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Mittwoch, 6. Dezember 2006
Rotfront!
Angesichts der Entwicklungen in den letzten Wochen und der Geschehnisse im StudiVZ ist eine Zusammenarbeit zwischen fzs und StudiVZ jedoch nicht mehr möglich. In einem Gespräch Ende dieser Woche wird den Betreibern von StudiVZ dargelegt werden, wie der fzs die Vorwürfe gegen StudiVZ bewertet und das wir von einer Zusammenarbeit unter den gegebenen Umständen absehen werden.
Das ist schön deutlich, auch wenn ein ß beim letzten "das" fehlt. Ich muss mich nun doch nicht dafür schämen, Streikrat und Fachschaftssprecher gewesen zu sein.
Das ist schön deutlich, auch wenn ein ß beim letzten "das" fehlt. Ich muss mich nun doch nicht dafür schämen, Streikrat und Fachschaftssprecher gewesen zu sein.
donalphons, 23:08h
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Isarblick vs. Seeblick
Möglicherweise werde ich demnächst eine gewisse Entscheidung treffen müssen; grob gesagt zwischen diesem Blick auf die Isar

und diesem dramatischen Blick in den Sonnenuntergang über der Ebene, hinter deren Wäldern der tiefblaugrüne See liegt.

München ist, zumindest bei kurzen Besuchen, immer wieder umwerfend schön, es ist gross, es gibt gute Buchhandlungen und wenig Nebel. Gleichzeitig ist es bestürzend teuer und hat eine miserable jüngere Vergangenheit, gegen die die miserable ältere Vergangenheit der Provinz, an die mein Haus erinnert, angenehm weit entfernt ist. Möglicherweise geht beides, vielleicht wird es nur ein ungenügender Kompromiss.
Vielleicht sollte ich einfach ganz wegziehen, so wie der erste Internetmensch, den ich kennengelernt habe, 1995 in Italien. Ein Berater, der das meiste von einem Turm aus hoch über der Küste gegenüber von Elba gemacht hat. Ich fand das super, da sass er in seinem Olivenhain im Winter, es war warm, vor ihm stand ein Tisch mit Notebook, und so arbeitete er. Als ich dann selbst in dieses Geschäft eintrat, dachte ich, irgendwann müsste doch auch sowas mit Turm und Blick auf die alten Etruskerstädte möglich sein. Es hatte damit so viel zu tun wie reale Archäologie mit Indiana Jones, aber hey, die Idee war zumindest super.
Irgendwann.

und diesem dramatischen Blick in den Sonnenuntergang über der Ebene, hinter deren Wäldern der tiefblaugrüne See liegt.

München ist, zumindest bei kurzen Besuchen, immer wieder umwerfend schön, es ist gross, es gibt gute Buchhandlungen und wenig Nebel. Gleichzeitig ist es bestürzend teuer und hat eine miserable jüngere Vergangenheit, gegen die die miserable ältere Vergangenheit der Provinz, an die mein Haus erinnert, angenehm weit entfernt ist. Möglicherweise geht beides, vielleicht wird es nur ein ungenügender Kompromiss.
Vielleicht sollte ich einfach ganz wegziehen, so wie der erste Internetmensch, den ich kennengelernt habe, 1995 in Italien. Ein Berater, der das meiste von einem Turm aus hoch über der Küste gegenüber von Elba gemacht hat. Ich fand das super, da sass er in seinem Olivenhain im Winter, es war warm, vor ihm stand ein Tisch mit Notebook, und so arbeitete er. Als ich dann selbst in dieses Geschäft eintrat, dachte ich, irgendwann müsste doch auch sowas mit Turm und Blick auf die alten Etruskerstädte möglich sein. Es hatte damit so viel zu tun wie reale Archäologie mit Indiana Jones, aber hey, die Idee war zumindest super.
Irgendwann.
donalphons, 23:00h
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Das Ekzem
Bei Kaut Bullinger nehme ich neues Briefpapier meiner üblichen Marke G. Lalo, das heute in der kleinen Stadt nicht mehr zu bekommen ist, dazu noch 25 Umschläge, und reihe mich in die Schlange der Wartenden ein, die Waterman-Füller, Montblanc-Geldbörsen und in einem Fall einen Geschenkgutschein erwerben. Dieser junge Herr ist mir vorhin schon aufgefallen, er schaute nervös und fahrig das angebotene Briefpapier durch, hielt auch G. Lalo in Händen, legte es wieder hin, begutachtete die Erzeugnisse von Rössler, kam zu keinen Entschluss. Dabei ist es so einfach, man kann hier nichts falsch machen, aber dieser Young Urban Professional hatte nicht das, was Felix Krull seinerzeit hatte: Ein mit viel Zeit vor Schaufensterauslagen geschultes Empfindes für den richtigen Kauf. Tradition ist etwas, das man niemanden in einem schnellen Schmalspurstudium beibringen kann. So wird das nichts mit dem charmanten Aufschneider, hier pflegt einer seinen inneren Sachbearbeiter. Ein Geschenkgutschein also.
Ich zahle, trete hinaus in die immer noch frühlingshaft warme Luft, die erfüllt ist mit der Kakophonie des Weihnachtsmarktes auf dem Marienplatz. Der zu entfliehen ist mein Ziel, doch selbst der komplett verbaute Hauptplatz scheint dem Treiben nicht mehr zu genügen. Selbst der Rindermarkt, an dessen Stufen sich die Münchner Angestellte im Sommer zur Mittagsstunde die Beine bräunt, ist gefüllt mit erbärmlichen Kitsch, der Erzgebirge sagt und doch Billiges aus den Sklavenbetrieben Chinas meint - kurz, das Grauen hat eine weitere Heimstatt im Zentrum meines geliebten München erobert.

Staunend, die feuchten Kirschmünder leicht geöffnet, treibt ein Schwarm Japanerinnen an mir vorbei in den Pfuhl der erfundenen Gemütlichkeit. Mit einem Karusell in Erzgebirgsmühlenform ist es hier noch echter, noch überzeigender als etwa in Berlin, wo es Riesenräder gibt und erbrochenen Glühwein, aber auch weitaus kitschiger, mangaheidimässiger, nach Verdorbenem süsslich riechend und begleitet vom Gekreisch infantil gewordener Bewohnern der ansonsten gnadenlos unromantischen Munich Area. Hier kann man es rauslassen, was im Büro und im Amt zwichen Mobbing und Akten nicht geht, hier ist es pudsig und liab und Geh Agnes schau hea, mei dan de Engal scheh, schaug amoi, des war doch wos fia di.
Ich aber wende mich ab, haste hinunter zum schon geschlossenen Viktualienmarkt, wo die gscheadn Goschn ihr unverkauftes Gmias in die hässlichen Holzhütten schieben, abgedeckt vom opaken Plastik, das sie wie unförmige Kreaturen der Nacht erscheinen lässt, und gehe in die Rumfordstrasse, fern des Trubels, in die Erlösung und damit in die Verdamnis, von der nachher zu berichten sein wird.
Ich zahle, trete hinaus in die immer noch frühlingshaft warme Luft, die erfüllt ist mit der Kakophonie des Weihnachtsmarktes auf dem Marienplatz. Der zu entfliehen ist mein Ziel, doch selbst der komplett verbaute Hauptplatz scheint dem Treiben nicht mehr zu genügen. Selbst der Rindermarkt, an dessen Stufen sich die Münchner Angestellte im Sommer zur Mittagsstunde die Beine bräunt, ist gefüllt mit erbärmlichen Kitsch, der Erzgebirge sagt und doch Billiges aus den Sklavenbetrieben Chinas meint - kurz, das Grauen hat eine weitere Heimstatt im Zentrum meines geliebten München erobert.

