: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 14. März 2012

Fortschritt ist,

wenn Menschen ein System entwickeln, bei dem einzelne Bestandteile länger in Gebrauch bleiben als andere, mit der Folge, dass die bleibenden Teile zusammen mit den nicht gebliebenen weniger kosten als ohne sie. Und das nicht Gebliebene ist in diesem Fall ein Objekt, das vor gerade einmal zwei Jahren noch der feuchte Traum vieler Kunden war, und sich nur marginal von den heutigen Versionen unterscheidet:



Ich bereue es absolut nicht, mir meine E-P1 zum damaligen Normalpreis gekauft zu haben. Sie war jeden Cent wert, sie liefert erstklassige Bilder, sie passt perfekt zu meiner Arbeitsweise, sie ist klein und unauffällig und sehr, sehr robust. Dass ich jetzt für ein Objektiv mit dranhängender Kamera (Kaufbeleg vom November 2011) weniger als für das Objektiv bezahle, betrachte ich als Zeiterscheinung. Keine Sorge, das kann und wird nicht ewig so weiter gehen.

Nur das mit dem Wechselobjektiv, das wird nichts mehr in dieser Welt, wenn da immer gleich die Kamera dranhängt, weil es ohne Kamera teurer wäre. Die einen nennen es Fortschritt. Die anderen Irrsinn.

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Hübsch

Nach gut vier Monaten gestern zum ersten Mal wieder in einem Supermarkt. Weil dort die Zweigstelle der Post ist, wo ich das Päckchen abholen kann. Dann zurück durch die Kasse. Stau. Nicht, weil es zu schmal wäre, aber: Eltern links am Band, quengelndes Kind rechts bei süssem Dreck.

Kind so: nagnagnag...

Vater so: Nein.

Kind so: NagNagNag...

Vater so: Nein, Du hast schon!

Kind so: NAGNAGNAG!

Vater so (entnervt): Deine Mutter.

Des Kindes Miutter so: ...

Ich glaube, das wurde dann noch ein lustiger Abend, aber ich habe mich dann einfach vorbeigedrängelt, und genau weiss ich es auch nicht.

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Sexismus du jour

Es gibt jetzt auch ein Blog, in dem hässliche geschmacklich bestreitbare, unterbeschäftigte Mütter aus dem Reichshauptslum die modischen Klogriffe anderer hässlicher geschmacklich bestreitbarer, unterbeschäftigter Mütter plus vermutlich längst "am Kuchenbuffet der Kita" bioverseuchtem und übergereinigtem Anhang ("Ninas Lieblingsort ohne Kinder: Kosmetikabteilung des KaDeWe.") auf strunzdreckigen Siffstrassen ablichten und ins Netz stellen. Ohne Biohazard-Kennzeichnung.

Ich hätte lieber eine Webcam im Bergwerk Asse. Das ist modisch auch herausfordernd, aber da soll jetzt wenigstens aufgeräumt werden.

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Dienstag, 13. März 2012

Neue Schuhe (Nicht was die Leser denken)

Das ist die bisher gewohnte Ansicht meines Automobils auf Reisen: Etwas schräg, schnell, dynamisch, mit sich kreuzenden Linien, und im optischen Zentrum das Vorderrad mit seinen kantigen Felgenlinien.



WROOOAAAAAARRRRRR.

So sieht das, mit ein paar bedauernswerten Unterbrechungen, nun schon seit etlichen Jahren aus. Das sind die Alufelgen, mit denen die Barchetta ausgeliefert wurden, und sie haben bislang alles mit einigen Schrammen und viel Dreck mitgemacht: Pässe, Landstrassen, Autobahnen, einige Länder und sogar Berlin. Man kann sagen, ich habe ihnen viel zugemutet.



