Montag, 12. Dezember 2005
Sonntag, 11.00 Uhr, Kastanienallee

In solchen Momenten ist die Kastanienallee nicht mehr die allseits gelobte Castingallee, sondern nur eine müde, runtergekommene Passage im strahlenförmigen Strassennetz, an der noch immer viel an die hier Ende April 45 langmarschierenden russischen Stosstrupps erinnert. Irgendwo dahinten kommt Polen, Russland und Sibiren, wo das Kontinentaltief entsteht, das die Stadt für die nächsten Monate umklammert halten wird.
Die Stadt hat dem nicht viel entgegen zu setzen. Irgendwas hat sich im letzten Jahr verändert, es sind weniger Leute da, die Lokale werden an diesem Tag nicht voll, und schon um 2.34 Uhr wirft man uns als Letzte aus dem 103, nachdem es schon gegen ein Uhr gähnend leer war und sich niemand daran störte, dass der hagere Kellner im Kleindealerlook ein Beethovenkonzert auflegte. Im Greenwich sind die Lederpolster erkennbar zerschlissen, und die weissen Kuben am Rand der langen Bank müssten mal frisch lackiert werden. Und alle Frauen, die sich zitternd an die Heizkörper drängen, reden von ihren Wünschen nach Pelzmänteln in dieser verkommenden Stadt, die an der Kippe zur Aufgabe steht, in der die Fenster dunkel bleiben und die Jüngeren noch, dumm wie sie sind, in bauchfreien und ärmellosen Winterpullis die Grundlage für spätere chronische Bronchitis legen.
Das hier ist kein Platz, an dem man die nächsten 5 Monate sein sollte.
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Dirt Picture Contest- Do and Don´t
Da haben wir also links im Vordergrund, vor der Fensterfront eines aufgelassenen Lokals, das ohne Provision zu vermieten ist für jeden, der die verschmierten Scheiben putzen und das Innere entrümpeln will:

Ein Kasten San Pelegrino. Die Marke verrät einen gewissen 80ies-Habitus, als die Flaschen mit dem roten Stern bei den Anhängern des Russenschick erfolgreich die deutschen Überkingers (klingt der Name nicht schon per se faschistoid?) ablösten. Der Kasten ist fast ganz gefüllt, sogar die Verschlüsse sind wieder auf den Flaschen, und er wurde raumsparend in den Rücksprung vor der Ladenfront geschoben. Vorbildlicher kann man als asoziales Dreckschwein eigentlich gar nicht sein, denn irgendwann kommt sicher ein Mensch mit Finanzproblemen, der den Kasten mitnimmt und das Pfand kassiert. Wir haben es hier eindeutig mit einem Fall von Luxusverwahllosung zu tun.
Inferior in jeder Hinsicht dagegen ein paar Meter weiter: Direkt an der Ausfahrt steht eine leere Flasche billigster Doppelkorn. Ein Vollrausch wird kaum billiger zu bekommen sein, die Flasche jedenfalls ist geleert und hier dann deponiert worden. Es wird nicht lange dauern, bis die nächste asoziale Radausau die Flasche einfach zu zum Spass in die Einfahrt tritt, wo sie an der Tür zerschellt und die Scherben die Reifen der ahnungslos rausradelnden Studentin zerstechen werden, die dann fluchend das Rad in den Hof pfeffert, wo es ohne Funktion die nächsten drei, vier oder mehr Jahre vor sich hin rosten wird, um so zum typischen Charme Berliner Hinterhöfe beizutragen.
Man sieht: Ein gewisses soziales Niveau findet immer seinen Ausdruck, und sei es auch nur in der Art, wie der Lebensraum Berlin und der inneren Verfasstheit seiner Bewohner angepasst wird.
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 11. Dezember 2005
Pelz
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GO to hell YA Goya
Sehen wollte sie es schon mal, meine kleine Schwester. Vielleicht auch mal reinschauen, aber erst mal vorbeifahren. Was wir auch so gegen 22 Uhr taten. Auf den Türmen des Goya-Gebäudes fummelten zwei Lichtfinger in den weichen Nebel hinein, als ginge es um das Aufspüren britischer Bomber.
Kurz, das Goya wirbt mit den billigen Tricks einer Autobahnsico im Bayerischen Wald. Keine Nobeldisco hat sowas nötig. Und kaum ein Gast, der für einen Abend regelmässig 10 Euro auf den Tisch legt, wird von solchen plumpen Methoden angezogen.
Anziehend wirkt das eher auf die Prolls, und die verscheuchen eher die guten Leute. Die Flakscheinwerfer sind sowas wie das letzte Aufgebot im Kampf um die Gunst eines Publikums, das gehoben sein und 1400 Köpfe zählen sollte. So geht das nicht. So wird das eine Riesenpleite, denn wenn die Poser und Prolls erst mal begreifen, dass sie für 10 Euro Eintritt unter sich sind, werden sie auch ausbleiben. So wie wir, heute Abend und für immer. Und so beginnt das Ende vom Goya, bevor es überhaupt einen Anfang gab.
Gute Clubs erkennt man an der guten Türe, und nicht an den Scheinwerfern.
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Samstag, 10. Dezember 2005
Dirt Picture Contest- ein alter Bekannter

