Freitag, 24. August 2007
68 Minuten im August



Ich habe zum neuen Tisch auch Korbstühle
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5 Jahre zur Perfektion
Höfe brauchen Tore, Tore sind damals schon teuer gewesen, und zu allem Überfluss erlitt die kleine Stadt nach der Vertreibung der Gesellschaft im Jahre 1773 und durch die Verlegung der Universität einen enormen Niedergang. Häuser gab es genug, aber Geld war ein grosses Problem. So kam es, dass das neue Hoftor einen nicht wirklich guten Eindruck machte - aber für die Dienstboten und die Backstube im Hinterhaus war die genagelte, schmucklose Konstruktion gut genug.
Dann kam das Königreich Bayern, mein Clan zog hier her und kaufte den ganzen Komplex als sichere Geldanlage, vermietete Wohungen und verliess ihn nicht mehr freiwillig. Nur einmal, sehr kurz, war der Clan tatsächlich draussen, und als er wieder kam, war der Krieg aus, und eine amerikanische Fliegerbombe hatte das grosse Verwaltungsgebäude der braunen Partei zerfetzt. Dessen grosse, schwere Tore hatte die Wucht der Explosion in den Staub geschickt, aber sie waren in sich noch in Ordnung, und passten zufällig genau in die Hofeinfahrt des Stadtpalastes. In der Stadt war keiner, der meinem Grossvater widersprochen hätte, als er die Tore abholen und anstelle des alten Verschlages einbauen liess. Und da sind sie bis jetzt, eine Spolie, die gegnerische Fahne, das klassische Pfund Herzfleisch des Feindes. Leider waren sie aber bis zu jenem Sommer vor fast 10 Jahren kaum mehr gepflegt worden. Hin und wieder ein schlechter Anstrich, mehr wurde nicht getan, und so blätterte die Farbe ab, und das Holz faulte.
Da stand ich dann vor fast 10 Jahren mit der Schleifmaschine, und kämpfte mich durch die Farbschichten bis runter auf das Holz. Ich strich das Tor an einem heissen Tag, trat zurück - und fand es in seiner quadratischen, glänzenden Perfektion ziemlich, hm, faschistisch. So muss es ausgesehen haben, bevor die Bombe kam.

Es dauerte 5 Jahre, bis die Witterung mein Werk so stark angegriffen hatten, dass mir die Tore wieder gefielen. Nach dieser Zeit hatten sie eine italienische Patina, und sahen überhaupt nicht mehr nach Blut und Boden aus. Das Monumetale war verwaschen, die Maserung brach durch die glatte Oberfläche, das Holz war an einigen Stellen ausgebleicht, und der Funktion tat das alles keinen Abbruch. Aber inzwischen liegen grössere Holzpartien frei, und wenn man nicht bald was tut, nimmt das Tor bald Schaden. Also streiche ich es neu, sehe es im neu-alten Glanz erstrahlen, ich werde wieder die braunen Horden sehen, die einst dadurch zogen, die Gauleiter und den dregadn Ösi, und erneut 5 Jahre warten müssen, bis es mir wieder gefällt.
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Ist es ok,
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 23. August 2007
Empfehlung heute - Allerchristlichste Majestäten
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Und so wurde es doch noch ein netter Tag

Nein, das hat mit Sex fast nichts zu tun, es ist keine ausgefeilte Stellung, das muss jetzt keiner verstehen, denn einerseits wäre Wissen über die Kölner Publizistik von 1711 ein wenig viel verlangt, und andererseits wird das auch noch en detail erklärt. Im Gegensatz zu dem hier.

Einer der wenigen Clubs, die nicht verseucht sind mit zu vielen Erinnerungen an die Schattenseiten der New Economy. Ich war hier nur mit drei Bekannten. Und es bleibt kein bitteres Gefühl. Fast könnte man sagen, dafür hat sich all die Qual, die Lügen, das Leben mit dem Abschaum gelohnt - wäre es nicht auch weitgehend ohne das ganze Drumherum möglich gewesen.