Mitunter auch etwas zu viel. Zumindest die Reifen sind inzwischen am Ende, und ob so viel Sturz sein musste, weiss ich auch nicht. Allerdings war die Strassenlage in Kurven sehr, sehr gut. Aber die Pässe gehen auch nicht ohne Wirkung an den Reifen vorbei, und dass sich etwas ändern muss, zeichnete sich schon im Herbst ab. Prinzipiell gab es da zwei Optionen: Neue Reifen oder - wir leben ja in der Moderne, wo alles, was nicht mehr ganz neu ist, weggeworfen wird - ein Schielen zur grossen Bucht, in der der Müll träge schwappt wie Wowereit im Ferienhaus des Partymanagers. Nur nicht umsonst. Aber andererseits auch mit guten Felgen günstiger als neue Reifen plus Einbau. Wobei ich immer wieder von den Reifenpreisen der Automonbile überrascht bin: Man bekommt diese fetten Gummiwalzem mit mehrern Kilo Gewicht bereits für Preise, die man für 200 Gramm Rennradreifen bezahlen kann.



Sparsam bin ich auch beim Wechsel, eigentlich gezwungenermassen: Man kann mit der Barchetta die Winter- und Sommerreifen gar nicht transportieren, damit das in der Werkstatt gemacht wird, wie man das heute eben so macht. Vorbei die Zeiten, da jeder im Frühling selbst schraubte und jede irgendjemanden suchte, der ihr das macht. Heute lernen Kinder nicht mehr das reifenwechseln, sondern dass man alles in der Werkstatt machen lässt. Heute, habe ich mir erklären lassen, lagern in den Städten die Reifen so oder so bei der Vertragswerkstatt, für sie wird ein Platz gemietet, und sie werden dann getauscht; sei es, weil die Witterung sich ändert, oder die Reifen jetzt schon vier Jahre alt sind oder einfach mal neue Felgen her müssen. Sicher, die Reifen sind nicht teuer, aber die Folgekosten durch dieses System sind erheblich. Dafür ist es bequem. Und man muss es nicht selbst machen. Man braucht niemand, und man muss auch nicht Reifen aus dem Keller schleppen. Ausserdem ist es auf offener Strasse auch nicht ungefährlich. Und überhaupt müsste man mal berechnen, was für Zusatzkosten das Leben als Single in einer grossen Stadt mit sich bringt, in der Parkplätze selten und die Mieten exorbitant sind. Aber egal. Ich miete ja nicht, und ich kann das auf meinen Stellplätzen machen.



Aus irgendwelchen Gründen waren damals, 1995, nur die kantigen Alufelgen mit 10 Löchern lieferbar; die eigentlich gewünschten Zusatzfelgen mit Turbinengestaltung soll es angeblich erst ab 1996 zu horrenden Preisen gegeben haben, so dass deren Erwerb nicht vollzogen wurde. Die alten Felgen stemmten sich mit ihrer historistischen Aufmachung gegen die Moderne, die neuen Felgen dagegen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Ich weiss von Vergleichsbildern aus einer anderen Barchetta, dass sie etwas langweiliger aussehen, wenn das Fahrzeug schnell unterwegs ist. Aber immerhin, es sind die originalen Fiatfelgen, und was die Leute immer mit dem Radwechsel haben, verstehe ich auch nicht: Das dauert in der Regel auch nicht länger als die Fahrt zur Werkstatt.



Das sind aber erst mal genug neue Schuhe für Italien, vor der Hinreise wird gar nichts mehr gekauft, und in Italien selbst stehe ich vor der Wahl, entweder wertvollen Platz auf der Hinreise für Schuhwerk zu vergeuden und genug Schuhe dabei zu haben, oder mich beim restlichen Gepäck nicht gar so einzuschränken, und dann Italien Schihe je nach Bedarf zu kaufen. Wie auch immer: Schuhe sind in jedem Fall sinnvoller als das Delegieren von Arbeiten, die man selbst machen kann. Und das Entsorgen von pfenningguten Felgen, weil die Mode heute andere Formen diktiert.

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Montag, 12. März 2012

Sonnen- und andere Untergänge

Ganz spät, wenn das Licht des Tages schwindet, breche ich dann doch noch auf.



