: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Dienstag, 20. Februar 2007

Dirt Picture Contest - Hartzwarze

oder auch VW Astra
oder auch Weicheikocher
oder auch Roadster für Hamburger
oder auch Das Schlechteste aus beiden Welten
oder auch Der feuchte Traum des Sachbearbeiters
oder auch Wenn die Schildkröte das Kamel schwängert
oder auch Das Auto zum Viraldrecksblog des Glotzenschleims



oder auch Rechts geht´s zum Sondermüll.

Wieso kommt sowas durch die TÜV?

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Sehr zu empfehlen - Die vorderasiatische Krankheit

Mein Urgrossvater grossmütterlicherseits war ein sehr moderner, dem Neuen aufgeschlossener Mensch, der so manche Mode mitmachte. So zum Beispiel die Elektrifizierung des Stadtpalastes, die zu seiner Zeit mit 4 Steckdosen pro Raum als ausserordentliche Verschwendung angesehen wurde, oder der frühe Einbau von Bädern in jede Wohnung. Damit auch jeder diesen unerhörten modischen Luxus sehen konnte, wurden die Steckdosen auf Augenhöhe in die Mitte der Wände eingelassen, wo sie sich teilweise noch heute befinden und so auch unter meinem persönlichen Denkmalschutz stehen.

Waren vier Steckdosen pron Raum früher nicht weniger als visionär, würde man manch anderes heute als exotische Marotte abtun. So trug er beim Rauchen neben dem Hausmantel daheim bei Rauchen einen Fez, dieses rote türkische Hütchen, das man heute allenfalls als Spleen begreifen würde - damals dagegen war es eine modische Erscheinung im Rahmen einer gewissen europäischen Vorliebe für den Nahen Osten und Nordafrika. Die Franzosen hatten Algerien, die Engländer Ägypten, die Deutschen hatten allerbeste Beziehungen zur hohen Pforte, die schon Mitte des 19. Jahrhunderts in die erste Gründung eines muslimischen Friedhofs in Berlin mündeten, und exotische Reiselitaratur tat ein übriges, um den Okzident mal wieder für den Orient zu begeistern.

Nun kann man das damit begründen, dass es zu dieser Zeit weder Fernsehen noch Internet gab - das Grauen der Kolonialisierung und Annektion war den Menschen damals meist ebensowenig bewusst wie das reale Elend in diesen Ländern. Mein Urgrossvater erfuhr davon nur indirekt durch den Wunsch seiner jüngsten Tochter, sich dem Zionismus anzuschliessen, was er ihr mit Hinweis auf die tatsächlich weniger angenehmen Lebensumstände im britischen Mandatsgebiet erst mal untersagte. Er bezog gern Teppiche, Kolonial- und Rauchwaren von dort, beabsichtigte aber bis zum Erscheinen eines Herrn aus Österreichs nicht, seinen Nachwuchs dorthin zu exportieren. Es war also lediglich die Vision des Orients, der er anhing, und die tatsächlich einen Reiz hat, dem man sich schwer entziehen kann.



Mir jedenfalls ist das Bild mit dem Fez tragenden Urgrosvater in seinem Salon sofort wieder eingefallen, als ich durch Jaffa ging. Ich hätte durchaus alle Berechtigung, mir auch so einen orientalisch angehauchten Salon einzurichten, nur habe ich dummerweise kein leeres Zimmer mehr, dachte ich, als ich durch die Märkte zog und mir überlegte, wo eigentlich noch so eine Hamsa oder ein paar blauen Fliessen passen könnte. Es ist mir einfach nichts eingefallen. Also kaufte ich einen französischen Empireleuchter, der beim Zoll für einiges Aufsehen sorgte, eine englische Kanne und liess es dabei bewenden.

Um dann im Flugzeug auf die Lösung zu kommen: ich habe noch einen Raum, der nicht fertig ist, und wo das alles ganz wunderbar passen würde. Im Speicher nämlich. Auch dort sind die Decken niedrig, die Wände krumm und der Putz bröckelig, im Sommer ist es glühend heiss und überhaupt, das wäre eine gute Sache. Am Flughafen kaufte ich dann gleich die aktuelle Byzance, die wohl immer noch dem Spleen meines Urgrossvaters anhängt und unter anderem Weingut aus dem libanesischen Bekaa Tal vorstellt - eine Region, mit der unsereins eher Begriffe wie Hisbollah, Terror und Drogenhandel verbindet. Wobei man auch fragen könnte, ob ich in dieser Hinsicht nicht den Knick in der politischen Optik habe, denn Libanon war bislang für mich etwas, das gar nicht ging. Aber ansonsten hatten sie in Byzance wirklich hübsche Ideen, was man mit den Dingen tun kann, die man in Jaffa so findet.