Doch niemand scheint sich in dieser Strasse daran zu stören; käme die Stadtrerinigung, gäbe es vielleicht einen Aufstand der Anwohner, wie man es wagen könne, ihr geliebtes Strassenmöbel zu entfernen und als Müll zu betrachten, schliesslich gehöre sich das so, das Ding sei schon immer da und hätte Gewohnheitsrechte, wenn das so weitergehe, würde das Abendslum untergehen und vielleicht sogar noch die Berlionförderung ein gestellt.
Und das wäre doch schlimm, dann könnten irgendwelche grossen Blondinen mit weissen Cowboystiefeln nicht mehr um 3 Uhr nachts in einem Wartehäuschen ein kleines Besäufnis mit ihren Bierflaschen machen, sondern müssten sich vielleicht überlegen, was anderes zu machen, das kann doch keiner wollen, und darum bleibt hier alles wie es ist, mit Cowboystiefeln und Kühlschränken.
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Freitag, 9. Dezember 2005
Bayerische Beharrlichkeit
*und sollte ich auf dem Weg ein hässliches Nuttenflitscherl Typ "Prollassischaukel" von der Art und der Farbe sehe, mit dem so eine dreckige Puppe angibt, dann...
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Noch 5 Tage
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Ein Ring sie zu einen

Später dann, als ich mit Vollgas die falsche Abzweigung in meinem Leben nahm, als ich die Gedanken nicht abschalten konnte und der Schlaf auch nach der zweiten durchgearbeiteten Nacht nicht kam, bin ich oft hier rausgefahren, auf die lange, immer leicht gebogene Strasse ohne Kreuzungen, nicht um zu rasen, sondern einfach nur um zu fahren, Musik zu hören und den Kopf frei zu bekommen.
Meistens hat es geholfen. Es war vielleicht nicht umweltfreundlich, andere haben einfach die passenden Pillen eingeworfen, eine für den Schlaf und dann am Morgen eine für das Lächeln, aber zum Glück war ich nie so drauf. Manchmal hatte ich auch ein paar gute Ideen auf dem Asphaltband, auf dem die Lastwägenzu ihren Zielen donnerten, Italien vielleicht, ein Grossmarkt oder auch eines der Bordelle, die sich hier wie rote Granate an einer Silberkette entlang zogen.
Weil der Mittlere Ring nicht das Ende der besseren Viertel, sondern eher der Anfang des Speckgürtels ist, ist die Aussicht angenehm; es geht entlang an Friedhöfen, dem Wald des englischen Gartens hinauf zu den Metasthasen der Büroarchitektur, die man 99 für Menschen wie mich geplant und gebaut hat, ohne zu ahnen, dass es diese Menschen nicht mehr gab, wenn noch nicht mal das Fundament fertig sein würden. Es ist der seltene Fall einer Stadtautobahn, die die Stadt mehr eint als zerschneidet, an ihr ist alles, was die Stadt ausmacht, und trotz allem ist sie irgendwie bei aller technischen Kälte schön, was man vom Berliner Ring nicht sagen kann, den ich noch heute Nacht unter die Räder nehmen werde.
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Donnerstag, 8. Dezember 2005
Hell freezes over
Peter Turi. Der New Economy Net Business Turi. Anders vielleicht, als ich geahnt hatte. Allerdings ist auch schon das Wort "Journalismus 2.0" gefallen.
Fuck Luzifer, was soll der Scheiss?
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Schwäbische Sparsamkeit