Es ist dieses seltsame Bestreben, wenigstens noch das ein oder andere gesetzte Ziel zu erreichen. Das Colnago wenigstens noch über 200 Kilometer zu bringen. Einen Ausweg zu finden, ob es nicht vielleicht doch noch geht. Es ist ja nicht so, dass Pollen immer gleich fliegen; am Abend wird es spürbar besser, da sollten doch zumindest 30 Kilometer ohne allzu grosse Beschwerden bei ein wenig Restlicht noch möglich sein, was wiederum Druck macht, schneller zu fahren.



Die Antwort lautet: Ich mache mir Gedanken über Italien. Zum Beispiel, wie dort die Stimmung sein wird. Ausserdem, ob der Laden, über den ich schreiben will - gleich gegenüber vom Teatro Bibiena, mir Büchern und Käse - keine Not leidet. Ein Buchkäsegeschäft ist etwas, das in meiner Heimat fehlt, und wenigstens in Mantua trägt dieses Geschäft enorm zu meinem luxuriösen Befinden bei. Ich kaufe dort zwar keine Bücher, aber allein zu wissen, dass er da ist, und dort den Käse zu holen - grossartig. Ausserdem können die den Grana auch einschweissen, und ich kann ihn verschicken. Ob dort in Mantua inzwischen auch ein griechischer Deutschenhass fühlbar sein mag? Bislang lese ich mehr von Schadenfreude über ertappte, eigene Steuersünder, aber das kann sich noch ändern.

Andere Nachrichten sind weniger gut. Und man kann sich fragen, ob die bleierne Zeit unter Berlusconi jetzt vorbei ist, oder die neue bleierne Zeit unter der Sparsamkeit anbricht: Und wie das all die kleinen Geschäfte und Firmen überleben, die es schon früher nicht leicht hatten. Ich habe immer Angst, dass Italien schon durchkommt, aber am Ende wie Deutschland aussieht, geprägt von Schnäppchenjagd und Billigfrass. Slow Food muss man sich auch leisten können. Anderes ist ja schon lange tot: Da muss ich nur an all die verschwundenen Stahlrahmenbauer denken.



Das liegt nahe, sehr nahe, denn bei Kilometer 20 wird klar, dass die letzten 10 Kilometer nicht ganz so schön sein werden. Das war die letzte längere Tour in Deutschland, mag mir scheinen, denn Fahren in der Finsternis ist doppelt dumm, wenn man ein Auge nicht mehr aufbekommt: Jenes. das man nicht einzeln schliessen kann. Italien also, bald. Die Alternative wäre ein Umzug in eine Metropole, da ist das alles nicht so schlimm: In meiner Münchner Zeit bin ich dann eben im Bereich des mittleren Rings geblieben. Aber das hilft nicht am Tegernsee, wo die Natur vor dem Zaun beginnt, und nicht in der Provinz, die einmal komplett von einem grossen Park umgeben ist.



Immerhin, Berlusconi ist weg, vorerst, das macht die Reise schöner. Und sollte Sarkozy auch noch weg sein, dann fahre ich vielleicht auch mal rüber nach Frankreich. Dann aber mit dem Auto. Zur Feier der Veränderungen in Europa, wo nicht alles schlechter wird, wenn die richtige Wahl getroffen wird.

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Sonntag, 11. März 2012

Die Badesaison wurde eröffnet

Und zwar exakt 1 Tag nach dem Ende der Rodelsaison. Da kann es keinen Zweifel geben. In jenen 0,1% des Sees, die eisfrei sind, kann man schon wieder planschen.



Es gibt halt so Dinge, für die braucht man echte bayerische Wildjungmädel, da braucht man die Lebensfreude, und mit diesen dürren, ausgewilderten Outdoorpreussen braucht man da erst gar nicht anfangen. Die sind hart im Klettern, aber ansonsten zu normal.



Alles weitere ist absehbar: Sonne, Wärme, Tauwetter, Heerscharen von Münchnern, Blüte, Schneeschmelze bis hoch auf die Gipfel, Frühling halt, zwei Wochen später als anderswo, zwei Wochen weniger Qual für Allergiker.



