: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Samstag, 3. September 2005

Die New Economy kam nur bis Aichach

OnlineShop. Wenn es ein NECONABLO geschrieben hätte, wären sicher zwei weitere Fehler drin.



Und falls Aichach jemandem nichts sagt: Aichach liegt zwischen München und Augsburg in Bayerisch Schwaben - gleich um die Ecke ist Burg Wittelsbach, wo die Wittelsbacher herkommen. Einer der Orte, auf deren Seite man besser nicht auf "weiter" clicken sollte, wenn man kein PDF automatisch downloaden will. Weil HTML ist zu kompliziert, oder so.

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Neocons sind auch nur Frauen.

Und eine Aussenministerin kann bei einer Flut in der Heimat sowieso nichts tun, also kann frau ja mal shoppen gehen. Ist ja Urlaub. Und Rassismus kann man Condi sowieso nicht vorwerfen. Und für Kritik hat frau die Leibwächter.

Ich warte jetzt nur darauf, dass Deutschlands Westenblogtaschen-Limbaughs und NECONABLOs sich zu Wort melden und Condi bejubelpersern, weil sie in Zeiten einer drohenden Rezession die Binnenmarktnachfrage ankurbelt und dem hungrigen Amerikaner da unten zeigt, dass sich ein echter Hardliner durch nichts von seinem amerikanischen Optimismus abbringen lässt. So sind sie, die möchtegern Südstaaten-kukluxGentlemen, ganz anders als das zickige Girl, das es wagt, als Frau auch noch nachzudenken. Die findet so garantiert nie einen arbeitslosen Nockherbergveteranen mit dem Aussehen von CSU-Söder als Ehemann. Selbst schuld.

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Guten Morgen!

Oder: Führungspersonen, zu blöd zum B-U-C-H-S-T-A-B-I-E-R-E-N

Es gibt doch nichts Schöneres, als heimzukommen und die konzertierten, erbärmlichen Rechtfertigungsversuche von NECONABLOs im Wahlblog zu lesen (dort fallen leider inzwischen die rechten Trollhorden ein). Offensichtlich empfinden sie ein wenig Schmerz ob der hier gepflegten Berichterstattung über ihr Treiben, aber so ist das nun mal in der Öffentlichkeit. Nein, sie wollen keine Rechtsextremen sein. Nur Amerikafreunde. Israelfreunde. "Pearle" und Wolfowitz dürfen diesmal ihre Alibijuden geben. Wohl in der Hoffnung, dass keiner das Buch des wegen Skandalverstrickungen gefeuerten Richard Perle gelesen hat. Wie der Schreiberling selbst wohl auch nicht, weil er nicht Perle schreibt, sondern Pearle. Superpeinlicher Schnitzer von Leuten, die auch bei der Denic nicht ihren eigenen Namen angeben können. Ich habe "An End to Evil" gelesen und besprochen, und der Tenor war in etwa: Ein deutscher Politiker könnte mit so einem Geschmiere sofort wegen Rechtsextremismus einpacken. Auch, wenn er einen kritischen Journalisten wegen seiner Tätigkeit als "Terroristen" diffamieren würde, wie Perle das dem Starreporter Seymour Hersh, dem Aufdecker des Abu-Ghraib-Skandals, getan hatte.

Warum das bei denen immer so läuft? Ich vermute, allein traut sich der rechte Arier das seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr (wobei, jemanden zum B-U-C-H-S-T-A-B-I-E-R-E-N könnten die sicher brauchen), und Broder tritt im Moment etwas langsamer, vielleicht um nicht noch die letzten Credits in der jüdischen Szene zu verspielen. Und immer wieder die Behauptung, sie seien liberal, Demokraten, sie läsen gar Philosophen. Und ich bin mir sicher, dass ihre Schäferhunde auch nicht Blondie heissen*.

Hilft ihnen nichts, heute habe ich einen hübschen Beitrag auf totem Holz über die ganze Bande angeleiert. Material gibt´s ja genug. Und manche, die gefälschte Adressen angeben, müssen sich auch keine paranoiden Sorgen um ihre Restkarrieren haben. Hartz IV ist ohnehin für alle da.