Ich glaube, ich muss da bald wieder hin. 50 Dollar, meinte ein Händler, würde in Israel das Verschicken eines 50 Kilo schweren Teppichs nach Deutschland kosten, desto mehr, desto billiger. Und nur der Umstand, dass der Herr am Shabbat geschlossen hatte, war dafür verantwortlich, dass ich es nicht ausprobieren konnte. Aber das lässt sich nachholen.

Bleibt nur eine Frage: Wo kriege ich einen Fez her? Mit einem Fez in einem orientalischen Zimmer gegen die deutschen Neoconnards anschreiben, das wäre genau das Richtige.

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Ich mache mir Feinde

an der Blogbar. Denn es geht unter anderem um die Motivation gewisser Leute, den erfolgreichen Podcast Ehrensenf zu gucken.

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Montag, 19. Februar 2007

Aufräumen mit den Vorurteilen

Es gibt kein bedingungsloses Ja zu Israel - gäbe es das, würde ich dort hinziehen. Weil es das Ja nicht gibt, gibt es meinerseits auch keine Achtung für die Schickseriche, die damit kokettieren und die Neoconnards, die in fälschlicherweise in Israels Konflikten mit der arabischen Welt die Umsetzung ihrer eigenen rassistischen, antiislamischen, scheissebraunen Ideologie sehen. Man muss in meiner Position solchem Abschaum täglich in die Fresse hauen, und gleichzeitig Israel die Wahrheit sagen, warum das mit uns nichts wird, auch wenn sie der Meinung sind, dass ich passe.



Zum Aufräumen geht es hier entlang.

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Ontröprönöre am Rande des Nervenzusammenbruchs

kann man in der weiteren Debatte nach diesem Link erleben: Da habe ich darauf hingewiesen, dass des Peter Turis Testsieger der Bloganbieter identisch ist mit der Firma, die unter anderem die Website Medien 2 betreut.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Peter Turi ums Verreck momentan keine besondere Lust hat, über sein grosses, für den 1. Januar angekündigtes Medienblogprojekt zu sprechen. Und möglicherweise noch weniger über die Leute, die es mitfinanzieren sollten. Dabei wäre es doch so einfach: "Aus diesem und jenem Grund wird sich der Start von Medien2 vorraussichtlich bis zum XX. YY. 20ZZ verschieben." Denn in der momantanen Form könnte man sich durchaus ärgern, wenn man eine Briefmarke in all die von Turi offerierten tollen angeblichen Jobs bei seiner neuen Firma in Walldorf und Hamburg investiert hätte.

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Reorganisation

Als ich vor 1173 Tagen "Rebellen ohne Markt" eröffnete, sollte es nur ein kleines Nebenprojekt zu Dotcomtod werden. So richtig ist es nie dazu geworden, denn sehr bald kam das Blogbuch dazu, dann verschwand Dotcomtod, und das hatte zur Folge, dass die Rebellen gewissermassen die Zentrale meiner Aktivitäten wurden, begleitet von meiner eigenen Verunsicherung. Bei ca. 1000 Besuchern am Tag wurde es mir selbst ungemütlich, und es hat eine Zeit gedauert, bis ich zufrieden war mit der weiteren Entwicklung. Das Blog ist etwas, das nebenbei hübsch läuft, nicht mehr, nicht weniger. Es ist nicht klein, es ist aber auch kein Dauerentertainment für die Leser wie grössere Blogs nach dem Beispiel Spreeblick und Basicthinking. Andererseits ist und bleibt es eine nichtkommerzielle Alternative im Konzert der grösseren Blogs.


Die "Arbeit" ist weitgehend ausgelagert in die Blogbar, die durchaus kommerziell und von Anfang an als Buchwebsite geplant war. Sie ist hübsch gross, und da macht es mir auch nichts aus. Denn dort trampeln die Horden nicht wie hier durch mein Privatleben, sondern durch Themen, mit denen ich persönlich erst mal nichts oder weniger zu tun habe. Dadurch verliert Rebellen ohne Markt momentan ganz sicher an "Einfluss" und "Bedeutung". wie immer man das messen will, und das ist genau das, was ich mir für dieses Projekt eigentlich wünsche: Denn auch im Öffentlichen gibt es immer noch die Möglichkeit, Privatheit gezielt zu steuern. Das ist etwas, das mir momentan in den anderen A-List-Blogs und der generellen Debatte etwas zu kurz kommt. Es ist nicht entscheidend, möglichst viele Leute zu erreichen und Clicks zu erzielen, es geht um die richtigen Leute und den Spass mit ihnen.