There is no such thing as a free lunch: Erhauft wird das alles durch irrwitzige Immobilienpreise (heute nur noch "auf Anfrage") und den deustchen Spitzenplatz in Sachen Hautkrebs. An irgendwas muss man auch im Heilklima sterben.



Es wenig Smog könnte das lindern, aber das haben wir hier nicht allzu oft. Blendend weiss schmilzt der Schnee harschig zusammen. Es gibt hier keinen grauen Matsch, nur weiss und blau und das Quietschen, wenn sie sich nass spritzen. Weil, ein wenig wärmer könnte es schon noch werden.

Ich aber werde nicht da sein.

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Samstag, 10. März 2012

2012 - Ein Spätwinter möchte sich entschuldigen

Und dazu hat er auch allen Grund.



Diese Wechselhaftigkeit - mal kein Schnee, dann extram kalt - war einfach nicht die Art Winter, die ich hier inzwischen gewohnt bin: Einmal gscheid kalt und Schnee und dann so eine Art weisser Vorfrühling mit knallblauem Himmel, während weiter nördlich alles Grau und Schmutz ist. Aber dieser eine Tag mit 10 Zentimeter Neuschnee vom Vortag, der wird auch ein wenig die Erinnerung prägen.






























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Stilkunde

Früher hat es gereicht, mein Zeug einfach nur so runterzuschmieren. Ich denke, der neue Text für die FAZ über was Wegblasen von Wulff und warum das die Reaktionäre und Fortschrittlichen eint, ist dafür ein gutes Beispiel: Heute Nacht zwischen einem Telefonat und drei Spinatknödeln mit Pilzrahm fettreich abgesabbelt. Ich habe vor meiner Schreiberei nicht viel mehr Respekt als vor meinen Kochkünsten - eigentlich sogar weniger.



Das Gute daran ist: Weil ich nicht denke und ohne Denken auch immer in der gleichen Schmierseife auslaufe, klingt das stilistisch geschlossen. Als hätte ich einen Stil an der Stelle, wo ich halt nicht anders kann. Ich kann ein paar Regler betätigen, ich kann grob-bayerisch werden oder höflich und westviertelig, aber recht viel mehr ist nicht drin, wenn es schnell gehen muss. Aber nachdem es ja auch keinen Aircheck wie im Radio gibt, und jede Frage nach Veränderung im Blog mit "weiter so" beantwortet wird, muss ich hin und wieder selbst nachlernen. Stile anschauen. Inhalt ist egal, aber Entwicklung von Texten, die Wege ins Herz der Leser: Die sind wichtig.



Ich will nicht so schreiben können wie [Name einsetzen], sondern demnächst mal etwas anderes durchziehen. Und das darf, das soll dann auch im Grenzbereich dessen sein, was ich sonst so mache. Da ist es sinnvoll, über die Grenzen hinaus zu schauen. Das ist die Arbeit der nächsten Tage. Den Stil schärfen, Einflüsse sammeln, und dann nicht mehr gar so schludern.

Ausserdem war da ein Ei zuviel in der Tarte. Das hat den Roquefort brutal erschlagen und den Parmigiano in den Teig gewalzt. Ein Gemetzel mit Nachgeschmack.

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Freitag, 9. März 2012

Blaue Tage

So sah das Versprechen aus:



Und die dazu gehörende Idee war: Mit dem Rad hoch zum Achenpass. Der erste Pass des Jahres! In der Sonne, zwischen den Schneewänden hindurch, das muss traumhaft sein. Also schnell eine neue Kurbel an das eine Rad:



Und passende, funkelnde Bremsen an das andere Rad, denn vielleicht liegt auch noch Salz auf den Strassen, dann passt rotes Plastik sehr viel besser:



Denn es sind diese sagenhaft blauen Tage, die man mitnehmen muss, die man nicht verschwenden darf, die man in ihren satten Farben leben muss, als wären es die letzten Tage der Menschheit, und es käme nichts nachher.

Naja.

Blau ist es dann auch geworden:



Blitzüberfall des Winters mit 5 Zentimeter Neuschnee, und Kufen statt Reifen. Allerdings war es zu nass und zu dunkel für den Photoapparat.