*Der war gut, gell? Könnte glatt von Broder oder Biller sein.

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Freitag, 2. September 2005

Gegenüberstellung

Die beim Aufhetzen von Lesern ertappte Johurnaille wehrt sich - Trittin könne sich nicht auf den Erscheinungszeitpunkt seines beitrags zur amerikanischen Umweltpolitik herusreden. Was Trittin laut Spiegel am Montag, den 29.08.2005 hätte angeblich wissen müssen:

Dass mit vielen Toten zu rechnen sein würde, war auch schon am Montag klar, wenn auch nicht in dem heute bekannten Ausmaß.

Was der Spiegel selbst am Dienstag, den 30.08.2005 geschrieben hat:

Die Angst vor Zerstörung war groß, doch trotz fliegender Trümmer und überfluteter Straßen blieb New Orleans das Schlimmste erspart. Die Menschen feiern ihr Überleben nach Südstaaten-Art: mit einem Drink in ihrer Lieblingsbar. [...] Tamara Stevens und ihr Freund Rick Leiby sind schon in Johnny White's Sports Bar anzutreffen, bevor sich der Sturm legt. Nach einem Horrorabend in ihrer schwankenden Wohnung brauchen sie Gesellschaft. "Dieser Ort wird alles überstehen", sagt Leiby, und nimmt einen Schluck von seinem Wodka-Cocktail im Plastikbecher.

Ein Betrug am Leser wird nicht kleiner, wenn man noch einen weiteren Betrug oben drauf packt. Und dass Trittin keine Lust an einem Interview mit dem Spiegel-Lynchmob hat, ist kein Eingeständnis von Schuld, sondern ein Zeichen von gutem Geschmack.

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Heute Praktikantentag.

I don´t invent reality, I link it. Direkt aus dem Medienhafen in Düsseldorf:

Eine kranke Mitarbeiterin, ein kranker Azubi (beide abwesend), der Chef 3 Stunden auf nem Außentermin und Mela alleine mit zwei Praktikanten auf Probe, die sich um einen Ausbildungsplatz "prügeln".

Die Praktika in der Werbebranche haben sich die letzten Jahre seit dem Erscheinen meines Buches auch nicht wirklich geändert.

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Vermisstenanzeige

Seit dem 24.08.05 um 17:20 Uhr wird im Grossraum München die als "Deutschlands erste Blogpraktikantin" berüchtigte Vroni vermisst. Sie wurde zuletzt gesehen, als sie in publizistisch nicht wirklich erhebender Weise für ihren Arbeitgeber, die Jörg Stengel Medien GmbH, Betreiber des Stadtblogversuchs Minga.de, einen Beitrag über die Qualität von Discountbackwaren verfasste. Seitdem ist Vroni in der Blogosphäre verschwunden.

Die Passauer Publizistikstudentin Vroni wurde überregional bekannt durch ihren ersten Eintrag mit dem Titel "Alles wird gut: Vroni übernimmt", in dem sie ausführlich über die traurige Suche nach einem Praktikumsplatz berichtete, der sie zu Minga.de verschlagen hatte. In einem Kommentar betonte der für ihre Ausbildung verantwortlich sein sollende Jörg Stengel: "Lieber beim Bloggen dabeisein und was über Suchmaschinen lernen als Sterbehilfe bei "anständigen" Print-Verlagen zu leisten." In der Ablehnung von Anstand und dem Hinweis auf "Sterbehilfe" deuten sich möglicherweise dunkle Machenschaften an, die zu Vronis Verschwinden beigetragen haben könnten.

