Man könnte ganze Bücher schreiben

Es passiert mir nicht oft, dass Artikel signifikant zu lang werden.

Heute Nacht war es anders.

Heute Nacht meinte ich, ich müsste einmal aufschreiben, was bekannte deutsche Blogger einmal für die Zukunft ihrer Arbeit gehalten haben, was hochgehoben wurde, und was den Medien als leuchtendes Vorbild gezeigt wurde.

Ich habe mal einen Vortrag eines Jubelkieler gesehen, der es trotz aller gezogene Register nicht schaffte, als Rapper aus dem Internet in die Charts zu kommen, und der auf seinem Blog inzwischen Promotion für Urlaub in einem dreckigen Mörderregime des Nahen Ostens macht.

Ich habe abgespeichert, was Sascha Lobo über Blogwerbung sagte.

Ich weiss noch, wie man den Spreeblickverlag als Konkurrenz zu den etablierten Medien betrachtete.

Robert Basic galt mal als Vorreiter, heute lässt er sich in Testautos vorführen: Wie handzahm, ist die Fragestellung, sind Blogger bereit, sich zu geben, wenn die Gegenwerte stimmen?

Seine Rolle als Techblogger hat heute ein gewisser Cashy, dessen Qualität ungefähr so hoch ist wie die Angeberei, mit der sich ein gewisser Sascha Pallenberg vor ein paar Jahren zum Paradebeispiel in den Vorträgen von Thomas Knüwer machte.

Es gab einen hochgelobten Versuch von Springer, eine Zeitung in Second Life zu verkaufen.

Und weil alle Medienkritiker mit einer Verantwortlichen für das Portal Zoomer so prima konnten, trauten sie sich nicht zu sagen, was für ein Haufen Dreck das war - obwohl dort all die Experimente gemacht wurden, die heute wieder von Bloggern gefordert wurden, wenn es um Medien geht.

Und erinnert sich noch jemand an die geschmierte Brause-WG und wer da alles sein gesicht in den Dienst der Werbesache stellte? Girls with balls? Damals gab es noch keinen Aufschrei, nur eine kostenlose Mietwohnung eines Fettmachers. Da waren sie aber auch dabei, die Herren heutige Medienkritiker. Oh, und erinnert sich noch jemand an den Medienkritiker Jeff Jarvis und seinen Hass auf Datenschutz? Vielleicht ist der Mann ja von der NSA geschmiert.



Und dann war da noch ein Bürschchen, das keinen Journalismus konnte und deshalb, vielleicht aus Minderwertigkeitsgefühl, jede Zeitung, für die er mal geschrieben hatte, gleich auf seine Website verfrachtete. Oben rechts. Als seine Kunden. Diese Person wurde von SPONschleim gebeten, doch etwas über den Medienwandel und die Probleme der Tageszeitung zu schreiben. Für einen, dessen TV-Witzchen auf dem freien Markt des Handelsblattes keinen Bestand hatten, nimmt er dann den Mund recht voll und mokiert sich über Redaktionsstuben und unfähige Autoren. Und erwähnt nicht, dass er mit dem Kanalirrsinn der Öffentlich-Rechtlichen und der Zwangsabgabe den Kindergartenquatsch den Problemen des freien Marktes enthoben ist. So ein Format braucht man und bezahlt man nur als ZDF, wenn man ansonsten das Booking der Wildecker Herzbuben macht.

Leider ist das alte Blog einer Berlinerin verschwunden, in dem sie geschrieben hat, dass nebenbei für Sixtus arbeiten und Beihilfe aus der Arbeitsagentur ihr Leben halbwegs finanzieren könnte - so sind sie, die famed Jobs in den neuen Medien. Und überhaupt war der Beitrag dann schon viel zu lang. Noch mehr Beispiele ändern auch nichts am Kernproblem: Es fehlt selbst den gut laufenden Projekten an Nachhaltingkeit, und in einem Jahr ist der immer gleiche Postillon vermutlich genauso peinlich wie Ehrensenf. Der Niedergang der Zeitungen ist gar nicht so schlimm, wenn man daneben das Versagen von Leuten betrachtet, die ich leider teilweise beruflich neben mir ertragen musste. Internetexperten, die zu dumm sind, sich an das Urgheberrecht zu halten. wollen mir heute sagen, wie das Netz und die Zeitung gteht.