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Aus allen Rohren

Die Blogbar ist wieder da.

Und da sind auch einige, die noch eine Ladung abkriegen (Frauentag! Morgen erst wieder Julia Schramm).

Heute mal wieder: Jens Best, der laut Medien u.a. "Deutschlands grösster Streetview-Fan" sein sollte, oder vielleicht doch nur in den Schlamm von SPONschleim tauchen wollte, dem Zenralorgan der Sonderschüler mit Losglück bei der Abilotterie? Wie auch immer.

Das war nichts dem Unverpixeln von Häusern, Jens Best.

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Donnerstag, 8. März 2012

Das Ende der Gemütlichkeit

Das Hauptentscheidungskriterium meines Lebens ist es, Entscheidungen so zu treffen, dass sich Folgeentscheidungen so weit wie möglich in Grenzen halten. Wo ich mich auf Gedeih und Vederb festlege, tue ich das, weil mir bewsst ist, wie viele andere, wenig planbare Entscheidungen ein anderes Verhalten erzwingen würde. Man könnte sagen, ich bin ein Gewohnheitstier. Fundamentale Richtungsentscheidungen treffe ich deshalb selten und wenn, dann zum Ziele langfristiger Problemminimierung. Man könnte auch sagen: Mein ganzes Sinnen und Trachten geht dahin, ein Gewohnheitstier bleiben zu können. Nichts gegen Überreaschungen und Veränderungen, aber wenn sie nicht zusagen, will ich sie schmerzfrei ablehnen können.



Wenn ich es dann doch einmal tun muss, und gerade will ich es tun, denke ich viel nach. Manchmal mache ich auch Testläufe im Blog, wenn ich nicht weiter weiss.

Diesmal geht das nicht, und nach einem Tag Reden und Denken habe ich zwar eine Entscheidung, aber noch keine Lösung für die Folgefragen.

Man wird sehen.

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Mittwoch, 7. März 2012

Die rasende Schildkröte

Jeden Tag stecke ich den Kopf ein wenig weiter hinaus. Jeden Tag mache ich einen Schlenker, eine Steigung, ein Dorf, eine Abfahrt mehr. Manchmal pfeift mich der Wind zurück, aber diesmal lockte die Sonne.













Es könnte schlimmer sein, ich könnte Zeitungen ausfahren müssen.

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Colnagotik

Manche sagen ja, ich wäre nachgerade süchtig nach Colnagos (stimmt nicht, die sind mir alle zugelaufen), würde sie kaufen, wann immer ich sie kriege (stimmt nicht, letztes Jahr standen da, wo ich eines gekauft habe eines zugelaufen ist, noch drei andere), würde sagen, man könnte nichts anderes fahren (ah was, viele andere bauen auch tolle Räder), und wenn ich wieder in Italien wäre, würde ich schon wieder eines mitbringen (niemals!).

Was allerdings nicht zu bestreiten ist, ist der Umstand, dass ich mir im Winter eines für einen extrem günstigen Preis zugelegt habe, und der Werlust von irgendwas um die 2500 Euro - der bleib beim Erstbesitzer. Und weil es deshalb bei der Kalkulation keine Rolle spielt, passt dieses Colnago perfekt als irrelevante Variable im Anschaffungspreis in diese Berechnung, wie schnell Autofahren wirklich relativ zum Radfahren ist, wenn man die Kosten in Arbeitszeit umrechnet. Man sient also: Alles nur gekauft, um einer Kollegin zu helfen.



(Ich habe seit zwei Monaten nicht mehr getankt, ganz erstaunlich, wie wenig so eine Barchetta braucht, wenn sie steht. Vermutlich bekomme ich dann morgen beim Weg in die Berge einen Schlaganfall)

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Alle gegen Hollande

Es sind ja nicht nur unsere geliebten politischen Führer, die etwas gegen Hollande haben. Wo immer ich angerufen habe, sei es bei Vertretern von Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft oder Gesellschaft: Überall schlug Hollande die gleiche Ablehnung entgegen, und zwar mit besten Argumenten, wie ich in der FAZ berichte.

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