Zuvor war eine mutmasslich identische Vroni beim Versuch gescheitert, in der von Thomas Knüwer betreuten kleinen Agentur am Rande der Stadt unterzukommen. Grossblogbetreiber Don Alphonso, der das Verhalten von Minga.de schärfstens kritisiert hat, hat nach eigenem Bekunden nichts mit der Sache zu tun, und Vroni auch kein würdiges Praktikum bei einem halbwegs ordentlichen Medium verschafft. Möglicherweise handelt es sich beim Verschwinden von Vroni um die Fortsetzung einer langen Serie von ähnlichen Vorfällen in der Zeit der New Economy, als in München Praktikanten von inkompetenten Pleiteunternehmern unverantwortlich ausgebeutet wurden und dann, nachdem sie begriffen hatten, dass sie hier ausser Rumstöpseln und dummen Spüchen (IPO in sechs Monaten, dann wirste reich) nichts lernen würden, nach wenigen Tagen ebenfalls spurlos verschwunden sind.

Sollte es diese Meldung noch in die erstklassige Newsquelle Polizeibericht schaffen, hat das Thema nicht schlechte Chancen, von Patrick Gruban, dem "ersten Redakteur" von Minga.de, aufgegriffen und minimal umgeschrieben in seinem Stadtblogversuch veröffentlicht zu werden.

+++Update: Vielleicht wurde Vroni nach einigen schlimmen Ereignissen in der kleinen Agentur am Rande der Stadt dort wieder übernommen...+++

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Donnerstag, 1. September 2005

Bleifrei und Super.

Benzinpreis? So what.



Koga Miyata Pro Delta Zeitfahrmaschine. Der Dragster unter den Rennrädern. Die Antriebseinheit läuft mit mehr oder weniger heimischen Rohstoffen wie Zwetschgendatschi, Semmelknödeln, Brezen, Obazdem, Salat und frischer Pasta. Suck this, Spekulanten.

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Politically incorrect

(Massaker, Tote, Krieg)
"Hähä, die deutschen Luschen sind Scheisse, aber die Amis und Israelis sind cool."
"He, Du Sau, halt Dein blödes Maul, die Amis verteidigen auch Deine Freiheit, und wenn Du was gegen die Siedler sagst, bist Du ein Antisemit!"
"GWB ist der beste Präsident, den es je gab."
(Eine Katastrophe daheim weiter)
"Boaah ey, es ist total fies, wenn Du es jetzt wagst, was gegen den Präsidenten und seinen Urlaub zu sagen, Du nutzt die Lage der Menschen schamlos für Deine Propaganda aus."
"Jetzt nicht debattieren, es geht um Hilfe!"
"Klar müssen die auf Plünderer schiessen, selbst Schuld, wenn die nicht vorher was zu Essen gekauft haben."
"Was? Versäumnisse? Amerika ist das tollste Land der Welt! Die haben auch nicht gefragt, die haben was getan! So geht das!"
(Langames Aufkommen von Massaker, Tote, Krieg)
"Mann, schau Dir den Ölpreis an, nach der Katastrophe, den müssen wir mit Sicherheit im nahen Osten aufhalten!"
"Das schafft man nicht mit Rumlabern wie in Deutschland, da muss man halt mal was riskieren!"
"Das würde keiner besser können als GWB, Du dreckiger, verkommener Feind der Freiheit! Sowas Unkorrektes wie Dich würde man in Amerika..."

Und so weiter. Eat shit and die, Jerks.

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Doppelte Qual, doppelte Freude

Schröder der Merkelator darf jetzt doch zweimal beim Videospiel gegen das schwarze Bruttograuen mit der unmöglichen Perücke zuschlagen. Prima. Als kleinen Vorgeschmack auf das kommende Blutfestspiel möchte ich auf dieses nette, kleine Spiel verweisen, das mir bei den Lesepausen von NECONABLOs viel Freude bereitet hat. Ich will ja auch vorerst keinen Friedensnobelpreis.

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Vorerst abschliessende Bemerkung

(und damit es nicht im Kommentar vesauert:) Ich muss aber an dieser Stelle gleich sagen, dass ich aufgehört habe, mich mit den NECONABLOs genauer zu beschäftigen. In fact, ich habe auch keine Lust am Austausch von Argumenten; hier wird gelacht, wir lassen denen die Hosen runter und amüsieren uns köstlich über die Dinge, die dann zum Vorschein kommen. Zur Erinnerung - ich verweise nur auf die Ungeschicklichkeit und krude Geheimniskrämerei der anderen, die dann in Panik ausbrechen, während sich weite Teile der Blogosphäre vor Lachen kringeln.

