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Donnerstag, 22. März 2012
Jetzt aber los
Bis hierher und auch noch weiter.

Und in der Nacht dann Mantua.

Und in der Nacht dann Mantua.
donalphons, 14:32h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 22. März 2012
Eis und Kühlschränke in Polen
und nackte Haut und Pferde und Parkett und ich sage nebenbei auch etwas über Rückbänke der S-Klasse in den frühen 90er Jahren.
All das bei den Stützen der Gesellschaft in der FAZ.
Und danke für die Aufmerksamkeit. Ich weiss es wirklich sehr zu schätzen, dass ich dort drüben auch zu ungünstigen Zeiten am Wochenende nicht gebracht werde, während andere mehr als drei Tage lang die beste Präsentation haben, die ein Blog dort haben kann - und dann gehen die Stützen trotzdem klar in Führung. Das tut mir gut, weil ich weiss, dass es, einfach weil es da ist und nicht wegen einer Positionierung, bewusst gelesen und gewollt wird.
Andere kotzen deshalb. Und das finde ich auch ganz hübsch.
All das bei den Stützen der Gesellschaft in der FAZ.
Und danke für die Aufmerksamkeit. Ich weiss es wirklich sehr zu schätzen, dass ich dort drüben auch zu ungünstigen Zeiten am Wochenende nicht gebracht werde, während andere mehr als drei Tage lang die beste Präsentation haben, die ein Blog dort haben kann - und dann gehen die Stützen trotzdem klar in Führung. Das tut mir gut, weil ich weiss, dass es, einfach weil es da ist und nicht wegen einer Positionierung, bewusst gelesen und gewollt wird.
Andere kotzen deshalb. Und das finde ich auch ganz hübsch.
donalphons, 00:42h
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Aug und Ohr
sind prima, wenn man sie hat.

Wenn nicht, gibt es in Deutschland ein paar Probleme, die einem den Magen umdrehen können, so von wegen Sozialstaat und so.

Wenn nicht, gibt es in Deutschland ein paar Probleme, die einem den Magen umdrehen können, so von wegen Sozialstaat und so.
donalphons, 00:18h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 21. März 2012
Es ist immer eine Frage des Standpunkt
Ich habe einen Bekannten, der in etwa so technikfeindlich lebt, wie man bei mir einen Eindruck von meinem Leben bekommen könnte. Der Mann ist kein Spinner oder Freak, sondern recht erfolgreicher Chirurg, und weiss durchaus, wo der medizinische Nutzen des Fortschritts liegt.

Aber privat will er damit so wenig wie möglich zu tun haben. Kein Internet, kein Mobiltelefon, keine Email, kein Rechner. Das kann man sich bei einem Altersgenossen bei diesem Bildungsstand kaum vorstellen, und ich gebe zu, dass ich viele seiner Ansichten nicht teilen kann. Sicher, meine Wohnung kokettiert mit dem Vorgestrigen, aber mein Leben und Arbeiten ist ohne Internet nicht vorstellbar. Vielleicht tut meine Wohnung gerade deshalb so technikfeindlich: Weil es die Illusion lässt, es ginge auch anders. Das ist nicht weiter schlimm, Netz haben ist auch nichts anderes als einen Telefonanschluss haben. Allerdings fange ich langsam an, die Sache mit dem Mobiltelefon etwas differenzierter zu sehen. Ähnlich wie mein Bekannter.

Da ist vor allem die Sache, dass mich dieses Gerät, wenn ich es bei mir trage, dauerhaft tracken kann. Fahre ich nach Italien, kennt es meine Route, meine Geschwindigkeit, meine Haltepunkte und Abschweifungen, und überhaupt nicht schön wäre es, wenn dazu auch noch Informationen meiner Interessen kämen, weil ich irgendwo etwas im Internet gesucht habe: Ein Lokal, ein Denkmal, eine Konditorei; das machen andere ganz selbstverständlich und immer, bei mir geht es technisch nicht. Zum Glück. Und es gibt unterwegs eigentlich nur zwei Situationen, in denen es eingeschaltet bei mir ist: Beim Radeln über weite Strecken und beim Bergsteigen. Sollte da etwas passieren, will ich nicht erst den Code eingeben oder anderweitig drücken müssen. Ansonsten erscheint mir das inzwischen zu heikel. Da geht es mir auch etwas um das Prinzip: So genau soll keiner wissen, wo ich was mache.