Aber das alles ist schon sehr lange vorbei, und es wird so nicht wieder kommen. Diese Stadt hat verstanden, dass sie sich den nächsten Tripper besser in einem sauberen Haus von einem gepflegten Herrn einfängt, statt sich nochmal den Boygroups hinzugeben, und schiebt zur eigenen Verschönerung all das Tomorrow, Vanity Fair, N24 und MTV zum Krepieren zu den anderen Versagern nach Berlin, wo sie nicht so stören. Da liegt sie also im Dunkeln und wartet auf die nächste Spekaulantenseuche, um sich ihr hinzugeben und den Geldeiter unter all die Menschen zu spritzen, die nie etwas anderes gelernt haben, als den Ausfluss gierig aufzulecken. Aber diesmal kann man es ignorieren.
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Real Life 22.08.07 - Dead on Arrival
In dieser langen Zeit entstanden Briefwechsel, die in ihrer Gesamtheit nicht viel kürzer als "Krieg und Frieden" sein dürften. E gab Meetings zwischen München, Berlin, Hamburg und dem Starnberger See, die zurückgelegten Strecken der Beteiligten in ihrer Gesamtheit reichen fast bis zum Mond, und du vermutest, dass allein die Kosten dieses Hin und Hers bald so hoch sind, wie die strittigen Summen, die der Betreffende bestenfalls erhalten könnte, wenn er einer sinnvollen Einigung frühzeitig zugestimmt hätte.
Aber nun ist es dreieinhalb Jahre später, keine Immobilie steht besser da als damals, und auch die Problemfälle haben in dieser Zeit zu wenig errafft, um dem Verlangen des Kundenbetreuers zu entsprechen. Privatinsolvenzen waren nicht auszuschliessen, oder auch 30 Jahre abstottern für einen Fehler bei der Beteiligung an einem Steuersparmodell. Zwischenzeitlich hatte man den Eindruck, die andere Seite wollte den ein oder anderen Gang zum Amtsgericht, um die anderen Betroffenen zu terrorisieren. Bei denen würde sicher keiner mehr Kunde werden, aber sie sind es nun mal und kommen nicht mehr aus, egal wie teuer die möglichen Einigungen ausfallen würden. Bis gestern.
Gestern hattest du befürchtet, dass dein angenehmes Treffen danach ml wieder im Sturm der Streitigkeiten und des zähen Ringens untergehen könnte, und die schwarzen Fluten des Zorns dich privat und geschäftlich überschwemmen könnten. Doch es ging schnell, enorm schnell, die andere Seite legte einen Plan auf den Tisch, der finanzierbar ist, der unbedingt anzunehmen ist, die Rettung, und die könnte fair wirken -
gäbe es keine ameriknische Kreditblase. Denn die andere Seite hatte dreieinhalb Jahre alle Zeit der Welt. Geld war in enormen Mengen da, es gab keine Probleme, ausser eben mit den alten Geschichten im Berliner Immobilienmarkt. Nun jedoch hat sich herausgestellt, dass die andere Seite von ihren eigenen Geschäftspartnern dank AA-gewerteter Anlagen in den USA in der selben Situation ist wie die, die sie seit dreieinhalb Jahren bedrängt. Da nutzt all der Anspruch auf Immobilienvermögen nichts, da geht es nur noch um Geld, um Liquidität um jeden Preis: Die Bilanzen werden nach jedem Euro durchwühlt, als fehlte dem Alkoholiker nur noch der Groschen für de Kauf des Korns, und lieber lebt man mit weniger sofort weiter, als mittelfristig zu auf seinen Forderungen zu verhungern.
Du verlässt nach einer Stunde die Sitzung. Für die Verfolgten hat die Pein ein Ende. Aber in den Augen der anderen war die blanke Angst um die Existenz. Das sist kein Markt mehr. Das ist der Abgrund.
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Dienstag, 21. August 2007
München und ich