Es ist, denke ich, auch unbestreitbar, dass so manche der Anwesenden tatsächlich in die Genuss eines Lebenserhaltes durch in Hartz IV verankerte Gesetze kommen, und wenn man die gefüllten Becher sieht, mag man sich schon fragen, was denn diese Herren dann eigentlich gegen das real existierende Deutschland haben; im Mutterland der Freiheit würde man sie unter gleichen Vorraussetzungen eher mit einer Papiertüte auf einer Parkbank antreffen - das ist da nun mal so, seit der Anti-Welfare-Mom-Kampagne des Herrn Reagan.

Und, mit Verlaub, ich kenne da einen netten, älteren jüdischen Herrn aus Wien. Der pflegt solche Events immer mit dieser Parabel zu charakterisieren: Wenn einer mit einer Dreckbratzn einem anderen mit Handschuh die Hand schüttelt - wird dann der handschuh dreckig oder die Drecksbratzn handschuhig?

Nach meinem Dafürhalten sind die meisten der dort anwesenden Blogs, soweit ich sie kenne, nicht im demokratischen Parteienspektrum, oder an dessen äusserstem rechten Rand. Wenn danach von Herrn Miersch die Gründung regionaler Netzwerke und einer gemeinsamen publizistischen Plattform ausgerufen wird, ist man halt vereinnahmt und dabei - wenn man nicht deutlich widerspricht. Aber dazu fehlte wohl etwas der Mut. Wer dort hingeht, darf sich nicht wundern, wenn seine Motivation kritisch, begleitet von lautem Gelächter, betrachtet wird.

Abgesehen davon: Vom transatlantischen Dialog gibt es eher zu viel als zu wenig; die deutschen Thinktanks quellen über davon, es gibt ein paar Dutzend erstklassige Institutionen mit diesem Schwerpunkt, in Berlin kann man jeden Abend so einen Event haben und die Austauschprogramme müssen sich anstrengen, überhaupt noch Leute jenseits der Young Leadership zu finden - wenn dann bei der Runde ernsthaft jemand glaubte, man erfülle hier ein Desiderat jenseits vom anerkennenden Nicken einiger amerikanischer Rechtsextremblogger, na dann... dann gehören sie wohl zu denen, die zu solchen Events nicht eingeladen werden. Ich kann es der AA und dem AA, CAP, AJC, ADL, BMS, FNS, USE, MF und AB nicht verübeln.

That´s what I call transatlantic. Dass Gestalten wie Herr Miersch, die ihre Berichte vom Treffen mit der bekannten Schönhuberformel "Ich war dabei" betiteln, bei solchen Veranstaltern möglicherweise nur wenig beliebter sind als "das Skunk beim BBQ", um Reagen zu zitieren, liegt in der Natur der Sache.

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Donnerstag, 1. September 2005

Ich liebe das, was IBM mal war.

Eigentlich war ja ein neues Thinkpad fällig, nachdem ich mein Ältestes unter Tee gesetzt hatte und das Keybord nicht mehr wollte - aber bei IBM hat man früher mitgedacht. Schade um die Firma. Vielleicht sollte ich doch noch ein paar alte TPs aus niederländischer Produktion aufkaufen...

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Neologismus für den Hausgebrauch

möglich als: Der NECONABLO, das NECONABLO, die NECONABLOS

Umschreibt gewisse stark rechts stehende, von US-amerikanischen, NEoCOnservativen NAsenbären beeinflusste Folgeschäden in der deutschen BLOgosphäre. Weil, ohne Neologismen braucht man gar nicht erst anfangen, Stalins Linguistikbriefe umzusetzen. ;-)

Übrigens ist hier noch was Grösseres als Vorgeschmack zu einer Debatte, die wir demnächst in breiter Öffentlichkeit zu führen gedenken.