Staunend, die feuchten Kirschmünder leicht geöffnet, treibt ein Schwarm Japanerinnen an mir vorbei in den Pfuhl der erfundenen Gemütlichkeit. Mit einem Karusell in Erzgebirgsmühlenform ist es hier noch echter, noch überzeigender als etwa in Berlin, wo es Riesenräder gibt und erbrochenen Glühwein, aber auch weitaus kitschiger, mangaheidimässiger, nach Verdorbenem süsslich riechend und begleitet vom Gekreisch infantil gewordener Bewohnern der ansonsten gnadenlos unromantischen Munich Area. Hier kann man es rauslassen, was im Büro und im Amt zwichen Mobbing und Akten nicht geht, hier ist es pudsig und liab und Geh Agnes schau hea, mei dan de Engal scheh, schaug amoi, des war doch wos fia di.
Ich aber wende mich ab, haste hinunter zum schon geschlossenen Viktualienmarkt, wo die gscheadn Goschn ihr unverkauftes Gmias in die hässlichen Holzhütten schieben, abgedeckt vom opaken Plastik, das sie wie unförmige Kreaturen der Nacht erscheinen lässt, und gehe in die Rumfordstrasse, fern des Trubels, in die Erlösung und damit in die Verdamnis, von der nachher zu berichten sein wird.
donalphons, 11:41h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 5. Dezember 2006
Ach so, und -
gestern wurden es drei Jahre.
donalphons, 08:31h
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Punktgenau
Irgendwann dachte ich, dass die Folie eigentlich nicht nötig gewesen ist. Kein Tropfen, keine Spritzer, alles sauber auf dem abgedeckten Boden, dessen Eichenparkett ohnehin unempfindlich wäre gegen etwas weisse Farbe. Dann kam ich zum seniblen, nach oben geöffneten Konzertmöbel, und ohne weitere Verzögerung, als Inbegriff des Kontrapunkt mischte sich der Ton eines satten Platsch hinein in Gesualdos Madrigalbuch Nummer IV.

Aber ich hatte ja, im Gegensatz zur Leichtfertigkeit meiner frühen Jugend, alles sauber abgedeckt. Wäre mir nicht kurz darauf beim Versuch, auf einem Bein stehend von der Leiter herunter eine Mandarine aus der Silberschale unter der Folie heraus zu operieren eine Lampe umgekippt - dann müsste ich mir vielleicht Gedanken machen, ob ich nicht vielleicht doch langsam schon so alt bin, dass die Verweisung einsetzt.

Aber ich hatte ja, im Gegensatz zur Leichtfertigkeit meiner frühen Jugend, alles sauber abgedeckt. Wäre mir nicht kurz darauf beim Versuch, auf einem Bein stehend von der Leiter herunter eine Mandarine aus der Silberschale unter der Folie heraus zu operieren eine Lampe umgekippt - dann müsste ich mir vielleicht Gedanken machen, ob ich nicht vielleicht doch langsam schon so alt bin, dass die Verweisung einsetzt.
donalphons, 08:25h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 4. Dezember 2006
Hausbibliothek der Aufklärung I
Diese Serie habe ich schon lange geplant, und immer wieder verschoben. Sie sprengt den Rahmen normaler Blogschreiberei, und befasst sich mit Themen, von denen ich nicht weiss, ob sie die Mehrzahl der Leser auch nur ansatzweise interessiert. Die Erfahrungen der letzten Wochen lassen mich ohnehin daran zweifeln, ob das Buch und die Aufklärung ihre Zukunft nicht schon lange hinter sich haben. Vielleicht aber ist meine Auffassung dieser Welt schon immer die verschobene Perspektive eines Menschen mit bayerischem Abitur, Latinum, kulturwissenschaftlichem Studium und weit über 5.000 Büchern gewesen. Dennoch scheint es mir geboten, ein wenig auf die Entwicklung einzugehen, die - im Gegensatz zum Christentum und ähnlich totalitären Konstrukten - ein wirklich vornehmer Ursprung unserer Gegenwart ist: Die Aufklärung, dargestellt anhand von originalen Druckerzeugnissen der Zeit. Es wird eine Weile dauern, bis wir am Ende angelangt sind, aber ich hoffe, doch kurzweilig einige hübsche Bücher aus meinem Besitz zeigen zu können.
-------------------- o --------------------
Wenn man über Aufklärung redet, die Zeit also zwischen dem 30-jährigen Krieg und dem Nachklang der franzöischen Revolution, zwischen dem Absolutismus eines Ludwig XVI und dem Diktat Metternichs, empfiehlt es sich, mit dem Gegenteil zu beginnen, um die gesamte Wegstrecke der Entwicklung aufzuzeigen. Beginnen wir also in einer Region, die auf immer fern sein wird vom Lichte der Vernunft, die zu allen Zeiten schon dumm und rückständig war, nicht nur aus Pariser, nein auch aus bayerischer Sicht - beginnen wir im Passau des Jahres 1650.

Es ist ein schmuckloses Buch im Kleinoktav, gebunden in isabellaweissem und senfgelbem Pergament, Reste umgearbeiteter, noch älterer Handschriften, die hier nochmal neues Leben erhalten. Proprium Sanctorum steht als Titel auf dem wurmzerfressenen Titel. Das Proprium beschreibt die Teile der Messe, die sich jeden Tag, je nach Anlass ändern, im Gegensatz etwa zur Eucharestie und anderen immer gleichen, monotonen Verrichtungen des Katholizismus, stur und einfallslos. Doch auch das Proprium ist nicht wirklich eine Erlösung vom Trott; vielmehr ist es eine Handlungsanweisung zum mühseeligen Schreiten durch ein Kirchenjahr voller Pflichten, die sich im Bistum Passau angesammelt haben.

Kaum ein Tag ist frei, an dem nicht irgendwelchen Heiligen, Seligen, Märtyrern oder verdienten Gestalten der Donaustadt, die genug für ewige Messen gezahlt hatten gedacht werden muss. Jeden Tag eine Messe, jeden Tag das gleiche Ritual in den vielen Kirchen der Stadt, jeder sollte kommen, um sein Untertanentum unter die Religion zu beweisen, seine Gebete sprechen, während die da vorne etwas in unverständlichem Latein murmelten, sie aber waren die die Klingelbeutel zu füllen hatten, denn der Krieg war vorbei und die Kirche brauchte neues Geld. So viele Stunden stehend und knieend in den hohen Sälen, denn Bänke gab es damals nur im Chor, die normalen Besucher mussten stehen oder knien, im Winter sicher kein Vergnügen und auch im Sommer zu früher Stunde eher eine Pflicht denn eine Freude. Doch der Druck der Gruppe, der verbindliche Glaube, der in den Jahrzehnten davor jedes unvorstellbare Leid über das Land gebracht hatte, kannte keine Ausnahmen und kein Erbarmen, egal wieviel von den Heiligen in dem Büchlein versprochen wurde.