Und weil ich annehme, dass der Leserschaft Bilder aus Antiquariaten lieber sind als aus Konferenzräumen, die ausser WLAN keine Vorzüge zu bieten haben, und ich sehr spät heimkehren werde, befreie ich uns alle von sauer grummelnden Bemerkungen über lauwarmen Tee und drittklassige Plätzchen, die auf Glastischen unübersehbare Brösel mitsamt Spiegelung hinterlassen, und melde mich morgen wieder. Und empfehle solang kranke Münchner Möpse aus Hamburg. Mehr Krankes aus München dann morgen.
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myON-ID Media GmbH: Reputationswächter versuchen es als Spammer
Das kleine Problem: Ich habe das durch eine Spammail erfahren, die in meinem Briefkasten war. Offensichtlich wurde meine Email vom Absender Andrés Sieverding missbraucht - laut der Emailadresse, die auf prp-koeln.de endet, kann er auf den Mailserver der Firma PR-Partner Köln zugreifen.
Und ich wüste jetzt nur zu gerne, wieso Sieverding und MyON-ID es nötig haben wollen, als Spammer in Erscheinung zu treten. Ich habe keie PR-Texte verlangt, ich will sie auch nicht haben, und wer keine Lust hat, im Internet als Versender unverlangter Werbepost dazustehen, sollte es sich gut überlegen, ob er mit Leuten zusammenarbeiten will, die Emailadressen gegen den erklärten Willen ihrer Inhaber missbrauchen und einen somit der Gefahr aussetzen, die eigene Repuation als Spamversender bei Google ganz oben zu finden.
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Dienstag, 21. August 2007
Empfehlung heute - Eingemachtes
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Skype, Adical und das Elend des Web2.0
Ich denke, man kann die Frage in Berlin stellen, und in Kreisen, die sich vor allem in Kreativ- und Medienkomplex herumtreiben. Für Startups und ähnliche Firmen klingt das alles vollkomme normal, da kennt man es nicht anders: Miese Kommunikation, Nutzerverarschung, dumme Protzerei von toller, neuer Kultur mit anschliessendem Totalausverkauf an den nächsten Drecksack; das alles sind Leute gewohnt, die ohnehin täglich ihr Dasein zur Disposition stellen, die mal so und mal anders überleben. Es ist auch die Ticke der Investmetberater, so funktioniert ein Teil der Wirtschaft und einTeil des Landes von den Strichjungen bis zur Topagentur -
aber auch nur, weil die grosse Mehrheit dieses Landes nicht so funktioniert. Wirtschaftsorganisationen können es sich nicht leisten, dass ihre Kommunikationssysteme auf unbestimmte Zeit mit unbekannten Ursachen ausfallen. Da kann es auch keiner akzeptieren, dass eine Weile mal die Kohle reinkommt und dann zwischendrin wieder vier Wochen gar nichts geht, nachdem der Vertrieb ohnehin nicht die besten Kunden ranschleppt. Das geht alles im Prekariat, bei 200-Euro-Mieten und Döner für 1,50 und Leuten, die wissen, dass ab und an die Telekom die Leitungen wegen der Rechnung sperrt, oder auch bei denen, die irgendwo ein Sicherheitssystem haben, das die schlimme Zeit überbrückt. Es gibt sogar ein Web2.0, das ist Nice2have: Xing, Bookmarkdienste, Blogs, alles, was man auch später machen kann.
Aber für alle, die kontinuierlich Einnahmen brauchen, um auf einem Markt zu bestehen, für Geschäftsleute, die von dummen Sprüchen nicht leben können, sind solche Aussetzer nicht hinnehmbar. Mit Skype geht der Traum der sicheren Telefonie vor die Hunde, und mit Adical hat sich der Traum des Profibloggens weitgehend erledigt. Beta kann keine Zuverlässigkeit ersetzen, und wer nicht verantwortungsvoll agiert, ist beim nächsten Geschäft draussen. Ausser bei denen, die genauso ticken: Den bedauerlichen Nebeneffekten einer funktionierenden Wirtschaft, die dergleichen erst ermöglicht.
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Mendelssohn, Capriccio brillant

Es gibt Momente, da weiss man, dass es richtig wird. Da gibt es kein Falsch, kein Versagen und kein Zögern, da stimmt alles.
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Das grosse Kaufen & Fressen

Neben eventueller Beratung kann ich nämlich auch noch den hier oft zu besichtigende Datschi in Saft & Natura offerieren. Undzwar auf zwei Arten: Entweder mitgebracht und dann vor Ort auf dort erworbenes Geschirr verteilt, oder die Herrschaften wollen sich in mein Domizil an der Donau bequemen, wo es das gleiche Angebot mitsamt Tee auf der Dachterassse geben wird. Das sieht dann, abgesehen vom Käse und Ciabatta, hoffentlich ungefähr so aus:

Originalfarben gestern um 11 Uhr, kein Photoshop oder ähnliches. Alternativ, wenn das Wetter wie sonst in diesem Sommer ist, wäre da auch noch ein Innenraum. Und danach muss ichz mir hoffentlich keine Klagen mehr anhören, ich würde meine Leser hier nur mit Bilder quälen und anchliessend hungernd zurücklassen. Wer nicht kommt - ist selbst schuld.
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Montag, 20. August 2007
Handkoloriert
Nun ist es auf den Flohmärkten so, dass Fachwissen den Händlern oft fremd ist, wie auch den Käufern, und dadurch Reproduktionen auf nachgeformten Büttenpapier als echte Kupferstiche angeboten werden. Es gibt Reproduktionen, die so gut sind, dass man das Papier aus dem Rahmen nehmen muss. Ironischerweise sind es die typischen Schäden, Unregelmässigkeiten und Verfärbungen, die die Beurteilung erleichtern und beim Aussortieren der gerahmten Kalenderbilder helfen. Und dann gibt es auch Sujets, die theoretisch so selten sind, dass man kein zweites mal hinschauen muss, um zu wissen, dass hier eine Fälschung vorliegt. In der Zeit handkolorierte Pflanzenstiche beispielsweise sind Rarissima, werden aber wegen des dekorativen Aussehens gern nachgemacht. Und hätte ich nicht schon zweimal alte Pflanzenholzschnitte gefunden, wäre ich an der Kiste mit den sieben Rahmen einfach vorbeigegangen. So aber betrachtete ich genau die Struktur des Papiers, seine Verwerfungen und die typschen Streifen, die durch das Schöpfen entstehen, drehte sie um

und las "Handkoloriert Leipzig 1720". Na also. Steht doch drauf. Lesen können muss man, das ist alles. Nur war es schon gegen 12 Uhr, und wenn derartige Stücke dann noch da sind, bedeutet das, dass der Preis in den Höhen ist, in denen so etwas nun mal anzusiedeln ist - pro Blatt so um die 100, 150 Euro. Aber offensichtlich können hier weder Verkäufer noch Käufer lesen, und so wechselte das gesamte Paket für 11 Euro den Besitzer. Ist es gemein, vom Analphabetismus der Landsleute zu profitieren?
Bleibt nur ein kleines Problem: Ich habe in der Küche keinen Platz mehr. Allenfalls könnte ich den ein oder anderen gegrillten Heiligen abhängen, der sich hier thematisch am Herd aber zu gut und blasphemisch einfügt. Bleibt nur der Gang mit seinen harten Wänden aus der Zeit um 1720, an denen die modernen Nägel krepieren wie die Hoffnung der Fondsverbrecher auf ein Ende der Krise.
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Empfehlung heute - Nicht jedes Giftmetall aus Asien

Man könnte auch sagen: Sich zum Affen machen. Was nicht weiter schlimm ist, denn Hanuman ist der Legende zufolge ein Affengeneral, und da er am Ende die Meerjungfrau Sovann Macha für sich gewinnt und seither in den Tänzen der Khmer-Hofoper verehrt wird, hat es sich für ihn gelohnt. Ob es sich dagegen für uns lohnt, sich wegen ein paar lumpiger Cent für miserables Spielzeug aus Sweat Shops zum Deppen zu machen - das bezweifelt Patrick Breitenbach.
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Sonntag, 19. August 2007
Altern in Würdelosigkeit
Unwürdig auch die Debatten, welches der drei Dorfbratzen mal eine schöne Frau sein wird - zu einem Zeitpunkt, da das eigene Allgemeininteresse an schönen Frauen mangels mörtelscher Baubranchenmillionen im Opernballumfeld mutmasslich schon etwas nachgelassen hat. Aber in diesem Alter darf man das, wenn man immerhin mutig 20 Minuten Wasser tritt, während die Teenager den Entschluss fassen, dass der Bach doch erheblich zu kalt ist. Husten, nicht wegen des Alters, sondern weil man sich an einem Spruch über die später mal schattenparkende und windschotteinbauende Jugend verschluckt.

Sich über jeden Rollator im Heck vorbeifahrender Kombis freuen, weil es auch so schlimm sein könnte. Dabei den eigenen Subrücken betasten, ob der heutige Sturz über die Treppe noch mehr hat brechen lassen, als die Holzstufe, die als Landezone auserkoren wurde. Froh über die genetisch bedingten Mastodonknochen (Urahn war Saurierficker) und über die Orangencremetorte, die dem Umstand der ungenügenden Polsterung durch Verschlingen auf der Dachterasse Abhilfe schafft.

