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Samstag, 2. Oktober 2010

Geheimnisse des Netzes und von Siena

"Darüber spricht man nicht", hiess es ab und zu bei uns. Manchmal war es gerchtfertigt, oft aber auch übertrieben.

In der Blogosphäre oder bei Twitter sagt man das nicht. Aber man hält sich daran. Vielleicht hätte ein Buch Erfolg gehabt, in dem ein Aufschneider eine Webberühmtheit dazu bringt, einen Werbevermarkter zu gründen, dann ganz grosse Töne spuckt und plant, andere aus dem Weg zu räumen, nach einer Weile aber merkt, dass weder Werbekunden und Blogger wollen, noch ein paar müde Versuche macht, die alle scheitern, sich noch einmel von einem Freund bei einer Agentur ganz gross als allgemein verlachte Werbefigur rausbringen lässt, und ansonsten zu dem Thema einfach nichts mehr sagt. "Ich würde auch Opel fahren" von Sascha Lobo, da hätte ich vielleicht reingeschaut - die wahre Geschichte hinter der gescheiterten Kommerzialisierung der Blogs. Mit einem Nachwortvon Peter Turi: "Warum ich inzwischen die Klappe halte, wenn es um Expansionen geht".

Das reale Buch über die New Economy, das online und in Buchgeschäften kräftig beworben wird, und das Rowohlt Berlin vermutlich mit allem Drum und Dran einiges gekostet hat - das dümpelte in den letzten 10 Tagen bei Amazon zwischen Platz 5.000 und 20.000. Das ist ziemlich klar Blei in den Regalen. Und wie schon beim Vorgängerbuch mit so einer Frau Passig wird es, wenn die Zahlen nicht eben erbaulich sind, sehr schnell still. Nicht nur bei Lobo auf der Vermarktungsplattform, genannt Blog, sondern auch bei Blogs generell und Twitter. Ui, 40.000 Follower sind doch nicht 40.000 Kunden, wer hätte das gedacht. Rowohlt Berlin könnte jetzt eine tolle Geschichte über die Conversion Rate von Followern schreiben, aber die wollen nicht. Internet macht weder sexy, noch erfolgreich, und auch nicht gerade beliebt, wie ich in Siena am Abend auf dem Campo sah. Ein einsamer iPad-Nutzer, der erste, den ich in Italien sah.



Arm. Aber er merkt es nicht, wenn er auf das Display starrt. Dann muss er auch nicht nachdenken. Netzautisten.



In dieser schönen Stadt. 1 Kilo Steinpolize aus der Region kostet übrigens gerade 14 Euro. Vielleicht sollte ich doch nach Siena ziehen.















Es ist eine wunderbare Stadt, dieses Siena. Gerade in der Nacht.

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Donnerstag, 30. September 2010

Nachtrag zu Monza

Ich war dort im Domschatz, um meine Bildung aufzurischen, und für den Vortrag zu den Langobarden, referiert von einer Kunstgeschichtsstudentin , die dort mit ihrem Seminar auf Exkursion war, hätte es bei mir auch noch gereicht. Allerdings hätte ich mehr über die frühmittelalterlichen Eliten und ihren Hang zur Selbstzerstörung erzählt.

Aber für solche Dinge habe ich ja ein Spezialblog. Bei der FAZ.

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Republikflucht und Devisenvergehen.

Manche haben ja schon gemunkelt, ich würde aus Italien noch ein Rennrad mitbringen. Nun, beim Radhändler anderer Leute Vertrauen steht ein Bianchi als "Occasione". In den 70er Jahren war es das billigste Modell, aber seitdem hat es Karriere gemacht: Falls der Ladenbesitzer wirklich jemanden findet, der für diese ramponierte Mühle 300 Euro zahlt, hat sich das für alle Beteiligten ausser dem Idioten am Ende gelohnt.