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Toller Berater

Wer mal am Münchner Flughafen ist, sieht bei der Abfahrt eine ziemlich leere Investitionsruine - das Siemens Center of E-Excellence. Hier war es, wo Heinrich von Pierer im Oktober 200o den Spruch von der "New Economy with Substance" absonderte. In der Folge wurden da draussen innovative Firmen angesiedelt, an denen sich Siemens als Corporate VC beteiligt hatte. Wie sich schnell zeigte, hatte auch diese New Economy keine Substanz. Deshalb steht das Ding auch leer, die anderen angekündigten Center für die Zukunft wurden nie gebaut.

Ich vermute mal, dass Herr v. Pierer sicher nicht geiziger wird, wenn er plötzlich keinem Aufsichtsrat und keinen Aktionären für Fehlplanungen mehr Rechenschaft ablegen muss, sondern alle Pleiten hintenrum mit einer inkompetenten Merkel abquatschen kann. Soviel dann auch zum Thema Subventionsabbau. Profitieren wird aber ganz sicher die Catering-Branche, denn sowas braucht gut gelaunte Medien, und so ein guter Journalist kostet auch heute noch ein gutes Mittagessen. Wenn schon kein Job als PR-Mitarbeiter rausspringt.

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Guten Morgen

Bitte erst den Tee runterschlucken, bevor der Link angeclickt wird. Danke.

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Mittwoch, 31. August 2005

Falls sich hier noch rechtes Pack rumtreibt -

im Internet kann man ja nie wissen - Verpisst Euch! Für heute ist die Show gelaufen, keine Scherze auf Eure Kosten, keine lustigen Bilder, keine Lacher, haut ab - am besten durch diesen Link, da kriegt Ihr nochmal was auf die Lauscher. Transatlantische Wasserlasser, ihr.

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Nur weil Du paranoid bist

heisst es noch lange nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind: So ähnlich muss man sich wohl die entsetzten Reaktionen nach dem Pro-Westlichen-Heimatabend und diesem Posting hier vorstellen.Ich mein, wenn ich schon die Hosen von meinen eigenen Freunden heruntergelassen bekomme, dann versuche ich doch, mich mit einem kleinen Rest Würde davonzuschleichen und nicht auch noch die Panik und den Verfolgungswahn meiner eigenen Leute ins Netz zu pusten. Jedenfalls widerspricht auch das hier vollkommen jeder Regel des konspirativen Treffens:

"I just got an email asking all of us not to post pictures of the pro-Western evening because some people might have to face unpleasant consequences if it was known they were there. This makes me so angry. Have we fallen that deep in Germany that people who say they like the U.S. and Israel and who believe that capitalism is not such a bad thing after all, that they are afraid to say so? In a democracy? Please tell me this is just a bad dream." - von anti-anti-americanism.

Ach je. Alles bestens, kein Grund zur Panik. Wir wollen hier doch nur spielen. Wir leben in einer Demokratie, von einem Austausch der Meinungen und Pluralität. Jeder darf hier fast alles. Nur das Veröffentlichen von Bildern anderer Leute ist rechtlich ein ziemlich grosses Problem, wenn sie dann plötzlich mit seltsamen Gestalten zu sehen sind. Selbst Schuld! Unter Verschwörungstheoretikern wird dergleichen nun mal gerne anderen zur Last gelegt. Immer sind die anderen Schuld. Merkt Euch einfach:

Willst Du mit Statler und Waldorf konspirieren
sollst Du besser nicht photographieren.
Soll es Dir nicht Kopf und Kragen kosten
darfst Du nicht andrer Leute Bilder posten.
Der Krienen Leute invitierst Du besser nicht
sonst verbindet man damit Dein Gesicht.
Linke auch nicht auf die Chuzpe-Blogger
denn die Juden treten Dich vom Hocker.
Auch des Don Alphonso Truppe mach nicht an,
sonst bist Du baldigst selber peinlich dran.
Ach, die Blogosphäre ist gemein und rauh
niemand tröstet Dich ob Schmerz und Au.
Am besten gehst Du hin woanders spielen.
Dann braucht der Don nicht mit spitzen Worten auf Dich zielen.