Nach dem allem und noch viel mehr, was nicht blogtauglich ist, gingen wir dann nach oben zu der schon vorher nicht wirklich interessierten Käuferin. Die Idee war, sofort und auch gern bar zu zahlen oder zu überweisen, kein Blabla, kein Gerede oder Aufwand, aber dafür ein Rabatt, wie er in solchen Fällen nun mal üblich ist. Zwichen 3 und 8%.
Geboten wurden 90 Euro Rabatt. 90, nicht 900 oder 9000. Und dabei blieb es. Ich hatte ja schon öfters Probleme mit Leuten aus dieser Region und der lokalen Sparsamkeit, aber die 90 Euro waren, vorsichtig gesagt, überraschend. Und so fuhren wir dann zurück in die Munich Area, wo man Geschäfte zu machen versteht. Und vielleicht auch noch was anderes angeboten bekommt als einen selbstgezapften Plastikbecher Wasser, beim Kauf eines Wagens, der mehr als 40.000 Euro kostet. Ich war nicht entsetzt, eher bestätigt, aber wenn alle Mercedes-Niederlassungen so sind wie der Verkauf in Stuttgart, dann sollte ich schleunigst
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Vorsprung durch Esstechnik
Consulter sind nicht mehr das, was sie früher waren.
Businesslunch ist auch nicht mehr das, was es mal war.

Daran ändert auch die Firmenkarre mit den vier Ringen nichts mehr.
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Mittwoch, 7. Dezember 2005
Mit der kleinen Schwester nach Schwaben
Und ich glaube nicht, dass jemand Lust auf die "Ton Ein"-Version hat. Ich eigentlich auch nicht wirklich.
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Real Life 03.12.05 - Teacanned
o.6 Meter langen und mit Beleuchtungsmittel 0.7 Meter hohem silbernem Tischkerzenhalter in Form eines röhrenden Hirsches
rechtfertigt. Im Geschäft war der Hirsch mit Goldflitterkerzen ausgestellt und sah in dem ohnehin üppigen Ambiente nicht allzu brutal aus; als Präsent gerade mal so daneben, dass es nicht bösartiger sein würde als drei Tage Wellnessurlaub in Bad Gögging für Senioren. Daheim in ihrer neuen Wohnung, inmitten von relativ modernen Möbeln, entfaltete das Vieh dann seine ganze Hässlichkeit, und sofort war klar: Das unter den Weihnachtsbaum der Ex-Schwiegermutter, und zwei Clans der kleinen Provinzstadt hätten Anlass zu einer mittelpächtigen Vendetta. Und das, nachdem sich zumindest die Eltern des geschiedenen Bräutigams dazu durchgerungen haben, die Trennung zu akzeptieren - schlimmer wäre es ja gewesen, Iris wäre bei ihm geblieben und wäre dann trotzdem dauernd mit - kleines, scharfes Luftholgeräusch - "dem" unterwegs. Der da mit seinen Büchern und seinen frechen Bemerkungen im Konzertverein. Der da, der du bist.
Zumindest diese Woche sind sie von dir befreit, denn du bist in München. Und am Samstag Abend ist Iris in der Stadt, später geht es mit ihren Eltern ins Gärtnerplatztheater, Gräfin Mariza, und davor geht sie Suche weiter nach dem passenden Geschenk für die unpassende Gelegenheit. Durch die Kälte der späten Nachmittags geht ihr durch Schwabing, die Belgradstrasse hinauf Richtung Norden, vor den Schaufenstern verweilend und nachdenkend, was denn nun angemessen wäre. Eine silberne Teekanne zum Beispiel hätte den Vorteil der Wertbeständigkeit, denn die gewesenen Schwiegereltern trinken nur Kaffee, da würde der Kanne nie etwas zustossen, alles wäre, bliebe fein und ohne Dellen bis in alle Ewigkeit.

