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Mittwoch, 21. März 2007
Die humoristschen Seiten von StudiVZ
Bei meiner Arbeit an der mangelhaften PR von StudiVZ könnte ich manchmal fast heulen, aber mitunter gibt es auch Spassiges zu vermelden. So gerade in einer Mail:
"der wirkt, als wäre er als Prakti in den Kokstopf gefallen"
Alles andere - Geschäftsideen und Exitüberlegungen - an der Blogbar.
"der wirkt, als wäre er als Prakti in den Kokstopf gefallen"
Alles andere - Geschäftsideen und Exitüberlegungen - an der Blogbar.
donalphons, 19:25h
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Nein.
Lieber Herr Hmhmhm,
vielen Dank für die - sicher als Privileg gemeinte - Einladung zu Ihrer Konferenz in Hamburg.
Nachdem ich die Genese Ihrer Firma und besonders die in die Hände ihrer Gründer geleitete "Rückzahlung" des Börsengewinns als Freund einer betroffenen Person erlebt habe, komme ich gerne einmal vorbei, wenn es bei SinnerSchrader dereinst zur Insolvenzversteigerung kommt. Ich werde dann die Schreibtische Ihrer namensgebenden Gründer kaufen, zertrümmern und das per Video ins Internet stellen. Oder sonst irgendetwas tun, um sie so öffentlich zu demütigen, wie sie es meines erachtens verdienen.
Allerdings hoffe ich bis zu diesem wunderschönen Tag auf Ihr Verständnis, wenn ich mich nicht durch eine angenommene Einladung einer derartigen Firma demütigen lasse. Ganz abgesehen davon, dass ich mir eine bessere Gesellschaft vorstellen kann, als ein paar vortragende Gschaftlhuber und Blogger, die sich für die Ersparnis von ein paar lumpigen Euro Eintritt im Video für Ihresgleichen zum Primaten machen.
Mit freundlichen Grüssen
Don Alphonso Porcamadonna
vielen Dank für die - sicher als Privileg gemeinte - Einladung zu Ihrer Konferenz in Hamburg.
Nachdem ich die Genese Ihrer Firma und besonders die in die Hände ihrer Gründer geleitete "Rückzahlung" des Börsengewinns als Freund einer betroffenen Person erlebt habe, komme ich gerne einmal vorbei, wenn es bei SinnerSchrader dereinst zur Insolvenzversteigerung kommt. Ich werde dann die Schreibtische Ihrer namensgebenden Gründer kaufen, zertrümmern und das per Video ins Internet stellen. Oder sonst irgendetwas tun, um sie so öffentlich zu demütigen, wie sie es meines erachtens verdienen.
Allerdings hoffe ich bis zu diesem wunderschönen Tag auf Ihr Verständnis, wenn ich mich nicht durch eine angenommene Einladung einer derartigen Firma demütigen lasse. Ganz abgesehen davon, dass ich mir eine bessere Gesellschaft vorstellen kann, als ein paar vortragende Gschaftlhuber und Blogger, die sich für die Ersparnis von ein paar lumpigen Euro Eintritt im Video für Ihresgleichen zum Primaten machen.
Mit freundlichen Grüssen
Don Alphonso Porcamadonna
donalphons, 13:53h
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E la nave va
Soave sia il vento,
Tranquilla sia l'onda,
Ed ogni elemento
Benigno risponda
Ai vostri desir.
Fahre ich direkt auf die Buchmesse? Oder wandle ich durch den dann hoffentlich leicht eingeschneiten Park von Bayreuth? Oder besuche ich den Merseburger Dom?

Transfertage mit Verpflichtungen sind meist unfassbar kurz, und ob sich lohnt, für 3 Stunden durch die Buchmesse zu rennen... Überhaupt, Buchmessen. Ich kenne keinen Autor, der Buchmessen liebt. Man trifft da so viele Leute, von denen man die meisten eigentlich nicht sehen will. Und man sieht so viele schlechte Bücher. Man glaubt gar nicht, was alles gedruckt wird, bis man davor steht. Und wer einen sehen will, kann auf die Lesung kommen.
Also wird mein Schifflein morgen vorerst seine Segel doch eher gen das markgräfliche Bayreuth setzen. Ich war da noch nie im Winter. Eine Schande. Und Schande über die, die ihre Ansprüche hier für Viktualientransporte nicht bald anmelden - morgen ist es zu spät.
Tranquilla sia l'onda,
Ed ogni elemento
Benigno risponda
Ai vostri desir.
Fahre ich direkt auf die Buchmesse? Oder wandle ich durch den dann hoffentlich leicht eingeschneiten Park von Bayreuth? Oder besuche ich den Merseburger Dom?

Transfertage mit Verpflichtungen sind meist unfassbar kurz, und ob sich lohnt, für 3 Stunden durch die Buchmesse zu rennen... Überhaupt, Buchmessen. Ich kenne keinen Autor, der Buchmessen liebt. Man trifft da so viele Leute, von denen man die meisten eigentlich nicht sehen will. Und man sieht so viele schlechte Bücher. Man glaubt gar nicht, was alles gedruckt wird, bis man davor steht. Und wer einen sehen will, kann auf die Lesung kommen.
Also wird mein Schifflein morgen vorerst seine Segel doch eher gen das markgräfliche Bayreuth setzen. Ich war da noch nie im Winter. Eine Schande. Und Schande über die, die ihre Ansprüche hier für Viktualientransporte nicht bald anmelden - morgen ist es zu spät.
donalphons, 10:57h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 20. März 2007
Care-for-Berliner-Paket
Dinger wie das da rechts oben nennt man in Bayern übrigens Nonnenbrüste. Der Katholizismus ist nicht nur schlecht.

Und ansonsten hat der Hoflieferant sich wieder viele neue Dinge einfallen lassen. Man weiss gar nicht, was man nehmen soll.

Und ansonsten hat der Hoflieferant sich wieder viele neue Dinge einfallen lassen. Man weiss gar nicht, was man nehmen soll.
donalphons, 17:36h
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Fast doch nicht Lesen in Leipzig
Es gibt eine Kanne in diesem Haushalt, eine unter - einem Dutzend? Ich habe sie nie gezählt - allen anderen eine gewisse Bedeutung hat. Sie stammt aus England und ist eigentlich nicht wirklich das, was ist suche. Eine Kanne, die sehr grossmütterlich daher kommt und sofort an eine Art melissenduftgeschwängerte Gemütlichkeit erinnert, mit der ich wenig anfangen kann. Ausser natürlich, wenn ich unleidlich bin und keinen Menschen sehen will. Weil ich nicht gesund bin. So wie die letzten Tage. Und für solche Momente und den dann nötigen Pfefferminztee kommt sie zum Einsatz.

Nachdem ich am Samstag während des Interviews mit Fritz zwischenzeitlich mal kurz auflegen musste und gestern noch so schlecht drauf war, dass die Unterhaltung von Youtube, Tom & Jerry gestellt werden musste, hat sich die bayerische Natur inzwischen wieder erfolgreich ihre Bahn gebrochen. Wäre ich nicht Vegetarier, ich könnte ab sofort wieder Schweinshaxn vertilgen. Und deshalb kann ich sagen: Ja.
Ich werde am 22. März, also kommenden Donnerstag, um 21 Uhr im Volkshaus Leipzig sein und mit Lyssa, Modeste, Don Dahlmann, Felix und Thomas Knüwer als handelsgeblätteter Gastgeber Texte aus den jeweiligen Blogs zum Besten geben.
Vielleicht schreibe ich noch einen netten Text über korrupte Funktionäre und Heuschrecken, das würde zur Umgebung nicht ganz schlecht passen - das Volkshaus Leipzig wurde nämlich mitsamt seiner einzigartigen Geschichte letztes Jahr von den Genossen ausgerechnet an Cerberus verkauft.

