: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 15. Februar 2006

Ein paar Informationen aus der Waffenkunde

Die 28 Gauge Shotgun, die Kaliber 28 Schrotflinte zu deutsch, ist eine recht exotische Jagdwaffe. Amerikaner bevorzugen in der Regel schwerere, ihrem robusten Naturell entsprechende Waffen, wie etwa 12 Gauge. Trotzdem ist die 28 gauge die bessere Wahl bei kleinen Tieren, weil der Rückstoss nicht so gross ist, und man deshalb besser zielen und feuern kann.

Die italienische Firma Paerazzi aus Brescia hat eine lange Tradition im Bau dieser Jagdwaffen und fertigt famose Stücke, wenn man Experten glauben will. 10.000 Euro kann so eine Waffe schon mal kosten, mit der dann reiche Herren Viecher abknallen, deren schrotzersiebtes Fleisch im Kühlregal nicht mal einen Euro kosten würde. Aber es geht ja um den Nervenkitzel, um das Zielen, um das Abdrücken, um das Töten.

21 Gramm Stahlschrot enthällt so eine Schrotpratone für eine 28er, aufgeteilt in 25 kleine Kügelchen. Wenn man damit schiesst, entfaltet diese Ladung bei einem Abstand von rund 35 bis 40 Meter die beste Wirkung - befindet sich ein Tier in einem halben Meter Umkreis um den Hauptaufschlagspunkt, wird zuverlässig irgendein Teil von den kleinen Kugeln so verletzt, dass es kein Entkommen mehr gibt. 35 Meter, das ist bei der fairen Jagd, im Gegensatz zum schnöden "lowbrow-style" Gehirnrauspusten der Redneck-Kreise, die perfekte Distanz für die Streuwirkung einer 28 gauge Shotgun von Parazzi.

Was lernen wir daraus? Nun, US-Vizepräsident Dick Cheney hat einen ganz vorzüglichen Geschmack bei der Wahl der Waffe, mit der er seinen Freund Harry Whittington über den Haufen geballert hat. Allerdings war die Distanz von 30 Metern leicht suboptimal, wie das Beschussbild auf diesem Bericht zeigt - nochmal 5 bis 10 Meter mehr Abstand, und die Streuwirkung der Kugeln hätte sein Ziel mehr als nur gestreift. Ausserdem zeigt sich, dass bei der Jagd auf Menschen Kaliber 28 deutlich unterdimensioniert ist. Andererseits kann man einem 65-jährigen, kleinwüchsigen Greis keinen Strick daraus drehen, dass er sich nicht an einem schweren Prügel im Gelände totschleppen will, nur um sein Umfeld aus Lobbyisten, Personenschützern, Parteispendern und Unterstützern zu hegen. Immerhin, knapp daneben hat auch noch so einigermassen gereicht, und das nächste Mal wird richtig gezielt, Dick - dann kann man das nächste Opfer auch wieder ins Bratrohr stecken, statt es zum Arzt bringen zu müssen.

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Rechenkünste

Kein Wachstum im Vierten Quartal? Ich glaube trotzdem an den Merkel-Faktor.

Und ich bin mir sicher, dass er maximal bei 0,83 liegt.
ausser bei den benzinpreisen und der inflation

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Für die bibliophilen Kostbarkeiten

bietet sich so ein Schrank durchaus an. 15 Euro, im Herzen Bayerns.

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Berlinbashing

ist mir heute quasi zweimal angeboten worden. Erstklassige Vorlagen, serviert auf dem silbernen Tablett. Aber es lohnt sich nicht, denn es ist Februar. Also der Monat, wo auch der eingefleischte Slumbewohner die Stadt am liebsten unter den Bombenteppich kehren will. Und es wäre nicht fair, den Leuten in dieser traurigen Zeit nochmal vor Augen zu führen, in welcher Situation sie sind.

Ausserdem ist heute Valentinstag. Der Tag, an dem man nett sein muss, wenn man ficken will. Also kein Bashing.

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Montag, 13. Februar 2006

Blechen, blechen, blechen!

Neben Bildfakes gibt es wohl auch noch andere Contentstrategien beim bei einem bekannten Münchner Wochenblatt. Nämlich Produktionskosten verlangen. Übrigens, ich habe nichts bezahlt, um mal in den Focus zu kommen.

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Deja würg

Erinnert sich noch jemand an das windige Content Bizz, die grosse Lachnummer im Spätherbst der New Economy? Den kostenlosen "User generated Content"? Nichts ist vorbei, alles kommt wieder. Eine Schaudergeschichte an der Blogbar.

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Fehlt uns was?