Hier bin ich jedoch aus anderen Gründen: Nach 20 Jahren Wiedervereinigung kann ich nämlich sagen, dass die Angleichung der Lebensumstände in Ost und West gelungen ist! Letzte Woche wollte ich für mein Rad noch eine kleine Lenkertasche, die hübsch aussieht und aus Leder ist. Zu diesem Zweck suchte ich einen Radladen auf, und sah nur billiges Gelumpe aus Nylon. Eine Tasche, die von Ferne gefallen konnte, war an einem Rad. Dazu wurde mir Folgendes erklärt:

1. Es gibt sie nur zusammen mit dem Rad.
2. Man kann sie bestellen, vielleicht kommt sie dann nächstes Jahr, aber nur, wenn die Produktion nicht ausverkauft ist.
3. Es gibt auch keine Alternativen.
4. Laut Katalog kostet die Tasche knapp 100 Euro.
5. Kunstleder ist viel haltbarer als echtes Leder.

Das, mit Verlaub, hätte auch die DDR nicht besser machen können. Auf das Angebot, mich jetzt auf eine Warteliste zu setzen, verzichtete ich dann doch. Schliesslich hatte ich in Mantua Ähnliches und in grosser Auswahl gesehen. Es ist zwar immer noch teuer, aber:



Halb so teuer wie das deutsche Produkt aus China, aus echtem Leder und in Italien gefertigt. Eine gewisse Fassungslosigkeit ob der deutschen Dreistigkeit ist natürlich immer noch vorhanden, aber die Zufriedenheit bricht sich langsam Bahn. Die Kamera passt mitsamt Schläuchen und etwas Verpflegung genau hinein, es sieht nicht schlecht aus, und daheim kommt es an ein altes Rad, als krönender Abschluss. Solange ich damit an der Grenze nicht abgefangen auf Sächsisch und wegen Schmuggel belangt werde, oder wie deutsche Raqdhändler ihre leeren Märkte sonst vor Angeboten aus dem Ausland schützen.



Ansonsten sollte man sich wirklich überlegen, ob man nicht dem Beispiel von Mantua folgt und die Innenstadt radikal für den Autoverkehr sperrt. Die Stadt und das Leben darin, das alles ist so viel angenehmer, wenn Radler und Fussgänger gemütlich unter sich bleiben. Erstaunlicherweise gibt es in Mantua auch keine Raser, alle haben Zeit und wirklich hübsche, alte Räder mit viel Chrom. Vermutlich Erbstücke, für alles andere würde man sich hier dumm und dämlich bezahlen.

Auf meiner Lenkertasche steht übrigen "Dei" drauf. Damit alle wissen, wer da ankommt.

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Magendoping

Ich kann jetzt nicht sagen, dass mich diese Nachricht überrascht. Ich glaube zwar auch, dass der Radsport sehr viel schärfer als alle anderen Sportarten kontrolliert wird, und dass Fussballer eher von laxen Vorgehensweisen denn von Ehrlichkeit profitieren, aber schön langsam kann man bei den Rundfahrten mit der Siegerehrungt warten, bis alle Dopingproben analysiert sind.

Als Sportesser - was ich durchaus bin - hat man es leichter, solange man nur bekommt, was man will. Bin ich in Mantua, will ich Tortelli con Zucca. Und zwar in grossen Mengen. Das Problem sind die teilweise mikroskopisch kleinen Portionen, die hie und da offeriert werden. So sollte man an der Piazza Ducale etwas anderes bestellen; gute Portionen bekommt man dagegen in Valeggio, im Ristorante Nuvolari und in der Cantina Canossa. Trotzdem fehlt auch dort das wohlige Gefühl, mehr genossen zu haben, als es dem Körper zuträglich im Sinne von "sättigend" ist. Die eine Lösung würde lauten, eine zweite Portion und die Verachtung des Personals zu bestellen. Die andere Lösung besteht aus einer Bäckerei - die hier alle frische Nudeln haben, jawohl, so geht das auch - und der grossen Küche in meiner Herberge, in der ich in der Nachsaison ohnehin allein nächtige.