Es ist eine düstere Zeit, aus der diese Seiten stammen, die Texte sind stilistisch einfältig, Märchen für Dumme, und die Rubrizierung erinnert nicht zufällig an heute Gossenzeitungen. Wer dieses Buch besass, wusste nur so viel, wie er wissen musste, um andere dumm zu halten. Jeder Tag ein neuer Heiliger für andere Sorgen und Nöte, die Kirche lieferte Immaterielles und Hoffnung frei Haus, für den Preis eines Lebens unter ihrem Joch, reguliert und bestimmt durch dieses wenig schöne Buch mit seinem schlechten Papier.
Und doch trägt es in sich den Keim der Vernichtung des Aberglaubens. Denn der Religionskieg hatte alle bisherigen Regeln für ungültig erklärt, der Fanatismus dieser Zeit eröffnete Chancen für die, die von ihm profitierten. Besonders raffgierig war der Mann, der als Autor des Buches genannt wird: Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich, Bischof von Passau und zusätzlich von Olmütz, Halberstadt, Magdeburg, Breslau und Straßburg, Hochmeister des deutschen Ordens und, vor allem, Heerführer der Katholiken. Diese Aufgabe war es, die ihn wirklich lag, die Bistümer waren die Pfründe, die ihm bei der Finanzierung des späten Krieges halfen. Leopold Wilhelm und sein Buch stehen für den Höhepunkt der kirchlichen Macht, die sich völlig vergessen hat und jede noch so miese Schweinerei duldet und fördert, von den Untertanen jeden Verzicht und totale Unterwerfung unter das System fördert, und sich selbst jeden Luxus und alle Verbrechen leistet, die die Welt damals erkennen musste. Es hat Zentraleuropa entvölkert und ruiniert, die Menschen unterdrückt und entmündigt, und gerade aus diesem Krisen erschaffenden Gegensatz zwischen oben und unten, zwischen Allmächtigen, die bestimmen und verprassen, und Ohnmächtigen, die sich fügen und zahlen, entstand, weit entfernt von Passau, die Erkenntnis, dass es so nicht auf immer sein könnte. Und schuld waren natürlich - die Frauen.
-------------------- o --------------------
Wenn man über Aufklärung redet, die Zeit also zwischen dem 30-jährigen Krieg und dem Nachklang der franzöischen Revolution, zwischen dem Absolutismus eines Ludwig XVI und dem Diktat Metternichs, empfiehlt es sich, mit dem Gegenteil zu beginnen, um die gesamte Wegstrecke der Entwicklung aufzuzeigen. Beginnen wir also in einer Region, die auf immer fern sein wird vom Lichte der Vernunft, die zu allen Zeiten schon dumm und rückständig war, nicht nur aus Pariser, nein auch aus bayerischer Sicht - beginnen wir im Passau des Jahres 1650.

Es ist ein schmuckloses Buch im Kleinoktav, gebunden in isabellaweissem und senfgelbem Pergament, Reste umgearbeiteter, noch älterer Handschriften, die hier nochmal neues Leben erhalten. Proprium Sanctorum steht als Titel auf dem wurmzerfressenen Titel. Das Proprium beschreibt die Teile der Messe, die sich jeden Tag, je nach Anlass ändern, im Gegensatz etwa zur Eucharestie und anderen immer gleichen, monotonen Verrichtungen des Katholizismus, stur und einfallslos. Doch auch das Proprium ist nicht wirklich eine Erlösung vom Trott; vielmehr ist es eine Handlungsanweisung zum mühseeligen Schreiten durch ein Kirchenjahr voller Pflichten, die sich im Bistum Passau angesammelt haben.

Kaum ein Tag ist frei, an dem nicht irgendwelchen Heiligen, Seligen, Märtyrern oder verdienten Gestalten der Donaustadt, die genug für ewige Messen gezahlt hatten gedacht werden muss. Jeden Tag eine Messe, jeden Tag das gleiche Ritual in den vielen Kirchen der Stadt, jeder sollte kommen, um sein Untertanentum unter die Religion zu beweisen, seine Gebete sprechen, während die da vorne etwas in unverständlichem Latein murmelten, sie aber waren die die Klingelbeutel zu füllen hatten, denn der Krieg war vorbei und die Kirche brauchte neues Geld. So viele Stunden stehend und knieend in den hohen Sälen, denn Bänke gab es damals nur im Chor, die normalen Besucher mussten stehen oder knien, im Winter sicher kein Vergnügen und auch im Sommer zu früher Stunde eher eine Pflicht denn eine Freude. Doch der Druck der Gruppe, der verbindliche Glaube, der in den Jahrzehnten davor jedes unvorstellbare Leid über das Land gebracht hatte, kannte keine Ausnahmen und kein Erbarmen, egal wieviel von den Heiligen in dem Büchlein versprochen wurde.

