: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Donnerstag, 11. März 2010

Der alte Mann und seine Krückstöcke

Seitdem ich am See wohne, bin ich, und das wird mir von allen ausser von den Web2.0-Pinschern aus ihrer vesifften Drecksgosse bestätigt, ein eusgeglichener Mensch; negative Gefühle sacken zusammen wie zu pudriger Schnee.



Ich freue mich zunehmend an kleinen Dingen und sehe darin das Grosse: für die einen mag es ein Waldweg sein, aber für mich ist es der Lebensweg fern aller Belästigungen



Ich glaube auch nicht, dass es je ein gemälde, ein Bild, eine Kunst geben kann, die so ist wie ein kalter, sonniger Wintermorgen am Berg.



Es mag wie der immer gleiche Blick erscheinen, aber es ist nie gleich, immer scheint es anders zu sein; das sind die Kleinigkeiten, auf die man achtet, wenn man nicht in den tatsächlich meistens gleichen Städten eingesperrt ist.



Ausserdem ist meine Kantine da oben auf dem Berg auch gar nicht so schlecht, und die Luft ist sehr, sehr viel besser.



Insofern macht es mir auch nichts aus, wenn ich ein alter Mann bin, alte Kleidung trage und mit zwei verbundenen Krückstöcken den Berg hinauf keuchen muss.



Auch in dieser betagten Form noch geht es natürlich bergab weitaus schneller; selbst wenn ich zufrieden die Beine hebe und es einfach nur laufen lasse.



Wobei, gestern habe ich mal auf die Uhr geschaut und muss sagen: Auf so einem richtigen Rennkrückstockpaar macht man auch aus Jüngeren spielend Apfelmus, wenn man nicht in die Scheewehen rauscht.



Am Abend bin ich dann zum ersten mal knapp unter 4:30 Minuten geblieben. 55 Minuten hoch, 4,5 runter. Und alle Momente sind traumhaft schön.

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Zue friedlich?

Zu viel Rodelherrlichkeit, zu viel Licht auf gleissenden Bergspitzen, zu viel wirbelnder Schnee unter Stahlkufen?

Nun, dem kann abgeholfen werden, denn unter der harten Rodelschale liebt der brettharte Blogbarkern, und der wiederum beschäftigt sich mit der Frage, wie man das Pack, das nach dem Versagen der Netzideen gerade wieder die Realität zu entdecken und als Geschäftsmodell zu entwickeln versucht, dorthin zurückkickt, wo er hergekrochen ist. Die sollen mal schön in ihren kässlichen Virtualitäten bleiben und nicht behaupten, die Realität wird besser, wenn man Pinscher wie sie diese Virtualität drübernageln lässt.

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