Nachdem ich am Samstag während des Interviews mit Fritz zwischenzeitlich mal kurz auflegen musste und gestern noch so schlecht drauf war, dass die Unterhaltung von Youtube, Tom & Jerry gestellt werden musste, hat sich die bayerische Natur inzwischen wieder erfolgreich ihre Bahn gebrochen. Wäre ich nicht Vegetarier, ich könnte ab sofort wieder Schweinshaxn vertilgen. Und deshalb kann ich sagen: Ja.
Ich werde am 22. März, also kommenden Donnerstag, um 21 Uhr im Volkshaus Leipzig sein und mit Lyssa, Modeste, Don Dahlmann, Felix und Thomas Knüwer als handelsgeblätteter Gastgeber Texte aus den jeweiligen Blogs zum Besten geben.
Vielleicht schreibe ich noch einen netten Text über korrupte Funktionäre und Heuschrecken, das würde zur Umgebung nicht ganz schlecht passen - das Volkshaus Leipzig wurde nämlich mitsamt seiner einzigartigen Geschichte letztes Jahr von den Genossen ausgerechnet an Cerberus verkauft.
donalphons, 13:10h
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Geldkläffer oder die Psychologie der Pudel
Seit ein paar Wochen frage ich mich: Muss ich mich mit denen auseinandersetzen? Mit diesen Leuten, die mir nicht mal vorgestellt wurden, und die meinen, dass man den Erfolg von Blogs vor allem daran messen kann, ob man davon leben kann?
Ich verstehe, dass es sie gibt. Die allermeisten dieser Jammerlappen sind Blogversager, die in anderen Bereichen mal gross waren und hier draussen nach Belieben unter die Räder genommen werden: Mehrfachpleitiers, Ex-PR halbbetrügerischer Pleiten-IPOs, Agenturen, für die sich trotz Einkauf von "Top-Bloggern" keine alte Sau interessiert, wenn sie selbst was ins Internet schreiben, und windige Startups, die sich an die Linknutten und Tonnenraussteller dieser und der Schweizer Republik wenden, sowie ein paar Adabeis, die es optisch nicht zu Big Brother geschafft haben und jetzt geil darauf sind, in andere beworbene Container zu ziehen. Kurz:
Hier kläffen Pudel die Wölfe an, weil die niemanden brauchen, der ihnen das Chappi in die Fressnäpfe tut.
Es ist völliger Schwachsinn zu behaupten, die Blogosphäre wäre antikommerziell oder antikapitalistisch. Es ist lediglich so, dass viele Blogger - durchaus auch Leute mit Namen - keine Lust haben, sich in ihrem Hobby nochmal kommerziellen Erwägungen unterzuordnen. zum Beispiel, weil sie anderweitig Geld verdienen - was in gewissen bloggenden Prekariatskreisen nicht vorstellbar ist, aber doch, es gibt Leute, die auch so an ihr Geld kommen. Antikommerziell sind eher die Pudel, die eine Folge daraus nicht begreifen: Wer Geld nimmt, muss auch Gegenleistungen bringen. Und zwar echte Leistungen, und nicht nur devotes PR-Bekriechen seiner Auftraggeber. Dass man sich mit solchen Verhaltensweisen bei den Wölfen keine Freunde macht, ist selbstverständlich. Denn genau dieses Verhalten hat die kommerzielle Blogosphäre inzwischen dahin gebracht, wo sie elendiglich vor sich hinstinkt: Zu Billig-PR, Social Media Optimierungsspam, Aufkleberabzocker, Sektenbejubler, in White-Trash-Container mit Mietbarsystem und zu den Powerpointschubsern der Agenthuren.
Und dann wundert sich dieser Abschaum auch noch, wenn manche Medien inzwischen den Eindruck bekommen, dass in der Blogosphäre was faul ist - was ihnen das Geschäft erschwert, weil sie die Galubwürdigkeit verwerten wollen, die andere aufgebaut haben. Das ändert aber überhaupt nichts daran, dass der grösste Teil der Blogger irgendwo ohne jeden Hintergedanken ihr Ding aufschreiben. Für sich, für ihre Freunde, manche auch für ein ordentlich grosses Publikum und das alles nur, weil sie schreiben wollen. Das allein für sich hat einen absoluten Wert für Schreiber und Leser. Wer meint, dass man darauf ein effizientes Geschäftsmodell aufsetzen kann, hat jetzt nicht wirklich Ahnung vom real existierenden Werbemarkt.
Diese Leute nennen solche Auffassungen "fundamentalistisch" oder "orthodox". Mich erinnern sie an H., den Kollegstufensäufer, der mir damals jeden zweiten Tag blau wie eine Strandhaubitze über den Weg lief. Einer, der eine Anlagen in Alkohol ertränkte und mich irgendwann, stinkend, übermüdet und fast schon besinnungslos anlallte: Sagma wisso dringsn du eignlich kein algohol. Ich mag halt nicht. Ich kaufe auch keine grünen Elefanten, ich brauche keinen Rausch und auch kein Geld für das Bloggen. Mein Leben läuft wunderbar ohne Kotze im Bad, Elefantenscheisse im Hof und Deppen, die scharf sind auf 86% Googlebesucher, weil die doof auf Werbung klicken. Interessiert mich alles nicht. Interessiert mich nur dann, wenn es darum geht, "to keep the bastards out of my backyard".
Es ist ja nicht so, dass man, wenn man auf so etwas angesprochen wird, sich nicht seine Gedanken macht. Aber das Problem, das ich sehe und für das es keine Lösung geben wird, ist die Beziehung zwischen Blogger und Leser. Es ist nicht so, dass ich hier jeden Leser toll finde, aber ich respektiere sie erst mal als Menschen, die sich für das interessieren, was ich schreibe. Das ist angesichts meiner und der Leser Freiheiten weitaus besser, als das, was Journalismus bringt. Im Journalismus jedoch, wie ich ihn betreibe, gibt es eine klare Trennung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion. Und genau das würde wegfallen, wenn ich dieses Blog vermarkten würde. Wollte ich mehr Geld verdienen, müsste ich nach deren Regeln spielen. In der Textform, in den Überschriften, in der Googleoptimierung, ich müsste zu bestimmten Zeiten bloggen, wenn viele Leser kommen, kurz -ich müsste mich anpassen. Ich würde zu deren Pudel werden, ohne dass ich inhaltlich etwas verändern würde. Ich könnte mich vielleicht noch als Wolf fühlen, aber de facto wäre ich auchauf dem Weg zu so einer stinkenden Sofatöle wie MCNilobonvanoligasimoneckuber - um hier keinen persönlich anzusprechen.
Ich bin nicht antikapitalistisch. Ich nehme Aufträge an, wenn sie gut bezahlt sind und ich meinen Spass habe. Und wie bei allen anderen Hobbies ist Spass das treibende Element hier draussen. Die Blogosphäre ist ein riesiger, lustiger, amüsanter Vergnügungspark, ein Bacchanal der Textsinne, und es wird mir hier nie langweilig. Es ist das Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Textgänse, Forellen und mitunter auch Enten in den Mund fliegen - man muss nur danach schnappen. Ich glaube, die einzigen, die hier nie Spass haben werden, sind die kläffenden Pudel, die hier wegen den verschimmelten Schlachtabfällen der Medienindustrie auflaufen, nach denen sie süchtig sind. Verhungern oder langsam an diesem Frass krepieren - das sind ihre Alternativen.
Ich sagte ja: Es ist ein Heidenspass hier draussen. Für Wölfe.
Ich verstehe, dass es sie gibt. Die allermeisten dieser Jammerlappen sind Blogversager, die in anderen Bereichen mal gross waren und hier draussen nach Belieben unter die Räder genommen werden: Mehrfachpleitiers, Ex-PR halbbetrügerischer Pleiten-IPOs, Agenturen, für die sich trotz Einkauf von "Top-Bloggern" keine alte Sau interessiert, wenn sie selbst was ins Internet schreiben, und windige Startups, die sich an die Linknutten und Tonnenraussteller dieser und der Schweizer Republik wenden, sowie ein paar Adabeis, die es optisch nicht zu Big Brother geschafft haben und jetzt geil darauf sind, in andere beworbene Container zu ziehen. Kurz:
Hier kläffen Pudel die Wölfe an, weil die niemanden brauchen, der ihnen das Chappi in die Fressnäpfe tut.
Es ist völliger Schwachsinn zu behaupten, die Blogosphäre wäre antikommerziell oder antikapitalistisch. Es ist lediglich so, dass viele Blogger - durchaus auch Leute mit Namen - keine Lust haben, sich in ihrem Hobby nochmal kommerziellen Erwägungen unterzuordnen. zum Beispiel, weil sie anderweitig Geld verdienen - was in gewissen bloggenden Prekariatskreisen nicht vorstellbar ist, aber doch, es gibt Leute, die auch so an ihr Geld kommen. Antikommerziell sind eher die Pudel, die eine Folge daraus nicht begreifen: Wer Geld nimmt, muss auch Gegenleistungen bringen. Und zwar echte Leistungen, und nicht nur devotes PR-Bekriechen seiner Auftraggeber. Dass man sich mit solchen Verhaltensweisen bei den Wölfen keine Freunde macht, ist selbstverständlich. Denn genau dieses Verhalten hat die kommerzielle Blogosphäre inzwischen dahin gebracht, wo sie elendiglich vor sich hinstinkt: Zu Billig-PR, Social Media Optimierungsspam, Aufkleberabzocker, Sektenbejubler, in White-Trash-Container mit Mietbarsystem und zu den Powerpointschubsern der Agenthuren.
Und dann wundert sich dieser Abschaum auch noch, wenn manche Medien inzwischen den Eindruck bekommen, dass in der Blogosphäre was faul ist - was ihnen das Geschäft erschwert, weil sie die Galubwürdigkeit verwerten wollen, die andere aufgebaut haben. Das ändert aber überhaupt nichts daran, dass der grösste Teil der Blogger irgendwo ohne jeden Hintergedanken ihr Ding aufschreiben. Für sich, für ihre Freunde, manche auch für ein ordentlich grosses Publikum und das alles nur, weil sie schreiben wollen. Das allein für sich hat einen absoluten Wert für Schreiber und Leser. Wer meint, dass man darauf ein effizientes Geschäftsmodell aufsetzen kann, hat jetzt nicht wirklich Ahnung vom real existierenden Werbemarkt.
Diese Leute nennen solche Auffassungen "fundamentalistisch" oder "orthodox". Mich erinnern sie an H., den Kollegstufensäufer, der mir damals jeden zweiten Tag blau wie eine Strandhaubitze über den Weg lief. Einer, der eine Anlagen in Alkohol ertränkte und mich irgendwann, stinkend, übermüdet und fast schon besinnungslos anlallte: Sagma wisso dringsn du eignlich kein algohol. Ich mag halt nicht. Ich kaufe auch keine grünen Elefanten, ich brauche keinen Rausch und auch kein Geld für das Bloggen. Mein Leben läuft wunderbar ohne Kotze im Bad, Elefantenscheisse im Hof und Deppen, die scharf sind auf 86% Googlebesucher, weil die doof auf Werbung klicken. Interessiert mich alles nicht. Interessiert mich nur dann, wenn es darum geht, "to keep the bastards out of my backyard".
Es ist ja nicht so, dass man, wenn man auf so etwas angesprochen wird, sich nicht seine Gedanken macht. Aber das Problem, das ich sehe und für das es keine Lösung geben wird, ist die Beziehung zwischen Blogger und Leser. Es ist nicht so, dass ich hier jeden Leser toll finde, aber ich respektiere sie erst mal als Menschen, die sich für das interessieren, was ich schreibe. Das ist angesichts meiner und der Leser Freiheiten weitaus besser, als das, was Journalismus bringt. Im Journalismus jedoch, wie ich ihn betreibe, gibt es eine klare Trennung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion. Und genau das würde wegfallen, wenn ich dieses Blog vermarkten würde. Wollte ich mehr Geld verdienen, müsste ich nach deren Regeln spielen. In der Textform, in den Überschriften, in der Googleoptimierung, ich müsste zu bestimmten Zeiten bloggen, wenn viele Leser kommen, kurz -ich müsste mich anpassen. Ich würde zu deren Pudel werden, ohne dass ich inhaltlich etwas verändern würde. Ich könnte mich vielleicht noch als Wolf fühlen, aber de facto wäre ich auchauf dem Weg zu so einer stinkenden Sofatöle wie MCNilobonvanoligasimoneckuber - um hier keinen persönlich anzusprechen.
Ich bin nicht antikapitalistisch. Ich nehme Aufträge an, wenn sie gut bezahlt sind und ich meinen Spass habe. Und wie bei allen anderen Hobbies ist Spass das treibende Element hier draussen. Die Blogosphäre ist ein riesiger, lustiger, amüsanter Vergnügungspark, ein Bacchanal der Textsinne, und es wird mir hier nie langweilig. Es ist das Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Textgänse, Forellen und mitunter auch Enten in den Mund fliegen - man muss nur danach schnappen. Ich glaube, die einzigen, die hier nie Spass haben werden, sind die kläffenden Pudel, die hier wegen den verschimmelten Schlachtabfällen der Medienindustrie auflaufen, nach denen sie süchtig sind. Verhungern oder langsam an diesem Frass krepieren - das sind ihre Alternativen.
Ich sagte ja: Es ist ein Heidenspass hier draussen. Für Wölfe.
donalphons, 10:42h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 19. März 2007
Ich find den Michi gut
Drüben bei Thomas und an anderen Stellen amüsiert man sich in nicht wirklich netter Weise über Wirtschaftsminister Michael Glos und seine Bemerkung, dass er Leute habe, die für ihn das Internet machen. Obwohl ich alles andere als ein Fan der CSU im Allgemeinen und Michael Glos im Besonderen bin - I beg to differ.
Ich habe bekanntlich ein paar Jahre in der Munich Area mitgamacht, wo ähnliche Ignoranten nicht nur behaupteten, das Internet zu können, sondern sich auch einreden liessen, wie toll das sei. Internetdeppen gab es auch in Nordrhein-Westfalen bei den Sozis, die sich allen Ernstes von einer Handelsblatt-Tochter ein PR-Projekt namens GH100 aufschwatzen liessen, und in Bremen mit einem E-Commerce-Professor, dessen Uni von einem Telefonunternehmer gesponsort werden sollte, der dann pleite ging, und was da an Irrsinn mehr war. München, und ich bitte mir da zu glauben, München jedoch war der Platz, wo die grösste politische Unvernunft auf die grössten Finanzmittel und zugleich die ruchlosesten Gründer traf. Nichts, noch nicht mal Sophia Antipolis oder die Tel Aviv Area, war mit dem Morast vergleichbar, den die Privatisierungserlöse des Freistaates in Zusammenarbeit mit einer komplett versagenden Ministerialbürokratie und ihres Umfeldes verursachten; angefangen bei zwei konkurrierenden Ansiedlungsagenturen bis zum Niedergang von EMTV, Kirch, und aberhundert Firmen.
So ein Typ wie der Glos, der den Sparifankerln ohne Nachsicht ins Mikro sagt, dass ihn der Schmarrn nicht interessiert und damit verdeutlicht, dass sie nie so nah an ihn rangeschleimt kommen werden wie ein normaler Mittelständler aus dem bayerischen Wald, einer, bei dem klar ist, dass sich daran nie wieder was ändern wird und er das Geschmeiss da draussen im Netz zutiefst verachten würde, wenn er es wahrnehmen täte - so ein Mann ist der Richtige am richtigen Ort just zu der Zeit, als es sich zeigt, dass man den 2000er Abschaum doch besser auf die Galeeren geschickt hätte - und falls jetzt jemand sagt, dass Galeeren heute erheblich unter dem Wasserspiegel liegen: Egal! Auch nicht tiefer als die Aktienkurse ihrer bombensicheren Investments.
So ein Michi wird nie so dumm sein, dieses Land nochmal in eine Aktienhysterie zu treiben. Er wird keine Pleitiers zu Internetbeiräten machen, er wird keine Staatsmillionen zur Förderung von Onlinedreck rausrücken, an denen sich der Agenthurendreck bereichert, er wird sie mit ein paar Brocken abspeisen, damit sie ihm den Kot von den fränkischen Reitstiefeln lecken, kurz: In all seiner Beschränktheit sorgt er dafür, dass sie bekommen, was sie verdienen.
Und unser Internet noch lange frei bleibt von expansionsirren Ministerialdirigenten und anderen bedrängnissen, die wir schon mal hatten. Es geht prima ohne sie. Wer etwas anderen meint, mag sich den Glos-Podcast vorstellen, beraten von den Haffa-Brüdern, getextet von Bernd Kolb und produziert von SinnerSchrader, und Ihr alle müsst ihm dann unter dem Lobpreis von Mark Pohlmann bei der Next07 den Staub vom Rocksaum lutschen.
Will jetzt noch jemand einen interneterfahrenen Wirtschaftsminister?
Ich habe bekanntlich ein paar Jahre in der Munich Area mitgamacht, wo ähnliche Ignoranten nicht nur behaupteten, das Internet zu können, sondern sich auch einreden liessen, wie toll das sei. Internetdeppen gab es auch in Nordrhein-Westfalen bei den Sozis, die sich allen Ernstes von einer Handelsblatt-Tochter ein PR-Projekt namens GH100 aufschwatzen liessen, und in Bremen mit einem E-Commerce-Professor, dessen Uni von einem Telefonunternehmer gesponsort werden sollte, der dann pleite ging, und was da an Irrsinn mehr war. München, und ich bitte mir da zu glauben, München jedoch war der Platz, wo die grösste politische Unvernunft auf die grössten Finanzmittel und zugleich die ruchlosesten Gründer traf. Nichts, noch nicht mal Sophia Antipolis oder die Tel Aviv Area, war mit dem Morast vergleichbar, den die Privatisierungserlöse des Freistaates in Zusammenarbeit mit einer komplett versagenden Ministerialbürokratie und ihres Umfeldes verursachten; angefangen bei zwei konkurrierenden Ansiedlungsagenturen bis zum Niedergang von EMTV, Kirch, und aberhundert Firmen.
So ein Typ wie der Glos, der den Sparifankerln ohne Nachsicht ins Mikro sagt, dass ihn der Schmarrn nicht interessiert und damit verdeutlicht, dass sie nie so nah an ihn rangeschleimt kommen werden wie ein normaler Mittelständler aus dem bayerischen Wald, einer, bei dem klar ist, dass sich daran nie wieder was ändern wird und er das Geschmeiss da draussen im Netz zutiefst verachten würde, wenn er es wahrnehmen täte - so ein Mann ist der Richtige am richtigen Ort just zu der Zeit, als es sich zeigt, dass man den 2000er Abschaum doch besser auf die Galeeren geschickt hätte - und falls jetzt jemand sagt, dass Galeeren heute erheblich unter dem Wasserspiegel liegen: Egal! Auch nicht tiefer als die Aktienkurse ihrer bombensicheren Investments.
So ein Michi wird nie so dumm sein, dieses Land nochmal in eine Aktienhysterie zu treiben. Er wird keine Pleitiers zu Internetbeiräten machen, er wird keine Staatsmillionen zur Förderung von Onlinedreck rausrücken, an denen sich der Agenthurendreck bereichert, er wird sie mit ein paar Brocken abspeisen, damit sie ihm den Kot von den fränkischen Reitstiefeln lecken, kurz: In all seiner Beschränktheit sorgt er dafür, dass sie bekommen, was sie verdienen.
Und unser Internet noch lange frei bleibt von expansionsirren Ministerialdirigenten und anderen bedrängnissen, die wir schon mal hatten. Es geht prima ohne sie. Wer etwas anderen meint, mag sich den Glos-Podcast vorstellen, beraten von den Haffa-Brüdern, getextet von Bernd Kolb und produziert von SinnerSchrader, und Ihr alle müsst ihm dann unter dem Lobpreis von Mark Pohlmann bei der Next07 den Staub vom Rocksaum lutschen.
Will jetzt noch jemand einen interneterfahrenen Wirtschaftsminister?
donalphons, 22:12h
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Das gibt es nicht nur in Gelsenkirchen
Letztlich ist es ein Problem des Brandings. Denn - seien wir ehrlich: Niemand wird sich heute finden, der irgendein Möbel des Barock, einen Reinaissancepalast oder eine gotische kathedrale heute als Kitsch oder Geschmacksverirrung abtun würde. Das Problem ist einzig und allein mit dem Wandel der Zeit die Bauqualität. Sobald wir über Biedermeier oder ältere Epochen reden, verschwindet der Kitsch und wird allenfalls vom Ramsch ersetzt. Obwohl, und das ist uns allen bewusst, es früher durchaus andere Urteile über Kunst und Stil gab. Genauso, wie das Empire den Rokokoschnörkel verdammte, hasste die neue Sachlichkeit den Jugendstilbogen, und dennoch finden wir das heute alles irgendwie grossartig, toll und begehrenswert in den Auktionskatalogen wieder.
Es gibt allerdings noch Ausnahmen: Deutscher Historismus und - Gelsenkirchner Barock, gewissermassen die Antibewegung zum Bauhaus und der dominierende Stil der 20er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, der dann von Eiche Rustikal abgelöst wurde. Beim Historismus findet im Moment das gleiche Umdenken statt, das in England die victorianische Epoche zu neuer Blüte verholfen hat, schliesslich war es die letzte Epoche vor dem massenhaften Aufkommen der billigen Fabrikmöbel. Ungeliebt, verachtet und zu billigsten Preisen bei den Wohnungsauflösern schmachtet dagegen das als Nazistil verhasste Gelsenkirchner Barock, kongenial zum Ausdruck kommend in den dickbäuchigen, geschwungenen Küchenschränken dieser Epoche, die von den Träumen der Krisen und Kriege sowie ihrer Erfüllung im Wirtschaftswunder erzählen.