Es ist eine düstere Zeit, aus der diese Seiten stammen, die Texte sind stilistisch einfältig, Märchen für Dumme, und die Rubrizierung erinnert nicht zufällig an heute Gossenzeitungen. Wer dieses Buch besass, wusste nur so viel, wie er wissen musste, um andere dumm zu halten. Jeder Tag ein neuer Heiliger für andere Sorgen und Nöte, die Kirche lieferte Immaterielles und Hoffnung frei Haus, für den Preis eines Lebens unter ihrem Joch, reguliert und bestimmt durch dieses wenig schöne Buch mit seinem schlechten Papier.
Und doch trägt es in sich den Keim der Vernichtung des Aberglaubens. Denn der Religionskieg hatte alle bisherigen Regeln für ungültig erklärt, der Fanatismus dieser Zeit eröffnete Chancen für die, die von ihm profitierten. Besonders raffgierig war der Mann, der als Autor des Buches genannt wird: Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich, Bischof von Passau und zusätzlich von Olmütz, Halberstadt, Magdeburg, Breslau und Straßburg, Hochmeister des deutschen Ordens und, vor allem, Heerführer der Katholiken. Diese Aufgabe war es, die ihn wirklich lag, die Bistümer waren die Pfründe, die ihm bei der Finanzierung des späten Krieges halfen. Leopold Wilhelm und sein Buch stehen für den Höhepunkt der kirchlichen Macht, die sich völlig vergessen hat und jede noch so miese Schweinerei duldet und fördert, von den Untertanen jeden Verzicht und totale Unterwerfung unter das System fördert, und sich selbst jeden Luxus und alle Verbrechen leistet, die die Welt damals erkennen musste. Es hat Zentraleuropa entvölkert und ruiniert, die Menschen unterdrückt und entmündigt, und gerade aus diesem Krisen erschaffenden Gegensatz zwischen oben und unten, zwischen Allmächtigen, die bestimmen und verprassen, und Ohnmächtigen, die sich fügen und zahlen, entstand, weit entfernt von Passau, die Erkenntnis, dass es so nicht auf immer sein könnte. Und schuld waren natürlich - die Frauen.
donalphons, 00:49h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 2. Dezember 2006
Im Exil
In meiner neuen Küche war das vermutlich hässlichste Stück Linoleum der westlichen Welt. Irgendein Gestalter, der sich hochmütig Designer nannte und gerade von seiner Frau verlassen wurde, setzte sich an einem Montag ziemlich verkatert hin und zeichnete das, was er für eine Plastikentsprechung des Miami Vice Stils hielt. Am Abend kam er dann erneut besoffen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, und sein Boss liess diesen Entwurf nur fertigen, weil der Gestalter die Firma geprellt hatte, die Verluste minimiert werden mussten und die Maschinen nicht ausgelastet waren. Nur so konnte es zu diesem beige-hellblau-zartrosa Alptraum kommen. Und der musste raus. Zwei Löchlein offenbahrten darunter liegende Dielen, schnell war das Teppichmesser gezückt und die Erinnerung an das Zeitalter der Schulterpolster und in der Öffentlichkeit getragenen Schweissbänder getilgt. Leider waren die Dielen darunter nicht wirklich in Bestzustand, man kann auch sagen: Ganz unverständlich war nach einigen Mal- und Einlassversuchen die hässliche Abdeckung nicht.
Eine Lösung musste her, und die kam gestern in Form von Robert. Robert ist die zahmere Alternative zu Charly dem Knochenbrecher, und zusammen sind sie die besten Handwerker, die man bekommen kann. Wenn ich hier Handwerker sage, dann meine ich das im bayerischen Wortsinn: Menschen, die mit ihren Händen alles machen können. Sollte hier jemals einer der Gegner aus dem aktuellen Blogkrieg in Person aufkreuzen, würde ich Robert und Charly anrufen, das Problem im polnisch-bayerischen Doppel zu lösen. Das sind Leute, die Mauern mit dem Vorschlaghammer einreissen. Echte Mannsbilder. Robert hätte auch noch drei Brüder. Mein Wohnzimmer ist gross, aber wenn die drin stehen, wirkt es wie eine Puppenstube. Jedenfalls ist Robert gerade da und macht den Küchenboden.

Was mit enormen Dreck, Gestank und Lärm verbunden ist. 30er Schleifpapier auf Dekaden fragwürdiger Lacke ist kein wahres Vergnügen, auch wenn die Küche nur 9m² gross ist. Einmal die Küchentür öffnen, und der Staub quillt in dicken Wolken ins Esszimmer. Und das in einer Wohnung, in der parallel gekocht und gegessen werden soll. Das geht nicht, allein schon, weil der Boden eingelassen wird, und bis er getrocknet ist, dauert es 48 Stunden. Solange gibt es keinen Abwasch, keinen Gasherd, und schon gar kein Frühstück im Bademantel am Küchentisch. Der Lebensablauf kommt schwerstens durcheinander.
Aber es gibt ja noch die zweite Wohnung unter dem Dach, die mittlerweile das Arbeitszimmer ist. Auch dort ist eine Küche, ein Bad, und vor allem: Saubere Dielen, Ruhe, und kein Staub. Als zusätzliche Bereicherung noch diesen Abendhimmel.
Schön, sagt die Liebste, schaut noch etwas anschmiegsam hinaus, trinkt den Cabernet Sauvignon, dreht sich um und kleckert, schon leicht beschwippst, beim Einschenken auf das alte Leinentischtuch, und ein delikates "Oh" entspringt ihren feuchten Lippen.
Sagen wir mal so: Es könnte alles viel schlimmer sein.
Eine Lösung musste her, und die kam gestern in Form von Robert. Robert ist die zahmere Alternative zu Charly dem Knochenbrecher, und zusammen sind sie die besten Handwerker, die man bekommen kann. Wenn ich hier Handwerker sage, dann meine ich das im bayerischen Wortsinn: Menschen, die mit ihren Händen alles machen können. Sollte hier jemals einer der Gegner aus dem aktuellen Blogkrieg in Person aufkreuzen, würde ich Robert und Charly anrufen, das Problem im polnisch-bayerischen Doppel zu lösen. Das sind Leute, die Mauern mit dem Vorschlaghammer einreissen. Echte Mannsbilder. Robert hätte auch noch drei Brüder. Mein Wohnzimmer ist gross, aber wenn die drin stehen, wirkt es wie eine Puppenstube. Jedenfalls ist Robert gerade da und macht den Küchenboden.

