Nachtrag zu Monza

Ich war dort im Domschatz, um meine Bildung aufzurischen, und für den Vortrag zu den Langobarden, referiert von einer Kunstgeschichtsstudentin , die dort mit ihrem Seminar auf Exkursion war, hätte es bei mir auch noch gereicht. Allerdings hätte ich mehr über die frühmittelalterlichen Eliten und ihren Hang zur Selbstzerstörung erzählt.

Aber für solche Dinge habe ich ja ein Spezialblog. Bei der FAZ.

Donnerstag, 30. September 2010, 12:34, von donalphons | |comment

 
Die "Eliten" kommen nicht zur Ruhe. Jetzt haben Sie schon den Blognachbarn infiziert!

(editiert)

"Seecks Werk stellt auch so etwas wie ein frühe Karikatur von Interdisziplinarität dar: Ohne einen präzisen Austausch mit Forschern anderer Disziplinen diesen lediglich bestimmte Axiome und Argumente zu entnehmen, ohne deren eigene Logik und Geschichte kritisch zu reflektieren, und dann auch noch - kaum anders machbar bei einem Einmann-Unternehmen - das Material selektiv heranzuziehen, führt zwar vielleicht zu konsistenten, aber selten zu überzeugenden Resultaten. Dann verfallen selbst große Gelehrte auf sagen wir: unterkomplexe Argumentationen."

Das Zitat hätte ganz gut in das Schirrmacher-Interview mit Thilo gepasst. Aber der hat ja mittlerweile andere Sorgen:
Da ruft man das bräsige, vermeintliche Bildungsbürgertum bei seinen niedersten Instinkten an und dann - Ei der Daus! - finden die das auch noch geil.

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Das ist nicht mein Nachbar, auch nicht mein Kolllege oder sonst was. Der macht da irgendwas, was ich für wenig erbaulich halte. Und zwar nicht nur, weil er als Althistoriker keine Ahnung von Archäologie hat. Und das braucht auch keinen Traffic von hier. Sorry für die klaren Worte, ist aber so.

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Nun ja, da halte ich mich raus, weil ich weder Althistoriker noch Archäologe bin. Und eigentlich wollte ich nicht wieder von Thilo anfangen. Doch die "Karikatur von Interdisziplinarität" hatte mich zugegebenermaßen erheitert. Wobei, das hatten wir ja auch schon mit Helene H. zur Genüge. Asche auf mein Haupt.

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Ach nee, das war ja Intertextualität. Egal.

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Frau H. werden wir auch bald wieder haben. Und was Sarrazin angeht: Bei jeder grösseren Krise des Bürgertums von der Restauration über den Gründerkrach bis zur Weimarer Republik kommt einer und macht diesen grossen Wind. Ohne die Machtlosigkeit der Bürger wegen der Finanzkrise wäre S. nie so angekommen.

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Macht- oder Ahnungslosigkeit? Das KANN doch nicht sein. Nicht auf Dauer, meine ich.

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Ohne "68" und den Aufstieg der SPD und den Marsch durch die Institutionen wäre Sarrazin nie so weit gekommen.
Weil das Bürgertum zuerst von den Nazis schwer angeschlagen und dann in Folge der verlogenen 68er den Rest bekam, konnten solche Schröders und Konsorten so weit kommen.
Nun dieses Geheul, weil eigene Genossen Hartz 4 kreieren und Fehlentwicklungen bei der Einwanderunspolitik und ihren Folgen diskutieren!

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@don f. Das nenn' ich mal eine fundierte Geschichtsinterpretation. Gratulation zu so viel Wagemut! Ach so, ist nur ein Blogbeitrag. Ja, da darf man kürzen.

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