Keine Ahnung, was SPONschleim geritten hat, ausgerechnet einen Haufen anzufragen, dem man nur ein paar Scheine hinlegen müsste, und dann würden sie mit der gleichen Selbstüberzeuigung erklären, was der Spiegel falsch macht.Das gehört dazu, das muss so sein, denn die Fehler der anderen sind nun mal attraktiver als die eigene Geschichte, die inzwischen auch gut 10 Jahre als ist, und für diee Zeitspanne bemerkenswert wenige Erfolge aufweisen kann. Zeitungen gehen unter. Aber deutsche Blogger kommen nicht mal hoch.

Ich habe das dann doch ganz anders geschrieben, nämlich so, wie ich das sehe: Als Geschichte alter verbitterter Männer, deren Zukunft nicht kommt. Meines Erachtens haben sie über weite Strecken auch keine andere Einstellung als die Betonköpfe, Versager und Nichtschecker der deutschen Medien, die sie kritisieren. Es ist nicht ganz ohne Ironie, dass die Debatte dazu nicht nur bei der FAZ, sondern wegen der Fehlleistungen bei der Blogumsetzung auch extern stattfinden muss. Aber daran arbeite ich. Das kriegen wir hin. Ich möcht schliesslich etwas leisten und nicht mit leeren Händen dastehen, wenn ich etwas kritisiere.

Natürlich birgt das alles die Gefahr des Scheiterns, aber lieber pleite gehen, als auf Situs und Co. etwas anderes als Spott und Hohn geben.

Freitag, 9. August 2013, 22:29, von donalphons | |comment

 
Was sollen sie denn machen, Don Alphonso? Wenn man die Lebenslügen aus den Anfangs- und Jugendzeiten wegzieht, stürzt bei manchen Leuten das ganze schöne Gebäude ein. Also zementiert man die Lebenslügen und ignoriert geflissentlich das ins Fundament eindringende Wasser.

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Was sollen sie denn machen, Don Alphonso? Wenn man die Lebenslügen aus den Anfangs- und Jugendzeiten wegzieht, stürzt bei manchen Leuten das ganze schöne Gebäude ein. Also zementiert man die Lebenslügen und ignoriert geflissentlich das ins Fundament eindringende Wasser.

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Zumindest nicht ganz so laut schreien. Die Verächtlichkeiten, die aus der Richtung gerade gegen die FAZ gebrüllt werden, sind vermutlich auch auf mich gemünzt, bei zwei sogar ganz sicher. Und ich gehe keinem Konflikt aus dem Weg. Also, sie sollten sich mässigen, das Profil niedrig halten und beten, dass ich irgendwann vergesse.

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man kann den angesprochenen herren und damen nicht vorwerfen, dass sie es nicht versucht hätte. die meisten sogar in der selbstständigkeit, ohne FAZ im rücken. konnten sie von der blogbar leben ? von rebellenmakrt, vom GT blog und wie sie alle hießen ?

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Es gibt immer mal wieder Abwerbeangebote, die allesamt mit mehr Geld locken. Ein besonders Schlauer wollte mich sogar kaufen und an den FAZ zuurückleasen.

Ich kann nicht sagen, dass ich zu 100% weiss, dass es laufen würde und das Geld flösse, aber es gibt GRünde, zuversichtlich zu sein. Meine Blogs sind nicht aufs Geldverdienen ausgerichtet; ich würde etwas ändern müssen. Insofern ist das nicht eindeutig zu beantworten.

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> Ein besonders Schlauer wollte mich sogar kaufen und an den FAZ zuurückleasen.

sowas kenn ich auch aus anderen Branchen ;) "machma Beratervertrag mid doppeltes Geld und halbe Arbeit…, oda"

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... ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen das bei dem FAZgeblogge mehr als ein besseres Taschengeld herausspringt. Wir reden hier doch hoechstens ueber Reste in Erdnussbuechsen ... also : alle wieder hinlegen. Oder?

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Nun, es ist zumindest so viel, dass MSpro geflennt hat und es reicht auch für das ein oder andere kleine Bild. Ich weiss, es macht manche wuschig, wenn sie nicht wissen, was ich bekomme, aber ich kann damit bestens lebem.

Im Gegensatz zu den Idioten, die vorgeben, sie würden sich intern in der fAZ auskennen, natürlich.