Was mit enormen Dreck, Gestank und Lärm verbunden ist. 30er Schleifpapier auf Dekaden fragwürdiger Lacke ist kein wahres Vergnügen, auch wenn die Küche nur 9m² gross ist. Einmal die Küchentür öffnen, und der Staub quillt in dicken Wolken ins Esszimmer. Und das in einer Wohnung, in der parallel gekocht und gegessen werden soll. Das geht nicht, allein schon, weil der Boden eingelassen wird, und bis er getrocknet ist, dauert es 48 Stunden. Solange gibt es keinen Abwasch, keinen Gasherd, und schon gar kein Frühstück im Bademantel am Küchentisch. Der Lebensablauf kommt schwerstens durcheinander.
Aber es gibt ja noch die zweite Wohnung unter dem Dach, die mittlerweile das Arbeitszimmer ist. Auch dort ist eine Küche, ein Bad, und vor allem: Saubere Dielen, Ruhe, und kein Staub. Als zusätzliche Bereicherung noch diesen Abendhimmel.
Schön, sagt die Liebste, schaut noch etwas anschmiegsam hinaus, trinkt den Cabernet Sauvignon, dreht sich um und kleckert, schon leicht beschwippst, beim Einschenken auf das alte Leinentischtuch, und ein delikates "Oh" entspringt ihren feuchten Lippen.
Sagen wir mal so: Es könnte alles viel schlimmer sein.
donalphons, 21:07h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 1. Dezember 2006
Aus der Geschichte lernen
Show me the guns, boy!
Winston Churchill 1940 beim Besuch einer Spitfire-Squadron
Wer mich kennt, weiss, dass ich Respekt vor Rober Basic und seiner Leistung habe. Weniger, weil er täglich 10 Beiträge rausballert, sondern weil er meistens eine fundierte Meinung hat. Meistens. Aber nicht immer. Sein aktuelles Stück über die Frage, ob StudiVZ untergehen wird, ist offen gesagt von einer überraschenden Kurzsichtigkeit. Robert glaubt einerseits an die Lernfähigkeit des Managements und der Firma, andererseits an die schiere Zahl der Nutzer.
Ich sehe das bei dieser krisengeschüttelten Firma anders. Wie immer bei Startups ist es sinnvoll, sich das Ding als Offensivwaffe vorzustellen, am Besten als grossen Bomber, der eine gewisse Geschwindigkeit (Wachstum) Höhe (stabile Nutzerbasis), eine Route (Umsatz, Gewinn) und ein gewisses Ziel (Exit, Börsengang) erreichen muss, um erfolgreich zu sein. Nebenbei sollte er auch noch heil zurückkommen. Denn die Isions und Comroads der ersten Runde der New Economy haben gezeigt, dass auch nach dem IPO alles schief gehen kann. Man sehe mit die Metaphorik nach, es war einfach in meinen alten Kreisen so üblich und auch nicht falsch.
Nachdem StudiVZ jetzt noch 24 Stunden down sein dürfte, fliegen wir doch mal eine Runde um diesen Bomber und schauen ihn uns an: Bislang hat sich das Ding gut entwickelt, es hat eine hohe Geschwindigkeit auf grosser Höhe erreicht. Die Motoren der User und des Mund-zu-Mund-Marketings laufen immer noch rund, auch wenn an der ein oder anderen Stelle inzwischen schwarzer Rauch austritt - inzwischen gibt es nämlich auch eine gewisse Vorsicht bei manchen Beteiligten. Trotzdem, wie Robert sagt, die Leistung und Tragfähigkeit ist unvergleichlich.
Was aber überhaupt nicht mehr funktioniert, ist das, was sich im Rumpf dieses Bombers abspielt. Seit vier Wochen wird StudiVZ ununterbrochen unter Beschuss genommen, Gegenwehr gibt es praktisch nicht mehr. Die Initiative des Handelns liegt voll und ganz auf Seiten der Blogger, wir entscheiden über Zeitpunkt und Intensität des Angriffs, inzwischen ist es ein Selbstläufer geworden, und trotz gewisser Appeaser aus den üblichen Scharlatan- und Pleitierskreisen sieht es nicht so aus, als sollten die Angriffe abflauen.
Vor allem nicht, weil es im Cockpit nicht mehr stimmt. Wir können offen drüber reden: Die alte Pilotencrew hängt ziemlich ramponiert in den Sitzen: Dariani ist nach dem Völkischen-Beobachter-Skandal abgezogen worden, dann hat es mit der Stalker-Gruppe seinen Copiloten Michael Brehm erwischt, und von Coder Dennis Bemman hört man nach den diversen Sicherheitslücken auch nichts mehr. Dazu kommt das glaubwürdige Gerücht, dass man PR-Mann Tilo Bonow den Fallschirm verpasst hat. Die neue Mannschaft in der Öffentlichkeit ist der Ex-PRler Dario Suter, der sog. Datenschutzbeauftragte Manfred Friedrich und in der Technikzentrale der zugekaufte Troubleshooter Arash Yalpani. Sprich, die Angriffe auf das Cockpit hatten erhebliche Wirkung weit über die öffentliche Darstellung hinaus. Offensichtlich hat man es vesäumt, sich mal die Flugleistungen und Kapriolen - unbedingt lesen, da hat der VC voll versagt - mancher Leute am Steuer genauer anzuschauen.
Das Problem, militärisch gesprochen, war, dass StudiVZ über Wochen unverändert den Kurs gehalten hat, als wäre es 1940 im Führerauftrag in der Luftschlacht über England unterwegs. Die dauernde Propaganda, alles wäre sicher, es gäbe keine Sicherheitsprobleme, die Gegner wären bedeutungslos, hat sie berechenbar gemacht. Sie sind uns direkt vor die Bordkanonen geflogen. Und erst nach ein paar Salven durch das Cockpit versucht jetzt die neue Crew den Turnaround: Suter, Friedrich und Yalpani reissen das Ruder herum, schalten StudiVZ ab und versuchen, die Gegner mit einer Pressemitteilung und 128 Euro, später dann 256 Euro pro aufgedecktem Fehler an ihre Seite zu ziehen. Mit der Folge, dass sich beim Einschalten vermutlich einige Leute eingeladen fühlen, zu zeigen, was sie können. Das ist eine Todsünde, ein Verbrechen an den ihnen anvertrauten Daten, ihre Nutzer so für ihre Zwecke und ihr Versagen zu verheizen. Absolut irrwitzig. Unfassbar. Sowas habe ich noch nicht mal in der New Economy erlebt. Und spätestens jetzt sollte eigentlich jedem Verteidiger klar sein, dass es keinen Platz für die geben darf.
Das alles verbraucht enorme Mittel, das geht ziemlich auf die Tanks. StudiVZ verliert dadurch an Zeit, an Organisation, neue Strukturen müssen geschaffen werden, und all das im laufenden Betrieb. Das alles stand so sicher nicht im Fahrtenbuch, dafür wurde sicher nicht genug Venture Capital getankt. Gleichzeitig wurden auch die europäischen Töchter, die den grossen Zuwachs bringen sollten, nach einer PR-Tour in die Länder erst mal dicht gemacht. Sie kommen weit von der geplanten Route ab.
Ich hatte oft genug mit solchen Situationen zu tun. Wenn in so einem Ding erst mal Panik ausbricht, und die VC-Basis wütend Befehle ins Mikrofon brüllt, dann geht nichts mehr. Das ganze Verhalten zeigt etwas überdeutlich, und da muss ich nicht mal wissen, dass mancher ehemalige Posterboy flennend versucht hat, meine Telefonnummer zu bekommen:
Sie haben den Glauben verloren, es zu können
Und das ist das Schlimmste, was bei einem Startup passieren kann: Ein Team, das dem Druck nicht mehr gewachsen ist. Motorenleistung ist nichts ohne gute Leute am Steuer. Diese Leute waren nicht gut, und sie werden nicht besser. Diese Leute müssen raus und Geschäfte machen, Kunden gewinnen, denn bislang ist StudiVZ ein reines Verlustgeschäft, im Januar wollten sie anfangen, Werbung zu schalten, aber daraus wird wohl nichts werden, mit verheerenden Folgen für den Cash Flow. Wenn sie jetzt neu coden müssen, bleibt weniger Zeit und Geld für die Analyse und das Profiling, und damit sinkt die alles entscheidende Fähigkeit, etwas anderes als Totalverluste zu generieren. Ohne Einnahmen sind 1 Million Nutzer lediglich ein enormer Kostenfaktor, und damit ein Fall für die gnadenlose Schwerkraft. Sonst gar nichts. Desto weniger Daten sie online haben, desto schwieriger wird es für StudiVZ, sie zu vermarkten. Und Venture Capital ist da absolut unforgiving, spätestens denen geht es nur um Gewinne, und Verlierer wie StudiVZ sind einfach eingepreist. Das eigentliche Ziel, der Verkauf der Firma, liegt damit in weiter Ferne.
Robert redet sich in seinem Beitrag mit diesem Argument heraus: "Letztlich haben die Blogger mitgeholfen, dass StudiVZ als Unternehmen gnadenlos nach vorne gepeitscht wurde, was die kaufmännischen, EDV-technischen und Marketing-bezogenen Aspekte angeht." Keine Ahnung, wo Robert die Fortschritte sieht. Alle Reaktionen zeugen bislang von gnadenloser Inkompetenz, und die Hoffnung, das Thema sei ausgelutscht, ist vergebens, solange noch Kugeln in den Magazinen sind. Sie sind sehr weit oben. Es wird lang dauern, bis sie runterkommen. Es wird schlimm für die Beteiligten, aber vielleicht schafft man es, sie über den Kanal zurückzujagen und über der eigenen Basis zur Bruchlandung zu zwingen. Vor vier Wochen war StudiVZ das beste Flugzeug der deutschen Web2.0-Luftflotte, und Blogger nur ein paar Nörgler in kleinsten Maschinen. Keiner hätte das heutige Ergebnis vor vier Wochen für möglich gehalten. Die Blogger haben in den letzten Wochen sehr viel dazu gelernt. StudiVZ nicht. Und neue Geschwader sind im Anflug. Ich weiss, wer die sind. jetzt kommt der Hauptgang. Wäre ich bei denen im Bomber, würde ich mich nach dem Fallschirm umschauen.