Hängt an unserer Decke eine einsame Glühbirne? Haben wir noch immer keinen Spiegel? Gehen uns langsam die Teller aus? Sind leere Weinflaschen unsere Kerzenhalter und kochen wir den Tee im Milchtopf? Haben wir 20 hochmoderne Gadgets, mit denen wir in einer Trümmerlandschaft hausen? Gibt es in unserer Wohnung nichts, was nicht von Ikea kommt? Kommen wir manchmal durch die Tür und finden das alles unsagbar hässlich? Wollen wir immer "zu ihr" oder "zu ihm", damit das nicht auffällt? Und ist das Objekt der Begierde genauso peinlich berührt, so dass wir im Hotel enden? Fehlt es in unserem Dasein an Luxus? Würden wird das gerne ändern? Ohne uns dafür zu ruinieren? Würden wir uns manchmal wünschen, in irgendeinem Speicher einen vergessenen Kronleuchter zu finden, der unser trübes Dasein erhellt?



Falls ja, dann empfiehlt sich eine Beteiligung bei

http://trouvaillen.blogger.de/

dem Blog für die Jagd nach schönen Dingen. Die Idee ist, dass der, der etwas Tolles entdeckt oder gute Gelegenheiten findet, diese in diesem Blog veröffentlicht, vom Antikmarkt über Wohnungsauflöser und Trödelmärkte bishin zum 50er-Jahre-Nierentisch, der in den Pfaden des Berliner Slums vor sich hin gammelt. Die anderen können sich dann überlegen, ob es etwas für sie wäre. Oder einfach reinschreiben, was sie brauchen. Vielleicht weiss jemand ja was. Das wäre dann mal ein Blog mit einem konkreten Nutzwert.

Weshalb es wahrscheinlich mangels Interesse nicht laufen wird, aber man kann´s ja mal probieren. Wer Lust hat, kann mich anmailen, dann schalte ich ihn frei, donalphonso äd gmail punk com.

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Sonntag, 12. Februar 2006

Blaue Stunde

Drüben bei den anderen, den mehreren, denen, die die leitkultur bestimmen wollen, gehen die Lichter an, um diejenigen einzufangen, die sich doch noch dazu entschlossen haben, der Pflicht nachzukommen, die man ihnen bei Geburt aufgelegt hat. Immerhin ist es eine gute Gelegenheit, das Auto herzuzeigen, nachher noch was essen zu gehen und den neuesten Tratsch zu hören. Es ist die grösste und schönste Kirche, sie ist so alt, dass viele gern hineingehen und dort das altbackene Gerede des Pfarrers ertragen; eine kleine Bedrängnis für den Nutzen, gesehen zu werden und zu sehen im warmen Luftstrom der Fussbodenheizung, für die man schon vor Jahrzehnten viele hundert Leichen aus dem Boden unter der Kirche gerissen hat.



Die haben sicher nicht damit gerechnet, als sie vor langer Zeit das Recht, dort zu liegen, mit Pfründen an die Kirche erkauft hatten. Aber das zweite Vaticanum hat die Spielregeln nachträglich geändert, seitdem ist das völlig in Ordnung, was man früher nur mit gewisser Besorgnis, ja sogar Angst tat. Solange es dem Glauben derer dient, die darüber stehen und sich nicht den Tod beim Beten holen wollen, ist es heute vertretbar, die Knochen zu zerstreuen und woanders, irgendwo in einer unbeachteten Grünfläche des kommunalen Friedhofs zu verscharren. So profan sind heute auch das Heilige und das Tabu geworden.

Diesmal bleibt aber mancher Platz leer, der den Studenten der hiesigen katholischen Universität vorbehalten ist, denn vor denen liegt das Purgatorium der Klausuren. Es ist noch so weit hin bis zu den schöneren Tagen, hat die Elitesse erzählt, als sie sich mit Tee und Kuchen eine Pause von der Qual verschafft hat, nicht länger als eine Stunde, bevor es wieder zurückging an den Rechner, und später auch an die Fluppen und das Zeug, das sie die nächsten Tage am Laufen hält. Vielleicht träumen sie in den kurzen Powernappings vom Students Matchplay auf 18 Löchern, irgendwann im Mai, wenn das Wetter wieder schön ist, gesponsort von einem recht erfolglosen Hotel draussen vor der Stadt, mitsamt immer leerer Sushi Bar.

Und so vergehen diese Wintersonntage in der Provinz in der Lähmung des Ungewissen, des Unerfüllten, dem Warten auf das, was nie geschehen wird, einer angsterfüllten Jugend zwischen Zahlen und Strategien, zwischen Teatime und Kirchenbesuch, und noch nicht einmal eine tückische Dachlawine kann sich entschliessen, einen der Spiesser, eine alte Pelznutte oder einen Baldjungberater auf dem Weg zur Tanke unter sich zu begraben.

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Das Wort zum Sonntag

Heute: Mit der Haskala der neoconnardschen Pseudoaufklärung in den Toches treten.

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Samstag, 11. Februar 2006

Real Life 07.02.06 - Eine Viertel Million.