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> Ein besonders Schlauer wollte mich sogar kaufen und an den FAZ zuurückleasen.

Ein Zuhälter, ach wie süß. Trug er eine fette Rolex und fuhr eine derbe Ludenschleuder?

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"... so viel, dass MSpro geflennt hat" - also doch nur ein Taschengeld, sage ich doch! (Dann bleibe ich mal einfach liegen ... )

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Schon klar - das Problem fängt da an, wo man vom Bloggen leben will, muss oder sogar kann. Dadurch wird man - mutabor! - auch 'genehm'.

Du hast aber immer den gleichen kleinen Haufen und deren Lebensgeschichten zu fassen. Das erzeugt nur noch mehr 'Awareness', nach dem alten PR-Motto: 'Hauptsache, der Name ist richtig geschrieben'. Versuch's mal mit der alten österreichischen Lebensregel: 'Gar net erst ignorieren' ... zumindest solange, wie sie weiterhin nichts Relevantes schreiben.

Außer Constantin Seibt und Cordt Schnibben hat dort niemand etwas beigetragen, was dem Journalismus aus der Grütze helfen könnte. Die beiden wiederum sind gar nicht von diesem Stamm ...

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@chat atkins:
Worin soll der Verdienst liegen, den Quacksalbern die Lufthoheit zu überlassen?

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Ich gebe solchen Leuten routinemässig was mit, man merkt richtigk, wie sie sich dann feige anderen Dingen zuwenden. Insofern meine ich schon, dass es einigermassen wirkt - und das gehört halt zum Sauberhalten des Bürgersteiges vor dem Haus.

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@mark793: Naja, dadurch, dass du sie wahrzunehmen geruhst, ob nun kritisch oder akklamatorisch, bläst du ihre imaginierte Bedeutung nur noch weiter auf. Ein Sarrazin-Effekt sozusagen.

Im 'eigentlichen Journalismus' laufen übrigens noch ganz andere Kaliber frei herum ...

@don: Es mag ja sein, dass sie insgeheim 'Aua!' sagen. Was aber ist damit gewonnen? Irgendwann merken die Leute sowieso, dass man von ihren Rezepten Bauchgrimmen bekommt, sofern diese Tränke überhaupt jemand schlürfen mag. Zur Zeit regiert die Mediokrität auf beiden Seiten - und gegen die Dummheit kämpfen bekanntlich selbst Götter vergebens. Klingt jetzt sehr zenmäßig, ich weiß: Mir gefällt's einfach, am Fluss zu sitzen und die Leichen vorbeitreiben zu sehen ...

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Es ist nicht ganz ohne Ironie, dass die Debatte dazu nicht nur bei der FAZ, sondern wegen der Fehlleistungen bei der Blogumsetzung auch extern stattfinden muss. Aber daran arbeite ich. Das kriegen wir hin. Ich möcht schliesslich etwas leisten und nicht mit leeren Händen dastehen, wenn ich etwas kritisiere.
Laß Dir Zeit, Don! Denn selbst, wenn Du irgendwann einmal fertig werden solltest, wird das Ergebnis furchtbar sein. Erfahrungsgemäß kriegen private Blogger einschließlich all diejenigen, die Du mal wieder mit Boxhandschuhen maltraitrierst, bessere Blogs hin als jede Zeitung. So gut wie der wordpress.com-Blog wird der bei der FAZ nicht werden. Für Deinen wordpress.com-Blog brauche ich weder adblocker, kann meinen ARM-based-Spezial-Stromspar-Computer weiter benutzen. Der wordpress.com-Server ist nie überlastet. Ich kann den Blog mit kleinen Bildschirmen lesen. Da sind auch keine beschissenen Flash-Scripte, die meine Ressourcen fressen, drin, weil sich die Reklame in Grenzen hält. Also, laß dir ruhig Zeit! Es muß nicht fertig werden.

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Konkret geht es um externes Hosting, Umzug des alten Krempels zu WP und solche Dinge mehr. Ich würde unter den gegebenen Umständen im Rahmen der FAZ kein Blog mehr aufmachen. Nicht umsonst sind nach dem Relaunch die Zahlen übel eingebrochen, und das liegt nicht nir daran, dass manche unerklärlichen Zuwächse der Vergangenheit an Wordpress scheitern.