Winston Churchill 1940 beim Besuch einer Spitfire-Squadron
Wer mich kennt, weiss, dass ich Respekt vor Rober Basic und seiner Leistung habe. Weniger, weil er täglich 10 Beiträge rausballert, sondern weil er meistens eine fundierte Meinung hat. Meistens. Aber nicht immer. Sein aktuelles Stück über die Frage, ob StudiVZ untergehen wird, ist offen gesagt von einer überraschenden Kurzsichtigkeit. Robert glaubt einerseits an die Lernfähigkeit des Managements und der Firma, andererseits an die schiere Zahl der Nutzer.
Ich sehe das bei dieser krisengeschüttelten Firma anders. Wie immer bei Startups ist es sinnvoll, sich das Ding als Offensivwaffe vorzustellen, am Besten als grossen Bomber, der eine gewisse Geschwindigkeit (Wachstum) Höhe (stabile Nutzerbasis), eine Route (Umsatz, Gewinn) und ein gewisses Ziel (Exit, Börsengang) erreichen muss, um erfolgreich zu sein. Nebenbei sollte er auch noch heil zurückkommen. Denn die Isions und Comroads der ersten Runde der New Economy haben gezeigt, dass auch nach dem IPO alles schief gehen kann. Man sehe mit die Metaphorik nach, es war einfach in meinen alten Kreisen so üblich und auch nicht falsch.
Nachdem StudiVZ jetzt noch 24 Stunden down sein dürfte, fliegen wir doch mal eine Runde um diesen Bomber und schauen ihn uns an: Bislang hat sich das Ding gut entwickelt, es hat eine hohe Geschwindigkeit auf grosser Höhe erreicht. Die Motoren der User und des Mund-zu-Mund-Marketings laufen immer noch rund, auch wenn an der ein oder anderen Stelle inzwischen schwarzer Rauch austritt - inzwischen gibt es nämlich auch eine gewisse Vorsicht bei manchen Beteiligten. Trotzdem, wie Robert sagt, die Leistung und Tragfähigkeit ist unvergleichlich.
Was aber überhaupt nicht mehr funktioniert, ist das, was sich im Rumpf dieses Bombers abspielt. Seit vier Wochen wird StudiVZ ununterbrochen unter Beschuss genommen, Gegenwehr gibt es praktisch nicht mehr. Die Initiative des Handelns liegt voll und ganz auf Seiten der Blogger, wir entscheiden über Zeitpunkt und Intensität des Angriffs, inzwischen ist es ein Selbstläufer geworden, und trotz gewisser Appeaser aus den üblichen Scharlatan- und Pleitierskreisen sieht es nicht so aus, als sollten die Angriffe abflauen.
Vor allem nicht, weil es im Cockpit nicht mehr stimmt. Wir können offen drüber reden: Die alte Pilotencrew hängt ziemlich ramponiert in den Sitzen: Dariani ist nach dem Völkischen-Beobachter-Skandal abgezogen worden, dann hat es mit der Stalker-Gruppe seinen Copiloten Michael Brehm erwischt, und von Coder Dennis Bemman hört man nach den diversen Sicherheitslücken auch nichts mehr. Dazu kommt das glaubwürdige Gerücht, dass man PR-Mann Tilo Bonow den Fallschirm verpasst hat. Die neue Mannschaft in der Öffentlichkeit ist der Ex-PRler Dario Suter, der sog. Datenschutzbeauftragte Manfred Friedrich und in der Technikzentrale der zugekaufte Troubleshooter Arash Yalpani. Sprich, die Angriffe auf das Cockpit hatten erhebliche Wirkung weit über die öffentliche Darstellung hinaus. Offensichtlich hat man es vesäumt, sich mal die Flugleistungen und Kapriolen - unbedingt lesen, da hat der VC voll versagt - mancher Leute am Steuer genauer anzuschauen.
Das Problem, militärisch gesprochen, war, dass StudiVZ über Wochen unverändert den Kurs gehalten hat, als wäre es 1940 im Führerauftrag in der Luftschlacht über England unterwegs. Die dauernde Propaganda, alles wäre sicher, es gäbe keine Sicherheitsprobleme, die Gegner wären bedeutungslos, hat sie berechenbar gemacht. Sie sind uns direkt vor die Bordkanonen geflogen. Und erst nach ein paar Salven durch das Cockpit versucht jetzt die neue Crew den Turnaround: Suter, Friedrich und Yalpani reissen das Ruder herum, schalten StudiVZ ab und versuchen, die Gegner mit einer Pressemitteilung und 128 Euro, später dann 256 Euro pro aufgedecktem Fehler an ihre Seite zu ziehen. Mit der Folge, dass sich beim Einschalten vermutlich einige Leute eingeladen fühlen, zu zeigen, was sie können. Das ist eine Todsünde, ein Verbrechen an den ihnen anvertrauten Daten, ihre Nutzer so für ihre Zwecke und ihr Versagen zu verheizen. Absolut irrwitzig. Unfassbar. Sowas habe ich noch nicht mal in der New Economy erlebt. Und spätestens jetzt sollte eigentlich jedem Verteidiger klar sein, dass es keinen Platz für die geben darf.
Das alles verbraucht enorme Mittel, das geht ziemlich auf die Tanks. StudiVZ verliert dadurch an Zeit, an Organisation, neue Strukturen müssen geschaffen werden, und all das im laufenden Betrieb. Das alles stand so sicher nicht im Fahrtenbuch, dafür wurde sicher nicht genug Venture Capital getankt. Gleichzeitig wurden auch die europäischen Töchter, die den grossen Zuwachs bringen sollten, nach einer PR-Tour in die Länder erst mal dicht gemacht. Sie kommen weit von der geplanten Route ab.
Ich hatte oft genug mit solchen Situationen zu tun. Wenn in so einem Ding erst mal Panik ausbricht, und die VC-Basis wütend Befehle ins Mikrofon brüllt, dann geht nichts mehr. Das ganze Verhalten zeigt etwas überdeutlich, und da muss ich nicht mal wissen, dass mancher ehemalige Posterboy flennend versucht hat, meine Telefonnummer zu bekommen:
Sie haben den Glauben verloren, es zu können
Und das ist das Schlimmste, was bei einem Startup passieren kann: Ein Team, das dem Druck nicht mehr gewachsen ist. Motorenleistung ist nichts ohne gute Leute am Steuer. Diese Leute waren nicht gut, und sie werden nicht besser. Diese Leute müssen raus und Geschäfte machen, Kunden gewinnen, denn bislang ist StudiVZ ein reines Verlustgeschäft, im Januar wollten sie anfangen, Werbung zu schalten, aber daraus wird wohl nichts werden, mit verheerenden Folgen für den Cash Flow. Wenn sie jetzt neu coden müssen, bleibt weniger Zeit und Geld für die Analyse und das Profiling, und damit sinkt die alles entscheidende Fähigkeit, etwas anderes als Totalverluste zu generieren. Ohne Einnahmen sind 1 Million Nutzer lediglich ein enormer Kostenfaktor, und damit ein Fall für die gnadenlose Schwerkraft. Sonst gar nichts. Desto weniger Daten sie online haben, desto schwieriger wird es für StudiVZ, sie zu vermarkten. Und Venture Capital ist da absolut unforgiving, spätestens denen geht es nur um Gewinne, und Verlierer wie StudiVZ sind einfach eingepreist. Das eigentliche Ziel, der Verkauf der Firma, liegt damit in weiter Ferne.
Robert redet sich in seinem Beitrag mit diesem Argument heraus: "Letztlich haben die Blogger mitgeholfen, dass StudiVZ als Unternehmen gnadenlos nach vorne gepeitscht wurde, was die kaufmännischen, EDV-technischen und Marketing-bezogenen Aspekte angeht." Keine Ahnung, wo Robert die Fortschritte sieht. Alle Reaktionen zeugen bislang von gnadenloser Inkompetenz, und die Hoffnung, das Thema sei ausgelutscht, ist vergebens, solange noch Kugeln in den Magazinen sind. Sie sind sehr weit oben. Es wird lang dauern, bis sie runterkommen. Es wird schlimm für die Beteiligten, aber vielleicht schafft man es, sie über den Kanal zurückzujagen und über der eigenen Basis zur Bruchlandung zu zwingen. Vor vier Wochen war StudiVZ das beste Flugzeug der deutschen Web2.0-Luftflotte, und Blogger nur ein paar Nörgler in kleinsten Maschinen. Keiner hätte das heutige Ergebnis vor vier Wochen für möglich gehalten. Die Blogger haben in den letzten Wochen sehr viel dazu gelernt. StudiVZ nicht. Und neue Geschwader sind im Anflug. Ich weiss, wer die sind. jetzt kommt der Hauptgang. Wäre ich bei denen im Bomber, würde ich mich nach dem Fallschirm umschauen.
donalphons, 07:08h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 1. Dezember 2006
Buffet in der Provinz
nein, es ist nicht vergleichbar mit dem, was in der Munich Area war. Es ist auch nicht vergleichbar mit den wenigen Glanzstunden der Berliner Gesellschaft - obwohl, wer dabei war weiss, dass auch die Landesvertretungen nicht mehr ganz so gut sind. Und über das Abendessen mit Katzav im Adlon reden wir erst mal besser gar nicht. Im China Club habe ich unter dem Angebot gelitten wie ein Schwein vor der Bratenmachung. Und Bonn, wer es noch kennt, war eine Frechheit - dort habe ich den letzten lebendigen Jäseigel gesehen, im Aussenamt, aber mit Blick auf den Rhein. Insofern muss man der Provinz trotz Zelophan eines lassen:

Es ist genug für alle da. Und es ist genug drauf, es schleimt nicht wie die Wraps, und es ölt nicht wie die Frühlingsrollen, und es ist mehr als die Mozarellaspiesschen. Die Herkunft von der Brotzeit ist nicht zu leugnen, aber wer wird sich beklagen - beim ersten öffentlichen Termin im Kultusministerium gab es Fabriksemmeln mit Käse und drüber gelegten Salzstangerl. es hat sich also was getan, und es könnte schlimmer sein.
Bassd scho, wie man hier so sagt.

Es ist genug für alle da. Und es ist genug drauf, es schleimt nicht wie die Wraps, und es ölt nicht wie die Frühlingsrollen, und es ist mehr als die Mozarellaspiesschen. Die Herkunft von der Brotzeit ist nicht zu leugnen, aber wer wird sich beklagen - beim ersten öffentlichen Termin im Kultusministerium gab es Fabriksemmeln mit Käse und drüber gelegten Salzstangerl. es hat sich also was getan, und es könnte schlimmer sein.
Bassd scho, wie man hier so sagt.
donalphons, 00:55h
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OK, StudiVZ, wir machen einen Deal
Für jedes nicht gepostetes Loch bei Euch nehme ich 25.600 Euro. 3% Sconto bei Barzahlung in kleinen Scheinen. Das ist echt billig, verglichen mit dem Imageschaden.
donalphons, 00:35h
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Eine Begegnung vor dem Tor
Sie will sofort raus, oder doch nicht, erst nochmal rein, dann raus, rein, gestreichelt werden, raus und nochmal zurück für ein paar Knuspertaschen, raus, nach einer Stunde ist sie wieder da, und als ich sie gestreichelt habe und gehen will, zischt sie zwischen meinen Beinen hindurch in das Dunkel, für eine Fortführung der Party der besseren Katzen im besseren Viertel der Stadt. Von der sie erst gegen vier Uhr heimkommt. Bei meinen Eltern müsste sie draussen schlafen, aber die sind am Tegernsee bei Hannerls Mutter, und sie weiss, dass ich nicht gehe, bis sie kommt. Dann geht sie zum teuersten Ledersessel des Hauses, legt sich auf ihre Decke, ist zufrieden über die Wärme und schläft ein, während ich jetzt erst hinaus muss und über die nebligen Felder zurück in den Stadtpalast radle.
Am Friedhof vorbei, wo Generationen meiner Vorfahren in einem abgesperrten Teil liegen, entlang der alten Festung und dann hinein in die Altstadt führt mein Weg, und im diesigen Orange der Strassenbeleuchtung steht ein Taxi auf der anderen Strassenseite, in das ein paar lärmende junge Leute einsteigen. Das Fahrzeug wendet und fährt durch das gotische Tor in die schmalen Gassen, wo sich der Lärm des Motors langsam in der Stille der Nacht verliert, so still wie der Typ, der auf der anderen Seite neben dem Radweg kurz nach vier Uhr bei Temperaturen knapp über Null im Gras liegt.
Entschuldigung? frage ich ihn. Keine Reaktion. Ich beuge mich hinunter, spreche ihn nochmal an, da kommt langsam Bewegung in ihn, er hebt den Kopf, schaut mich an und lallt: Tom? Guten Morgen, sage ich, etwas beruhigt, denn mein Soll im Tote Auffinden habe ich für die nächsten vier Leben eigentlich schon abgegolten, ich brauche das nicht mehr, danke, der hier ist noch nicht tot, nur fast komatös besoffen, der Gestank bildet selbst in der kühlen Nachtluft eine wenig erbauliche Aura. Er rappelt sich auf, und als er schwankend vor mir steht, sieht er in seinem dunkelblauen Kurzmantel wieder einem Elitestudenten halbwegs ähnlich. Er schaut sich um und fragt, wo Tom und die anderen sind, die waren doch dabei, und wo geht es hier nochmal zum Studentenwohnheim in der engen Gasse, da muss er jetzt hin.
Ich beschreibe ihm den Weg, sage, dass ich auch in die Richtung muss, er nickt, dreht sich um und macht sich prompt in die falsche Richtung, zum Friedhof, davon. Er kommt nicht weit, nach ein paar Metern kippt er um, aber da bin ich schon bei ihm, und erkläre ihm, dass er jetzt mitkommen soll. Langsam, ganz langsam gehen wir in die Altstadt, er versichert sich, dass ich nicht Tom bin und auch nicht Verena und Julia und noch ein paar andere, die ihn an diesem Abend irgendwann verlassen haben. Bei seinem Wohnheim ist sein Kreislauf wieder soweit in Schwung, dass er die letzten Meter halbwegs gerade selbst zur Tür geht, mit einigen Fehlversuchen aufsperrt und ohne ein Wort des Abschieds im Hausgang verschwindet.
Am Friedhof vorbei, wo Generationen meiner Vorfahren in einem abgesperrten Teil liegen, entlang der alten Festung und dann hinein in die Altstadt führt mein Weg, und im diesigen Orange der Strassenbeleuchtung steht ein Taxi auf der anderen Strassenseite, in das ein paar lärmende junge Leute einsteigen. Das Fahrzeug wendet und fährt durch das gotische Tor in die schmalen Gassen, wo sich der Lärm des Motors langsam in der Stille der Nacht verliert, so still wie der Typ, der auf der anderen Seite neben dem Radweg kurz nach vier Uhr bei Temperaturen knapp über Null im Gras liegt.
Entschuldigung? frage ich ihn. Keine Reaktion. Ich beuge mich hinunter, spreche ihn nochmal an, da kommt langsam Bewegung in ihn, er hebt den Kopf, schaut mich an und lallt: Tom? Guten Morgen, sage ich, etwas beruhigt, denn mein Soll im Tote Auffinden habe ich für die nächsten vier Leben eigentlich schon abgegolten, ich brauche das nicht mehr, danke, der hier ist noch nicht tot, nur fast komatös besoffen, der Gestank bildet selbst in der kühlen Nachtluft eine wenig erbauliche Aura. Er rappelt sich auf, und als er schwankend vor mir steht, sieht er in seinem dunkelblauen Kurzmantel wieder einem Elitestudenten halbwegs ähnlich. Er schaut sich um und fragt, wo Tom und die anderen sind, die waren doch dabei, und wo geht es hier nochmal zum Studentenwohnheim in der engen Gasse, da muss er jetzt hin.
Ich beschreibe ihm den Weg, sage, dass ich auch in die Richtung muss, er nickt, dreht sich um und macht sich prompt in die falsche Richtung, zum Friedhof, davon. Er kommt nicht weit, nach ein paar Metern kippt er um, aber da bin ich schon bei ihm, und erkläre ihm, dass er jetzt mitkommen soll. Langsam, ganz langsam gehen wir in die Altstadt, er versichert sich, dass ich nicht Tom bin und auch nicht Verena und Julia und noch ein paar andere, die ihn an diesem Abend irgendwann verlassen haben. Bei seinem Wohnheim ist sein Kreislauf wieder soweit in Schwung, dass er die letzten Meter halbwegs gerade selbst zur Tür geht, mit einigen Fehlversuchen aufsperrt und ohne ein Wort des Abschieds im Hausgang verschwindet.
donalphons, 12:36h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 29. November 2006
Bewegung an den Unis
Das Institut für Kommunikationswissenschaften an der LMU München hat den englischen Garten hinter und den Eisbach neben dem Haus und um die Ecke den Chinesischen Turm und gegenüber die Isar und einen eigenen Biergarten an der Cafete und darin legendäre Parties mit enthemmten Professorentöchtern - was fehlt da eigentlich noch?
Eine Piazza? Ne, eine Piazza haben sie jetzt auch. München eben.
Disclaimer: Ich kenne manche dieser Leute. Von denen wird man nochmal hören.
Eine Piazza? Ne, eine Piazza haben sie jetzt auch. München eben.
Disclaimer: Ich kenne manche dieser Leute. Von denen wird man nochmal hören.
donalphons, 19:33h
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Nur der Böse erkennt das Böse
Schnell her, ihr finsteren Gestalten,
Gesindel, das die Lichter scheut,
Lasst Schlimmes und Gemeines walten
Im Sturm, der in den Netzen heult.