Oder ein Tablett mit der Gravur "Zum Abservieren - von Eurer Ex-Schwiegertochter Iris", schlägst du vor, und noch ein paar andere Gemeinheiten. Eine Zuckerdose voll mit Süssstoff etwa, als dezenter Hinweis und Gesundheitsvorsorge. Oder Austernngabeln, um dann später in der Konzertvereinspause zu hören, dass diese Leute damit den Kuchen in sich reinstopfen. Oder Krebsmesser. Und dann, wenn die Frage kommt, was das ist lächelnd sagen, dass es Toilettbesteck ist, mit den Zinken säubert man die Fingernägel und mit den Schäufelchen kratzt mn die Ohren aus.
So schlimm, meint Iris, bevor Du die Sach mit den Schneckenzangen als Mösenöffner bringen kannst, seien sie dann doch nicht. Im Prinzip sei ja alles glatt gelaufen, das Problem sei eher er und seine unerträgliche Schwester, die Anrufe, die ab und zu mal kommen und die Selbstverständlichkeit, mit der da weiterhin Ansprüche geltend gemacht werden. Sie werde schon noch sehen, wohin sie das bringt, aber er wäre bereit, ihr zu vergeben.
Das sind sie ja immer, der grosse Traum von der zurückkriechenden Frau, die draussen die Hölle mitgemacht hat, Maria Magdalena in der Kleinstadtversion, die dann Kinder kriegt und mit diesen konservativen Namen versieht, Antonia, Mechthild oder Gerlinde, und sie dann später bewusst in die Schulen mit den durchgeknallten Lehrern und dem üblen Ruf stecken, damit aus denen mal was wird, oder zumindest einen ordentliche Ehefrau und Reproduktionsmaschine. Unconditional Surrender hiess das unter anderen Bedingungen, und gerade der Winter, wenn es kalt und einsam ist, ist die grosse Zeit der Rückfälle. Vielleicht solltest du sie mit jemandem verkuppeln, der ältere Sohn der G.s zum Beispiel ist gerade wieder zu haben, der ist nett, ein bisschen dumm, sicher gut im Bett, hiess es zumindest früher, und jederzeit wieder absägbar.
Dann geht ihr zurück durch die Strassen des Viertels, vorbei am Vorstadtcafe und am La Boheme, und bei einem Kleiderladen, da bleibt sie stehen und will kurz rein, da, wegen dem blauen Kleid, ein mittellänges, halbdurchsichtiges Nichts mit meerjungfrauschillernden Pailetten. Sie probiert es an, und es bricht dir fast das Herz zu sagen, dass es eher was für Blondinen ist, es ist zu hell für ihren dunklen Typ, und als sie eingeschnappt zurück in die Kabine geht, da betrachtest du ihre Schultern, ihre Bewegungen, und beschliesst, ihr nachher, vielleicht, zu sagen
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Dienstag, 6. Dezember 2005
Grosser 20six-Tag heute,
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Linktrackbackschleimer & Textsauger CIO-Blogger
für sein Teil zu saugen. Der Mann ist inzwischen auch hier aufgeschlagen und hat sich einerseits mal eben die Hälfte dieses Eintrags geklaut.