Ausserdem finde ich Phasen der totalen Entkoppelung wichtig. Man hat ja so die Neigung, einfach, weil es so simpel ist, vieles ins Digitale zu verlagern, verliert dabei aber auch einiges an Fähigkeiten. Das ist nichts Neues, die Mikrowelle ruiniert die Kochkompetenz und die Schreibmaschine die Handschrift; das alles ist in Ordnung, aber beim Internet ist es das Wissen, die Erinnerung und die Kommmunikation, und das sind die Kernbereiche des Menschen. Zumindest zeitweise muss es unbedingt auch ohne das Netz gehen. Sonst fängt man an, das Leben als Ergänzung einer Simulation betrachten. Das mag gar nicht schlimm sein, wenn die Realität nur so mittelprächtig ist, aber selbst dann liefert man sich an etwas aus, das nicht nur hilft, sondern auch, ohne uns zu fragen, abspeichert und erinnert. Und damit kann man beginnen, das reale Leben passend zu organisieren. Kennt man die Wege, wird man die Informationen anpassen können. Kennt man die Aufenthalte, kann man die Produkte vorstellen. Kennt man die Vorlieben, kann man täuschen. Die ganze Geschichte geht für mich ziemlich stark in Richtung Attentat mit Daten. Aus der Vergangenheit wird man für die Zukunft schliessen. Und versuchen, über die Schnittstelle die Zukunft passend zu gestalten.
Für Freunde eines sog. "Freien Willens" eigentlich keine schöne Vorstellung. Ich lache noch über dumme Googleanzeigen. Es ist noch weit hin, bis mir das Netz eine zielgenaue Realität mit passender Gewichtung einredet. Aber solange kann es nicht falsch sein, die Sphären zu trennen Was ich mir wünschen würde, wäre eine Fehlerquellen-App, die falsche Daten sendet und mich unberechenbar macht. Solange schalte ich das Telefon aus. Und wer etwas will, soll warten, bis ich Zeit habe.

Aber privat will er damit so wenig wie möglich zu tun haben. Kein Internet, kein Mobiltelefon, keine Email, kein Rechner. Das kann man sich bei einem Altersgenossen bei diesem Bildungsstand kaum vorstellen, und ich gebe zu, dass ich viele seiner Ansichten nicht teilen kann. Sicher, meine Wohnung kokettiert mit dem Vorgestrigen, aber mein Leben und Arbeiten ist ohne Internet nicht vorstellbar. Vielleicht tut meine Wohnung gerade deshalb so technikfeindlich: Weil es die Illusion lässt, es ginge auch anders. Das ist nicht weiter schlimm, Netz haben ist auch nichts anderes als einen Telefonanschluss haben. Allerdings fange ich langsam an, die Sache mit dem Mobiltelefon etwas differenzierter zu sehen. Ähnlich wie mein Bekannter.

Da ist vor allem die Sache, dass mich dieses Gerät, wenn ich es bei mir trage, dauerhaft tracken kann. Fahre ich nach Italien, kennt es meine Route, meine Geschwindigkeit, meine Haltepunkte und Abschweifungen, und überhaupt nicht schön wäre es, wenn dazu auch noch Informationen meiner Interessen kämen, weil ich irgendwo etwas im Internet gesucht habe: Ein Lokal, ein Denkmal, eine Konditorei; das machen andere ganz selbstverständlich und immer, bei mir geht es technisch nicht. Zum Glück. Und es gibt unterwegs eigentlich nur zwei Situationen, in denen es eingeschaltet bei mir ist: Beim Radeln über weite Strecken und beim Bergsteigen. Sollte da etwas passieren, will ich nicht erst den Code eingeben oder anderweitig drücken müssen. Ansonsten erscheint mir das inzwischen zu heikel. Da geht es mir auch etwas um das Prinzip: So genau soll keiner wissen, wo ich was mache.

