Mittwoch, 3. August 2011
Ich könnte Euch
Oder über
Oder von einem Chilirezept.
Leider habe ich Sommergrippe.
Vielleicht wollt Ihr den letzten klaren Text aus der Zeit vor dem Ausbruch lesen. Kann sein, dass ich mich an einer Hochzeit angesteckt habe.
Von Beileidsbekundungen an der Matratzengruft bitte ich Abstand zu nehmen.
Auch vom Veröffentlichen von Chatprotokollen (vor allem über Niederlagen, Ärger und irgendwelche Gegner, die es nicht wert waren) möchte ich dringend abraten. Jetzt nicht, später nicht, privat ist privat. Hätte ich jemanden treten wollen, hätte ich das weiland schon selbst gemacht. Und ihr wollt doch sicher keinen Fluch riskieren, oder?
So, ich bin bei Youtube und schaue Roadrunner. Nicht mal lesen geht.
... link (7 Kommentare) ... comment
Ein gutes Abkommen
Andererseits bin ich aber auch der Meinung, dass eine ausbleibende Einigung zusammen mit den neuesten Wirtschaftszahlen gestern und heute tatsächlich so etwas wie einen begrenzten Zusammenbruch hätten auslösen können. Nur an den Börsen natürlich, man soll das nicht überbewerten, aber recht kurzfristig hätte es auch noch andere böse Folgen geben können: Dass die USA ihre Schulden nie mehr werden bedienen können, ist eigentlich offensichtlich, und wenn keiner mehr borgt, hätte man eben wieder die Gelddruckmaschine angeworfen. So, wie es jetzt ist, bleibt es einigermassen stabil. Ich glaube auch nicht, dass dieses Programm wirklich Bestand haben wird: An Ausgabenstreichungen der Zukunft soll man erst glauben, wenn sie wirklich kommen. Dass linke Politiker nicht angetan sind, dass die USA sich von einer kleinen Gruppe Extremisten terrorisieren lassen - sicher.
Aber man muss den Tatsachen ins Auge schauen. Für uns alle ist es erst einmal eine Gelegenheit, den Sommer zu geniessen und zu überlegen, was man jetzt eigentlich gern tun möchte. Es kommen Monate, in denen man sich vorbereiten kann, und ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass wir nochmal einen enormen Schub bei den Topimmobilien sehen werden. Natürlich auch bei den Mieten, aber das ist eine andere Sache. Sichere Häfen wären jetzt fein, allein, auf die Schnelle sind sie nicht zu finden; man kann diese Zeit also auch damit zubringen, sich schon mal darauf einzustellen, dass bei diesem Spiel gewinnen identisch mit wenig verlieren ist. Abgesehen davon denke ich aber, dass die Regionen, in der manche ohnehin schon sind - reiche deutsche Bundesländer - als erste wieder durchstarten werden. Ein paar Social Media Coaches werden schwere Zeiten haben, sicher, und im Osten will man nicht leben, aber solange man sich vom Krisenherd der USA entkoppeln kann, ist eigentlich alles bestens. Soweit es eben bestens sein kann.
Zynisch? Sicher. Aber man kann nicht alle retten, und schon gar nicht, wenn sie eine reiche Kaste haben wollen, wegen derer alle anderen verlieren. Die USA werden in die Geschichte als Beispiel für grenzenlose Verleugnung der Realität eingehen. Und der Chinamann, der seine Schulden hat, als Depp vom Dienst.
... link (38 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 1. August 2011
Heute, woanders in Europa
... link (0 Kommentare) ... comment
Uneinig
Der Mensch nördlich des Mains sagt nämlich Schtainpülz bis im hohen Norden in etwa ßteiinpiltz. Und wir in Bayern sagen Schdoahbuidsl. ßteiinpiltz und Schdoahbuidsl, ausser einen "i" gibt es für ein und die selbe Sache keine Gemeinsamkeit. Und während der ßteiinpiltz im Norden als Delikattes gilt, sind die Schdoahbuidsl in Bayern fast schon ein Unkraut, das in eine Tarte gefüllt wird, wei, statt der 150 Gramm Gorgonzola wurden es 250, und Schdoahbuidsl müssen schnell weg, sonst werden sie matschig:

Zu mehr hat es heute kaum gereicht. Sicher, draussen ist Sommer, aber der Tag war unplanbar zerhackt. Zwischendrin Silberputzen, Zeug abholen, Post verpassen. Ich habe nichts zu sagen, ausser: Mehr Steinpilze. Und Vorsicht bei den Neuburgern.
... link (9 Kommentare) ... comment
Zwei Hinweise
Und dann ist da noch ein spannendes Portrait der Arbeitsweisen der Bunten bei Meedia, das jeden schnell davon abhalten kann, irgendwas mit Medien zu tun haben zu wollen.
... link (10 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 31. Juli 2011
Rote Recherche

Was ich erstaunlich finde ist, dass es den Islamhassern wirklich gelungen ist, unter der Aufmerksamkeitsschwelle vieler Analysen zum Thema Rechtsextremismus zu bleiben. Vielleicht nicht nur, weil diese Form von Hass so bürgerlich, so breit, so springer-spon-focuspassend daherkommt (man sollte nie vergessen: Die heftigsten Auritte hat sich Broder zu seiner SPON-Zeit geleistet). Vielleicht auch, weil Islamhass ein Phänomen ist, das sich vor allem im Internet in vielen verschiedenen Grüppchen und Richtungen von den Israelüberidentifizierten bis zu den Antideutschen austobt, und nicht wie die alten Nazis in Verbänden, Gruppierungen, Vereinen und Zeitungen. Sprich, wenn man nicht genau weiss, wo man was suchen muss, wird es schwierig, diese Szene zu überschauen. Von der Arbeit, die meist anonym agierenden Leute zu enttarnen, mal ganz zu schweigen, Man kann nur hoffen, dass sich das jetzt ändert.
... link (38 Kommentare) ... comment
Schuhe

... link (9 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 31. Juli 2011
Kreuzritter in Franken

Das betrifft übrigens auch manches Schloss; so war ich im recht gut und weitgehend original erhaltenen Pommersfelden, und danach fällt das Deutschordensschloss in Ellingen schon etwas ab. Das Schloss wurde in den 1720er Jahren erbaut - also zu der Zeit, als auch bei mir die Innenwände eingezogen wurden - und danach erheblich verändert. Gerade das Biedermeier hat ziemlich schlimme Spuren in Form von unpassenden Tapeten und Vorhängen hinterlassen. Für sich gesehen durchaus hübsch, aber wenn man genau hinschaut, passt es nicht wirklich. Ellingen ist eines der Beispiele, in denen fast jeder stilistische Irrtum im Prunk ersäuft, aber der Kenner sieht die aufgedunsenen Wasserleichen in der Formenbrandung. Trotzdem sollte man es besuchen.

Die eigentlich witzige Geschichte ist nämlich nicht der Bau an sich oder der Deutschorden, und auch nicht der spätere Besitzer Wrede, der in den napoleonischen Kriegen politisch und räuberisch sehr wendig war. Sondern eher der Grund, warum man hier ein neues Schloss bauen musste: Davor hatte sich der deutsche Orden erst mal provisorisch wieder eingerichtet. Denn um 1630 waren hier die Schweden. Und brannten den Ort nieder. Mit Hilfe der einheimischen, dem Deutschorden hörigen Bevölkerung. Gelegenheit macht Plünderer.
Man ahnt es: So besonders beliebt waren die Verteidiger des christlichen Abendlandes damals schon nicht. Kein Wunder also, dass die neue Residenz dann so viel Selbstvertrauenspropaganda vorzeigt. Man sollte also besser aufpassen, wenn man dort historisch anknüpfen will. Wobei das Schloss natürlich immer noch schöner ist, als die Wohngelasse von Sarrazin, Broder und Herre, nehme ich an.
... link (2 Kommentare) ... comment
Weisheit des Tages (und der Woche und darüber hinaus)
... link (7 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 29. Juli 2011
Winterzimmer, früher

