: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 31. August 2005

Toller Berater

Wer mal am Münchner Flughafen ist, sieht bei der Abfahrt eine ziemlich leere Investitionsruine - das Siemens Center of E-Excellence. Hier war es, wo Heinrich von Pierer im Oktober 200o den Spruch von der "New Economy with Substance" absonderte. In der Folge wurden da draussen innovative Firmen angesiedelt, an denen sich Siemens als Corporate VC beteiligt hatte. Wie sich schnell zeigte, hatte auch diese New Economy keine Substanz. Deshalb steht das Ding auch leer, die anderen angekündigten Center für die Zukunft wurden nie gebaut.

Ich vermute mal, dass Herr v. Pierer sicher nicht geiziger wird, wenn er plötzlich keinem Aufsichtsrat und keinen Aktionären für Fehlplanungen mehr Rechenschaft ablegen muss, sondern alle Pleiten hintenrum mit einer inkompetenten Merkel abquatschen kann. Soviel dann auch zum Thema Subventionsabbau. Profitieren wird aber ganz sicher die Catering-Branche, denn sowas braucht gut gelaunte Medien, und so ein guter Journalist kostet auch heute noch ein gutes Mittagessen. Wenn schon kein Job als PR-Mitarbeiter rausspringt.

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Guten Morgen

Bitte erst den Tee runterschlucken, bevor der Link angeclickt wird. Danke.

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Sonntag, 28. August 2005

Is it a Rush Limbaugh? Is it a Ratzinger?

„Der Vater findet seine Identität, wenn er die ökonomischen Grundlagen der Familie beschafft und die Kinder in ihrer Zugehörigkeit zu Familie, Staat, marktwirtschaftlicher Ordnung, Kulturgemeinschaft und Kirche erzieht.“

No! Look! It´s a Flat-Tax-Kirchhof! (Danke Nico. Disclaimer: Vorwärts, Nico und Don rotzen parteipolitisch in die gleichen rechten Spucknäpfe, auch wenn sie es so vielleicht nicht sagen würden.)

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Ikea/Bitterfeld

Spanplatte, Hartfaserplatte, Eschenfurnier, Beize, klarer Acryllack, Füllung/Distanzmaterial: Papier, ABS-Kunststoff, Acrylfarbe, Untergestell: Stahl, Polyethylenpulverfarbe, Polypropylen, Pigmentierte Pulverfarbe, Pigmentierte Pulverbeschichtung auf Epoxidharz-/Polyesterbasis, gehärtetes Glas, Folie.

Material von Ikea-Couchtischen. Wohnst Du noch oder lebst Du schon auf der Giftmülldeponie?

Ach so, ja, ab und an auch massive Kiefer, aber womit das junge Holz behandelt wurde, damit es nicht harzt, steht nicht dabei.

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Freitag, 26. August 2005

Ich war eine Strasse

Und in ein, zwei Tagen wird es auch wieder eine Strasse sein.



Das war´s mit dem Flut Content für 2005. dank globaler Klimaerwärmung und der umsichtigen Politik der Bayerischen Staatsregierung sowie der Einlullung durch die Bayerischen Staatsfunkorgane dürfen wir uns aber weiterhin auf solche Bilder freuen - wer weiss, vielleicht schon nächstes Jahr.

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Donnerstag, 25. August 2005

Nachts unter den steinernen Brücken

oder Katastrophenalarm ohne Action. Denn auch Meldestufe 4 ist immer noch träge. Selbst wenn da Rauschen, das man heute Nacht noch in einem Kilometer Entfernung hören konnte, ein wenig bedrohlich klingt. Man kann einfach nur dasitzen und zuschauen. Bei 1700 Kubikmeter in der Sekunde kann man sonst ohnehin nichts machen.



Für mehr Bilder bitte hier clicken.

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Die Lethargie des Katastrophenalarms

Ein halbes Dutzend Sandsäcke liegt an den Bänken zwischen den Radwegen. Noch hat niemand die Beleuchtung in dem futuristisch gedachten Tunnel ausgeschaltet, nur im Wasser sind die Laternen ohne Licht.