Ausserdem finde ich Phasen der totalen Entkoppelung wichtig. Man hat ja so die Neigung, einfach, weil es so simpel ist, vieles ins Digitale zu verlagern, verliert dabei aber auch einiges an Fähigkeiten. Das ist nichts Neues, die Mikrowelle ruiniert die Kochkompetenz und die Schreibmaschine die Handschrift; das alles ist in Ordnung, aber beim Internet ist es das Wissen, die Erinnerung und die Kommmunikation, und das sind die Kernbereiche des Menschen. Zumindest zeitweise muss es unbedingt auch ohne das Netz gehen. Sonst fängt man an, das Leben als Ergänzung einer Simulation betrachten. Das mag gar nicht schlimm sein, wenn die Realität nur so mittelprächtig ist, aber selbst dann liefert man sich an etwas aus, das nicht nur hilft, sondern auch, ohne uns zu fragen, abspeichert und erinnert. Und damit kann man beginnen, das reale Leben passend zu organisieren. Kennt man die Wege, wird man die Informationen anpassen können. Kennt man die Aufenthalte, kann man die Produkte vorstellen. Kennt man die Vorlieben, kann man täuschen. Die ganze Geschichte geht für mich ziemlich stark in Richtung Attentat mit Daten. Aus der Vergangenheit wird man für die Zukunft schliessen. Und versuchen, über die Schnittstelle die Zukunft passend zu gestalten.
Für Freunde eines sog. "Freien Willens" eigentlich keine schöne Vorstellung. Ich lache noch über dumme Googleanzeigen. Es ist noch weit hin, bis mir das Netz eine zielgenaue Realität mit passender Gewichtung einredet. Aber solange kann es nicht falsch sein, die Sphären zu trennen Was ich mir wünschen würde, wäre eine Fehlerquellen-App, die falsche Daten sendet und mich unberechenbar macht. Solange schalte ich das Telefon aus. Und wer etwas will, soll warten, bis ich Zeit habe.
donalphons, 00:37h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 20. März 2012
Vorpacken
Morgen noch einmal nach Frankfurt.

Nach Italien werde ich allenfalls eine Krawatte mitnehmen und feststellen, dass ich ja gar keine Krawatte dabei habe und unbedingt welche brauchen werde, die zu meinen neuen Schuhen passen. Leider ist mein Krawattengeschäft in Siena. Da muss ich dann hin. Deshalb: Mit Krawatte und Hut nach Frankfurt.

Und mit leichtem Gepäck nach Italien.
(Leider geht das mit den Hüten nicht: Meine Strohhüte habe ich fast alle in Mantua liegen gelassen. Vorschläge, warum ich mein Lieblingshutgeschäft in Parma aufsuchen sollte, werden hier gern angenommen)
Und damit es nicht langweilig wird, hier noch ein Schrammileak in der Blogbar.

Nach Italien werde ich allenfalls eine Krawatte mitnehmen und feststellen, dass ich ja gar keine Krawatte dabei habe und unbedingt welche brauchen werde, die zu meinen neuen Schuhen passen. Leider ist mein Krawattengeschäft in Siena. Da muss ich dann hin. Deshalb: Mit Krawatte und Hut nach Frankfurt.

Und mit leichtem Gepäck nach Italien.
(Leider geht das mit den Hüten nicht: Meine Strohhüte habe ich fast alle in Mantua liegen gelassen. Vorschläge, warum ich mein Lieblingshutgeschäft in Parma aufsuchen sollte, werden hier gern angenommen)
Und damit es nicht langweilig wird, hier noch ein Schrammileak in der Blogbar.
donalphons, 00:48h
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Auberginensalat
Ich bin ja nur ein mittelprächtiger Vegetariere, der Milch und Eier selbstverständlich konsumiert. Veganismus finde ich für mich definitiv zu hart. Gerade angesichts meines Wohnortes, wo die Hühner frei herumlaufen und Kühe vor der Terrasse stehen.

Aber an diesem Wohnort nun habe ich ein veganisches Gericht entdeckt, das wir wider Erwarten sogar zusagt. Denn es ist mit Auberginen. Und wirklich gern mag ich dieses Gemüse nur südlich der Alpen. Und da auch nur in kleinen Mengen. Aber hier, am Tegernsee, nahm ich aus Verlegenheit Auberginensalat, weil der Rest eher nicht vegetarisch war. Und seitdem koche ich das auch daheim nach.

