen, die Antwort muss sein, dem System noch mehr Gegenangst zu machen.

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Der Nachwuchs der Kinderlosen

Es gibt Anzeigen für gebrauchte Roadster, die weh tun. Die gehen in etwa so: "Muss mich leider wegen Nachwuchs von meinem geliebten Zweisitzer trennen. Abzugeben nur in gute Hände."

Ein Drama steckt in diesen Worten, das man desöfteren aus den besseren Wohngegenden des Landes kennt -all die Erwartungen der Jugend und ihre Erfüllung, gegen einen Ernst des Alters, Kombiverseucht und windelndurchnässt, natürlich in deren Augen auch schön, aber in 30 Jahren, wenn der Roadster dann als Oldtimer vorbeifährt, wird es ihnen immer noch einen Stich versetzen, denn da geht er hin, der Traum, die gute, alte Zeit, als man nur an sich denken musste, nicht an die Altersversicherung und die Hypothek, und der nachwuchs wird raunzen, wieso der alte Depp diese Aufreisserkiste verkauft hat. Jede dieser Anzeigen ist eine traurige Geschichte der Trennung von Blech, das irgendwie auch Leben ist.

Aber - man darf nicht übersehen, jede dieser individuell traurigen Geschichten endet mit einer guten neuen Geschichte.



Denn in 30 Jahren wird es eben nicht nur die Jammernden gegen, sondern auch die, die den einen Gegenstand der Kümmernis haben, und den anderen zu vermeiden wussten. Heute begann so eine schöne, neue Geschichte. Und es ist besser, viel besser, als Mädchen zur Abtreibung oder zum Traualtar zu begleiten.

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Freitag, 13. Juni 2008

Das Nachleben des Lasters

Von ihm gelangte eine Sammlung alter Pfeifen aus edelhölzern und Zigarrenzubehör in die Auktion - ohne Limit. Von ihr, eine Nummer danach, zwei zusammengehörende Paar Schlangenlederschuhe, eine passende Handtasche sowie zwei weitere Taschen - ebenfalls ohne Limit.



Und ich frage mich, welches der beiden alten Laster heute den höheren Preis finden wird. Pfeifen und Schlangenleder sind out, man kokst und kauft zehn Paar Schuhe im Jahr, für die Kindersklaven in Ostasien schuften. Schwein sein, ohne so auszusehen, moralisch verkommen, ohne mondän zu wirken, geräuschlos über Globalisierungsleichen steigen.

Ich fand das Nebeneinander dieser altmodischen Verfehlungen reizend, aber für mich wäre es nichts. Darunter jedoch war, ebenfalls ohne Limit, ein Degen des späten 18. Jahrhunderts, ebenfalls ohne Limit. Noch so eine schlechte Angewohnheit, Leute zu löchern. Allerdings eine, die nicht aus der Mode kommt. Da werde ich wohl mitbieten.

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Mauscheln können sie, in Marl

Einen durch einen späteren Geschäftspartner und Freund in der Jury mitausgezeichneten Werber als jetzt Laudator hinstellen, das können sie. Den ebenfalls ausgezeichneten Niggemeier als Tranparenzvortäuscher haben sie auch.

Einen feigen Spammer für diesen Umstand, der zeitlich passend zur Preisverleihung aus seinem Loch kriecht, haben sie auch.

Ansonsten meinen sie, die Kompetenz zu haben, einen Online Award auszuschreiben. Versucht es in Zukunft mal mit einem Preis für gekaufte PR, Rektalkriechertum oder ganz einfach Freundesbegünstigung, möglicherweise hat Marl da mehr Kompetenz als beim Thema Internet.

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