Und nicht genug damit, er hat auch noch einen inzwischen gelöschten "manuellen Trackback" gesetzt:

Sein "CIO-Weblog" mit Schwerpunkt auf Web2.0 gehört zum kommerziellen Netzwerk von Thorsten Jacobi, dessen von einem 20six-Gründer mitfinanzierter Service "Creative Weblogging" schon mit einem recht dreisten Umgang mit den Ideen anderer Leute aufgefallen ist. Das Zitat im CIO-Blog ist in dieser Form nicht durch das Urheberrecht gedeckt, und auch nicht durch mein Creative Commons: "Keine kommerzielle Nutzung. Dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden."
Herr CIO-Blogger Wolfgang Müller, der sie so schnell ihre Artikel mit den Texten anderer Leute zusammenkopieren und damit erkennbar finanzielle Zwecke verfolgen: Halten Sie sich an die Regeln, nehmen Sie das Zitat raus, aber fix. Und suchen Sie Ihre Stories woanders, aber nicht mit mir als Contentlieferanten. Sonst schicke ich Ihnen mal eine Rechnung und ein nachdrückliches Begleitschreiben.
Hat sonst noch jemand Fragen, wie die Jungs das neue dolle Web2.o auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg machen wollen?
+++Update: Na wer sagt´s denn: Er hat es gelöscht, jetzt ist "sein" Beitrag nur noch zur anderen Hälfte von jemand anderem. Dafür haben die üblichen Donhasser jetzt einen neuen Freund.+++
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Hondasweetmission2hell

Hondasweetmission ist eine Art globalisiertes Multiuserblogshowcase mit automatischen Podcasts und Audiokommentaren und jeder Art von Zukunftstechnologie und komplett Flash, das auch mit DSL locker zwei, drei Minuten zum Laden braucht. Aber spätestens, wenn wir alle koreanische Anschlusse mit 100 mbit Download haben, wird das auch in Berlin flutschen, wo es angeblich fünf Mädels gibt, die den Leser mit "Ciao. Guten Tag." begrüssen. Nettigkeit am Rande: Die Griechin ist ein Köter - vielleicht haben die beim Coden ja ein paar türkische Subunternehmer gehabt. Ansonsten soll es das Gebrabbel japanischer Sekretätinnen sein, die rund um den Globus von ihren Erfahrungen erzählen.
*ein Spruch, den ich jedem Web2.0-Apologeten gerade bei koreanischen und japanischen Partnern zu zitieren raten würde, denn so wird man schnell zum Freund.
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Aus gegebenem Anlass
20six sucks immer noch. Und wegen der News: Abgesehen davon, dass die Titelseite und die zweite Seite heute eine einzige Anzeige für eine Bonuskarte sind - wer soll für sowas eigentlich Geld ausgeben, wenn schon auf der ersten Seite ein popliges Anzeigenblättchen mehr Inhalt hat - verfügt das Blatt insgesamt über geschätzte 2 Seiten Werbung. In der Vorweihnachtszeit, wo andere gar nicht mehr hin wissen mit der Werbung. Entweder zahlt sich Holtzbrinck für diesen Versuch dumm und dämlich, oder die Kosten für Autoren, Druck und Vertrieb können mit den günstigeren Regionen Nordwestchinas konkurrieren - und das in Frankfurt.
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Webstats4U gelöscht
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Montag, 5. Dezember 2005
Auf der Suche im wiedergefundenen Antiquariat
Glücklicherweise gibt es jetzt Ersatz. Der damalige Gründer macht weiter, gleich um die Ecke, mit dem annähernd gleichen Programm zwischen Kunstgeschichte, Kochbüchern und Nacktphotobänden, wie man das von einem notorischen Langhaar und Lederhosenträger jenseits der 60 erwarten kann.