So gegen 11 Richtung Bett gehen. Morgen weitere alte Dinge kaufen. Der Vergleich macht jung, so lala. Immerhin nicht zum Arzt gegangen, was immer noch die Dummheit der Jugend sein könnte. Allerdings dürfte dann die Grossmutter, die auch mit ihrer Abneigung gegen Kurpfuscher immer Recht hatte, selbst mit 90 noch jung gewesen sein.
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Freitag, 17. August 2007
Da sage einer, Neocons hätten keinen PenisSozialneid
(http://andrewhammel.type pad.com/german_joys/2007/08/classy-peop
le-n.html#comment-79554663)
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Kleines Ravemädchen

Vermutlich, wenn sie einen normalen Plakatkleber wie Heinz oder den Toni mit diesem Job vor dem Wohnheim, neben der Mensa beauftragen würden, kämen weniger Elitestudenten in die einzig vorzeigbare Disco der kleinen Stadt.
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Urlaub
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Freitag, 17. August 2007
Empfehlung heute: Balkon with a view

Wie wohl der Blick vom Balkon der alt-neuen Jugendstilwohnung von Lisa9 sein wird?
bei der gelegenheit froh sein, dass man die sache mit der gekauften wohnung schon zu einem zeitpunkt hinter sich gebracht hat, als der achtorientierte lebensstil keinerlei anlass zu blöden bemerkungen wie "sesshaft" und "gesetzt" gab
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So ist das hier
Der Spiegel erlitt im Laufe der Jahrzehnte ein paar Schäden, hinter dem Glas lösten sich einige Silberflocken ab, was halt so passiert bei vorindustriellen Produkten im Lauf der Zeit. Patina eben, das gehört dazu, das hat seinen Reiz. Sollte man denken.
Tat man aber nicht. Vor ein paar Jahren muss jemand eine Einrichtungsshow zu viel gesehen haben und kam zum Schluss, dass man den alten Spiegel da oben auf dem Speicher prima aufmöbeln könnte, denn die Form passt geil zur Nostalgiewelle, nur dieses Gold, das ist fleckig und ausserdem nicht pflegeleicht, das wird sauber überstrichen. Mit braunem Hammerschlaglack, der prima zu den Kirschimitatmöbeln passt. Bis man das auch nicht mehr sehen kann und den ganzen Müll, Imitat und Hammerschchlag, der Caritas übergibt.

Ein schneller Zugriff, 2,50 Euro an der Kasse, und nachdem der Hammerschlaglack nicht zu entfernen ist, bekommt er eine neue Fassung. Morgen erhält er dann ein Platz zwischen den Fenstern im Gang. Das tue ich hier. Ich gebe der Provinz eine schöne, glänzende Fassung über dem unzerstörbaren, praktischen Scheissebraun über allem, was hier einmal war, und das so leicht austauschbar und entsorgbar geworden ist. Und dann hänge ich es auf, an der Wand, im Netz, beztrachte mich darin - und ich bitte die Zuschauer nie vergessen, was unter all dem Gold ist. So ist das hier.
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Regionaler Darwin-Award für Vandalen
1. Brüllend die Strasse runterziehen, in der Don Alphonso lebt und auch gegen 3 Uhr noch am Spiegel restauriert.
2. Direkt unter Don Alphonsos Fenster weitergrölen, so dass dieser annimmt, da unten würde mal wieder einer seine Notdurft verrichten.
3. Bei Don Alphonso, der dann bereits am Fenster ist, klingelputzen - was ihn nicht wirklich aufweckt.
4. Richtung Westen laufen, wo Don Alphonso sehr genau sieht, wie die Betreffenden bekleidet sind.
5. Nach 30 Meter innehalten, mit der Faust auf der Kühlerhaube eines Autos eintrommeln, was in etwa so lang dauert, bis Don Alphonso sein schnurloses Telefon holt.
6. Sobald Don Alphonso wieder am Fenster ist, mit etwas Anlauf über das abgestellte Auto rennen und Beulen verursachen.
7. Auf dem Dach anhalten, die Arme in die Luft strecken und brüllen, was in dem Moment abgeschlossen ist, da Don Alphonso 110 gewählt hat.
8. Lachen, herunterspringen, grölend Richtung Hauptstrasse weitertorkeln.
9. Sich sehr sicher fühlen und keine Eile haben.
10. Und sich auch keine Sorgen machen, dass dies der einzige Weg ist, auf dem die Polizei kommt und man ihr hier an keiner Stelle ausweichen kann.
Orange Baseballkappe. Ts. Vermutlich fährt er auch Opel Astra.
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