Kritiker werden zudem einwerfen, dass diese Dekoration ausgerechnet der Küche ein Symbol der Unterjochung der Frau an Heim und Herd ist. Und natürlich ist so ein Stück mit seiner Glasvitrine und der Spiegelfurnierfront das Gegenteil der Frankfurter Kücher unserer verehrten Margarete Schütte-Lihotzky. Es ist ein Stück für das lange Arbeiten der Hausfrau, und nicht für die schnelle Küche der Angestellten, an die man in den 20er Jahren in fortschrittlichen Kreisen dachte. Und mutmasslich ist es auch ein Nazimöbel, gefertigt nach 1933.
Wie seine französischen Cousins, die unter dem Begriff Art Deco laufen. Oder die Vettern aus Amerika, die man gern als Streamline Design verkauft. Oder schlicht und einfach 30ies, das Branding, mit dem diese Dinge hierzulande gekauft und dann in Italien und England weiter verkauft werden. Zu horrenden Preisen, was niemanden überrascht, der einmal eine Tür öffnet: Das ist Vollholz, hier gibt es kein Pressspan wie nach 1945, Vorkrieg, und Edelholz in der Küche könnte sich heute kein Mensch mehr leisten.
Also, was tun? Verbleiben in der alten Ideologie, die alles schlecht macht, was der Zeit entsprungen ist? Akzeptiert man die Urteile der Gegenwart, statt die Chancen der Zukunft zu nutzen? Heute noch ist es kontrovers, die Hälfte der Besucher werden schaudern - aber in 20 Jahren wird die andere Hälfte wissen wollen, woher man so etwas bekommt.
Letztlich geht es nur um die Frage, wie man Gelsenkirchen los wird.
Es gibt allerdings noch Ausnahmen: Deutscher Historismus und - Gelsenkirchner Barock, gewissermassen die Antibewegung zum Bauhaus und der dominierende Stil der 20er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, der dann von Eiche Rustikal abgelöst wurde. Beim Historismus findet im Moment das gleiche Umdenken statt, das in England die victorianische Epoche zu neuer Blüte verholfen hat, schliesslich war es die letzte Epoche vor dem massenhaften Aufkommen der billigen Fabrikmöbel. Ungeliebt, verachtet und zu billigsten Preisen bei den Wohnungsauflösern schmachtet dagegen das als Nazistil verhasste Gelsenkirchner Barock, kongenial zum Ausdruck kommend in den dickbäuchigen, geschwungenen Küchenschränken dieser Epoche, die von den Träumen der Krisen und Kriege sowie ihrer Erfüllung im Wirtschaftswunder erzählen.