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Dienstag, 30. August 2005

Blue Skies

Never saw the sun shining so bright
Never saw things going so right
Noticing the days hurrying by
When you’re in love, my how they fly*



*One of the favourites of the 8th US Army Air Force... Auf der Dachterasse, unter dem unfassbar blauen Himmel Bayerns, mit WLAN und dem Wissen, dass immer noch eine Kugel im Lauf ist, macht die alte Jagd auf die unveränderbaren Feinde gleich doppelt so viel Spass.

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Kleine Ratschläge für den subversiven Kampf.

Oder: Deutsche neocon-Blogger - die real life Alternative zur Volksfront zur Befreiung Judäas, Links absichtlich nicht zusammengesetzt - ich linke auf nichts, wovon ich mich sofort distanzieren müsste.

1. Wenn Du Dich subversiv mit anderen politischen Extremisten triffst, mach nicht so viel Bohei darum. Schreibe auch nichts im Vorfeld im Internet, was Interesse der "falschen" Seite erwecken könnte.

2. Halte Dich danach mit allzu lautem Erfolgsgekrähe zurück, wie etwa dem hier:
http://www. achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1001&ref=0
Auch wenn Du Dich für einen Bestsellerautor hältst. Denn wie schnell ist es mit der Diskretion, der Anonymität und dem konspirativen Charakter vorbei. Da bringt es auch nichts, wenn Du schreibst: "Jeden, der die wenigen aber wundervollen PWHA-Teilnehmerinnen nicht gesehen hat, kann man aber nur bedauern. [...] Und ich weiß jetzt wie G. Heim und Statler und Waldorf in Echt aussehen. Aber ich verrate es nicht. Ätsch."

3. Solltest Du unbdingt vermeiden, mit gut geschriebenen, klar lesbaren Namensschildern rumzurennen. Nicht wirklich konspirativ, und wer weiss, ob da alle die Klappe halten.

3. Sorge dafür, dass da keiner auf die dumme Idee kommt, wild mit einer Digicam rumzuknipsen.

4. Wenn es doch passiert: Sorge dafür, dass er nicht so doof ist, diese Bilder auch noch im Internet zu posten.

5. Gebe Dich in diesem Zusammenhang nicht damit zufrieden, wenn er nicht in der Lage ist, die Seite mit diesen Bildern
http://www. ennodittmar.de/blog/foto_pop.html
richtig zu verlinken.

6. Rechne immer damit, dass es ähnlich intelligente "Setz Dich und nimm einen Keks"-Leute gibt, die trotzdem die Bilder finden und auf ihrem Blog posten: http://www. myblog.de/politicallyincorrect/art/1885306

7. Und wenn das schon passiert, solltest Du verhindern, dass man die Bilder im Riesenformat aufmachen und speichern kann.

8. Weil man dann nämlich die sauber geschriebenen Namensschilder lesen kann.

9. Und wenn Du nochml davongekommen bist und sie Dein Bild nicht veröffentlicht haben, solltest Du dennoch vorsichtig sein. Denn es könnte ja sein, dass jemand auf die Idee kommt, sich mal die URL der Bilder genauer anzuschauen. Kann nämlich auch sein, dass da jemand einfach alle seine Bilder hochgeladen hat, und die sich nur durch die Ziffer in der URL ganz hinten unterscheiden. Und guck mal:
http://www. ennodittmar.de/blog/gfx/pwha/dscf0003.jpg
Da taucht sogar der erwähnte Köter auf. Und viele andere Gesichter. Mit Namensschildern. Gut lesbar.

10. Was für konspirative Treffen rechter Kreise, vorsichtig gesagt, suboptimal ist. Weil man so die ganze Freakshow sieht. Und das war so wohl nicht geplant. Du kannst jetzt als Obervolksfrontler natürlich bei Deiner gefolgschaft anrufen und kreischen: "Nehmt die verdammten Bilder raus!" - und hoffen, dass niemand die Bilder schon abgerufen, angeschaut und gespeichert hat. Dazu müsste man ja erst die Links im Browser zusammensetzen, weil, auf sowas verlinke ich ja nicht :-)

Et Nunc: Nationali eunt domum!