Und dann gibt es noch die von grösseren Massen verschmähte Blüte des GTBlogs, das sich allein dem Urlaub widmet. Es enthält keine Themen, die man mit zig Kommentaren ausdebattieren müsste, es ist eine digitale Urlaubskarte, später mal eine nette Urlaubserinnerung, und vielleicht sowas wie ein Geheimtipp. Beim Blick auf die Zugriffszahlen zeigt sich, dass eine Woche Schreiben da drüber schon dafür sorgt, dass Dauerleser kommen, aber darum geht es nicht. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich es ebenfalls bekannt machen und mit allen Insignien des bekannten, viel zitierten Blogs ausstatten könnte, dafür hätte ich sogar ein paar Beiträge gehabt, aber wozu?

Es ist das Blog, das ich gern von anderen lesen möchte, und weil es nicht existierte, habe ich es mir selbst geschrieben. Und deshalb bin ich momenten mit der allgemeinen Situation meiner Blogs mehr als nur zufrieden. Ich denke, ich habe eine Balance gefunden, die mir gefällt. Und das ist die Hauptsache, die manche wahrscheinlich vergessen haben, die verzweifelt nach Leserzahlen und Links schielen.

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Zu früh

Als mir danach und dem plärrenden Balg in Reihe 11 in München dann weitere plärrende Bälger und auf der Heimfahrt auchz noch Traktoren mit komischen Aufbauten entgegen kamen, begriff ich schlagartig, wieso ich wirklich noch bis Mittwoch in Jaffa hätte bleiben sollen: Ich hasse Fasching. Mein Beileid an alle Hamburger, Bayern und sonstige Menschen im Rheinland.

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Samstag, 17. Februar 2007

Sex und Sexismus

Nachdem sie mich abgeschleppt und in ihren Tempel gebracht hatten und ich ohne Aufeinandertreffen mit G´tt und Instantbekehrung entkommen war, standen wir noch etwas rum und sprachen über dies und das: Wie es so ist in Deutschland und mit der Hamas, wie es in Israel so läuft und natürlich über das Äquivalent zur Seehofer-Dolchstosserei: Den Sexskandak des israelischen Staatspräsidenten.

Nun sind Israelis mitunter nicht ganz ohne machohafte Allüren - allein der Umstand, dass nur Männer beim Tempeldienst als Mitglieder zählen, ist so eine Sache - und an die Neigung, Dinge durch Anfassen des Gesprächspartners auszudrücken, muss man sich auch erst mal gewöhnen. Prüderie ist auch nicht die starke Seite des Landes. Aber die Meinung zum Verhalten von Katzav war dann doch recht eindeutig: Daumen runter. Und zwar allgemein.

Und das ist was, das mir ein Lächeln auf dem Gesicht lässt, denn so eine gnadenlose Haltung hört man in Deutschland und Bayern beim Thema "sexuelle Übergriffe" selten. Vielleicht braucht man wirklich erst mal so einen Skandal, damit die Leute begreifen, dass es da ein Problem gibt. Blöderweise kann man davon ausgehen, dass gewisse Massenmedien mit den sexistischen Artikeln und Themen sowas nur aufgreifen, wenn´s dem Gegner schadet - und dann auch nur mit einer augenzwinkernden Heuchelei, die einem das Essen hochtreibt.

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Programmvorschau

Gleich ruft mich Holgi in Tel Aviv an. Ich werde auf der schönsten Dachterasse von Jaffa stehen, zum Mittelmeer schauen und etwas über diese Konferenz erzählen. Und wenn Holgi das Interview dann schneidet, werde ich in meine süssen Pistazienröllchen beissen, Tee trinken, und alles wird gut sein. Wenn Holgi dann On Air geht, bin ich beim Abendessen in einem Strandlokal, bevor wir mit Ronen, Jan und dem Lottchen um die Häuser ziehen. Um 3 ist leider Schluss für mich, denn ich muss dann zum Flieger. Aber bis dahin wird es nochmal grosse Klasse. Und ich habe noch Material für eine ganze Woche GT Blog.

Leider arbeitet El-Al heute nicht, sonst hätte ich angerufen und versucht, den Flug nochmal um 3 Tage zu verschieben. Denn ich hasse Fasching, und Purim, der jüdische Fasching, für den die Zilliarden jüdischer Mamas gerade ihre bloden Blagen Nachwuchssabras pimpen, ist erst im März.