Kritiker werden zudem einwerfen, dass diese Dekoration ausgerechnet der Küche ein Symbol der Unterjochung der Frau an Heim und Herd ist. Und natürlich ist so ein Stück mit seiner Glasvitrine und der Spiegelfurnierfront das Gegenteil der Frankfurter Kücher unserer verehrten Margarete Schütte-Lihotzky. Es ist ein Stück für das lange Arbeiten der Hausfrau, und nicht für die schnelle Küche der Angestellten, an die man in den 20er Jahren in fortschrittlichen Kreisen dachte. Und mutmasslich ist es auch ein Nazimöbel, gefertigt nach 1933.
Wie seine französischen Cousins, die unter dem Begriff Art Deco laufen. Oder die Vettern aus Amerika, die man gern als Streamline Design verkauft. Oder schlicht und einfach 30ies, das Branding, mit dem diese Dinge hierzulande gekauft und dann in Italien und England weiter verkauft werden. Zu horrenden Preisen, was niemanden überrascht, der einmal eine Tür öffnet: Das ist Vollholz, hier gibt es kein Pressspan wie nach 1945, Vorkrieg, und Edelholz in der Küche könnte sich heute kein Mensch mehr leisten.
Also, was tun? Verbleiben in der alten Ideologie, die alles schlecht macht, was der Zeit entsprungen ist? Akzeptiert man die Urteile der Gegenwart, statt die Chancen der Zukunft zu nutzen? Heute noch ist es kontrovers, die Hälfte der Besucher werden schaudern - aber in 20 Jahren wird die andere Hälfte wissen wollen, woher man so etwas bekommt.
Letztlich geht es nur um die Frage, wie man Gelsenkirchen los wird.
donalphons, 15:54h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 18. März 2007
Mobiles
Wer momentan versucht, mich per Handy zu erreichen, wird eine Ansage zu hören bekommen, dass die Nummer nicht vergeben ist. Ursache ist ein Fehler meiner SIM-Karte, die man aus welchen Gründen auch immer nicht mehr aufladen kann. Ja, ich habe Prepaid, nein, mehr brauche ich nicht.
Und ich bin am Überlegen, ob och das überhaupt noch brauche. Ich vermisse nichts, und mitgenommen habe ich das Mobiltelefon die letzten Monate auch nicht mehr. Ich will nicht ausschliessen, dass ich mich demnächst doch mal aufraffe und mich bei Vodafone beschwere. Es kann auch sein, dass ich mir eine andere Karte beschaffe. Vielleicht lasse ich es auch ganz bleiben.
Und ich bin am Überlegen, ob och das überhaupt noch brauche. Ich vermisse nichts, und mitgenommen habe ich das Mobiltelefon die letzten Monate auch nicht mehr. Ich will nicht ausschliessen, dass ich mich demnächst doch mal aufraffe und mich bei Vodafone beschwere. Es kann auch sein, dass ich mir eine andere Karte beschaffe. Vielleicht lasse ich es auch ganz bleiben.
donalphons, 11:44h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 17. März 2007
euerulaubdotde
Betrachtet das folgende Bild. Genau hinschauen, bitte. Was seht Ihr? Was könnt Ihr erkennen?