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@chat atkins: Das Dilemma ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Oft genug gelingt es mir auch mühelos, zu gähnen und "ach, was" zu sagen (etwa bei zwei Drittel aller Themen, an Denen Du Dich in Deiner Sargnagelschmiede abarbeitest). Aber manchmal tut es einfach gut, nicht alles runterzuschlucken, sondern es rauszulassen. Ich finde die Unterscheidung auch müßig, ob es nun würdiger wäre, sich an einem international bekannten Jeff Jarvis abzuarbeiten oder an einem seiner hiesigen Fanboys, in jedem Fall geht es ja auch eine bestimmte Ideologie dahinter, dass man nur netzbegeistert genug sein müsse und alles wird gut.

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@mark793: Sie sagen das scheinbar nur so hin, aber ich halte es für wichtig genug es hervorzuheben: nur "xxx-begeistert" zu sein bringt nichts. Das ist nicht nur bei Blogs oder Internetjournalismus oderwiedasdaheisstwasdietypiesmachen so, sondern eigentlich schon immer so gewesen. Begeisterung ersetzt nie das Können.
Man denke auch zurück, wo Begeisterung stark im Spiel war - 1914, Prä-stalinistisches Russland, Deutschland 30' bis 42' (danach hatte man nur angst), teilweise wieder 49' bis 53' als alles klar wurde. Ich muss konstatieren, da war bei vielen Menschen die Begeisterung oft nur Ausdruck einer gewissen Dummheit und Einfältigkeit, jedenfalls Einladung an andere, diese Menschen auszunutzen.
Von daher: Mißtraue dem, der all zu begeistert ist.
(Und mißtraue überhaupt Systemen und Staaten, deren Anhänger bzw. Bürger leicht begeistert werden können und dies auch werden, bei denen fortlaufend die Emotion alle Fakten überrennt und die generell den erfolgreichen Druck auf die Tränendrüse als Erfolgsmaßstab für die Richtigkeit des Handelns ihrer Führer anerkennt.

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@mark793: Ach ja, die 'Sargnagelschmiede' - das ist ja nur meine Linkabwurfstelle mit den hingehusteten Zehn-Sekunden-Kommentaren. Grundsätzlicheres schreibe ich in den 'Stilstand'.

Den Jeff Jarvis finde ich ja noch halbwegs lustig, auch wenn er seine paar Gedänklein endlos wiederholt und variiert. Wie bei jedem Tschingderassa-Umzug sind das Problem diejenigen, die hinter dem großen Zirkuselefanten herlaufen und jeden Kötel, den der lässt, beschnuppern und bestaunen. Neudeutsch - die 'Follower' ...

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@greenbowlerhat: Da bin ich vollumfänglich bei Ihnen, und man könnte Ihre Reihung noch um die Dotcom-Bubble und das Stichwort New Economy erweitern. Da hatte die Netzbegeisterung und der Irrglaube an ein neues Wirtschafts-Paradigma ja schon mal völlig hohl gedreht. Ich selber habe die totalitären Tendenzen der Dotocomsomolzen mit ihrem Pro-Street-View-Aktionismus in meinem allerersten Blogpost bei der FAZ thematisiert, und zuvor schon in der Dunkelkammer gegen sportpalastklatscherhafte Begeisterung über das totale Internet angeschrieben. Wenn auch nicht unbedingt in der Erwartung, die Evgeny Morozov mal etwas ironisch auf die Spitze getrieben hat: Ich weiß, wie es endet. Eines Tages werde ich zu einem Web-Feind erklärt und liquidiert. ;-)

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für die zuspät geborenen ... war der ganze dotcomkram nicht um 2000 rum und die paar clowns die da die DatenFKK propagierten sind doch erst "kürzlich" nach oben geblubbert, nicht oder ?

kann natürlich nicht ausschließen, das die betreffenden bereits eine lange unrühmliche karriere im after bekannter telekomiker oder anderer monster des jahrtausendwechsels haben.

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Nein, Sixtus war damals schon mit dabei und ist es heute wieder. Die Postprivaschistischen Sexpartnertäuscher dagegen waren damals noch etwas zu jung, um das mitzukriegen. Würde aber meinen, dass die Debattenbeiträge zur Zeitung vor allem von Resten der New Economy kommen. Jakubetz reagiert wohl noch immer pikiert, wenn man auf Maxdome zu sprechen kommt.