Im Prinzip ist es eine Augergine und drei Tomaten klein gewürfelt, eine viertel Zwiebel und zwei Pepperoni, uind das alles wird in Öl und Wasser - wir wollen ja nicht platzen - in der Pfanne gut durchgedünstet. Dazu Kreuzkümmel und Balsamessig, Pfeffer und Salz, und wer mag, kann auich wieder Schmand hineintun - aber das muss nicht sein. Grandiose Nebenbeisache, wenn es warm ist, oder warme Vorspeise mit Brot, wenn es kalt ist.

Und etwas, was man wirklich nebenbei in einer Pfanne über kleinem Feuer machen kann, wenn nebenbei aich noch etwas anderes köchelt. Ideal ist es übrigens, wenn die Aubergine und die Pepperoni nicht mehr ganz knackfrisch sind.

Was Italien angeht, so geht meine Befürchtung dahin, dass auch 2012 die Preise auf 2011er Niveau sind - einfach, weil die Menschen klar weniger Geld haben, oder es mehr verstecken müssen. Insofern brechen jetzt auch sehr kocharme Zeiten für mich an; statt dessen die üblichen Bilder Piazza - Ragazze - Donne - Tortelli - und so weiter.

Aber an diesem Wohnort nun habe ich ein veganisches Gericht entdeckt, das wir wider Erwarten sogar zusagt. Denn es ist mit Auberginen. Und wirklich gern mag ich dieses Gemüse nur südlich der Alpen. Und da auch nur in kleinen Mengen. Aber hier, am Tegernsee, nahm ich aus Verlegenheit Auberginensalat, weil der Rest eher nicht vegetarisch war. Und seitdem koche ich das auch daheim nach.

Im Prinzip ist es eine Augergine und drei Tomaten klein gewürfelt, eine viertel Zwiebel und zwei Pepperoni, uind das alles wird in Öl und Wasser - wir wollen ja nicht platzen - in der Pfanne gut durchgedünstet. Dazu Kreuzkümmel und Balsamessig, Pfeffer und Salz, und wer mag, kann auich wieder Schmand hineintun - aber das muss nicht sein. Grandiose Nebenbeisache, wenn es warm ist, oder warme Vorspeise mit Brot, wenn es kalt ist.

Und etwas, was man wirklich nebenbei in einer Pfanne über kleinem Feuer machen kann, wenn nebenbei aich noch etwas anderes köchelt. Ideal ist es übrigens, wenn die Aubergine und die Pepperoni nicht mehr ganz knackfrisch sind.

Was Italien angeht, so geht meine Befürchtung dahin, dass auch 2012 die Preise auf 2011er Niveau sind - einfach, weil die Menschen klar weniger Geld haben, oder es mehr verstecken müssen. Insofern brechen jetzt auch sehr kocharme Zeiten für mich an; statt dessen die üblichen Bilder Piazza - Ragazze - Donne - Tortelli - und so weiter.
donalphons, 00:48h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 19. März 2012
Immer diese Entscheidungen
Würde man mich fragen: Möchtest Du eine Muse? Würde ich natürlich sagen: Aber sicher! So eine kann man in der Bibliothek immer brauchen. Skulptur, Gemälde, immer nur her damit, ich bin da nicht so.

Hätte man mich aber gefragt: Willst Du eine Frauendarstellung aus dem weiteren stilistischen Umfeld der Präraffaeliten... wäre ich vorsichtig geworden. Um ehrlich zu sein, kann ich mit Rossetti und anderen wenig anfangen. Nicht im Sinne von "kapier ich nicht", sondern wegen gewisser Darstellungsweisen, die ich für wenig erbaulich halte.

Diese Modeströmung des viktorianischen Zeitalters hatte ein paar bemerkenswert unerquickliche Hintergedanken; nicht nur in Sinne von Kunstauffassungen, sondern auch beim Menschenbild. Dass kaum eine Frau ohne drastische Verkürzung der Stirn dargestellt wurde, hat viel mit der damaligen Meinung über Frauen zu tun: Nicht wirklich klug, ein wenig simpel und irgendwie so gar nicht gleichberechtigt. Sinnlich ja, schlau nein. Sünderin, Mutter, aber bitte nicht den Mund aufmachen In der Mode, in der Malerei, bloss keine hohe Stirn. Kommt gar nicht in Frage, sonst bekommt die Tochter keinen Mann.