Natürlich bin ich eigentlich so erzogen, dass man im Urlaub nicht kocht, und ein paar alte Ausrutscher im Alter unter 20 Jahren wie Raviolidosen auf dem Spirituskocher unterhalb des Hintertuxer Gletschers gehören auch nicht zu meinen Ruhmestaten. Aber gerade hier auf das Restaurant zu verzichten und genau das zu bereiten, was ich will, in der Menge, in der ich es möchte - das hat einfach seine eigenen Freuden. Dann spüle ich auch gern selber ab und reinige den Herd. In den kommenden Tagen wird ohnehin alles wieder heruntergestrampelt, und auch gerstern war ich 20 Kilometer auf dem Radl unterwegs.

Und drei Kilometer schiebend. Wegen zweier Ventilabrisse.

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Mittwoch, 29. September 2010

Liebe A., lieber H.,

ich kann nicht durch Mantua gehen, ohne an Euch zu denken. Ich kann auch nicht durch Mantua radeln, ohne dass Ihr mir in den Sinn kommt. Spätestens, wenn ich bei Pavesi vorbei komme.



Und weil Mittwoch ist, hat Pavesi natürlich offen. Ich habe schon so viel Scamorza und Tortelli con Zucca und Parmesan und - aber ich muss an Euch denken, und deshalb halte ich und mehme etwas mit.



Zu schade, dass es nicht bis Frankfurt hält! Das kam mir aber erst, als ich sie gekauft hatte. Tja. Wegwerfen wäre auch nicht fein. Aber ich denke beim essen an Euch! Ganz fest!

Alles Gute,

Euer Don (nach Diktat zum Schuhe kaufen)

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Drücken und treten

Wer dachte, dass ich hier Urlaub habe, hat sich getäuscht: 2 Beiträge in nur 12 Stunden, einmal für Print, und dann noch was für Online:



Über die Geschäftspraktiken von Kabel Deutschland, und ihr Menschenbild. Aber das Wetter ist wenigstens grandios, und den ersten Platten habe ich auch schon gefahren.

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Mittwoch, 29. September 2010

Die Via Mala

hat ihren nicht wirklich netten Namen vom schlimmen Zustand des Saumpfades beim Anstieg von Chur auf den San Bernardino. Selbst auf der modernen Strasse mit ihren Tunnels und Brücken ahnt man immer wieder, was für ein Elend dieser Weg in früheren Zeiten gewesen sein muss - und diese Zeiten sind noch keine 100 Jahre her. Heute ist es eine bequeme Art, um nach Italien zu kommen, man muss nicht mehr wie ein Fuhrmann essen, ein letzter Rest vom Datschi reicht völlig aus.



Weniger angenehm sind die Temperaturen. Die Schweiz ist ein einziger Kühlschrank, überall Schnee auf den Bergen und dichte Wolken am Himmel, die Bäume tragen Herbst und die Strassen zu viele Baustellen. Ein grimmiges Land. Ich werde damit einfach nicht warm. Es sind nicht die Preise oder die Menschen, es ist einfach die Bedrückung. Die Schweiz, das ist mir zu viel Berg, und vor allem, zu naher Berg. Das geht für ein paar Tage, aber weniger wäre angenehm. Es sollte ein klein wenig lieblich sein. Ist es aber nicht.



Dann geht es hinauf in das Reich des Schneekönigs, es ist wirklich Winter auf der Passhöhe, und dann der Tunnel, durch den angeblich auch Zugvögel ziehen, Dunkelheit, ein Lichtschein nach ein paar Kilometer, und dann der Durchbruch auf die Südseite der Alpen, im Tessin. Es ist, als sei man in einem anderen Land, als könne der Winter mit seinen Dämonen nicht folgen, als sei der Kälte die Luft ausgegangen. Oben ist immer noch Schnee, aber unten ist es Spätsommer.