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@rollproll: Ich wollte das nicht so verstanden wissen, als hätten all die Nasen in der Dotcomblase schon persönlich mitgeblubbert, es ging mir um Analogien und Kontinuitäten, die näher am jetzt dran sind als August 1914 oder Sportpalast 1943. Aber inhaltlich hat sich da natürlich manches wiederholt.

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Chat Atkins schreibt im Stilstand?
Ist also Chat Atkins = Klaus Jarchow?
Glaub ich nicht. Stilmäßig.

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@jeeves: Stil zu haben besteht unter anderem darin, dass man über Stile verfügt.

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Was machen eigentlich Friedensforscher so den ganzen Tag ?
Ich meine haben die Gleitzeit und 13te Monatsgehälter ?
Sind die denn überhaupt gewerkschaftlich organisiert , die Friedensforscher ?

Walter Röhrl (der Friedensforscher schlechthin) hat ja mal universalgültigst festgestellt :
"Wenn'st den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wenn'st ihn nur hörst, hast übersteuern"

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@ mark, alles klar, hatte das idT missverstanden. so macht des sinn.

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"Während sich die Arbeitsbedingungen der Journalisten als vierte Gewalt im Staat durch die Medienkrise verschlechtern, versorgen immer mehr (30.000 bis 50.000) PR-Mitarbeiter rund 48.000 hauptberufliche Journalisten in Deutschland (2007)."

http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Relations

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Doch mit den Wirtstieren sterben auch die Parasiten...

Leider nicht. Nicht ujmsonst gehen jetzt alle in Richtung Corporate Publishing. Und man muss auich bedenken: Es gibt, wie es arme Journalisten gibt, auch genug Küchentisch-PR.

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Also, wenn ich die Auto-Berichte in der FAZ lese, ist das doch auch reinstes Corporate Publishing.
Das Bildmaterial stammt ja schon fast ausnahmslos von den Herstellern.

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Füe Auto und vieles im Bereich Lifestyle schäme ich mich auch.

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Die FAZ-Autotester machen ja seit einiger Zeit gar keinen Hehl mehr daraus, dass sie die Karren wochenlang kostenlos vor die Garage gestellt bekommen. Kürzlich hat einer seiner Trauer Ausdruck verliehen, dass "sein" Opel Cabrio von den Herren aus Rüsselsheim wieder abgeholt wurde. Erbärmlich. Ich würde gerne mal in der Steuererklärung dieser Typen blättern.

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Ich würde keinem Autotest glauben, ganz egal wo. Dass diese Leute nach Strich und Faden eingelullt werden und den Job auch nicht machen wollten, wenn sie nicht dauernd gehätschelt werden möchten, ist offensichtlich.

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Wo gehobelt wird...
Don,

die neueste Masche kennen selbst Sie wohl noch nicht, oder?

http://passiondriving.de/2013/04/18/springer-startet-auto-blog-und-klaut-sich-einen-namen/

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Wenn die sich gegenseitig fertig machen, kann es nur Gewinner geben. Weite Teile der Autobloggerszene sind doch der gleiche Dreck nur bei schlechterer Schmierung.

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Faszinierend ist, wie gut man den gleichen Dreck dank Verlinkung, SocialMedia usw. verkaufen kann. Im Grunde können wir froh sein, dass dieses Modell nicht bei anderen Themen-Blogs ähnlich "erfolgreich" läuft.

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Autos sind sowas von 19hundersonstnochwas.

Die Hersteller haben die ganzen 90er hindurch jede echte Innovation verhindert, dafür alle 3 Jahre 60PS mehr, 5mm breitere Reifen und 20 Gimmicks mehr eingebaut, davon 15 Gimmicks in Software, so dass man öfter mal neustarten a.k.a. rebooten muss, insbesondere, wenn die Sensoren oder die Kabel anfangen zu rotten.

Was den Vertrieb angeht: die waren schon Ende der 90er mit dem Vertriebslatein komplett am Ende. Sonst hätte man nicht uns Externen Prämien angeboten, wenn wir eine Idee für eine neue Sonderausstattung hätten. Die leben seit 15 Jahren schon nur von einer Sonderkonjunktur in China, die sich jetzt langsam den Ende entgegenneigt. Dass BMWs angeblich im Innenraum ekelerregend stinken und Fogging Probleme haben glaubt keiner, aber da wird halt eine Marke innerhalb Chinas demontiert, damit die einheimischen die Füße besser auf den Boden bekommen.
Audi 5000! - hat in USA doch auch funktioniert.