So war also der Stand der Dinge, bis eine "Orientalin mit Doppelflöte" angeboten wurde. Der nicht ganz so Unkundige weiss allerdings, dass es sich dabei um eine Muse, namentlich Euterpe handelt, es wussten so einige, und der steigende Preis machte die Entscheidung nicht leicht: Endlich eine Muse oder will ich wirklich so eine Neandertalerin?

Der Maler lebte eine Zeit in Italien, und es gibt dort Frauen, die so aussehen: Nicht schön, aber das mit dem Musenkuss ist ohnehin schwer überschätzt. Ausserdem werden wir alle mittelfristig alt und wenig begehrendwert, da soll man sich nicht so haben.
Jetzt bitte noch eine Klio, aber bitte aus dem Rokoko mit Kussmung und halbnackt.

Hätte man mich aber gefragt: Willst Du eine Frauendarstellung aus dem weiteren stilistischen Umfeld der Präraffaeliten... wäre ich vorsichtig geworden. Um ehrlich zu sein, kann ich mit Rossetti und anderen wenig anfangen. Nicht im Sinne von "kapier ich nicht", sondern wegen gewisser Darstellungsweisen, die ich für wenig erbaulich halte.

Diese Modeströmung des viktorianischen Zeitalters hatte ein paar bemerkenswert unerquickliche Hintergedanken; nicht nur in Sinne von Kunstauffassungen, sondern auch beim Menschenbild. Dass kaum eine Frau ohne drastische Verkürzung der Stirn dargestellt wurde, hat viel mit der damaligen Meinung über Frauen zu tun: Nicht wirklich klug, ein wenig simpel und irgendwie so gar nicht gleichberechtigt. Sinnlich ja, schlau nein. Sünderin, Mutter, aber bitte nicht den Mund aufmachen In der Mode, in der Malerei, bloss keine hohe Stirn. Kommt gar nicht in Frage, sonst bekommt die Tochter keinen Mann.

So war also der Stand der Dinge, bis eine "Orientalin mit Doppelflöte" angeboten wurde. Der nicht ganz so Unkundige weiss allerdings, dass es sich dabei um eine Muse, namentlich Euterpe handelt, es wussten so einige, und der steigende Preis machte die Entscheidung nicht leicht: Endlich eine Muse oder will ich wirklich so eine Neandertalerin?

Der Maler lebte eine Zeit in Italien, und es gibt dort Frauen, die so aussehen: Nicht schön, aber das mit dem Musenkuss ist ohnehin schwer überschätzt. Ausserdem werden wir alle mittelfristig alt und wenig begehrendwert, da soll man sich nicht so haben.
Jetzt bitte noch eine Klio, aber bitte aus dem Rokoko mit Kussmung und halbnackt.
donalphons, 00:28h
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Risiken und Nebenwirkungen
Nach dem Abschicken habe ich erst mal telefoniert und Mails geschrieben, um einigen Bekannten zu verdeutlichen, dass
DIESER BEITRAG
über die Vorstellungen von Eltern über Schule und deren Freuden für sie selbst
NICHTS
mit diesen Bekannten zu tun hat und sich alles auf Beobachtungen bezieht, die ich anderweitig gemacht habe.

Denn das Schreiben für die FAZ birgt Risiken. Dass ein Mitarbeiter der FAZ die im Blog und mittlerweile auch Buch übliche Ichform bekrittelt und dann zum Beleg bei Benn und einem deutschen Professor und einer deutschen Vorlesung unterkriechen muss, weil es objektiviert werden soll, ist überhaupt nicht so schlimm für alle, die nicht diese Person sind. Aber das Strafgericht derer, die sich von meinen Überlegungen angesprochen fühlen könnten und sich beim Seelenblick ertappt fühlen - das macht wirklich die Gefahr meines Berufes aus.
DIESER BEITRAG
über die Vorstellungen von Eltern über Schule und deren Freuden für sie selbst
NICHTS
mit diesen Bekannten zu tun hat und sich alles auf Beobachtungen bezieht, die ich anderweitig gemacht habe.