+++ Update: Inzwische hat jemand die Bilder entfernt - nein sowas... Ist da jemand FEIGE? Hat da jemand von den tollen Vaterlandsfreunden ANGST? Na was? +++

+++ Update 2: es gibt was Neues, sehr schmuddliges: Die Jungs linken nämlich auf eine ziemlich problematische Seite... +++

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Zum Glück schreibt man mich mit ph

und nicht mit f. Und den (wenigen) Verehrerinnen und (vielen) hoffnungslos Verehrten geht´s auch blendend.

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Agenda Setting

Mir scheint, dass es nach den grossen, erfolgreich durchgeführten AStA-, News Frankfurt- und Girliezine-Debatten an der Zeit ist, sich mal mit den am äussersten rechten Rand der Blogosphäre auftretenden Entwicklungen zu beschäftigen - kurz, es ist Zeit, dass Don Fozzy BearAlphonso die Bazooka in die Hand nimmt und links oberhalb der Bühne gutgelaunt das tut, was man schon vor der Premiere hätte tun sollen - die beiden alten Säcke zu den Schweinen im Weltall zu ballern. Seid ihr dabei?

es war in letzter zeit sowieso irgendwie alles zu harmonisch, ganz ohne den geruch von napalm, wenn man am morgen die email öffnet

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Sonntag, 28. August 2005

Is it a Rush Limbaugh? Is it a Ratzinger?

„Der Vater findet seine Identität, wenn er die ökonomischen Grundlagen der Familie beschafft und die Kinder in ihrer Zugehörigkeit zu Familie, Staat, marktwirtschaftlicher Ordnung, Kulturgemeinschaft und Kirche erzieht.“

No! Look! It´s a Flat-Tax-Kirchhof! (Danke Nico. Disclaimer: Vorwärts, Nico und Don rotzen parteipolitisch in die gleichen rechten Spucknäpfe, auch wenn sie es so vielleicht nicht sagen würden.)

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Ikea/Bitterfeld

Spanplatte, Hartfaserplatte, Eschenfurnier, Beize, klarer Acryllack, Füllung/Distanzmaterial: Papier, ABS-Kunststoff, Acrylfarbe, Untergestell: Stahl, Polyethylenpulverfarbe, Polypropylen, Pigmentierte Pulverfarbe, Pigmentierte Pulverbeschichtung auf Epoxidharz-/Polyesterbasis, gehärtetes Glas, Folie.

Material von Ikea-Couchtischen. Wohnst Du noch oder lebst Du schon auf der Giftmülldeponie?

Ach so, ja, ab und an auch massive Kiefer, aber womit das junge Holz behandelt wurde, damit es nicht harzt, steht nicht dabei.

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Sonntag, 28. August 2005

Real Life 27.08.05 - Und alles ist wieder da.

Das Schreiben hast du erwartet. Den Inhalt auch. Aber nicht unbedingt das, was sonst noch dabei ist. An sich nichts besonderes. Kann sein, dass du sowas auch noch die letzten beiden Jahre bekommen hast, aber damals warst du nicht da, die Briefe gingen Wochen später in den Müll. Aber diesmal bist du da, du bist Teil des Spektakels, und sie fragen dich, ob du zur traditionellen Nacht der Medien kommen willst.



Früher war das mal der Empfang des Ministerpräsidenten für die Medien in München. Ein rauschendes Fest, als noch das Wort von der Jobmaschine Internet in der Munich Area die Runde machte. 1999, 2000. 2000 hat es alle Kraft gekostet, da hin zu gehen und ein Teil zu sein, 2001 warst du schon wieder auf der Flucht vor der jüngsten Vergangenheit im Ausland, und danach hast du dir nur noch erzählen lassen, dass das Buffet auch nicht mehr das ist, was es mal war. Wahrscheinlich haben sie dich dann irgendwann einfach aus dem Verteiler rausgeschmissen. Warum auch nicht. Es gibt genügend andere, denen man mit einer Karte eine Freude machen kann.