Kenner dieses Blogs werden sagen: Das ist ein Ausschnitt vom Blick der Dachterasse beim Don, hoch über den Gassen der kleinen Stadt. Andere werden sagen: Eine Kirchturmspitze und ein Kondensstreifen. Stimmt. Aber metaphorisch betrachtet ist es etwas ganz anderes. Denn es bildet ab, was die Zukunft des Urlaubs ist, und was seine Vergangenheit sein wird. Der Kondensstreifen gehört ohne jede Frage in die zweite Gruppe.
Letzten Sommer kam ein netter Herr aus Berlin für einen Tag zu Besuch. Wir sassen oben bei Torte und Tee, unterhielten uns, und er erzählte von einem Interview, das er gemacht hatte. Darin erklärte ein Wissenschaftler, warum es in 20 Jahren ähnliche Spritztouren, die einen mal eben 500 Kilometer bis zur Torte brachten, nicht mehr geben würde. In 20 Jahren werde man die Folgekosten der Umweltzerstörung voll auf die Verursacher umlegen, und dann könnte es sich eben kaum mehr jemand leisten. Noch härter würde es Flugreisen treffen. Das Reisen, an das wir uns während der letzten 10, 15 Jahre gewöhnt haben, steht damit vor dem Ende. (Damit steht er im Gegensatz zu den neoconnardschen Herren, die hier einen Einlauf bekommen)
Wir sassen oben, nahmen noch eine Tasse Tee, und eigentlich war es keine Neuigkeit und auch keine Überraschung. Nach einem Jahrhundert der rasanten Entwicklung der Geschwindigkeit, die Entfernung praktisch zu einem Nullfaktor hat werden lassen, werden wir im kommenden Jahrhundert zu spüren bekommen, dass die Möglichkeit der Geschwindigkeit nichts mit deren tatsächlicher Machbarkeit zu tun hat. Entfernung wird wieder ein Thema, und im Gegenzug stellt sich die Frage, was man in der näheren Umgebung tun kann. Und nachdem auch die nähere Umgebung nur zu horrenden Preisen erreicht werden kann -
stellt sich auch die Frage, wo man unterkommt. Ich persönlich gehe ohnehin davon aus, dass die Aufteilung der Gesellschaft in Arm und Reich groteske Züge annehmen wird, und selbst die Gebildeten und Qualifizierten unter den Lesern mehrheitlich nicht das bessere Ende dieser Entwicklung erwischen werden. Zusammen mit der Entwicklung des Urlaubs durch Klimaprobleme werden fraglos grosse Luxushotels für die Besserverdienenden überleben, aber nicht zwingend die kleinen Hotels und Herbergen.
Und damit kommen wir zur obigen Aussicht. Diese Aussicht kann mir keiner nehmen, sie wird Bestand haben, und wenn es mal soweit ist mit Spritpreisen und sozialer Ungerechtigkeit, mit Klimawandel und dem Zwang, Alternativen zum bisher bekannten Urlaub zu finden - dann ist dieser Ausblick die Zukunft Eures Urlaubs. Wie schon in den 20er bis 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wird man sich wieder der Freunde und Bekannten in hübschen Regionen entsinnen. Glücklicherweise wird es nicht so spiessig sein, wir sind ja alle augeschlossene, lässige Leute, vielleicht auch ein wenig unaufgeräumter, und ganz sicher sehr viel spassiger als in anonymen Hotels.
Und wer weiss - vielleicht wachsen bis dahin bei uns dann auch schon Palmen. In der letzten grosse Warmzeit vor 5000 Jahren etwa gab es hier bei uns in den Bächen Schildkröten. Und wenn wir bis in 20 Jahren so weiter machen, mit Hilfe unserer chinesischen Massenmörder und amerikanischer Volldeppen und Spanier, die keinen Sinn für das Stromsparen haben, kriegen wir das auch hin. Ausserdem hat es hier auch Fahrrädet, mit denen man zumindest das Altmühltal, die Holledau, Kloster Weltenburg und Neuburg erreichen kann. Natürlich kann man auch einfach auf der Dachterasse liegen bleiben, und die Aussicht geniessen, die dann nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart des Urlaubs ist.