Vertrieben von der Glut der Hitze,
Die unter schwerer Last zerstob,
Findet Euch hier, macht weiter Witze
Und esst schlimmrer Schurken Abendbrot.
Pfeift weiter Eure kecken Lieder,
Und den anderen die Todesmelodie
streckt sie mit Euren Worten nieder,
lasst sie am Wegrand liegen, in ihrer Agonie.
Denn diese Nacht, die wird nie enden,
Durchdrungen nur von Dolch und Schrei,
Gut - man könnt´s lassen dabei bewenden,
Doch der Böse kennt das Böse, und es ist nie vorbei.
Gesindel, das die Lichter scheut,
Lasst Schlimmes und Gemeines walten
Im Sturm, der in den Netzen heult.

Vertrieben von der Glut der Hitze,
Die unter schwerer Last zerstob,
Findet Euch hier, macht weiter Witze
Und esst schlimmrer Schurken Abendbrot.
Pfeift weiter Eure kecken Lieder,
Und den anderen die Todesmelodie
streckt sie mit Euren Worten nieder,
lasst sie am Wegrand liegen, in ihrer Agonie.
Denn diese Nacht, die wird nie enden,
Durchdrungen nur von Dolch und Schrei,
Gut - man könnt´s lassen dabei bewenden,
Doch der Böse kennt das Böse, und es ist nie vorbei.
donalphons, 15:39h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 28. November 2006
Alte Freunde mit alten Taktiken
Einmal in der Pressemitteilung lügen - kann passieren.
Zweimal in der Pressemitteilung lügen - ist nicht gut.
Pressemitteilungen für unterschiedliche Märkte zurechtmachen - riecht komisch.
Ein positives Ergebnis haben und nicht kommunizieren - ist seltsam.
Firmen für ungenannte Beträge erwerben - ist fragwürdig.
Den Kauf nicht im Handelsregister eintragen lassen - ist sehr ungewähnlich.
Mit dem nicht vollzogenen Kauf dann Werbung für die grosse Sause machen - macht mich neugierig.
Was da sonst noch so kommt.
Zweimal in der Pressemitteilung lügen - ist nicht gut.
Pressemitteilungen für unterschiedliche Märkte zurechtmachen - riecht komisch.
Ein positives Ergebnis haben und nicht kommunizieren - ist seltsam.
Firmen für ungenannte Beträge erwerben - ist fragwürdig.
Den Kauf nicht im Handelsregister eintragen lassen - ist sehr ungewähnlich.
Mit dem nicht vollzogenen Kauf dann Werbung für die grosse Sause machen - macht mich neugierig.
Was da sonst noch so kommt.
donalphons, 23:37h
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