250.000. Das war früher eine halbe Million Mark. Und was bekommt man dafür? 95 nackte Quadratmeter ohne Balkon. Noch nicht mal ordentlich restauriert. Ohne alles, keine Möbel, keine Küche. Und dann noch dieser Irrsinn hier. Ich fasse es nicht, ich fasse es einfach nicht. 1.500 Euro für eine Lampe.

Du lässt Iris weiter vor sich hin ärgern, denn in solchen Situationen kannst du nur das Falsche sagen. Dabei hatte alles so gut angefangen. Vor einem Monat beschloss ihr Clan, es sei jetzt wieder an der Zeit, dass Iris eine eigene Bleibe bekommt. Nach dem zermürbenden Scheidungskrieg waren 170.000 von der alten Wohnung eingegangen, und Papa legte generös nochmal 80.000 drauf. Doch die allgemeine Teuerung in der Boomtown hat aber die Preise explodieren lassen, und wer ein Haus in der Bestlage hat, verkauft nicht. Die Zeiten, wo Leute wie Iris Eltern den Stammsitz in der Stadt für den Verkehrswert verkauften und dachten, sie hätten damit die Stadt ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, sind lange vorbei. Es gibt ein paar Wohnungen zu kaufen. Aber die kosten. Nicht zu knapp.

Und dann ist da noch die Sache mit der Einrichtung. Vorhanden ist erst mal nichts. Die kluge Frau sorgt vor und kauft jetzt schon mal ein paar Leuchter. Dachte sich Iris, und deshalb stapfst du mit ihr durch das bitterkalte, verschneite Schwabing, hinauf Richtung Hohenzollernstrasse. Hier gibt es ein gutes Dutzend Antiquitätenläden der mittleren Kategorie, was das halt so in München bedeutet: Preise, die auch verwöhnte Kundschaft schlucken lassen.



Da sind zum Beispiel die Vertreter englischer Waren. Der erste, gleich ums Eck, hat eine Art Zauberhöhle, von deren Decken die funkelnden Glaszapfen in dichtem Schauer verharren. Mit dem Inhalt könnte man ein mittleres Schloss ausstatten - wenn man ein mittleres Schloss zu Geld machen würde. Selbst die kleinste Stehlampe von dem Typus, die in Berlin 40 Euro kostete und jetzt deine Küche erhellt, kostet hier das 20-fache. Ohne das Tischchen, auf der sie steht. Das kostet nochmal, egal, es gibt ja noch weitere Läden. Weniger exklusiv eingerichtet, aber hey, das sieht man den Dingen nachher nicht an. Das heisst, wenn man das Preisschild dran lässt, dann schon - und auch die weniger hübschen Läden sehen keinen Grund, die Lüster billiger abzugeben.

So steht ihr vor dem Schaufenster, und Iris ärgert sich. Gegenüber bei der Basis Buchhandlung wühlen dick angezogene Studenten in Buchkisten und ahnen nichts vom Elend derer, die sie als Klassenfeinde wahrnehmen. Luxusproblem würden sie das vielleicht nennen. Eine Existenzfrage ist es in einer Kleinstadt, die den gesellschaftlichen Erfolg mitunter in 1,5 Meter hohen Porzellan-Tigern aus Nymphenburg, postiert neben der Glastür zur Halle zum Ausdruck bringt. Roaaarrr. Da muss man mindestens einen Kronleuchter auf dem Klo entgegensetzen, sonst wird es eng mit der Reputation. Aber das ist schwierig bei diesen Preisen.

20.000, mehr kann ich für die Einrichtung nicht ausgeben, sagt Iris. Bei den Preisen bekomme ich dafür nur die Lampen, und die Küche. Ich werde vom Boden essen müssen. Oder bei Ikea einkaufen.

Lass uns nach Berlin fahren, schlägst du vor. Eine Woche, und dann haben wir alles, die Miris, die Haidars, die Fares, der Mettré, die können dir helfen. Für einen Bruchteil dessen, was es hier kostet. Ausserdem, so einer wie da rechts ist noch in der Garage, und den Korbleuchter, den hast du auch, da lässt sich schon was machen für den Anfang. Leihweise. Im Laufe der Zeit kommen schon die Gelegenheiten, die Trouvaillen. Zum Beispiel den da links hinten, den hast du praktisch genau so beim letzten Mal in Berlin gesehen. Für 160 Euro.

Und?

Nichts und. Ich habe keinen Platz dafür. Ich habe ihn natürlich nicht genommen.

Man bräuchte, sagt Iris und zieht dich weiter in Richtung Café Alt-Schwabing, irgendso einen Ort im Internet, wo das alles drinsteht, wo die guten Sachen sind. Wo man hinschreiben kann, ich brauche 5 Kronleuchter, die und die Grösse, 3 Kommoden, 2 Schränke, eine Sitzgarnitur im englischen Stil, ein paar Barocksessel, zwei Kisten Rosenthal, einen Coffre a Courrier, sowas. Und irgendwelche Leute schauen dann, ob sie sowas finden, ob sie Orte kennen, wo es sowas gibt.