Denn das Schreiben für die FAZ birgt Risiken. Dass ein Mitarbeiter der FAZ die im Blog und mittlerweile auch Buch übliche Ichform bekrittelt und dann zum Beleg bei Benn und einem deutschen Professor und einer deutschen Vorlesung unterkriechen muss, weil es objektiviert werden soll, ist überhaupt nicht so schlimm für alle, die nicht diese Person sind. Aber das Strafgericht derer, die sich von meinen Überlegungen angesprochen fühlen könnten und sich beim Seelenblick ertappt fühlen - das macht wirklich die Gefahr meines Berufes aus.
donalphons, 15:36h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 18. März 2012
Das 17mm ist da
Ein wenig dekadent ist es ja schon, dass da noch die Kamera mit dran hängt, aber das Wechseln der Objektive ist bei Digitalkameras ohnehin nicht so gut für den Sensor.

Ich werde mir einfach einreden, dass es dem Dienst am Leser geschuldet ist. Und der beruflichen Sicherheit, denn schlimm wäre es, würde unterwegs eine Kamera ersatzlos ausfallen.

Ich werde mir einfach einreden, dass es dem Dienst am Leser geschuldet ist. Und der beruflichen Sicherheit, denn schlimm wäre es, würde unterwegs eine Kamera ersatzlos ausfallen.
donalphons, 00:56h
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Quadratformat
Immer wenn die Bilder höher werden, weiss die geneigte Leserschaft, dass sich Italien nähert. Noch habe ich keine Italienerinnen mit Pünktchenröcken und alte Damen im Cafe (wie wird es wohl dem Hexenkreis in Mantua ergangen sein?), aber schon mal grössere Bilder. Ich könnte auch etwas dazu schreiben, aber alles war so licht und leicht und angenehm, und ein zarter Hauch hat mein Gehirn wie ein Osterei ausgeblasen.







Und was vom Hirn übrug war, reichte geradce noch zum Verzehr des Kuchens vom ehemaligen Hoflieferanten.







Und was vom Hirn übrug war, reichte geradce noch zum Verzehr des Kuchens vom ehemaligen Hoflieferanten.
donalphons, 00:53h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 17. März 2012
Ein lindes Lüftchen am See
Es gibt etwas, das ich noch mehr als Pollen hasse:

Wenn elende Sparifankerl aus der New Economy, wo sie zurecht vor die Hunde gegangen sind, in der Politik plötzlich als Talente gehandelt werden. Typen wie dieser Lindner gehören sich auseinandergenommen, jede Mark ihrer Pleite nochmal untersucht und ihm die Sache mit den Avataren nochmal richtig reingerieben.

Weil: Wer zhu blöd für die Wirtschaft ist, und zwar mit einem Hypeschwachsinn wie Moomax - so nenne man ihn bitte, der "Moomax-Lindner" - der soll keinen warmen Sitz auf Steuerkosten bekommen, wenn er davor schon mal das Geld des Staates für seinen Blödsinn durchgeorgelt hat.

Avatare wollte Lindner programmieren und verkaufen. Customer Relationship Management. Irgendwas, was von der Ödnis der damaligen Webshops abgelenkt hat. Das ist er jetzt selbst geworden: Ein Hampelmann, eine künstliche Intelligenz vor dem liberalistischen Schrotthaufen, der die FDP geworden ist. Dass so einer im Reichshauptslum Berlin als Intellektueller gilt, überrascht nicht - da gilt ja auch der Döner als Mahlzeit und der Penner als Visionär. Und Spiegel Onschleim als Leitmedium.

Überhaupt sehe ich auch nicht, wo die FDP da meint, in NRW eine bürgerliche Mitte zu finden, die sie besetzen könnte. Die SPD ist da doch nur dem Namen nach sozialdemokratisch und ansonsten der gleiche eklige Filz, den wir in Bayern gerade langsam abschaffen. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Verräterpartei dort immer noch so ungeniert wie eh und je aufführt, und sich noch nicht mal für den Wolfgang Clement entschuldigt hat. Bei dem sieht man übrigens, wie nah Gelb und Rot da sind: Davon hatte dieses Land genug.

Bezeichnenderweise sagt man zu diesem Burschen ja auch"Hoffnungsträger der Partei". Nicht für das Land oder die Leute, die vermutlich nur selten wissen, wer dieser Hayek da war, in dessen Gesellschaft Lindner sich rumtreibt: Dass so ein Pleitenmitwirker sich bei einem Berater der Thatcher delektiert, ist jetzt keine grosse Überraschung. Die kommt erst, falls sich genug finden, die den wählen. Wobei: Es ist zu hoffen, dass da auch nicht mehr als ein paar warme Stühle im Parlament rüberkommen.