Im Licht der Scheinwerfer und im fahlen Dunst erscheint die Flut in ihrem rasenden Tanz Richtung Osten wie eine orangebraune Glaspaste; als würde ein dünnflüssiger Lavastrom sich seinen Weg in die Stadt bahnen, um alles zu vernichten - aber nichts passiert. Nur weiter unten bedroht der Fluss eine Raffinerie.



Nur ein paar Uferwege stehen unter Wasser. Später kommen dann zwei junge frauen vorbei, die hier, wo das Wasser seicht und fast ohne Strömung ist, ihren Hund ein frühmorgendliches Bad machen lassen. Wahrscheinlich wissen sie nicht, wie unsagbar dreckig das Wasser ist.



Unter der Brücke ist nicht mehr allzu viel Platz. Ein Meter noch, und man müsste die Radwege sperren. Zwischen den Radwegen ist an der niedrigsten Stelle eine Verbindung aus Stahlgittern. Man kann genau von oben auf die Stelle schauen, wo die Strömung am Schnellsten ist. Es ist kein angenehmer Anblick, während das Rauschen in den Betonträgern widerhallt.



Weiter unten wird es an einer Unterführung langsam kritisch. Wenn man über die Brüstung greift, kommt man leicht bis zum Wasser hinunter. Aber noch hält der Beton, auch wenn der Druck sehr hoch sein muss.



Danach sind Altstadt und die besseren Viertel gerettet. Was hier angekommen ist, ergiesst sich weiter unten in einen Überflutungsraum. Ab 6,3 Meter ist dort Land unter, im Moment steht der Pegel bei 6,48 Meter.



Bislang ist es nichts als ein grosser breiter Fluss, der noch nicht mal die Leichen meiner Feinde vorbeitreibt. Aber die Isar aus München fliesst ohnehin erst bei Deggendorf in die Donau.

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Mittwoch, 24. August 2005

Gaffer Content

So ersaufen überdurchschnittlich kluge Bevölkerungsteile! Das grosse Donauhochwasser 2005 jetzt im Porcamadonna-Sparabo für Dein Handy! Schicke eine SMS mit Donau 1 für den roten Renner in der beinahe überfluteten Unterführung! da macht das Rasen doppelt so viel Spass!



Schicke Donau 2 für den stimmungsvollen Weltuntergangsstrudel an der Staustufe, so braun und stinkend wie die Hirnscheisse eines judenanschleimenden Neocon-Bloggers!



Schicke Donau 3 für die coolen Gaffer auf dem abgesperrten Weg und freue Dich an der Erkenntnis, dass sich überdurchschnittlich kluge Bevölkerungsanteile vom THW und ein paar Verbotsschildern garantiert nicht aufhalten lassen!



Das grosse Donauhochwasser! Jetzt nur für kurze Zeit nur bei Porcamadonna Mobile Content!

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Frontlinie

Rechts ist die Siedlung, links der Auwald. 1999 fehlten nur ein paar Zentimeter zur Katastrophe. Momentan drückt es das Wasser in den tiefer liegenden Bach.



Es kommt ganz langsam, sehr ruhig, aber stetig. Überhaupt kein Vergleich zu dem, was in den Alpen passiert. Aber es kommt. In den Kellern werden schon jetzt die Wände feucht. Es ist sehr still geworden. Keine Vögel mehr, auch die Hunde sind ruhig. Tiere merken, dass da etwas kommt.

Und es regnet wieder.

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Mittwoch, 24. August 2005

Überschwemmungsgebiet

Das Wasser des Flusses drückt sich in die Erde und quetscht das Grundwasser heraus. Überall in den Niederungen, aber auch mitten in der Stadt steht feiner Nebel, 40, 100 Meter hoch.



Und was man bisweilen vergessen könnte, wird plötzlich wieder klar: Es ist ein alter Sumpf hier unten, die Erde ist schwer, schwarz und klebrig. Die Luft ist voller Bosheit, sie frisst sich in die Menschen, sie macht ihnen Angst, und die Katzen werden misstrauisch. Es liegt in der Luft, etwas altes, fauliges, Lebensfeindliches kommt aus der Erde, es ist fast mit Händen greifbar und stickig, und dainter sucht sich der Fluss und seine braune Flut den Weg durch das Erdreich. Er kommt. Die Frage ist nur, wie weit er kommt.

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