Das gibt es schon.

Ach?

Ja, www.sothebys.com.

So ein Coffre a Courrier, allerdings als Stillmöbel, steht und Berlin in der Flughafenstrasse, fällt dir ein. Du sagts es auch, um den Groll, den Iris hegt wie deine Liebste ihren verfetteten Köter, zu besänftigen. Und auch auf die anderen Sachen wüsstest du Antworten. Du siehst so viel auf deinen Streifzügen, du kannst aber kaum mehr was brauchen, weil du schon mehr Teekannen als Teesorten hast und die Hälfte des Berliner Hausstandes immer noch unausgepackt im Keller steht. Vielleicht solltest du mal drüber schreiben, wo es was gibt, und vielleicht gibt es auch noch andere, die etwas wissen und ihre Funde präsentieren wollen, die die richtigen Läden kennen und die guten Gelegenheiten, wo man zusammenraffen kann, was man so braucht, wenn es zwar schnell gehen muss mit der Beschaffung, aber das Leben in Ikea keine Option ist.



Und als sich Iris über die Kuchentheke beugt und die Schwarzwälder Kirsch begutachtet, hat dich die Überlegung zu einem Blog über Flohmärkte, Günstiges bei Ebay und Sperrmüllraubzüge so im Griff, dass du dieses eine Mal wirklich nur zufällig und geistig völlig abwesend in eine Richtung starrst, in die zu blicken ausgesprochen unschicklich ist.

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Winterpostkarte

Postkarten sind - neben den Medien - auch ein von Boggen bedrohtes Geschäftsmodell. Mitunter hat man ja so Anwandlungen, dass man eine Karte verschicken will, weil´s grad so schön ist und man an die denkt, die in Berlin oder in der Oberpfalz nicht so viel Glck haben. Schliesslich kann nicht jeder in den klimatisch und wirtschaftlich bevorzugten Regionen dieses Landes leben, aber zumindest einen Moment sollen sie dem tristen Alltag zwischen grauem Himmel und auf der Strasse liegenden Matratzen entgehen können.



Wie gut, dass es Blogs gibt! Ohne lästige Sucherei, ohne nerviges Rumschreiben, einfach so ein Digitalbild machen, ins Blog packen und zur Postkarte erklären. Hier also, der Wintergruss aus Bayern.

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Freitag, 10. Februar 2006

Und wenn die Hölle zufriert

so ist doch gewiss, wo ich dieses Wochenende verbringen werde, und meinen Fuss nur zum Schneeräumen und zum Einkaufen vor die Tür setze - und dieser Ort lässt sich problemlos auf 5 Quadratmeter eingrenzen.



Mit vielen Büchern, einer Schachtel Pralinen, und grossen Mengen Tee. Johann, ich empfange dieses Wochenende nicht, geben Sie draussen bitte Bescheid, und dann bittschön den Morgenmantel.

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Bild des Tages: Der Türkenfrieden

Zu den Urmythen des rechten Europas zählt die Geschichte der Türken vor Wien in den Jahren 1529 und 1683, die gerade noch aufgehalten wurden, bevor sie Europa überrannt hätten. Abgesehen davon, dass man als aufrechter Bayer Österreich an jeden verkaufen würde, der auch nur eine Runde Döner dafür ausgibt: Das Ganze ist eine Legende. Die Hohe Pforte war in der gesamten frühen Neuzeit eine normale europäische Grossmacht mit normaler europäischer Politik. Sie nutzte als solche die Schwäche der Habsburger in Österreich schamlos aus, kassierte die als "Türkengeschenk" umschriebenen Tribute, hatte aber auch gute Freunde in Europa - gerade das katholische Frankreich war so gut wie immer mit der Türkei verbündet. 1688 zettelte Frankreich den Pfälzer Erbfolgekrieg an, um den bedrängten Osmanen auf dem Balkan den Rücken zu stärken.

Umgekehrt hatten die Habsburger 1552 auch keine Bedenken, sich bei der Teilung Ungarns mit den Osmanen einen Teil unter den Nagel zu reissen. Die Atrozitäten des sog. 5. österreichischen Türkenkrieges - der mit der zweiten Belagerung Wiens - hat man damals gemalt; man kann nicht sagen, dass sich das Christentum bei Massakern in Belgrad und Zenta, wo ohne Unterschied alle Konfessionen niedergemetzelt wurden, sich irgendeiner Schuld bewusst war. Im Gegenteil, man webte diese Schlachtereien in Tapisserien und tafelte noch Jahrzehnte später im Anblick von Grausamkeiten, die den Vergleich zur Deutschen Wehrmacht in der Ukraine nicht scheuen müssen.