Insgesamt aber: Das Sterben gehört dazu, und lieber noch 100 Jahre CSU als 10 Jahre FDP. Das ist keine Partei, sondern eine Krankheit der Demokratie, und wenn alle solche Lobbyorganisationen wählten: Gute Nacht Deutschland.

Also: Moomax hiess die Firma und die KfW hat ihr Geld verloren. Das ist jetzt 10 Jahre her, aber mal schauen, was im Internet von denen noch zu finden ist. Und dann: Einschenken. Jeder sollte wissen, was für ein Untergeher jetzt diese Partei vor dem Absaufen bewahren soll. Und bevor hier ein CDU-Freund anderer Meinung ist: Lindner versenken bedeutet auch: Die CDU vor deren eigenen New-Economy-Versagern schützen. Da rennen ja auch genug rum.

(Aber immer noch besser dort als am Tegernsee)

Wenn elende Sparifankerl aus der New Economy, wo sie zurecht vor die Hunde gegangen sind, in der Politik plötzlich als Talente gehandelt werden. Typen wie dieser Lindner gehören sich auseinandergenommen, jede Mark ihrer Pleite nochmal untersucht und ihm die Sache mit den Avataren nochmal richtig reingerieben.

Weil: Wer zhu blöd für die Wirtschaft ist, und zwar mit einem Hypeschwachsinn wie Moomax - so nenne man ihn bitte, der "Moomax-Lindner" - der soll keinen warmen Sitz auf Steuerkosten bekommen, wenn er davor schon mal das Geld des Staates für seinen Blödsinn durchgeorgelt hat.

Avatare wollte Lindner programmieren und verkaufen. Customer Relationship Management. Irgendwas, was von der Ödnis der damaligen Webshops abgelenkt hat. Das ist er jetzt selbst geworden: Ein Hampelmann, eine künstliche Intelligenz vor dem liberalistischen Schrotthaufen, der die FDP geworden ist. Dass so einer im Reichshauptslum Berlin als Intellektueller gilt, überrascht nicht - da gilt ja auch der Döner als Mahlzeit und der Penner als Visionär. Und Spiegel Onschleim als Leitmedium.

Überhaupt sehe ich auch nicht, wo die FDP da meint, in NRW eine bürgerliche Mitte zu finden, die sie besetzen könnte. Die SPD ist da doch nur dem Namen nach sozialdemokratisch und ansonsten der gleiche eklige Filz, den wir in Bayern gerade langsam abschaffen. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Verräterpartei dort immer noch so ungeniert wie eh und je aufführt, und sich noch nicht mal für den Wolfgang Clement entschuldigt hat. Bei dem sieht man übrigens, wie nah Gelb und Rot da sind: Davon hatte dieses Land genug.

Bezeichnenderweise sagt man zu diesem Burschen ja auch"Hoffnungsträger der Partei". Nicht für das Land oder die Leute, die vermutlich nur selten wissen, wer dieser Hayek da war, in dessen Gesellschaft Lindner sich rumtreibt: Dass so ein Pleitenmitwirker sich bei einem Berater der Thatcher delektiert, ist jetzt keine grosse Überraschung. Die kommt erst, falls sich genug finden, die den wählen. Wobei: Es ist zu hoffen, dass da auch nicht mehr als ein paar warme Stühle im Parlament rüberkommen.

Insgesamt aber: Das Sterben gehört dazu, und lieber noch 100 Jahre CSU als 10 Jahre FDP. Das ist keine Partei, sondern eine Krankheit der Demokratie, und wenn alle solche Lobbyorganisationen wählten: Gute Nacht Deutschland.

Also: Moomax hiess die Firma und die KfW hat ihr Geld verloren. Das ist jetzt 10 Jahre her, aber mal schauen, was im Internet von denen noch zu finden ist. Und dann: Einschenken. Jeder sollte wissen, was für ein Untergeher jetzt diese Partei vor dem Absaufen bewahren soll. Und bevor hier ein CDU-Freund anderer Meinung ist: Lindner versenken bedeutet auch: Die CDU vor deren eigenen New-Economy-Versagern schützen. Da rennen ja auch genug rum.