In den fünf Jahren ist viel passiert. Dass eine ganze Wirtschaftssimulation weg ist, dass der Medienstandort ausblutet, ist irrelevant. Aber vor fünf Jahren waren dort einige Leute, die es nicht gepackt haben. Ausser ihren Eltern und ein paar Freunden weiss niemand mehr, dass es sie überhaupt mal gegeben hat, auch wenn in den Nachrufen, wenn sie denn einen bekommen haben, etwas anderes stand. Ihre Chefs verheimlichen heute, dass es diese Firmen jemals gegeben hat, wäre nicht gut für den Track Record. Für sie waren es die unvermeidlichen Verluste, die das Ganze mit sich bringt, zu schwach, zu dumm, zu übermüdet oder einfach die falsche Mischung, und das hätte überall passieren können.

Du solltest hingehen. Einfach für die Toten, damit deine Anwesenheit ein paar Schweinen den Abend vermiest, und es ist eine gute Zeit dafür, Ende Oktober, wenn der idealtypische Sommer der einzigartigen Munich Area im kalten Neben verschwindet, der sich auf dem Weg raus zum Messegelände über der Tiefebene ausbreitet.

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Geschäftsidee

Gründung der Insulting Firm Don Alphonso, Neffen und Partner. Insulting Firm gefällt mir.

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Das Ficken einer Googlebotine

Ich habe bekanntlich eine Vorliebe für Frauen, die vom Rest der Männerwelt als schwierig, zickig, verwöhnt, Luxusweibchen, dreist und unnatürlich eingstuft werden. Ich kann Frauen drei Stunden beim Kauf von Unterwäsche begleiten und immer ein Stück Torte mehr in ihnen versenken, als sie es selbst für möglich gehalten hätten. Ich bin flexibel, anpassungsfähig und neuen Erfahrungen aufgeschlossen, selbst wenn ich danach aussehe, als hätte ich mit einem Panzer geschlafen. Ich mag das. Ich habe sogar einmal eine Nacht mit einer überzeugten evangelischen Christin überlebt, ohne mich danach zu alkohlisieren. Gut, so was Perverses wie ein CDU-Mitglied war noch nicht dabei, denn ganz doof bin ich auch nicht.

Aber was es bei mir garantiert nicht mal in die Nähe eines heimischen Hutschenreuther-Tellers schaffen würde, wäre eine Frau, die bei einem Date aufspringt und irgendwas Kulturelles googelt, um mir dann mit dem im Internet gefundenen Müll zu imponieren. Zumal die auch nur bei einem kleineren Kulturdiskurs aufs stille Örtchen rennen müsste, als wäre ihre Blase bei einem komischen Spiel mit einer Champagnerflasche geplatzt - oder was Leute, die weniger als 3.000 Bücher haben, sonst am Abend so tun. Und der Geruch so einer Handykrüppeline nach dem 20 Besuch auf dem Klo ist auch nicht mehr zu retten. Statt solchen Dummbratzen kann ich mir gleich eine echte Googlebotnutte am Datenhighway nehmen, da stehen ja genug rum. Da weiss man, was man kriegt. Müll, aber man muss damit nicht ins Bett gehen.

Manchmal frage ich mich, mit was für einem abartigen Menschenbild Werber, Produktentwickler und Marketingleute unterwegs sind. Andererseits war ich oft genug beim Afterwork im Foyer vor dem Klo, um zu wissen, welchen mit 100-Euroscheinen genossenen Substanzen solche Hirnscheisse entspringt. Vielleicht sind sie auch nur schon so koksverseucht, dass sie selbst alles ergoogeln müssen, weil der, äh, na, wie heisst das, Moment, Suchabfrage "Wie heisst das was auf dem Hals sitzt und der Mund zum Schlucken drin ist", ach so, der Kopf das nicht mehr mitmacht. Was dann als Vorbild für Werbespots für die junge, dynamisch-mobile Zielgruppe genommen wird.

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