Kenner dieses Blogs werden sagen: Das ist ein Ausschnitt vom Blick der Dachterasse beim Don, hoch über den Gassen der kleinen Stadt. Andere werden sagen: Eine Kirchturmspitze und ein Kondensstreifen. Stimmt. Aber metaphorisch betrachtet ist es etwas ganz anderes. Denn es bildet ab, was die Zukunft des Urlaubs ist, und was seine Vergangenheit sein wird. Der Kondensstreifen gehört ohne jede Frage in die zweite Gruppe.
Letzten Sommer kam ein netter Herr aus Berlin für einen Tag zu Besuch. Wir sassen oben bei Torte und Tee, unterhielten uns, und er erzählte von einem Interview, das er gemacht hatte. Darin erklärte ein Wissenschaftler, warum es in 20 Jahren ähnliche Spritztouren, die einen mal eben 500 Kilometer bis zur Torte brachten, nicht mehr geben würde. In 20 Jahren werde man die Folgekosten der Umweltzerstörung voll auf die Verursacher umlegen, und dann könnte es sich eben kaum mehr jemand leisten. Noch härter würde es Flugreisen treffen. Das Reisen, an das wir uns während der letzten 10, 15 Jahre gewöhnt haben, steht damit vor dem Ende. (Damit steht er im Gegensatz zu den neoconnardschen Herren, die hier einen Einlauf bekommen)
Wir sassen oben, nahmen noch eine Tasse Tee, und eigentlich war es keine Neuigkeit und auch keine Überraschung. Nach einem Jahrhundert der rasanten Entwicklung der Geschwindigkeit, die Entfernung praktisch zu einem Nullfaktor hat werden lassen, werden wir im kommenden Jahrhundert zu spüren bekommen, dass die Möglichkeit der Geschwindigkeit nichts mit deren tatsächlicher Machbarkeit zu tun hat. Entfernung wird wieder ein Thema, und im Gegenzug stellt sich die Frage, was man in der näheren Umgebung tun kann. Und nachdem auch die nähere Umgebung nur zu horrenden Preisen erreicht werden kann -
stellt sich auch die Frage, wo man unterkommt. Ich persönlich gehe ohnehin davon aus, dass die Aufteilung der Gesellschaft in Arm und Reich groteske Züge annehmen wird, und selbst die Gebildeten und Qualifizierten unter den Lesern mehrheitlich nicht das bessere Ende dieser Entwicklung erwischen werden. Zusammen mit der Entwicklung des Urlaubs durch Klimaprobleme werden fraglos grosse Luxushotels für die Besserverdienenden überleben, aber nicht zwingend die kleinen Hotels und Herbergen.
Und damit kommen wir zur obigen Aussicht. Diese Aussicht kann mir keiner nehmen, sie wird Bestand haben, und wenn es mal soweit ist mit Spritpreisen und sozialer Ungerechtigkeit, mit Klimawandel und dem Zwang, Alternativen zum bisher bekannten Urlaub zu finden - dann ist dieser Ausblick die Zukunft Eures Urlaubs. Wie schon in den 20er bis 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wird man sich wieder der Freunde und Bekannten in hübschen Regionen entsinnen. Glücklicherweise wird es nicht so spiessig sein, wir sind ja alle augeschlossene, lässige Leute, vielleicht auch ein wenig unaufgeräumter, und ganz sicher sehr viel spassiger als in anonymen Hotels.
Und wer weiss - vielleicht wachsen bis dahin bei uns dann auch schon Palmen. In der letzten grosse Warmzeit vor 5000 Jahren etwa gab es hier bei uns in den Bächen Schildkröten. Und wenn wir bis in 20 Jahren so weiter machen, mit Hilfe unserer chinesischen Massenmörder und amerikanischer Volldeppen und Spanier, die keinen Sinn für das Stromsparen haben, kriegen wir das auch hin. Ausserdem hat es hier auch Fahrrädet, mit denen man zumindest das Altmühltal, die Holledau, Kloster Weltenburg und Neuburg erreichen kann. Natürlich kann man auch einfach auf der Dachterasse liegen bleiben, und die Aussicht geniessen, die dann nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart des Urlaubs ist.
donalphons, 21:36h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 16. März 2007
Das erste Mal 2007
Fünfeinhalb Monate ist es her, dass die Schatten kamen. Viereinhalb Monate ist es her, dass ich das letzte Mal zum Vergnügen auf der Dachterasse war. Dieses Photo jedoch

ist gerade mal 10 Minuten alt. Die Sonne schafft es wieder über das Dach, der Stadtpalast hält den Wind ab, wir haben angenehme 18 Grad - kurz, hiermit erkläre ich die Dachgartensaison 2007 eröffnet!
und das heisst pflanzenschleppen, aufräumen, dachrinne säubern, müll beseitigen, strom anschliessen - und dann erst tee trinken und Llosa lesen
Übrigens auch auf dem Catwalk der darunter wohnenden Elitessen (also zumindest derjenigen, die im letzten Semester nicht geschmissen haben, um was Anständiges zu lernen)

ist gerade mal 10 Minuten alt. Die Sonne schafft es wieder über das Dach, der Stadtpalast hält den Wind ab, wir haben angenehme 18 Grad - kurz, hiermit erkläre ich die Dachgartensaison 2007 eröffnet!
und das heisst pflanzenschleppen, aufräumen, dachrinne säubern, müll beseitigen, strom anschliessen - und dann erst tee trinken und Llosa lesen
Übrigens auch auf dem Catwalk der darunter wohnenden Elitessen (also zumindest derjenigen, die im letzten Semester nicht geschmissen haben, um was Anständiges zu lernen)
donalphons, 14:23h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 16. März 2007
Gr*ss G*tt
So richtig leicht geht mir das nicht über die Lippen. Staatsfunk, Politiker und andere unschöne Erscheinungen gebrauchen diese Anrede plakativ, um zu zeigen: Fuck you, Grundgesetz, hier gilt die bayerische Verfassung und der Papst, nicht deine säkulare Ordnung. Sie sagen es in dieser norddeutschen Variante, die mit ihrem ü und den harten Konsonanten völlig aus dem eher weichen Bayerischen hinaus fällt. Chrrrrüss Kott. Vielleicht, weil es von Silben und Tonfall her das leichteste war, von Siiik Heil runterzukommen.
Diese Begrüssung ist natürlich keine, denn ich bin erstens Atheist und zweitens hebräischer Abstammung, da nimmt man den Namen nicht leichtfertig in den Mund, und natürlich auch dann nicht, wenn man nicht daran glaubt. Soll doch der andere grüssen, wen er will, aber dafür muss er mich doch nicht ankeifen. Meistens lasse ich ein blendend gelauntes, GUTEN MORGENDU VERFICKTER KUTTENBRUNZER dagegenschallen. Oder ein Guten Abend. Irgendetwas, das dem Gegenüber die guten Wünsche zuteil werden lässt, die es einem selbst zugunsten eines historisch erledigten Popanzes verweigert.
Es gibt aber eine Ausnahme: Der Berg. Am Berg sagt man das auch zu wildfremden Leuten, die einem entgegen kommen. Das kann mitunter nerven, aber es hat eine andere Funktion als das politbayerische Claimeinpinkeln. Es hat auch eine andere Funktion als im Alkoholikerzelt der hiesigen Volksfeste, wo es entweder um Platzraub oder spätere Fickversuche im Koma geht. Auf dem Berg sagt es vielmehr: Ich habe dich gesehen, wir sind hier gemeinsam, falls du etwas brauchst, sprich mich an. Und wer im Berg schon mal einen Unfall erlebt hat, weiss, dass Notsituationen da oben etwas ganz anderes sind als unten im Tal. Daran ändern auch Mobiltelefone nichts. Ausserdem ist der Berg voller Deppen, für die der Gruss die einzige alpinistische Befähigung ist, wenn sie da mit Turnschuhen hochgehen. Für diese Leute kann ein anderer, der sie bemerkt, die letzte Rettung sein. Insofern ist es legitim, auf sich aufmerksam zu machen.
Um hier einen gerechten Ausgleich zu schaffen, rettet mich nur der Verfall in die tiefste Mundart, die ich zwar beherrsche, aber in aller Regel ausserhalb von Berlin nicht anwende. Ich sage also "Griass Eana God", was eigentlich die richtige Formulierung ist. Denn ursprünglich ging es nicht darum, christliche Dominanz sprachzuwichsen, sondern den Segen des Gottes des Anderen (!) auf eben jenen herabzuwünschen. Wenn es ihm was bringt, warum nicht.
Und falls es ihn wie gestern gleich danach mit seinen Steckerln aufs Mei legt, weil er geglaubt hat, dass er mit seinen Steckerln und Gott nicht auf das Laub aufpassen muss, ist einer da, der die evidente Nichtexistenz seines piefigen Gottes hier unten kompensiert. Passt scho.
Diese Begrüssung ist natürlich keine, denn ich bin erstens Atheist und zweitens hebräischer Abstammung, da nimmt man den Namen nicht leichtfertig in den Mund, und natürlich auch dann nicht, wenn man nicht daran glaubt. Soll doch der andere grüssen, wen er will, aber dafür muss er mich doch nicht ankeifen. Meistens lasse ich ein blendend gelauntes, GUTEN MORGEN
Es gibt aber eine Ausnahme: Der Berg. Am Berg sagt man das auch zu wildfremden Leuten, die einem entgegen kommen. Das kann mitunter nerven, aber es hat eine andere Funktion als das politbayerische Claimeinpinkeln. Es hat auch eine andere Funktion als im Alkoholikerzelt der hiesigen Volksfeste, wo es entweder um Platzraub oder spätere Fickversuche im Koma geht. Auf dem Berg sagt es vielmehr: Ich habe dich gesehen, wir sind hier gemeinsam, falls du etwas brauchst, sprich mich an. Und wer im Berg schon mal einen Unfall erlebt hat, weiss, dass Notsituationen da oben etwas ganz anderes sind als unten im Tal. Daran ändern auch Mobiltelefone nichts. Ausserdem ist der Berg voller Deppen, für die der Gruss die einzige alpinistische Befähigung ist, wenn sie da mit Turnschuhen hochgehen. Für diese Leute kann ein anderer, der sie bemerkt, die letzte Rettung sein. Insofern ist es legitim, auf sich aufmerksam zu machen.
Um hier einen gerechten Ausgleich zu schaffen, rettet mich nur der Verfall in die tiefste Mundart, die ich zwar beherrsche, aber in aller Regel ausserhalb von Berlin nicht anwende. Ich sage also "Griass Eana God", was eigentlich die richtige Formulierung ist. Denn ursprünglich ging es nicht darum, christliche Dominanz sprachzuwichsen, sondern den Segen des Gottes des Anderen (!) auf eben jenen herabzuwünschen. Wenn es ihm was bringt, warum nicht.
Und falls es ihn wie gestern gleich danach mit seinen Steckerln aufs Mei legt, weil er geglaubt hat, dass er mit seinen Steckerln und Gott nicht auf das Laub aufpassen muss, ist einer da, der die evidente Nichtexistenz seines piefigen Gottes hier unten kompensiert. Passt scho.
donalphons, 00:51h
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Glückliche Tortenberge
Das schöne am Bloggen ist der persönliche Kontakt mit den Lesern. Man lernt viele Leute kennen, von denen ein ausgesprochen hoher Prozentsatz weder verrückt noch geldgeil ist und sich gewählt auszudrücken vermag. Spät Nachts ereilt einen mitunter noch ein Anruf, der Nettes zum Thema hat, so wie gestern. Da meinte eine Leserin, dass sie hier die Tortenbilder mag; sobald sie eine Torte sehen würde, ginge es ihr gleich besser. Das ist dann ein guter Grund, in das nächste hügelige Naturschutzgebiet zu fahren und den höchsten verfügbaren Hügel mit dem schwersten Aufstieg zu erklimmen. 200 Höhenmeter nur, die es aber in sich haben: Vornerum ist der Hügel ein Paradies für Freeclimber, an der Seite ist er auch nicht ganz ohne, für so einen Frühlingstag als Vorbereitung auf die Kraxelei, irgendwann in diesem Jahr bei Meran.