Und so bleibt es auch bis Monza und Mantua. Jedes Mal, wenn ich diese Strecke fahre, überlege ich, ob ich Mailand ansteuern soll. Jedes Mal auf der Tangentiale, inmitten von Industrie und Dreck, lasse ich es bleiben. Statt dessen der Domschatz, ein Delikatessenladen und ab nach Mantua, zur üblichen Basis für weitere Unternehmungen.

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Montag, 27. September 2010

Alabaster zum Nachtisch

Man soll ja wirklich niemandem etwas Schlechtes wünschen, aber neben der Versagerin aus dem Familienministerium, die sich nun um das Ausgrenzen von Armen verdient macht, würde ich jenen Figuren aus dem Mediensumpf dringend mal all die Not wünschen, die jetzt folgendermassen argumentieren: Dass die lumpigen 5 Euro besser in den "Kampf gegen Arbeitsolsigkeit", zu deutsch: Subventionsschmierstoff für Arschkriecherei der politischen Kaste bei den Unternehmen gesteckt wird. Demnächst dann auch wieder Aufweichung des Kündigungsschutzes, niedrigere Steuern, das kann man ja alles genauso locker finanzieren, wie all die Milliarden für die Banken. Aber wenn das mit den Problemen der Medien so weiter geht, werden wenigstens ein paar Stiefellecker im Laufe ihres Lebens sicher nochmal erleben, wie das ist, wenn man mit 5 lumpigen Euro mehr abgespeist wird, weil man im Gegensatz zu Pharma und Finanzinstituten keine Lobby und kein kostenloses Fressen hat. Dieses Pack sollte man ein paar Wochen bei bestem Obst aus Alabaster einsperren, und dazu ein paar ordentliche Weinflaschen voll mit Gülle - damit sie merken, wie es ist, wenn man der gnadenlosen Härte und dem bitteren Geschmack des Elends nicht entgehen kann.



Nachdem ich aber nicht immer einen Anfall kriegen kann, und auch gerne mal etwas anderes schreibe, geht es bei der FAZ statt dessen um die Mittlebenskrise, von der ich nicht mit übergrossem Bedauern wissen wollte, dass sie rein rechnerisch bei den Verantwortlichen genau in der Mitte zwischen Geburt und Gegenwart aufzufinden ist.

Ich bin noch am falschen Fuss der Berge, aber morgen geht es über Eis und Schnee nach Italien, und am Abend werde ich in Mantua sein, und dort einen Tag verweilen. Überall habe ich Internet, auch in Siena - nur wenig Zeit, mich darum zu kümmern. Wenn das Wetter denn so schön wird, wie es die Vorhersage behauptet.

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Montag, 27. September 2010

Barrieren nach Süden

Das da vorne auf den Bergen ist Schnee. Und es sind keine hohen Berge, sondern nur die Höhenzüge südlich des Bodensees.



Nicht unbedingt das passende Wetter für eine Alpenüberquerung im offenen Wagen, aber in Italien soll es ohnehin regnen. Und wenn ich dann komme, scheint hoffentlich auch wieder die Sonne.

Zurück bleiben etliche unerledigte Aufgaben und vergessene Handschuhe, weshalb ein Zwischenstopp in Parma fest eingeplant ist. Allgemein witzelt man schon über meinen vollen Wagen und fragt, wo da noch die Antiquitäten und das neue Rad hin sollen, von denen man erwartet, dass ich sie kaufe. Dabei wird der ganze Spass im ersten Moment nicht wirklich billig, denn trotz Oktober ist die Region um Siena ausgebucht. Aber: Ich habe wenigstens ein Hotel mit Wifi in allen Zimmern, und Parkplatz, und die paar Meter ins Zentrum von Siena fahre ich dann eben mit dem Rad. Vermutlich habe ich mir sowieso zu viel vorgenommen. Man wird sehen.