Aber das Bild, das ich zeigen möchte, ist ein anderes: Hier sieht man, dass es natürlich auch Frieden geben kann. Ein niederländischer Stich von 1719 zeigt die Unterzeichnung des Friedensvertrages vom 21. Juli 1718 in Passarowitz in Serbien. Wir sehen von links nach rechts: Den österreichischen Kaiser Karl VI, den Gesandten Venedigs, und den türkischen Sultan Achmed III.



Nebenbei beschloss man auch umfangreiche Handelsabkommen für den Balkan. Das hätte wohl kaum ein zurückgebliebener Bauer in Europa geglaubt, dem man mit Schauergeschichten über die mörderischen Janitscharen das Geld zur Finanzierung des Krieges abgepresst hatte. Danach brachen für den Rest des Jahrhunderts ziemlich ruhige Zeiten auf dem Balkan an, abgesehen von zwei erfolglosen Versuchen Österreichs, das osmanische Reich in Angriffskriegen zu vernichten. Kein Wunder, Europa hatte in der Folgezeit andere Sorgen als die Türken: Den 7-jährigen Krieg etwa, der nur zu deutlich zeigte, wie wenig die heitere Pracht des Rokoko und die Aufklärung zur Realpolitik beitragen konnten. Ein Krieg, den man gerne vergisst, obwohl er die Killing Fields der Weltkriege vorwegnimmt.

Nur zu verständlich also ist es, wenn Voltaires Candide nach seiner Irrsinnsreise durch die westliche Welt in der Zeit dieses Krieges am Ende seinen Frieden findet in Istanbul, als Untertan des Sultans. Frieden, das ist immer mehr als eine Option, es ist die Mutter aller Dinge, und wenn ich jetzt das Geschrei der braunen Gosse höre, die sich ein neues Belgrad wünschen und Kreuzzüge und den Clash of Civilisations, und dazu falsche Bilder der Geschichte heraufbeschwören, dann kann ich denen nur raten: Informiert Euch besser mal über die Geschichte.

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Donnerstag, 9. Februar 2006

Ciao La Boheme, addio Chiaroscuro,

willkommen in der neuen internationalen Ungemütlichkeit. Es gab so viele Geschichten in diesem dunklen Restaurant mit seinen alten Sofas, der geschnitzten Anrichte und all den Bildern an der Wand, den weissen Tischdecken und den Kerzen, dem Klavier, auf dem nie gespielt wurde, und dem Salat, bei dem der Vegetarier den Käse und die Fleischfresserin den Schinken bekam. Das La Boheme war eine der Konstanten in der Maxvorstadt, und sein Verschwinden ist wie das Knacken einer zu dünnen Eisschicht unter dem Gewicht eines Unvorsichtigen - das Schwabing, das ich vor zwei Jahren noch als Heimat empfand, ist heute weitgehend verschwunden, und mit dem La Boheme, seinem Dunkel und den wenigen hellen Reflexen auf den Gesichtern ist auch sein Grundpfeiler gefallen. Das war´s mit den Lichtspielen, der Ästethik der Maniera, der Küche der Prinzessin.

In den letzten fünf Jahren hat sich das ganze Viertel gewandelt, überall erscheinen neue Coffee Shops und Bagelläden, räumen die gewachsenen Strukturen beiseite, klammern sich ans Dasein, und gehen dann wegen des Überangebots wieder unter. Es gibt viel mehr Läden, aber kaum noch was, wo man hingehen kann, was nicht so aussieht wie der immer gleiche Stil zwischen Ballermann und Kastanienallee. Und mit dem letzten Biotopen des Ursprünglichen verschwindet der spezifische Charme der Vorstadt, sie wird austauschbar, eine schale Blaupause eines Lebensstils, bei dem man immer überall sein kann, es gibt dann eben diese Meile, an der jedes Lokal und Geschäft, alle Leute und jedes Gespräch genauso ist wie am Tag zuvor, in einer anderen Stadt, einem anderen Land, oder in einem anderen Leben.



Im neuen Lokal sind alle Tische und Stühle gleich, es ist perfekt auf maximale Kundenzahl zugeschnitten, statt der Bilder gibt es die immer gleichen Lampen in der Wand, und für einen Moment fragt man sich, wie das wohl aussehen mag, wenn sie an der Wand sitzt und man sie nicht richtig anschauen kann, weil rechts und links von ihrem Gesicht das hässliche Licht der hellen Flecke den Raum verschmutzt. In diesem Lokal kann man sicher veritable Businesspläne entwerfen und über globale Strategien sprechen. Und natürlich findet sich dann einer, der bei OpenBC schreibt, wie toll er das neue Lokal findet.