Oben hat man aus Angst vor den Ungarnstürmen im 10. Jahrhundert eine Burg errichtet und einen Graben in den Stein geschlagen, die Reste dann hinuntergekippt und somit ein erstklassiges Geröllfeld zum üben geschaffen - wenn man nicht den Weg nimmt, sondern die steile Wacholderweide direkt nach oben geht. Wacholder wiederum erinnert sofort an das dringend gebotene Kochen - etwa eine weisse Sosse mit schwarzen Pfefferkörnern, Wacholder und Lorbeer, aber jetzt umkehren wäre feige, hinauf muss man, und oben hat man eine Aussicht, die durch klicken grösser, aber niemals so grandios wie in Wirklichkeit ist.

Die Luft, die Sonne, die Bewegung, das alles macht natürlich hungrig und bietet den besten Vorwand, um danach in die famose Konditorei Bauer in Kipfenberg einzufallen. Die befindet sich im obigen Bild schräg unter der Burg, auf dem Marktplatz am Ende links abbiegen. Und dort ist es dann empfehlenswert, unter anderem diese kakaobestreusselte Sahne-Marzipan-Capucino-Torte zu kaufen, zum eigenen Vergnügen und Beglückung der Leserschaft. Tausende alte Tanten auf Kururlaubdiätflucht können nicht irren.

Sinnfrei mag dieser Beitrag sein, werbeuntauglich und auch kein geschmierter Test für ein zahlendes Lügenschwein, kurz, er entspricht nicht im mindesten dem, was die Kollegen mit ähnlicher Reichweite sich so von ihrem Bloggen erhoffen, aber seien wir ehrlich: Was könnte schöner sein als zu wissen, dass das eigene Tun und Schreiben woanders einen Menschen glücklich macht? Darum geht es. Um das Glück nach einem traumhaft schönen Tag da draussen. Mehr später im GTBlog.

Oben hat man aus Angst vor den Ungarnstürmen im 10. Jahrhundert eine Burg errichtet und einen Graben in den Stein geschlagen, die Reste dann hinuntergekippt und somit ein erstklassiges Geröllfeld zum üben geschaffen - wenn man nicht den Weg nimmt, sondern die steile Wacholderweide direkt nach oben geht. Wacholder wiederum erinnert sofort an das dringend gebotene Kochen - etwa eine weisse Sosse mit schwarzen Pfefferkörnern, Wacholder und Lorbeer, aber jetzt umkehren wäre feige, hinauf muss man, und oben hat man eine Aussicht, die durch klicken grösser, aber niemals so grandios wie in Wirklichkeit ist.

Die Luft, die Sonne, die Bewegung, das alles macht natürlich hungrig und bietet den besten Vorwand, um danach in die famose Konditorei Bauer in Kipfenberg einzufallen. Die befindet sich im obigen Bild schräg unter der Burg, auf dem Marktplatz am Ende links abbiegen. Und dort ist es dann empfehlenswert, unter anderem diese kakaobestreusselte Sahne-Marzipan-Capucino-Torte zu kaufen, zum eigenen Vergnügen und Beglückung der Leserschaft. Tausende alte Tanten auf Kururlaubdiätflucht können nicht irren.

Sinnfrei mag dieser Beitrag sein, werbeuntauglich und auch kein geschmierter Test für ein zahlendes Lügenschwein, kurz, er entspricht nicht im mindesten dem, was die Kollegen mit ähnlicher Reichweite sich so von ihrem Bloggen erhoffen, aber seien wir ehrlich: Was könnte schöner sein als zu wissen, dass das eigene Tun und Schreiben woanders einen Menschen glücklich macht? Darum geht es. Um das Glück nach einem traumhaft schönen Tag da draussen. Mehr später im GTBlog.
donalphons, 21:03h
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Blogschmierer und Googlejuice
Ooops, na sowas - so wie es aussieht, bekommt Trigami gerade den bei PR-Massnahmen durch Bloggerkaufen erwünschten Effekt des Googlerankings zu spüren - das nenne ich mal real existierende "Transparenz", über die andere nur lachen können.
donalphons, 19:20h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 15. März 2007
Humanitäre Öl-für-Kneitinger Mission
Berlin. Eine Stadt in Auflösung. In den Betonskeletten der Häuser ist alle Lebenslust verschwunden. Getrieben von Verzweiflung, geben sich dien Frauen dem Kinderkriegen hin - ihre einzige Rettung. Männer verkaufen sich an Sony, Trigami und Zuhälter. Es sind schlimme Zeiten in der Reichshauptstadt. Und in all der Dunkelheit eingeschlossen ist eine Zelle des niederbayerischen Widerstandes. Am Nordstrand hat sich ein einsamer Held eingegraben und hält aus im Ansturm der Kinderwägen des Grauens. Er hat immer noch eine Kugel im Lauf, aber die Nahrung geht ihm aus. Doch Rettung naht! D´Schanz won´t let Grafentraubach down. Und das ist die Geburtsstunde einer der feinsten Stunden der humanitären Blogosphäre: Die waghalsige Öl-für-Kneitinger-Mission beginnt.