Nachtrag:



Nur für Holgi in seinem kleinen, stickigen Büro irgendwo in der Tundra bei Berlin a. d. Spree. Es war noch was da und es wäre auch genug für ihn da. Und vom Minaret ruft der Muezzin etwas, das ich nicht verstehe, aber darauf kommt es nicht an. Was hoffentlich Blogkonferenzveranstalter in Israel verstehen: Die beste Zeit dafür ist Februar/März, und nach diesen Erfahrungen dürften deutsche Blogger an den Türen kratzen. Nur für den Fall, dass hier das Böll oder Ebert-institut hier mitlesen - nehmen Sie einen gemässigten Linken, keinen von den Neoconnards, wir kommen gerne.

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Was wäre ein Blog ohne

Katzeninhalte?



Nichts. Eben.

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Freitag, 16. Februar 2007

Sie wollen einfach nicht sterben

und manchmal frage ich mich, ob das Monster Intershop jemals wirklich tot sein wird. Oder hat das ZK der SED den Staatsschatz in Jena verbuddelt, und die hauen ihn jetzt raus?

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Das Tagungsfazit

wird an der Blogbar serviert, oder im GT Blog

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Donnerstag, 15. Februar 2007

Nett.

Das Cafe Rechvia hat ein offenes WLAN - nachdem sie im Hotel allen Ernstes bei allem Luxus unbedingt die Kreditkarte zum abbuchen wollen.



Es regnet beim aktuellen Wolkenbruch zwar rein, aber hey... und morgen geht es sowieso zurück nach Tel Aviv.

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Welcome to J´lem

Ich bin kein Freund von Vandalismus. Vor allem nicht, wenn Extremisten dahinter stecken:



Dieser Herr ist Menachem Mendel Schneerson, der ehemalige Kopf des Chabad Lubawitsch, und wenn es quasi das Erste ist, was man von Jeruslame sieht, kann es einem schon mal die Stadt vergällen.

Schöneres Jerusalem gibt es hier und hier.

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Mittwoch, 14. Februar 2007

Nahostkonflikt für Anfänger

Eigentlich ist es ganz einfach. Die einen sagen, dass alles bis zur Linie ihnen gehört und die anderen es gestohlen haben. Ausserdem gehört ihnen eigentlich alles bis zum Meer.



Die andere Seite, da wo ich stehe, sagt, dass ihnen beide Seiten schon immer gehört haben, die anderen hier nichts verloren haben und bitte hinter den Jordan gehen möchten.

Wie auch immer, das was über der Linie kommt, ist für beide Seiten das absolute Minimum ihrer Forderungen. Es ist ein mit Aufreissern, Schleppern, Kitschhändlern und schlechten Fastfoodrestaurants verseuchter Berggipfel mit dem Namen Altstadt von Jerusalem

Und alles, woran ich beim Überschreiten gedacht habe, war nach dem Blick auf meine Schuhe, dass ich dieselben auch mal wieder hätte putzen können.

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Bloggertreffen

in Israel. Wir sind unter all den Journalisten eher die Paradiesvögel.

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Ich bin

letztlich doch in Jerusalem angekommen. Habe ich schon mal gesagt, dass ich Jerusalem nicht besonders schätze? Atheisten stellen sich es einfach vor wie einen Aufenthalt im Kloster. Zu viele Gläubige hier, und bei Plakaten mit dem Rabbi Schneerson bekomme ich Zustände. Theodor Herzl hat mal sehr böse Sachen über Jerusalem gesagt, sinngemäss: Hässliches Kaff auf Berg.



Aber es gibt hier ein sehr nettes Institut, das mich eingeladen hat, etwas über "The Big Schlamassel" zu erzählen, die Probleme eines deutschen Juden, in Deutschland über den Konflikt hier unten als Journalist und Blogger zu schreiben - und das ist schön. Für mich. Weniger schön für Neoconnards und AAA (anderen arischen Abschaum). So kommen Deutschlands bloggende Judenanschleimer doch mal nach Jerusalem.

Womit schon klar sein dürfte, wo ich bei mir die "Boundaries of free speech", so der Titel der Konferenz, sehe. Ich bin in Nagellaune: Gibt es Wünsche, irgendwelche speziellen Freunde hier einem grösseren Publikum bekannt zu machen?

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Ich war

am späten Nachmittag



am Strand.

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Dienstag, 13. Februar 2007

Etwas besseres als den Tod finden wir überall

Ich werde es nie verstehen, warum meine Kollegen bei der Flucht aus diesen Zuständen immer zuerst an PRostitution an die Lügenindustrie der Öffentlichsarbeit denken, und dann - als Frauen - oft an Ehe und Kinder, statt sich hinzustellen und selbst im Internet was aufzuziehen. Gerade Lokalzeitungen sind im Netz schlachtreife, fette Gänse, denen man nur das Blogmesser durch die Kehlen jagen muss. Und ja, ich sage "muss", denn diese Ausbeuter haben es verdient.