Komischerweise habe ich es noch nie voll gesehen, wie das La Boheme. Das wird nicht wiederkommen, aber es ist nicht vergessen. Und der Nachfolger hoffentlich bald tot, vorbei, verreckt, ohne jede Möglichkeit einer Wiederkehr, die all die nie beendeten Geschichten haben, die hier ihren Anfang nahmen.

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Give Aways

Ich habe noch ein paar Kugelschreiber aus der grossen alten Zeit. Und einen Bierkrug aus Steingut, wo drauf steht: B2B in Upper Franconia means: Beer and Business. Und noch eine Menge anderen Plunder aus der New Economy, aus Plastik, witzig gedacht, heute nur noch schäbig anzuschauen. So wie die Zeit, an die zu erinnern einen schalen Geschmack hinterlässt. So viele Chancen, so viele Möglichkeiten wie niemals zuvor, und dann dieses Ergebnis. Ich darf mich eigentlich nicht beschweren, mein halbes Leben fusst noch in dieser Epoche, ich hatte als einer der wenigen Glück und bin auch irgendwie weiter vorne mit dabei, aber die anderen...

In einer Familienangelegenheit bin ich auf die Vorläufer der Give Aways gestossen. In einer Kiste auf dem Dachboden einer zur Disposition stehenden Immobilie, weit im Süden, nahe bei Salzburg, war eine Kiste, zugeschnürt und eingestaubt. Bis zum Rand gefüllt mit langen, flachen Holzkisten, die das Zeichen einer Bank trugen, die es heute nicht mehr gibt. Der Hausbesitzer war dort guter Kunde, und jedes Jahr zu Weihnachten, den in den Kisten liegenden Schreiben zufolge, schickte der Bankchef der kleinen Stadt an den Kunden eine dieser rötlich schimmernden, mit blauem Samt ausgeschlagenen Behältnisse, gefüllt mit einem Satz Silbermünzen aus der ganzen Welt.

Sie fanden offensichtlich keinen Liebhaber; der so Beschenkte hatte ohnehin wenig Sinn für Geldangelegenheiten und nutzte sein Vermögen vor allem, um den Niederungen des Daseins zu entfliehen; geliebt hat er Speere aus Kenia, Malereien aus Thailand, Silberschalen aus Vietnam, Pistolen aus Mauretanien und Gefässe aus China und Peru. Unbesehen, ungeöffnet gelangte das Silber in den Karton, für ihn nicht mehr wert als für mich ein Notizblock von Wedit - falls das noch jemand kennt.

Trotzdem, der Unterschied zu dem, was meine Epoche wegegeben hat, ist unbestreitbar. Es geht nicht um den banalen Wert, sondern einfach um den Gedanken der Nachhaltigkeit, der Dauerhaftigkeit dessen, was da vergeben wird. In der New Economy war es so viel, man konnte den Krempel tütenweise abschleppen, es war mit allen PR-Meetings und Agenturentwürfen und Analysen sicher nicht billiger als Silbermünzen, aber kein Mensch dachte damals weiter als 6 Monate, warum sollte man auch was hergeben, was länger Bestand hätte. Diese haltung, das Böse der aus dem Unterleib der Quartalsberichte, hat den Crash überlebt, weil es so alt ist wie die menschliche Dummheit. Und so glaubte ich fest an den weiteren Niedergang, bis mich mein Weg heute morgen zu Supercompany.de führte, dem viel geschmähten Businessableger von Boocompany. Da ist gleich links neben dem mittigen "Boo"-Pixel ein schwarzer Fleck mit einem T, und der wiederum führt zu Turell. Und die bieten wirklich schöne Blankobücher an.

Wenn also weiterhin ein Niedergang der Geschenke hin zu den Weggegebenen zu konstatieren ist, dann liegt das nicht am Angebot, sondern an der mangelnden Nachfrage der Business-Tanjas, der CEO-Rolfs und der PR-Anjas. Das ist Kapitalismus, Baby. Aber es gibt Hoffnung.

ich bich weder mit Supercompany noch mit Turell irgendwie geschäftlich - und bei Turell auch nicht privat - verbandelt. Ich mag nur schöne Notizbücher, das ist alles.

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Mittwoch, 8. Februar 2006

Ode auf die Amalienstrassen-Antiquariate

Zu den Phänomenen, die gerade wieder aus den Löchern kriechen, gehört die Behauptung, das Buch als solches hätte eine Zukunft wie jeder andere Inhalt vom Range der Musik und des Films: Digitalisiert, p2p-verbreitet, digital konsumiert, also bald ähnlich tot wie die Schallplatte. Denn Bücher sind teuer, und Bücher brauchen Platz. Mit einem E-Book oder E-Paper und einem Download ist das alles kein Poblem mehr. Und so erwartet mancher schon die Einladung zum Totenmahl im Internetrestaurant am Ende der Gutenberg-Galaxis.

