Jetzt geht der Scheiss schon wieder los.

Wir hatten den Google-IPO.
Wir hatten den Flickr-Verkauf.
Wir haben Bernd Kolb bei T-Com.
Wir haben Alex Falk auf freiem Fuss.

Und jetzt kauft Ebay auch noch Skype für schlappe 2,6 Milliarden Dollar. Zur Erinnerung: Skype hat gerade mal 7 Millionen Dollar Umsatz. Und nach optimistischen Einschätzungen 6 Millionen Nutzer. Jeder Nutzer geht damit (inklusive Zukunftshoffnung auf einen emerging market) für 433 Dollar über die Ladentheke.

Der Fluss, den man da für das Vorbeitreiben der Leichen brauchen wird, muss erst nochmal ordentlich ausgebaggert werden - zur Erinnerung: Voice over IP ist schon etwas länger auf dem Markt, und ich sehe nicht, dass sich das mit Skype durchsetzen wird. Ein kleiner Markt, Ebay ist der Aussenseiter, und viele grosse Player. Das ist der Stoff aus dem ökonomische Katastrophen gemacht werden.

Montag, 12. September 2005, 14:33, von donalphons | |comment

 
Ich hoffe doch sehr, daß die Skypeler nicht in Aktien bezahlt werden. Wenn ich schon ein richtig großen rechtlich-nicht-angreifbaren-Betrug durchziehe, dann will ich wenigstens das Cash verprassen können.

Und wenn ebay daran pleite geht, klingt das nach einer Win-Win Situation für alle.

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Skype hat das clever gemacht und die Ängste der Telecoms umgangen. Die Telecoms bekämpfen VoIP wo es nur geht. Aber: Während bei der neuen e-plus UMTS-Flatrate VoIP ansonsten verboten ist, bekommen die Nutzer ein Gratispaket mit Skype-Software und Headset frei Haus dazu.

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Ich denke, die Telcos werden VoIP genauso vor die Wand fahren wie schon WLAN. Die haben nie aufgehört, in Zäunen zu denken, denn die Zäune zu anderen bringen ihnen das Geld. Und nachdem Skype auch auf ein eigenes Format setzt, wird das mit der Ausweitung hübsch lang dauern.

Ich habe mal einen Businessplan von einem VoIPler auf dem tisch gehab, der auch glaubte, man könnte die Leute dazu erziehen, ihren Rechner 24 Stunden lang laufen zu lassen. Der wollte nach 6 Monaten in Europa da sein, wo Skype heute ist.

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Mit den Einnahmen aus den überhöhten und völlig idiotischen Auktionsgebühren muss man halt irgendwas machen und da ist man halt auf Skype gekommen und was sind schon ein paar Mrd. $, juckt doch nicht. Bei ebay scheint man nur irgendwie vergessen zu haben, dass jeder Idiot mit Programmierahnung so einen VOIP-Client schreiben kann, wie es Skype getan hat. Heute ist Skype millionenfach verbreitet, morgen Hrrrchpfffz oder sonstirgendein anderes Programm. Wie ebay damit Geld verdienen will, bleibt mir schleierhaft. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht geplant.

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Ach nu, ob nun Kazaa/Spyware oder eBay, ist das im Fall von Skype nicht egal?

Gut, es funktioniert und machte VoIP plötzlich sympathisch, aber die Bude im Hintergrund war schon immer zumindest suspekt: http://www.medienrauschen.de/archiv/2004/11/27/warum-integriert-kazaa-skype/

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Dass ausgerechnet Jamba heute bei Kazaa in Deutschland Werbung schaltet, macht die Sache auch nicht unpikant :-/

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(also, hört man zumindest so...)

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Ist denen für ihr Spielgeld nichts Besseres eingefallen? Muss so ein Volk immer so schnell übermütig werden? Das liest sich irgendwie nach dem Werk durchgeknallter BWL-Studenten im dritten Berufsjahr. Können die nicht einfach mal für 2,6 Mrd die Ebay-Gebühren senken? Sozusagen als Konkurrenzabwehr- und Nachhaltigkeitskomponente? Hrmpf.

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Also bitte... Ebay hat Alando gekauft, und hat wohl genug durchgeknallte BWL-Studenten im dritten Berufsjahr an Bord, um sowas zu tun. Und seit wann wird eigentlich irgendwas günstiger? Billiger werden doch nur die Sprüche zur Vermarktung.

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Ist zwar für die Argumentationsketten auch egal, aber (zumindest) nach offizieller Verlautbarung hat Skype derzeit 54 Millionen Benutzer.

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Ein paar Andeutungen zu den Hintergründen des Kaufs finden sich in diesem Interview mit der Ebay-Chefin

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