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Rote Laber Fraktion

Der härteste Schlag, den man dem Linksextremismus versetzen könnte, wären ein paar öffentliche Auftritte von Frau Mohnhaupt. Stundenlanges Gesabber im Stil der 70er Jahre wäre der völlig überzogene Baudrillardsche Moment, der das Weltbild der von der RAF begeisterten Klientel ganz schnell in sich zusammenstürzen lassen würde. Gerade weil die gute Frau noch nicht kapiert hat, was für einen Bullshit sie von sich gibt. Die anderen, die inzwischen so eine Art journalistisch geftagte Toskanafraktion sind, stellen dagegen so eine Art Ausweg nach der grossen Sause vor - Mohnhaupt dagegen ist der Absturz nach einem schlechten Trip. Und deshalb sollte man sie ruhig auftreten lassen.

Ohnehin ist es für Märtyrer doof, wenn sie überleben und den Mund weiterhin aufmachen können. Man stelle sich bitte mal andere jugendliche Störer in vierter Ehe mit Junggemüse als Fellow amerikanischer Unis vor...

Äh.

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Oooops.

Ich hätte mehr kurzärmlige Hemden mitnehmen müssen. Wenn das so weiter geht, stöhne ich am Freitag unter der Hitze.

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Pflichtbeiträge

über Terror, Trouvaillen und Falafel. Alles sehr landesspezifisch. Und ohne Unterstützung des israelischen Tourismusministeriums.

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Montag, 12. Februar 2007

Warum ich gefahren bin

Ich bin ja allgemein bekannt als der höflichste Mensch von der Welt: Freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit, ein Streichler der Katzen, ein Freund der Frauen und einer, der noch keine Elitesse draussen im Regen hat stehen lassen. Ich ignoriere die, die mir Übles nachreden, antworte auf Kommentare und stehe immer bereit, wenn ein PRostituierter oder sonst eine Kanaille darum bittet, ausgepeitscht zu werden.

Aber auch der höflichste Mensch von der Welt braucht mal eine Auszeit von all der Nettigkeit, und die ist jetzt gekommen: Ihr erinnert Euch doch sicher noch an die Dachterassenbilder, mit denen ich jeden Sommer zeige, wie gut es mir doch geht. Nun, in Deutschland ist gerade Winter, Ihr rennt mit Mantel und Schal durch die Gegend, und ich bin hier auf der Dachterasse 2.0: Heute 23 Grad im Schatten, wolkenloser Himmel, es ist Sommer, liebe Freunde daheim, und ich bin hier:



Hier oben drauf. Jetzt, in diesem Moment. Ich sitze auf einem Sofa, tippe, und wenn ich den Blick hebe, sieht das so aus:



Am äussersten linken Bildrand und noch etwas darüber hinaus, jenseits des Meeres und dann ein paar tausend Kilometer weiter nordwestlich - da seid Ihr, meine lieben Leser. Und als ich vorher auf dem Kastell von Jaffa stand, dachte ich mir nicht nue "Ich fühl mich jaffajaffajaffantastisch" -



ich dachte mir auch, wie es jetzt gerade bei Euch sein muss.

Ihr Armen.

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Nachtspaziergang gefällig?

Wie wäre es mit ein wenig "urban exploration" in einem weniger guten Viertel zwischen Jaffa und Tel Aviv?



Noch schnell eine kleine Stärkung für den Weg, und dann geht es los in das Gebiet, das in keinem Reiseführer steht: Blade Runner in der Near East Edition.

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Dirt Picture Contest: Opa war Berliner

Nehme ich bei dem Verursacher dieses Trümmerhaufens an, der mich beim Verlassen des Taxis an der Olev Zion Street anlächelte.



Ja. Ich sage anlächelte. Das hier ist Jaffa, das ist der Nahe Osten, da mache ich zivilisatorische Abstriche. Ich kann hier drüber lächeln - oder vielleicht ist es auch nur der Umstand, dass der Mull im Februar bei 20 Grad plus (!) unter Palmen rumsteht. Um das Sideboard ist es etwas schade, nachdem "Inneneinrichtung" in Israel ohnehin nicht wirklich viel zu bieten hat. Der Umstand, dass jetzt, 20 Jahre nach dem Ende der Starck-Mode in Europa, Philippe Starck hier noch Hochhäuser baut und man das als Triumpf feiert, zeigt, wo wir sind. Mehr Jaffa gibt es hier

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