(Aber immer noch besser dort als am Tegernsee)
donalphons, 00:43h
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Endlosschleife
Vor einiger Zeit habe ich bei diesem Beitrag auf den Link zum Titellied der Serie gedrückt. Seitdem bekomme ich es in der italienischen Version nicht mehr aus dem Kopf, und ich weiss jetzt schon: Viele CDs werde ich nach Italien mitnehmen. Aber summen werde ich "Viva la Felicita". Überhaupt, so halb bin ich schon mal dort.

Letztes Jahr war es das hier, und ich überlege gerade, was kitschiger ist. Man muss sich das so vorstellen, eine Uferstrasse, rechts blitzt der See und links blockiert ein Opel mit Rentern aus Wattenscheid den Weg, und wenn es los geht - Viiiiiva - röhrt der italienische Motor auf, und neben ihnen fliegt der Roadster vorbei.

Letztes Jahr war es das hier, und ich überlege gerade, was kitschiger ist. Man muss sich das so vorstellen, eine Uferstrasse, rechts blitzt der See und links blockiert ein Opel mit Rentern aus Wattenscheid den Weg, und wenn es los geht - Viiiiiva - röhrt der italienische Motor auf, und neben ihnen fliegt der Roadster vorbei.
donalphons, 14:20h
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Endkampf um Berlin.
Ob man mit Kompetenz in Sachen Faltencreme und der Wahl der richtigen Krawatte schon über 5% kommt? Die FDP in NRW will zum Schluss nochmal eine Studie über den Inhalteverlust in der Politik anstellen, und schickt einen braven, unauffälligen und von seinem Rücktritt mal abgesehen auch meinungslosen Kandidaten zum Kampf gegen Windmühlen. Das alles sieht zwar nicht gerade nach einer stringenten Parteilinie aus, oder nach konsequentem Handeln, aber das hat bei der FDP ohnehin noch nie jemanden gestört, seitdem sie in den 50er Jahren noch einige alte Nazis mit klaren Vorstellungen in der Partei hatten.
Nach meinem Empfinden ist die FDP ja auch eine Art Erstwählerpartei, für Leute, die noch nicht aus Erfahrung wissen, wie der Hase der Klientelpolitik nachher gegen sie läuft. Aber diesmal gibt es ja mit den Piraten zwar keine Alternative (und die Schramm von der FDP in Berlin wird sich vielleicht ärgern, dass sie nicht doch in Bonn geblieben ist, jetzt einen weichen Landtagssessel verpasst, und statt dessen bei der Wahl zum BoVu eine vor das U-Boot-Schott bekommt), aber das wird denen, die sie wählen, auch egal sein.
Weil die Piraten zwar keine gscheide Politik bieten, aber was sie an Politik haben, passt halt genau zu dem, was die Leute im Internet wollen, wenn man ihnen keine Filmchen und Unterhaltung gibt, argumentiere ich in der FAZ:
Nach meinem Empfinden ist die FDP ja auch eine Art Erstwählerpartei, für Leute, die noch nicht aus Erfahrung wissen, wie der Hase der Klientelpolitik nachher gegen sie läuft. Aber diesmal gibt es ja mit den Piraten zwar keine Alternative (und die Schramm von der FDP in Berlin wird sich vielleicht ärgern, dass sie nicht doch in Bonn geblieben ist, jetzt einen weichen Landtagssessel verpasst, und statt dessen bei der Wahl zum BoVu eine vor das U-Boot-Schott bekommt), aber das wird denen, die sie wählen, auch egal sein.
Weil die Piraten zwar keine gscheide Politik bieten, aber was sie an Politik haben, passt halt genau zu dem, was die Leute im Internet wollen, wenn man ihnen keine Filmchen und Unterhaltung gibt, argumentiere ich in der FAZ:
donalphons, 10:23h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 15. März 2012
Die einen und die anderen
Wir werden einmal intensiver darüber reden müssen, ob dieses Land nicht eine gefällige Illusion zur Vertuschung des Umstandes ist, dass es längst zwei oder drei Länder gibt, die kulturell absolut nichts mehr miteinander zu tun und auf ihre Art damit die Klassengesellschaft überwunden haben.
Vielleicht fangen wir bei dem an, was hinten raus kommt, oder auch nicht: Bei der Rente, in der FAZ.
Vielleicht fangen wir bei dem an, was hinten raus kommt, oder auch nicht: Bei der Rente, in der FAZ.
donalphons, 00:25h
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