Und wenn es morgen ohnehin regnet, kann man vielleicht das hier über unseren tollen EU-Rettungsschirm lesen, denn der Tag ist eh schon schlecht, da kommt es auf einen Trübsinn mehr oder weniger auch nicht an.
... link (3 Kommentare) ... comment
Draussen wütet ein Gewitter
Grossbild
Zusammen mit dem frühen Aufstehen einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich nie in einen normalen Redaktionsablauf einfügen werde. Ich fahre da hin, tue, was getan werden muss, und fahre wieder weg. So einfach. Danke, Internet. Wie würde ich nur ohne Dich leben?
(Die Foodpornsaison ist dieses Jahr etwas früher eröffnet)
... link (14 Kommentare) ... comment
Yasni mal wieder
... link (3 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 29. Juli 2011
Wenn es rechtsaussen gegen Rechtsaussen geht
Irgendwie keine guten Zeiten für Leute mit übersteigertem Geltungsbedürfnis. Heute wurde bekannt, dass Frau Balci, die mit Herrn Sarrazin in Kreuzberg unterwegs war, ihren eventuellen Auftrag bei der ARD für einen ähnlichen Film verliert (hier die FAZ, hier die Antwort der ARD). Die Darstellungen gehen inhaltlich ziemlich auseinander und ergänzen sich gegenseitig, und vor allem die notlügende Produktionsfirma dazwischen sieht dabei richtig schlecht aus.

Wenn es so ist, wie die ARD es darstellt - und Frau Balci keinen direkten Vertrag hatte - hält sich aber auch mein Mitleid stark in Grenzen. Dass sie mit Sarrazin in Kreuzberg einen Eklat bekommt, den sie beim ZDF und Aspekte gut verwerten kann, ist die eine Sache. Dass sie den Eklat aber schon vorher bei Sarrazins Hofberichterstattern von der WELT raushaut, ohne dass bis dahin jemand den Film kennt, und dabei auch die Vorfälle übertrieben dargestellt hat, ist auf der anderen Seite schon recht grenzwertig. Und ich verstehe irgendwie, dass man bei Auftraggebern gerade bei so einem heiklen Thema vielleicht niemand an Bord haben will, der solche Aufträge in dieser Form zur eigenen Profilierung benutzt, und das dann auch noch bei so einem heiklen Thema bei einem Verlag wie Springer. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass diese Art der Publicity den Auftraggebern eher schadet, und wenn das vor dem Hintergrund eher lockerer Absprachen geschieht, kann man der Frau nicht helfen: Die plausiblen Gründe für die Absage - und es sind wahrlich keine schlechten - hat sie selbst geliefert.
Da wiederholt sich ein Muster, das man aus der gesamten islamophoben Szene mittlerweile gut kennt: Sie funktioniert nur mit der Befeuerung von neuen Skandalen und schärferen Aussagen. Auch dieses Thema ist ein Markt, auf dem ein gutes Dutzend bekanntere Autoren um die Plätze in Talkshows, Lesungen und Verlagen kämpfen; der Medienrummel braucht krasse Leute und will gar nicht in irgendwelche Detaildebatten einsteigen.Sarrazin ist ganz vorne, man kann entweder versuchen, in seinem Windschatten nach vorne zu kommen, oder immer noch eins drauf zu setzen. Das kann lange gut gehen, wenn man im Rahmen bleibt oder im Zweifwelsfall die jüdische Abstammungskarte zückt, aber diesmal hat es jemand mal übertrieben. Bevor der Sender nochmal eine schräge Nummer riskiert und eventuell Druck bekommt, verzichtet er eben auf eine Mitarbeiterin und ein Projekt. Das passiert laufend. Kein Grund zur Panik.
Allenfalls ein Grund, die Skandalisierung wegzulassen und zur Debatte zurückzukehren. Das ist dann für einen Sarrazin, eine Welt, einen Strache und einen Broder auch übel genug.
... link (23 Kommentare) ... comment
Sweet 16
Zweiter Motortod im Juli 2011.
Und, auch das sei gesagt, nach menschlichem Ermessen zum dritten mal Totalschaden. Zweimal der Motor, einmal ein Ford von hinten.
Aber wer mit einem nach menschlichem Ermessen vernünftigen Opel Astra Kombi in Rostrot auf der Überholspur dümpelt, hat nicht genug Zeit, sich über solche Petitessen Gedanken zu machen.