Das Buch, der Codex, ist in Europa jetzt gute 2000 Jahre heimisch, und hat immer gute Dienste geleistet. Mit einer kleinen Problemphase ab Mitte des 19. bis zu den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, in der das Papier schlecht war, hat sich das Buch als extrem robuster, zuverlässiger "Datenträger" erwiesen. Und dank der technischen Entwicklung sind die Entstehungskosten der materiellen Basis auch verschwindend gering - das Buch als solches kostet selten mehr als 10% dessen, was es nachher im Laden kostet. Dafür ist es allerdings fast unbegrenzt haltbar und entsprechend robust - ein Begiff, was jeder versteht, der mal einen Laptop aus 1,5 Meter Höhe auf den Boden hat fallen und sich dann das Gegenteil dessen vergegenwärtigt, was das Gerät dann noch an Daten ausspuckt.

Dazu kommt noch ein anderer Vorteil - dessen, was man heute als Interface bezeichnet. Viele derer, die das digitale Buch promoten, haben mitmasslich kein Buch geschrieben und werden das auch nie tun - weil sie sonst wüssten, wie entsetzlich das Lesen eines grösseren Textes am Bildschirm ist. Ich weiss, wovon ich rede. Und, nicht zu vergessen: Auf Papier wirken längere Texte anders. Besser. Hochwertiger. Schöner. Unbegrenzt aufgelöst. Sie summen nicht, sie brauchen keinen Strom, sie werden nicht heiss. Ganz ohne DRM-Scheisse.



Und sie sind - alles zusammengerechnet - sicher auch nicht teurer. Denn während digitale Bücher niemals ins Antiquariat kommen und immer die gleichen Preise haben werden, weil es nichts kostet, digitale Güter zu spreichern, gelangen Bücher irgendwann wieder in den Handelskreislauf, sei es als Gebrauchtbuch, sei es als Ramsch. Ob das digitale Buch von heute in 20 Jahren noch dem technischen Standard entspricht, wird man bezweifeln dürfen, wenn man sich vergegenwärtigt, was aus Microfilm-Bibliotheken, der Zukunftstechnologie der 70er Jahre geworden ist.

Natürlich ist also das Einscannen und der Vertrieb von Büchern über das Netz kein Problem. Auch mit p2p-Technologien, egal ob geklaut oder selbst geschrieben. Es mag mitunter für gewisse Fachliteratur sogar sinnvoll sein, sei es für belanglose Dissertationen oder Texte, in die man nur einmal für ein Kapitel reinschauen muss, oder für schnell veraltende Gesetzestexte. Aber das Buch als solches, das verschenkbar ist, das man widmen kann, das die schönste aller Tapeten liefert, das immer und überall lesbar ist, auch in der Sonne, das ein Statussymbol der Bildung ist, wird für immer dominieren, solange der Mensch Texte über 10 Seiten liest.

Eine Sache vielleicht noch für die, die an einen Wandel der Kundschaft glauben: Das Buch hat den Wandel in seiner Käuferschicht längst hinter sich. Die meisten Bücher werden ohnehin von denen gekauft, die viele Bücher, über 50 pro Jahr kaufen. Das ist der Kernmarkt, das sind die, die das Buch als solches wollen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Jagd im Antiquariatenviertel in München, das heimschleppen der Beute und der Verzehr der Bücher in der Höhle und das Einsortieren der Papiertrophäen vielleicht das letzte grosse Abenteuer für echte Männer und Frauen ist.

Und mal ehrlich: Wer weniger als 2.000 Bücher hat, kriegt doch keinen ordentlichen Geschlechtspartner.

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Nunc est bibendum für Neoconnards,

denn Paul Spiegel schenkt ihnen was ein. Nachdem gestern schon die Puppen nach dem hier versucht haben, Rabbiner, Immanme und Priester in einen Topf zu schmeissen und sich so ihre vulgärliberale Freiheit des Sozialdarwinismus zu erhalten, würde mich interessieren, was sie heute zu tun gedenken. Und welche Angriffe sie gegen den Zentralrat vorbringen möchten, die es jetzt eigentlich geben müsste - schliesslich ist der Zentralrat so moderat, überlegt und ausgewogen wie viele andere, die von den Hass-Schmierern am rechten Rand tagein tagaus diffamiert werden. A propos diffamieren: Hier ist was über die angeblichen dänischen Freunde der Freiheit. Kein Wunder, wenn der braune Blogsumpf meint, dass das ihre Freiheit ist.

Wichtiges Update: Bei der Jyllands Posten denkt mancher über den Abdruck von iranischen Holocaust-Witzen nach.

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Umfrage des Tages: Sex in der Blogosphäre

1. Habt ihr schon gehabt?
2. Wollt ihr haben?
3. Habt ihr von einem Freund oder einer Freundin gehört, dass er oder sie hat?
4. Taugen Blogs als Anbandelungstool?