Kneitinger, der lebenswichtige Stoff für alle Niederbayern, wird nur in einer kleinen, schwarzen Stadt an der Donau gefördert. Sie liegt in der Oberpfalz, wie Berlin im Ruinengürtel Brandenburg liegt. Und so, wie dort die Neonazis auf die Geleitzüge lauern, bedrohen hier sie schweren Mercedeslimusinen der Hubers und Bauers das Fortkommen.

Doch unsere Mission durchbricht mit ihrem kleinen, schnellen Gefährt bei Einig erfolgreich drei 3 Bruttoregistertonnen schwere Strassensperre. Jetzt ist der Weg frei! Nur ab und zu reckt uns ein Opel Astra seinen hässlichen Pavianarsch ins Gesicht. Aber sogleich versenken wir den Frechling, der unsere Mission zu behindern wagte, in einer Staubwolke. Wir erreichen Regensburg, eine Stadt vol mit schwarzen Hundlingen und anderen Ausgeburten der CSU-Hölle.

Überall sind noch Reste vom Besuch des schwarzen Oberpriesters zu sehen, die von den schlimmsten Tagen dieser Stadt künden. Und dennoch: Hier, inmitten der Verdammnis, wartet auf uns der Stoff, auf den unser Mann in Berlin so dringend wartet. Wir brechen durch das Westentor, quetschen uns an den pestgelben Bussen voller Oberpfälzer vorbei, und erreichen unser Ziel

Kneitinger Bräu. Seit 1530 wird hier das gebraut, was die aromataisierten Pisswasserhersteller wie Holsten, Astra, Jever oder Bud nur aus Propagandazwecken vorgeben: Bier. Echtes Bier. Und was für ein Bier. Bier, bei dem man sofort all die Erfahrung schmeckt. Fast 500 Jahre. Darunter tun wir es nicht. Wir sind da. Wir öffnen die Tür

und das elysische Licht, das durch die Decke auf die Bierfässer fällt, zeigt uns: Wir sind richtig. Wir haben den Gral der bayerischen Braukunst gefunden. Jetzt heisst es nur noch, dem dicken Mann hinter der Theke unseren Wunsch zu sagen: An Gastn Gneidinga Boog - und dann haben wir es. Die oberbayerisch-oberpfälzisch-niederbayerische Mission war erfolgreich. Unser Mann in Berlin ist schon fast gerettet.

Das ist es. 20 Flaschen echter Kneitinger Bock. Wir haben massig Öl für diese Flaschen verbrannt und Astras gedemütigt, es war eine schwere Mission, aber wir haben sie gemeistert, und es hat sich gelohnt. Wir starten den schweren Motor unseres Kampffahrzeuges, hinten klingeln fröhlich die Böcke, und dann fahren wir hinunter zum echten, originalen Nordstrand der Donau.

Hinter uns stehen ein paar Juristen und reden über BGB und die Zigaretten, die sie mit ihrem Z3 in der Tschechei eingekauft haben. Ihre blonde Freundin hasst diese Stadt offensichtlich, sie langweilt sich mit Suff und Rauch, und wird auch irgendwann nach Berlin gehen. Aber uns ist das egal. Wir haben alles schon gesehen, wir kennen es, und letztlich ist es nur wichtig, am Fluss zu sitzen und die aufgequollenen Kadaver unserer Feinde vorbeitreiben zu sehen.

Kneitinger, der lebenswichtige Stoff für alle Niederbayern, wird nur in einer kleinen, schwarzen Stadt an der Donau gefördert. Sie liegt in der Oberpfalz, wie Berlin im Ruinengürtel Brandenburg liegt. Und so, wie dort die Neonazis auf die Geleitzüge lauern, bedrohen hier sie schweren Mercedeslimusinen der Hubers und Bauers das Fortkommen.

Doch unsere Mission durchbricht mit ihrem kleinen, schnellen Gefährt bei Einig erfolgreich drei 3 Bruttoregistertonnen schwere Strassensperre. Jetzt ist der Weg frei! Nur ab und zu reckt uns ein Opel Astra seinen hässlichen Pavianarsch ins Gesicht. Aber sogleich versenken wir den Frechling, der unsere Mission zu behindern wagte, in einer Staubwolke. Wir erreichen Regensburg, eine Stadt vol mit schwarzen Hundlingen und anderen Ausgeburten der CSU-Hölle.

Überall sind noch Reste vom Besuch des schwarzen Oberpriesters zu sehen, die von den schlimmsten Tagen dieser Stadt künden. Und dennoch: Hier, inmitten der Verdammnis, wartet auf uns der Stoff, auf den unser Mann in Berlin so dringend wartet. Wir brechen durch das Westentor, quetschen uns an den pestgelben Bussen voller Oberpfälzer vorbei, und erreichen unser Ziel

Kneitinger Bräu. Seit 1530 wird hier das gebraut, was die aromataisierten Pisswasserhersteller wie Holsten, Astra, Jever oder Bud nur aus Propagandazwecken vorgeben: Bier. Echtes Bier. Und was für ein Bier. Bier, bei dem man sofort all die Erfahrung schmeckt. Fast 500 Jahre. Darunter tun wir es nicht. Wir sind da. Wir öffnen die Tür

und das elysische Licht, das durch die Decke auf die Bierfässer fällt, zeigt uns: Wir sind richtig. Wir haben den Gral der bayerischen Braukunst gefunden. Jetzt heisst es nur noch, dem dicken Mann hinter der Theke unseren Wunsch zu sagen: An Gastn Gneidinga Boog - und dann haben wir es. Die oberbayerisch-oberpfälzisch-niederbayerische Mission war erfolgreich. Unser Mann in Berlin ist schon fast gerettet.

Das ist es. 20 Flaschen echter Kneitinger Bock. Wir haben massig Öl für diese Flaschen verbrannt und Astras gedemütigt, es war eine schwere Mission, aber wir haben sie gemeistert, und es hat sich gelohnt. Wir starten den schweren Motor unseres Kampffahrzeuges, hinten klingeln fröhlich die Böcke, und dann fahren wir hinunter zum echten, originalen Nordstrand der Donau.

Hinter uns stehen ein paar Juristen und reden über BGB und die Zigaretten, die sie mit ihrem Z3 in der Tschechei eingekauft haben. Ihre blonde Freundin hasst diese Stadt offensichtlich, sie langweilt sich mit Suff und Rauch, und wird auch irgendwann nach Berlin gehen. Aber uns ist das egal. Wir haben alles schon gesehen, wir kennen es, und letztlich ist es nur wichtig, am Fluss zu sitzen und die aufgequollenen Kadaver unserer Feinde vorbeitreiben zu sehen.
donalphons, 00:56h
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Wieder was gelernt
Nicht nur durchgeknallten Sektierern und Blogbestechern hinterherrecherchieren. Sondern auch Bloggern, die meinen, ihren Lebensunterhalt damit verdienen zu müssen. Und zwar vorher. Siehe Marcel, Roman, aD! in den Kommentaren sowie den Typen vom Swiss Metablog. Wer die neurotischen Züge deutscher Scharlatane mag, wird die lustige Schweizer Szene lieben. Ab heute gehören die Blogdenunzianten zu meiner Pflichtlektüre.
donalphons, 23:37h
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Warten auf das Essen
Im Cafe.

An der Franziskanerkirche, 20 Meter weiter.

Wenn man hier lebt, kennt man das schon seit der Kindheit und sieht es meistens nicht mehr.

An der Franziskanerkirche, 20 Meter weiter.

Wenn man hier lebt, kennt man das schon seit der Kindheit und sieht es meistens nicht mehr.
donalphons, 15:13h
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