Selbst die Kolben- und Getriebe-Schädel bei TopGear lassen zwischendurch erkennen, dass sie wissen, dass das System Auto am Ende der Fahnenstange angekommen ist.

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dabei...
...kenne ich lobo, sixtus und noch ein, zwei personen, auf die hier angespielt / geschossen wird, erst durch rebellmarkt. es hat zwar manchmal etwas kathartisches, das mimimi dieser figuren zu studieren - ein bißchen wie unterschichtfernsehen - aber mittlerweile lasse ich mich dazu nurnoch in zuständen größter geistiger unrast verleiten. es hinterlässt einfach einen schalen geschmack im palatum. echten genuß bereiten echte beiträge, aber vielleicht braucht es dazu einfach ein bißchen grüne galle, ein bißchen zorn, der das feuer am laufen hält...

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Ich kriege das auch nur mit, wenn es mal wieder gegen mich oder die FAZ geht wie im Moment...

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Apropos Knuewer...
... was ist eigentlich aus der deutschen Wired geworden?

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Die vierte Ausgabe ist, glaube ich, im Mai erschienen. Muss ein überwältigender Erfolg gewesen sein.

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Vier Ausgaben? Not bad. Nach dem Rummel um die erste Ausgabe habe ich eigentlich nichts mehr von dem Projekt gehört...

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Auf deren Website (via Ixquick):

"Die letzte WIRED war …?
von WIRED Redaktion 24.Juli 2013

TweetWährend wir bereits unter Hochdruck an der fünften Ausgabe der deutschen WIRED arbeiten (erscheint am 5. September), interessiert uns natürlich immer noch, wie die letzte Ausgabe bei unseren Lesern angekommen ist. Was hat begeistert? Wo hätten wir mehr leisten können? Was hat im Heft gefehlt? Das sind Fragen, die wir uns vor und nach jeder [...]"
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Nur der Blogpost war am 24. Juli 2013. Dabei ging es laut dem Bildchen um Ausgabe 01/2013.

Mal sehen, ob es noch eine fünfte deutsche Wired geben wird...

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interessiert uns natürlich immer noch, wie die letzte Ausgabe bei unseren Lesern angekommen ist.
dann hättet ihr einen Kommentarbutton einbauen müssen ;)

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Warten wir mal ab, was passiert, wenn sich FAZ und SZ ab 2014 weitgehend aus dem öffentlichen Diskurs verabschieden.

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warum sollten sie das ab dem nächsten jahr machen und nicht erst irgendwann später ? gibts nen neuen maya kalender ? hat iwer die killerapp am start ?

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Geplanter Start der Paywalls

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jikes. endlich komm ich wieder zum arbeiten!

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putain!
muss man doch tatsächlich guardian und al-jazeera lesen... da weiß man ja garnicht, bei welchen rubriken man gleich weiterscrollen kann!

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Also an die FAZ-Paywall glaube ich erst wenn ich sie sehe und ich werde sie auch ganz sicher nicht von hinten sehen.

Im Ernst, diese Quality Alliance wäre im Moment ein Debakel für die FAZ, weil die SZ online auf und davon gesegelt ist. Da muss erst mal ein gutes Angebot her, aber ich verrate sicher kein Geheimnis, dass das erst mal gebaut werden muss. Und zwar nicht so wie das Vollversagen bei den Blogs.

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Also ich hoffe auf die Quality Alliance
Ich lese die Artikel meist auf FAZ, Zeit, Heise und diversen Blogs wie z.B. Blicklog.

Ich würde gerne dafür bezahlen - allerdings gibt es immer nur die doofen e-paper Abos für jedes Angebot separat. Wer will das schon.

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Werter Don
ihre 'Internet Opas' werden in einem Artikel der Zeit vom 14.08. (S. 43) erwähnt - 'Wie sich die Zeitungen selbst abschaffen'

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Danke, schon gesehen. Vielleicht war es ja der Beitrag, der geholfen hat, die Mauler ein wenig einzubremsen.

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