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Sonntag, 26. September 2010

Danke

Abgesehen vom Versagen eines verpeilten Australiers, der mir neue Aufkleber schicken wollte, ist das Rad fertig. Am Ende bekam ich sogar noch eine der sonst nicht mehr erhältlichen Staubkappen für die Pedale aus den dunklen Ecken eines alten Radladens per Brief.



Vielleicht kaufe ich in Mantua noch ein Portagiornale und klemme eine FAZ auf den Lenker. Aber nur, wenn mir die Titelseite und das, was daruf zu lesen ist, mir zusagt. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass ich beileibe nicht alles, was in der Zeitung steht, unterschreiben würde. Es gibt da sehr konträre Ansichten, angefangen bei der Politik über die Art, wie der Leser unterhalten oder gedemütigt werden möchte, bishin zur Frage, ob man mit diesem Menschen da draussen überhaupt reden muss, und ob man nicht besser fährt, wenn man die Kommentare dicht macht. Auf die Idee, dass der Leser der Kunde und der Journalist der Dienstleister ist, kommt man nicht allzu oft, und dass man sich als solcher vielleicht auch ab und an zu bedanken hat, und das von guten Manieren zeugt - das hat sich nicht flächendeckend durchgesetzt.

Aber ich fange einfach mal mit dem Danke sagen an, bevor es dann mit einer ganzen Reihe von Beiträgen zu einem bestimmten Thema weiter geht - und das nur vordergründig mit Rädern zu tun hat. Vielleicht verlieren wir auch nächste Woche einen verfilzten Bundesprädidenten, dann muss ich vielleicht abweichen, aber solange ich mit dem Rad nicht in den Strassengraben rutsche - soll es mir recht sein.

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Samstag, 25. September 2010

3 Flaschen

Mich irritiert es immer noch, wenn ich in den Supermarkt muss - was nicht oft passiert - und sich hinter mir drei Elitestudenten über ihre geplante Karriere austauschen, jeder mit drei Flaschen Wodka und sonst nichts. Es ist kein Zufall, dass es jetzt so ist, und es bedarf keiner weiteren Spekulation: Heute fängt hier das Volksfest an, und sie werden versuchen, das Zeug in die Zelte zu schmuggeln, um damit das Bier anzureichern. Betonmass nennt man das hier, aber die Zugereisten lernen schnell, wenn überhaupt. 3 Flaschen Wodka, das sollte bis in die Notaufnahme reichen



Ich packe meinen Schmand langsam zusammen; ich möchte wissen, ob an diesem schönen Spätsommertag die Kassiererin irgendetwas sagt, nach dem Motto, das sei vielleicht doch etwas viel, aber natürlich sagt sie nichts, Piep piep piep, gar nicht so teuer, das Zeug. Unten am Paradeplatz sammeln sich die Trachtler, am See dagegen war es ruhig und leer, die Menschen scheinen anderes zu tun zu haben, Vorbereitung vielleicht für den grossen Auftritt, Einordnung der Brüste zwischen billigem Stoff, was weiss ich. Ich weiss nur, dass all die Sonnenpracht nicht halten wird, denn ganz im Westen ist ein dunkler Streifen am Horizont.



Und kaum sind die Trachtler durch die Stadt gezogen, geht es auch schon los, es schwappt sie weg, die Säufer und Gröhler, es mindert ihre Lust, danach in die Stadt zu ziehen und sich hier mal richtig über ihre Existenz, so wie sie sind, auszukotzen. Ich habe meine Ruhe, die bleiben im Zelt, und die Polizei hat danach sicher viel zu tun.

Ich dagegen werde nicht anrufen und anzeigen müssen, zu heftig prasselt das Unwetter auf die Kopfsteinpflaster herunter. Es ist sicher sehr rutschig, wenn man mit viel Wodka im Blut nach Hause torkeln möchte. Man sollte aufpassen, dass man nicht fällt und ein paar Zähne verliert. Das ist teuerer als drei Flaschen Billigfusel.

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