Er liegt nur nicht auf dem Weg zum Bäcker. Es gibt daher zwei Möglichkeiten: Entweder ich suche mir einen neuen Bäcker, oder ich entschliesse mich, einen grossen Umweg zu laufen, weil ich panische Angst habe, im (in Liquide kurz negativ erwähnten) Japaner um die Ecke widerliche Startupper bei der Sushiblamage zu sehen, und komme so zufällig beim Antiquariat vorbei. Beim Heimweg vom Bäcker könnte ich dann auch noch bei einem anderen Antiquariat vorbei. Klingt gut, ich glaube, ich bekomme gerade Panik.
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Die Verhelmholtzplatzisierung der Maxvorstadt
Als ich hier als junger Student eingezogen bin, säumten drei günstige Antiquariate den Weg zum Bäcker - der letzte hat vor einem halben Jahr zugemacht. Statt dessen gibt es einen Laden für Luxusbücher, aber das ist nicht das Wahre für den schnellen Kauf. Einzelhändler halten sich nur noch dort, wo ihnen der Laden oder das ganze Haus gehört - dann ist es aber nur der Widerwillen gegen das Aufgeben, der sie hält, die Mieten alleine dürften für einen Lebensabend beim Golfen ausreichen. Das interessiert so einen alten Metzgermeister nicht weiter, aber seine Tochter hat dann den Stecker gezogen.
Die Golfer sind aber längst da; in einen wenig schönen Flachbau der 50er hat man unten Arkaden eingebrochen und obendrauf Luxuswohnungen gesetzt, was generell nochmal zu einem Wertzuwachs der Wohnungen im Umfeld führte. Die sich damit eigentlich kaum ein junger Mensch mehr leisten kann, bei Mietpreisen von 17 Euro oder mehr pro Quadratmeter, oder 4000 beim Kauf - will sagen, im besseren Teil des Weddings bekommt man für 8 Quadratmeter Schwabing 50 Quadratmeter. Weshalb das Viertel zwar äusserlich zwar von jungen Menschen besucht, innerlich aber zunehmend von alten Leuten und einem gewissen "Businessclientel" bewohnt wird.
Für die machen dann in den aufgegebenen Läden noch mehr stylische, leicht berlinerisch anmutende Bars auf, die alle 10 Monate dicht machen, um sich einen neuen Look zu verpassen. Muss man tun, um weiterhin die Preise zu rechtfertigen, die um den Faktor 2 bis 3 über dem der Kastanienallee liegen. Darin ist das überall immer gleiche Publikum, das überall in diesen Vierteln existiert, vielleicht ein wenig reicher als anderswo, und nur abgerissen, wenn es lässig aussehen soll. Wenn da sehr viel mehr Dreck auf den Strassen wäre, könnte man glauben, sich in einem Lokal in einer durchsanierten Strasse am Helmholtzplatz zu befinden. Sogar der Name "Felix" der neuesten Bar - früher eine Galerie, die nicht gut gelaufen ist - klingt irgendwie nach Nordosten.
Wenn das so weitergeht, dann ist das Viertel irgendwann richtig lebensfeindlich.
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Ladies beware: Schweincontent
[ ] Creative sind generell zu blöd zum ....
[ ] Gut, dass der Senior nach 3 Jahren Pr0nfilmen den ersten Sextestlauf vor dem Unvermeidlichen mit Praktikantin Tanja erst mal hier hatte - das zielen üben wir noch mal, und nicht ganz so brutal stossen!
[ ] So sieht Total Commitment bei der Selbstbefriedigung aus.
[ ] In dem Laden gibt es Selbstbezichtigungs- und Bestrafungsrituale, die an den Lessons learned der Chinesischen Staatskulturrevolution orientiert sind.
[ ] Wenn man schon kokst und sich danach einen runterholt, sollte man den Spiegel oder die Rasierklinge weglegen.
[ ] Da hat jemand den Begriff dynamische Powerpointpräsi falsch verstanden und zu sehr Gas gegeben.
Actually, I still don´t get it. Sorry für diesen Content, liebe Leser, aber ich begreife das auch 20 Stunden nach dem Photo nicht.
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