Jetzt, wo sie wieder 200 geht. Doch, doch, meinte der Schrauber, das können sie schon gleich machen. Na dann. Noch 14 Jahre bis zum Oldtimerstatus, und die kriegen wir auch noch locker rum.

Es war, als hätte man mir einen Arm abgehackt. Es ist, als wäre er wieder angewachsen.
... link (25 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 27. Juli 2011
Danke, DB
In Nürnberg, als ich eine halbe Stunde warten musste, waren alle Sitze krumm. Da dachte ich mir schon: Nicht billig, aber wieder Ledersitze! Dann kam diese Familie, deren Tochter neben mir McDonalds-Zeug, nun, ass. Und sich dabei netterweise in Ermangelung von Manieren von ihren Eltern abwandte. Und mir zuwandte. Hm, dachte ich, so teuer ist das wirklich nicht. Sie hatten der Tochter wirklich viel gekauft. Der Zug wurde später dann getrennt, und ich musste am Bahnsteig von Teil 1 zu Teil 2 laufen, weil bei der Bahn die Teile D-F vorne und A-C hinten sind. Ach, passt schon, achte ich mir, und überlegte, wieviel Trinkgeld ich gebe.
Einen kaputten Stuhl, eine Familie mit daddelnden Kindern, ein aus der Papiertütesandwichindenmundpresser und viel Aussicht auf die Gegenwartskunst deutscher Sprayer später ruckelte der Zug dann durch Ecken von Frabnkfurt, die sogar ein Frankfurter als scheusslich empfinden dürfte. Ich halte den Schrauber für den nettesten Menschen der Welt, und wenn es auch für einen Motoreinbau nicht ganz billig ist: Für mein Seelenheil war es ein Sonderangebot. Und hätte man mich in Frankfurt nicht mit einer Barchetta abgeholt, hätte ich gar mit der S-Bahn fahren müssen: Dann würde hier der schon lange fehlende Beitrag über Jens Best und seine vergeigte Hausknipserei stehen. So aber: Alles wird gut. Nur noch morgen nach Würzburg.
... link (6 Kommentare) ... comment
Die Blumen des Bösen
... link (0 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 27. Juli 2011
Was immer auch passiert

Die Verdammten, das sind die anderen.
... link (6 Kommentare) ... comment
Redividus
önönönön kchrrwr WRWRÄNGÄNGÄNGW RAAHAHAHAMMMMM.
In 48 Stunden habe ich sie wieder.
... link (7 Kommentare) ... comment
Eine Immobilie wird frei.
Und nun erfahre ich, dass der Neutegernseer Weimer, Chefredakteur vom Focus und hier wohnhaft ganz nah beim Verlagchef, geht. Nach einem Jahr. Wird er behalten? Wieder verkaufen? Es ist schön hier. Aber auch nicht immer nett, wie er erleben musste. Burda ist ja irgendwie nicht so der Laden, bei dem ich arbeiten wollen würde.
Nach meiner bescheidenen Meinung hat Weimer wenigstens mal das versucht, wozu in München keiner die Kraft hatte: Einen anderen Weg zu gehen. Ich hätte trotzdem NIE den Focus gekauft, das Blatt steht zu sehr für eine bestimmte Sorte Mensch, und es wäre mir peinlich, mit denen etwas gemein zu haben. Aber das heisst nicht, dass man diese Käufer nicht auch etwas hätte klüger machen können. Immer nur die reaktionäre Dummheit des Spiegeln nutzwertig zu unterbieten, kann auch keine Lösung sein. Und die Generation, die Markwort einst folgte, ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Der Focus, wie er ist, ist ein Blatt für Möchtegerns, die nicht lesen wollen. Das kann man problemlos im Internet abbilden. Das kommt nie mehr. Und deshalb denke ich auch, dass jeder andere Weg besser gewesen wäre, als die Rückkehr zu jenen Wurzeln, die sich nun vollziehen wird.
Markwort. OMG. Brrrr. Das tiefgelegte Golf Cabrio in Weiss mit Spoilern unter den Journalisten.
... link (3 Kommentare) ... comment