Und damit ihr Euch auch anonym trauen könnt, gibt es dafür einen Extra-Mitgliegsnamen: Blogfick, und das Password lautet: auja.

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Dienstag, 7. Februar 2006

Ein Wort über Mieter

In 1A-Lagen halten sich die schlechter Erfahrungen mit Mietern in engen Grenzen. Das Angbot ist klein, die Nachfrage ist riesig. Man kann sich die Mieter raussuchen, und in der Folge gab es eigentlich nie Probleme. Der Stadtpalast trägt sich selbst, und es ist nicht zu viel Arbeit.

Bis auf die Wohnung unter mir. Die wurde von einer WG gemietet. Und wie es nun mal so ist bei einer WG mit jungen Leuten, verliessen irgendwann die ersten Mieter das Haus, neue Mieter zogen nach, übernahmen die Verträge, und eine langsame Abwärtsspirale setzte ein. Vor einem Jahr kam ich nach Hause, und das Wasser ging nicht. Irgendwtwas war ein Stockwerk tiefer passiert, aber es war keiner da. So eine Wohnung ohne Wasser ist kein Spass. Zwei Tage später stellte sich heraus, dass die Hauptmieterin mit einem Waschbecken nicht zufrieden war und es einfach mit allem Drum und Dran rausgerissen hatte. Natürlich wurde bei der Gelegenheit auch mir der Hahn abgedreht. Die Dame zeigte sich, vorsichtig gesagt, beratungsresistent und meinte, wenn ich ein Problem hätte, sollte ich klagen. Wochenlang wurde Müll vor der Tür deponiert, manchmal standen 20 Paar Schuhe vor meinem Aufgang in das oberste Stockwerk. Vor ein paar Wochen lief die Waschmaschine über und verursachte einen erheblichen Schaden ein Stockwerk weiter unten. Ich sage nur: Historischer Stuck, historisches Parkett. Und pampige Sprüche, als ich mit der Kamera zum Dokumentieren kam.



Vorbei, vorbei, das ist vorbei. Die WG der grosskotzigen Usurpatorinnen hat soeben gekündigt. Weil es ihnen hier nicht mehr gefällt. Herrlich. Wochenlang werden sie jetzt da unten die Wohnung restaurieren, im Schweisse ihres Angesichts.

Und dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ab April wieder vermieten - also einen Haufen neue Hauselitessen anschaffen - oder ganz egoman selbst einziehen. 115 Quadratmeter, 4 Zimmer, Küche, Bad, Toilette, Flur, plus meine jetzige Wohnung als Gästewohnung, macht 170 Quadratmeter. Das Problem ist allerdings: Wenn ich das nehme, fehlt mir das Geld für den standesgemässen Butler.

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Umfrage zur Blog- und Mediennutzung von Bloglesern

Liebe Leser, wenngleich es hier manchmal etwas ruppig zur Sache geht, wenn es die Kommunikationswissenschaften betrifft, so ist es doch so, dass ich das Fach an und für sich mag.

in München entsteht nun eine sehr spannende Magisterarbeit, deren Thema eine wichtige Frage ist, nämlich: Wie gehen wir mit Blogs, wie gehen wir mit Medien um und wo sind die Unterschiede. Es gibt hier eine Umfrage, die etwa 10 Minuten zum beantworten dauert, und es würde mich freuen, wenn Ihr Euch beteiligen würdet. Das Projekt ist nicht kommerziell, es werden keine Daten wie IPs gespeichert, und wer sich informieren will, findet hier das Blog der Forscherin.

Vielleicht noch was zu meiner Motivation: Ich habe sie im Institut in München bei einem Vortrag über Blogs kennengelernt, und da meinte sie, Blogs wären vielleicht so eine Art Tamagotchi für Erwachsene. Kein Respekt vor alten Säcken wie mir. Das mag ich. Das unterstütze ich :-)

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Samstags kickt der Rabbi Neoconnards

A lack of intellectual honesty and a deep lack of respect for the feelings of others. - Ich wette, gewisse Gestalten der rechten Blogosphäre sind zu feige, das zu bringen. Womit klar ist, was Juden für sie sind: Ein billiger Vorwand für ihre Hetze, und eine Stimme, die verschwiegen wird, wenn sie nicht in den Kram passt. Oder ihnen sagt, was von ihnen zu halten ist.

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Ich hab´s ja gesagt.

Hier. Und hier. Ich mein, ich bin nicht irgendwer, ich bin Don Alphonso Porcamadonna, der Schrecken von Dotcomtod. Wenn ich sage, dass was nicht laufen wird, dann stimmt das meistens. Vermutlich träumen 35 ehemalige Mitarbeiter momentan Gespinste, die an Goyas schrecklichste Zeichnungen erinnern. Und ein paar hundert Aktionäre wohl auch. Sage noch einer, die Leute wären durch den Neuen Markt schlauer geworden. Via Girl.

höhö.

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